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Kino » Die Päpstin

Wenn der Papst sich schwängern lässt

Veröffentlicht am 21.10.2009, 10:16

Historische Romane sind immer ein Renner, aber nur wenige werden so erfolgreich wie Die Päpstin. Die Verfilmung des Bestsellers von Donna W. Cross versucht seine emanzipatorische Message jetzt im Kino an den Mann zu bringen.

Wenn der Papst sich schwängern lässt - Bild 2346292 © Constantin Film

Die Romanvorlage zu Die Päpstin wurde zum zehntbeliebtesten Buch in Deutschland gewählt. Es war also nur eine Frage der Zeit, bis es den Weg auf die Leinwand fand. Umso überraschender, dass ein solcher Bestseller nicht von Hollywood, sondern in Europa verfilmt wurde. Mit einem Budget von schätzungsweise 22 Millionen Euro ist Die Päpstin ein Mammutprojekt. Und wenn wir den Bildern trauen können, sieht man dem Film jeden Cent an. Aber reicht eine opulente Ausstattung und eine faszinierend androgyne Hauptdarstellerin, um an den Kinokassen erfolgreich zu sein?

Die Päpstin erzählt die Geschichte der jungen, außergewöhnlich gebildeten Johanna (Johanna Wokalek), die in Ingelheim geboren wird und sich in den Grafen Gerold (David Wenham) verliebt. Als dieser in den Krieg zieht, verkleidet sie sich als Mann und tritt in ein Kloster ein, um Verwundete pflegen zu können. Sie wird zum Priester geweiht und bald an den päpstlichen Hof in Rom gerufen. Als der amtierende Papst Sergius (John Goodman) vergiftet wird, erscheint Johanna als ungefährlichste Kandidaten, seinen Platz einzunehmen. Der neue Papst hat nur eine Schwachstelle: Er ist schwanger von seiner Liaison mit dem Grafen Gerold. Eine solche Schwachstelle wird von Intriganten wie Anastasius (Anatole Taubman) nicht lange unentdeckt bleiben.

Es ist immer ein schlechtes Zeichen, wenn ein Film während der Produktion große, personelle Veränderungen erfährt. Auch Die Päpstin könnte darunter gelitten haben. Ursprünglich war die Verfilmung des Romans von Donna Woolfolk Cross eines der Herzensprojekte von Volker Schlöndorff. Jahrelang bereitete er die (für deutsche Verhältnisse riesige) Produktion vor – nur um dann kurz vor Beginn der Dreharbeiten durch Sönke Wortmann ersetzt zu werden. Auch die Hauptrolle lag ursprünglich nicht bei Johanna Wokalek: Für die Titelrolle in Die Päpstin war ursprünglich Franka Potente engagiert worden. Johanna Wokalek dürfte den meisten Kinozuschauern noch als Gudrun Ensslin in Der Baader Meinhof Komplex in Erinnerung sein.

Der päpstliche Trailer:

Die deutsch-britische Koproduktion Die Päpstin wird morgen, am 22. Oktober 2009 in den deutschen Kinos anlaufen.


Kängufant (Andreas Gerold)

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Kommentare

über Wenn der Papst sich schwängern lässt

alanger

habt ihr einen internen wettbewerb zu laufen wer die knalligste überschrift produziert?

1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir 3 Antworten

Fatzenbolt

lol genau der gedanke kam wir auch schon


dAShEIKO

?
Ich komm nicht mit :( ich bleib hier



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