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Prometheus macht den Kritikern Angst

Raccoon (Jana Schubert), Veröffentlicht am 31.05.2012, 09:53

Bereits gestern feierte Ridley Scotts Science Fiction-Blockbuster in einigen Ländern Premiere. Wir werfen einen Blick auf die ersten Kritikermeinungen.

Konnte als unheimlicher Android überzeugen: Michael Fassbender Konnte als unheimlicher Android überzeugen: Michael Fassbender © Fox

Neben The Dark Knight Rises ist Prometheus – Dunkle Zeichen wohl einer der heiß erwartetsten Blockbuster dieses Sommers. Der Science Fiction-Thriller lief bereits gestern in einigen Ländern an, darunter Frankreich, Belgien und in der Schweiz. Natürlich haben wir uns sofort auf die ersten Pressestimmen gestürzt, um euch einen Eindruck vom Thriller von Altmeister von Ridley Scott mit Alien-DNA vermitteln zu können. Größtenteils sind die Kritiker von der Optik und der Stimmung des Films begeistert. Besonders Michael Fassbender wird für seine Leistung als Android David gelobt. So auch von Peter Bradshaw, der für The Guardian schreibt. Es ist ein konfuser, komplizierter und spektakulärer Film, aber mehr oder weniger trotz seiner Verdrehtheit sehr sehenswert. Es gibt außerdem einige scharfsinnige und geistreiche Momente und eine unheimliche, gruselige Performance von Michael Fassbender.

Das klingt doch schon sehr vielversprechend. Im Vorfeld haben viele bezweifelt bzw. befürchtet, dass Prometheus dem enormen Erwartungsdruck nicht standhalten würde. Die unheimlichen Trailer ließen die Vorfreude ins Unermessliche steigen, so dass der Film sehr schnell eine riesige Fangemeinde aufbaute. Auch Marc Adams zeigte sich kurz nach der Sichtung von Prometheus größtenteils beeindruckt. Während Prometheus einige nervenaufreibende Momente hat, spielt er nie völlig die große Horror-Karte aus, entwickelt stattdessen die Wissenschaft neben der Action und unterstreicht den Film mit Momenten, die aufrütteln und beeindrucken. Er macht den Zuschauern Angst, fordert sie heraus und provoziert, wenn sie bereit sind für Scotts Markenzeichen des intelligenten und instinktiven Filmeschaffens.

Natürlich gibt es auch etwas ambivalente Meinungen, wie von Emma Dipdin. Zu Anfang sei gesagt, dass Scott weit davon entfernt ist, sich auf seinen Lorbeeren auszuruhen – es gibt frische, mutige Momente eines Body Horrors, gepaart mit durchgehend atemberaubender Optik und einem Anflug von sarkastischem, wissenden Humor. Aber er schafft es, weder dem Mangel eines geballten Sinn für Schrecken, noch der essentiellen Leere der Kernaussage zu entkommen. Wie Fassbenders Unbehagen verursachenden Roboter, ist Prometheus unglaublich anzuschauen und anfänglich faszinierend, aber letztendlich fehlt ihm die Seele.

Wahrscheinlich müssen wir uns erst selbst ein Bild von Ridley Scotts Weltraumabenteuer machen. Die eingeschworene Fangemeinde wird sich sicherlich eh nicht von irgendwelchen Kritiken beeindrucken, geschweige denn hinein reden lassen. Leider müssen wir uns in Deutschland dabei am längsten gedulden. Prometheus – Dunkle Zeichen startet bei uns erst am 9. August.

Überraschen euch die Kritikermeinungen oder bestätigen sie nur eure Erwartungen?


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