Oben
© Pixar, Disney
In den letzten Jahren hat Pixar immer beste Bewertungen für seine Neuerscheinungen erhalten. Ratatouille und Wall-E – Der Letzte räumt die Erde auf wurden bei Rotten Tomatoes beide mit nur sehr wenig schlechter Kritik bedacht, nämlich mit nur neun von über 200 Kommentaren. Morgen startet der neue Film Oben in den amerikanischen Kinos und diesmal gab es sogar ausschließlich (wir berichteten ausführlich hier) gute Kritiken – gab, denn es gibt zum Glück – immer auch Ansichten, die sich nicht der breiten Masse angleichen (wie die geschätzten Kollegen von Slashfilm berichten), sondern ordentlich dagegen steuern. Der New York Kritiker Armond White hat die erste negative Kritik zu dem ansonsten so gepriesenen Animationsfilm verfasst.
White muss wohl einen anderen Blick, eine, im Vergleich zu anderen Kritikern, völlig unterschiedliche Herangehensweise haben, wonach er Filme beurteilt. Verrisse hat es von ihm auch für Star Trek, Milk, Slumdog Millionär und Iron Man gegeben, um nur einige zu nennen. Ironischerweise bedachte er Bedtime Stories mit einer guten Bewertung, der wiederum von den meisten anderen Kritikern nicht gerade mit Lob überschüttet worden ist.
White merkt in seiner Kritik an, dass jeder Pixar-Film mit einer patriotischen Leidenschaft gefeiert wird. Das zeige ihm, dass es Absprachen zwischen den Medien und der Hollywood-Industrie geben muss. Der Pixarismus definiert einen rückwärts gewandten Geschmack für Animationsfilme, schwächt sie ab und vereinheitlicht sie, nur um familiäre Werte zu erhalten. Er wirft elitären Film-Nerds vor, sie hätten Pixars Wall-E – Der Letzte räumt die Erde auf maßlos überschätzt und nun stellt Pixar das Abenteuer des Fluges als kommerzielles Symbol dar, worauf es allerorten wieder Lob hagelt. All diese Tatsachen schaden dem Kino. Pixar zeigt nicht, wie wirklich gute Animation aussehen kann. Als positive Beispiele nennt White dabei Coraline, Monster House und Himmel und Huhn. Er sieht die mangelnde Ästhetik von Oben in einer emotional enttäuschenden Geschichte.
Na mal sehen, ob das die einzige schlechte Kritik bleiben wird, wenn der Film erst bei uns angelaufen ist. Ab dem 24. September könnt Ihr das selbst beurteilen, weil der neue Pixar dann endlich auch in unsere Kinos kommt.
André Friebel (André Friebel) 2009/05/28 10:45:00
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Kommentare
über Oben - Erst der Hype, jetzt erste Verrisse
Kommentar schreibenBatzman 2009/05/28 11:00:34
Kommentar löschenSo kritisch ich auch Pixarfilme insgesamt sehe (und es gibt bislang nur zwei die ich wirklich mag: Monsters Inc. und The Incredibles) - so schwer nachvollziehbar find ich die meisten von Whites Kritiken, er ist ein guter Diskussionsstarter, aber oft würde ich mir wünschen das er besser und schlüssiger argumentiert, denn wenn schon sollte ein Film aus den richtigen Gründen verrissen werden und nicht mit irgendwelchen verschwörungstheoretischen Konstrukten.
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alanger 2009/05/28 14:25:03
Antwort löschen"Der Pixarismus" ist klasse. scheint ja fast schlimmer zu sein als stalinismus, trotzkismus ...und dergleichen musse mehr.
also:währet den anfängen! nieder mit dem pixarismus! wacht endlich auf!
Batzman 2009/05/28 11:03:38
Kommentar löschen@Sonse
Wurde ergänzt und soll natürlich nicht unterschlagen werden. Sorry.
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Ines Walk 2009/05/28 11:13:12
Kommentar löschenDie ganze Kritik zu oben gibt es hier: http://ourtownny.com/?p=3110#more-3110
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ChristiansFoyer 2009/05/28 11:26:37
Kommentar löschenDieses krampfhafte und gewollte Gegensteuern einiger "professioneller" Kritiker ist schon abenteuerlicher, als so mancher Film, um den es dabei geht...
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4LOM 2009/05/28 11:45:32
Kommentar löschen"Erst der Hype, jetzt erste Verrisse"
Wieso der Plural? Es ist ein Verriss ... einer!
Die Verweise auf die Originaltexte eurer (übertrieben gesagt) "Übersetzungen" setzt Ihr hier auch erst, wenn darauf hingewiesen wird, oder? Ich schaue hier erst seit kurzem regelmäßig vorbei, aber das ist mir bereits aufgefallen.
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alanger 2009/05/28 14:20:26
Antwort löschengenau das hab ich auch gedacht. ein veriss macht noch keinen sommer. die selbe überschrift ("Erst der Hype...") in der "bild" wäre wieder ein untrügliches zeichen für "reißerischen journalismus". mit recht.
cannibal83 2009/05/28 11:50:53
Kommentar löschenDas nennt man mal einen nahezu grundlosen Verriss. Ich werd mir den Film auf alle Fälle ansehen (und damit nach langer Zeit mal wieder einen Animationsfilm) denn mir scheint das "Oben" vorallem nicht so auf "putzig" macht.
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dAShEIKO 2009/05/28 12:52:46
Kommentar löschenDass man sich auf nichts mehr verlassen kann, ist das einzige, worauf Verlass ist^^
Ich hab mir schon überlegt, für Filme und deren Trailer jeweils eine eigene Kritik zu schreiben ;-)
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EllHomer 2009/05/28 13:44:45
Kommentar löschenDer Film kann garnicht schlecht werden. Es gibt keinen Pixar- Film, von dem man das behaupten kann. Ich denke mal, Mr. White will einfach Aufmerksamkeit auf sich ziehen.
Das einzige was mich schon jetzt ganz gewaltig am Film stört ist der Titel. Wie blöd muss man sein um "UP" zu übersetzen. "Oben" hört sich doch sooo bescheuert an.
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Sonse 2009/05/28 17:22:06
Antwort löschenFür mich ist der Titel die Kurzform von "uplifting", die Doppeldeutigkeit büßt der Titel in der Übersetzung eben ein.
Fatzenbolt 2009/05/28 22:39:48
Antwort löschenIch finde "Up!" auch i.o. als Titel und hätte man mMn ruhig ins deutsche übernehmen können
MasterTNQ 2009/05/28 17:10:02
Kommentar löschenIst doch ganz klar, dass sich da jemand, wann immer ein neuer Film rauskommt, wichtig machen möchte und seinen Filmgeschmack als besser darstellt. Völlig blödsinnig
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LMSMDK 2009/06/12 18:17:52
Kommentar löschenDie beste Kritik ist die eigene!!!
Ich halte eigentlich sehr viel von oben und am 24. September werde ich mir ein eigenes Bild machen, worauf ich mich schon freue.
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Hier solltet ihr vielleicht schon den Verweis auf slashfilm einbauen.
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