"Moi je joue
Moi je joue à joue contre joue
Je veux jouer à joue contre vous
Mais vous, le voulez-vous?
De tout coeur
Je veux gagner ce coeur à coeur
Vous connaissez mon jeu par coeur
Alors défendez-vous"
Welch passendes Lied, gesungen von der Bardot persönlich, das ihre sowohl gesellschaftliche, als auch filmische Rolle sehr gut beschreibt.
Brigitte Bardot war das französische Pendant zu Marilyn Monroe, wobei es deutliche Unterschiede zwischen den beiden "Sexsymbolen" gibt. Nein, damit meine ich nicht nur das Äußerliche.
Bardot war eher die typische Femme fatale, verführerisch und freizügig. Monroe hingegen war (nach außen hin, wie man mittlerweile weiß) die naive, unschuldige und anziehende Blondine.
Wenn ich gefragt würde, welche von beiden meiner Meinung nach mehr Stil und Begabung hatte, würde ich antworten: Brigitte Bardot.
Auch wenn man sie als reines, reizvolles Objekt betrachtet hat, hatte sie auch einen Funken Talent, welches sie in einigen Filmen zur Geltung brachte.
An Sympathie hat sie allerdings (zumindest bei) mir verloren, als ich herausfand, dass sie Änhängerin der Front National ist. Tierschutz - bitte ja, extremer Nationalismus - nein.
Gut, dass unsere politischen Ansichten nicht miteinander übereinstimmen ist kein Grund, sie als Schauspielern zu kritisieren. Man darf das eine nicht mit dem anderen vergleichen. Aber der so besondere, starke Eindruck, den sie einst auf mich machte, ist leider verblasst.
Als Schauspielern mag ich sie aber nach wie vor. Es sind ja schließlich ihre Rollen und nicht "sie selbst", die sie in Filmen spielt. Außerdem sollte man ihre Rolle in der Gesellschaft nicht ignorieren, da sie zum Beispiel den Bikini revolutionierte und der Prüderie zu einem nicht sekundären Teil ein Ende setzte.
Denkt man an Brigitte Bardot, dann hat man zuallererst diesen wundervollen Kussmund und die wilde Löwenmähne vor Augen. Vermutlich konnten nur 10 Prozent der Männer, die ihr Zimmer, ihr Büro oder ihren Spint mit ihrem Konterfei zierten, überhaupt nur einen Film nennen, in dem sie mitspielte. Man denkt nicht an die Schauspielerin, die sie war, sondern an diese verführerische Kindfrau, die französische Lolita, die Sexbombe.
Brigitte Bardot selbst war ein Produkt, welches perfekt in Szene gesetzt wurde. Alleine schon ihre Haare blond zu färben war ein mehr als gelungener Schachzug. Fortan wurde mehr und mehr an ihrem Image als Sexbombe gearbeitet und entsprechend spielte sie auch in Filmen mit, die diese Rolle unterstrichen und die niemals ihr Talent forderten.
Im Film "Die Wahrheit" zeigt Bardot, dass sie schauspielern kann. Aber seien wir ehrlich, wir denken lieber an ihre sinnliche Weiblichkeit als an ihren Beruf.
Obwohl Brigitte Bardot nicht das Glück hatte und in der Blüte ihrer Schönheit starb, so dass man sie ewig als blonde Schönheit in Erinnerung behalten kann, wie es ihrer Kollegin Marilyn Monroe passierte, ist ihr Mythos nach wie vor unangefochten, obwohl sie sich in der Öffentlichkeit seit einigen Jahren als rassistische Hetzerin aufspielt.
Brigitte Bardot ist in Würde gealtert, hat aber einiges an Sympathie einbüßen müssen. Dennoch wird sie ewig ein wunderbarer, wenn nicht der schönste Teil dieser faszinierenden alten Filmbranche sein, die nur so von Legenden wimmelte.
Gestern (10/9/2010) lief auf Arte ein klasse Report, er hiess "Jet-Set in den 60's". Darin wird diese tolle, verrückte, dekadente, aber stylige Zeit erklärt. Zu Wort kommen allerlei ausrangierte Duchessen, Prinzessinnen und Gräfinnen neben Claudia Cardinale und dem verlebten Helmut Berger mit - khämmm! - Niktotinräuspern. Erwähnt werden natürlich auch Grace Kelly, Anita Ekberg und der stämmige Reeder Onassis. Abtanzen an kreativen Maskenbällen bis in die Morgenstunden und schnelles Wechseln des Standorts (meistens zwischen St. Tropez und St. Moritz) gehörten zum guten Ton.
Zentrale Figuren waren aber der unglaublich begabte Gunther Sachs (der Künstler, Fotograf und Filmer war; nicht "Playboy") und seine Angebetete Brigitte Bardot. Er gewann ihr Herz so, indem er aus einem Helikopter 1000 Rosen auf ihr südfranzösisches Haus abwarf. Das ist doch mal was. Die Ehe hielt drei Jahre, die Erinnerung bleibt, die Magie der Zeit ist unwiderbringlich! ;-)
Brigitte Bardot ist vielleicht nicht die geborene Schauspielerin, aber das geboren Sexsymbol ist sie auf jeden Fall.
Also ich kann diese Frau nicht objektiv bewerten, also vertraut bloß nicht meinen Filmbewertungen in denen sie mitspielt, sind alle mit komplett verstrahltem Hirn gemacht worden.
Aber vorallem in "Die Verachtung" raubte sie mir den Atem. Dort zeigte sich auch, dass sie schauspielern kann, so schätze ich das zumindestens ein...
Brigitte Bardot war in den 1960ern wohl zurecht eines der größten Idole. Überzeugen konnte sie nicht nur durch ihr nahezu perfektes Aussehen sondern auch durch ihre schauspielerischen und musikalischen Leistungen. Heutzutage ist Brigitte Bardot leider nur noch eine reaktionäre alte Dame, die ihre besten Jahre längst hinter sich hat. Schade eigentlich!
6 Kommentare
über Brigitte Bardot
Kommentar schreibenhollygolightly1 2012/03/26 21:17:47
Kommentar löschen"Moi je joue
Moi je joue à joue contre joue
Je veux jouer à joue contre vous
Mais vous, le voulez-vous?
De tout coeur
Je veux gagner ce coeur à coeur
Vous connaissez mon jeu par coeur
Alors défendez-vous"
Welch passendes Lied, gesungen von der Bardot persönlich, das ihre sowohl gesellschaftliche, als auch filmische Rolle sehr gut beschreibt.
Brigitte Bardot war das französische Pendant zu Marilyn Monroe, wobei es deutliche Unterschiede zwischen den beiden "Sexsymbolen" gibt. Nein, damit meine ich nicht nur das Äußerliche.
Bardot war eher die typische Femme fatale, verführerisch und freizügig. Monroe hingegen war (nach außen hin, wie man mittlerweile weiß) die naive, unschuldige und anziehende Blondine.
Wenn ich gefragt würde, welche von beiden meiner Meinung nach mehr Stil und Begabung hatte, würde ich antworten: Brigitte Bardot.
Auch wenn man sie als reines, reizvolles Objekt betrachtet hat, hatte sie auch einen Funken Talent, welches sie in einigen Filmen zur Geltung brachte.
An Sympathie hat sie allerdings (zumindest bei) mir verloren, als ich herausfand, dass sie Änhängerin der Front National ist. Tierschutz - bitte ja, extremer Nationalismus - nein.
Gut, dass unsere politischen Ansichten nicht miteinander übereinstimmen ist kein Grund, sie als Schauspielern zu kritisieren. Man darf das eine nicht mit dem anderen vergleichen. Aber der so besondere, starke Eindruck, den sie einst auf mich machte, ist leider verblasst.
Als Schauspielern mag ich sie aber nach wie vor. Es sind ja schließlich ihre Rollen und nicht "sie selbst", die sie in Filmen spielt. Außerdem sollte man ihre Rolle in der Gesellschaft nicht ignorieren, da sie zum Beispiel den Bikini revolutionierte und der Prüderie zu einem nicht sekundären Teil ein Ende setzte.
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La Bardot 2011/09/10 16:42:57
Kommentar löschenDenkt man an Brigitte Bardot, dann hat man zuallererst diesen wundervollen Kussmund und die wilde Löwenmähne vor Augen. Vermutlich konnten nur 10 Prozent der Männer, die ihr Zimmer, ihr Büro oder ihren Spint mit ihrem Konterfei zierten, überhaupt nur einen Film nennen, in dem sie mitspielte. Man denkt nicht an die Schauspielerin, die sie war, sondern an diese verführerische Kindfrau, die französische Lolita, die Sexbombe.
Brigitte Bardot selbst war ein Produkt, welches perfekt in Szene gesetzt wurde. Alleine schon ihre Haare blond zu färben war ein mehr als gelungener Schachzug. Fortan wurde mehr und mehr an ihrem Image als Sexbombe gearbeitet und entsprechend spielte sie auch in Filmen mit, die diese Rolle unterstrichen und die niemals ihr Talent forderten.
Im Film "Die Wahrheit" zeigt Bardot, dass sie schauspielern kann. Aber seien wir ehrlich, wir denken lieber an ihre sinnliche Weiblichkeit als an ihren Beruf.
Obwohl Brigitte Bardot nicht das Glück hatte und in der Blüte ihrer Schönheit starb, so dass man sie ewig als blonde Schönheit in Erinnerung behalten kann, wie es ihrer Kollegin Marilyn Monroe passierte, ist ihr Mythos nach wie vor unangefochten, obwohl sie sich in der Öffentlichkeit seit einigen Jahren als rassistische Hetzerin aufspielt.
Brigitte Bardot ist in Würde gealtert, hat aber einiges an Sympathie einbüßen müssen. Dennoch wird sie ewig ein wunderbarer, wenn nicht der schönste Teil dieser faszinierenden alten Filmbranche sein, die nur so von Legenden wimmelte.
bedenklich? 10 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 6 Antworten
La Bardot 2011/09/10 16:47:30
Antwort löschenMein am liebsten genutztes Stilmittel (ohne Witz!) :-)
La Bardot 2011/09/10 16:52:31
Antwort löschenHach, ein neuer sympathischer Zeitgenosse, der diese Seite mit seiner Präsenz veredelt...
JimiHendrix 2011/09/10 18:45:00
Antwort löschenich habe ein poster von ihr in meinem zimmer hängen und kann mich stolz fühlen, sie auch als schauspielerin zu kennen/schätzen
schöner kommentar für eine wunderbare frau ;)
Oceanic6 2011/09/11 01:30:30
Antwort löschenSo schön beschrieben, toller Kommentar. Ich meine, um die Frau nicht zu lieben, muss man schon sehr realitätsfremd sein. ;)
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La Bardot 2011/09/11 01:37:33
Antwort löschenSagen wir: um die Frau nicht schön zu finden... ;) Danke!
Oceanic6 2011/09/11 01:41:18
Antwort löschen;)
patcharisma 2010/09/11 17:25:47
Kommentar löschenGestern (10/9/2010) lief auf Arte ein klasse Report, er hiess "Jet-Set in den 60's". Darin wird diese tolle, verrückte, dekadente, aber stylige Zeit erklärt. Zu Wort kommen allerlei ausrangierte Duchessen, Prinzessinnen und Gräfinnen neben Claudia Cardinale und dem verlebten Helmut Berger mit - khämmm! - Niktotinräuspern. Erwähnt werden natürlich auch Grace Kelly, Anita Ekberg und der stämmige Reeder Onassis. Abtanzen an kreativen Maskenbällen bis in die Morgenstunden und schnelles Wechseln des Standorts (meistens zwischen St. Tropez und St. Moritz) gehörten zum guten Ton.
Zentrale Figuren waren aber der unglaublich begabte Gunther Sachs (der Künstler, Fotograf und Filmer war; nicht "Playboy") und seine Angebetete Brigitte Bardot. Er gewann ihr Herz so, indem er aus einem Helikopter 1000 Rosen auf ihr südfranzösisches Haus abwarf. Das ist doch mal was. Die Ehe hielt drei Jahre, die Erinnerung bleibt, die Magie der Zeit ist unwiderbringlich! ;-)
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patcharisma 2010/09/13 00:25:03
Antwort löschenPS: Das Buch dazu: "Gunter Sachs - Mein Leben"
Muss man unbedingt gelesen haben! ;-)
JimiHendrix 2010/01/09 00:21:50
Kommentar löschenBrigitte Bardot ist vielleicht nicht die geborene Schauspielerin, aber das geboren Sexsymbol ist sie auf jeden Fall.
Also ich kann diese Frau nicht objektiv bewerten, also vertraut bloß nicht meinen Filmbewertungen in denen sie mitspielt, sind alle mit komplett verstrahltem Hirn gemacht worden.
Aber vorallem in "Die Verachtung" raubte sie mir den Atem. Dort zeigte sich auch, dass sie schauspielern kann, so schätze ich das zumindestens ein...
bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
TobiasSD 2008/09/05 20:03:02
Kommentar löschenBrigitte Bardot war in den 1960ern wohl zurecht eines der größten Idole. Überzeugen konnte sie nicht nur durch ihr nahezu perfektes Aussehen sondern auch durch ihre schauspielerischen und musikalischen Leistungen. Heutzutage ist Brigitte Bardot leider nur noch eine reaktionäre alte Dame, die ihre besten Jahre längst hinter sich hat. Schade eigentlich!
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