Zu Wild Child gibt es Schülertypen-Guide

Wild Child
© Universal Pictures
Wild Child

Eine weitere Teenie-Komödie Wild Child kommt auf uns zu. Schon die britische Version des Alltags in einem britischen Schulinternat Die Girls von St. Trinian sorgte nicht gerade für berauschende Zuschauerzahlen. Nun also auf ein neues viele Episoden, die wahrscheinlich einige Menschen auch erlebt haben, aber die manche Eltern ihren Kindern nie erzählen würden. Wild Child startet bei uns am 18. Dezember in die Kinos.

Zu Promotionzwecken hat die betreuende Agentur einen Schülertypen-Guide veröffentlicht, denn wir Euch nicht vorenthalten wollen. Darin werden die sieben bekanntesten Schüler-Typen mit ihren Stärken, Schwächen und besonderen Eigenheiten vorgestellt und detailliert analysiert – natürlich mit einem kleinen Augenzwinkern.

Streber
Beim Typus des “Strebers” unterscheidet man streng zwei grundverschiedene Varianten, und zwar “Einschleimer” und “Naturtalente”. Der klassische “Einschleim-Streber” setzt aufgrund seines allenfalls durchschnittlichen geistigen Potenzials voll auf extremen Fleiß und arbeitet vor allem aus einem ganz bestimmten Grund für gute Noten: er möchte schlicht den Lehrern gefallen und hängt sich deswegen nicht nur den gesamten Schultag über maximal rein, sondern beschäftigt sich auch nach dem Unterricht noch stundenlang intensiv mit dem Lehrstoff, um Fleißsternchen zu sammeln. Dass die meisten seiner Mitschüler ihn dafür verachten und ihm neben all der Lernerei überhaupt keine Zeit mehr bleibt, mit (nicht vorhandenen) Freunden etwas zu unternehmen, ist dem streng erfolgsorientierten Einschleimer ziemlich egal.

Zur zweiten “Streber”-Variante, den “Naturtalenten”, gehören jene Schüler, denen die guten Noten wegen ihrer natürlichen Begabung “einfach so” in den Schoß fallen – ohne viel Lernen, ohne großen Fleiß, ohne besondere Motivation. Die Bezeichnung “Streber” ist für sie daher eigentlich völlig fehl am Platze, wird von Mitschülern vor allem aus Neid aber trotzdem gern und oft für Hänseleien benutzt. Im Gegensatz zum Einschleim-Streber, der alles daran setzt, den Lehrern zu gefallen, eignen sich Naturtalente mitunter Eigenschaften des bei den Pädagogen weniger beliebten Klassenkaspers an, um sich so klarer von den Einschleimern abzugrenzen und gleichzeitig ihren Stand innerhalb der Schülergemeinschaft zu verbessern.

Schläger
Zum Typ “Schläger” gibt es eigentlich nicht viel zu sagen. Ist ja auch nahe liegend, denn Schläger sind keine Freunde vieler Worte. Wenn ihnen etwas oder jemand nicht passt, wird nicht lange rumdisku…disto…ähh dispu… gelabert, sondern draufgehauen. Schläger verfahren nach dem Motto “Fäuste sagen mehr als tausend Worte” – was im lese- und schreiborientierten Schulalltag natürlich ein gravierender Nachteil ist. Von allen Schülern und dem Großteil des Pädagogenkollegiums gefürchtet, genießen sie bisweilen ein hohes Ansehen bei Sportlehrern, die den körperlichen Einsatz der Schläger mit für sie ungewohnt guten Zensuren zu würdigen wissen. Über welches Potenzial sie in anderen Fächern wirklich verfügen, bleibt meist im Dunkeln. Es ist jedoch anzunehmen, dass nicht alle Schläger gleichzeitig auch nichts im Kopf haben. Und noch dazu sollen einige von ihnen im Inneren sogar sehr emotionale Typen sein. Jedoch ist es einzig und allein den “Traumgirls” vorbehalten, nach dem zu vermutenden weichen Kern unter der harten Schale der Schläger zu suchen.

Klassenkasper
Wer in der Schule permanent rumalbert, ist entweder überdurchschnittlich über- bzw. unterfordert oder versucht, von bestimmten (nicht zum Schläger oder Traumboy qualifizierenden) Defiziten abzulenken (zu klein, zu schwach, für das andere Geschlecht nicht sonderlich attraktiv). Außerdem verfügt er oder sie zwangsläufig natürlich auch über ein gewisses komödiantisches Talent, das aber nur in den seltensten Fällen auch beruflich relevant werden dürfte. Ein großer Vorteil der Klassenkasper gegenüber Strebern und Petzen (und das ist ein Insider-Tipp für alle, die sich persönlich noch nicht auf einen Typ festgelegt haben): Von den Schlägern werden sie in der Regel verschont oder stehen in einigen Fällen sogar unter deren persönlichem Schutz, da sie den meist uninteressanten Unterricht durch ihre dauernden Albereien immerhin erträglich machen. Außerdem ziehen sie die Aufmerksamkeit der Lehrer auf sich, sodass die Schläger sich währenddessen unbemerkt ihren bevorzugten Opfern widmen können. Man kann also durchaus von einer Art Symbiose zwischen Schlägern und Klassenkaspern sprechen.

Sportler
Die absoluten Highlights jeder Schulwoche sind für Sportler die in ihren Augen natürlich viel zu rar gesäten Sportstunden. Unter der Regie des als gottgleich verehrten Sportlehrers mutieren sie schon beim ersten Wittern modriger Turnhallenluft zu Schülern mit maximaler Leistungsbereitschaft – vielfach sind dabei in den Umkleidekabinen Hulk-ähnliche Verwandlungsprozesse zu beobachten. Bei Petzen, Strebern und übergewichtigen Klassenkameraden ruft die schwitzige Atmosphäre derweil stets ein mittelschweres Unwohlsein hervor. Völlig zu Recht, wie man weiß: Denn ihre Verletzungsgefahr erhöht sich mit Betreten der Sporthalle nicht nur wegen der nunmehr unausweichlichen körperlichen Ertüchtigung, sondern vor allem auch durch den hier ungehemmt ausgelebten Jagdtrieb der Sportler. Denen bereiten Schmetter-Volleybälle, Vollspann-Kracher beim Fußball und kraftvolle Dunkings auf dem Basketball-Court bekanntlich umso mehr Spaß, je näher der Ball dabei am Kopf eines ihrer Opfer vorbeizischt (oder diesen – natürlich völlig unbeabsichtigt – mit voller Wucht trifft). Die berüchtigte unheilige Allianz von Sportlern und Schlägern, deren Zustandekommen in erster Linie vom Umfang der Misserfolge beider Gruppen in vorausgegangenen Fächern abhängt, führt dabei immer wieder zu besonders unschönen Szenen, bei denen noch nicht voll belastbare Sport-Referendarinnen zwischenzeitlich gern auch mal die Halle verlassen.

Petzen
Petzen sind Schüler, die meinen, sich dadurch Vorteile bei Lehrern erschleichen zu können, dass sie diese ungefragt auf Fehltritte, Streiche oder sonstige “Straftaten” ihrer Mitschüler aufmerksam machen. Im Unterschied zu Strebern, denen Petzerei oftmals nur aus Neid angedichtet wird, weisen reinrassige Petzen eher mittelmäßige Noten auf – und das meist in sämtlichen belegten Fächern. Genau hier ist auch der Ursprung ihres Verhaltens auszumachen: da sie nicht imstande sind, durch Leistung zu überzeugen, versuchen sie einfach alternativ dadurch besser dazustehen, dass sie andere schlechtmachen. Diese Strategie verspricht jedoch allenfalls kurzfristige Erfolge, sodass Petzen sich während ihrer schulischen Laufbahn irgendwann wohl oder übel umorientieren müssen, wobei die Aufstiegschancen eher gering sind. Langfristig machen sie sich mit ihrer Anschwärzerei nämlich bei Lehrern und Schülern gleichermaßen unbeliebt. Viele von ihnen entscheiden sich daher um die Zeit der Konfirmation/Kommunion/Jugendweihe herum für einen Neuanfang, der gerne mit einem Schuljahr in den USA oder Frankreich eingeläutet wird.

Traumboys/ Traumgirls
Traumgirls und Traumboys sind beneidenswert attraktive Geschöpfe, die aufgrund ihrer herausragenden Optik und ihres einzigartigen Modegeschmacks nicht nur allseits beliebt und in jeder Runde gern gesehen sind, sondern sich auch prima zur stilvollen Repräsentation der Schule eignen. Bei Einschulungsfeiern, Tagen der offenen Tür und anderen Anlässen sind sie für Direktoren daher oft die erste Wahl für das Halten von Reden – die aber natürlich nicht von ihnen selbst, sondern von den Naturtalenten verfasst wurden. Mit inhaltlichen Fragen jeglicher Art konfrontiert, zeigen sich die Traumtypen nämlich weit weniger glanzvoll, weshalb sie den Kontakt mit diesen konsequent meiden. Zu kurzzeitigen Irritationen kann es bei ihnen kommen, wenn sie im Psychologieunterricht erstmals mit Untersuchungen vertraut gemacht werden, die belegen, dass hübsche Schüler bei gleicher Leistung zensurentechnisch oft deutlich besser bewertet werden als weniger hübsche. In der Folge achten sie dann noch mehr als zuvor auf ihr Aussehen – vor allem, wenn das letzte Zeugnis bereits ohnehin grenzwertige Resultate aufwies. Bemerkenswert gute Noten erzielen Traumgirls und -boys (im Gegensatz zu sonstigen Fächer) in Kunst und Musik. Für Streber ist der Fall natürlich klar: Attraktive Menschen fühlen sich unbewusst zur Ästhetik, zur Ausdruckskraft und Schönheit der kreativen Disziplinen hingezogen.

Zicken und Tussis
Während die Rolle des “Klassenkaspers” vorwiegend von Jungs übernommen wird, sind Zickerei und Tussi-Gehabe fast ausschließlich den Mädels vorbehalten. Über andere Girls, ihren Style, ihre Klamotten und überhaupt alles herzuziehen und bei Gelegenheit auch schon mal handgreiflich zu werden (Haareziehen), gehört zu den Grundlagen des Zicken- und Tussi-Daseins. Gruppenbildung ist bei diesem Typus ein ebenfalls sehr bekanntes Phänomen. Für Außenstehende sind konkrete stiltechnische und sonstige streitbare Unterschiede zwischen den sich anzickenden Gruppen meist nicht feststellbar – da offensichtlich auch nicht vorhanden. Warum Zicken und Tussis sich so zickig und tussig verhalten, ist Jungs somit oft komplett schleierhaft. “Stutenbissigkeit” ist für sie etwas, das sie allenfalls aus dem Bio-Lehrbuch zu kennen meinen. Der tatsächlich biologisch begründete Konkurrenzgedanke, der hinter diesem weiblichen Verhalten steckt, ist abermals allein den Strebern bekannt.

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