Welche Hügel haben die blutigsten Augen?
syrbal (Antje Porwitzki), Veröffentlicht am 19.06.2012, 08:50
Welche Hügel haben die blutigsten Augen?
© CMV/FOX/moviepilot
In unserer Gretchenfrage geht es diese Woche um zwei Horrorfilme. Ihr dürft abstimmen, welche Fassung von The Hills Have Eyes euch mehr überzeugt hat: das Original Hügel der blutigen Augen von Wes Craven oder aber das Remake The Hills Have Eyes – Hügel der blutigen Augen von Alexandre Aja aus dem Jahre 2006.
Hintergrund
Häufig ist es ja so, dass ein Remake nicht mit dem Original mithalten kann, wenn es zum direkten Vergleich kommt. Diese Woche dürfte es jedoch wirklich spannend werden, denn beide Filme habt ihr im Schnitt mit 6,1 bewertet. Die Neuauflage des Remake-Regisseurs Alexandre Aja (Piranha 3D, Mirrors) dürfte allerdings etwas bekannter sein. Beide Verfilmungen beinhalten todernste Gesellschaftskritik, geht es doch um die Auswirkungen von nuklearer Strahlung. Spätestens ab den 1940er Jahren gab es in den USA etliche Experimente in kerntechnischen Anlagen, die zu besorgniserregenden Unfällen führten, einige davon endeten tödlich. 1945 starb der Physiker Harry Daghlian, da er versehentlich eine chemische Reaktion auslöste und eine tödliche Strahlendosis abbekam. Laut Wikipedia war er das erste Opfer eines Nuklearunfalls. Ein knappes Jahr später verstarb auch Louis Slotin, ein kanadischer Wissenschaftler, an den Folgen eines Atombombenexperiments.
Pro Hügel der blutigen Augen (1977)
Wes Cravens Hügel der blutigen Augen beruht in Ansätzen auf der Legende des Alexander Sawney Bean, der gemeinsam mit seiner Großfamilie im Schottland des 15. Jahrhunderts für den Tod tausender Menschen verantwortlicht gemacht wurde. Mit seiner Frau und den 46 Kindern und Enkeln soll er die Opfer nach der Ermordung verspeist haben. Die Existenz der legendären Kannibalen-Familie ist in Historikerkreisen zwar umstritten, doch die Geschichte inspirierte dennoch einige Horrorfilmer – so auch Wes Craven, der bei Hügel der blutigen Augen nicht nur Regie führte, sondern auch das Drehbuch zum Film entwickelte. Wes Craven bevorzugte für seine Verfilmung den Titel Blood Relations, der sich allerdings nicht durchsetzen konnte. In Hügel der blutigen Augen geht es um die Familie Carter, die mit ihrem Auto (inklusive Wohnwagen) mitten in der scheinbar menschenleeren Wüste liegenbleibt. Die Carters befinden sich in einem nuklearen Testgebiet. Vater Carter, Big Bob (Russ Grieve), und sein Schwiegersohn Doug (Martin Speer) wollen Hilfe holen, der Rest der Familie bleibt mit den Hunden beim Wagen. Doch sie sind nicht allein und werden von den Hügeln aus beobachtet. Das Unheil nimmt seinen Lauf, denn Jupiter (James Whitworth), der missgebildete Sohn des Tankstellenbesitzers und sein Kannibalen-Clan haben es auf die Carters abgesehen. Doch wer die deutsche Synchronisierung schaut, sollte vorgewarnt sein: Dort werden aus den atomar verseuchten Mutanten außerirdische Menschenhasser gemacht.
Pro The Hills Have Eyes (2006)
Alexandre Aja versetzt die Horror-Geschichte mit The Hills Have Eyes – Hügel der blutigen Augen 2006 in die Gegenwart. Als Produzent des Remakes beteiligte sich der Schöpfer des Originals, Wes Craven, sogar selbst, da er von den Erfolgen anderer Remakes beeindruckt war. In der Neuauflage des Films steht erneut die Familie Carter samt Wohnwagen und der beiden Schäferhunde Beauty und Beast im Zentrum. Das Remake orientiert sich stark an der filmischen Vorlage, aber es gibt auch einige Unterschiede. Der Tankwart (Tom Bower) empfiehlt den Carters eine Abkürzung und so kommen sie in ein Wüstengebiet, in dem in den 1950ern Atomwaffen getestet wurden. Hier arbeiten der Tankstellenbesitzer und die mutierten Bergleute also zusammen. Die Reifen des Autos werden von den Kannibalen absichtlich durch ein Nagelband beschädigt, was sich von der ursprünglichen Verfilmung deutlich unterscheidet. Zudem erscheint Ajas Neuinterpretation deutlich politischer. Bereits im Vorspann wird die Kritik an den Atomtests inklusive der gesundheitlichen Folgen thematisiert. Doch die Bilder aus dem Intro zeigen keine nuklearen Folgen, sondern Mutationen, die durch Agent Orange (einem Herbizid, das während des Vietnam-Kriegs zur Entlausung von Pflanzen genutzt wurde) verursacht wurden. Das Remake war ein kommerzieller Erfolg. Mit fast 70 Millionen Dollar spielten die Produzenten weltweit ein Vielfaches der Produktionskosten (15 Millionen Dollar) wieder ein.
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Kommentare
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lieber_tee Tue, 19 Jun 2012 21:41:51 -0000
Kommentar löschenThe Hills Have Eyes (2006) ist NICHT subtil aber deutlich!
http://25.media.tumblr.com/tumblr_lnzca3W2qg1ql6i76o1_500.gif
Ich mag übrigens beide...
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FlintPaper Tue, 19 Jun 2012 19:40:36 -0000
Kommentar löschenIch mag Beide :P... Die sind doch irgendwo auch stark verschieden, deswegen...
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HulktopF Tue, 19 Jun 2012 19:27:37 -0000
Kommentar löschendas remake, weils einfach mal derber ist und terror pur ist.
das blut spritzt, finger werden abgeschnitten, das make up ist so verdammt genial.
eindeutig das remake
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Wumz Tue, 19 Jun 2012 19:03:00 -0000
Kommentar löschenFinde das Remake ne Nummer besser. Visuell und Atmosphärisch ist das nämlich wirklich toll gemacht, kräftige Farben und ziemlich spannend. Das Orginal hat mich nicht so sehr beeindruckt, wobei es den Kultstatus natürlich zurecht hat und alles andere als schlecht ist.
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derblonde Tue, 19 Jun 2012 16:23:01 -0000
Kommentar löschenDas zum Teil grenzwertige Remake hat hier die Nase vorn. Mehr Spannung und gnadenloser Splatter bietet die Neuauflage und gewinnt daher.
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Filmkenner77 Tue, 19 Jun 2012 16:19:01 -0000
Kommentar löschenRemake ist besser als Original. Auch das gibts.
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nikl 1987 Tue, 19 Jun 2012 16:14:59 -0000
Kommentar löschenEindeutig das Remake. Auch wenn ich sonst Remakes eher kritisch gegenüber stehe, ist das Original aus heutiger Sicht so fad wie stilles Wasser in der Sonne.
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the assassin 666 Tue, 19 Jun 2012 16:29:42 -0000
Antwort löschenKein guter Filmeinstand von Craven, einem der meist überschätzten Horrorgurus
nikl 1987 Tue, 19 Jun 2012 19:41:19 -0000
Antwort löschenLoben muss man Craven für Nightmare on Elmstreet und für sein Slasherrevival Scream in den 90ern. Ansonsten ist der Rest eher Durchschnitt, bzw. die aktuellen Werke ja eher vergessenswert.
Dom699 Tue, 19 Jun 2012 12:42:27 -0000
Kommentar löschendas remake ist ein wirklich ekelhafter, mieser, gewalttätiger und abgefuckter terrorfilm, der die grenze zum guten geschmack absolut überschreitet. was will man mehr? dagegen ist das original picknick im park und die vöglein zwitschern...
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the assassin 666 Tue, 19 Jun 2012 11:54:31 -0000
Kommentar löschenCraven´s Original ist ein harmloser öder Streifen gewesen, das der Film überhaupt so viel aufsehen bekam ist mir schleierhaft, zumal die DVD eine lausige Tonqualität hat.
Aja Remake ist zügig inszeniert, blutig und im wahrsten Sinne des Wortes ein megaspannender Terrorfilm.
Ich finde Aja kann besser Filme machen als Craven, Aja hat bis jetzt fast nur gute Filme, bei Craven siehts das schon anderes aus Nightmare die Scream Trilogie und Die Schlange im Regenbogen sind Top, aber The hills have Eyes 2 oder einige andere schwach.
Ich stimme ganz klar für das Remake.... war mir schon einmal 10 Punkte wert, und jetzt gebe ich Aja Filme nochmal 10. :)
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Tizilla Tue, 19 Jun 2012 11:35:03 -0000
Kommentar löschenNormalerweiße bin ich ja ein Remake Gegner aber in diesem Fall fand ich eben jenes einfach besser *duck und weg*
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jeffcostello Tue, 19 Jun 2012 09:47:46 -0000
Kommentar löschenalso ich muss ja zugeben, dass mich das remake positiv überrascht hat, aber natürlich ist das original trotzdem um länegn besser, es ist einer der prägensten und besten horrorfilme aller zeiten, das schockt mich jetzt das das remakke mit 69 % vorn liegt!
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Le Samourai Tue, 19 Jun 2012 11:15:20 -0000
Antwort löschenDer Untergang des Abendlandes und guten Geschmacks. Traurig.
Haschbeutel Tue, 19 Jun 2012 09:30:47 -0000
Kommentar löschenDas Remake. Cravens Original ist gut, aber mehr eben nicht. Aja ist eh einer meiner Lieblinge und versteht sein Handwerk einfach. Des Weiteren ist der Film politisch gesehen und einiges bissiger.
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Hartigan85 Tue, 19 Jun 2012 09:08:16 -0000
Kommentar löschenIch habe das Original von Craven bisher nicht gesehen, dafür ist das Remake von Aja aber definitiv einer der besten Horrorfilme der letzten 10 Jahre !!! Abstimmen werde ich jedenfalls nicht, solange ich nicht beide gesehen habe...
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Le Samourai Tue, 19 Jun 2012 09:15:55 -0000
Antwort löschenDas ist wenigstens fair!
Aber schau mal das Original, grandioser Film.
Hartigan85 Tue, 19 Jun 2012 09:26:55 -0000
Antwort löschenWerd ich demnächst mal in Angriff nehmen, ist bereits auf dem Wunschzettel :)
Sinister Kid Tue, 19 Jun 2012 14:08:49 -0000
Antwort löschen@Le Samourai: Na ja, grandios nicht gerade (man bedenke nur die dämlichen Dialoge!). Aber auf jeden Fall besser als das Remake.
Vielleicht kann man das aber auch gar nicht vergleichen. Die einen wollen sich Gruseln, dann ist das Original besser. Die anderen nehmen lieber die Schlachteplatte, dann sollten sie das Remake sehen.
Mr. Pink Tue, 19 Jun 2012 09:02:12 -0000
Kommentar löschenUnentschieden, ich tendiere aber zum Remake, weil bissiger und härter als Cravens Original, das fast schon als übelster Trash durchgehen könnte. Sind aber beides sehr gute Filme.
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Keky Tue, 19 Jun 2012 09:01:12 -0000
Kommentar löschenFrage mich grade warum ich mich noch nie mit Wes Craven beschäftigt habe! Später mall die Videothek aufsuchen. :)
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Le Samourai Tue, 19 Jun 2012 08:56:54 -0000
Kommentar löschen... und fassungslos stelle ich fest, dass es 26:9 für den neuen steht?!? Die Welt geht zu Grunde.
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bobo-lemon Tue, 19 Jun 2012 09:41:02 -0000
Antwort löschenDu bist einfach zu old-school! ;)
Zum Glück wird e hier wohl niemals eine Abstimmung zwischen CD und Vinyl geben.
bobo-lemon Tue, 19 Jun 2012 10:35:51 -0000
Antwort löschenRein technisch gesehen, ja. Zum Glück nimmt man Musik aber ja eher subjektiv wahr und da überwiegen für mich klar die Vorteile von Vinyl.
morlock Tue, 19 Jun 2012 10:55:45 -0000
Antwort löschenSorry, die Software zickt 'rum.
Also sind wir uns einig, dass die CD technisch objektiv betrachtet in jeglicher Hinsicht besser ist.
Ich habe selber etliche LPs, aber ich bevorzuge ganz klar die CD.
Klingt besser, ist leichter zu handhaben und unverwüstlich.
Le Samourai Tue, 19 Jun 2012 11:11:49 -0000
Antwort löschenÄhm.. die Vinyl ist de facto das klanglich beste Medium! Fakt.
Dom699 Tue, 19 Jun 2012 12:44:56 -0000
Antwort löschenja, das ist fakt, Fakt, FAKT!!! fakt fakt faketifakt...
morlock Tue, 19 Jun 2012 17:39:05 -0000
Antwort löschenEs ist im Grunde ganz einfach:
Die LP beruht auf hoffnungslos veralteter Technik, die relativ starke Verzerrungen verursacht.
Selbst mit richtig teurem High End-Geraffel klingt es nicht besser als mit einem preiswerten und guten CD-Player.
Damit es überhaupt gut klingt, braucht man aber bei Plattenspielern hochwertiges Equipment.
CD ist billiger und prinzipiell besser(praktischer, robuster, ohne klangliche Verfälschungen...).
Und dass mir keiner mit einem angeblich höheren Frequenzspektrum der LP kommt.
Das ist Unsinn und bei 20 kHz ist bei den meisten eh Schluß.
nerdkiller Tue, 19 Jun 2012 18:36:42 -0000
Antwort löschenMal kurz meinen Senf: Nichts geht über Vinyl, hab seit zwei Jahren keinen MP3, oder CD Player mehr. Wenns keine Vinyls mehr gibt, dann hör ich auch keine Musik mehr. ;)
okami6 Tue, 19 Jun 2012 18:58:57 -0000
Antwort löschenUnd das VHS-Band erst.......ja ja früher war alles besser.......
nerdkiller Tue, 19 Jun 2012 19:13:44 -0000
Antwort löschenAch ein paar VHS hab ich auch noch, leider keinen Rekorder mehr.
Und zu diesem Früher=Besser Ding: Nö, wars sicher nicht, doch mir stinkts heute auch ein wenig, wenn ich seh dass jeder mit Kopfhörern im Ohr rumläuft und sich ständig mit Musik berieseln muss, Musik ist Kunst und kein Suchtmittel (Okay, ein bisschen schon ;))
okami6 Tue, 19 Jun 2012 19:33:58 -0000
Antwort löschen....nicht jede Musik ist Kunst......und wenn sie die Ohrenstöpsel rausnehmen, glotzen sie in ihr Smartphone......so ist das....
nerdkiller Tue, 19 Jun 2012 19:55:04 -0000
Antwort löschenDas bezog sich auch auf Smartphones. Und welche Musik ist deiner Meinung nach denn keine Kunst?
Le Samourai Tue, 19 Jun 2012 21:45:20 -0000
Antwort löschenoch, da gibts schon ein paar beispiele.
http://www.youtube.com/watch?v=hciDuNCq3wg
;)
Mimuschka Tue, 19 Jun 2012 21:48:33 -0000
Antwort löschenoh oh, die leidlich-unfruchtbare "was ist kunst"-debatte
nerdkiller Tue, 19 Jun 2012 22:01:04 -0000
Antwort löschenAch, alles ist Kunst und gleichzeitig auch gar nichts! Bleiben wir dabei? ;)
bobo-lemon Tue, 19 Jun 2012 23:52:28 -0000
Antwort löschenKunst ist auf jeden Fall auch ein Plattencover - und das entfaltet erst als LP seine volle Wirkung.
morlock Wed, 20 Jun 2012 09:47:02 -0000
Antwort löschenKunst kommt von Können.^^
Du meine Güte.
Die alte analog vs. digital Debatte.
Die LP fristet seit etlichen Jahren(zu Recht!) nur noch ein Nischendasein und ist nur was für Liebhaber(nicht Liebhaber möglichst audiophiler und highfideler Wiedergabe!).
Unfassbar, dass es noch Leute gibt, die allen ernstes glauben, die LP klänge besser.
Könnt ihr eure gewagten Hypothesen auch technisch untermauern?
Die größeren Cover sind der einzige Vorteil bei Vinyl.
Kann man aber auch als Nachteil betrachten.
CDs nehmen wesentlich weniger Platz weg.
Aber die Zukunft gehört eh dem Flashspeicher.
Schlechte Aussichten für die Freunde des knackenden und prasselnden "Musikgenusses".^^
BTW: Liebhaber klassischer Musik präferieren sowieso längst die CD.
Keine nervigen Knackser oder Klangverfälscher und höherer Dynamikumfang.
Mit guten Kopfhörern klingt Musik auch am besten.
Die wenigsten haben eine gute Anlage zu Hause stehen und die allerwenigsten haben die Raumakustik optimiert.
okami6 Wed, 20 Jun 2012 11:24:23 -0000
Antwort löschen"Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber zu schweigen unmöglich ist". Ich liebe Musik, zelebriere aber keine Rituale mit Vinyl und 30 000 € Anlagen. Wohin denn mit dem ganzen Kram noch? Besitz belastet, daher Flashspeicher!
morlock Wed, 20 Jun 2012 16:07:25 -0000
Antwort löschenAlso ich liebe Musik, Kino und HiFi.^^
Meine Anlage hat weniger als 1000€ gekostet und klingt locker so gut, wie eine 10000€ Anlage.
Man muss nur wissen worauf es ankommt bei einer guten Anlage.
Das wichtigste sind die Lautsprecher und mit Selberbau kann man eine Menge Geld sparen.
An Verstärker und CDP kann man auch viel Geld sparen, da zahlt man nämlich nur für die Verarbeitung und Ausstattung drauf, nicht für den Klang.
Ich habe zwar kein Surround, aber ich behaupte mal ganz frech, dass es bei mir besser als im Kino klingt.
Solange es geht bleibe ich bei meinen CDs.
MP3(unter anderem digitalisierte LPs)nutze ich zwar auch gerne(z.B. über USB am DVDP), aber ich habe lieber was handfestes und dauerhaftes wie eine CD.
bobo-lemon Wed, 20 Jun 2012 20:08:28 -0000
Antwort löschen@ morlock: Dass die CD der LP in Punkto Klangwiedergabe tatsächlich im Vorteil ist, lässt sich nicht leugnen. Ich habe einen Bekannten, der in einem Presswerk arbeitet und die müssen es ja wissen.
Wo die CD aber hoffnungslos unterlegen ist, ist die Lebensdauer - die ist nämlich beschränkt auf ca. 30 - 40 Jahre, danach zersetzt sich das Material.
Behandelt man sein Vinyl, wie es sich gehört, dann hat man es ein Leben lang.
Zudem ist der Akt, eine Platte zu hören, ein ganz anderer. Man tut es bewusster, muss die Seite wechseln und hört sich so meist ein Album in seiner Gänze an. Es soll ja auch noch Künstler geben, die ein Konzept für ein Album haben und nicht nur eine bloße Aneinanderreihung von Singles produzieren.
morlock Thu, 21 Jun 2012 10:00:36 -0000
Antwort löschenEin Album höre ich komplett nur dann durch, wenn mir die Musik gefällt und nicht um ein zwanghaftes Ritual zu betreiben.
Leider sind auf den allermeisten Alben 'ne Menge Lückenfüller, die ich nicht immer hören möchte, also werden die einfach ganz easy mit der CD geskippt.
Das Seitenwechseln finde ich eher lästig.
Natürlich halten selbstgebrannte CDs nicht ewig, obwohl ich ein paar habe, die immerhin schon 10 Jahre alt sind und sich noch abspielen lassen.
Die Materialien, die heutzutage aber für gepresste, bzw. bedampfte also industriell produzierte CDs verwendet werden, halten ewig.
Ausgenommen minderwertige Lackfraß-CDs.
Wenn man bedenkt, wie empfindlich eine LP für Schmutz und Beschädigungen ist, erscheint das Argument Vinyl wäre am haltbarsten einfach nur lächerlich.
Zumal das Vinyl im Laufe der Zeit durch den Diamanten abgefräßt wird.
Darunter leidet der Klang zwangsläufig irgendwann.
Mit CD gibt es keinen Abrieb, die klingt immer wie am ersten Tag.
Ich habe selbst mehrere 100 Platten und behandle die immer mit größter Sorgfalt, aber leichte Kratzer und Schmutz lassen sich nicht vermeiden.
Klar gibt es Plattenwaschmaschinen, aber dieser Aufwand nervt und das Ergebnis ist nicht immer optimal.
bobo-lemon Thu, 21 Jun 2012 10:32:18 -0000
Antwort löschenJa, der Mensch neigt leider zur Bequemlichkeit und das hat auch Auswirkungen auf die Aufmerksamkeitsspanne. Machen wir uns nichts vor, ich bin hobbymäßiger DJ und besitze selbst mehr CDs als LPs, ich höre Musik am liebsten beim Autofahren und stelle mir dazu eigene Sampler zusammen. Ich hab auch eine riesige Mediathek in iTunes und wenn Leute zu Besuch sind, oder ich die Wohnung putze, wird halt auf Random geklickt. Technischer Fortschritt hat klar sene Vorteile, das sehe ich ein und nutze diese auch. ABER: wenn ich Musik richtig bewusst genießen möchte, dann über Plattenspieler und Kopfhörer. Nenn es ein Ritual - das ist mir egal, denn es ist ein schönes! Da liegt man 2mal für ca. 20 Minuten auf dem Sofa und tut nichts anderes als zuhören. Das können heute nicht mehr viele ohne nervös zu werden und nebenbei doch mal schnell in ihr facebook zu gucken.
Natürlich muss man da auch bei der Art der Musik unterscheiden. Es gibt für mich elektronische Musik, bei der ich ausraste und rumtanze, quasi Funtionsmusik. Sowas höre ich nicht von Platte oder achte auf alle Details. Aber es gibt eben auch die Musik, die nach eindringlicher Aufmerksamkeit verlangt. Wie in allen Bereichen des Lebens, tut es hier das gesunde Mittelmaß. Dass es mehr als nur Schwarz und Weiß gibt und das ignorante Verteidigen nur einer Seite quatsch ist, wissen wir hoffentlich alle. In diesem Sinne: PMA - all the day!
Le Samourai Tue, 19 Jun 2012 08:56:27 -0000
Kommentar löschenHaha, das ist doch jetzt die reinste Provokation, oder?
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Ichundso Tue, 19 Jun 2012 08:53:13 -0000
Kommentar löschenDas Original ist ein Film über den Untergang der Zivilisation in unseren Köpfen. Das Remake ist ein Film über Leute, die andere Leute foltern und töten.
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hoffman587 Tue, 19 Jun 2012 08:20:02 -0000
Kommentar löschenErstmal: Wes Cravens Original. Rein aus Prinzip und da Cravens Remake im Sinne seines politischen Subtextes nicht zu übertreffen ist, obgleich er natürlich für heutige Sehgewohnheiten gewöhnungsbedürftig sein mag, aber natürlich im zeitlichen Kontext radikal und schonungslos und mitunter einer der wichtigsten Vertreter des Terrorkinos vom Meister. Zugeben muss ich aber sagen, dass sowohl auch Ajas Remake durchaus gelungen sein mag - sicherlich eine Spur härter, angespannter und konsequenter in der Erzeugung heutiger Sehgewohnheiten, was aber auch zeitlichen Umständen geschuldet ist, und wer würde bitte dies einen Film einen Film vorwerfen? Craven zerstörte die Konventionen in bester Manier. Ein grandioser Gegenentwurf dazu. Trotzdem besitzt Ajas Film dabei glücklicherweise auch eigene politische Ambitionen wie einst Craven, was ihm zu einem eindeutig mehr als geglückten Remake werden lassen. Jedoch problematisch: Ajas Ästhetisierung der Gewalt, während Craven diese (wie es so seine Art war) in ihrer radikalen Art aufzeigt und es vermeidet sie in irgendeiner Weise glorifiziert. Somit Craven, auch weil bei diesem die satirischen Spitzen wesentlich effizienter sind meiner Meinung nach.
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Copper Tue, 19 Jun 2012 08:00:23 -0000
Kommentar löschenIch weiß nicht, wie es im Remeak ist, aber als in der neuen Version eine Frau vergewaltigt wurde war für mich schluß.
Irgendwie ist das etwas, womit ich nicht klar komme, auch nicht in Filmen.
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psychobasti Tue, 19 Jun 2012 17:41:30 -0000
Antwort löschenGeht mir genauso. Finde trotzdem beide grandios, besonders das Remake :)
Duschi2010 Tue, 19 Jun 2012 07:52:34 -0000
Kommentar löschenich bin eigentlich kein fan von remakes aber dieses ist definitiv besser!
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Jumperman Tue, 19 Jun 2012 07:47:34 -0000
Kommentar löschenSchwierig, beide eigentlich ganz okayige Vertreter ihres Genres, aber den neuen fand ich einen Ticken besser. Beim alten haben mich die menschenähnlichen Außerirdischen immer verwirrt. Interessant zu erfahren, dass wir das der Deutschen Synchro zu verdanken haben, wusste ich auch nicht!
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syrbal Tue, 19 Jun 2012 07:53:18 -0000
Antwort löschenja, es ist wirklich erschreckend, welchen einfluss die synchronisation da hat.
horro Tue, 19 Jun 2012 07:33:18 -0000
Kommentar löschenIrgendwie sind da beide nicht so ganz glücklich geraten, von daher unentschieden ... aber scheinbar haben die blutigen Augen aus den Siebzigern genügend Spuren hinterlassen um eine halbwegs ansehnliche Remake-Welle zu lancieren
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Sinister Kid Tue, 19 Jun 2012 07:10:03 -0000
Kommentar löschenThe Hills Have Eyes von 2006 ist einfach nur ekelhafter Splatter.
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Ganz klar das Remake.
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Le Samourai Wed, 20 Jun 2012 00:26:33 -0000
Antwort löschenWhat?????......??????.......?????? :(
SoulReaver Wed, 20 Jun 2012 08:01:15 -0000
Antwort löschenDamit hättest du jetzt wohl nicht gerechnet? :D
Alle 4 Antworten zeigen
Le Samourai Wed, 20 Jun 2012 08:37:00 -0000
Antwort löschen;)
Um Gottes Willen NEIN. Der neue ist "ganz nett", aber viel zu flach, hektisch geschnitten, doof gespielt.
Der alte ist UNSCHLAGBAR in Sachen Atmosphäre, 70er Flair, subtiles Grauen, Gesellschaftskritik, etc.....
Werde wohl niemals nachvollziehen können, wie man den neuen BESSER finden kann?!?
SoulReaver Wed, 20 Jun 2012 08:49:42 -0000
Antwort löschenIch schreib die Tage vllt mal was, is mir jetzt zu viel um DAS alles zu erklären. :D