Remake von Hitchcock-Klassiker Rebecca in Planung
Ratso Rizzo (Theo Bonick), Veröffentlicht am 12.02.2012, 08:50
Laurence Olivier und Joan Fontaine im Original von Hitchcock
© Euro Video
Es geschieht zwar nicht zum ersten Mal, aber es ist im ersten Moment immer wieder verstörend, wenn in einer Kino-News das Wort Hitchcock-Remake fällt. Diesmal hat es den Schwarz-Weiß-Klassiker Rebecca aus dem Jahre 1940 getroffen. Der Film noir, in dem Laurence Olivier und Joan Fontaine die Hauptrollen übernahmen, ist das einzige Werk seiner schillernden Karriere, welches Alfred Hitchcock einen Oscar für den besten Film bescherte. Variety berichtet, dass das Studio DreamWorks für das neue Rebecca-Projekt verantwortlich sein wird und Drehbuchautor Steven Knight bisher der einzige bekannte Kreativkopf hinter dem Remake ist.
Sicherlich wirkt es anmaßend, dass DreamWorks vorgibt, einem so perfekt inszenierten Hitchcock-Film irgendetwas Gehaltvolles hinzufügen zu können, doch die Hoffnung stirbt zuletzt. Zunächst einmal basiert Rebecca auf einem gleichnamigen Roman von Daphne Du Maurier, somit ist das Remake streng genommen eine Neuadaption. Es heißt, dass sich Steven Knight eng an die Literaturvorlage halten will. Außerdem hat sich der Autor bislang mit qualitativ hochwertigen Scripts ausgezeichnet. Für Kleine schmutzige Tricks von Regisseur Stephen Frears wurde er für einen Oscar nominiert und Tödliche Versprechen – Eastern Promises von David Cronenberg war auch nicht gerade ein Leichtgewicht. Darüber hinaus ist Steven Knight an dem nächsten Teil der Dan Brown -Reihe The Lost Symbol beteiligt. Möglicherweise gelingt es dem Schreiber ja tatsächlich, der Romanvorlage etwas Neues abzugewinnen, was Alfred Hitchcock damals außen vor gelassen hat.
Mit der britisch-deutschen Produktion Rebecca existiert bereits ein Remake des Klassikers. Auch andere Neuverfilmungen haben sich nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Der in Farbe gedrehte Psycho von Gus van Sant ist besonders für seine Überflüssigkeit berüchtigt. Ein perfekter Mord mit Michael Douglas, Gwyneth Paltrow und Viggo Mortensen tat sich hingegen gut daran, Bei Anruf: Mord lediglich als Anhaltspunkt für die Story heranzuziehen. Die Liste könnte mit Hitch-inspirierten Filmen wie Disturbia oder direkten Remakes wie der TV-Produktion Das Fenster zum Hof noch ewig fortgesetzt werden, aber das würde nur unnötig den Blutdruck in die Höhe schießen lassen.
Kann aus der neuverfilmten Rebecca eurer Meinung nach etwas werden?
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Kommentare
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BigDi Sun, 12 Feb 2012 21:22:39 -0000
Kommentar löschenDer Film war schon im Original eher vergessenswert...
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Keky Sun, 12 Feb 2012 13:39:49 -0000
Kommentar löschenHitchcock Filme brauchen keinen Remake, Original is wieso immer besser als die Remake's. ;)
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Mr. Goodkat Sun, 12 Feb 2012 13:10:01 -0000
Kommentar löschenVielleicht nimmt Gus van Sant ja wieder das Ruder in die Hand und dreht eine 1:1-Farbkopie des Originals mit Vince Vaughn in der Hauptrolle. Vielleicht sogar 3D?
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Filmkenner77 Sun, 12 Feb 2012 15:21:56 -0000
Antwort löschenDann fahr ich aber persönlich nach Hollywood und zerstöre die Kopien. Vielleicht wird dann erst in 100 Jahren in Argentinien wieder eine Kopie des Films gefunden und dann auf der Berlinale aufgeführt. ;-)
Mr. Goodkat Sun, 12 Feb 2012 16:07:32 -0000
Antwort löschenDas wäre aber garnicht mal so gut, wenn ein Rebecca-Remake von Gus van Sant das gleiche Schicksal erfahren dürfte wie das Metropolis-Original! Deswegen wäre ich dafür, dass du am besten alle Kopien ausrottest, ich würde dir sogar eine Wagenladung mit reinem Alkohol stellen, damit du denen ordentlich einheizen kannst ;D
Jason Born Sun, 12 Feb 2012 12:05:19 -0000
Kommentar löschenStelle mir grade vor, wie meine beiden Favoriten von Hitchcock ein Remake bekommen:
Das Fenster zum Hof und Psycho. Das wäre ja grauenhaft!!!
Aber sowas ist ja zum Glück nie passiert
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NewFilmkonsument Sun, 12 Feb 2012 12:50:35 -0000
Antwort löschen"Psycho" ist leider Opfer eines dreisten Remakes geworden. Das ist aber schon viele Jahre her.
Und "Disturbia" ist ein Semi-Remake von "Fenster zum Hof".
Joeyjoejoe17 Mon, 13 Feb 2012 06:16:58 -0000
Antwort löschenIch glaube in Jasons Kommentar eine gewisse Ironie herauslesen zu können ;)
Jason Born Mon, 13 Feb 2012 11:29:49 -0000
Antwort löschen@beide: Genau so war es auch gemeint. Die Ironie muss das nächste mal deutlicher gekennzeichnet sein. Hab mal recherchiert, von `Fenster zum Hof´ gibt es sogar ein direktes Remake mit Christopher Reeve (Superman) in der Hauptrolle. Disturbia lief mal im TV und ich habs sogar ne Std. ausgehalten.
Limenator Sun, 12 Feb 2012 09:40:06 -0000
Kommentar löschenNeeeeiiiiiiiiiiiiiin ich HASSE Hollywood!!!!!!!
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Filmkenner77 Sun, 12 Feb 2012 08:24:11 -0000
Kommentar löschenEs ist ja nicht schändlich, eine Literaturvorlage zu nehmen und diese erneut zu verfilmen. Man müsste sich nur davon lösen, dass die Erstverfilmung des Stoffes von Hitch ist. Daran muss und wird sich der Film messen lassen müssen. Und im Prinzip kann er daran nur scheitern.
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Alfred Hitchcock
Beteiligt an 61 Filmen (als Regisseur, Produzent, Akteur, Drehbuch und Autor) und 2 Serien
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Puh - was gehen mir diese fundamentalistischen Remakehasser auf den Senkel. In einer eigentümlichen Mischung aus stockkonservativer Früher-war-alles-besser-Mentalität und bizarr reliöser Götzenverehrung ("Blasphemie"), wird hier gegen einen Film gewettert, der noch nichtmal gedreht worden ist.
Während der Dreharbeiten zu "Basic Instinct" sind übrigens fundamentalistische Kirchenverbände auf die Straße gegangen, weil sie davon Wind bekommen haben, dass der Film lesbische Szenen enthalten würde. Ähnlich absurd, lächerlich, vorurteilsgesteuert, ideoligisiert, vollkommen wertkonservativ und dabei unglaublich naiv kommt mir dieses ganze Rumgegrantel der meisten Diskussionsvorträge hier auch vor.
Leute, die hier schon im Vorweg über ein geplantes Remake rumlabern, ohne dessen Qualität zu kennen oder in irgendeiner Form einschätzen zu können, sähen "ihre" alte Klassiker am liebsten für immer vollkommen unangetastet, beschwören jedes Jahr auf neue den kreativen Totalbankrott in der Traumfabrik und -mein persönlicher Favorit- denken, mit ihren Triaden die Geldgeilheit Hollywood demaskieren zu können, weil sie das ganze System ja so sehr durchschauen (Hallo, deswegen nennt man Hollywood "FilmINDUSTRIE" verdammte Axt).
In Wahrheit sagen solche Kommentare weit mehr über die Grundverfassung dieser selbsternennten Filmkritiker und -das klingt in diesem Zusammenhang schon fast bizarr- FilmLIEBHABER aus. Löst euch von dem Dogma, dass früher alles besser gewesen ist! Habt Vertrauen in die Zukunft! Remakes können schlechter, aber auch besser sein als das Original (aktuelles Beispiel "Fright Night"). Filmemacher stehen heute Erfahrungen, Ressourcen, erzählerische und inszenatorische Techniken sowie ein Professionalisierungsgrad zur Verfügung, der denen in den 40er-jahren um Längen voraus ist. Deswegen muss ein Film selbstverständlich nicht zwangsläufig besser sein, als ein so genannter Klassiker. Aber zu sagen, dass ein Remake zwangsläufig gegen das Original abstinkt, ist gelinde gesagt absurd.
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