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Beteiligt an 18 Filmen
Louis Malle, geboren am 30.10.1930, ist unter anderem bekannt aus den Filmen Fahrstuhl zum Schafott, Auf Wiedersehen, Kinder, Viva Maria!.
Populäre Filme
von Louis Malle
Fahrstuhl zum Schafott
FR 1957
Auf Wiedersehen, Kinder
FR, DE 1987
Viva Maria!
IT, FR 1965
Verhängnis
GB, FR 1992
Pretty Baby
US 1978
News
die Louis Malle erwähnen
Zehn Liebesfilme mit heißen Liebesszenen Veröffentlicht 2009/05/29 16:00:00
Zu Frühlingsbeginn haben die leichten Romanzen Hochkonjunktur, wenn der Sommer mit seinen heißen Nächten naht, dann wechseln die Liebesfilme ihre Farbe. Sie kommen nicht mehr beschwingt und locker daher, jetzt geht es ums Eingemachte: Sex und Erotik, Macht und Gewalt. — Mehr
Volker Schlöndorff wird 70! Veröffentlicht 2009/03/31 09:16:00
Unzählige Literaturverfilmungen begründen den Weltruhm des deutschen Ausnahme-Regisseurs. — Mehr
Berlinale 2009: Demi Moore vergießt Happy Tears Veröffentlicht 2009/02/12 08:45:00
Demi Moore hilft gemeinsam mit Parker Posey ihren Vater: Eine US-Familie pur! — Mehr
1 Kommentare
über Louis Malle
Geistertexter 2009/03/31 20:46:15
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Malle war unbestreitbar einer der talentiertesten Stilkünster des europäischen Films. Aber er war kein Virtuose, der seine Begabungen zur Schau stellte, sondern ein Regisseur, der sich stets um eine dem Thema angemessene Form bemühte; ein Autorenfilmer, dem die von der "Nouvelle Vague" propagierte Autoren-Theorie eher fremd geblieben ist.
Er verstand sich als "Auteur" zu seinen eigenen Bedingungen. Denn trotz der ausdauernden Richtungswechsel gab es auch feste Konstanten in seiner Arbeit: Immer wieder hat er sich mit den Heranwachsenden beschäftigt, mit den Einsamen und Außenseitern, mit Menschen, die am Scheideweg zwischen Leben und Tod mit sich selbst in Konflikt geraten sind. Und immer wieder hat er sich an sogenannte Tabus herangewagt. Sein Meisterwerk "Herzflimmern" (1970) behandelt das Thema Inzest, in "Lacombe Lucien" (1973) beschäftigt er sich mit dem gemeinen Schicksal eines Nazikollaborateurs, in "Eine Komödie im Mai" (1990) veralbert er die Ideale der Alt-68er.
Das Element der Unberechenbarkeit hat Publikum und Kritik bis heute oft irritiert. Gern wurde Malle darum als filmisches Chamäleon porträtiert. Doch im Gegensatz zur Baumechse wechselte er seine Hautfarbe nicht, um sich einer Gefahr zu entziehen, sondern um sich ihr auf ganz eigene Art entgegenzustellen. Statt einfach zu gefallen, wollte er auch verstören und verunsichern.
War er ein Moralist? Ein Moralist ja, aber nicht, um der Moral als Selbstzweck zu dienen, sondern aus Opposition gegen deren Selbstverständlichkeit. Darin ist er sich immer treu geblieben. Malles Unabhängigkeit, seine Beweglichkeit und seine Streitlust lassen ihn nach seinem frühen Tod gerade in der heutigen Zeit, in der der europäische Film Leitfiguren zunehmend vermissen läßt, unersetzlich erscheinen.
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