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Wir schauen The Walking Dead - Staffel 3, Episode 1

Ungewiss in die Zukunft: Rick steht erneut vor folgenschweren Entscheidungen
© AMC
Ungewiss in die Zukunft: Rick steht erneut vor folgenschweren Entscheidungen

Nach einer langen zweiten Staffel kehren die Beißer aus The Walking Dead zurück und in unseren wöchentlichen Recaps berichten wir euch, wie uns die dritte Runde er Zombie-Horror-Serie gefallen hat. Obwohl zugegebenermaßen die vorherigen Ereignisse durchaus zäh vonstattengingen und auch ich das ein oder andere Mal auf die Uhr geschaut habe, da wirklich jeder Konflikt bis ins kleinste Detail auf unerträgliche Art seziert wurde, erfolgte das Finale von Season 2 wie ein gewaltiger Paukenschlag. Bevor ich weiterschreibe sei an dieser Stelle noch eine Spoilerwarnung für die folgenden Zeilen sowie alle späteren Recaps gegeben. Die Gruppe wurde gespalten, Shane (Jon Bernthal) von Rick (Andrew Lincoln) beziehungsweise Carl (Chandler Riggs) ermordet und zu allem Überfluss wurde auch noch das Anwesen der Greenes von einer Horde wilder Zombies überrannt. Außerdem verrät Rick die finale Erkenntnis von Dr. Jenner (Noah Emmerich), der herausgefunden hat, dass alle Überlebenden an einer Zombieinfektion leiden. Es braucht folglich zur Verwandlung in einen lebenden Toten gar keinen Biss mehr, sondern diese Mutation erfolgt automatisch nach dem Tod.

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Was gibt’s Neues aus der Zombies-Apokalypse
Die Kamera fährt langsam – schon fast erhaben – aus dem Auge eines Zombies heraus. Doch bevor wir uns an den Anblick der widerlichen Kreatur und seiner artverwandten Genossen gewöhnen können, brechen Rick, Daryl (Norman Reedus) & Co. die Wohnungstür ein und lassen nach einem kurzen, aber blutigen Intermezzo nur leblose Kadaver hinter sich zurück. Anschließend wird das heruntergekommene Haus im Stakkatotempo nach allem Essbaren sowie anderen nützlichen Dingen durchsucht und bevor die nächste Welle von Zombies erscheint, ist die Gruppe schon wieder auf dem Sprung. Es wird kein Wort geredet und die Ansammlung überlebender Menschen wirkt schon fast wie ein Haufen verkommener Wesen, die ausschließlich von ihrem Überlebensinstinkt getrieben werden.

Nach den neu arrangierten und immer noch visuell beeindruckenden Credits, begleitet von Bear McCrearys vertrautem Theme, kehren die altbekannten Figuren zum menschlicheren Auftreten zurück: Auf der Suche nach einem neuen Unterschlupf scheint ein abgelegenes Gefängnis der ideale Ort zur Errichtung eines vielleicht letzten Bollwerks der Menschheit zu sein. Das im Vorfeld bereits viel diskutierte Szenario wird also unmittelbar eingeführt und elegant mit einem ausgeklügelten Plan von der Gruppe eingenommen. Dieser Akt erinnert schon fast an das präzise Spiel eines Heist-Movies à la Mission: Impossible – eben nur mit zahlreichen Zombies, die aus dem Weg geräumt werden müssen.

Mehr: Setvisit bei The Walking Dead Staffel 3

Wie entwickelt sich die Gruppe? Welche Hierarchien verändern sich?
Obwohl Rick nach Shanes Ermordung klargestellt hatte, dass der Survival-Trip unter seiner Führung von nun an keine Demokratie mehr sei, sind die Verhältnisse innerhalb der Gruppe kaum angespannt – sogar im Gegenteil. Gerade beim gemeinsamen Agieren ist etwas wie Dynamik zu erkennen und jeder Einzelne weiß, worin seine Stärken liegen. Lediglich zwischen Rick und seiner mittlerweile hochschwangeren Frau Lori (Sarah Wayne Callies) ist die Beziehung nicht im Reinen – allerdings wird dieser Konflikt vorerst nur angedeutet. Dazu legt der furiose Staffelauftakt ein viel zu hohes Tempo vor, um in den langwierigen und ergebnislosen Auseinandersetzungen der vorherigen Runde zu enden. Diese Tatsache schließt dennoch nicht aus, dass auch ruhige Momente zwischen dem alltäglichen Schlachtfest zu finden sind und somit ist stets ein Gleichgewicht aus spannendem Horrortreiben und einfühlsamer Charaktervertiefung gegeben.

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