Allen Romy Schneider-Fans und denen, die es noch werden wollen, sei ab morgen eine weitere großartige Retrospektive im deutschen Fernsehen empfohlen.
Auf 3sat startet dann mit "Monpti" um 17.20 Uhr eine wunderschöne Reihe mit ausgewählten Werken dieser großen Künstlerin.
Absout selten und unbedingt anzuschauen ist das Porträt am Abend, 22 Uhr
"Romy-Porträt eines Gesichtes"
Ein Glanzstück des Interviewjournalismus von Hans-Jürgen Syberberg.
Wie Romy darin die Maske fallen lässt und ihre Seele ausbreitet, ist für jeden Filmfan ein Muss.
Romy hat niemals ihre Maske fallenlassen, bestimmt auch nicht bei Herrn Syberberg, auch wenn es so scheinen mag, sie war durch und durch Schauspielerkind. Und das war vermutlich auch ihre ganz persönliche Tragödie. "Monpti" finde ich jetzt nicht so den Bringer, als Romy-Einstieg empfehle ich "Mädchen in Uniform", da kippt sie durch ihre umwerfende Präsenz zum ersten Mal einen ganzen kitschigen Film. Für mich ist Romy unerreicht.
Natürlich ist sie so grandios, dass sie dabei trotzdem spielt. Aber es gibt in den 60 Minuten immer wieder Minuten, wo etwas ganz Wahres durchblitzt. Ein einzigartiges Dokument.
Ich habe die Autobiografie des Fotografen Robert Lebeck gelesen. Er hatte eine Session mit ihr in der Bretagne und wundervolle Fotos gemacht. Sie war da schon sehr krank und hat eines nachts Lebeck in ihr Zimmer geholt, um ihm ihre Nierenop-Narbe zu zeigen. Und, na ja, er hat die Situation wohl ausgenutzt. Romy hatte die fatale Neigung, jedem, der nur ein Fünkchen Interesse an ihr zeigte, dieses Interesse mit körperlicher Liebe zu entgelten. Sie hat wohl auch mit - fast - allen Filmpartner, wenn sie nicht schwul waren, geschlafen. Das war ihre Art zu zeigen, danke, dass du mich überhaupt wahrnimmst. Eigentlich mag ich solche Dokus nicht.
Romy Schneider war eine Ausnahmeschauspielerin. Wenn man auch jede Menge Vorbehalte gegen ihre frühen Filme, die sie in Deutschland machte, haben kann: Schon in den Schnulzen der fünfziger Jahre - Paradebeispiel sind die Sissi-Filme - zeigt sich, was für ein Format sie hatte. Aber erst die französischen Regisseure haben all das aus ihr herausholen können, was in ihr steckte. Der französische Film war dem deutschen ohnehin lange überlegen, vielleicht war ihr nur deshalb die große Karriere möglich. Hier in Deutschland wäre sie nie zu "der" Romy Schneider geworden. Ihre besten Rollen waren für mich "Die Spaziergängerin von sans-souci" und "Nachtblende". Sie starb mit gerade mal 42 Jahren. Viel Glück im Leben hatte sie nicht, ihren geliebten Alain Delon bekam sie nicht, die Ehe mit Harry Meyen ging in die Brüche, die mit Biasini auch. Dass ihr Sohn David tödlich verunglückte, hat sie wohl ganz aus der Bahn geworfen. Vielleicht was es , ihr "gebrochenes Herz", das zu ihrem frühen Tod führte.
4 Kommentare
über Romy Schneider
Kommentar schreibenMarkbln 2012/05/26 17:32:38
Kommentar löschenAllen Romy Schneider-Fans und denen, die es noch werden wollen, sei ab morgen eine weitere großartige Retrospektive im deutschen Fernsehen empfohlen.
Auf 3sat startet dann mit "Monpti" um 17.20 Uhr eine wunderschöne Reihe mit ausgewählten Werken dieser großen Künstlerin.
Absout selten und unbedingt anzuschauen ist das Porträt am Abend, 22 Uhr
"Romy-Porträt eines Gesichtes"
Ein Glanzstück des Interviewjournalismus von Hans-Jürgen Syberberg.
Wie Romy darin die Maske fallen lässt und ihre Seele ausbreitet, ist für jeden Filmfan ein Muss.
bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 8 Antworten
Brigittes Helm 2012/05/26 17:40:41
Antwort löschenRomy hat niemals ihre Maske fallenlassen, bestimmt auch nicht bei Herrn Syberberg, auch wenn es so scheinen mag, sie war durch und durch Schauspielerkind. Und das war vermutlich auch ihre ganz persönliche Tragödie. "Monpti" finde ich jetzt nicht so den Bringer, als Romy-Einstieg empfehle ich "Mädchen in Uniform", da kippt sie durch ihre umwerfende Präsenz zum ersten Mal einen ganzen kitschigen Film. Für mich ist Romy unerreicht.
Markbln 2012/05/26 17:44:19
Antwort löschenDochdoch, gucks dir an. Der Mann schafft sie alle.
Markbln 2012/05/26 17:45:34
Antwort löschenNatürlich ist sie so grandios, dass sie dabei trotzdem spielt. Aber es gibt in den 60 Minuten immer wieder Minuten, wo etwas ganz Wahres durchblitzt. Ein einzigartiges Dokument.
Brigittes Helm 2012/05/26 18:05:22
Antwort löschenIch habe die Autobiografie des Fotografen Robert Lebeck gelesen. Er hatte eine Session mit ihr in der Bretagne und wundervolle Fotos gemacht. Sie war da schon sehr krank und hat eines nachts Lebeck in ihr Zimmer geholt, um ihm ihre Nierenop-Narbe zu zeigen. Und, na ja, er hat die Situation wohl ausgenutzt. Romy hatte die fatale Neigung, jedem, der nur ein Fünkchen Interesse an ihr zeigte, dieses Interesse mit körperlicher Liebe zu entgelten. Sie hat wohl auch mit - fast - allen Filmpartner, wenn sie nicht schwul waren, geschlafen. Das war ihre Art zu zeigen, danke, dass du mich überhaupt wahrnimmst. Eigentlich mag ich solche Dokus nicht.
Markbln 2012/05/26 18:20:32
Antwort löschenHab ich auch gelesen. Und auch seine Ausstellung in Berlin gesehen. Toll.
Ich finde nicht, dass die beiden sie ausnutzen.
Brigittes Helm 2012/05/26 18:22:09
Antwort löschenHeute verkauft Lebeck die Fotos unter dem Motto "Romy Schneider in ernster Stimmung. Quiberon1981" für 1.200 Euro das Stück.
Alle 8 Antworten zeigen
Brigittes Helm 2012/05/26 18:27:29
Antwort löschenEin Paparazzo ist nun mal ein Paparazzo, ob er nun Syberberg oder Lebeck heißt. Nur meine Privatmeinung, weiter nichts.
Markbln 2012/05/26 18:31:35
Antwort löschenSuper. ich will eins!
mudibudi 2011/11/20 15:09:51
Kommentar löschenRomy Schneider war eine Ausnahmeschauspielerin. Wenn man auch jede Menge Vorbehalte gegen ihre frühen Filme, die sie in Deutschland machte, haben kann: Schon in den Schnulzen der fünfziger Jahre - Paradebeispiel sind die Sissi-Filme - zeigt sich, was für ein Format sie hatte. Aber erst die französischen Regisseure haben all das aus ihr herausholen können, was in ihr steckte. Der französische Film war dem deutschen ohnehin lange überlegen, vielleicht war ihr nur deshalb die große Karriere möglich. Hier in Deutschland wäre sie nie zu "der" Romy Schneider geworden. Ihre besten Rollen waren für mich "Die Spaziergängerin von sans-souci" und "Nachtblende". Sie starb mit gerade mal 42 Jahren. Viel Glück im Leben hatte sie nicht, ihren geliebten Alain Delon bekam sie nicht, die Ehe mit Harry Meyen ging in die Brüche, die mit Biasini auch. Dass ihr Sohn David tödlich verunglückte, hat sie wohl ganz aus der Bahn geworfen. Vielleicht was es , ihr "gebrochenes Herz", das zu ihrem frühen Tod führte.
bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Pardus 2011/07/18 00:10:10
Kommentar löschen1. La Passante du Sans-Souci
2. La Piscine
3. Ludwig II.
bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir 1 Antworten
Pardus 2011/07/18 00:10:32
Antwort löschenich bewundere sie sehr.......
Tobias 2008/10/18 12:55:40
Kommentar löschenMeine Romy Schneider Lieblingsfilme
(1) Das Wilde Schaf
(2) Swimmingpool
(3) Die Unschuldigen mit den schmutzigen Händen
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