Oscar-Hausverbot für Hurt Locker-ProduzentenBearbeiten

Veröffentlicht am 03.03.2010, 10:55

Nachdem sich der Produzent von The Hurt Locker Nicolas Chartier in einer E-Mail abfällig über Avatar äußerte, wurde er von den Veranstaltern von der Oscarverleihung ausgeschlossen.

The Hurt Locker The Hurt Locker © Summit Entertainment

Nicolas Cartier ist als Produzent von Tödliches Kommando – The Hurt Locker für den Oscar des Besten Filmes nominiert. Dennoch wird er laut LA-Times am Sonntag nicht an der Verleihung der Trophäe teilnehmen können. Die Veranstalter haben seine Einladung widerrufen, seine Eintrittskarten blockiert und ihm auch verboten, als Begleitung eines anderen bei der Zeremonie zu erscheinen.

Der Grund für diese drakonische Strafe scheint zunächst ziemlich harmlos. In einer E-Mail an Mitglieder der Academy, die auch stimmberechtigt für die Oscar-Wahl waren, appellierte er, für Tödliches Kommando – The Hurt Locker zu stimmen und nicht für den “500 Millionen Dollar Film”. Mit dieser Anspielung meinte er offensichtlich Avatar – Aufbruch nach Pandora von James Cameron, der als einer der Hauptkonkurrenten bei den Oscars gilt.

Das Problem ist hier nicht, wie wir zunächst vermuten könnten, dass der Produzent die Juroren in ihrer Entscheidung beeinflussen wollte. Das ist bei den Oscars völlig normal und nicht zu vermeiden. Es gibt allerdings einen Ehrenkodex, der es verbietet, sich bei der Werbung um den eigenen Film negativ über Konkurrenten zu äußern. Gegen diese Regel hat Nicolas Chartier in seiner E-Mail verstoßen.

“Chartier hat vor kurzem eine E-Mail an verschiedene Academy-Wahlberechtigte und andere Filmschaffende versendet, in welcher er Stimmen für seinen eigenen Film sammeln wollte und einen der anderen Filme verunglimpfte. Das Ausführende Kommittee des Produzenten-Zweiges der Academy beschloss in einer Sondersitzung am Montag, dass dieser ethische Fehltritt mit der Zurücknahme von Chartiers Einladung zu den Awards bestraft wird”, so das offizielle Statement der Academy.

Dabei hat Nicolas Chartier sogar noch Glück. Die Academy hätte ihn aufgrund dieser Email auch von der Oscar-Verleihung disqualifizieren können. Sollte er am Sonntag den Oscar gewinnen, muss er sich lediglich einige Tage gedulden, bis er die Trophäe überreicht bekommt.

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Prestigeww (Stefan Tiess)

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Anastasius

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Naja, mir würde es auch stinken, gegen Cameron antreten zu müssen. Und noch mehr deswegen, weil der Film echt nicht der beste 2009 war. Der finanziell erfolgreichste vielleicht, der meistumstrittenste, der arroganteste. Aber genau wegen der letzten drei Punkte würde ich meine Verbitterung einfach runterschlucken und es hinnehmen, dass der Oscar nunmal ne "gewisse" Zielgruppe hat.

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Flibbo

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Die Frage ist doch jetzt nur, ob die ganze Sache eine ernstzunehmende Auswirkung auf die Wahl der Academy hat. Schließlich geben Leute wie ich jährlich bedeutungsschwangere Tipps ab!

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Shio

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Geld macht wohl auch in der USA neidisch und Geldmaschinen scheinbar noch mehr...

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TheJoker

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Total unnötige Aktion und völlig richtige Konsequenz.
Den Film deshalb aber von der "Oscar-Liste" zu streichen wäre die falsche Entscheidung gewesen und dies wurde zum Glück von den Verantwortlichen auch so gesehen.

Avatar steht meiner Meinung nach sowieso eindeutig im Schatten von Avatar...

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TheJoker

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Im Schatten von "The Hurt Locker" natürlch :-)


guggenheim

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Wo ist denn da die Hetze, wenn ich mal fragen darf? "500 Millionen Dollar Film"? Ist das nicht eine Tatsachenfeststellung? Oder standen da noch garstigere Sachen in der e-Mail?

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Narrisch

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Der brutalste populist km Forum regt dich darüber auf das in den Artikeln gelegentlich polemisiert wird. Schon paradox.


jannis

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*popcorn*


Joshdeniro

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wie man sich nur so dermaßen ins Knie fi**en kann?! Unglaublich. Fail der Woche!

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Johnny

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Wahrscheinlich wurde er von Cameron dafür bezahlt...

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Sheeeeep

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Sehr dumme Aktion. Wenn dadurch ein Film negativ beeinflusst wird, dann am ehesten noch 'sein' Film.

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anZen

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Genau, total unnötig so etwas.


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