Walt Disney gilt für mich persönlich als einer der größten Filmgenies aller Zeiten, wenn nicht sogar als DAS Filmgenie. Er erkannte wohl als erster die unendlichen visuellen Möglichkeiten des Zeichentrickfilms und setzte alles aufs Spiel um seinen Traum zu verwirklichen. (Manchmal frage ich mich was er wohl geschaffen hätte mit einer Animationstechnik wie heute.) Seine Einflüsse auf die gesamte Filmgeschichte lässen sind so stark das man ein Buch schreiben müsste um ihnen gerecht zu werden. Wo z. B. wäre der Farbfilm wenn er Technicolor nicht die Möglichkeit gegeben hätte seine Filme als Testobjekte zu verwenden und sich so stätig zu verbessern?
Aber mal ehrlich es ist warscheinlich wirklich besser das er tot ist und nicht miterleben musste wie sein Traum der Kunst und Unterhaltung zu reiner Kommerzscheiße geworden ist, wie seine liebevolle Arbeit so mit Füßen getretten wurde und wird.
Am meisten habe ich micht übrigens aufgeregt als Disney beschlossen hat Walts Vornamen einfach aus den Firmennamen zu streichen. Wie kann man nur so unglaublich unverschämt sein!
Aber okay, Pixar ist cool, auch wenn sie bei Disney sind und ich denke Pixar hätte Walt auch gefallen! (Jedenfalls noch, irgendwann fangen die bestimmt auch an seelenlose Scheiße zu produzieren, is nur noch eine Frage der Zeit bis jemand kommt und sagt: "Scheiß auf liebevolle Gestaltung, interessante Charaktere und eine gute Story, arbeitet schneller wir wollen mehr Geld und wer nicht mitmacht fliegt raus!")
Ich bin alles andere als ein Disney-Fan. Das ist allerdings weniger die Schuld vom guten alten Walt (ganz egal , wie pro McCarthy er war), sondern die seiner Geschäftsnachfolger. In seine Amtszeit fallen schließlich wunderbare Werke wie "Alice im Wunderland" oder "20000 Meilen unter dem Meer". Das Problem war offenbar, dass man langfristig damit überfordert war, an seine teilweise genialen Hinterlassenschaften anzuknöpfen (Wer über Donald Ducks Ausraster nicht lachen kann, tut mir wirklich leid). Kamen in den Jahren nach seinem Tod noch Klassiker wie "Robin Hood" oder "Das Dschungelbuch", so entwickelte man sich spätestens seit den späten 80er Jahren( alles nach "Basil") hin zur seichten Zeichentrickunterhaltung, mit platten Figuren, ironiefreien Geschichten, uninspirierten Liedern und seichter Botschaft.
Hätte man das alles noch mit simpler Ignoranz bedenken können, so ist nach der Jahrtausendwende ein unglaublich dämlicher Trend zu erkennen: ob nun die unsägliche Kinderromanze "High School Musical", die den "Grease Plot" beschämend platt aufgriff oder die Jonas Brothers, die einerseits die beeinflussbarste Spezies der Welt (Teeniegirlies) scharfmachen sollen, aber zum Schutz vor Sittenwächtern und zur Aufrechterhaltung eines fragwürdigen Moralkodex brav ihre Purity Ringe in die Kamera halten, oder man die Brüste der Hauptdarstellerin in einem uninteressanten Film verkleinert, damit es kindgerechter wirkt.
Und ja, es gibt auch gute Gegenbeispiele:
So entstand "Cool Runnings" unter Disney Kommando, ebenso die "Muppets Weihnachtsgeschichte" oder "Tron". Aber auch im Realfilmbereich gab es nach 1992 nichts endgültig Faszinierendes mehr.
Insgesamt also war der Tod von Walt Disney nicht nur ein menschlicher Trauerfall, sondern qualitativ eine Tragödie epischen Ausmaßes.
Denn so sehr ich Disney früher verehrte, so sehr kocht heute mein Blut, wenn ich sehe, welch belangloser Mist wieder auf das Zielgruppenpublikum losgelassen wird.
Armer Walt, wenn Du heute noch unter uns wandeln würdest, und müßtest Dir "Air Bud", "Atlantis", "Flubber", "Inspektor Gadget" oder "Sky High" ansehen und den ganzen anderen Mist, auf dem Dein Name steht, Du würdest Dich sicher beim FBI um eine neue Identität bewerben.
Wenn man unterteilen könnte, Disney Fan bis..., wäre ich dabei, sofern es aber nur um Pro oder Anti geht, bin ich dank der qualitativen Verbrechen in den letzten 20 Jahren zweifelsfrei letzteres.
Sorry, Walt.
Zu 'Spätestens seit den späten 80er Jahren( alles nach "Basil")':
Also ich würde die Grenze der guten Qualität erst später zur Jahrtausendwende setzen (wo auch der Chefposten bei Disney wechselte). Oder zählst du tatsächlich Filme wie "König der Löwen", "Aladdin", "Arielle" oder "Die Schöne und das Biest" nicht mehr dazu und hältst sie für "seichte Zeichentrickunterhaltung, mit platten Figuren, ironiefreien Geschichten, uninspirierten Liedern und seichter Botschaft"? :S
3 Kommentare
über Walt Disney
Kommentar schreibenMr.Film 2011/07/03 21:50:25
Kommentar löschenWalt Disney hieß in Wirklichkeit Walter Elias.
bedenklich? 5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
JerichoSmith 2010/11/17 01:50:19
Kommentar löschenWalt Disney gilt für mich persönlich als einer der größten Filmgenies aller Zeiten, wenn nicht sogar als DAS Filmgenie. Er erkannte wohl als erster die unendlichen visuellen Möglichkeiten des Zeichentrickfilms und setzte alles aufs Spiel um seinen Traum zu verwirklichen. (Manchmal frage ich mich was er wohl geschaffen hätte mit einer Animationstechnik wie heute.) Seine Einflüsse auf die gesamte Filmgeschichte lässen sind so stark das man ein Buch schreiben müsste um ihnen gerecht zu werden. Wo z. B. wäre der Farbfilm wenn er Technicolor nicht die Möglichkeit gegeben hätte seine Filme als Testobjekte zu verwenden und sich so stätig zu verbessern?
Aber mal ehrlich es ist warscheinlich wirklich besser das er tot ist und nicht miterleben musste wie sein Traum der Kunst und Unterhaltung zu reiner Kommerzscheiße geworden ist, wie seine liebevolle Arbeit so mit Füßen getretten wurde und wird.
Am meisten habe ich micht übrigens aufgeregt als Disney beschlossen hat Walts Vornamen einfach aus den Firmennamen zu streichen. Wie kann man nur so unglaublich unverschämt sein!
Aber okay, Pixar ist cool, auch wenn sie bei Disney sind und ich denke Pixar hätte Walt auch gefallen! (Jedenfalls noch, irgendwann fangen die bestimmt auch an seelenlose Scheiße zu produzieren, is nur noch eine Frage der Zeit bis jemand kommt und sagt: "Scheiß auf liebevolle Gestaltung, interessante Charaktere und eine gute Story, arbeitet schneller wir wollen mehr Geld und wer nicht mitmacht fliegt raus!")
bedenklich? 4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
doctorgonzo 2010/09/27 15:15:11
Kommentar löschenIch bin alles andere als ein Disney-Fan. Das ist allerdings weniger die Schuld vom guten alten Walt (ganz egal , wie pro McCarthy er war), sondern die seiner Geschäftsnachfolger. In seine Amtszeit fallen schließlich wunderbare Werke wie "Alice im Wunderland" oder "20000 Meilen unter dem Meer". Das Problem war offenbar, dass man langfristig damit überfordert war, an seine teilweise genialen Hinterlassenschaften anzuknöpfen (Wer über Donald Ducks Ausraster nicht lachen kann, tut mir wirklich leid). Kamen in den Jahren nach seinem Tod noch Klassiker wie "Robin Hood" oder "Das Dschungelbuch", so entwickelte man sich spätestens seit den späten 80er Jahren( alles nach "Basil") hin zur seichten Zeichentrickunterhaltung, mit platten Figuren, ironiefreien Geschichten, uninspirierten Liedern und seichter Botschaft.
Hätte man das alles noch mit simpler Ignoranz bedenken können, so ist nach der Jahrtausendwende ein unglaublich dämlicher Trend zu erkennen: ob nun die unsägliche Kinderromanze "High School Musical", die den "Grease Plot" beschämend platt aufgriff oder die Jonas Brothers, die einerseits die beeinflussbarste Spezies der Welt (Teeniegirlies) scharfmachen sollen, aber zum Schutz vor Sittenwächtern und zur Aufrechterhaltung eines fragwürdigen Moralkodex brav ihre Purity Ringe in die Kamera halten, oder man die Brüste der Hauptdarstellerin in einem uninteressanten Film verkleinert, damit es kindgerechter wirkt.
Und ja, es gibt auch gute Gegenbeispiele:
So entstand "Cool Runnings" unter Disney Kommando, ebenso die "Muppets Weihnachtsgeschichte" oder "Tron". Aber auch im Realfilmbereich gab es nach 1992 nichts endgültig Faszinierendes mehr.
Insgesamt also war der Tod von Walt Disney nicht nur ein menschlicher Trauerfall, sondern qualitativ eine Tragödie epischen Ausmaßes.
Denn so sehr ich Disney früher verehrte, so sehr kocht heute mein Blut, wenn ich sehe, welch belangloser Mist wieder auf das Zielgruppenpublikum losgelassen wird.
Armer Walt, wenn Du heute noch unter uns wandeln würdest, und müßtest Dir "Air Bud", "Atlantis", "Flubber", "Inspektor Gadget" oder "Sky High" ansehen und den ganzen anderen Mist, auf dem Dein Name steht, Du würdest Dich sicher beim FBI um eine neue Identität bewerben.
Wenn man unterteilen könnte, Disney Fan bis..., wäre ich dabei, sofern es aber nur um Pro oder Anti geht, bin ich dank der qualitativen Verbrechen in den letzten 20 Jahren zweifelsfrei letzteres.
Sorry, Walt.
bedenklich? 11 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 7 Antworten
doctorgonzo 2010/09/27 17:29:06
Antwort löschenDoch, ich habe meine Meinung losgelassen und Mickey ist nicht Walt...
doctorgonzo 2010/09/27 17:46:02
Antwort löschenDa sieht er eher aus wie Ahörnchen und Bhörnchen...
horro 2010/09/27 18:38:38
Antwort löschenliegt Walt eigentlich immer noch in einer Tiefkühltruhe bei minus 40 Grad?
Filmromantikerin 2011/12/10 16:35:45
Antwort löschenZu 'Spätestens seit den späten 80er Jahren( alles nach "Basil")':
Also ich würde die Grenze der guten Qualität erst später zur Jahrtausendwende setzen (wo auch der Chefposten bei Disney wechselte). Oder zählst du tatsächlich Filme wie "König der Löwen", "Aladdin", "Arielle" oder "Die Schöne und das Biest" nicht mehr dazu und hältst sie für "seichte Zeichentrickunterhaltung, mit platten Figuren, ironiefreien Geschichten, uninspirierten Liedern und seichter Botschaft"? :S
doctorgonzo 2011/12/10 17:56:37
Antwort löschen"Arielle" und "Lion King" zählen zum Blödesten, das der Mäuseohrkonzern je verbrochen hat.
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Filmromantikerin 2011/12/10 19:13:30
Antwort löschenOje, das ist ein Schlag ^^ Kann ich nicht so ganz nachvollziehen, muss es aber ja auch nicht und lass dir natürlich deine Meinung ;)
doctorgonzo 2011/12/10 23:06:46
Antwort löschenArielle ist eine aufgebretzelte Rothaarige, die man nicht pimpern kann.
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