Nach 100.000 Wörtern

Maria sagt Tschüss

Büroschreck Kevin Spacey
© Warner
Büroschreck Kevin Spacey

Hach, was war das für ein Schreck, als ich vor drei Monaten erstmals das goldene Büro von moviepilot betrat. Als ich den noch im Halbdunkel liegenden Raum durchquerte, bemerkte ich aus dem Augenwinkel die völlig reglose Gestalt von Kevin Spacey, der mich mit finsterem Blick ansah und dabei einen unheimlich leuchtenden Kristall zwischen den Zeigefingern balancierte. Nach einigen Sekunden hatte ich meinen Herzkasper überwunden und entlarvt, dass es sich freilich nur um einen Pappaufsteller des Schauspielers handelte – was kein Grund war, am nächsten Morgen nicht zu erschrecken.

Aber wie man so schön sagt, gewöhnt sich der Mensch irgendwann an alles und so ging auch ich nach einigen Tagen nur noch achtlos an Spacey vorüber. Heute jedoch ist der gute Mann umgezogen und beobachtet mich nun misstrauisch aus zwei Metern Entfernung – vielleicht nicht der einzige Grund, heute Lebewohl zu sagen, aber durchaus ein entscheidender! Nach drei Monaten Praktikum in der Redaktion bei moviepilot sage ich nun leise Auf Wiedersehen, aber natürlich nicht, ohne euch noch einmal meine durchaus beeindruckenden Leistungen vor Augen zu führen. Aus eben diesem Zweck habe ich eine quasi-wissenschaftliche Studie angefertigt und einmal rekapituliert, was ich in meiner Zeit hier geleistet habe. Dabei herausgekommen sind unglaubliche Zahlen, denn wenn ihr diese Zeilen lest, habe ich gerade die 100.000 geknackt. Einschließlich dieses Abschiedsartikels habe ich in meiner Zeit hier 100.379 Wörter in den Computer gehackt. Mit Verschreibern und Korrekturen wahrscheinlich sogar noch mehr. Das ist vor allem erstaunlich, wenn wir bedenken, dass das Wörtchen “man” in unseren Artikeln verboten ist und ich dieses Wort anscheinend bevorzugt in meine Texte einbaue. Mit meinen geliebten "man"s und noch viel heiß geliebteren Füllwörtern wäre ich sicherlich auf 200.000 gekommen. Aber dann wären meine Texte möglicherweise schwerer lesbar gewesen.

Insgesamt habe ich sagenhafte 271 Artikel für euch verfasst und euch dabei statistisch gesehen am häufigsten mit neuen Trailern zu kommenden Filmen versorgt. Fast 50% aller meiner Nachrichten drehten sich um einen neuen Trailer, am häufigsten durfte ich dabei etwas über den Trailer zu Der Hobbit: Smaugs Einöde schreiben. Insgesamt drei Artikel habe ich über einen einzigen Trailer geschrieben und auch meine Praktikanten-Kollegen haben Artikel über den Hobbit-Trailer verfasst. Es ist wahrscheinlich leicht vorstellbar, welche Glückseligkeit das Prakikantenherz des Morgens durchflutet, wenn es entdeckt, dass es einen weiteren Artikel über diesen Trailer verfassen darf! Ein Hochgenuss!

Aber es gibt noch viel mehr Berichtenswertes, denn ich darf voller Stolz verkünden, dass ich den Artikel verfasst habe, der in der langen und schicksalsträchtigen Historie von moviepilot von den meisten Personen überhaupt angeklickt wurde. Wer hätte gedacht, dass die Nachricht über die Mutter in How I Met Your Mother derartig einschlagen würde? Aber nicht nur Ruhm und Ehre konnte ich als Praktikantin in der moviepilot-Redaktion ernten, nein, auch den uneingeschränkten Neid aller seiner Freunde. Insgesamt habe ich fünf Pressevorführungen besucht und es war jedesmal ein Ereignis. So wurde mir die Ehre zuteil, kostenlos Man of Steel unglaubliche 10 Tage vor dem offiziellen Kinostart zu sehen – wann hat ein Normalsterblicher schon sonst die Gelegenheit?

Mit diesen Eindrücken aus dem Leben einer moviepilot-Redaktions-Praktikantin verlasse ich euch nun, es war schön und sehr spaßig für euch Artikel zu schreiben und eure Kommentare zu lesen! Ich wünsche euch viel Spaß mit meinen Nachfolgern und man liest sich bestimmt noch einmal in der einen oder anderen Kommentarspalte. Liebe Grüße und viel Spaß im Dunkeln!

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