Was für ein Drama das Kinojahr 2009 doch war Bearbeiten

Veröffentlicht am 29.12.2009, 09:00

Unsere moviepiloten haben gewählt: die besten Dramen 2009. Wir stellen sie Euch vor und ziehen unseren Hut vor Euch – eine so ausgewogene Auswahl haben wir selten gesehen.

Drama pur Drama pur © wikimedia

moviepilot hat seine Daten durchwühlt und ausgewertet, welches die beliebtesten Dramen des Kinojahres 2009 waren. Was dabei herausgekommen ist, hat uns überrascht. Reine Dramen gibt es wenige und dementsprechend vielfältig ist auch Eure Liste. In jedem Drama stecken auch immer Elemente anderer Genres wie Komödien, Liebesfilme, Thriller – wir versuchen, in unseren Genre-Angaben dem Rechnung zu tragen und haben den Begriff Drama weiter gefasst als zum Beispiel nur Kostümdramen oder Ehetragödien. Dementsprechend bunt ist auch Eure Auswahl. Aus jedem Bereich ist etwas dabei. Aber auch über Genres hinaus sind Eure Lieblingsdramen 2009 in keine Kategorie zu pressen: Hollywood ist unter Euren Lieblingen ebenso vertreten wie Deutschland, Mainstream und Arthouse wechseln sich ab, Kinofilme finden sich ebenso wie Fernsehfilme. Hut ab, Ihr habt guten Geschmack bewiesen!

Auf den 10. Platz des Jahres 2009 hat es eine TV-Produktion geschafft. Ulrike Folkerts und Andreas Hoppe haben in ihrem Jubiläumsjahr den Tatort auf ein neues, qualitatives Hoch gebracht – und das habt Ihr im Falle von Tatort: Kassensturz gebührend honoriert. Insbesondere im Vergleich zu Euren schlechtesten Dramen des Jahres (siehe weiter unten), tut es gut zu sehen, dass unsere moviepiloten das deutsche Fernsehen noch nicht aufgegeben haben.

Euer viertbeliebtestes Drama des Kinojahres 2009 ist da schon interessanter. Es sind die romantischen 500 Days of Summer, die gerade erst für zwei Golden Globes nominiert wurden: Bester Film des Jahres und Joseph Gordon-Levitt als Bester Hauptdarsteller. Die Alternative zu herkömmlichen romantischen Komödien ist das perfekte Beispiel dafür, dass Ihr Euch nicht von Hollywood einlullen lasst, sondern auch Filme beachtet, die keine Multimillionen-Werbekampagne haben.

Mit Hachiko – Eine wunderbare Freundschaft habt Ihr uns überrascht. Das Remake eines japanischen Films läuft seit Mitte November in unseren Kinos und hatte damit einen Monat weniger Zeit als 500 Days of Summer, um Fans zu finden – trotzdem hat das Familiendrama mit Richard Gere es fast aus dem Stand auf den dritten Platz geschafft. Der zweite Platz geht unangefochten an Das weiße Band – Eine deutsche Kindergeschichte. Deutschlands heißer Kandidat um den Oscar für den Besten Ausländischen Film hat auch die moviepiloten nicht kalt gelassen und beweist, dass auch intellektuellere Arthouse-Filme bei Euch ankommen.

Bleibt nur der 1. Platz, das beliebteste Drama des Kinojahres 2009 der moviepiloten! Wie könnte es anders sein? Quentin Tarantino hat wieder zugeschlagen und nicht nur einen der größten Oscarfavoriten abgeliefert, sondern auch die Herzen der moviepiloten im Sturm erobert. Christoph Waltz, der allen anderen Schauspielern als fieser Obernazi die Schau stahl, ist daran wohl nicht ganz unschuldig. Wir gratulieren Inglourious Basterds zum Titel des Beliebtesten Dramas 2009 und drücken die Daumen für die Oscars 2010.

Die besten Filme der moviepiloten hätten wir jetzt – aber welche Dramen habt Ihr als die Schlechtesten des Jahres entlarvt? Wir haben Euch die interessantesten rausgewählt.

Der 9. Platz der unbeliebtesten Filme des Jahres 2009 ist eine Ausnahme. Wo die wilden Kerle wohnen wurde von Euch nämlich schlecht bewertet, ohne dass er überhaupt irgendwo in Deutschland zu sehen war. Zu Filmen mit Britney Spears, den noch nicht fertiggedrehten Twilight-Filmen oder dem nächsten Actionkracher eines Testosteronprotzes sind wir derart prophetische Sehergaben ja gewohnt – bei einem Film, der bei den Kritikern durchweg hochgelobt wurde, wären wir da etwas vorsichtiger… Vielleicht hat der ein oder andere moviepilot ja Wo die wilden Kerle wohnen mit Die Wilden Kerle verwechselt…

Der 3. Platz geht an einen TV-Krimi. Nachdem Ihr einen Tatort in den Himmel gevotet habt, folgte für Polizeiruf 110: Die armen Kinder von Schwerin der Absturz – den mochte nämlich kaum jemand. Überhaupt scheint das deutsche Fernsehen, sich dieses Jahr besonders viele Schnitzer geleistet zu haben. Auf Platz 2 folgt nämlich nur knapp vor dem Polizeiruf 110 schon das groß beworbene RTL-Event-Movie Vulkan. Für Yvonne Catterfeld und Uwe Ochsenknecht waren die wenigsten von Euch Feuer und Flamme. Überhaupt entpuppte sich 2009 als kein gutes Jahr für den Ochsenknecht-Clan: Die Sprösslinge von Uwe Ochsenknecht, die momentan durch alle Boulevardmagazine hüpfen, konnten sich nämlich den Titel des unbeliebtesten Films 2009 sichern. Gangs fandet Ihr so unterirdisch, dass der erste Platz mit großem Abstand an die ach so hippe Jugendromanze geht.

Vielleicht sollte moviepilot so etwas wie ein Pendant zu den Razzie-Awards ins Leben rufen und Eure schlechtesten Filme mit dem moviepilot-Stinker (oder so) prämieren. Wir überlegen uns was für 2010. Bis dahin, Euch allen einen guten Rutsch und danke für’s Voten! Weiter so. moviepiloten, wegtreten und feiern!


Kängufant (Andreas Gerold)

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Kommentare

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AylaView

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Das mit den wilden Kerlen kann ich auch gar nicht verstehen. Ein echt gelungener Film. Manchmal ist das hier auch wie bei Amazon: Bewertungen werden schon, bevor das Produkt erschienen ist, abgegeben. Das sollte doch irgendwie vermieden werden können.

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doctorgonzo

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Ich kann mich in diesem Zusammenhang meinem Vorredner nur anschließen. Es sollte sich irgendwie vermeiden lassen, dass ein Film bewertet wird, noch bevor er zu sehen ist. Bestes Beispiel sind die "Twilight"-Verfilmungen, die von zahlreichen Teenies mit zuviel Freizeit schon in den Himmel gelobt wurden (mit stilistisch und orthographisch wahrlich einmaligen Kommentaren) noch bevor der Film richtig fertig geschnitten war.

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Fatzenbolt

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Stellt sich nur die Frage welchen Veröffentlichungstermin nimmt man dann...
Deutschland-Release? wohl eher nicht.
OV-Release? Premiere? Filmfestival?

tschwierig tschwierig...

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kadmon

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willkomen im internet.

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phoenix409

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Optional könnten Filme VOR dem offiziellen Release nur von den registrierten "Kritikern" bewertet werden, die ja meistens die Möglichkeiten zu Pressevorführungen und ähnlichem haben. Die restliche Community darf dann eben ab dem Tag der Premiere ran.

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