Michael Haneke gewinnt Goldene Palme mit Liebe
Ines Walk (Ines Walk), Veröffentlicht am 28.05.2012, 07:00
Michael Haneke
© X Verleih AG
Gestern Abend ist mit der Vergabe der Preise das 65. Filmfestival in Cannes beendet worden. Kritiker sahen Michael Haneke mit seinem neuen Film Liebe vorn und die Jury ebenfalls. Damit hat der Regisseur aus Österreich nach Das weiße Band – Eine deutsche Kindergeschichte bereits zum zweiten Mal den Preis des wichtigsten Filmfestivals der Welt gewinnen können. In Liebe erzählt er die Geschichte eines älteren Ehepaares, das sich mit dem Schicksal konfrontiert sieht. Die Frau von George erleidet einen Schlaganfall und ist daraufhin auf die Hilfe ihres Mannes angewiesen. Hingebungsvoll kümmert er sich um Anne, die ihre Selbstbestimmung aufgeben muss. Ein Film über die Einsicht des Abschiednehmens und um die letzten Gefälligkeiten nach einer langen und glücklichen Beziehung.
Als bester Darsteller wurde Mads Mikkelsen ausgezeichnet, der in Die Jagd verdächtigt wird, ein Pädophiler zu sein. Die beiden Hauptdarstellerinnen Cosmina Stratan und Cristina Flutur aus dem rumänischen Beitrag Jenseits der Hügel teilen sich den Preis.
Die internationale Jury unter dem Vorsitz des italienischen Regisseurs und Schauspielers Nanni Moretti hat sich bei der Preisvergabe eindeutig für das Arthouse-Kino, vorzugsweise für europäische Produktionen entschieden. Hollywood war stark in Cannes vertreten, hat aber “nur” den Preis für den Besten Debütfilm erhalten.
Hier alle Gewinner des Internationalen Wettbewerbs von Cannes:
Goldene Palme: Liebe – Regie: Michael Haneke
Großer Preis der Jury: Reality – Regie: Matteo Garrone
Preis der Jury (Prix du Jury): The Angels’ Share – Ein Schluck für die Engel – Regie: Ken Loach
Beste Regie: Carlos Reygadas (Post Tenebras Lux)
Bester Darsteller: Mads Mikkelsen (Die Jagd)
Beste Darstellerin: Cosmina Stratan, Cristina Flutur (Jenseits der Hügel)
Bestes Drehbuch: Cristian Mungiu (Beyond the Hills)
Goldene Palme für den besten Kurzfilm: Silence – Regie: Maryna Vroda
Goldene Kamera für den besten Debütfilm: Beasts of the Southern Wild – Regie: Pablo Giorgelli
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Kommentare
über Michael Haneke gewinnt Goldene Palme mit Liebe
Joeyjoejoe17 Mon, 28 May 2012 21:10:42 -0000
Kommentar löschenMads hat jeden Filmpreis der Welt verdient, nicht für "The hunt"
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Morrigan Mon, 28 May 2012 16:12:54 -0000
Kommentar löschenjay Mads als bester Darsteller =)
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Narrisch Mon, 28 May 2012 12:19:27 -0000
Kommentar löschenDer Meister der Tristesse der es schafft das stärkste Gefühl bedeutungslos zu machen.
Hochsubventionierte, vermeintliche Filmkunst für die sich nur ein sehr kleines Publikum begeistern lässt, was angesichts dieser filmerischen Unverschämtheit kein Wunder ist.
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Schlegel Mon, 28 May 2012 15:04:20 -0000
Antwort löschenIch zitiere mal den Meister des Tristesse: "Wer nur von Film was versteht, versteht auch davon nichts." Das solltest du dir auf die Stirn tätowieren lassen, Narrich.
Narrisch Mon, 28 May 2012 19:11:08 -0000
Antwort löschenWäre ich 21 und frisch auf der Filmhochschule würde ich Hanekes Egofilmchen auch als Masturbationsvorlage empfehlen.
Schlegel Mon, 28 May 2012 22:20:53 -0000
Antwort löschenSchnarch. Tut mir ja leid für dich, dass du es nicht auf die Hochschule geschafft hast.
Narrisch Tue, 29 May 2012 00:10:40 -0000
Antwort löschenOh wir werden jetzt so richtig ecklig ja? Es gibt meistens einen Grund warum sich Typen wie du hinter Masken verstecken. In deinem Fall hinter einen Notenblatt. Auge in Auge hättest du es nicht gewagt mich dermaßen frontal anzugreifen, wir können das gerne nachholen.
Joeyjoejoe17 Tue, 29 May 2012 11:15:20 -0000
Antwort löschenDavid Wnendts Hochschulabschlussfilm "Kriegerin" ist ein verdammt starkes Stück deutschen Dramas!
AntonChigurh Tue, 29 May 2012 13:11:03 -0000
Antwort löschenJedem seine Meinung. Ich find Haneke stark. Und bin keineswegs der Ansicht, dass er "jedes Gefühl bedeutungslos macht". Im Gegenteil, die kafkaeske Unheimlichkeit von Filmen wie "Das weiße Band" oder "Cache" wirken stärker und erschütternder als die meisten Horrorfilme. Das mit der hochsubventionierten vermeintlichen Filmkunst trifft eher auf den unsäglichen Biennale-Gewinner "Faust" zu.
Markbln Tue, 29 May 2012 15:02:23 -0000
Antwort löschenIch verstehe, dass Haneke polarisiert. Kann den auch nicht in jeder Lebensphase goutieren, weil er eben auch sehr penetrant ist. Deshalb muss man echt nicht persönlich werden.
Roco De Long Tue, 29 May 2012 23:52:59 -0000
Antwort löschenDas war doch nur eine Verwechslung. Was Narrisch sagen wollte war: "...der es schafft, das bedeutungsloseste Gefühl stark zu machen."
boyalikedi Mon, 28 May 2012 11:58:45 -0000
Kommentar löschenEine kleine Korrektur: Maryna Vroda hat letztes Jahr die Goldene Palme für den besten Kurzfilm bekommen. ''Silent'', der dieses Jahr in der Kategorie ausgezeichnet worden ist, ist ein Film des türkischen Dokumentarfilmers Rezan Yeşilbaş!
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Haschbeutel Mon, 28 May 2012 11:11:11 -0000
Kommentar löschenUnd ich dachte, er gewinnt sie mit einem Film. *badum-tss*
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The Director Mon, 28 May 2012 09:27:06 -0000
Kommentar löschenIch mag ihn nicht. Als er mal für die Oscars nominiert war, meinte er, der Preis sei nichts wert. ?.
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jeffcostello Mon, 28 May 2012 13:09:11 -0000
Antwort löschenich mag ihn eigentlich auch nicht, nur chaché hat mir gefallen. die oscars und die mechanismen wie sie verliehen werden könnten wirklich mal eine erneuerung gebrauchen, aber ich finde, wenn man das kino wirklich liebt, dann ist der oscar schon allein als symbol des höchstmöglich erreichbaren etwas wert.
Le Samourai Mon, 28 May 2012 13:21:22 -0000
Antwort löschenJoa, Symbolcharakter besitzt er. Aber er ist definitiv kein Indiz für Qualität (mehr). Cannes ist das weltweit aussagekräftigste Festival.
Sigmund Mon, 28 May 2012 13:50:00 -0000
Antwort löschenDer Oscar steht für Mainstream. Deshalb haben dort Filme von hohem künstlerischen Rang leider nichts verloren. Daran wird sich voraussichtlich auch niemals etwas ändern, denn für den größten Teil des Publikums sind bekanntlich nur eskapistische Filme unterhaltsam. Und die sind nunmal ziemlich genau das Gegenteil von Kunst.
jeffcostello Mon, 28 May 2012 13:56:21 -0000
Antwort löschendas stimmt, der iscar hat lang nicht mehr so viel qualitäten wie früher, aber cannes verweigert sich mMn etwas zu sehr dem mainstream, der ja audh oft nicht zu verachten ist.
Jenny von T Mon, 28 May 2012 14:00:40 -0000
Antwort löschenCannes ist der Qualität zugetan und da Qualität und Mainstream sich dieser Tage zumeist ausschließen, liegt die Erklärung auf der Hand.
jeffcostello Mon, 28 May 2012 14:35:22 -0000
Antwort löschenso pauschal kann man das wirklich nicht sagen!
1. gibts auch viel scheiße unter den indies/arthousefilmen
2. ist der heutige mainstream tatsächlich extrem vermurkst, aber hier und da gibts auch nen guten film!
Jenny von T Mon, 28 May 2012 14:39:41 -0000
Antwort löschenBeides bestreite ich auch nicht - deswegen ja das Wort "zumeist" und nicht "grundsätzlich".
jeffcostello Mon, 28 May 2012 14:46:38 -0000
Antwort löschenaber genau wegen solcher, zugegebenermaßen seltenen, ausnahmen sollte cannes den mainstream nicht so sehr aus den augen verlieren...
Jenny von T Mon, 28 May 2012 14:49:23 -0000
Antwort löschenIch kann es verschmerzen - es gibt genug andere Festivals, die den Mainstream gebührend berücksichtigen. Keine Sorge, der wird schon nicht untergehen.
Atinuviel Mon, 28 May 2012 14:50:50 -0000
Antwort löschenSind beide wenig "aussagekräftig". Die Academy mags gefühlsduselig, konservativ und patriotisch, Cannes mag es möglichst prätentiös. Denen geht bei Hanekes Ultra-Prätention natürlich einer ab. Haben beide schon sehr gute und sehr schlechte Entscheidungen getroffen.
jeffcostello Mon, 28 May 2012 14:54:43 -0000
Antwort löschenich denke halt das cannes das zeug hätte ein allround-festival zu werden, wenn es sich etwas mehr dem mainstream öffnen würde, wohingegen die oscarverleihung niemals ein festival für die arthouse filme werden kann. z.b. wurde damals a history of violence von cannes abgeleht, weil er zu kommerziell war, was ich nicht ok finde!
The Director Mon, 28 May 2012 15:05:47 -0000
Antwort löschenIch find auch nicht, dass die Oscarverleihung das maß aller dinge darstellt, zumal es ausländische streifen oder wie gesagt arthousefilme dort schwerer haben. aber wenn man für einen oscar nominiert ist und einen das völlig kalt lässt, lebt man schon irgendwo hinterm mond.
Dox Tue, 07 May 2013 20:00:39 -0000
Antwort löschenIch kann grad nur das "eskapistische Filme sind so ziemlich genau das Gegenteil von Kunst" absolut nicht so stehen lassen. Auch ist nicht jeder eskapistischer Film unterhaltsam. Sollte wohl klar sein, Gruß. ;)
Sigmund Tue, 07 May 2013 22:59:53 -0000
Antwort löschenWenn Du das so nicht stehen lassen kannst, wie wär's dann mit nem Gegenargument?
The Director Tue, 07 May 2013 23:24:16 -0000
Antwort löschenwas soll das denn jetz? gegenargument zu was? bring du erstmal ein argument hervor :D
Dox Wed, 08 May 2013 08:28:42 -0000
Antwort löschenIch verstehe ja deinen Ansatz, aber Filme wie 2001, Blade Runner und Lost Highway als das Gegenteil von Kunst zu bezeichnen, finde ich schon etwas dürftig. Diese sind nämlich in höchstem Maße eskapistisch und gleichzeitig nicht unterhaltend für die Breite Masse.
Sigmund Wed, 08 May 2013 09:27:46 -0000
Antwort löschenSchwieriges Thema, da möchte ich ein bisschen ausholen:
Filme zu machen ist bekanntlich sehr, sehr teuer. Um das Risiko hoher Verluste zu minimieren und nach Möglichkeit Gewinne zu erwirtschaften, haben sich seit jeher eine Reihe von Strategien etabliert. Die wohl häufigste: Um Geld zu verdienen, sollte ein Film möglichst vielen Zuschauern gefallen. Was bedeutet das bei einem Massenpublikum konkret? Es bedeutet u.a.: genau diejenigen Sehnsüchte zu befriedigen, die im Alltag oft unbefriedigt bleiben.
Z.B. die Sehnsucht nach Romantik, die Sehnsucht nach Gerechtigkeit, nach Souveränität, nach dem Überwinden von Ängsten, nach Sicherheit, nach erfüllter Liebe, einem tieferen Sinn, Antworten auf die Fragen des Lebens, Unbeschwertheit, Stärke, Geborgenheit und und und.
Um diese Art von Publikumswirksamkeit zu erreichen, wird die Geschichte des Films, seine Charaktere und alles andere auf die jeweiligen Sehnsuchtsziele ausgerichtet, was wie wir alle wissen oft zu einem Zerrbild von Wirklichkeit führt und bei genauerem Hinsehen zu Kitsch, falschen Tönen und Verlogenheit.
Geht man davon aus, dass zu den Kernmerkmalen von Kunst aber die Wahrheitssuche gehört, also das Ziel die Wirklichkeit in all ihrer Komplexität zu durchdringen – was äußerst unbequem sein kann! – dann ist das schon vom Grundansatz her ziemlich genau das Gegenteil von konfektionierter Sehnsuchtsbefriedigung.
Filme wie 2001, BLADE RUNNER oder LOST HIGHWAY sind in meinen Augen alles andere als eskapistisch. Auch wenn sie uns in andere Welten entführen, konfrontieren sie uns in ihrer Essenz mit Fragestellungen und Wahrheiten, die eben nicht verbogen werden um möglichst vielen Menschen zu gefallen. Hier werden keine einfachen Antworten geboten und auch keine Wohlfühlklischees. Umso erfreulicher, dass sie trotzdem (und zum Teil hoffentlich auch gerade deswegen) ein so großes Publikum erreicht haben.
Dox Wed, 08 May 2013 10:15:49 -0000
Antwort löschenJa ich habe mir schon gedacht, dass wir da unterschiedlicher Auffassung, was den Begriff angeht, sind.
Stimme dir natürlich zu bezüglich der Wichtigkeit der Aufgabe der Wahrheitsdurchdringung in der Kunst. Im Prinzip wollte ich auch genau das hören, denn meiner Ansicht nach nützen diese drei Filme weniger diese Wahrheitsdurchdringung um Fragen für die Gegenwart aufzuwerfen als dass sie diese Wahrheit erweitern und somit unser Denken, weshalb sie für mich eskapistisch sind, da unser Denken damit von der gegenwärtigen Wahrheit gelöst wird statt mit ihr konfrontiert. BLADE RUNNER mag da noch auf dem Grat dazwischen liegen und könnte ebenso in deiner beschriebenen Aufgabe funktionieren, da hast du Recht. Aber 2001 sowie LOST HIGHWAY sehe ich da eindeutig anders.
Jenny von T Wed, 08 May 2013 11:45:09 -0000
Antwort löschenIch glaube, ihr seid euch einiger, als ihr glaubt. :-D
Eskapismus ist ja durchaus ein doppelsinniger Begriff. Filme wie 2001 und LOST HIGHWAY sind durchaus auch eskapistisch, allerdings im Sinne von bewusstseinsERWEITERND. Aber es gibt auch eine negative Ausprägung des Wortes, nämlich das, was Sigmund wunderbar beschrieben hat. Das sind dann diejenigen Katzbuckelfilme, die den Zuschauer davon ABHALTEN, Wahrheiten ins Auge zu sehen, indem sie lediglich Idealvorstellungen befriedigen, die mit der Realität nun einmal nichts zu tun haben - jedoch das Gegenteil vorgaukeln.
Dox Wed, 08 May 2013 11:51:27 -0000
Antwort löschenBin ganz deiner Meinung Jenny, nur dass das beschriebene Beispiel von Sigmund nicht ausschließlich negativ konnotiert seien sollte (natürlich gibt es da auch einen Haufen neg. Beispiele). ;) Aber von meiner Seite müssen wir das ganze jetzt auch nicht weiter ausführen. :)
Jenny von T Wed, 08 May 2013 12:06:49 -0000
Antwort löschenEs hängt halt am Begriffsverständnis. Ich verbinde mit "eskapistisch" ehrlich gesagt auch eher etwas Negatives. Ein Film wie 2001 hat für mich weniger etwas von einer Flucht, sondern mehr was von einem Geschenk, also etwas, das mir angeboten wird.
Dox Wed, 08 May 2013 12:09:39 -0000
Antwort löschenTja, ich verbinde damit grundsätzlich etwas positives. ;)
DerDude_ Mon, 28 May 2012 09:04:42 -0000
Kommentar löschenCannes scheint auf Haneke und auf spirituelle Filme zu stehen :
2012 : Liebe (Haneke)
2011 : The Tree of Life (Spirituell)
2010 : Uncle Bonmee errinert sich an seine früheren Leben (Spirituell)
2009 : Das weiße Band - Eine deutsche Kingergeschichte (Haneke)
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Jenny von T Mon, 28 May 2012 08:54:10 -0000
Kommentar löschenHaneke ist wie guter Wein. Und meine Vorfreude auf "Amour" steigt so langsam ins Kosmische. Glückwunsch, Michael!
Aber kein Preis für den heiß ersehnten "Cosmopolis"? Doch nicht so gut?
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Sigmund Mon, 28 May 2012 13:58:46 -0000
Antwort löschenWobei der Trailer von COSMOPOLIS ja superdämlich, platt und mainstreamig rüberkommt, wie ich finde.
Jenny von T Mon, 28 May 2012 14:32:23 -0000
Antwort löschenKann ich irgendwo nachvollziehen - andererseits deutet der Trailer aber auch an, dass Cronenberg ein wenig die Richtung back to the roots eingeschlagen hat, was ich reizvoll finde. Cronenberg ist zwar schon eigentlich seit Ende der 90'er Wackelkandidat, den Film will ich aber dennoch unbedingt sehen.
Punsha Mon, 28 May 2012 14:38:16 -0000
Antwort löschenAlso die ersten Kritiken fielen ja sehr unterschiedlich aus. Besonders was den ollen Pattinson anbelangt.
Rochus Wolff Mon, 28 May 2012 16:44:21 -0000
Antwort löschenHabe von Cosmopolis (leider) bisher nur Schlimmes gehört. Ich trauere darob schon mal präventiv.
Kamell Tue, 29 May 2012 17:30:45 -0000
Antwort löschenAlso ich habe unterschiedliche, überwiegend jedoch positive (internationale) Kritiken gelesen. Und gelacht wohl am meisten über einen französischen Kommentar, sinngemäß: 'Das Ende der Welt nähert sich und ist auch daran zu erkennen, dass man zugeben muss, dass Pattinson gut spielt.'
Das lässt doch hoffen.
Begbie Mon, 28 May 2012 08:13:46 -0000
Kommentar löschenHab mich auch für ihn gefreut - v.a. ist er ja ein auch gefühlter Deutscher.
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Limenator Mon, 28 May 2012 08:53:11 -0000
Antwort löschen! ! ! ! ! Ö S T E R R E I C H E R ! ! ! ! !
Begbie Mon, 28 May 2012 09:48:47 -0000
Antwort löschenDeshalb auch ein "gefühlter". Man hat sich doch für ihn bei "Das weiße Band" auch gefreut, nicht nur weil er mit so vielen deutschen Schauspielern gearbeitet hat.
Jenny von T Mon, 28 May 2012 10:15:51 -0000
Antwort löschenEben. Nicht zuletzt ist Haneke auch der mehr oder weniger einzige, der den "deutschen" Film in diesen Zeiten vor dem totalen Untergang bewahrt.
Limenator Mon, 28 May 2012 14:51:12 -0000
Antwort löschenDa muss ich zustimmen, Jenny.
Mich regt es nur immer auf, wenn alle Deutschen die Palme (und weitere Auszeichnungen) für sich einsacken wollen, obwohl Haneke ein alter Wiener ist...
Dozor Mon, 28 May 2012 15:27:35 -0000
Antwort löschenWarum steht er für den Deutschen Film?
Er ist Österreicher und Amour ist doch eher ein Französischer Film.
Genauso war das weiße Band eine internationale Zusammenarbeit von Deutschland, Österreich, Frankreich und Italien.
So würde ich Haneke NIE zu deutschen Film hinzurechnen, wenn man ihm den österreichischem Film entreißen will, sondern dann eher zum europäischen Film.
Typisch Deutsche.. seine Muttersprache ist Deutsch, also machen wir in zu nem Deutschen...
Schlegel Mon, 28 May 2012 15:29:09 -0000
Antwort löschen...der in Deutschland auch niemals Karriere gemacht hätte.
Jenny von T Mon, 28 May 2012 16:50:52 -0000
Antwort löschenBitte nicht falsch verstehen, ich wollte Haneke keinesfalls dem deutschen Film zurechnen. Ich verstehe es lediglich so, dass er im Ausland als Deutscher WAHRGENOMMEN wird - wahrscheinlich, weil "Das weisse Band", sein kommerziell wohl größter Erfolg, ein deutschSPRACHIGER Film ist. Haneke selbst würde sich sicher auch gegen eine dementsprechende Einordnung wehren.
Begbie Mon, 28 May 2012 17:33:04 -0000
Antwort löschenMan sollte das alles nicht so genau nehmen. Er drehte Filme in Deutsch mit deutschen Schauspielern und in deutschen Ortschaften (die sogar "Eine deutsche Kindergeschichte" als Zweitnamen haben) - daher ordnet man ihn zum deutschen Film hinzu. Aber wir können ihn auch gerne dem europäischen zuordnen - ist allemal ne schöne Ausnahme, einen so guten europäischen Regisseur zu haben :D
Limenator Mon, 28 May 2012 19:12:28 -0000
Antwort löschenBegbie: Moment, das kann ich so nicht stehen lassen.
Michael Haneke drehte (abgesehen von 10 österreichischen Fernsehfilmen):
- 5 französisch produzierte Filme (code:unbekannt; Die Klavierspielerin; Wolfszeit; Caché; Amour)
- 1 amerikanisch produzierten Film (Funny Games US)
- 1 deutsch produzierten Film (Das Weiße Band)
- 4 österreichisch produzierte Filme (71 FeCdZ; Funny Games; Bennys Video; Der 7. Kontinent)
Außerdem lebt Haneke in Österreich.
Begbie Mon, 28 May 2012 22:12:02 -0000
Antwort löschenWir haben uns doch schon auf europäisch geeinigt :D
Begbie Mon, 28 May 2012 22:13:24 -0000
Antwort löschenp.s.: Außerdem ist sein Vater Deutscher und er wurde in meiner Wahlheimat München geboren...
Limenator Mon, 28 May 2012 22:29:59 -0000
Antwort löschenTut mir leid, aber da werde ich pedantisch...
Da gibt es EINEN Regisseur im deutschsprachigen Raum der anspruchsvolle Filme macht und vielleicht sogar als bester Regisseur Europas bezeichnet werden kann. Und dieses Genie ist aus meiner Heimat, dem wunderschönen Österreich.
Fußball spielen können wir nicht, Skifahren scheinen wir auch verlernt zu haben, so lasst uns doch wenigstens die Filme :D
Narrisch Tue, 29 May 2012 12:19:38 -0000
Antwort löschenEs gab schon diverse Österreicher die mit Deutschen verwechselt wurden. Den Prominentesten spare ich hier lieber aus.
Oermschel Mon, 28 May 2012 07:43:38 -0000
Kommentar löschenBin ja sehr gespannt auf die Thomas Vinterberg und Mads Mikkelsen Arbeit.
Die Kombination verspricht Gutes!!!!
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Niotq Mon, 28 May 2012 14:15:50 -0000
Antwort löschenMeines Erachtens war Vinterberg ja weder bei "Dear Wendy" noch bei "It's All About Love" außer Form. Aber mit der Meinung stehe ich wohl relativ allein da.
Niotq Mon, 28 May 2012 15:27:03 -0000
Antwort löschenHast du "Submarino" schon zu Gesicht bekommen können? Klingt hochinteressant, scheint es aber nicht zu uns geschafft zu haben.
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Als ich das Bild gesehen habe, dachte ich nur: Cool, Christopher Lee bekommt zum 90. eine goldene Palme.
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