Hounded

Wir schauen The Walking Dead - Staffel 3, Folge 6

Action & Spannung: The Walking Dead
© AMC
Action & Spannung: The Walking Dead

Weiter geht die dritte Staffel von The Walking Dead. Bereits seit einige Folgen hält das Wechselbad der Gefühle an und mittlerweile fehlt fast die Zeit zum durchatmen. Dennoch entpuppt sich die letzte Folge Say the Word als angenehme Durchschnaufpause – was jedoch keineswegs bedeutet, dass auch entsprechend weniger passiert ist. Selbst wenn die augenscheinlichen Handlungen mehr im Hintergrund ihren Lauf nahmen, ordnete die Episode präzise Charakterbeziehungen und sorgte für reichlich Anspannung – nicht zuletzt wegen das packenden Cliffhangers am Ende. Spricht Hounded nun Klartext oder streut auch die nächste Episode weiterhin mannigfaltig irgendwelche Fährten?

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Was gibt’s Neues aus der Zombie-Apokalypse
Gleich zu Beginn wird mit schnellem Tempo vorgelegt. Merle (Michael Rooker) und eine Gruppe von drei bewaffneten Männern jagen Michonne (Danai Jekesai Gurira) durchs Gebüsch und noch während sie einer Fährte von Zombie-Kadavern folgen, kreuzt die entschlossene Kämpferin ihren Weg. Doch selbst wenn ein Katana-Schwert nicht gegen eine Handvoll Feuerwaffen ankommt, gelingt ihr nach heftiger Auseinandersetzung – wenn auch verletzt – die Flucht. Entgegengesetzt der Meinung des letzten lebend Verbliebenen der Gruppe, will Merle die Suche abbrechen, da seiner Überzeugung zufolge Michonne früher oder später von selbst das Zeitliche segnen wird. Sein Plan ist also, den Governor (David Morrissey) anzulügen und damit geht sein Kollege nicht d’accord. Doch der Wüterich fackelt nicht lange und erledigt diesen, ohne mit der Wimper zu zucken. Besonders die dynamische Inszenierung mitsamt ordentlicher Kameraführung gefällt bei Merles endgültiger Verwandlung zum unberechenbaren Psychopathen.

Szenariowechsel, Gefänigs: Am anderen Ende der Leitung antwortet Rick (Andrew Lincoln) tatsächlich eine Frauenstimme auf seine verzweifelte Nachfrage, wer dort sei. Sie berichtet von einer sicheren Gemeinschaft von Menschen und hat auch schon wieder aufgelegt, bevor der verzweifelte Ex-Hilfssheriff antworten kann. Ein weiterer Anruf folgt, aber dieses Mal entgegnet ihm ein Mann mit bestimmenden Worten. Als das Gesprächsthema jedoch auf Lori (Sarah Wayne Callies) fällt, endet die Unterhaltung aufgrund Ricks emotionalen Verhaltens erneut. Verwirrt berichtet er Hershel (Scott Wilson) vom Geschehenen, doch auch dieser mag ihm nicht so richtig helfen können. Bei einem finalen dritten Anruf wird Rick endlich mit der Wahrheit konfrontiert. Es stellt sich heraus, dass die Gesprächsteilnehmer auf der anderen Seite der Leitung nur Projektionen seines Dilemmas sind und schließlich spricht er in seinem Wahn direkt mit Lori. Dieses affektive Akt war unvermeidbar und ist gekonnt gelöst worden. Immerhin wird nicht nur mit seinem Verstand, sondern auch unseren Erwartungen als Zuschauer geschickt gespielt.

Wie entwickelt sich die Gruppe? Welche Hierarchien verändern sich?
Während sich Rick von seinem Schock erholt und langsam wieder seine Umgebung strukturiert wahrnimmt, indem er beispielsweise zum ersten Mal das Glück des Babys erkennt, wird auch auf der anderen Seite des Figurenensembles kräftig an der Charakterentwicklung geschraubt. Andrea (Laurie Holden) hat sich mittlerweile gut in Woodbury eingelebt und somit wächst auch ihre Beziehung zum Governor. Ausnahmsweise erfahren wir in Hounded kein finsteres Geheimnis besagten Anführers, dafür aber etwas über sein inneres Seelenleben. Auf die Frage, worauf er in seinem Leben stolz sei, gibt er zwar keine eindeutige Antwort, deutet jedoch mit nachdenklichem Blick etwas an, von dem Andrea keinen Schimmer hat. Meint er etwa seine Zombie-Tochter? Bevor jedoch Erklärungen folgen, übermannen die Gefühle die Beziehung und endlich ist offiziell ersichtlich: Der Governor und Andrea haben eine Beziehung.

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