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Über die Nachhaltigkeit moderner Kinofilme

guggenheim (Nils Pape), Veröffentlicht am 17.10.2012, 08:50

Ob konkrete Themen oder grundsätzliche Gedanken, in der Speakers’ Corner ist alles erwünscht und vorhanden. Diesmal bekommt ihr die Überlegungen unseres Users Stormbringer zu lesen.

The Cabin in the Woods: Ein nachhaltiger Film The Cabin in the Woods: Ein nachhaltiger Film © Universum Film

Dumpf ist Trumpf
Seit es die Computertechnik den Filmemachern erlaubt, riesige Kampfroboter aus dem All durch amerikanische Großstädte wüten oder einen Superhelden-Verein eine Alieninvasion mit möglichst viel Kollateralschaden verhindern zu lassen, werden die Zuschauer mit möglichst überwältigenden CGI-Grafiken bombardiert. Dass dabei alles Andere auf der Strecke bleibt, ist oftmals gar nicht so offensichtlich, ist man doch für den Moment durch das bunte und überladene Bildspektakel abgelenkt. Während es dem einen Film an Story mangelt, fehlt es dem anderen an markanten Charakteren. Macht ja nix! Sieht zumindest geil aus und unterhält. Dabei werden dem Zuschauer Nebensächlichkeiten wie Geschichte, Figurenzeichnung und Tiefgang so wohlproportioniert in den Mund gelegt, dass dieser gar keine andere Wahl hat, als zu schlucken. Bei vielen bleibt lediglich ein fader Nachgeschmack. Dem Zuschauer Lust auf einen Nachschlag zu verschaffen, gelingt nur wenigen Blockbustern. Denn: Was haben Marvel’s The Avengers und Avatar – Aufbruch nach Pandora außer ihrer augenbetäubenden Bildgewalt sonst zu bieten, das einem im Gedächtnis bleibt?

Denken? Aber mit Vergnügen!
Zum Glück gibt es auch Leckerbissen: Kürzlich kam der Horrorfilm The Cabin in the Woods in die deutschen Kinos. Während Kritiker den Film von durchschnittlich bis bravourös aufnahmen, sind die Reihen der Zuschauer gespalten: Von „größter Scheiß“ bis „geniale Filmidee“ ist so ziemlich alles vertreten. Liest man die eine oder andere Rezension hier auf Moviepilot, so kommt man zu dem Schluss, dass zumindest die Negativrezensenten den Film augenscheinlich nicht verstanden haben. Ich will diesen Leuten keine mangelnde Intelligenz unterstellen, Gott bewahre. Leider sind das die Auswüchse des Popcorn-Kinos. Während Materialschlachten mit Außerirdischen unsere Augen bis zum Orgasmus befriedigen, bleibt das Gehirn auf der Strecke. Selbiges Organ ist bei Filmen, die Denken und Hinterfragen verlangen, überfordert. Ist ja klar: schließlich will man bei The Cabin in the Woods unterhalten und bestenfalls gegruselt werden, denn das verspricht der Trailer. Wenn der Film dann aber aus den horrortypischen Angeln gehoben und auf eine andere Ebene gehievt wird, sehen viele Zuschauer den Wald vor lauter Bäumen nicht – und das vor allem, weil einige ihn nicht sehen wollen. Bedenkt man allerdings verschiedene Faktoren oder lässt zumindest den Film am Ende Revue passieren, merkt man, dass mehr in der Hütte steckt, als man vor dem Intro erahnen mag.

Mindesthaltbarkeitsdatum
The Cabin in the Woods ist natürlich nur ein Film von mehreren, die durch ihre Nachhaltigkeit bestechen. Wobei „Nachhaltigkeit“ nur ein Überbegriff ist, der sich in viele Komponenten aufdröseln lässt. Dass einem ein guter Streifen im Kopf bleibt und einen befriedigt im Kinosessel zurücklässt, muss nicht ausschließlich an einer wohldurchdachten Story liegen. Es können auch vielschichtige Charaktere wie in The Dark Knight, eine Interpretationsmöglichkeit zum Ende wie in Inception oder auch nur eine gute Grundidee oder eine prägnante Szene wie die Selbstentbindung in Prometheus – Dunkle Zeichen sein. Eine dieser Zutaten reicht meist aus, um den Nährwert eines Filmes und seinen Wiederschauwert immens zu erhöhen. Zeitgleich sind die oben genannten Blockbuster auch bildgewaltig, was zusätzlich für sie spricht. Dadurch, dass die Filmstudios aber lieber auf modernste Technik und mächtiges Krachbumm setzen, anstatt ihre Produktionen mit den obengenannten Gewürzen zu verfeinern, werden die kostspieligsten Filme meist einfach nur verschlungen. Im Umkehrschluss spricht natürlich nichts dagegen, sich ab und an cineastisches Fast Food reinzuziehen, aber es schmeckt sicherlich besser, wenn der Film ein längeres Mindesthaltbarkeitsdatum hat.

Vorschau: Nächste Woche gibt’s eine Serien-"Ent"fehlung!

Dieser Text stammt von unserem User Stormbringer. Wenn ihr die Moviepilot Speakers’ Corner auch nutzen möchtet, dann werft zuerst einen kurzen Blick auf die Regeln und schickt anschließend euren Text an ines[@]moviepilot.de


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Deine Meinung zum Artikel Über die Nachhaltigkeit moderner Kinofilme


Kommentare

über Über die Nachhaltigkeit moderner Kinofilme


lieber_tee

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Es ist ein Erfolg, wenn der Zuschauer nach einem Film sich mit ihm beschäftigt, auseinandersetzt, diskutiert. Dann ist er schon "nachhaltig".

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RobinliebtFilme

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kann mich dem Kommentar leider nicht anschließen, Cabin in the Woods fand ich sehr unglücklich, auch wenn man mir damit mangelnde Intelligenz vorwerfen kann ;)
Aber wenn man einen Horrorfilm erwartet, und der Trailer einem auch noch einen verspricht, dann bezahlt man ja auch dafür einen zu sehen, oder?

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lieber_tee

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Ist ja auch ein Horrorfilm. Halt einer der das Genre abstrahiert...


Emilio Arnau

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The Cabin in the Woods scheint ein interessanter Film zu sein; kann ich diesen Artikel lesen, ohne zu viel über die Handlung oder mögliche Twists zu erfahren?

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butch cool

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Also vom Inhalt wird eigentlich nichts verraten, lediglich das er etwas "anders" ist.


Emilio Arnau

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Ahh, okay. Vielen Dank :)


Joeyjoejoe17

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Wer sich nur mit Blockbusterkino beschäftigt, ist selbst schuld, wenn er oftmals enttäuscht wird. Deshalb ein Hoch auf die vielen tollen Independentproduktionen aus aller Welt, und ein angemessenes Konsumverhältnis aus kleinen und großen Filmen.

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Narrisch

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Das sehe ich nicht so. Mir fallen einige Dinge zu Avatar ein die diesen Film abseits der Special Effects im Gedächtnis halten. Aber dann machen wir wieder ein neues wöchtentliches Moviepilot Avatar Bashing auf und darauf habe ich mittlerweile keinen Bock mehr, also beschränke ich mich auf Avengers.
Die Spezial Effekte von Avengers sind schickes Beiwerk, für einen Superheldenfilm natürlich auch wichtig, diese sind aber nicht die eigentliche Ursache für den großen Erfolg dieses Films. Vielmehr ist es die Zeichnung der Figuren, teils für einen Blockbuster mit erstaunlicher Tiefe, das Zusammenspiel der Figuren untereinander und der mitunter sehr clevere Humor. Zugegeben in der deutschen Synchro geht davon etwas verloren aber es lohnt sich schon nur für die "I am a god" Nummer am Schluss diesen Film zu sehen. Avengers ist großartige, humorvolle Unterhaltung, eine der besten Superheldenfilme die bisher gedreht wurden und zeichnet sich vor allem durch eine Seele aus und genau das is der Unterschied zu Schund wie Battleship.

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doctorgonzo

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Interessantes Statement, das ich weitestgehend unterstützen kann. Der Trend allerdings ist leider nicht neu, schwingt sich aber zu neuen Gipfeln auf. Für mich hat das nicht unbedingt etwas mit dem klassischen Verstehen zu tun. Schon weil es bei vielen Filmen verschiedene Interpretationsmöglichkeiten gibt, die den Verstand zum Spielen herausfordern.
Es ist natürlich immer blöd, am Ende zu sagen, "Du hast nix verstanden", aber es muss oder sollte legitim sein, den Vorwurf in den Raum zu werfen, dass es nicht unbedingt von Geist zeugt, sich von Filmen permanent nur beflimmern zu lassen und viel mehr bietet nun mal das Gros aktueller Kinofilme nicht. Meistens sind es Randproduktionen, die mal mehr vom Zuschauer forden, als sich bloß eine Kinokarte zu kaufen.
Und ich für meinen Teil könnte nie wirklich Spaß an einem Film haben, der meinen Verstand nicht kitzeln kann. Das kann durch verschiedenste Punkte sein. Dialoge, Figuren, Setting, Musik, Kostüme, Verweise und und und.
Wer von uns kann denn schon wirklich vom Verstehen eines Filmes reden? Schließlich wissen wir nicht, was in Köpfen von Regisseuren, Produzenten und Drehbuchverzapfern vorgeht. Bei manchen sicherlich nur Rauschen, aber trotzdem können wir nur interpretieren oder uns an das halten, was die Macher an Botschaft propagieren. Kubrick hat mal über "2001" gesagt "Ihn zu verstehen, hieße, ihn zu entzaubern", aber das heißt ja glücklicherweise nicht, dass sich unser Geist im Kino schlafen legen soll. Den Verstand in einen Energiesparmodus schicken kann man auch günstiger als mit einer Kinokarte. Angeblich gibt es sogar vergnüglichere Möglichkeiten.

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jacker

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Ich kann weder dauerhaft Mainstream, noch dauerhaft 'anspruchsvolles' sehen. Das muss sich einfach die Balance halten.
Hab ich richtig Lust nen Film in mich aufzusaugen und zu reflektieren, oder will ich einfach mal etwas passiver Zusehen?
Letzteres ist nicht verwerflich, wird mir aber auf Dauer zu platt (genauso wie andersrum auf Dauer der Kopf raucht, oder Depression ausbricht).

Was ich nicht verstehe sind die Kreise die eins mit dem anderen vergleichen und dann je nach persönlicher Präferenz wahlweise sämtliche Blockbuster ('hohl, platt, ...') oder sämtliches 'Nachdenk-Kino' ('langweilig, passiert ja nichts') mit Extremst-Wertungen von 0-3 Punkten abstrafen.
Man kann ja schließlich nicht Äpfel mit Birnen vergleichen ;)

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Rukus

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Das kannst du so sehen. Ich für meinen Teil finde "schlecht" bzw. "schlecht gefallen" durchaus treffend, wenn ein Film mich absolut nicht angesprochen hat, und wenn das einzige Ergebnis des Sehens war, dass ich total entnervt war.


jacker

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Zwischen 'schlecht' vs 'schlecht gefallen' liegt aber genau der entscheidende Unterschied, nämlich (mehr oder weniger) objektives vs subjektives Urteil!
Aber man muss auch die Freiheit haben wenn ein Film einen nur aufregt ohne jegliche Objektivität mit dem Knüppel drauf zu hauen, daher sei dir dein Hassfilm gegönnt!
Bei Lieblings- bzw. Hassfilmen wird es in der Regel ja eh irrational ;)


C_C

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kenne den Film Cabin noch nciht, werd ihn mir aber geben. Verstehe nicht, wieso er nicht verstanden wird, der Trailer zeigt doch schon, daß hier was ... anderes läuft als zunächst anzunehmen ist.

Anyway, dein Text spricht mir aus der Seele, auch wenn er zu zahm formuliert ist.

Ich denke, es wird langsam zeit, daß man wieder sagen darf: "hey, du hast den Film nicht verstanden, einfach weil du eben DOOF bist!"

Mangelnde Reflektionsfähigkeit und auch -willigkeit muß nicht immer mit dem Deckmantel des politisch korrekten Neusprechs entschärft werden.

Dumm bleibt dumm. Auch unter Gutmenschen.

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lieber_tee

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Visitor ist über jede Kritik erhaben. Stalker macht das auch. Du übrigens auch. Das ist raffiniert. Nicht die Anzahl der Worte sondern die Auswahl der Worte heben diese minimal Sätze ins geniale. So etwas liebe ich.


crab1973

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Dankeschön. Da fehlte eben natürlich ein "ein". hihi...
Ich glaube, dass schönste was ich je in dem Bereich gelesen habe war einer im Netz, der alle drei Teile von "Herr der Ringe" in einem Satz zusammengefasst hat.
"Kleine Leute geraten in große Schwierigkeiten, beim Versuch gestohlenen Schmuck wieder loszuwerden."

Ganz große Kunst. :)


Hanno Jones

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mich hat "The Cabin in the Woods" genauso gepackt =)
und auch ansonsten spricht der artikel mir aus der seele ... aber bei allem "Transformers", "Battleship" und "The Avengers" gebashe, dem ich mich im großen und ganzen mit freuden anschließe ... wenn wir ganz ehrlich sind, dann lassen wir uns alle gerne mal berieseln und es ist gut, dass es auch solche filme gibt!
die werten herren in ehren - aber durch Kubrik, Lynch, von Trier und wie sie nicht alle heißen allein, wäre ich bestimmt nicht zum filmfreund geworden!

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jacker

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Ist so.
Es muss sich einfach die Wage halten!


Rukus

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Wieso sollten die Filme intelligenter sein, als die Studiobosse? ;p

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Rukus

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Da fragt man sich, ob der Anspruch so niedrig ist, oder die Leute es noch nicht gelernt haben ... ;)


lieber_tee

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Ach was weiß ich..:)


Tina Scheidt

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Ein sehr gut geschriebener Artikel der genau das ausdrückt, was ich schon sehr lange empfinde. Und mir wurde Lust auf einen neuen Film geweckt. Ich bin echt neugierig auf den Film!
Dankeschön für diesen Artikel!

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butch cool

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Sorry, aber das ist das schlechteste, plumpeste und auf MP nervigste Argument, das man hier bringen kann: Man bewertet einen Film (wie CITW) schlecht, weil man ihn nicht verstanden hat.

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lieber_tee

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...im Preis?


Rukus

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Naja, soll ja nen Unterschied machen, ob die hand- oder fußgerollt sind. ;p


Bob Loblaw

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Interessanter Artikel.

Grundsätzlich ist, glaube ich, das Problem dass es in den letzten Jahren zu viele dieser generischen Blockbuster gab, die oft auch zu schnell produziert wurden und in die auch zu Geld reingepumpt wurde. Aber da sich die "Flops" mittlerweile häufen (John Carter, Cowboy vs Aliens, Green Lantern, Battleship) , kann es ja sein, dass sich die ganze Sache in 1 oder 2 Jahren von selbst reguliert.

Die "Nachhaltigkeit" zu definieren ist ja gar nicht so einfach und setzt sich, wie im Artikel beschrieben aus sehr unterschiedliche Faktoren zusammen. Ich glaube auch, dass man erst ein paar Jahre später wirklich feststellen kann, ob der jeweilige Film nachhaltig war.

Dann spielen wohl auch noch persönliche Prägungen eine Rolle.
Ich erinnere mich z.B. noch einigermassen gut an "Avatar", aber nicht mehr so gut an "Dark Knight"(obwohl ich den für "intelligenter" halte). "Avengers" war eine tolle Spassbombe, die bei mir aber nach dem Kinobesuch ziemlich schnell verpuffte (vielen Leuten ging es da aber bestimmt anders), während ich mich z.B. an "Transformers" noch ständig gerne erinnere (auch das geht ja nicht jedem so). Oder z.B. auch an "Fluch der Karibik".

Oder man denke mal an ein paar "nachhaltige" (wie ich finde) Filme aus den 80ern, z.B. "Stirb langsam" oder "Lethal Weapon". Die sind weder intelligent, vielschichtig, noch haben sie gute Grundideen. Aber was war es denn dann, was die Filme so "nachhaltig" gemacht hat. Wurden die besser inszeniert... wurde sich mehr Zeit gelassen... waren die Charaktere so einfach, dass man ihnen dadurch näher kam... war es wichtig, dass "gut" und "böse" noch klar definiert waren ??
Vielleicht werden heute die Figuren einfach zu schnell umrissen und dann geht es sofort zur nächsten Szene. Vielleicht sind die Charaktere heute auch zu komplex oder auch zu ambivalent... Oder auch die ganze Handlung ist so komplex und hat so viele Wendungen, dass man sie nicht mehr erfasst (das hat mich z.B. an den "Pirates" Fortsetzungen genervt)

Im Gegensatz zum Schreiber des Artikels "denke" ich nämlich nicht so gerne beim Filmschauen, da mich das davon ablenkt, einen emotionalen Link mit dem Film herzustellen.
;)

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Bob Loblaw

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Spielbergs Filme sind (und waren) halt von der Stimmung her eher optimistisch und gefühlsbetont. Und das kommt bei den Nolan/ Fincher/ Tarantino Fans nicht immer so gut an.
Ansonsten ist er ja von Stil her schon up to date und probiert auch, wie gesagt, vieles aus. Von daher ist er bestimmt nicht retro ( ausser wenn er Lust dazu hat ).

Viel mehr Mühe hab ich mit der Entwicklung von Scorsese, seit er mit diCaprio befreundet ist... :(

Bei Cameron geb ich dir in allem recht. Dennoch hat er da meinen Respekt. Schau dir mal den Abstand zu den anderen Blockbustern bei Boxxofficemojo an. Vor allem Titanic war damals ein Phänomen. die Zuschauerzahlen war nicht nur in den ersten 2 Wochen sehr hoch (so ist es normalerweise) sondern sie blieben Wochenlang auf einem extrem hohen Niveau.
Ausserdem find ich es cool, dass Cameron taucht :D. Aber mir persönlich gefallen seine alten Filme bis Abyss auch besser...


jacker

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@ Bob; Jetzt habe ich gerade die "Transporter" Reihe abgeschlossen und abgesehen davon, dass ich sowieso gerade äüßerst positiv überrascht bin (normalerweise sehen Punkteverteilungen vom guten Teil 1 bis zu 3 bei mir meist so 8 -> 5 -> 1 aus), kann ich absolut nachvollziehen was du bezüglich Valentina meintest ;)
Besser hätte man die Rolle nicht (nicht-)spielen können!


dAShEIKO

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Ja was sag ich denn immer...?
Stormbringer bringts auf den Storm...ähm Punkt.^^
Das Perfide daran ist, dass solche Filme ja nach Konsumentenverhalten produziert werden. Heißt: Je mehr sich von platter Action berieseln lassen, umso mehr Filme dieser Art werden auf uns losgelassen. Und um so weniger Herzblut investieren Produktionsfirmen in anspruchsvolles Kino.
Aber die Vergangenheit lehrt uns, dass der Markt teils extremen Schwankungen unterliegt. Vor über 15 Jahren fand man Comicverfilmungen noch nicht wirklich interessant. Und so bleibt die Hoffnung, dass auch wieder eine Zeit für großartige Geschichten mit Charakteren auf uns zukommt und die Typen in den Spondexanzügen wieder in den Kinderkanal abtauchen.

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ncstarbuck

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Looper! Ich mein... da war doch alles drin. Und so... anders. Und es funktioniert! Zumindest für mich :-) Sehr zu empfehlen: Rian Johnsons Podcast mit den Slashfilmcast-Jungs.

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