Leander Haußmann

Beteiligt an 14 Filmen

Der deutsche Regisseur Leander Haußmann stammt aus einer Familie, die bereits seit mehreren Generationen mit dem deutschsprachigen Theaterbetrieb verbunden ist. Sein Vater Ezard Haußmann sowie sein Großvater Erich Haußmann waren beide Schauspieler an verschiedenen Theatern in Deutschland und Österreich. Seine Mutter Doris Haußmann arbeitete als Kostümbildnerin.

Deshalb ist es wenig überraschend, dass der am 26. Juni 1959 in Quedlinburg geborene Leander Haußmann in der DDR nach einer Druckerlehre selbst die Schauspielschule Ernst Busch besuchte. Als Schauspieler hat er 1987 unter anderem auch die Rolle des jungen Brühl in der sechsteiligen Fernsehversion von Józef Ignacy Kraszewskis Sachsentrilogie gespielt. Die gealterte Version dieser Rolle wurde in den anderen Teilen der Trilogie von seinem Vater übernommen.

Auch im Kino war Leander Haußmann immer wieder in unterschiedlichen Rollen zu sehen. So spielte er beispielsweise unter der Regie von Til Schweiger in Der Eisbär und in Gregor Schnitzlers Film Soloalbum. In seinen eigenen Filmen taucht er manchmal ebenfalls in kleineren Rollen auf.

Seine ersten Erfahrungen als Regisseur hat Leander Haußmann am Theater gesammelt. Unter anderem hat er von 1990 bis 1995 am Deutschen Nationaltheater Weimar inszeniert und war anschließend von 1995 bis 2000 Intendant am Schauspielhaus Bochum.

Nachdem Leander Haußmann bereits 1991 Friedrich Schillers Theaterstück Die Verschwörung des Fiesco zu Genua für das Fernsehen verfilmte, ist er heute vor allem als Regisseur von Kinofilmen bekannt. Vielen Filmfreunden ist Leander Haußmann seit seinem Kinodebüt Sonnenallee ein Begriff, der im Jahr 1999 mehr als 2,6 Millionen Deutsche in die Kinosäle lockte.

Seine Arbeiten als Filmregisseur umfassen so verschiedene Werke wie Herr Lehmann und Der kleine Bruder – beides Verfilmungen der Romane von Element of Crime Sänger Sven Regener – sowie die Komödien Dinosaurier – Gegen uns seht ihr alt aus! und Hotel Lux.

Seine eigenen Erfahrungen als Wehrpflichtiger in der DDR verarbeitete Leander Haußmann 2005 in NVA. Auch die Romanfassung von NVA wurde von ihm selbst geschrieben.

Tom Schilling hat für Leander Haußmann sowohl in Robert Zimmermann wundert sich über die Liebe als auch in Warum Männer nicht zuhören – und Frauen schlecht einparken können Rollen übernommen. Zu den Menschen, mit denen Leander Haußmann in seiner Karriere außerdem immer wieder zusammen arbeitet, zählen Detlev Buck und Uwe Dag Berlin. Aber auch seinen Eltern gibt Leander Haußmann immer wieder Rollen in seinen Filmen.


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