Top oder Flop

Was sagen die Kritiker zu ... Pacific Rim?

Kaijus und Jaeger liefern sich in den deutschen Kinos ab heute einen Kampf um die Zukunft der Menschheit. Aufwändige Roboter vs. Monster-Spektakel gehören in der Regel nicht zum Lieblingsfutter der Filmkritiker. Ob Guillermo del Toro mit Pacific Rim hier eine Ausnahme bildet, zeigen wir euch in unserer Übersicht der deutschen und internationalen Kritiken zum Film.

Hier die harten Fakten zu Pacific Rim:
93 Community-Bewertungen mit einem Durchschnittswert von 6.9
24 Kritiker-Bewertungen mit einem Durchschnittswert von 6.6
49 Kommentare und 22 Kritiken
4 Lieblingsfilm und 1 Hassfilm
1057 haben den Film vorgemerkt und 23 uninteressiert

Das sagen die deutschsprachigen Kritiker zu Pacific Rim:
Andreas Borcholte freut sich im Spiegel über die kindliche Grundidee von Pacific Rim und meint: “Auf dem Papier klingt Pacific Rim furchtbar, auf der Leinwand jedoch beginnt er zu funkeln. Und, wenn man sich darauf einlässt, wieder ein Zwölfjähriger zu sein, macht er mächtig Spaß. Vor allem, weil Del Toro zusammen mit Stammkameramann Guillermo Navarro ein originäres visuelles Konzept entworfen hat.” Im Gegensatz zu vielen Blockbustern des Sommers besäße Pacific Rim “Tempo, Witz und überraschende Wow-Effekte.”

Bei Critic.de geht Carsten Moll mit dem Film härter ins Gericht: “Der heilige Ernst, mit dem Pacific Rim sich ausgiebig auch dem Innenleben seiner mal konturlosen, mal völlig überzeichneten Figuren widmen will, läuft so ins Leere und wirkt deplatziert: Hatte es del Toro noch in Hellboy geschafft, aus einem Teufel einen Menschen zu machen, geht hier jeder menschliche Maßstab ab, zwischen aufgeblasenem Melodram auf Soap-Niveau und animierter Monsterklopperei am Meeresboden samt Atomexplosion regt sich nichts.”

Benjamin Hahn verweist bei Das Manifest auf die simple Geschichte: “Wem das gefällt und wer mit dem eher flachen Inhalt leben kann, der wird an Pacific Rim große Freude haben. Del Toro hat einen Film voller schöner Bilder und exzellenter Effekte geschaffen, der detailverliebt ist und seine Charaktere nicht ganz außer Acht lässt.”

Das sagen die englischsprachigen Kritiker zu Pacific Rim:
Andrew O’Hehir beschreibt bei Salon die thematische Ähnlichkeit zu den Transformers -Filmen von Michael Bay, wobei Pacific Rim im Vergleich als Sieger vom Platz geht: “Werde ich enttäuscht sein, wenn Del Toro für den Rest seiner Karriere in diesem Modus und mit diesem Produktionsaufwand fortfährt und seine persönlicheren Projekte hinter sich lässt? Absolut! Bin ich enttäuscht von Pacific Rim, so wie er ist, mit seiner ganzen Größe und Dummheit und seiner spannenden, wenn auch selbstironischen, Städte zerstörenden Kaiju-Orgie? Verdammt nochmal, nein.”

Die Wörter groß und dumm nutzt auch Stephanie Zacharek bei der Village Voice. Genau das sei Pacific Rim, aber auf eine smarte Art und Weise: “Es bleibt Raum zum Atmen zwischen der Action und in einer hinreißend choreographierten Sequenz wird der altmodische Faustkampf Mensch-gegen-Mensch ein eigener Spezialeffekt. […] Anders gesagt: Pacific Rim ist genau die Art des aufwendigen Sci Fi-Abenteuers, die man sich von Del Toro wünscht – sofern man will, dass er sowas überhaupt dreht.”

Armond White dagegen kann mit Pacific Rim wenig anfangen: “Kindische Zuschauer ohne Ansprüche werden von dem Spielzeug-artigen Effekt des Films befriedigt werden, aber ist die bloße Befriedigung wirklich genug? Del Toros Faszination für Sci Fi-Gimmicks resultiert in einem Film, der von zu vielen Maschinen zugestellt wird. […] Del Toros Hommage fehlt die Einfachheit von Ray Harryhausens Spezialeffekten, die wegen ihrer handgemachten Kreativität Spaß machten.”

Das Kritikerfazit zu Pacific Rim:
Wie viel Spaß die Zuschauer letztlich an Pacific Rim haben, hängt von ihrer Toleranz gegenüber einer sehr einfachen Story und sehr großen Robotern und Monstern ab. Einige Kritiker trauern darüber, dass Guillermo Del Toro hier seine intimeren Fantasy-Dramen hinter sich lässt. Andere empfinden Pacific Rim dank seiner visuellen Gestaltung und seiner liebevollen Hommage an alte japanische Monsterfilme als angenehme Abwechslung im sommerlichen Blockbusterreigen.

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