Meine glorreichen Sieben

Sieben Femmes fatales, denen Daniel verfallen ist

Rita Hayworth als Gilda
© Columbia Pictures
Rita Hayworth als Gilda

Zigaretten zwischen den Fingern mit knallrot gelackten, langen Nägeln und voll ausgemalte blutrote Lippen, die in leicht höhnischer, aber immer verführerischer Manier den Rauch ausblasen, während die markanten Augenbrauen spöttisch über den langwimprigen Augen hochgezogen werden – so wird uns eine Femme fatale vorgestellt, als Sexualobjekt, begehrenswert und gefährlich zugleich. Die Femme fatale ist für die Ära des Film noir unverzichtbar und gehört zu einem der wichtigsten Merkmale.

Mich faszinieren diese Charaktere, solche durch und durch bösen Frauen des Film noir. Niemals wieder schaffte es Hollywood Frauen so begehrenswert zu inszenieren und den männlichen Zuschauer mit jeder weiteren Einstellung dahin schmelzen zu lassen. Die Kamera verliebt sich in die teuflischen Schönheiten und reißt den Zuschauer gleich mit in einen Strudel aus Lügen, Intrigen und Morden. Die Femme fatale ist kühl, berechnend und unabhängig. Ihre Waffe ist neben einem Revolver ihre Sexualität. Die Männer begehren sie und verfallen ihr. Die Femme fatale ist dominant, mit dem Moment ihres ersten, meist eindrucksvollen Auftritts reißt sie die Handlung an sich. Die Kamera fängt sie ein und die Männer sind ihre Marionetten. Ich habe hier eine Liste zusammengestellt, die meine persönlichen Lieblinge zeigt, für die ich eine Schwäche besitze und denen auch ich niemals hätte widerstehen können.

Sieben Femmes fatales, denen Daniel verfallen ist (8 Bilder)

Femme fatale ohne Gewissen – Barbara Stanwyck
“Ich bin durch und durch verdorben”, sagt Barbara Stanwyck aka Phyllis Dietrichson am Ende des Film Noir-Klassikers Frau ohne Gewissen von Billy Wilder. Der Titel kann als Musterbeschreibung für Barbara Stanwycks Figur gesehen werden. Phyllis Dietrichson ist der personifizierte Teufel ohne auch nur einen Hauch von Gewissen. Sie ist dominant, reuelos und für mich die böseste unter den Femme fatales. Es ist faszinierend, wie sie vom ersten Moment ihres Auftritts die Aufmerksamkeit auf sich zieht. Sie spinnt ein immer größeres Netz aus Verführungen und Intrigen, aus dem Hauptcharakter Walter ab einem gewissen Punkt nicht mehr entkommen kann.

Die heißblütige Femme fatale – Rita Hayworth
Elsa Bannister ist ein Traum von Glamour, Weiblichkeit und Heißblütigkeit. Rita Hayworth verkörpert die blonde Versuchung in Die Lady von Shanghai von Orson Welles. Eigentlich mit einer hübschen roten Haarfarbe gesegnet, färbte sich Rita Hayworth für die Rolle auf Wunsch ihres Noch-Ehemanns Orson Welles die Haare blond. Die Femme fatale ist häufig dunkelhaarig, doch blond scheint ein Markenzeichen der fiesesten “Bad Girls” zu sein. Auch Lana Turner (Im Netz der Leidenschaften) und Barbara Stanwyck sind von Natur aus dunkelhaarig, werden durch eine blonde Haarfarben in den hier vorgestellten Filmen zu den kühlsten und tödlichsten der Femme fatales.

Die charmante Femme fatale – Jane Greer
In Goldenes Gift spielt Jane Greer Kathy Moffit und stellt eine andere Art von Femme fatale dar als wie Barbara Stanwycks Mutter aller Bad Girls Phyllis Dietrichson. Wohingegen Phyllis kühl, abgeklärt und dominant ist, besticht Kathy durch einen charmanten, gar süßen Charakter. Obwohl sie zwei Liebhaber belügt und betrügt und mordet, ohne mit der Wimper zu zucken, wirkt sie zu keinem Zeitpunkt wie eine Mörderin und manipulative Verführerin. Mit Kulleraugen und Stupsnäschen strahlt Jane Greer eine subtile Sexualität aus, welcher Robert Mitchum auf Anhieb zum Opfer fällt.

Die engelsgleiche Femme fatale – Jean Simmons
Jean Simmons ist eine Mörderin mit Engelsgesicht. Extrem unschuldig, besticht sie durch eine engelsgleiche Schönheit. Doch solch ein Aussehen und ein unschuldiges Getue sind keine Garantie für entsprechendes Benehmen, wie wir in Engelsgesicht gezeigt bekommen. Hierbei handelt es sich um einen Wolf im Schafspelz. Die von Jean Simmons gespielte Diane ist eine Mörderin mit Vaterkomplex, die ihre Stiefmutter tot sehen möchte, um den Vater ganz für sich zu haben.

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