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Survival Horror - Im All hört euch niemand schreien

freakingmuse (Rae Grimm), Veröffentlicht am 29.01.2013, 08:50

Das Grauen lauert nicht nur mitten unter uns, sondern auch in den Weiten des Weltalls. Mit Dead Space 3 und Aliens: Colonial Marines erscheinen im Februar gleich zwei Spiele, die sich mit dem Thema beschäftigen. Zeit, mal einen Blick auf den Horror jenseits der Erde zu werfen.

Kann sich der Horror in Dead Space 3 trotz Koop halten? Kann sich der Horror in Dead Space 3 trotz Koop halten? © Electronic Arts

Wenn wir an Horror und Science-Fiction denken, dann dürften den meisten von uns vor allem zwei Dinge in den Sinn kommen: Aliens und Zombies. Nachdem ich mich schon das ein oder andere Mal mit Zombies beschäftigt habe, ist dieses Mal das Grauen aus dem All dran. Oder lasst uns eher sagen: Grauen im All, da euch dort bekanntlich niemand schreien hört. Das ist äußerst praktisch, denn im Weltraum wird eine ganze Menge geschrien.

Vielleicht nicht der erste, aber sicherlich der bedeutendste dieser Schreie schallte 1979 durch das Raumschiff Nostromo. Zu verdanken haben wir das Ridley Scott, der mit Alien – Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt das bekannteste Horror-Franchise der Welt auf die Kinoleinwand brachte. Alien setzte nicht nur einen wichtigen Grundpfeiler für Horror im All und weibliche Action-Heldinnen, sondern verknüpfte zusätzlich stark den außerirdischen Survival Horror mit Action. Kaum ein Film oder Spiel des Genres kommt seither ohne eine Prise Action aus, was der Überlebenskampf wohl zwangsläufig mit sich bringt, egal ob auf der Erde oder nicht.

Nach dem Erfolg von Ridley Scotts Film gab es selbstverständlich jede Menge Klone, die probierten, an den Trend anzuknüpfen. Samen des Bösen, Planet des Schreckens, Mutant – Das Grauen im All, Hellraiser: Bloodline und Creature – Die dunkle Macht der Finsternis versuchten ihr Glück, scheiterten aber jenseits einer tapferen B-Movie-Fangemeinde auf ganzer Linie. Dank Filmen wie Critters 4 – Das große Fressen geht weiter, Leprechaun 4 – Space Platoon, Jason X und Dracula 3000 kam sogar die böse Behauptung auf, dass Horror-Franchises nur noch zum Sterben ins All gehen würden, anstatt dort geboren zu werden. Sogar an der Alien-Front wurde es ziemlich ruhig, wenn wir mal von ein paar Auseinandersetzungen mit Predator und dem indirektem Prequel Prometheus – Dunkle Zeichen absehen.

Wie ihr aber bereits wisst, soll sich das am 12. Februar ändern, wenn Aliens: Colonial Marines als offiziell abgesegneter Nachfolger zu Aliens – Die Rückkehr veröffentlicht wird. Das Spiel möchte dabei mehr sein als Lizenzschrott: ein Nachfolger, der diesen Titel auch verdient. Um das zu gewährleisten, möchte Colonial Marines nicht nur mit aus den Filmen bekannten Sets und Fanservice aufwarten, sondern gleichzeitig Fragen beantworten, die diese offen gelassen haben und so nicht nur Gamer, sondern vor allem Fans der Arbeiten von Ridley Scott, James Cameron und Jean-Pierre Jeunet locken. Dabei soll das typisch bedrückende Gefühl der Alien-Streifen gewahrt bleiben und durch die Tatsache, dass ihr in Ego-Perspektive in den Terror geworfen werdet, verstärkt werden. Dank des Multiplayers müsst ihr euch den Xenomorphs allerdings nicht alleine in den Weg stellen, was für viele die Frage aufwirft, wie gruselig die Erfahrung tatsächlich sein kann.

Survival Horror im All ist sowohl in Film aus auch Spiel so wirkungsvoll, weil die Einsamkeit auf eine Art verstärkt wird, die auf der Erde so kaum möglich ist. Zwar schaffen Geschichten wie The Thing mit einem Setting am anderen Ende der Welt ein bedrohliche Atmosphäre aufzubauen, was Einsamkeit und Abgeschiedenheit aber wirklich bedeuten, das wird uns erst bewusst, wenn wir uns mutterseelenallein im Nirgendwo des Universums befinden. Das Wissen, dass niemand sonst dort ist und es kein Entkommen gibt, schafft eine beklemmende Stimmung, die schwer zu rekonstruieren ist.


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