Michael Winterbottom - Kommentare

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Muffin Man

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Wikipedia.com zu "Pornographic film": "Many predicted that frank depictions of sex onscreen would soon become commonplace, but culture soon shifted to the more conservative side and that fantasy never came true. William Rotsler expressed this in 1973, "Erotic films are here to stay. Eventually they will simply merge into the mainstream of motion pictures and disappear as a labeled sub-division. Nothing can stop this.""

Und Winterbottom über "9 Songs": "One of the starting points of 9 Songs was: why do films NOT show sex? So many films are love stories, so why not show a love story through two people making love? Why is it that you avoid two people making love when you do a love story? It seems perverse."

Winterbottom verschmelzt also Pornographisches und Liebesfilm und erfüllt auf eine Weise die Ideen von eben der Verschmelzung von Erotik- und Mainstreamfilm. Er selbst sagt aber: "It's not porn! You watch a porn movie and then you watch this, it's obviously not porn."
Für mich ist das Ansichtssache. In einem Horrorfilm gibt es Merkmale, aufgrund derer man ihn als Horrorfilm klassifizieren kann, beim pornographischen Film dasselbe (explizite Sexdarstellungen zum Beispiel). Für mich ist Winterbottoms Aussage eine Verallgemeinerung des Begriffs "Porno", die aber teilweise durch die ziemlich separierte Industrie selbstverschuldet ist. Es gibt mittlerweile hunderttausende billige, schlechte Pornos, die wirklich ohne jeden künstlerischen Anspruch heruntergedreht werden und besonders im Internet weite Verbreitung finden.
Aber was ist mit den guten Pornos? Die mit Atmosphäre, Charme, Geschichte? Meiner Ansicht nach gehen sie unter, auch weil explizite Erotik im Film ein solches Tabu zu sein scheint (anders als expliziter Mord und Totschlag).
Ist "9 Songs" ein Porno? Für mich schon, warum auch nicht? Pornographie als Genre, in dem verschiedene Subgenres angesiedelt sind, wie Pornokomödien oder Pornodramas.
Warum ist das überhaupt ein solches Tabu? In Actionfilmen wird geschossen, in Horrorfilmen gemeuchelt, in Pornos gebumst. Fragwürdiges, Schlechtes gibt es überall. Frauenfeindlichkeit in Pornos? Sicher ein Thema, aber "die Antwort auf schlechte Pornos sind nicht keine Pornos, sondern bessere Pornos." (Annie Sprinkle).

Das meine vielleicht naiven, unwissenden, nichtverstehenden Gedanken zum Thema, hier nicht besonders kohärent vorgeführt, aber das erscheint mir so schwer.
Das Interview steht übrigens hier: http://www.bbc.co.uk/films/2005/03/03/michael_winterbottom_9_songs_interview.shtml

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