Mit Jasper in der VideothekBearbeiten

Veröffentlicht am 03.06.2009, 10:28

Der junge Singer/Songwriter, der durch YouTube und den HDL-Song bekannt wurde, verrät uns welche Filme er mag und warum man ihn mit Disney scheuchen kann

Jasper und seine Lieblingsfilme Jasper und seine Lieblingsfilme © moviepilot / manniac

Wer ist eigentlich Jasper? Diese Frage ist derzeit noch legitim – zumindest für all jene, die nicht Stammzuschauer der weltweit erfolgreichsten Videocommunity sind. Denn Jasper wurde durch seine Videos auf YouTube bekannt. Eigentlich wollte der junge Musiker seine Werke nur Freunden zugänglich machen, die in anderen Städten wohnten und stellte seine Songs deswegen online.

Zu seiner Überraschung fand die Musik aber auch weit über den Freundeskreis hinaus großen Anklang. Über zwei Millionen Aufrufe hat alleine sein beliebtestes Lied, der “HDL-Song” vorzuweisen. Darin rechnete er mit seinen Altersgenossen und deren Chatsprache ab, die bisweilen sogar ins reale Leben überschwappte. Seine Hörer, von denen viele sicher selbst das eine oder andere LOL verwenden, erkannten die Ironie und waren begeistert. Der HDL-Song ging durch die Blogosphäre und machte neugierig, sich auch mal die restlichen Lieder von Jasper anzuhören.

Von humorvollen Lobgesängen auf seine Freundin Lioba, die über ein “adipöses Herz” verfügt, der Bestandsaufnahme “Neidlos”, in der der 23jährige die rasenden Veränderungen des digitalen Zeitalters beschreibt (“Als ich so alt war wie du, haben wir noch Video gesehen, als ich so alt war wie du da gabs noch keine DVD”), Liedern über die Flucht eines Meerschweinchens bis hin zu ernsthaften Liebesliedern – Jaspers Palette ist breit gefächert. Das griffige Schlagwort Liedermacher 2.0 mit dem er derzeit vermarktet wird, trifft es allerdings nur bedingt. Denn auch wenn er über YouTube bekannt wurde: Jasper ist weder Vlogger noch Technik-Geek, sondern ein junger Musiker, der ganz altmodisch auf eingängige Melodien und handgemachten Sound setzt.

Der Erfolg bei YouTube ist dennoch keine schlechte Voraussetzung für eine ganz reale Karriere. Das unabhängig produzierte Album “Neidlos” ist seit Mitte Mai bei Sony erschienen und Jasper tourt seit Anfang Juni durch Clubs in ganz Deutschland und verdient sich dort im ganz realen Leben seine musikalischen Sporen – denn bei aller virtuellen Begeisterung, ersetzt das Netz ein echtes Publikum vor der Bühne nie ganz.

Zwischen zwei Auftritten haben wir Jasper mal kurz mit in die Videothek geschleppt, um zu erfahren, was ihm im Kino und an Filmen so gefällt, wenn er gerade keine Musik macht. Dabei verriet er uns, warum er Crank krank findet (aber trotzdem mag), welche Musikfilme ihm Spaß machen, was ihn an Waltz with Bashir beeindruckt hat und wieso er vor Bambi die Flucht ergreift.

Nicht vergessen, wenn euch die Filmchecks gefallen: Abonniert unseren YouTube-Kanal dann verpasst ihr kein Video von uns. Dort findet ihr auch alle unseren bisherigen Filmchecks und Interview gesammelt.

Wer mehr über Jaspers Filmgeschmack wissen möchte, der kann sich sein Profil bei uns hier anschauen.

Mehr Infos zu seiner Musik und die Tourdaten findet ihr auf seiner eigenen Seite

Wir bedanken uns bei der Videothek “Video Collection” in Berlin (Stargader Str. 82) für die gute Zusammenarbeit


Batzman (Oliver Lysiak)

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Schaut doch bitte in unser Kinoprogramm, wenn ihr wissen wollt, ob einer der Filme in eurem Lieblingskino läuft.


Kommentare

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Wombat

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Netter Besuch, ohne große Überaschungen. Aber seine CD im Horrorregal zu verstecken finde ich nicht schlecht ;-)

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jannis

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Fand ich gut platziert :)


annaberlin

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Charmanter Typ - und hat einen guten Filmgeschmack!

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Sonse

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"Young@Heart" habe ich vor ein paar Tagen auch endlich gesehen: sehr liebenswert. Der Trailer für "Drachenläufer" hat mich letztes Jahr so genervt, dass ich mir den so schnell nicht anschauen möchte...
Nur wie kommt er von "Crank" und "Déjà Vu" auf Filme, bei denen man "aktiv mitdenken muss"? Da war vermutlich ein Schnitt...^^

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Batzman

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@Sonse

Bei DejaVu sehe ich das ähnlich, bei Crank denke ich schon, dass der Film eine popkulturelle Metaebene enthält die der weiteren Beschäftigung wert ist. Immerhin bietet Crank wie ich finde eines der wenigen Beispiel für eine eigensinnige hektische Bildsprache, die dennoch mehr erzählt als das übliche Shakey-Cam-Gehedder von Michael Bay und Co.

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Sonse

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"Crank" finde ich auch recht gelungen, zumindest für das was der Film sein will. Ich denke jedoch, dass Jasper mit "aktiv mitdenken" eine andere Art "Mitdenken" meint, oder? Keine Metaebene, sondern verschachtelte Handlungen etc.


jannis

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Shakey-Cam-Gehedder!!!!!


M_A_X

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Kann ja ein netter Kerl sein aber die Musik von ihm ist absolut nicht mein Ding und sein Filmgeschmack ist typisch "pseudo-independent".
Da wundert mich es auch irgendwie gar nicht dass er zu einem "Jim Jarmusch Film" keinen Zugang gefunden hat.^^

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Batzman

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Naja Dead Man ist aber auch stinkelangweilig, Jarmusch hin oder her ;)


annaberlin

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Das kann ich nicht so stehen lassen. Dead Man ist nicht langweilig, eher skurril.


4LOM

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Seine CD ist in der Horrorecke anscheinend gut aufgehoben. Der Songausschnitt ist ja schauderhaft.

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jannis

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+1


LuckyPunk

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Guter Geschmack! Waltz with Bashir...FTW ;-)

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