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Trauer nach dem Amoklauf in Aurora

Ines Walk (Ines Walk), Veröffentlicht am 23.07.2012, 08:52

Nach dem Mord an zwölf Menschen bei der Premiere von The Dark Knight Rises in Aurora herrscht Betroffenheit. Wie umgehen damit, dass in einem Ort, über den wir täglich schreiben, den ihr häufig besucht, derart Böses stattfindet?

Batman Begins Batman Begins © Warner Bros. Pictures

Trauer, Schock, Verzweiflung: Das sind die Emotionen, die nach dem Amoklauf in Aurora vorherrschen. Es fällt mir schwer, damit umzugehen, dass an einem Ort, über den ich täglich schreibe und den ihr häufig besucht, derart Böses stattfindet. Das Kino ist für mich schon immer ein Rückzugsort gewesen, an dem ich die Außenwelt in all ihren Schattierungen vergessen konnte. Wenn das Licht ausgeht, konzentriere ich mich ganz auf die Bilder und die Geschichte, kann staunen, lachen oder weinen, dem Guten bei der Arbeit zusehen oder das Böse analysieren.

Es ist für mich unfassbar, dass der Ort, an dem ich mich so sicher, so geborgen fühle, zu einem unsicheren geworden ist. Das Kino ist mein Zuhause. Der Gedanke, dass jemand diesen unschuldigen Ort mit so unfassbarer Grausamkeit überzieht, lässt mich am Boden zerstört zurück, sagte Regisseur Christopher Nolan und ich kann ihm nur zustimmen. Auch Christian Bale, Hauptdarsteller von The Dark Knight Rises, äußerte sich zu dem Amoklauf: Worte können nicht beschreiben, welches Entsetzen ich fühle. Ich kann nicht wirklich den Schmerz und die Trauer der Opfer und ihrer Liebsten nachempfinden, aber in Gedanken bin ich bei ihnen.

Ich mag jetzt und hier nicht über die Schuld oder Unschuld des Kinos selbst schreiben, diese Diskussion wird, nachdem sich Trauer, Schock und Verzweiflung gelegt haben, bestimmt auf uns zukommen. Ich mag auch nicht darüber debattieren, wie angemessen oder unangemessen Studios, Verleiher oder Medien auf dieses schreckliche Ereignis reagieren. Ich will nur sagen, dass mich der Amoklauf von Aurora ohnmächtig und traurig zurücklässt. Das Böseste am Bösen ist, dass es keinen Sinn erzeugt. (Georg Seeßlen).


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Kommentare

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NewFilmkonsument

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Strengere Waffenregelungen? Unnötig! Und schließlich ist ja gerade Wahlkampf...

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BigH

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12 Menschen sind in einem Kino getötet worden. Das ist schrecklich. Aber macht es wirklich einen Unterschied, wo sie getötet wurden? Ähnliche Taten gab es an Schulen, in Supermärkten, auf offener Straße. Wer jetzt darüber weint, daß es ausgerechnet in einem Kino passiert ist, einem vermeintlich unschuldigen Ort, an dem man sicher und geborgen sein sollte, verkennt die Lage: In unserer Zeit gibt es solche Orte nicht mehr. Jemand kann in meine Wohnung eindringen und mich töten. Jemand kann an meinen Arbeitsplatz kommen und dort um sich schiessen. Jemand kann mich umbringen, während ich beim Friseur sitze. Es kann einen einfach überall treffen. Daran ändern auch alle Sicherheitsmaßnahmen der Welt nichts. Etwas anderes zu glauben wäre naiv. Nicht zuletzt deshalb: Nein, mir ist nicht mulmig, wenn ich jetzt, nach dem Blutbad von Aurora, ins Kino gehe. Nicht mulmiger als wenn ich zur Arbeit oder zum Friseur oder ins Schwimmbad gehe oder daheim auf dem Sofa sitze. Ein spanisches Sprichwort lautet: "Ein Leben in Angst ist nur halb gelebt". Ich habe nicht vor, mein Leben nur halb zu leben. Ich werde weiterhin ins Kino gehen und Filme geniessen. Das heisst nicht, daß mir das, was in Aurora geschehen ist, schnurzpiepsegal ist. Das heißt nur, daß ich den Irren da draußen nicht schon Macht über mich geben will, lange bevor sie mir eine Waffe an die Schläfe halten.

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Merkenau

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"In unserer Zeit gibt es solche Orte nicht mehr."

In welcher Zeit gab es die überhaupt jemals?


David_Lynch

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"dass der Ort, an dem ich mich so sicher, so geborgen fühle, zu einem unsicheren geworden ist."

Ist es doch gar nicht. Zuvor hätte man auch bei jedem Kinogang damit rechnen müssen, dass vielleicht ein Flugzeug auf das Gebäude abstürzt. Sicherheit ist nur eine Illusion, sicher sein und sich sicher fühlen sind zweierlei paar Stiefel. Amokläufer wird es immer geben, die Wahrscheinlichkeit, dass man Opfer eines Amoklaufes wird, hingegen wird immer gering bleiben. Ich lasse mir das Kino doch nicht von einem einzigen, kranken Menschen aus 7 Milliarden verderben.

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ProsperDune

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Es wird immer solche Menschen geben. Da kann man so viel diskutieren und nach Gründen suchen, wie man will.

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C_C

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ein Amoklauf, und das hier war im Gegensatz zu zB Erfurt tatsächlich einer, hat nix mit 'böse' zu tun. Als Amokläufer ist man lange schon weit jenseits alles Bösen angekommen.
Solange das Motiv des mutmaßlichen Täters nicht klar ist oder zumindest herleitbar, wage ich dazu keine weitergehende Aussage. Aber die Art und Weise, wie er da im gerichtssaal sitzt, regt zu Spekulationen an. Irgendwas ist da mal wieder faul.

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C_C

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das haben Verschwörungen so an sich, dass die Beweise fehlen, gell? Die Regierungen sind schon lange nur noch Geiseln. Der Rest sind auswendig gelernte Relativierungssprüche.

Ich weigere mich selbst auch, eine Verschwörung solchen Ausmasses für möglich zu halten, weil ich die Menschen dafür einfach für zu doof halte. Aber wenn das ganze KEIN Plan ist, ist es ja eigentlich noch vielschlimmer! Wir schliddern also PLANlos in die Katastrophe?

Zu Libor hast du garnix gesagt?

ich denke, es muß endlich klar werden, daß die 'Regierung' nicht dahintersteckt. Das sind ganz andere Kräfte.


C_C

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PS: sollten wir das Thema nicht örtlich verlagern? Email oder sowas?


nilswachter

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Ein sehr schöner Text, Kompliment. Solche Taten wird man nie verstehen können und die Erklärungen sind so vielfältig wie komplex. Genau wie die menschliche Psyche. Dass es genau die Premiere von Batman trifft und das Ereignis mit dem Film in Verbindung gebracht wird, ist einerseits nachvollziehbar, allerdings auch wenig hilfreich. Es bleibt zu hoffen, dass im Verhör mehr erfahren werden konnte.
Dieses Ereignis ist höchst tragisch, allerdings nicht schlimmer oder weniger schlimm als vorhergehende. Dieses Mal hat es keine Schule, sondern ein Kino getroffen. Die Tat bleibt dieselbe. Gleich sinnlos, gleich grausam, gleich unverständlich.

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morlock

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Also ich behaupte mal, dass man das durchaus verstehen könnte, wenn man denn wirklich wollte.
So kompliziert ist das auch wieder nicht.
Ich spiele mal Hobbypsychologe und behaupte, dass es sich hier um eine narzisstische Persönlichkeit handelt.
Vielleicht eine latente, leichte Psychose, aber keine allzu schwere Störung, da der Mann anscheinend hochintelligent ist und sehr planvoll vorgegangen ist.
Gerade gestört genug um sich einzubilden, dass ihn irgendwer für die Tat bewundert.
Der hat genau gewußt, was er da gemacht hat.
Bleibt die Frage nach dem Warum.
Ich könnte mir vorstellen, dass hier eine schwere Depression vorliegt und dem Täter sein eigenes Schicksal und das seiner Opfer scheißegal ist.
Der wollte v.a. Aufmerksamkeit erregen.
Was ihm wohl gelungen ist.
Fraglich warum er sich nicht selber die Kugel gegeben hat.
Vielleicht hat er nicht mehr die Gelegenheit gehabt.


TheCineast

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...wahrscheinlich um die Aufmerksamkeit noch mitzubekommen... Dank der US-Gestze steht er doch so oder so vor dem Tod.


PeacefulWarrior

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Echt toll geschrieben, kompliment.
Ich bin auch entsetzt über den Amoklauf, es kam so plötzlich in den Nachrichten. Und ein Kino ist einer der letzten Orte wo ich einen Amoklauf erwartet hätte. Ich verstehe es auch nicht was in solchen Köpfen vorgeht, wie krank manche Menschen sein müssen um Unschuldige einfach so zu töten. Ob es einfach nur ein Schrei nach Aufmerksamkeit war, oder ein tieferer Sinn dahinter steckt, was ich mir beim besten Willen nicht vorstellen kann.

Es gibt auf der Welt schon genug Gewalt, kann man sich noch nicht einmal in Kinos sicher fühlen?

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stalker

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Es ist so leicht, sich betroffen zu fühlen, vor allem, wenn die Medien uns dirigieren, wenn die scheinbare Ordnung, in der wir uns irren, durch ein zelebriertes Ereignis gestört wird. Keine Sorge. Das Ereignis ist bald vergessen, abgelöst durch andere Ereignisse.
Aber was ist mit dem Schrecken, welcher uns in Zeitungen und Nachrichten erspart bleibt? Was wir nicht wissen, berührt uns nicht. Ein großes deutsches Versicherungsunternehmen spekuliert inzwischen am Getreidemarkt, gewinnt, wenn die Preise steigen und wir haben schließlich auch etwas davon und der Hungertod ist weit und zu alltäglich für die Medien. Wir bleiben unberührt, trotz unserer Schuld. Wir verdrängen, und das Entsetzen über dem Amoklauf, so entsetzlich das Ereignis auch ist, ist ein Teil dieser Verdrängung.

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stalker

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Nun, auch im BWL-Studium kann man lernen, dass Planwirtschaft in Krisenzeiten durchaus effektiv ist.


C_C

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Julian, du hast schonmal eine völlig falsche prämisse: Wettbewerbsfähigkeit.


Joeyjoejoe17

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Schön persönlicher Text.
Mich hat das alles nicht berührt. So etwas passiert tagtäglich auf der Welt, und nur weil das im Rahmen eines interessanten (Film-)Ereignisses passiert ist, soll ich jetzt betroffen sein?
Und ein mulmiges Gefühl habe ich jetzt auch nicht, wenn ich im Kino sitze.

Shit happens all day.

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TheCineast

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Interessanter Standpunkt, morlock! Da hast du ziemlich einen rausgehauen! Wenn es sich einer zu einfach macht, dann bist du das...
"Ungebremste und unkontrollierte Vermehrung der Spezies Mensch", meinetwegen. "Rückständigkeit gewisser Kulturen", kann ich nicht widersprechen. Nur bleibt hier das gewollte Zurückhalten der Entwicklung der einen durch andere Gesellschaften (das einhergehende Aufzwängen westlicher Vorstellungen, Praktiken, Normen wäre diesbezüglich noch ein neues Thema!)! Die Komplexität dieser Thematik überschreitet unser aller Horizont, keine Frage!
Grundsätzlich bin ich auch der Auffassung, dass sich nichts ändern wird und wir eh nur ab und an unsere 5 "Gutmensch"-Minuten haben werden, um uns dann wieder den Reizen des Kapitalismus hinzugeben. "Ungerechtigkeit", wobei das nun wirklich Begriffsduselei ist, wird es immer geben, anders funktioniert es nicht... Trotzdem: Die Schuld dem "bösen Westen" abzuschreiben wäre falsch!
"Soll ich mich jetzt schuldig fühlen, weil die in Afrika zu viel schnackseln und keine Kondome benutzen?" (ZITAT!!!) Mal ehrlich.. Der Kommentar ist einfach zu flach...


TheCineast

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morlock hat seine Äußerungen gelöscht und unter Stalker's Kommentar gepostet... War wohl aber auch an mich gerichtet!


Roach

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So viel sinnloses Böses, wie es nur ein Mensch schaffen kann... Es ist einfach unerklärlich, wie ein Wesen, das mit einem Gewissen geboren wurde, zu so etwas in der Lage sein kann. Das werde und will ich niemals verstehen.
Meine Trauer geht an die Opfer, die Betroffenen und die Angehörigen. Meine Wut und grenzenloses Unverständnis gehen an den Täter. Das sind Momente, an denen ich hoffe, dass es so etwas wie ein Hohes Gericht gibt, das die einen belohnt und die anderen bestraft. Denn egal, was im Zuge dieser Tat jetzt noch passiert, es wird dem nicht gerecht werden.

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Mr. Ogi

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Amerika wie es nur Amerika kann.
Da kauft sich mal wieder jemand eine Waffe, der im Prinzip überhaupt garkeine besitzen dürfte und knallt einfach Menschen ab.
Und die Waffenlobby schreit gleich nach mehr Rechten für Besitzer von Waffen. Man hätte ja Waffen mit in den Saal nehmen können, dann hätte man dieses ja verhindern können. Diese Logik ( und das ist ja bei jedem Amoklauf/Attentat aufgekommen solch ein Mist) kann einfach nur aus Amerika kommen.

Mr. Vincent Vega`s Satz mag zwar schon ein wenig deplatziert wirken.
Aber jedes Land ist für seine Einwohner verantwortlich. Und da die Amerikaner ihre verkackte-patriotische-geilaufwaffen-Einstellung nicht ändern, wird das in Zukunft immer noch passieren. Hauptsache immer mehr "Gläserne-Bürger" schaffen, Homeland-Security überwacht das Land, aber der Kern des ganzen Übels, die Regierung die überwiegend aus Republikaner bestand, besteht und das Land mit ihren idiotischen Gesetzten selbst ins Aus stellten, wird weiterhin existieren.
Und da sind die Amerikaner selbst dran Schuld.

Dies ist kein Trost für die Opfer und es wird sich für die betroffenen Familien auch nichts ändern, aber so ist das leider.

Ansonsten hat Nolan es schon gut ausgedrückt.

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_Garfield

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Es geht nicht nur um Waffengesetze, alleine dass sich die Einstellung von Waffen-Verkäufern kein bisschen verändert zu haben scheint, ist erschreckend. Denn letztlich sind diese Leute (ich beziehe mich mal auf meinen Link) auch Väter und Großväter, die ebenso betroffen sein könnten. Und Amokläufe, vor allem aber Todesfälle durch Schusswaffen sind eben in den USA am verbreitesten - das ist statistisch belegt.


MrModicum

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Komischerweise funktioniert das lockere Waffenrecht trotzdem in Ländern wie zum Beispiel Kanada. Es liegt an beidem, an Menschen und Waffen. Deswegen muss man sich um beides kümmern. Nur leider sind unsere Politiker nicht wirklich Multitaskingfähig..


>MARVEL<

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Etwas irritiert bin ich doch über Moviepilot. Hier
http://www.moviepilot.de/news/die-auswertung-unserer-nutzerbefragung-116527
wurde noch gesagt MP würde nicht darüber berichten weil es nichts mit Film zu tun habe, jetzt auf der Titelseite.

Ich persönlich finde es gut das ihr euch doch noch anders entschieden habt. Der Text ist sehr gut. Behutsam und nicht reißerisch geschrieben.
Ich war am WE sogar 2 Mal im Kino. Zum Glück hatte ich kein mulmiges Gefühl, ich konnte auch weiterhin abschalten, sobald das Licht ausging.

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the gaffer

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Das eine Statement bezog sich auf die Nachricht an sich zu einem Zeitpunkt, als die Informationslage gelinde gesagt unübersichtlich war. Das hier ist keine Nachricht, sondern ganz persönlich.


>MARVEL<

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Und etwas ähnlich persönliches wäre auch am Tag selber möglich gewesen.


FilmFreeza

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Rest in Peace an der Stelle. Unfassbare Tragödie, die ich so schnell nicht aus dem Kopf bekommen werde und will.

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jeffcostello

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guter text, unbeschreibliche tragödie, zu sterben obwohl man nur einen fiilm sehen wollte, ich deneke chris nolan hat weise worte gefunden das auszudrücken was ich denke.

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In_Ex_Fan

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Ich seh das ganz genau so. Das Kino ist für mich eine Welt, in die ich abtauche um unterhalten zu werden, um die alltäglichen Sorgen zu vergessen und dann wird einem schlagartig aufgezeigt, wie schnell die "harte Realität" in sorgenlose Welten eindringen kann.
Ich werd auch nicht ganz ohne mulmiges Gefühl am Freitag in den Film gehen können. Nicht weil ich Angst vor Nachahmung habe, sondern eher weil das Wissen um diesen Vorfall mitschwingt.

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Audreyfan

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Christopher Nolan spricht aus, was ich denke....

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Commentator

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Jeder Amokläufer will seine Stärke und seinen Hass auf die Menschen zugleich zeigen. Aber wie stark ist jemand, der wahllos auf Opfer schießt, die sich nicht vorbereiten können, die sich nicht wehren können. Ist das nicht feige und schwach zugleich. Unsere Gesellschaft leidet nicht in erster Linie unter kranken Menschen, sondern an Menschen, die vor allem eines sind - feige. Wir sollten einem solchen Menschen nicht das Gefühl geben, dass er krank oder stark ist, dass er furchteinflößend wäre, sondern er sollte wissen, dass jeder Mensch weiß, dass er feige ist. Die Aufmerksamkeit sollte den Opfern gelten, nicht dem Täter. Es mag sein, dass es für die Angehörigen wichtig ist, die Hintergründe dieser Tat zu erfahren, darauf haben sie ein Recht. Die Öffentlichkeit hat allerdings andere Aufgaben, wir sollten um die Toten und mit den Angehörigen trauern.

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Narrisch

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Besonders zynisch ist es wenn im Zusammenhang dieses Amoklaufs einem eurer Kommentatoren, Mr Vincent Vega (Rajko Burchardt), nichts besseres einfällt als -Zitat "Wie die Filme so die Fans." Zitat Ende. Ich kann nicht nachvollziehen wie das möglich ist und vor allem verstehe ich nicht warum es von euch als moviepilot Redaktion kein klares Wort dazu gibt.

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Titaneus

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Das Zitat von R.B. hätte auch von Eva Herman sein können, so unüberlegt, unnötig und dumm war es.


nilswachter

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Es ist letztlich aber auch die traurige Konsequenz ständiger Provokationen eines selbsternannten Querulanten und Nonkonformisten. Nichts gegen das, aber sein Hobby hat mit der Kolumne "Mr. Vincent Vega eckt an" eine unnötige Platform zugesprochen bekommen, die sein Image nur noch zementiert. Dieser Kommentar von Vega zeigt, wie wichtig dessen Pflege für ihn ist. Reine Selbstbefriedigung auf Kosten eines sehr traurigen Ereignisses. Eigentlich sollte man auf solche niveaulosen und grenzdebilen Kommentare gar nicht eingehen und sie mit Desinteresse strafen.


Suki93

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Einfach schrecklich was dort passiert ist. Und es waren zum Großteil noch so junge Menschen... die auch noch ohne Grund wegen einem irren Typen, der sich selbst der Joker nennt sterben mussten. Ich finde es sowieso unmöglich, dass jeder Hans ins Amerika Waffen kaufen kann um sich zu verteidigen!

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Rasu

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Wieso sollte ein Kino von einem Amoklauf verschont bleiben? Da sind auf relativ wenig Platz viele Menschen verteilt, für jemanden, der einen Amoklauf in Erwägung zieht, ist das ein einfaches Ziel (Verzeihung für die sehr nüchterne Formulierung). Und NEIN, natürlich ist das Kino an sich nicht schuld, nur weil da viele Menschen hingehen. Die Schulen, an denen Amokläufe stattgefunden haben, waren es ja auch nicht.
Der Amoklauf selber ist natürlich eine Schande, allein dass ein Mensch andere Personen, die er nicht kennt, leiden lässt, ist etwas abscheuliches. Und so, wie die Zeitungen es darstellen, werden weder der Film als auch das Kino an sich auch nur ansatzweise beschuldigt.

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tobi12000

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was schon komisch ist, denn das sexualverhalten des amokläufers, scheint bild zufolge, im zusammenhang mit seiner tat zu stehen. stellt sich natürlich die frage, ob jeder, mit sexualleben und einem durchschnittlichen penis kurz davor ist, einen mord zu begehen^^


Rukus

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Vielleicht sollte man nicht nach Killernspielen, sondern Bild-Abos suchen ... Ganz ehrlich, von dem gequirlten Dreck muss man doch bekloppt werden.


gnipmac14

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Ehrlich gesagt wundert mich das Ganze kein bisschen. Nachdem Kickass und SUPER erklärten, wie einfach es ist, ein Superheld zu sein, war es ja nur eine Frage der Zeit, bis die ersten Spinner anfangen das nachzuahmen und einen auf Held - oder in diesem Fall auf Superschurke - zu machen.

@Selecarnor: Word!
Statistisch gesehen, ist jeder Kinosaal auf der Welt momentan sicherer als je zuvor, denn der recht unwahrscheinliche Fall eines Amoklaufs ist bereits eingetreten. Wir können nur hoffen, dass sich nun keine Nacktscanner an Box Offices durchsetzen. Ich bin auf den Täter kein stück wütend, was mir Sorgen bereitet sind die Wellen, die das nach sich ziehen könnte. Der Typ is offensichtlich geisteskrank, die Masse jedoch sollte vernünftig und rational damit umgehen. Wir sollten uns nicht mehr verarschen lassen, weder von High'o'pies, die meinen amok laufen zu müssen, noch von denen, die meinen die Welt in einen Hochsicherheitstrakt verwandeln zu müssen.

"Es gibt keine Gefahr, das war der eine Fehler eines kranken Mannes" -I'Robot(abgeändert)

PS: Ich bin weitgehenst Realist mit leichtem Hang zum Optimismus, deshalb weigere ich mich, auf folgenden Satz zu verzichten: Viele der Opfer waren unterdurchschnittlich jung zum Sterben, das tut mir für sie und ihre Familien leid, jedoch starben sie an dem wohl schönsten Ort dieser Welt!

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In_Ex_Fan

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Auch wenn du Realist bist, war der letzte Satz unangebracht.


brainchild

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Der letzte Satz ist echt übel.


Selcarnor

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Wenn ich mal das kalte analytische Arschloch mime:

Statistisch war es nur eine Frage der Zeit, da solche Orte gute Bedinungen für so etwas liefern. Beim Kino sind große, diche Menschenmassen, Dunkelheit (sofern der Täter es bis zum Saal aushält) und dutzende von möglichen Motiven, wie, dass man sich in einer Fantasywelt verloren hat oder einfach nur als Menschenhasser an einem Ort, wo man normalerweise Spaß hat, Angst, Tod und Schrecken verbreitet...

Es macht allerdings natürlich auch mich traurig und fassunglos, dass es nun doch passiert ist.

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brainchild

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So wie es überhaupt auch erstaunlich ist, dass in einer Welt mit (absolut gesehen) so vielen psychisch Erkrankten und so leichtem Zugang zu Waffen relativ wenige solcher Zwischenfälle gibt.


Bandrix

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Schöner Text.
Bin morgen auch in der Tripple - Preview und auch wenn es doof klingt: Etwas mulmig ist mir dann doch dabei.

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Limenator

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Ich fühle genau dasselbe.
So ähnlich war es bei TDK und Heath Ledger...