Hab eben gelesen, das die Filmbosse mit Mel Gibson ein weiteren Mad Max Film planen. Ich dachte, bitte,bitte nicht. Dann lieber Gibson in seiner Paraderolle Martin Ricks, aber auch nur dann, wenn Danny Glover mit von der Partie ist.
Mel, hör einfach auf zu trinken und mach einfach Lethal Weapon 5, gab ja schon genug Gerüchte das es eine Story etc.pp. gibt, dann gibt es noch mal einen richtig guten Blockbuster und schon dürfte zumindestens die Karriere wieder laufen. Am Rest kann man auch arbeiten. Was Willis mit Stirb Langsam 4.0 gelungen ist, müsste eigentlich auch mit Lethal Weapon 5 klappen.
Mir ist das gerede sowas von egal.
Mel Gibson gehört mit zu meinen Lieblingsshauspieler. Und er wird es auch bleiben.
Seine Filme sind Klassiker, Legenden und haben mich sehr unterhalten.
Als Regisseur ist er ebenfalls ein sehr guter. Es wäre wirklich sehr schlimm, wenn es vorbei wäre! Den einen Gibson wie Van Damm, Seagal, oder als Fernsehschauspieler zu sehen, kann ich mir nicht vorstellen.
Privat scheint er ja nicht so nett zu sein, aber schauspielern kann, das muss man ihm lassen. In Lethal Weapon 1-3 fand ich ihn sehr gut und auch in "was Frauen wollen" oder "braveheart", aber Filme wie "der Mann ohne Gesicht" hätte er sich auch sparen können. Dass er Rassist seien soll kann ich aber trotzdem nicht in meinen Kopf kriegen.
Sowohl als Schauspieler als auch als Regisseur mit Licht und Schatten, aber mit Sicherheit kein Langweiler. Gibson polarisiert und das allein macht ihn schon interessanter als die meisten anderen Hollywood-Nasen. Das er ein besonders netter Mensch ist glaub ich zwar nicht, aber ein überdurchschnittlich talentierter ist er glaub ich schon, wenn ihm nicht gerade sein wirres Weltbild einen Strich durch die Rechnung macht.
Was Cruise sein Scientology ist Gibson sein Fundamentalismus, irgendwie finde ich das interessanter und auch ehrlicher als die langweilige "Heal the World"-Attitüde von Clooney, Pitt und DiCaprio.
Ich hab einfach ein Herz für Freaks.
Mir hat Mel Gibson immer viel Freude bereitet. Wer in Lethal Weapon 2 an der Seite von Danny Glover gegen das rassistische Apartheitsregime kämpft, ist wohl kaum ein heimlicher Rassist. Das hätten seine Kollegen sicherlich an seiner Haltung gemerkt. Wer die Geschichte Israels seit seiner Neugründung verfolgt hat und die gutheißt, ist meiner Meinung nach moralisch nicht ganz auf der Höh. Dort war bereits jemand zu Hause, wo die einfach einen Staat gegründet haben und nun die Einheimischen verfolgen. Wen interessierts, ob ihre Vorfahren vor 2000 Jahren mal dort waren. Aber zurück zu Mel Gibson: ein Schauspieler, den unzählige Menschen mögen, und als Regisseur, zumindest Apocalyptico ist gut, und bestimmt nicht das Werk eines Rassisten. Frauen verprügeln und betrügen ist allerdings nicht ok, ich wünsche ihm, dass er es bereut und ihm verziehen wird.
Irgendwann war ich mal 12 und ein Duo aus einem Schwarzen und einem Weißen (später noch erweitert um einen kleinen, geschwätzigen Weißen) brachte mir mit einer Show aus Action und Sprüchen Freude. Ich wurde älter und jener Weiße brachte mir als Einzelkämpfer, der sein Geld zurück will und dabei für Verheerung sorgt Freude.
Dieser Weiße heißt Mel Gibson. Er drehte auch noch einen übermäßig bemühten Frauenfilm, in dem er hören konnte, was Frauen denken (manche im realen Leben meistens an ihn, sogar bei Ausübung der ehelichen Pflichten), und ich dachte "naja"...Nebenher war er auch noch als Familienvater, der gegen englische Besatzer kämpft und als schottischer Freiheitskämpfer unterwegs und wieder dachte ich "naja", aber ich dachte es laut und man schaute mich stellenweise etwas doof an, aber das war ich schon seit langer Zeit gewohnt...
Dann allerdings begann er, mir auf den Wecker zu fallen...Nicht, dass das besonders schwer wäre oder er damit zu einer besonders kleinen Gruppe gehört, ich bin schließlich nicht für Dinge wie Nettigkeit, Geduld oder meine gemäßigte Einstellung bekannt, wenn mir was nicht passt.
Aber es war schon bemerkenswert, wie schnell meine Sympathie für diesen Mann abkühlte.
Es hatte im weitesten Sinne mit seiner Religiosität zu tun. Aber nicht auf der simplen Schiene Gläubiger vs. Atheist. Schön, ich glaube nicht an Gott, ich halte Religion (nicht nur das Christentum) für einen genialen Marketingschachzug, den sich clevere Geschäftsleute (in denglisch hießen sie heute sicher PR-Genies) vor Ewigkeiten einfallen ließen und der immer noch klappt. Er glaubt an Gott. Rowan Atkinson glaubt meines Wissens auch an Gott und ich verehre ihn, Angelina Jolie ist Atheistin und die finde ich in jeder Hinsicht reizlos...Warum also stieß mir seine Religiosität so unangenehm auf?
Es lag zum einen, zum geringeren Anteil, an der propagandistisch inszenierten Gut-Böse Religionsfolter "Die Passion Christi", in der er seine Zugehörigkeit zu den christlich-militanten doch recht klar präsentierte, aber gut, sollte er doch, ändert am Film ohnehin nichts.
Doofe Filme, die eine dämliche Botschaft beinhalten und dilletantisch gespielt werden drehte Mel Gibson ja auch nicht exklusiv, da gibt es andere, die vielmehr Mist absondern.
Aber was wirklich Antipathie in mir generierte, war Gibsons nächtlicher Ausflug nach dem einen oder anderen Drink...
Dabei pöbelte er dann schwer betrunken Polizisten an, who cares, sollte vielleicht jeder mal gemacht haben...
Diese Episode seines für mich vollkommen uninteressanten Privatlebens wäre sicher echolos an mir vorbeigegangen, hätte er sich nicht anschließend ins Fernsehen begeben und eine verheulte Entschuldigung gestammelt und in seiner Verbal-Diarrhoe auch noch von sich gegeben, dass er mit Hilfe von Gott wieder auf den rechten Weg kommen werde...
Gehts noch? Hätte es nicht gereicht zu sagen: "Hey, ich bin auch nur´n Mensch, ich hab Scheiße gebaut und was ich gesagt habe, läßt sich nicht entschuldigen, leid tut´s mir trotzdem" ?
Kann ein erwachsener Mann, der zu diesem Zeitpunkt immerhin schon 7 Kinder hatte, nicht die Verantwortung für sein Tun bei sich selbst suchen?
Was nun mit seiner russischen Gespielin ist und was er angestellt hat sollen von mir aus gern die höchsten Instanzen der weltlichen Ordnung klären: Gerichte und die Boulevard-Presse, das ist mir egal.
Schlimm genug, dass er es einmal geschafft hat, dass das Privatleben eines Stars Einfluss auf meine Meinung über ihn hatte. Das passiert mir nicht nochmal.
Mag er ein Arschloch sein, seine Freundin vermöbeln, was auch immer, das wird strafrechtlich sicher irgendwann geklärt. Rassist, Christ, Schläger, seine Privatsachen sollten keinerlei Einfluss auf seine Arbeit haben und wenn er gern in Damenunterwäsche Koks schnupft, was gehts mich an und was interessiert es mich...
Wenn mir ein Bäcker einen tollen Kuchen macht, interessiert es mich einen Scheiß, ob der Bäcker sonntags in die Kirche geht, wenn aber sein Glauben anfängt, Einfluss auf seine Arbeit zu nehmen, vielleicht weil er sich weigert das bessere Mehl zu kaufen, weil das eventuell von einem muslimischen Händler kommt und dann der Kuchen nicht mehr schmeckt, dann beginne ich, an der fachlichen Qualifikation des Bäckers zu zweifeln, egal, woran er glauben mag. Und dann hol ich mir meinen Kuchen eben woanders.
Sei es wie es sei.
Für mich steht fest, dass seit Jahren nichts mehr erschaffen hat, ob vor oder hinter der Kamera, das mich irgendwie auch nur ansatzweise reizen konnte.
Was den absteigenden Karriere-Ast anbelangt, stehe ich deinem Mel Gibson-Beitrag zur Seite, den Glaubensaspekt möchte ich nicht beurteilen, da es mir egal ist. Zudem werde ich diesen Helden der 80er-Jahre als Martin Riggs und Mad Max in Erinnerung behalten, wie so viele andere `Abgestürzte`seiner Zunft und Generation.
Die Rassismussache halte ich für kompletten Mumpiz.
Aber egal, denn Mel Gibson ist ein genialer Schauspieler und ein grundsymphatischer Mensch. Als Regisseur allerdings mies.
Ob einem Braveheart nun gefällt oder nicht. Man kann ihn nicht als "miesen" Regisseur bezeichnen bei diesen wahnsinns Einspielergebnissen. Auch mit Passion Christie hat er genau ins Schwarze getroffen, obwohl mir der Film nicht gefällt. Auf die Idee, ihn einen miesen Regisseur zu nennen, würde ich trotzdem nie kommen.
wenn man versucht darüber hinwegzusehen, was für eine - pardon - scheiße in dem kopf dieses mannes wohl vorgehen mag um sein "werk" als regisseur neutral zu bewerten, so wird man dann wohl oder übel feststellen, dass mel gibson tatsächlich einfach nur ein arschloch ist.
Ganz offensichtlich ein sexistisches, rassistisches und antisemitisches Arschloch. Schade, denn von der rein filmisches Seite her finde ich ihn okay... werde wohl weiterhin sein Schaffen irgendwie so konsumieren müssen, dass ich nichts dafür zahlen muss.
Von Mad Max über Lethal Weapon, bis hin zu Apocalypto kann Gibson auf der ganzen Linie überzeugen. Ob als Schauspieler oder Regisseur seine Filme sind immer sehenswert und sie sind immer unterhaltsam.
Mach weiter so Mel.
ich war schon als kind ein fan von mel gibson, er ist einfach ein grandioser schauspieler und schafft es immer wieder, mich zum lachen zu bringen, mitgefühlt zu erleben oder zu tränen zu rühren. in wunderbaren filmen stellte er sein können unter beweis, lethal weapon, der mann ohne gesicht, braveheart, maverrick, fletchers visionen, was frauen wollen und und und. er gehört einfach zu einen meiner helden und das wird wohl immer so sein. mel, mach weiter so und ich finds absolut genial, dass du dich nicht unterkriegen lässt, auch wenn einige leute so dummes zeug über dich reden!
als faux pas würde ich sein antisemitisches lallen nicht bezeichnen. was er so denkt hat er in der 'passion...' nochmal deutlich gemacht.
aber 'apocalypto' ist grandios und natürlich 'mad max'.
Er sollte sich einfach nochmal laut für seine Faux Pas entschuldigen. Aber tatsächlich war Apocalypto ein sehr guter Film. Und Braveheart hat damals Millionen von Zuschauern bewegt.
Mel Gibson hat ja nicht gerade die beste Presse gehabt in den letzten Jahren. Aber für die Regie-Kraftakte "Passion Christi" und vor allem den hierzulande unterschätzten "Apocalypto" sollte man ihm schon Respekt zollen.
18 Kommentare
über Mel Gibson
Kommentar schreibenPunk 2011/07/08 09:44:50
Kommentar löschenHab eben gelesen, das die Filmbosse mit Mel Gibson ein weiteren Mad Max Film planen. Ich dachte, bitte,bitte nicht. Dann lieber Gibson in seiner Paraderolle Martin Ricks, aber auch nur dann, wenn Danny Glover mit von der Partie ist.
Kommentar gefällt mir 1 Antworten
Punk 2011/07/08 11:49:38
Antwort löschenDenn sind das eben Filme, die den Namen benutzen, aber nichts damit zu tun haben. Mad Max Teil IV soll mit Mel Gibson sein-braucht kein Mensch.
CarrionFairy 2011/01/10 14:01:21
Kommentar löschenDAS halte ich von mel gibson, liebe freunde:
http://www.youtube.com/watch?v=t3jnCh3j768&feature=related
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Universal Soldier 2010/12/31 18:17:34
Kommentar löschenMel, hör einfach auf zu trinken und mach einfach Lethal Weapon 5, gab ja schon genug Gerüchte das es eine Story etc.pp. gibt, dann gibt es noch mal einen richtig guten Blockbuster und schon dürfte zumindestens die Karriere wieder laufen. Am Rest kann man auch arbeiten. Was Willis mit Stirb Langsam 4.0 gelungen ist, müsste eigentlich auch mit Lethal Weapon 5 klappen.
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Mr. Ogi 2010/10/24 15:02:52
Kommentar löschenMir ist das gerede sowas von egal.
Mel Gibson gehört mit zu meinen Lieblingsshauspieler. Und er wird es auch bleiben.
Seine Filme sind Klassiker, Legenden und haben mich sehr unterhalten.
Als Regisseur ist er ebenfalls ein sehr guter. Es wäre wirklich sehr schlimm, wenn es vorbei wäre! Den einen Gibson wie Van Damm, Seagal, oder als Fernsehschauspieler zu sehen, kann ich mir nicht vorstellen.
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
ComicFan 2010/10/02 09:35:35
Kommentar löschenPrivat scheint er ja nicht so nett zu sein, aber schauspielern kann, das muss man ihm lassen. In Lethal Weapon 1-3 fand ich ihn sehr gut und auch in "was Frauen wollen" oder "braveheart", aber Filme wie "der Mann ohne Gesicht" hätte er sich auch sparen können. Dass er Rassist seien soll kann ich aber trotzdem nicht in meinen Kopf kriegen.
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
janissl 2010/10/02 00:38:51
Kommentar löschenSowohl als Schauspieler als auch als Regisseur mit Licht und Schatten, aber mit Sicherheit kein Langweiler. Gibson polarisiert und das allein macht ihn schon interessanter als die meisten anderen Hollywood-Nasen. Das er ein besonders netter Mensch ist glaub ich zwar nicht, aber ein überdurchschnittlich talentierter ist er glaub ich schon, wenn ihm nicht gerade sein wirres Weltbild einen Strich durch die Rechnung macht.
Was Cruise sein Scientology ist Gibson sein Fundamentalismus, irgendwie finde ich das interessanter und auch ehrlicher als die langweilige "Heal the World"-Attitüde von Clooney, Pitt und DiCaprio.
Ich hab einfach ein Herz für Freaks.
3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
bondbu 2010/10/01 12:40:07
Kommentar löschenMir hat Mel Gibson immer viel Freude bereitet. Wer in Lethal Weapon 2 an der Seite von Danny Glover gegen das rassistische Apartheitsregime kämpft, ist wohl kaum ein heimlicher Rassist. Das hätten seine Kollegen sicherlich an seiner Haltung gemerkt. Wer die Geschichte Israels seit seiner Neugründung verfolgt hat und die gutheißt, ist meiner Meinung nach moralisch nicht ganz auf der Höh. Dort war bereits jemand zu Hause, wo die einfach einen Staat gegründet haben und nun die Einheimischen verfolgen. Wen interessierts, ob ihre Vorfahren vor 2000 Jahren mal dort waren. Aber zurück zu Mel Gibson: ein Schauspieler, den unzählige Menschen mögen, und als Regisseur, zumindest Apocalyptico ist gut, und bestimmt nicht das Werk eines Rassisten. Frauen verprügeln und betrügen ist allerdings nicht ok, ich wünsche ihm, dass er es bereut und ihm verziehen wird.
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doctorgonzo 2010/09/17 11:51:03
Kommentar löschenIrgendwann war ich mal 12 und ein Duo aus einem Schwarzen und einem Weißen (später noch erweitert um einen kleinen, geschwätzigen Weißen) brachte mir mit einer Show aus Action und Sprüchen Freude. Ich wurde älter und jener Weiße brachte mir als Einzelkämpfer, der sein Geld zurück will und dabei für Verheerung sorgt Freude.
Dieser Weiße heißt Mel Gibson. Er drehte auch noch einen übermäßig bemühten Frauenfilm, in dem er hören konnte, was Frauen denken (manche im realen Leben meistens an ihn, sogar bei Ausübung der ehelichen Pflichten), und ich dachte "naja"...Nebenher war er auch noch als Familienvater, der gegen englische Besatzer kämpft und als schottischer Freiheitskämpfer unterwegs und wieder dachte ich "naja", aber ich dachte es laut und man schaute mich stellenweise etwas doof an, aber das war ich schon seit langer Zeit gewohnt...
Dann allerdings begann er, mir auf den Wecker zu fallen...Nicht, dass das besonders schwer wäre oder er damit zu einer besonders kleinen Gruppe gehört, ich bin schließlich nicht für Dinge wie Nettigkeit, Geduld oder meine gemäßigte Einstellung bekannt, wenn mir was nicht passt.
Aber es war schon bemerkenswert, wie schnell meine Sympathie für diesen Mann abkühlte.
Es hatte im weitesten Sinne mit seiner Religiosität zu tun. Aber nicht auf der simplen Schiene Gläubiger vs. Atheist. Schön, ich glaube nicht an Gott, ich halte Religion (nicht nur das Christentum) für einen genialen Marketingschachzug, den sich clevere Geschäftsleute (in denglisch hießen sie heute sicher PR-Genies) vor Ewigkeiten einfallen ließen und der immer noch klappt. Er glaubt an Gott. Rowan Atkinson glaubt meines Wissens auch an Gott und ich verehre ihn, Angelina Jolie ist Atheistin und die finde ich in jeder Hinsicht reizlos...Warum also stieß mir seine Religiosität so unangenehm auf?
Es lag zum einen, zum geringeren Anteil, an der propagandistisch inszenierten Gut-Böse Religionsfolter "Die Passion Christi", in der er seine Zugehörigkeit zu den christlich-militanten doch recht klar präsentierte, aber gut, sollte er doch, ändert am Film ohnehin nichts.
Doofe Filme, die eine dämliche Botschaft beinhalten und dilletantisch gespielt werden drehte Mel Gibson ja auch nicht exklusiv, da gibt es andere, die vielmehr Mist absondern.
Aber was wirklich Antipathie in mir generierte, war Gibsons nächtlicher Ausflug nach dem einen oder anderen Drink...
Dabei pöbelte er dann schwer betrunken Polizisten an, who cares, sollte vielleicht jeder mal gemacht haben...
Diese Episode seines für mich vollkommen uninteressanten Privatlebens wäre sicher echolos an mir vorbeigegangen, hätte er sich nicht anschließend ins Fernsehen begeben und eine verheulte Entschuldigung gestammelt und in seiner Verbal-Diarrhoe auch noch von sich gegeben, dass er mit Hilfe von Gott wieder auf den rechten Weg kommen werde...
Gehts noch? Hätte es nicht gereicht zu sagen: "Hey, ich bin auch nur´n Mensch, ich hab Scheiße gebaut und was ich gesagt habe, läßt sich nicht entschuldigen, leid tut´s mir trotzdem" ?
Kann ein erwachsener Mann, der zu diesem Zeitpunkt immerhin schon 7 Kinder hatte, nicht die Verantwortung für sein Tun bei sich selbst suchen?
Was nun mit seiner russischen Gespielin ist und was er angestellt hat sollen von mir aus gern die höchsten Instanzen der weltlichen Ordnung klären: Gerichte und die Boulevard-Presse, das ist mir egal.
Schlimm genug, dass er es einmal geschafft hat, dass das Privatleben eines Stars Einfluss auf meine Meinung über ihn hatte. Das passiert mir nicht nochmal.
Mag er ein Arschloch sein, seine Freundin vermöbeln, was auch immer, das wird strafrechtlich sicher irgendwann geklärt. Rassist, Christ, Schläger, seine Privatsachen sollten keinerlei Einfluss auf seine Arbeit haben und wenn er gern in Damenunterwäsche Koks schnupft, was gehts mich an und was interessiert es mich...
Wenn mir ein Bäcker einen tollen Kuchen macht, interessiert es mich einen Scheiß, ob der Bäcker sonntags in die Kirche geht, wenn aber sein Glauben anfängt, Einfluss auf seine Arbeit zu nehmen, vielleicht weil er sich weigert das bessere Mehl zu kaufen, weil das eventuell von einem muslimischen Händler kommt und dann der Kuchen nicht mehr schmeckt, dann beginne ich, an der fachlichen Qualifikation des Bäckers zu zweifeln, egal, woran er glauben mag. Und dann hol ich mir meinen Kuchen eben woanders.
Sei es wie es sei.
Für mich steht fest, dass seit Jahren nichts mehr erschaffen hat, ob vor oder hinter der Kamera, das mich irgendwie auch nur ansatzweise reizen konnte.
10 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 5 Antworten
Nigelnightmare 2010/09/17 12:17:14
Antwort löschenIch würde nun glatt meinen Hut vor dir ziehen(wenn ich einen hätte) toller Kommentar Gonzo
alanger 2010/09/17 12:48:51
Antwort löschenapocalypto fand ich klasse.
jollyroger 2010/09/17 13:13:57
Antwort löschenGenau, was ist mit Apocalypto?
Alle 5 Antworten zeigen
doctorgonzo 2010/09/17 13:22:18
Antwort löschenIst nicht schlecht, kann er aber meinetwegen gern behalten.
The_Comedian 2010/09/18 20:59:13
Antwort löschenWas den absteigenden Karriere-Ast anbelangt, stehe ich deinem Mel Gibson-Beitrag zur Seite, den Glaubensaspekt möchte ich nicht beurteilen, da es mir egal ist. Zudem werde ich diesen Helden der 80er-Jahre als Martin Riggs und Mad Max in Erinnerung behalten, wie so viele andere `Abgestürzte`seiner Zunft und Generation.
Basch 2010/07/24 00:11:14
Kommentar löschenDie Rassismussache halte ich für kompletten Mumpiz.
Aber egal, denn Mel Gibson ist ein genialer Schauspieler und ein grundsymphatischer Mensch. Als Regisseur allerdings mies.
Kommentar gefällt mir 2 Antworten
JacksSmirkingRevenge 2010/09/20 23:10:21
Antwort löschenOb einem Braveheart nun gefällt oder nicht. Man kann ihn nicht als "miesen" Regisseur bezeichnen bei diesen wahnsinns Einspielergebnissen. Auch mit Passion Christie hat er genau ins Schwarze getroffen, obwohl mir der Film nicht gefällt. Auf die Idee, ihn einen miesen Regisseur zu nennen, würde ich trotzdem nie kommen.
Basch 2010/09/21 10:53:41
Antwort löschenErfolg ist was ganz anderes als Qualität (siehe z.B. Avatar oder das Gros der Musikcharts). Braveheart ist übrigens ein toller Film.
powerpuff_girl 2010/07/17 23:25:46
Kommentar löschenwenn man versucht darüber hinwegzusehen, was für eine - pardon - scheiße in dem kopf dieses mannes wohl vorgehen mag um sein "werk" als regisseur neutral zu bewerten, so wird man dann wohl oder übel feststellen, dass mel gibson tatsächlich einfach nur ein arschloch ist.
3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
J0J0 2010/07/11 13:49:12
Kommentar löschenGanz offensichtlich ein sexistisches, rassistisches und antisemitisches Arschloch. Schade, denn von der rein filmisches Seite her finde ich ihn okay... werde wohl weiterhin sein Schaffen irgendwie so konsumieren müssen, dass ich nichts dafür zahlen muss.
8 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Blonder 2010/07/08 12:12:46
Kommentar löschenVon Mad Max über Lethal Weapon, bis hin zu Apocalypto kann Gibson auf der ganzen Linie überzeugen. Ob als Schauspieler oder Regisseur seine Filme sind immer sehenswert und sie sind immer unterhaltsam.
Mach weiter so Mel.
3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 2 Antworten
phoenix409 2010/07/09 10:28:29
Antwort löschenhttp://www.kino.de/news/neue-pruegel-vorwuerfe-gegen-mel-gibson/292229.html
Blonder 2010/07/10 01:24:24
Antwort löschenAls Schauspieler Top, als Mensch Flop
*frenzy_punk<3 2010/03/06 00:35:06
Kommentar löschenich war schon als kind ein fan von mel gibson, er ist einfach ein grandioser schauspieler und schafft es immer wieder, mich zum lachen zu bringen, mitgefühlt zu erleben oder zu tränen zu rühren. in wunderbaren filmen stellte er sein können unter beweis, lethal weapon, der mann ohne gesicht, braveheart, maverrick, fletchers visionen, was frauen wollen und und und. er gehört einfach zu einen meiner helden und das wird wohl immer so sein. mel, mach weiter so und ich finds absolut genial, dass du dich nicht unterkriegen lässt, auch wenn einige leute so dummes zeug über dich reden!
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annaberlin 2009/09/07 18:28:23
Kommentar löschenWo bleibt ein neues Regiewerk?
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alanger 2008/10/31 16:50:51
Kommentar löschenals faux pas würde ich sein antisemitisches lallen nicht bezeichnen. was er so denkt hat er in der 'passion...' nochmal deutlich gemacht.
aber 'apocalypto' ist grandios und natürlich 'mad max'.
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Wombat 2008/10/31 16:43:30
Kommentar löschenBraveheart war nix für Mel, Gibson hat sich mit seinem Wissen "Was Frauen wollen" in die Zuschauerherzen gespielt. ;-)
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annaberlin 2008/10/31 16:30:18
Kommentar löschenEr sollte sich einfach nochmal laut für seine Faux Pas entschuldigen. Aber tatsächlich war Apocalypto ein sehr guter Film. Und Braveheart hat damals Millionen von Zuschauern bewegt.
Kommentar gefällt mir Antworten
feininger75 2008/10/08 20:02:40
Kommentar löschenMel Gibson hat ja nicht gerade die beste Presse gehabt in den letzten Jahren. Aber für die Regie-Kraftakte "Passion Christi" und vor allem den hierzulande unterschätzten "Apocalypto" sollte man ihm schon Respekt zollen.
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