Nicole Kidman und Dakota Blue Richards in Der Goldene Kompass
© Warner Bros.
Wieder einmal wird ein Ranking veröffentlicht. Die Redakteure der US-Zeitschrift “Entertainment Weekly” haben die schlechtesten Filmadaptionen eines Romans zusammengestellt und Noten verteilt. Wir wollen Euch das Ergebnis nicht vorenthalten, vielleicht fällt dem einen oder anderen von Euch ja noch ein wegweisendes Werk ein, das in dieser Auflistung fehlt.
Auf Platz 1 der enttäuschendsten Filmadaption eines Romans landet Der goldene Kompass. Er kann dem Gehalt des Buches von Autor Philip Pullman nicht das Wasser reichen. Bereits auf dem 2. Platz landet DA VINCI CODE. Auch dieser Film kann vor den Augen der lesebegeisterten Jury nicht bestehen; die spannende Story ist im Film so gar nicht prickelnd. Schade auch um Nick Hornby’s Buch und alle Fußballbegeisterten, die bei Ein Mann für eine Saison den schwarzen Humor vermissten. Deshalb wird auch dieser Film abgestraft und landet auf Platz 3. Die Geisha und A Sound of Thunder folgen auf Platz 4 und 5. Weitere Filme, die auf der Liste zu finden sind, könnt Ihr Euch hier anschauen.
Bei den 23 Filmen, die genannt werden, handelt es sich größtenteils um amerikanische Produktionen mit vielen bekannten Namen. Auch europäische Filme würden gut da rein passen, zum Beispiel Fräulein Smillas Gespür für Schnee oder Der Unhold. Was meint Ihr? Welches ist die enttäuschendste Verfilmung eines Romans?
Ines Walk (Ines Walk) 2008/05/05 10:52:00
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Kommentare
über Literatur - schlecht verfilmt
Kommentar schreibenInes Walk 2008/05/05 12:44:04
Kommentar löschen@Legolars: Stimmt! Ich liebe die Geschichten um die Frage und die eine Antwort, aber der Film war lau, wenn nicht gar ganz kalt. Schade! Aber es gibt ja noch die BBC-Serie, die zwar auch nicht an die Bücher herankommt, aber besser ist als der Film.
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Legolars 2008/05/05 12:50:11
Kommentar löschenJepp, die Serie hat trotz (oder grade wegen) ihres hohen Trashfaktors auf jeden Fall weitaus mehr Charme.
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annaberlin 2008/05/05 13:39:18
Kommentar löschenDen goldenen Kompass habe ich noch nicht gesehen, aber The Da Vinci Code wäre meiner Meinung nach auf Platz 1 richtig. Die Geisha habe ich auch gehasst, aber den Roman nicht gelesen - keine Vergleichsmöglichkeit!
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dAShEIKO 2008/05/05 15:43:11
Kommentar löschenDa ich ein "notorischer Buchverweigerer" bin, darf ich hier eigentlich nicht so viel sagen. Aber In der Liste gibt es mit Der Goldene Kompass durchaus gelungenes Kino, das Spaß macht. Aber Sakrileg ist auch ohne literarische Vorkenntnisse einfach nur ein bestenfalls mittelmäßger Film. Und über Sound of Thunder (...die Idee ist ja mal recht geil) möcht ich ja eigentlich am liebsten kein Wort verlieren, wie scheisse der war.
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alanger 2008/05/05 16:04:17
Kommentar löschender name der rose. das buch ist klasse, der film ist gut, funktioniert als eigenständige sache garnicht schlecht ...ABER als umsetzung des buches ist er ein rohrkrepierer.
der herr der ringe (zum glück)
und zwar deswegen, weil ich den film für DEUTLICH besser als das buch halte ...und das fand ich ganz gut.
anhalter... auf jeden fall. der film wäre oke, etwas langweilige unterhaltung, gemessen an der grandiosen vorlage (und charmanten tv-serie) ist er aber ein veritables desaster.
asterix der gallier.
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Batzman 2008/05/05 16:27:33
Kommentar löschenGolden Compass fand ich zwar auch nur solala, aber Da Vinci Code war wesentlich schlechter, vor allem in Anbetracht der Trivialität des Buches. Es hätte ein leichtes sein müssen aus diesem Buch einen rasanten Film zu machen. Und Per Anhalter durch die Galaxis find ich weder als eigenständigen Film gelungen, noch als Buchverfilmung. Wie man aus einer der witzigsten und geistreichsten Sketchsammlungen die es gibt einen so klamaukigen, uninspirierten und dummen Film machen konnte ist mir ein Rätsel. Die BBC-Serie sah billig aus, hielt sich aber wenigstens an die genialen Texte von Adams.
Bei "Sound of Thunder" wusste ich nichtmal das es dazu eine Vorlage gab, aber der Film ist so ultratrashig, daß er mir großen Spaß gemacht hat. Die extrem lausigen Tricks, die doofe Story, die knallchargierenden Akteure - das ist ein Guilty Pleasure vom Feinsten.
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Sonse 2008/05/05 19:36:31
Kommentar löschenVorlagentreue von Adaptionen wird doch schon ewig debattiert. Oft wird leider eine sklavische Treue ans Buch verlangt. Ich finde, dass man beides auch immer wunderbar voneinander getrennt bewerten kann. Ein Buch zu lesen oder einen Film zu sehen sind ja ganz unterschiedliche Erfahrungen. Mir ist es meist lieber es wird ein ordentlicher Film (based on) gemacht und die Möglichkeiten dieses Mediums ausgenützt, statt dass exakt alles runtergebetet und in weit weniger Erzählzeit gezwängt wird. Mein Liebling "L.A. Confidential" gilt ja als erstklassige Adaption von Ellroys blutiger Bombe im Pappmantel, erzählt aber nur gerade so das Grundgerüst der Geschichte des tollen Buchs. Da fehlt soviel/ist soviel anders als auf dem Papier, da schreit aber niemand auf. Warum? Weil weise Entscheidungen getroffen wurden die Essentials der Geschichte zusammenfassend und kohärent zu erzählen, die Atmosphäre der Stadt und die Charakterkonstellation reduziert und treffend wiederzugeben. Es ist letztlich ein wunderbar runder Film daraus geworden, der einwandfrei und ohne je das Buch gelesen haben zu müssen, Ellroys Stil und Erzählung für einen wiedergibt. Das Buch ist ebenso genial, nur anders und den Film braucht man zum Lesen dessen ebenso wenig.
Oder etwas populärer: Warum halte ich Teil 3 der Potter-Filme für die beste Verfilmung? Weil es von allen bisherigen Adaptionen der beste Film ist. Ein anständiger Regisseur hat sich hier bemüht einen Film zu erzählen, dem auch Nicht-Potter-Jünger etwas abgewinnen können, statt wie sonst alles mehr oder weniger nachzuerzählen.
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Jonni 2008/05/05 19:39:45
Kommentar löschender tiefpunkt meiner jugend war eindeutig "die unendliche geschichte". nie wieder so enttäuscht über eine roman verfilmung gewesen, wie in dem fall.
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Batzman 2008/05/05 20:02:15
Kommentar löschen@Sonse ich find auch daß ein Film nicht sklavisch an der Vorlage kleben sollte. Bestes Beispiel find ich da die Harry Potter-Filme. Teil 1 und 2 waren uninspirierte Seite-für-Seite-Umsetzungen in kunterbunten Bonbonfarben. Brav, langweilig, leblos. Erst mit einem neuen Regisseur der die Vorlage freier anging und eigene Visionen einbrachte wurden die Filme spannend. Wichtig fand ich jedoch, daß Azkaban viel wegließ und kürzte, aber dennoch die Stimmung und den Grundton des Buches viel besser einfing als die Vorgänger.
Deswegen ist für mich eine gelungene Verfilmung immer eine die dem Geist der Vorlage gerecht wird, auch wenn sie inhaltliche Veränderungen vornimmt.
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VTMS18 2008/05/06 10:49:49
Kommentar löschenBei solchen Schinken warte ich eh immer auf die Verfilmung, darum kann ich auch nie enttäuscht werden, hehe!
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Himbeerlola 2008/05/06 13:25:05
Kommentar löschenMich hat damals der direkte Vergleich zwischen Buch und Film bei 'Der weisse Hai' geschockt. Beide sind für sich grandios und der Film wird immer in meiner AllTimeFavTop10 ganz oben stehen, aber er hat mit dem Roman kaum etwas gemeinsam. Im Buch spielt der Fisch bestenfalls eine Nebenrolle und dient lediglich als Auslöser für die zwischenmenschlichen Dramen, die sich so auf der Insel abspielen. Im Grunde hat olle Spielberg nur 20 von den schlapp 300 Seiten verfilmt...;-)
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MasterTNQ 2008/05/22 17:27:56
Kommentar löschenEs ist eine Frechheit, dass die absolut unterirdische Eragon-Verfilmung keine Erwähnung findet!
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Deine Meinung zum Artikel Literatur - schlecht verfilmt
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Auch wenn ich den Film für sich betrachtet trotz einiger Ausfälle ganz ok fand, würde ich doch sagen, dass Per Anhalter durch die Galaxis ein Reinfall war. Und das, nachdem sich Douglas Adams die Jahre davor so ins Zeug gelegt hatte, um die Verfilmung auf die Beine zu stellen :(.
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