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Kino » Zur Kasse gebeten

Uwe Boll verurteilt

Veröffentlicht am 05.06.2009, 09:20

Der deutsche Filmemacher Uwe Boll muss 2,26 Millionen Dollar an den amerikanischen Filmverleih Fantastic Films International zahlen. Der Regisseur hatte seine Filme selbst vertrieben, obwohl er die Rechte exklusiv abgetreten hat.

Uwe Boll - Bild 1996606 Uwe Boll © actiontrip.com

Uwe Boll ist für sein überschäumendes Temperament bekannt und für seine Provokation, aber auch für seine cleveren Verkaufsstrategien und seine Filmproduktionen, die zwar bei Presse und Publikum gleichermaßen durchfallen, aber immer ihr Geld einspielen. Nun ist der Filmemacher aus deutschen Landen, der aktuell einer der erfolgreichsten Deutschen in den USA ist (rein produktionstechnisch gesehen), zu einer Geldstrafe und Schadensersatz verurteilt worden.

Zu den Fakten: Seine Filme BloodRayne, Schwerter des Königs – Dungeon Siege und Far Cry wollte der Mann, der meistens alles in Personalunion betreibt und unter der Boll AG firmiert, nicht mehr selbst vertreiben, also hat er die exklusiven Vertriebsrechte an den amerikanischen Filmverleih Fantastic Films International abgegeben. Nebenbei hat er dann aber doch die Filme selbst verliehen, und das in 45 Ländern mit Erfolg. Von dem damit verdienten Geld hat der Verleih nichts gesehen, obwohl er als eigentlicher Rechteinhaber durchaus Provision erhalten müsste. Das hat Fantastic Films nicht auf sich sitzen lassen und ist vor Gericht gezogen. In einem Schiedsspruch wurden ihm nun als Schadensersatz 2,26 Millionen Dollar zugesprochen, die Uwe Boll zahlen muss.

Damit aber nicht genug. Weil der Regisseur wieder einmal nicht seinen Mund bzw. die Hand von der Computertaste fern halten konnte, hat er in mehreren Emails den Verleih angegriffen und die ganze Sache heruntergespielt. Prompt hat das Gericht ihm dafür auch noch eine Geldstrafe wegen Beleidigung von 200.000 Dollar aufgebrummt, die er der Geschäftsführerin Roxane Barbat zahlen muss. Der Richter war über die Art und Weise der Kommunikation sowie die zweifelhafte Geschäftspraktiken des Uwe Boll dann doch etwas entsetzt, so stand in den Mails zum Beispiel “möge der beste Vertreiber gewinnen” oder “Es ist in Ordnung, an zwei Käufer zu verkaufen. Der erste, der zahlt, bekommt den Zuschlag”.

Wieder einmal ist Uwe Boll also negativ aufgefallen, diesmal ging die Sache allerdings nicht so glimpflich ab wie sonst. 2,29 Millionen Dollar plus 200.000 Dollar sind eine Stange Geld. Ob seine neuen Filmprojekte wohl darunter leiden werden? Aktuell arbeitet er mit Weltmeister Henry Maske an einer Verfilmung des Lebens der Box-Legende Max Schmeling.


Ines Walk (Ines Walk)

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Kommentare

über Uwe Boll verurteilt

Joshdeniro

lebenslänglich!!!!

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alanger

vielleicht reicht die kohle dann nur zur verfilmung des lebens von boxlegende axel schulz.

3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 2 Antworten

cannibal83

Das wird dann aber ein kurzer Film, wenn man sich auf die wirklich wichtigen Dinge beschränkt.


DoM

was dann seine Basecap waere oder vielleicht sein grandios gescheitertes Comeback? ^^


AgentGuhl86

Als ob Boll bei seinen Filmen noch irgendwas schlechter machen könnte. Immer nehmt ihm weg das Geld - der macht damit nur Blödsinn!

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DoM

Ob nun gut oder schlecht seine Leistung - egal . . . Aber er schafft es immer wieder seiner Linie treu zu bleiben ^^

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