Brigitte Bardot

Beteiligt an 29 Filmen

Birgit Bardot ist eine französische Sängerin und Schauspielerin, die als Sexsymbol bekannt wurde. Ihrem weltweiten Durchbruch feierte sie mit ...und immer lockt das Weib. Das Image als Sexsymbol konnte sie erst durch die Beendigung ihrer aktiven Filmkarriere im Jahr 1973 wandeln. Seitdem machte sie Schlagzeilen als Ex-Sexsymbol und Tierschützerin.

Ihre jungen Jahre

Als Kind einer wohlhabenden Industriefamilie wurde Brigit Anne-Marie Bardot am 28. September 1934 in einem Pariser Vorort geboren und wuchs dort behütet auf. Ihre streng konservativen Eltern schickten Brigitte Bardot auf eine Privatschule und förderten das tänzerische Talent ihrer Tochter. Bereits mit dreizehn Jahren besuchte sie das Conservatoire Nationale de Danse. Von ihrer Körperbeherrschung, die sie sich während ihrer Tanzausbildung aneignete, profitierte sie später in ihren Filmauftritten.

Über ihre Mutter kam ein Kontakt mit der Modebranche zustande. Mit vierzehn Jahren lief Brigitte Bardot das erste Mal bei einer Modenschau über den Laufsteg. In der Folge wurde sie mehrmals für Modezeitschriften abgelichtet. Ende der 40er Jahre kam Brigitte Bardot als Trägerin neuer individuellerer Teenager-Mode auf die Titelseite der Elle. Das Erscheinen auf dem Cover von Elle weckte das Interesse des Regisseurs Marc Allégret. Er beauftragte seinen damaligen Regieassistenten Roger Vadim von der fünfzehnjährigen Brigit Bardot Probeaufnahmen zu machen. Die Probeaufnahmen führten zwar noch zu keiner Filmkarriere. Jedoch verliebte sich gegen den Widerstand der Eltern die junge Brigit Bardot in den älteren Roger Vadim. Es kam zur Krise und sie unternahm einem Selbstmordversuch. Aber als sie die Volljährigkeit erreicht hatte, heirateten die Beiden.

Vladim schrieb über den ersten Eindruck von Bardot: „Wie ein Ethnologe suchte ich den Prototyp. 1949 fand ich ihn an einem Sommertag auf der Titelseite eines Magazins. Das war das junge Mädchen von heute.“ Dieses Bild der neuen Art Frau, was er von Anfang an in der Frau mit den Initialen BB gesehen hat, gab er nie auf. Nach ihrer Heirat half er ihr bei ihrer Filmkarriere und sie trainierten gemeinsam die perfekte Darstellung – der neuen Art Frau.

Das Sexsymbol

Brigit Bardot ist heute, mehr als dreißig Jahre nach ihrem letzten Film, noch bekannt als eines der Sexsymbole einer vergangenen Ära. Sie ist zum Mythos geworden. Ihr Image wurde kontinuierlich gemeinsam mit ihrem Mann und Regisseur Roger Vadim aufgebaut. Das Privatleben, was ausführlich über die Medien verbreitet wurde, glich weitgehend ihrer Leinwandpräsenz. Sie selbst sagte 1956: „I play myself in films. I am not good enough to play something else. That is why I like simple, wild and sexy parts.“ Als Drehbuchautor schrieb Vadim ihr die Rollen auf den Leib, wodurch ihre Darstellung sehr authentisch war. Beim Publikum löste der neue Typ Frau, den Brigitte Bardot verkörperte, sehr unterschiedliche Reaktionen aus. Auf der einen Seite waren die Zuschauer begeistert und vernarrt in das erotische Kindsweib. Auf der anderen Seite stieß sie durch ihre freizügige Darstellung auf Ablehnung und Empörung. Durch ihre Verkörperung als selbstbestimmte, erotische Frau wurde Brigitte Bardot zur Ikone einer kulturellen Umbruchsituation in der 1950er und 1960er Jahren.

Ihre Filmkarriere

1952 begann Brigit Bardot ihre Filmkarriere mit kleineren Rollen. Entweder trat sie als Nebenfigur in anspruchsvolleren Filmen auf oder übernahm in unbedeutenden Filmen die Hauptrolle. Schon früh entsprachen die Rollen dem Image, was einst Vadim in ihr entdeckt hatte. Öffentliches Aufsehen erreichte Brigitte Bardot nicht durch ihre Filmauftritte, sondern durch freizügige Fotostrecken und skandalöse Auftritte bei Veranstaltungen. Neben ihren Filmen erschienen meherer Pin-Up-Fotos, die zu ihrem Ruhm betrugen.

Ihren Durchbruch feierte die unter ihren Initialen BB bekannte Schauspielerin 1957 mit ...und immer lockt das Weib. Vadim schrieb bei diesem Film nicht nur das Drehbuch, sondern führte auch zum ersten Mal Regie. In diesem Film verkörperte sie die authentische Hauptfigur – als eine kindlich unschuldige, natürlich selbstbestimmte, erotische Schönheit. Der Film wurde dank ihrer erotischen Darstellung nicht nur in Europa zum Kassenschlager. Auch in den Vereinigten Staaten spielte …und immer lockt das Weib vergleichsweise hohe Geldsummen ein. Ein neuer Star war geboren.

Ihr Image behielt Brigitte Bardot bis zu ihrem Karriereende. Selbst die bekannten Regisseure der Nouvelle Vague Jean-Luc Godard und Louis Malle verwendeten dieses Image in ihren Filmen. In Malles Film Privatleben wird das erotische Starimage direkt untersucht. Wohingegen Godard in Die Verachtung die Unwirklichkeit des glamoröusen Scheins aufzudecken versucht.


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6 Kommentare

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La Bardot

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Denkt man an Brigitte Bardot, dann hat man zuallererst diesen wundervollen Kussmund und die wilde Löwenmähne vor Augen. Vermutlich konnten nur 10 Prozent der Männer, die ihr Zimmer, ihr Büro oder ihren Spint mit ihrem Konterfei zierten, überhaupt nur einen Film nennen, in dem sie mitspielte. Man denkt nicht an die Schauspielerin, die sie war, sondern an diese verführerische Kindfrau, die französische Lolita, die Sexbombe.

Brigitte Bardot selbst war ein Produkt, welches perfekt in Szene gesetzt wurde. Alleine schon ihre Haare blond zu färben war ein mehr als gelungener Schachzug. Fortan wurde mehr und mehr an ihrem Image als Sexbombe gearbeitet und entsprechend spielte sie auch in Filmen mit, die diese Rolle unterstrichen und die niemals ihr Talent forderten.

Im Film "Die Wahrheit" zeigt Bardot, dass sie schauspielern kann. Aber seien wir ehrlich, wir denken lieber an ihre sinnliche Weiblichkeit als an ihren Beruf.

Obwohl Brigitte Bardot nicht das Glück hatte und in der Blüte ihrer Schönheit starb, so dass man sie ewig als blonde Schönheit in Erinnerung behalten kann, wie es ihrer Kollegin Marilyn Monroe passierte, ist ihr Mythos nach wie vor unangefochten, obwohl sie sich in der Öffentlichkeit seit einigen Jahren als rassistische Hetzerin aufspielt.

Brigitte Bardot ist in Würde gealtert, hat aber einiges an Sympathie einbüßen müssen. Dennoch wird sie ewig ein wunderbarer, wenn nicht der schönste Teil dieser faszinierenden alten Filmbranche sein, die nur so von Legenden wimmelte.

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La Bardot

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Sagen wir: um die Frau nicht schön zu finden... ;) Danke!


Oceanic6

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;)


patcharisma

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Gestern (10/9/2010) lief auf Arte ein klasse Report, er hiess "Jet-Set in den 60's". Darin wird diese tolle, verrückte, dekadente, aber stylige Zeit erklärt. Zu Wort kommen allerlei ausrangierte Duchessen, Prinzessinnen und Gräfinnen neben Claudia Cardinale und dem verlebten Helmut Berger mit - khämmm! - Niktotinräuspern. Erwähnt werden natürlich auch Grace Kelly, Anita Ekberg und der stämmige Reeder Onassis. Abtanzen an kreativen Maskenbällen bis in die Morgenstunden und schnelles Wechseln des Standorts (meistens zwischen St. Tropez und St. Moritz) gehörten zum guten Ton.

Zentrale Figuren waren aber der unglaublich begabte Gunther Sachs (der Künstler, Fotograf und Filmer war; nicht "Playboy") und seine Angebetete Brigitte Bardot. Er gewann ihr Herz so, indem er aus einem Helikopter 1000 Rosen auf ihr südfranzösisches Haus abwarf. Das ist doch mal was. Die Ehe hielt drei Jahre, die Erinnerung bleibt, die Magie der Zeit ist unwiderbringlich! ;-)

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patcharisma

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PS: Das Buch dazu: "Gunter Sachs - Mein Leben"
Muss man unbedingt gelesen haben! ;-)


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