Mel Gibson bringt's nicht mehrBearbeiten

Veröffentlicht am 28.01.2010, 10:42

In Auftrag Rache spielt Mel Gibson zum ersten Mal seit Signs – Zeichen wieder eine Hauptrolle. Die Kritiker nehmen den Film allerdings verhalten auf.

Auftrag Rache Auftrag Rache © Central / Wild Bunch

Mel Gibson trat in den letzten Jahren nur selten als Schauspieler in Erscheinung. Seine letzte große Hauptrolle spielte er in Signs – Zeichen, danach konzentrierte er sich vor allem auf seine Regiearbeiten Die Passion Christi und Apocalypto, die zwar kommerzielle Erfolge waren, aber auch Kontroversen auslösten. Auch privat legte er ein zumindest zweifelhaftes Verhalten an den Tag, so dass die öffentliche Meinung deutlich zu seinen Ungunsten umschwenkte.

Jetzt übernahm er allerdings wieder eine Hauptrolle in einem Actionthriller: In edge-of-darkness-2 spielt er einen Ex-Polizisten, der den Mord an seiner Tochter rächen will (wir berichteten). Regie führte Martin Campbell, der auch für James Bond – Casino Royale verantwortlich ist. Die ersten Kritiken zu edge-of-darkness-2 fallen eher negativ aus:

Neil Rosen von NY1 ist gelangweilt: „Der Mel Gibson -Film dauert etwas unter 2 Stunden, aber er fühlt sich wesentlich länger an. Er ist so konventionell in der Handlung, so vorhersehbar in der Struktur und Dutzenden anderen Filmen dieser Art so ähnlich, dass es wirklich langweilig ist, ihn zu Ende zu sehen.“

Alison Gang von Sign On Sandiego ist zwar auch nicht begeistert, lobt aber die Leistung von Mel Gibson: „Trotz der Transparenz der Handlung und einigen Lücken im gesunden Menschenverstand und in der Logik schafft es edge-of-darkness-2 dennoch, eine zufriedenstellende Kinoerfahrung zu bieten. Und ob man es zugeben will oder nicht, es ist der Filmstar Mel Gibson, der den Film dazu macht.“

Auch Bill Goodykoontz von freep-com hält Mel Gibson s Leistung für das tragende Element des Films: „Der Film hängt in weiten Teilen von Mel Gibson ab und er überzeugt mit einer beständig wirksamen Performance als ein verletzter Mann im Kampf für Gerechtigkeit. Das Publikum mag ihm seine gut dokumentierten Fehler der letzte Jahre nicht verzeihen, doch wenn man Auftrag Rache sieht, erkennt man, dass er zumindest auf dem Bildschirm noch immer überzeugt.“

Michael Leader von Den of Geek ist dagegen auch von Hauptdarsteller Mel Gibson nicht überzeugt: „Mel Gibson s Performance ist beschränkt, weist nur wenig von dem Charisma auf, auf dem seine Karriere aufbaut; […] Der Part wird, wie fast der ganze Film, sabotiert durch das abgedroschene Drehbuch, welches billige Dialoge und lustlose One-Liner bietet.“

Bei uns startet Auftrag Rache am 11. März. Wir zeigen euch vorher den deutschen Trailer:

Wer sich darauf freut, Mel Gibson endlich wieder als Schauspieler sehen zu können, sollte auch auf den Film Cold Warrior ein Auge haben. Mel Gibson steht in Verhandlungen, darin die Hauptrolle zu spielen. Regie in der Mischung aus Buddy-Cop-Film und Spionagethriller führt passenderweise Shane Black, der das Drehbuch zu Lethal Weapon – Zwei stahlharte Profis geschrieben hat. Scheint fast so, als ob er die letzten, von Kontroversen geprägten Jahre hinter sich lassen und stattdessen zu seinen alten Stärken zurückkehren will. Ob die Zuschauer diesen Schritt mitgehen, ist eine andere Frage.

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HerrLehmann (Sebastian Moitzheim)

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Kommentare

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FordFairlane

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ICH AUCH WILL IHN UNBEDINGT SEHEN

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Elwood Blues

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Freue mich auch. Aber:
Könnte mal bitte jemand dem Verantwortlichen beim deutschen Verleih für diesen unglaublich dämmlichen Titel einen Satz heisse Ohren verpassen? Das ist ja schon echt peinlich...

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Roger

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Was einen laut Bericht abschrecken könnte, ist erstens der Umstand, dass der Regisseur von der Zerstörung-007-vom-Edelmann-zum-Proleten Regie geführt hat, und zweitens, dass es logische Ungereimtheiten gibt. Ansosnsten klingt der Rest interessant. Zu Gibsons Schaffen: Das einzige, was an Apocalypto politisch nicht korrekt war, ist die "Unterschlagung" der späteren Gewalt der Conquestadores, aber die ist nunmal erst später; wer die (sonst oft unterschlagene) Kritik des Films an den Inka-Menschenopfern nicht mag, sollte sich mal überlegen, ob Menschenopfer nicht selbst politisch ganz schön inkorrekt sind.

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