Nicolas Cage als skrupelloser Waffenhändler
TheSundanceKid (Peter Correll), Veröffentlicht am 13.09.2012, 15:00
Nicolas Cage ist der Lord of War
© Lionsgate
Yuri Orlov wird von einer quälenden Frage geplagt. Wenn jeder zwölfte Mensch auf der Welt eine Waffe besitzt, wie bewaffnet er die anderen Elf? Schon in der Anfangsszene macht dieser Film klar, dass die folgenden zwei Stunden schonungslos, zynisch und unmoralisch werden. Nicolas Cage überzeugt heute um 20.15 Uhr als Lord of War – Händler des Todes auf Vox. Regisseur Andrew Niccol (Gattaca, In Time – Deine Zeit läuft ab) inszeniert die Geschichte um den skrupellosen Waffenhändler Yuri Orlov mit verstörenden und doch zugleich stylischen Bildern. Lord of War, zu dem Andrew Niccol auch Drehbuch geschrieben hat, ist zugleich Thriller und politische Anklage.
Yuri Orlov wächst als Sohn ukrainischer Eltern in New York auf. Seit dem Moment, in dem er Zeuge einer Schießerei wird, steht sein ungewöhnlicher Berufswunsch fest: Waffenhändler. Er baut sich zusammen mit seinem Bruder Vitaly (Jared Leto) ein passables Geschäft auf und beginnt Waffen an afrikanische Dikatoren zu verkaufen. Dann endet der kalte Krieg: für Yuri Orlov ein Ereignis, das sein Leben verändert. Er kauft die Waffenlager der zusammenbrechenden Warschauer Pakt-Staaten zu Spottpreisen leer und versorgt unter äußerst profitablen Bedingungen weltweit Krisenherde. Doch sein gefährliches Leben beginnt die Beziehung mit seiner Frau Ava (Bridget Moynahan) zu beeinträchtigen und auch sein Bruder bekommt kalte Füße. Hinzu kommt, dass ihm der hartnäckige Interpol-Agent Jack Valentine (Ethan Hawke) auf den Fersen ist. Yuri verliert die Kontrolle.
Mehr: Eure Top 25 der 2000er Jahre inklusive Lord of War
Das Filmprojekt wurde lose vom Leben und Wirken des berühmt-berüchtigten russischen Waffenhändlers Wiktor But inspiriert. Der sogenannte Händler des Todes, der im Übrigen nicht in den USA, sondern in der Sowjetunion aufwuchs, versorgte nachweislich zahlreiche afrikanische Bürgerkriegsgegenden mit Waffen. Im Jahr 2008, drei Jahre nach der Veröffentlichung von Lord of War, konnte er festgenommen werden. In Lord of War ist besonders die Darstellung des Waffenhändlers bemerkenswert. Nicolas Cage spielt einen durchaus sympathischen und humorvollen Mann, von dem sich der Zuschauer erst nach und nach angewidert abwendet. Lord of War ist ein zynischer und kritischer Thriller, der es vermag trotz klarer politischer Botschaft nicht zu langweilen.
Was: Lord of War – Händler des Todes (2005)
Wann: 20:15 Uhr
Wo: Vox
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Kommentare
über Nicolas Cage als skrupelloser Waffenhändler
Raccoon Thu, 13 Sep 2012 21:03:21 -0000
Kommentar löschenHach ja, einer seiner letzten guten Filme...
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DaJones Thu, 13 Sep 2012 19:52:07 -0000
Kommentar löschenach fuck, wird der wiederholt`?
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St_Jimmy Thu, 13 Sep 2012 18:18:01 -0000
Kommentar löschenEiner der wenigen richtig guten Filme mit Nic Cage, wenn man sich mal die vergangenen 7 Jahre anschaut...
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TJD265 Thu, 13 Sep 2012 17:55:05 -0000
Kommentar löschenoder semi pro auf sport 1
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TJD265 Thu, 13 Sep 2012 17:54:28 -0000
Kommentar löschenguter film aber da er geschnitten ist kommt er nicht gegen die kochprofis an :)
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Kurono Thu, 13 Sep 2012 16:42:01 -0000
Kommentar löschenKlasse Film. Geschnitten werde ich mir den wohl aber nicht angucken, naja vlt sehe ich mir zumindest das herausragende Intro an.
Die ungeschnittene Nachtwiederholung gibt es übrigens um 00:45.
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Iamthesword Thu, 13 Sep 2012 16:28:33 -0000
Kommentar löschenAls Nicolas Cage noch gute Filme machte...
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BaltiCineManiac Thu, 13 Sep 2012 12:48:48 -0000
Kommentar löschen► DER EIGENTLICHE TV-TAGESTIPP!!!
▪ 22.25 Uhr/ 3sat/ „Geh und lebe“ (2005) – Die französisch-israelische Co-Produktion, inszeniert vom „Zug des Lebens“-Regisseur Radu Mihaileanu, schaffte es auf Platz 3 bei 'Eure Geheimtipps der 2000er Jahre' der Moviepilot-Charts, ist wohl eines der herzzereißendsten Coming-of-Age-Dramen der Filmgeschichte und ein wunderbarer Beitrag zum Thema 'Suchen und Finden der eigenen Identität'. Ein kleiner afrikanischer Junge muss sich ganz ohne leibliche Eltern in einer völlig fremden, „weißen“ Welt zurechtfinden, seine wahre Identität verbergen und eine andere Religion annehmen, um überleben zu können. „Geh, lebe und werde“ (= Originaltitel: Va, vis et deviens) mahnte ihn seine äthiopische Mutter, Christin genauso wie er, als ihr Sohn sich unter die jüdischen Flüchtlinge schmuggeln soll und sie im von Dürre und Bürgerkrieg zerrütteten Sudan zurückbleiben muss. Bis sich der Kreis des Lebens geschlossen hat, muss der kleine „Schlomo“ sich gegen den latenten Rassismus der Israelis erwehren, sich mit seinen Zieheltern arrangieren und wird sowohl die Liebe als auch seinen Platz in der Welt gefunden haben. Der Regisseur inszeniert Schlomos Weg ins Leben sehr anrührend, feinfühlig und zurückgenommen, mit toller Symbolik versehen (der Mond, die Schuhe, …). Der melancholische, von orientalisch-klagenden Cellos dominierte Score von Armand Amar ist mehr als passend und trägt natürlich maßgeblich zur Atmosphäre des Films bei, genauso wie das passende Zeitkolorit und der die drei jugendlichen Hauptdarsteller in den verschiedenen Altersphasen unterstützende Cast um Roschdy Zem, Yël Abecassis, der quirligen Roni Hadar, dem weisen Yitzhak Edgar und dem gutmütigen Rami Danon. Ich bin mir fast sicher, wäre dies ein US-amerikanischer Film, wäre er mit Oscar-Nominierungen überschüttet worden. Doch es ist ein recht unbekannter französischer, in Frankreich für 5 Césars nominiert (Film, Regie, Drehbuch, Musik), in Israel für 3 Ophirs. Es ist an der Zeit, dass dies anders wird. Gucken, gucken, gucken! ;)
Als Ausgangspunkt nutzt der Film die wahren Begebenheiten um die 'Operation Moses', bei der 1984/1985 der israelische Staat in einer geheimen Nacht- und Nebelaktion fast die gesamte Gemeinschaft der äthiopischen Juden, den Falasha [http://de.wikipedia.org/wiki/Falasha], vor Hungersnot und Verfolgung in den Sudan geflüchtet, ins Heilige Land ausfliegen ließ [http://de.wikipedia.org/wiki/Operation_Moses]. („Man hatte sie dort vergessen, oben, in ihren Bergen, nahe Gondar. Doch seit Anbeginn der Zeit träumten die jüdischen Äthiopier, die Falasha, davon, eines Tages heimzukehren ins Heilige Land, nach Jerusalem.“)
Und um das hier abzurunden, gibt es zum Schluss noch den voll auf 80er Jahre gebürsteten Original-Film-Lovesong, der eine Schlüsselszene untermalt, die so manchen vielleicht auch ein wenig an die Atmosphäre der „La Boum“-Filme und anderer Teenstreifen aus der Zeit erinnern wird. [http://www.youtube.com/watch?v=W_WFsHzXlw8]
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sweetForgiveness Thu, 13 Sep 2012 12:23:34 -0000
Kommentar löschenWie immer ein sehr kleiner Donnerstag
ANSONSTEN IM TV:
20:15, Hotel der toten Gäste - Das Vierte
• 22:25, Geh und lebe - 3Sat
• 23:15, Mission Adler - Der starke Arm der Götter - Tele5
23:15, Woodstock in Timbuktu - WDR
01:30, Goyas Geister (mit Javier Bardem und Natalie Portman) - arte
• = Empfehlung
AUßERDEM:
Wollt ich noch erwähnen, dass jeden Donnerstag ab 22:45 auf SIXX, zwei Folgen LOST ausgestrahlt werden! Inzwischen allerdings schon bei Folge 9 der ersten Staffel.
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BaltiCineManiac Thu, 13 Sep 2012 15:35:24 -0000
Antwort löschenAber wenn bei dem mauen Donnerstag ein toller Film drunter ist, ist das doch schon mal mehr als ausreichend! ;)
Tautou Thu, 13 Sep 2012 18:27:10 -0000
Antwort löschenKeine Sorge Amelie, ich habe die User während deines Urlaubs auf den Start von Lost hingewiesen :D So als Vertretung ;)
Martin Jurgeluks Thu, 13 Sep 2012 08:46:27 -0000
Kommentar löschenAuch immer noch einer meiner Lieblingszitate im Film : "Es befinden sich weltweit über 550 Millionen Schusswaffen in Umlauf. Das heißt auf diesem Planeten hat jeder 12. Mensch eine Schusswaffe. Das führt zu der einen Frage: Wie bewaffnet man die anderen 11?"
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Gespenst006 Thu, 13 Sep 2012 08:05:05 -0000
Kommentar löschenDer Film ist echt der Hammer! Meiner Meinung nach sehr unterbewertet.
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Joeyjoejoe17 Thu, 13 Sep 2012 07:13:27 -0000
Kommentar löschenTolle Satire. Und einer der letzten wirklich guten Filme mit Nic Cage.
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Tytus Thu, 13 Sep 2012 07:09:15 -0000
Kommentar löschenJa einer seiner besten Filme
das lange Filmzitat ist auch Klasse
Yuri: "Ich werden Ihnen sagen, was passieren wird - damit Sie sich darauf vorbereiten können. In Kürze klopft jemand an die Tür und Sie werden nach draußen gerufen. Dort wird ein Mann stehen, der einen höheren Rang hat, als Sie. Zuerst gratuliert er Ihnen zu der guten Arbeit, die Sie geleistet haben, dass Sie die Welt sicherer gemacht haben und das Sie eine Belobigung und eine Beförderung erhalten werden. Und dann sagt er Ihnen, dass Sie mich freilassen sollen. Sie werden protestieren, vielleicht sogar mit Ihrer Kündigung drohen, doch am Ende werde ich freigelassen. Der Grund, warum ich freigelassen werde, ist derselbe, warum ich Ihrer Meinung nach verurteilt werden sollte. Ich bin per "Du" mit einigen der widerwärtigsten, sadistischsten Männer, die sich heutzutage Anführer nennen. Aber einige dieser Männer sind die Feinde Ihrer Feinde. Und weil der größte Waffenhändler dieser Welt Ihr Boss ist - der Präsident der Vereinigten Staaten, der mehr Material an einem Tag verschifft, als ich in einem Jahr - ist es manchmal peinlich, dass seine Fingerabdrücke auf den Waffen sind. Manchmal ist er auf freie Mitarbeiter wie mich angewiesen, um die Mächte zu beliefern, die er offiziell nicht beliefern kann. Daher können Sie mich das Übel nennen, aber unglücklicherweise bin ich ein notwendiges Übel
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Lord of War - Händler des Todes
von Andrew Niccol, mit Nicolas Cage und Bridget Moynahan
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Nicolas Cage
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Muss ich auch sagen. Der letzte wirklich gute Film mit Cage. Allerdings hat er schon da Schwierigkeiten sich gegen Jungstars wie Lehto zu behaupten.
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