Kein Penis, kein Job - Diskriminierung im TV
SchnabelPower (Sophie Charlotte Rieger), Veröffentlicht am 11.10.2012, 08:50
Frauen haben hinter der Kamera im Fernsehen keine Chance
© Sony
Dass Frauen seltener hinter der Kamera zu finden sind als Männer ist keine Neuigkeit. Obwohl ich ständig diesbezügliche Artikel lese, hat mich diese Tatsache bislang nicht motiviert, dazu in meiner Kolumne Stellung zu beziehen. Die kleine Feministin in mir schlief ruhig und ließ sich durch die altbekannte Diskriminierung weiblicher Filmeschaffender nicht wecken. Dann aber stieß ich auf die Geschichte von Barbara Stepansky und da war sie wieder diese innere, keifende Stimme: „Hängt sie! Sterben sollen die Machos dieser Welt und zwar qualvoll!“ Und so hatte ich keine andere Wahl, als meine Kolumne dieses Mal Frau Stepansky und den Frauen hinter den amerikanischen Fernsehkameras zu widmen. Ich beziehe mich in meinem heutigen Artikel bewusst auf das Geschehen in den USA. Erstens bietet das mehr als genug Stoff für diesen Text und zweitens scheint mir das Thema in Deutschland nicht ganz so heiß diskutiert zu werden.
Barbara Stepansky und die männliche Diva
Auf dem Blog Women Directors in Hollywood berichtete Barbara Stepansky jüngst von einem Erlebnis, das ihr zu Beginn ihrer Karriere als Regisseurin recht deutlich gemacht hatte, welcher Part ihr als Frau in der Welt des Fernsehens zugedacht ist. Nachdem sie sowohl den Studenten Emmy für das Beste Drama als auch für die Beste Regie gewonnen hatte, lud sie der Produzent einer erfolgreichen TV-Serie zu einem Besuch am Set ein. Als sie vor Ort vorsichtig nach der Möglichkeit fragte, einmal die Regie einer Folge zu übernehmen, entgegnete er: „Die Sache ist die: Der Hauptdarsteller hasst weibliche Regisseure. Wir hatten nur ein einziges Mal eine Regisseurin, in der ersten Staffel, und die wurde nie wieder engagiert. Er mag sie einfach nicht.“
Wie Barbara Stepansky, deren Film Girls! Girls! Girls! mehrfach bei Showtime gelaufen ist, vollkommen richtig in ihrem Artikel anmerkt, ist das Schlimmste an dieser Geschichte weniger die Einstellung des entsprechenden Hauptdarstellers als vielmehr die Legitimierung seiner Meinung durch den Produzenten, dem es nicht mal im Ansatz peinlich ist, die vor ihm stehende, offenbar hoch qualifizierte Regisseurin zu diskriminieren. Wie wäre es gewesen, fragt Stepansky, wenn der Darsteller nicht etwas gegen Frauen, sondern gegen Schwarze oder Juden gehabt hätte? Das hätte bei allen Beteiligten für Entrüstung, vielleicht gar zur Entlassung des Schauspielers geführt. Aber Frauen darf Mann ungestraft diskriminieren.
weiter
- Teil 1: Kein Penis, kein Job - Diskriminierung im TV
- Teil 2: Zahlen & Fakten - Auffällige Abwesenheit von Frauen beim Fernsehen
- Teil 3: Hoffnung - Renée Zellweger & Jennifer Lopez machen TV-Karriere
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Kommentare
über Kein Penis, kein Job - Diskriminierung im TV
David "Noodles" Aaronson Thu, 11 Oct 2012 14:49:34 -0000
Kommentar löschenFalls es einen interessiert: 75% der Directors Guild Mitglieder sind Männer - und DGA Member muss man sein um im TV (meist auch für Kinofilme) zu arbeiten. Da auch Regieassistenz, Produktionsleitung etc. in der Gilde versammelt sind, könnte der richtige Wert nur für den Regiepart ein wenig abweichen (schätze dass der Männeranteil noch einmal etwas ansteigt). Die Tendenz geht aber in Richtung sinkenden Männeranteil.
Mit jemanden nicht zu arbeiten weil er eine Frau ist durchaus schon Misogynie, erscheint mir allerdings fast zu heftig um wahr zu sein…
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David "Noodles" Aaronson Thu, 11 Oct 2012 14:53:39 -0000
Antwort löschenhttp://blogs.indiewire.com/womenandhollywood/the_dga_celebrates_international_womens_day_with_a_tribute_to_kathryn_bigel
ezemeze Thu, 11 Oct 2012 15:23:10 -0000
Antwort löschenDer Schauspieler in dem Fall ist der Star, der Produzent will ihn nicht vergrätzen, weil das alles sonst mehr Geld als nötig kostet. Der/Die RegisseurIn ist in dem Fall austauschbar, der Schauspieler nicht. Ist zwar nicht fair, weil es nicht die Qualifikation der Regisseurin berücksichtigt, aber in dem Fall kann man nichts machen. Was mich eher interessieren würde, ist, was die vorhergehende Regisseurin gemacht hat, was den Schauspieler so derart übel aufgestossen ist, dass er kategorisch alle Frauen ablehnt.
butch cool Thu, 11 Oct 2012 12:55:00 -0000
Kommentar löschen1. Nur weil der Hauptdarsteller keine weibliche Regisseurin will heißt das ja noch lange nicht, dass er auch Frauen hasst. Evtl. gab es in der Vergangenheit zu oft Meinungsverschiedenheit aufgrund unterschiedlicher Ansichten bei den Drehs weshalb er zukünfitg auf solche Szenarien verzichten will. (Man weiß halt nicht was vorgefallen ist)
2. Zum Directors Guild of America: Also 86% der TV-Episoden wurden von Männern gedreht, interessant. Wird auch darauf eingegangen
a) aus wie vielen Männern die 86% bestehen?
b) wie viele der untersuchten Serien (eher) Männer als Zielgruppe haben?
c) wie viele Regisseurinnen es im Vergleich zu Männern überhaupt in Hollywood gibt?
3. Außerdem wird mir im Artikel auch viel zu wenig auf die Entwicklung eingegangen. Wie sahen denn die Quoten vor 10 und 5 Jahren aus, wie verlief die Entwicklung?
Sind von Männern gedrehte Serien erfolgreicher, wenn ja: woran kann das liegen?
Bei welchen Serien führen die Frauen hauptsächlich Regie? Fragen über Fragen auf die hier nicht eingegangen wird.
MAchja, mMn sollte man eine Frau engagieren, weil man von ihr gute Arbeit erwartet und nicht weil sie eine Frau ist. Was habe ich davon wenn ich eine Frau mehrere Episoden drehen lasse, diese aber nur Mist sind?
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Lucifel Thu, 11 Oct 2012 15:20:31 -0000
Antwort löschen1. Und es ist nicht sexistisch, das auf's Geschlecht zurueckzufuehren?
4. Wo genau hat SchnabelPower denn geschrieben, Frauen sollten unabhaengig der abgelieferten Qualitaet eingestellt werden?
butch cool Thu, 11 Oct 2012 16:06:10 -0000
Antwort löschenzu 1. Ich persönlich möchte mir nicht anmaßen ein Urteil abzugeben, denn es fehlen einfach zu viele Informationen.
zu 4. Hat sie (glaube ich) nicht, hab ich auch nicht behauptet.
Lucifel Thu, 11 Oct 2012 16:45:41 -0000
Antwort löschen1. Mir reicht die Aussage "the lead actor <i>hates</i> female directors" als Information.
4. Du fuehrst das so an, als muesstest du gegen jemanden anreden, der das behauptet haette. Warum erwaehnst du es sonst? Niemand hat das Gegenteil gefordert oder auch nur angesprochen.
butch cool Thu, 11 Oct 2012 17:47:55 -0000
Antwort löschenmhhh, MP hat anscheinend gerade meinen Beitrag verschluckt, deshalb versuche ich mich ganz kurz zu halten
1. Man kann nicht sagen ob er sie "hasst". Evtl. tut er es, genauso gut kann der Produzent sich auch unglücklich ausgedrückt haben. (Vlt hat er auch untertrieben, man weiß es einfach nicht)
2. also: Ich finde den Artikel, besonders auf der zweiten Seite, ziemlich oberflächlich. An manchen Stellen könnte man meinen es würde so wenig Regisseurinnen geben, weil halb Hollywood aus Sexisten besteht(sicherlich, von mir jetzt leicht übertrieben)
Und durch ihre Kritik fodert sie ja, dass es mehr Frauen in der Branche geben sollte. Und letztendlich bezieht sie den Qualitätsfaktor nicht mit ein.
Keine Ahnung ob dir das als Antwort reicht, habe aber iwie heute Probleme mich richtig auszudrücken ;D
Lucifel Thu, 11 Oct 2012 18:08:53 -0000
Antwort löschen1. Nun, das war zumindest die Ausdrucksweise des Produzenten. Und das zumindest fuer moeglich zu halten, ist imho immer noch plausibler, als erstmal das Gegenteil zu vermuten. Zumindest muesste es shcon einen sehr guten Grund geben, der rechtfertigt, warum sich jemand pauschal weigert, mit Personen eines bestimmten Geschlechts zusammen zu arbeiten [falls es ueberhaupt einen gibt].
Manchmal scheint es mir so, dass in einer umgekehrten Situation die Reaktionen vielleicht nicht gleich so ablehnend waeren.
2. Vielleicht fordert SchnabelPower aber auch nur, dass Frauen [oder vielmehr Menschen insgesamt] nicht mehr aufgrund ihres Geschlechts ausgeschlossen werden?
butch cool Thu, 11 Oct 2012 18:17:23 -0000
Antwort löschen2. Was ja auch vollkommen richtig wäre. Aber dann soll sie halt etwas tiefgründiger recherchieren und analysieren (Das Argument: "Würde den Rahmen sprengen" lasse ich mal nicht gelten.)
Mein Senf Thu, 11 Oct 2012 12:28:07 -0000
Kommentar löschenWird Zeit für die Frauenquote.
Gesetze und auch Frauenquoten dienen dazu, einen strukturellen Missstand in Gesellschaften zum Allgemeinen Wohl per Zwang zu korrigieren, wenn das auf Eigennutz bedachte Individuum dazu nicht in der Lage ist.
Ich finde es irgendwie bezeichnenend, wie hier in den Kommentaren einerseits behauptet wird, dass Frauen gar keine Führungsverantwortung haben wollen und sich im gleichen Atemzug darüber beschwert wird, dass es Kolumnen gibt, die eben diesen Missstand kritisch beleuchten, überhaupt geschrieben werden können.
Das ist nicht nur ein Widerspruch in sich, sondern auch ein Zeugnis dieser beliebten konservativen Wagenburgtaktik, in dessen Mitte drei äußerst maskuline Affen an einem rustikalen Stammtisch sitzen und Nicht Hören-Nichts-Sehen- Nichts-sagen spielen.
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ihre-herrlichkeit Thu, 11 Oct 2012 12:34:44 -0000
Antwort löschenVon Führungspositionen im Allgemeinen war nicht die Rede. Unter meinem Kommentar wurde bereits erklärt, warum es in den VORSTÄNDEN weniger Frauen gibt, in den unteren Führungspositionen aber schon fast Gleichverteilung existiert.
Mein Senf Thu, 11 Oct 2012 14:45:41 -0000
Antwort löschenEinerseits kann ich den natürlichen Beißreflex irgendwo nachvollziehen, den das Thema auslöst - es geht um Besitzstandswahrung und eine Änderung des Status Quo ist ja immer auch ein bischen unbequem.
.
Andererseits: Lest euch bitte eure Kommentare einfach nochmal durch und dann...ich weiß gar nicht wie man das einigermaßen höflich formulieren könnte... fragt euch, ob ihr das wirklich für eine plausible Argumentation haltet.
.
Nochmal: Männer werden nicht diskriminiert. Dass sie in bestimmten Berufsgruppen unterrepräsentiert sind, beruht nicht auf Diskriminierung, sondern einzig und allein auf persönlichen Entscheidungen, geprägt durch ein Image, das bestimmte Berufsgruppen haben. Das hat nichts mit Diskriminierung zu tun.
.
Frauen hingegen bleiben bestimmte (selbstverständlich nicht alle) Berufsgruppe einfach nur deswegen verschlossen, weil sie Frauen sind. Das nennt man "sexistische Diskriminierung".
Solange dieser Missstand nicht behoben, bzw. solange es betonköpfige Männer gibt, die ihre Augen unter fadenscheinigsten Argumenten davor verschließen (und die gibt es ja offenkundig noch zu Hauf, wie diese ganze Diskussion zeigt), solange ist "feministisches Rumgeheule" leider nötig.
Achja und der Treibhauseffekt ist übrigens auch kein natürlicher Prozess sondern zum allergrößten Teil von Menschen verursacht.
Freidenker Thu, 11 Oct 2012 15:21:28 -0000
Antwort löschenKannst du mir mal bitte sagen welche Berufgruppen den für Frauen verschlossen sind ??? mir fällt wirklich keine ein.
Sicher gibt es Berufgruppen in denen es wenige bis so gut wie keine Frauen gibt,wie eben Bundeswehr,Müllabfuhr oder so,aber das hat ja jedoch mit dem Image und der zum Teil sehr stark körperlichen Arbeit zu tun,als mit irgendeiner "sexistische Diskriminierung".
Mein Senf Thu, 11 Oct 2012 15:33:39 -0000
Antwort löschenkorrigiere: Nicht Berufsgruppen, sondern "Berufe". Exemplarisches Beispiel: Siehe Artikel
ihre-herrlichkeit Thu, 11 Oct 2012 09:26:17 -0000
Kommentar löschenWieso wird eigentlich ein Fortschritt gleich mit Rückstand verschrien? Vor 30 Jahren gab es so gut wie gar keine weibliche Regisseure.
Heutzutage haben Frauen einige Berufe an sich gerissen, die früher fest in Männerhand waren. 2/3 der Mediziner sind Frauen. Geschätzte 97% aller Psychologen. Eigentlich wird in der Psychologie eine Gleichverteilung der Geschlechter benötigt, aber der Markt ist überrannt. Immer diese Heulerei, ich kann es nicht mehr lesen.
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Mein Senf Thu, 11 Oct 2012 09:43:14 -0000
Antwort löschenIn deiner Logik könnte man dann ja auch Greenpeace abschaffen, nur weil sich in Deutschland in den letzten 30 Jahren ja schon etwas umweltbewusster geworden ist.
Solange Gleichberechtigung noch nicht nicht erreicht ist, sind solche Pamphlete wichtig.
ihre-herrlichkeit Thu, 11 Oct 2012 09:45:28 -0000
Antwort löschenDu sattelst das Pferd von hinten auf. Ich sagte nicht, dass man die Gleichberechtigungsdebatte komplett ruhen lassen sollte, aber man sollte etwas weniger einseitig an die Sache rangehen. Die meisten mega-Emanzen legen doch gar keinen Wert auf Gleichberechtigung, sondern darauf, Männer zu kastrieren und sich über sie zu stellen. Denn bei aller Debatte wird völlig außer Acht gelassen, wie es Männern dabei geht und wie Männer zurückgedrängt werden in einigen Berufen.
ihre-herrlichkeit Thu, 11 Oct 2012 09:47:01 -0000
Antwort löschenAußerdem wird völlig außer Acht gelassen, was bisher schon erreicht worden ist. Der Wandel ist noch nicht lang im Gange und braucht eben Zeit. Das ständige Meckern und jammern führt bei mir z. B. dazu, dass ich irgendwann Feministinnen nicht mehr ernst nehmen kann.
ezemeze Thu, 11 Oct 2012 09:56:08 -0000
Antwort löschenDanke ihre-herrlichkeit, für diese wundervolle Ausführung!!! Trifft den Nagel auf den Kopf. Zumal immer wieder diese idiotische Forderung nach Quotenregelung in den Median auftaucht, was ja eigentlich der Emanzipation zugegen läuft, weil dies auch wieder eine Form von Andersbehandlung (=Diskriminierung, in dem Fall dann aber vorteilhaft für eben jene Gruppe bedeutet) ist. Die von dir erwähnten mega-Emanzen haben zudem einen Denkfehler: Sie orientieren am schlechtesten Verhalten des assigsten Typen und meinen, wenn sie sich auch so verhalten können, dies einer Befreiung gleichkäme. Das ist einfach schlechter Stil und Vergeudung von Potential,...ach, was reg ich mich überhaupt auf...
ihre-herrlichkeit Thu, 11 Oct 2012 10:03:52 -0000
Antwort löschenWarum gibt es eigentlich nie einen Aufschrei darüber, dass es kaum Frauenjobs bei der Müllabfuhr oder bei der Kanalreinigung gibt? Solche Arbeiten dürfen dann gern die Männer übernehmen, ne?
derOlli. Thu, 11 Oct 2012 10:54:43 -0000
Antwort löschenFrauenquote brauchen wir doch eigentlich nur, weil es früher die Regel war, dass Frauen schon Hausfrauen sein sollten. Das bei einst 100% Männern in Aufsichtsräten die Frau benachteiligt ist, das muss ich sicher nicht weiter ausführen oder? Die Frauenquote ist somit doch nur etwas zu regulieren, was sich in einer Zeit etabliert hat, in der die Frau in der Gesellschaft im Allgemeinen eine andere Rolle eingenommen hat. Der letzte Post zu Müllabfuhr ist doch jetzt wieder nur der übliche Unsinn. Und in der Tätigkeit als Reinigungskraft ist es dann wieder umgekehrt. Wer irgendwas mit Film oder Medien studiert weiß doch, dass es genug Frauen gäbe, damit das Regie/Autoren/Produzenten Mann/Frau Verhältnis mindestens 50/50 sein müsste.
ihre-herrlichkeit Thu, 11 Oct 2012 11:03:07 -0000
Antwort löschenEs gibt genug männliche Reinungskräfte, die auch Reinigungen machen, für die sich Frauen zu schade sind. Fensterputzen und Kanalreinigung z. B.
Selbstverständlich sollten Frauen und Männer vor dem Gesetz und beruflich gleichgestellt werden, aber viele Frauen möchten gewisse Positionen (wie eben genannte Beispiele) überhaupt nicht antreten. Das ist kein Blödsinn, das ist Fakt. Hier wird penibel nach Fehlern gesucht, obwohl anderorts Frauen den Markt schon für sich eingenommen haben, obwohl dringender Bedarf nach Männern besteht. Typisches Feministinnenverhalten. Sie sehen nicht den Fortschritt, sondern keifen nur rum, warum ihnen nicht die Welt gehört. Sofort! Am liebsten schon vorgestern!
Zu den Aufsichtsräten: Die meisten Frauen wollen gar nicht so hoch klettern in der Karriereleiter. Viele stagnieren aufgrund von Babypause usw. und haben gar nicht das Bedürfnis danach, ihr Privatleben zu Gunsten der Arbeit aufzugeben.
werner-holt Thu, 11 Oct 2012 11:12:42 -0000
Antwort löschenDas mit den Aufsichtsräten ist historisch gewachsen. Man braucht halt 30 - 40 Arbeitsjahre um in einem Daxunternehmen im Aufsichtsrat zu sitzen. Bei den unteren Führungskräften werden 42% weiblich besetzt, damit ist die Quote drin und man muss einfach da ein bisschen Zeit verstreichen lassen bis sich das überall durchsetzt. Die tausende Jahre Zusammenleben von Frauen und Männern vorher kann man schwer in ein paar Jahren neu gestalten, das dauert eben ein bisschen.
Markbln Thu, 11 Oct 2012 11:14:22 -0000
Antwort löschen97% psychologen, wow, in welchem land gibts denn sowas, herrliche :)
Zum Brechmittel Quote frage ich mich gerne: Kriegen wir dann auch eigentlich auch eine männliche für den Bereich Krankenschwestern, Hebammen, Erzieherinnen?
ihre-herrlichkeit Thu, 11 Oct 2012 11:18:53 -0000
Antwort löschen@ werner: Wahre Worte. Das mein ich ja: Die Sache ist erst seit 30 Jahren zugange und da hat sich schon viel getan, find ich.
@ Mark: Schau dich mal in Vorlesungen um. Fast nur Weiber und von den 3 mikrigen Männern sind 2 schwul und 1 androgyn.
werner-holt Thu, 11 Oct 2012 11:20:29 -0000
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Man darf das Thema nicht einseitig betrachten. Aufsichtsratbesetzung oder Filmindustrie sind da gar nicht so wichtig. Warum kommt niemand auf die Idee eine Quote für alle Bereiche zu fordern. 50% bei Lehrern, Erziehern, Handwerkern, Müllwagenfahrern, Obdachlosen (ist euch schon mal aufgefallen das man so gut wie nie obdachlose Frauen sieht? Ein Skandal ;) ) weil es Quatsch ist u keinen Sinn macht.
Oder so gut wie keinen. Bei Lehrern u Erziehern kann man drüber streiten.
Aber so reißerische Artikel wie der jetzt diskutierte helfen der Sache auch nicht weiter.
ihre-herrlichkeit Thu, 11 Oct 2012 11:21:32 -0000
Antwort löschenUnd männliche Psychologen werden wirklich, wirklich dringend gebraucht.
Markbln Thu, 11 Oct 2012 11:22:04 -0000
Antwort löschenBrüll, in Berlin sind wahrscheinlich alle 3 schwul oder androgyn.
Markbln Thu, 11 Oct 2012 11:36:25 -0000
Antwort löschenNaja, ich seh jeden Tag obdachlose Frauen in Berlin. Aber die haben andere sorgen als die Frauen-Quote.
derOlli. Thu, 11 Oct 2012 11:36:34 -0000
Antwort löschenInwiefern ist denn ein Artikel zu reißerisch wenn Dinge wie der Sachverhalt der zu Beginn des Artikels beschrieben wird tatsächlich passieren? Das ist doch eine ganz fürchterliche Sache, die sich bitte ändern soll. Was man jetzt mit der sexuellen Orientierung von irgendwelchen Studierenden andeutem will ist mir schleierhaft!
werner-holt Thu, 11 Oct 2012 11:37:17 -0000
Antwort löschenMeiner Meinung nach ist diese Plattform also Moviepilot eh das falsche Forum um darüber zu streiten.
So und ich geh jetzt schön ins Kino, zuerst zu "Mann tut was man kann" und danach zu "Savages". Warum weil in Berlin dank der Ferien auch wieder Nachmittagsveranstaltungen gezeigt werden u weil ich morgen um 5 Uhr früh arbeiten muss.
ihre-herrlichkeit Thu, 11 Oct 2012 11:42:24 -0000
Antwort löschenIch will gar nichts andeuten. Ich sage, dass heterosexuelle Psychologen wichtig sind. Menschen suchen sich Therapeuten aus, die sie nachvollziehen können. ich gehe auch nicht zu einer lesbischen Therapeutin, wenn ich über meine Beziehungs- und Sexprobleme mit Männern reden will.
Die soll es natürlich auch geben, aber mir ging es darum, dass heterosexuelle Männer im Allgemeinen in diesem Beruf gebraucht werden und viel zu rar sind.
Mein Senf Thu, 11 Oct 2012 12:24:33 -0000
Antwort löschen@Ihre Herrlichkeit: Ich klinke mich aus. Dein Müllabfuhr"argument" hat mir grad echt sprachlos gemacht und der homophobe Quatsch im Anschluss hat mir dann entgültig den Rest gegeben :-)
Man könnte es "Stammtisch-Syndrom" nennen, wenn ein Haufen Menschen sich nur lange genug gegenseitig selbst bestätigen, dann glauben sie sich am Ende selbst den größten Quatsch.
ihre-herrlichkeit Thu, 11 Oct 2012 12:35:55 -0000
Antwort löschenJa, sprachlos, weil es da keine Gegenargumente gibt.
Und wenn du meine Sätze für homophob hältst, hast du entweder nichts kapiert oder du hast irgendein Stichwort aufgeschnappt und es als Anlass für ein lächerliches Totschlagargument genommen. Traurig.
teakeeper Thu, 11 Oct 2012 12:51:56 -0000
Antwort löschenEine Männer-Quote ist schwachsinnig, weil Männer nicht systematisch aufgrund ihres Geschlechtes diskriminiert werden. Männer bewerben sich seltener für Berufe wie Pfleger (wobei sich das hier allmählich ändert) oder Erzieher, was auch ein großes Problem ist. Allerdings bekommen sie den Job bei angemessener Qualifikation. Wenn eine Frau sich für den Job im Vorstand einer Firma oder wie in diesem Fall als Regisseurin bewirbt, wird sie oftmals abgelehnt, ganz einfach weil sie eine Frau ist und das ist sexistisch.
Dass es zu wenig männliche (heterosexuelle) Psychologen gibt, liegt wohl kaum daran, dass man sie aufgrund ihrer sexuellen Neigung und ihres Geschlechtes nicht einstellt. Das ist eine vollkommen andere Baustelle.
Im Feminismus geht es nicht darum den Mann klein zu machen. Überhaupt ist es schwierig Feminismus zu pauschalisieren, da es keine homogene Bewegung ist und sich selbst widersprüchliche Meinungen unter diesem Begriff gesammelt haben. Den meisten Feministen geht es darum, dass jeder (Männer und Frauen) die Wahl haben sollten und für diese nicht verurteilt werden, dass ihnen keine Steine in den Weg gelegt werden, nur weil sie als Mann, Frau oder irgendwas dazwischen geboren werden.
ihre-herrlichkeit Thu, 11 Oct 2012 13:00:57 -0000
Antwort löschenAlso bei so ziemlich jeder Jobanzeige, die ich in den letzten Jahren gelesen habe, steht, dass Frauen bei gleicher Leistung bevorzugt behandelt werden.
Entweder das ist eine Diskriminierung der Männer oder die Frauen werden gleichgestellt. So oder so halte ich dieses übertriebene Aufschreien für ungerechtfertigt. Wir dürfen uns gerne über Themen unterhalten, die wirklich von Relevanz sind: Dass Frauen z. B. weniger Gehalt bei gleicher Leistung bekommen. DAS ist ungerecht, das sollte mit sofortiger Wirkung geändert werden. Und das bedarf auch keine 30 Jahre Entwicklung.
Mir geht es aber gar nicht um Erbsenzählerei, sondern darum, dass man die Sache aus einer etwas globaleren Perspektive betrachten sollte. Es ist dieses typisch Feministische, was mich stört. Feministinnen würden sich nicht dran stören, wenn Männer diskriminiert werden. Gleichzeitig sehen sie nicht den Fortschritt und die Türen, die Frauen in den letzten Jahren aufgemacht werden, sondern suchen nur nach bösen Einzelfällen, auf die sie dann einprügeln können. Mit so einer Methode schafft man sich vielleicht Gehör, aber wird kaum ernst genommen.
Dass Männer in der Psychologie diskriminiert werden, habe ich nicht gesagt. Ich sagte, dass Frauen bereits einige Berufsfelder, die Männern gehörten, für sich beansprucht haben. Und dass gerade diese Berufsfelder ebenfalls eine 50%ige Männerquote brauchen. Und zwar dringend.
Zum Feminismus gab es auch hier eine Diskussion, die meine Meinung besser widerspiegelt, als dass ich es hier nochmal wiederholen müsste: http://www.moviepilot.de/news/wie-hollywood-unsere-kinder-v-erzieht-116928 (Die Diskussion unter meinem Kommentar weiter unten).
Markbln Thu, 11 Oct 2012 13:46:27 -0000
Antwort löschenJa was denn nun Teekeaper. "Eine Männer-Quote ist schwachsinnig" aber "Den meisten Feministen geht es darum, dass jeder (Männer und Frauen) die Wahl haben sollten und für diese nicht verurteilt werden" Das kollidiert etwas mit einigen Berufen, da Männer dort selbstverständlich diskriminiert werden. Im gegensatz zu den Frauen nur nicht so laut rumheulen, weil sie wissen, dass sie an anderer Stelle bevorzugt werden.
Einem Teil des Feminismus geht es sehr wohl darum, den Mann, das "Patriachart" auf Teufel komm raus klein zu machen und zu bekämpfen und lediglich ein Matriarchat an seine Stelle zu implementieren
Der Rest der merkwürdigen "Fakten" klingt für mich eher nach Behauptung als Tatsache.
Mein Senf Thu, 11 Oct 2012 14:19:15 -0000
Antwort löschenSehr schön, jetzt seid ihr schon bei den Verschwörungstheorien angekommen.
Freidenker Thu, 11 Oct 2012 14:29:22 -0000
Antwort löschenAlso ich kann einigen meinen Vorrednern und insbesondere ihre-herrlichkeit nur zustimmen.
Diese ganze Frauenquoten Diskussion und jetzt auch dieser Beitrag bei MP,ist doch einfach lächerlich.
Alleine diese Frauenquoten Debatte für Aufsichtsräte in den letzten Jahren ist doch ein reiner Witz,unglaublich das diese Debatte so viel Aufmerksamkeit bekommt,obwohl sie ähnlich wie andere Frauenquoten-Debatten nur ein ganz winzigen Teil der Frauen betreffen,und nicht das Problem der,in Teilen vorhandenen,ungleichberechtigung gegenüber Frauen löst.
Sicher hätte das Symbolkraft aber es gibt andere Themen die viel mehr zu Gleichberechtigung beitragen würden,und auch mehr Frauen helfen würden.
Aber anstatt sich um die Masse der Frauen zu kümmern,will man lieber Frauen in Führungbereichen haben.
Und wie im übrigen ihre-herrlichkeit schon sagte man muss sich ja nur mal anschauen was ich in 30-40 Jahren schon geändert hat.
Was wird dann erst in 40 Jahren sein ? wahrscheinlich wird es dann sogar mehr Frauen als Männer in Führungrollen geben,den schon heute gibt es ja mehr Frauen die Abitur machen und Studieren als Männer.
Mein Senf Thu, 11 Oct 2012 14:44:32 -0000
Antwort löschenWeil es so gut passt, nochmal:
Einerseits kann ich den natürlichen Beißreflex irgendwo nachvollziehen, den das Thema auslöst - es geht um Besitzstandswahrung und eine Änderung des Status Quo ist ja immer auch ein bischen unbequem.
.
Andererseits: Lest euch bitte eure Kommentare einfach nochmal durch und dann...ich weiß gar nicht wie man das einigermaßen höflich formulieren könnte... fragt euch, ob ihr das wirklich für eine plausible Argumentation haltet.
.
Nochmal: Männer werden nicht diskriminiert. Dass sie in bestimmten Berufsgruppen unterrepräsentiert sind, beruht nicht auf Diskriminierung, sondern einzig und allein auf persönlichen Entscheidungen, geprägt durch ein Image, das bestimmte Berufsgruppen haben. Das hat nichts mit Diskriminierung zu tun.
.
Frauen hingegen bleiben bestimmte (selbstverständlich nicht alle) Berufsgruppe einfach nur deswegen verschlossen, weil sie Frauen sind. Das nennt man "sexistische Diskriminierung".
Solange dieser Missstand nicht behoben, bzw. solange es betonköpfige Männer gibt, die ihre Augen unter fadenscheinigsten Argumenten davor verschließen (und die gibt es ja offenkundig noch zu Hauf, wie diese ganze Diskussion zeigt), solange ist "feministisches Rumgeheule" leider nötig.
Achja und der Treibhauseffekt ist übrigens auch kein natürlicher Prozess sondern zum allergrößten Teil von Menschen verursacht.
ihre-herrlichkeit Thu, 11 Oct 2012 14:51:07 -0000
Antwort löschenWeil es so gut passt, nochmal: Ich dachte, du wolltest dich ausklinken wegen Homophobie und so.
Mein Senf Thu, 11 Oct 2012 15:04:20 -0000
Antwort löschenMal ne Gegenfrage: Ist irgendetwas von dem was ich dir sage, zu dir durchgedrungen?
SKURRIL Thu, 11 Oct 2012 15:25:37 -0000
Antwort löschen"Warum gibt es eigentlich nie einen Aufschrei darüber, dass es kaum Frauenjobs bei der Müllabfuhr oder bei der Kanalreinigung gibt? Solche Arbeiten dürfen dann gern die Männer übernehmen, ne?" Stark!
Punsha Thu, 11 Oct 2012 15:42:47 -0000
Antwort löschenIch habe einen Bekannten, der letztens an drei verschiedenen Kindertagesstätten abgelehnt wurde und in jedem der Fälle wurde stattdessen eine Frau genommen. Wollen wir uns mal nichts vormachen... da könnte man doch genauso vorwerfen, dass man meint, dass Männer nicht so gut mit Kindern umgehen können wie Frauen. Natürlich heißt das, dass auch Männer teilweise diskriminiert werden. Aber netter Schachzug @Mein Senf, das mit dem "Image von bestimmten Berufsgruppe" schön zu reden. Wenn aber im Gegensatz dazu Männer an der Spitze eines Automobilkonzerns zu stehen, hätte das sicherlich nichts mit dem "Image" zu tun. Ist klar.
Auch schön @Freidenker, dass du die Sache mit dem Abitur bereits angeschnitten hast. Schon heute machen bereits wesentlich mehr Frauen Abitur als Männer. Das war vor 30 Jahren noch anders. Wie will man das erklären? Sind Frauen nun klüger als Männer? Das Gegenteil möchte ich auch nicht behaupten. Dennoch müsste die Quote zumindest bei ungefähr 50% sein, doch das ist sie bei weitem nicht.
Und @Mein Senf: Ich denke du solltest dir im Klaren sein, dass auch ihre-herrlichkeit sagt, dass in einigen Berufsfeldern Frauen noch deutlich unterrepräsentiert sind. Niemand behauptet das Gegenteil. Aber es geht bereits schon steil bergauf und nicht alles kann in drei Jahren perfekt sein. Was soll also noch dieses ständige Gejammer, wo es doch so gut läuft? Das ist die Hauptsache, worum es hier geht.
Markbln Thu, 11 Oct 2012 16:17:49 -0000
Antwort löschenNatürlich gibt es auch (heterosexuelle) Männerdiskrimierung, ich habe es im eigenen Unternehmen erlebt. Bei beiden ist es sexisitisch, ebenso bei vielen schwulen Männern. Was für ein Bulls**t das zu leugnen oder grenzenlose Naivität, sorry.
Im Übrigen bedeutet die Meinung von anderen Menschen nicht, dass nichts zu ihnen durchdringt, nur weil sie den eigenen konträren Standpunkt nicht teilen. Es ist eben ein Thema wo es klare Ansichten gibt.
Ich persönlich habe hier hauptsächlich die ständig sich wiederholende Thematik dieser Kolumne kritisiert, die außerdem sehr daran krankt, dass x-beliebige und auch noch schlechte Beispiele zur vermeintlichen Untermauerung der Thesen genannt werden, ohne die Gegenbeispiele zu nennen, was entweder daran liegt, dass die Autorin völlig einseitig recherchiert oder die entsprechenden Beispiel gar nicht klennt.
Immerhin sieht sie am Ende selbst, dass "Wenn sich die Damen der Serien-Schöpfung mit derartigen Konzepten vorstellen, wundert es mich persönlich nicht, dass sie so selten engagiert werden." Eben, ich will nicht in weiblichen und männlichen Dimensionen denken, sondern in guten oder schlechten, in qualifizierten oder unfähigen. Ich brauche keine Quote, die einer weißen Frau, einem schwarzen Rollstuhlfahrer, einer moslemischen Tunte oder einem jüdischen Transsexuellen einen Job verschafft, weil er der vermeintlichen Norm nicht entspricht. Mir ist es egal, ob der Regisseur eine Möse oder einen Schwanz hat, sein/ihr Werk muss gut sein!
Markbln Thu, 11 Oct 2012 16:53:31 -0000
Antwort löschenDie emanzipatorische Bewegung hat mit den Sufragetten der 1910-1920er jahre begonnen und nicht erst mit der 1960er Generation.
Mein Senf Thu, 11 Oct 2012 16:53:55 -0000
Antwort löschen@Punsha: Du bringst einen recht willkürlichen Zeitraum von "drei Jahren" ins Spiel, als gäbe es erst seit 2009 eine emanzipatorische Bewegung. Diese Bewegung gibt es allerdings bereits seit Ende der 1960er-Jahre und seitdem hat sich statistisch gesehen bei Frauen in Führungspositionen kaum etwas getan. Die Regierung hat jahrelang auf eine so genannte freiwillige Selbstverpflichtung der Unternehmen gesetzt, die genauso lange rein gar nichts bewirkt hat. Der jüngste Anstieg von Frauen in Führungspositionen hängt statistisch lediglich mit der Androhung seitens der Bundesregierung zusammen, eine gesetzliche Frauenquote einzuführen. Nur um zu verhindern und zu zeigen "Siehste, klappt doch auch so", nehmen die Unternehmen das Thema zwansläufig ernst. Deswegen ist die Frauenquote ja ein so wichtiges Steuerunginstrument.
Und mit der Logik "Es läuft doch gut, warum rumjammern" könnte man dann ja auch Greenpeace abschaffen, nur weil sich in Deutschland in den letzten 30 Jahren ja schon etwas umweltbewusster geworden ist. Im wahren Leben ist es nämlich leider nicht wie im Film. Im wahren Leben kommt man i.d.R. nur mit Penetranz und ständigen Schritten und Mahnen ans politische Ziel.
DESWEITEREN:
Das mit dem Image ist doch keine "Rechtfertigung" bzw. ein "Schachzug", sondern nur ein Erklärungsversuch, warum in manchen Berufen selbstgewählte Frauen- und Männerghettos entstehen können.
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Aber "sexistische Diskriminierung" meint etwas vollkommen anderes. Frauen bleiben bestimmte (selbstverständlich nicht alle) Berufe einfach nur deswegen verschlossen, weil sie Frauen sind. Das kann natürlich auch andersrum passieren und selbstverständlich gibt es auch sexistische Frauen, die Männer aufgrund ihres Geschlechtes ausgrenzen. Das ist zwar genauso falsch, aber -gemessen an der Zahl der Fälle- ein bei Weitem weniger gravierendes Problem als andersherum. Vielleicht ist dein Bekannter aus sexistischen Gründen abgelehnt worden, vielleicht war er auch einfach nur nicht qualifiziert genug und wittert in seinem Frust darüber eine matriachalische Verschwörung (Dass eine Frau letztendlich die Stelle bekommen hat, ist im Übrigen angesichts der offenkundigen Bewerberstruktur kein Beweis für seine These, sondern schlicht dem Gesetz der Wahrscheinlichkeit geschuldet).
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Viel wichtiger ist allerdings, dass du hier einen Einzelfall beschreibst, der praktisch überhaupt keine Repräsentativität besitzt. Dagegen gibt es sogar von der Bundesregierung anerkannte statistische Werte die belegen, dass Frauen in Führungspositionen krass unterrepräsentiert sind und systematisch benachteiligt werden. Und diesen Zustand ändern die männerdominierte Unternehmen nicht freiwillig, sondern gegenwärtig nur durch immensen politischen Druck.
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Und deswegen sollte sich die Diskussion auch genau darum drehen. Ich verstehe nicht, wieso du und die ganzen anderen hier davon nichts wissen wollt? Wieso tust du Hinweise darauf als nervtötend ab und jammerst stattdessen (im Prinzip auf die gleiche Weise) über die armen benachteiligten Männer rum? Wieso nimmst du das nicht als gravierendes Problem wahr? Offensichtlicher geht es doch kaum noch.
Markbln Thu, 11 Oct 2012 17:03:57 -0000
Antwort löschenWie kannst du Punshas Fall als "Einzelfall" bezeichnen bzw. erst gar nicht als diskriminiert zu erkennen, oder du hast offensichkltich gar kein Interesse daran, was dein gutes Recht ist. Genau solche Reaktion findet man auch beim Thema sexueller Missbrauch von weiblichen Tätern. Nur weil etwas ein Tabu in unserer Gesllschaft ist, heißt es nicht, dass es nicht da ist. Es gibt noch viel zu wenige Statistiken und Untersuchungen zu dem Thema, um allgemeingültige Aussagen zu treffen. Von daher ist dein wiederholtes leugnen absurd. Dass Frauen noch nicht gleichberechtigt sind und sexisitisch diskriminiert werden, wissen glaube ich alle. Aber da du gerne andere über begrifflichkeiten aufklärst, kannst du vielleicht auch darüber nachdenken, was andere Leute hier erlbet haben.
Punsha Thu, 11 Oct 2012 17:18:28 -0000
Antwort löschenAch, ich hätte mich gar nicht erst einklinken dürfen. Typischer Fall von Frontenverhärtung. Man greift sich das raus, wozu einem etwas einfällt und der Rest der Argumente wird von der Gegenseite einfach gekonnt ignoriert. Der Rest wird mit sich wiederholenden Argumenten aufgefüllt, als hätte es eine vorangegangene Diskussion nie gegeben. Wer das letzte Wort hat, "gewinnt". Weiter kommt man deswegen trotzdem nicht. Ich bin draußen.
ihre-herrlichkeit Thu, 11 Oct 2012 17:26:05 -0000
Antwort löschenhttp://agensev.de/agens-meint/aus-fur-gender-mit-updates/
http://www.youtube.com/watch?v=-u_AnNTSujA
werner-holt Thu, 11 Oct 2012 08:35:00 -0000
Kommentar löschenJetzt verfolgt einen dieser Quatsch schon bei Moviepilot...
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Mein Senf Thu, 11 Oct 2012 08:22:45 -0000
Kommentar löschenMein Chef gibt offen zu, grundsätzlich lieber Männer einzustellen, weil die bei Schwangerschaft nicht so ewig ausfallen.
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Und mein Chef ist eine Frau.
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Mein Senf Thu, 11 Oct 2012 13:54:19 -0000
Antwort löschenNicht wahr? Perverserweise wird gerade sie vom Unternehmen ins Rampenlicht gezerrt, wenn nach außen demonstriert werden soll, wie weit man doch schon mit der Gleichberechtigung im Haus vorangekommen ist.
Irreversibel Thu, 11 Oct 2012 19:45:14 -0000
Antwort löschenUnd woran liegt das? In den meisten Fällen dieser leidigen Debatten (leidig deshalb, weil scheinbar immer die falschen Leute mitdiskutieren und die, die sich angesprochen fühlen sollten, sich mal wieder fein raushalten) liest man etwas von der angeblichen "Macho Mentalität" der meisten Männer. Der springende Punkt ist doch vielmehr der, dass Geld eine viel größere Rolle spielt als die Gleichstellung von Mann und Frau und dies unabhängig von irgendeiner Geschlechtszugehörigkeit (die Gier ist bekanntlich auf beiden Seiten sehr ausgeprägt)
Es ist multinationalen Unternehmen doch auch bumsegal, ob eine Familie mit Kindern plötzlich auf der Straße sitzt (um das Ganze mal etwas überspitzt darzustellen), wenn man durch Rationalisierungs- oder Verlagerungsmaßnahmen noch 2,50€ am Tag sparen kann. Dass solche Leute sich brennend für Gleichstellung von Mann und Frau interessieren, kann ich mir lebhaft vorstellen...
foxdevilswild Thu, 11 Oct 2012 08:22:36 -0000
Kommentar löschenIch lege nicht primär Wert auf die Frauenquote in der Filmbranche. Das Produkt, das mir vorgesetzt wird, soll mich doch bitte ansprechen und nicht die Prozentsätze zu Gunsten der weiblichen Filmemacher.
Experimentieren wir also mit Barbara Stepansky und spendieren ihr eine Geschlechtsumwandlung. Ein Penis verheißt ja schließlich Geld, nicht wahr ?
Das würde meiner Meinung nach wenig bezwecken. Denn als Regisseur sollte man ein kreativer, durchsetzungsstarker, gewünscht charismatischer Visionär sein. Und wenn man eine ernstzunehmende Idee hat, reicht es schon, sich mit einer Vagina dafür stark zu machen.
Hartnäckig bleiben, Ladies ! So einfach macht man's uns nicht.
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Sarabsi Thu, 11 Oct 2012 08:06:56 -0000
Kommentar löschenNaja, bei den Regisseurinnen, die hier jetzt aufgezählt werden, handelt es sich um Zellweger und Lopez- die sind ja auch nicht unbedingt bekannt für intellektuelle oder interessante Unterhaltung.
Ich finde es schade, dass nach zwei Seiten, in denen über die Ungerechtigkeit in der Filmwelt diskutiert wird, dann so ein Beispiel folgt und quasi Todschlagargument, nach dem Motto "Frauen bleibt lieber zuhause, kochen klappt besser als Serien drehen?".
Damit werden für mich die Anfangsgedanken hier im Essay absolut zunichte gemacht.
Und übrigens- ein Konzept, in dem es um gleichgeschlechtliche Paare geht, begrüße ich politisch durchaus, immerhin könnte man durch die Medien wirklich mehr gegen die Homophobie in der Gesellschaft tun, allein durch die Präsenz, da finde ich eine solche Serie schon einen guten Ansatz- auch wenn man nicht auf Familien-Sitcoms steht.
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Lucifel Thu, 11 Oct 2012 15:27:10 -0000
Antwort löschenIch finde auch, dass die beiden deshalb schlechte Beispiele sind, weil beide ja bereits als Schauspielerin bzw. Saengerin bekannt sind und es daher vermutlich um einiges einfacher gehabt haben, ihre Konzepte zu verkaufen - unabhaengig vom Geschlecht.
Darueber, wie es mit relativ unbekannten oder zumindest nicht beruehmten Regisseurinnen aussieht, sagt das leider wenig aus. Zumal auch irgendwie der Verdacht naheliegt, dass in diesen Faellen nicht unbedingt nach Qualitaet, sondern nach Vermarktbarkeit der dahinterstehenden Personen entschieden wurde...
Lorion42 Thu, 11 Oct 2012 07:41:29 -0000
Kommentar löschenWas mich gerade ankotzt: Warum muss dieser Text in 3 Teile gestückelt werden? Das macht keinen Spaß! Werden ihr Pay-Per-View bezahlt und nicht Pay-Per-Click oder warum zerstückelt ihr in letzter Zeit alles? Durch die roten Links sieht es übrigens auch so aus, als ob man nicht daraufklicken könnte. Warum sind die Links nicht blau?
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Mimuschka Thu, 11 Oct 2012 09:06:04 -0000
Antwort löschen3 clicks statt einem, da klingeln die werbekassen
Markbln Thu, 11 Oct 2012 07:02:50 -0000
Kommentar löschenUnd täglich grüßt das Murmeltier. Auch emanzipatorische Themen kann man interessant verpacken, anstatt immer wieder das gleiche aufzuwärmen.
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Weiterführendes zum Artikel ?
Sowohl in verschiedenen Online- und Printmedien als auch auf ihrem Blog filmosophie.com veröffentlicht Sophie alias filmosophie Kritiken, News und Artikel rund um das Thema Kino. Für Moviepilot wirft sie alle zwei Wochen in ihrer Kolumne filmoSophie’s Welt einen bewusst weiblichen Blick auf das Filmgeschehen.






Das Gros der Kommentare unterstreicht so gut wie jedes Mal, wie notwendig die Kolumne ist; ob absichtlich oder nicht.
Immer weiter so, Sophie! :)
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butch cool Thu, 11 Oct 2012 16:13:54 -0000
Antwort löschenWäre allerdings nicht schlecht wenn sich die Verfasser der Texte(und damit meine ich nicht nur Schnabel) auch mal öfters an den Diskussionen beteiligen würden.
Markbln Thu, 11 Oct 2012 17:09:02 -0000
Antwort löschenEs wäre noch besser, wenn die Vrefasserin besser recherchieren würde und das Thema variieren würde. Das Selbst-auf-die-schulter-klopfen kann man sich sparen, die Kolumne ist total langweilig, sorry.
Mein Senf Thu, 11 Oct 2012 17:48:20 -0000
Antwort löschen100pro Zustimmung! Die Mühlen mahlen zwar langsam, aber sie mahlen. Selbst im (inzwischen) endlos langen Ihre-Herrlichkeit-Post wird mittlerweile nicht mehr grundsätzlich ausgeschlossen, dass sexistische Diskriminierung möglicherweise ein Problem sein könnte.
Alle 5 Antworten zeigen
Punsha Thu, 11 Oct 2012 18:08:40 -0000
Antwort löschenEs war von Anfang an ein Problem. Wann lernst du endlich zu lesen, anstatt in deiner Welt zu leben, in der du immer recht hast?
Markbln Thu, 11 Oct 2012 18:14:43 -0000
Antwort löschenEs geht hier nicht um Rechthaberei, Herr Senf. Und trotzdem hat Punsha recht, denn offenbar hast du die Posts unter der Herrlichkeit gar nicht richtig gelesen, sonst würdest du solche falschen Aussagen nicht schreiben müssen. So, ich widerlege noch draußen in Berlin ein paar Gendertheoretiker, die mit der Welt nicht klar kommen wollen.