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Meine Schauspielerin des Jahres - Emily Blunt

Beeblebrox (Matthias Hopf), Veröffentlicht am 23.12.2012, 08:50

Mein Schauspieler des Jahres war Russell Crowe. Dazu gibt es natürlich auch ein weibliches Pendant und dieser Part wird Emily Blunt zuteil. Neben ihrem starken Auftritt in Looper hat sie mir ebenso in Lachsfischen im Jemen & Die Muppets begeistert.

Emily Blunt ist meine Schauspielerin des Jahre Emily Blunt ist meine Schauspielerin des Jahre © Concorde/moviepilot

Mit der Wahl, Russell Crowe (Master & Commander – Bis ans Ende der Welt) als meinem persönlichen Schauspieler des Jahres zu ernennen, habe ich mir nicht gerade einen fleißigsten Akteur der vergangenen zwölf Monate ausgesucht. Sein Auftreten auf der großen Leinwand beschränkte sich – zumindest den deutschen Kinostarts zufolge – lediglich auf einen kleinen Part in The Man with the Iron Fists und trotzdem begeisterte mich die australische Mime mit nur wenigen Minuten Screentime. Bei meiner Schauspielerin des Jahres sieht es hingegen ganz anders aus. Emily Blunt (Der Teufel trägt Prada) war 2012 regelmäßig im Kino zu bestaunen und dank ihrer Engagement in Looper, Lachsfischen im Jemen und dem überschaubaren Auftritt in Die Muppets ist sie für mich die Aktrice des Jahres.

Meine Schauspielerin des Jahres - Emily Blunt (7 Bilder)

Wer ist sie eigentlich, diese Emily Blunt. Irgendwo habe ich den Namen gehört oder ihn sogar auf einem Kinoplakat gelesen. Dass ich sie jedoch irgendwann einmal zur Schauspielerin des Jahres ernennen würde, hätte ich nie gedacht. Unterm Strich war sie jedoch dieses Jahr in drei Filmen im Kino vertreten, die mir von gut bis sehr gut gefallen haben – was mitunter auf ihre Darstellung zurückzuführen ist. Egal ob Science-Fiction-Actioner, Romanze oder Puppen-Revival: Emily Blunt überzeugt durch natürliches Erscheinen, lässt sich (noch) nicht auf einen Typus Filmfrau festlegen und ist einfach sympathisch.

Ihr kleiner Auftritt in Die Muppets ist zwar im Grunde nur einer von vielen coolen Cameos im Film. Als Miss Piggys eingebildete Sekretärin empfängt sie Jason Segel und den Rest der flauschigen Rasselbande und zeigt sich von ihrer köstlichen hochnäsigen Seite. Rückblickend auf ihre Filmographie beweist sie sogar Selbstironie, denn in der Rolle des bissigen Vorzimmerdame agierte sie bereits in Der Teufel trägt Prada. Mit einem Augenzwinkern Richtung Meryl Streep (Von Löwen und Lämmern) und Anne Hathaway (Les Misérables) war ihr Einsatz in Die Muppets folglich perfekt ins referenzielle Geschehen eingebunden und ein weiteres Highlight des sowieso liebevoll gestalteten Films.

Emily Blunts Rolle in Lachfischen im Jemen war dagegen deutlich größer angelegt. Gemeinsam mit Ewan McGregor (Big Fish – Der Zauber, der ein Leben zur Legende macht) versucht sie das Unmögliche möglich machen: Wie der Titel schon gnadenlos spoilert, steht nämlich im Film das Lachsfischen auf dem Plan und zwar im Jemen, wo nicht unbedingt die idealen Klimabedingungen für besagtes Vorhaben herrschen. Nichtsdestotrotz hat mir die absurde Prämisse gefallen und ebenso war ich ein Stück weit von der Chemie des Ensembles verzaubert. Das Werk von Lasse Hallström (Gottes Werk und Teufels Beitrag) ist zwar kein Meisterwerk seines Genres. Trotzdem fühlte ich mich fast zwei Stunden lang gut unterhalten und wie schon in einem vorherigen Absatz erwähnt, gefiel mir auch in diesem Fall der natürliche Charme von Emily Blunt.

Dieser war ebenso in Looper präsent. Der virtuosen Science-Fiction-Actioner von Rian Johnson (Brick) war definitiv ein Höhepunkt des Kinojahres sowie seines Genres und während Joseph Gordon-Levitt (500 Days of Summer) und Bruce Willis (Stirb langsam) damit beschäftigt waren, sich gegenseitig durch Raum und Zeit zu jagen, zeigte sich Emily Blunt von einer richtig starken Seite. Als schlagfertige Frau hält sie nicht nur dem Protagonist entschlossen die eigene Waffe vor die Nase, sondern weiß auch ihre Performance differenziert zu gestalten. Emily Blunt fährt sich nicht nur auf toughe Präsenz fest. Stattdessen interpretiert sie ihre Figur als vielschichtiges Mitglied des Ensembles und lässt zudem ergreifende Emotionen zu. Das hat mir ausgezeichnet gefallen und ich bin gespannt wie sich ihre Karriere in Zukunft gestaltet – schließlich ist sie momentan auf dem besten Weg an die Spitze.


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