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„Buffy“ ist vielleicht nicht die erwachsenste Serie im Fernsehen (oder halt auf DVD), und die Synchro trägt ihren Teil zu diesem Eindruck bei. Doch wenn man erst ein paar Folgen gesehen hat, hört man eigentlich so schnell nicht mehr auf. Ich kenne keine Serie, in der einfach so (und doch irgendwie so plausibel!) in einer neuen Staffel eine Schwester hinzugefügt wurde, Liebesbeziehungen epische Ausmaße annahmen und Sidekicks der Hauptfigur einen so großen Einfluss auf den Nick des Autors hatten. Unzählige Male stand die Welt vor dem Abgrund, unzählige Male wurde der Untergang verhindert, und sei es nur für das Serienfinale mit einer Armee von Übervampiren – eigentlich ist „Buffy“ ein Stück TV-Geschichte, das man mal gesehen haben muss.
(http://wp.me/poW5-5p)
Da kann der ganze Twilight-Müll einpacken, wenn Buffy den Pflock zückt, Willow ihre Zaubersprüche stammelt und Xander im Kreis rennt. Die Scooby-Gang bleibt ein fester Begleiter meiner Jugend und selbst jetzt gefällt mir die Serie noch. Tolle Charaktere, die sich von Staffel zu Staffel weiterentwickeln. Trotz hohem Ironie-Faktor und fluffigen Dialogen, ging die Serie auch realen Problemen nie aus dem Weg. Die Szene in der Buffy ihre tote Mutter zu Hause findet lässt mich noch immer ungläubig mit dem Kopf schüttlen darüber, dass die Gellar keine große Schauspielkarriere gestartet hat.
Der selbstironische Titel - den viele alleine als Grund nahmen die Serie abzulehnen - zeigte schon deutlich wo Wheadon und sein Team hinwollten: Eine Fantasy/Horror-Serie mit mit cleverem Subtext. Stylisierte anspielungsreiche Dialoge, die weniger auf ein Teenie-Publikum als erwachsene Movie-Nerds schielten und eine klasse Besetzung, die gekonnt zwischen großem Drama und Ironie wechselten - dazu eine Themenvielfalt hinter der sich andere Serien des Genres bis heute verstecken können: Buffy ist großartig und hat sich seinen legendären Status (der u.a. das wissenschaftliche Untergenre der Buffy Studies begründete) mehr als verdient. Achja: Die 8. Staffel die als Comic erscheint, ist ebenfalls sehr lesenswert, denn sie wird von den Autoren der Serie geschrieben.
Unterhaltsam (im Sinne von haarsträubend über lustig bis hin zu sehr einfallsreich) ist die Serie allemal.
Jedoch hätte man die 'Handlung' auch in weit weniger Folgen verpacken können.
SMG ist natürlich ein Top-Serienstar der 90er und die 'Schnute', die sie oft zieht, könnte man fast schon als legendär bezeichnen.
Dennoch, so ungerecht ist das Leben eben:
Buffy gewährt man sieben Staffeln (wobei es auch weniger getan hätten), während man die großartige Serie Firefly schon nach einer einzigen Staffel absetzt.
Bedauerlich, aber das Leben ist eben wahrlich kein Wunschkonzert...
Ich mag die Serie, Auch wenns für viele vielleicht klischeehafter Trash-Highschool kram ist, Mich hat diese Produktion dank der tollen Charaktere und der Dämonischen Masken :D früher und auch heute noch gut Unterhalten.
Ich bin gerade mal wieder dabei die Serie zu sehen und bin bereits bei Staffel 5 angelangt. Die Charaktere aus "Buffy" kommen den Begriff "Serienfreunde" wirklich am nächsten. Jedes Mal wenn die Serie zu Ende geht, muss ich erneut Abschied von den Figuren nehmen und bin danach für ein paar Wochen nicht mehr fähig mir etwas anderes anzusehen. Sowas hatte ich bisher nur bei "Twin Peaks" und "Six Feet Under" und spricht für die großartigen Charaktere, die Joss Whedon und Co. hier kreeirt haben. Und auch bei diesen Durchlauf muss ich mich beherrschen nur ein, zwei Folgen pro Tag zu sehen, weil ich mich sonst danach wieder ärgere, wie schnell es doch vorbei war.
Ich liebe dieser Serie!
Buffy ist eine meiner absoluten Lieblingsserien! Ich muss dazu aber gleich vorweg sagen, dass ich sie nur komplett bis zur 3. Staffel gesehen hab, da ich die Serie ab da echt nicht mehr so toll fand...aber die ersten drei Staffeln sind der Wahnsinn! Jede Folge einfach der Burner, die eine war eher witziger, eine andere war dann trauriger oder romantischer, immer unterschiedlich!
Zudem bin ich auch ein riesen Fan von Sarah Michelle Gellar, ich finde sie sieht einfach super aus und auch als Schauspielerin finde ich sie klasse!
Die Beziehung von Buffy und Angel- ah das absolut geilste an der Serie! Wie hab ich die beiden geliebt! Für mich das absolute Traumpaar und einfach nur unbegreiflich, dass die beiden nich für immer zusammen geblieben sind!!!
Aber auch die anderen Characktere waren auf ihre Art einfach nur charismatisch und man hatte jeden gern, ob es jetzt Xander, Willow, Giles oder sogar Cordelia war, jeden hatte man in sein Herz geschlossen. Für mich sind die ersten drei Staffeln wirklich was ganz besonderes!!!
Ich finde ab Staffel 4 beginnt die Serie super zu werden ... die ersten 3 Staffeln sind so 0815 Teeniemädchenkram, dann beginnt die Serie Inhalt zu bekommen und etwa ab Staffel 5 bekommt sie sogar Tiefe.
Ja, SMG war ne Granate. Die Britney Spears fürs Fernsehen, nur um einiges togher und solider. Leider wurden die Drehbücher gerade in den letzten beiden Staffeln dermaßen schlecht, dass es einem redlich vergällt wurde, dem Stoff zu folgen. Aber die anderen Charaktere - und ich meine nicht den Langweiler Angel - reißen es wieder raus. Und Allisons Weg war wirklich bewegend, so von der zaubersüchtigen Crackhure zum verlorenen Engelchen mit gebrochenem Herzen....das hatte schon was. Der weitere Karrieresprung war dann wohl der Dank für die Performance.
Bin gerade wieder bei staffel 6!!!!! genial, witzig, emotional, trashig bis zum "Geht nicht mehr" :) Magiesüchtige Junkie-Hexen, ironische, sarkastische Dialoge, überraschende und nicht zu erwartende Wendungen (Dawn), wunderbare Personen und fast keine Episode gleicht der nächsten (Once more with feeling).. ich liebe es! Whedon ist ein Gott ! :)
Wer sich mit meinem Filmgeschmack auskennt, wird überrascht sein, dass ich Buffy mag, denn teilweise ist es doch schon recht trashig. Warum ich die Serie trotzdem liebe. Nicht jeden Grund kann ich erklären, manches, was ich an der Serie mag, kann ich einfach nicht in Worte fassen. Ein Grund ist auf jeden Fall die Sympathy für die Hauptfigur und ihre Geschichte. Sie ist eine Superheldin, aber sie ist natürlich geblieben. Sie läuft nicht aufgestylt, wie Lahra Croft rum, ich liebe sie in ihrer Jeanslatzhose. Sie ist ein Mensch, wie du und ich, mit alltäglichen Problemen. Sie ist eine Auserwählte, aber auch ein normaler Teenager mit den normalen Problemen eines Solchen. Sie rettet die Welt vor Vampiren und anderen bösen Kreaturen, aber muss sich von ihrer Mutter sagen lassen, wann sie zu Hause zu sein hat. Sie ist moralisch, sie weiß um ihre Verantwortung, sie macht sich Gedanken, wenn sie mal einen Menschen nicht retten konnte, sie möchte ein normales Leben führen, aber sie hat Verantwortung durch ihre Kräfte. Sie kann kein normales Leben führen. Sie ist ein durch und durch sympathischer Mensch. Sehr sympathysch, sehr schön auch ihre Beziehungen zu ihren Freunden. Die einzelnen Storylines, die sich häufig von Beginn einer staffel bis zum Ende hinziehen, wissen durchaus zu fesseln und man will wissen, wie es weitergeht. Sehr gut gefiel mir die Storyline mit dem Vampir(mir fällt der Name jetzt nicht ein), der sich in sie verliebte. ACHTUNG SPOILER
Großartig aber vor allem die Sache in den letzten beiden Staffeln, mit ihrer Freundin, die sich mit Hexerei beschgäftigte, nach dem Tod ihrer Freundin(gleischgeschlechtliche) Liebe auf Rache sinnt, eine Geschichte, ähnlich, wie mit der dunklen Seite der Macht bei Star Wars. Vom Fantasystandpunkt sehr gut, aber auch von den Emotionen her. Wunderbar die Szene, wo sie kurz davor ist, die Welt zu , und dann von ihrem Freund(auch man mein Namensgedächnis), der ebenfalls Aussenseiter ist, davon abgehalen wird. "Du warst stets meine beste Freundin. Es ist mir egal,m was aus dir geworden ist. Wenn die Welt untergeht, will ich bei dir sein." Plötzlich fängt sie an zu weinen und fällt ihm in die Arme.
SPOILER ENDE
Buffy ist so eine Serie, von der man einfach nicht mehr loskommt. Sie übt auch eine gewisse Faszination auf mich aus. Nicht alles, was mir daran gefällt, kann ich in Worte fassen. Die Sympathy für die Hauptfigur ist nur ein Grund. Wenn ich Buffy sehe, denke ich an den Film"Purple Rose of Kairo", wo plötzlich eine fiktive Filmfigur aus der Kinoleinwand herab in das reale Leben kommt. Ich wünschte Buffy, würde mal so zu mir kommen. Buffy, I love you.
"Buffy" ist eine der wenigen guten Serien die auch Spaß macht. Die Serie bietet im Grunde alles: Action, sympathische Darsteller, Witz, Spannung, Grusel und einfallsreiche Folgen. Gelegentlich wurde es etwas kitschig und in den späteren Staffeln ging der Charme etwas verloren(wenn immer mehr Charaktere kommen wird es sowieso uninteressant), aber gemessen an den Müll der heute so produziert wird ist "Buffy" auf jeden Fall eine tolle Serie. Am besten fand ich immer Giles, Willow und Cordelia.
Buffy kann man sich gern anschauen. Aber mir hat sie früher irgendwie besser gefallen, trotzdem bietet Buffy mehr als solide Untehaltung. Note Gut und 7,5 Punkte. :)
Wo Vampire noch Vampire sein dürfen... Auch, wenn sie dafür gekillt werden ;)
Früher hab ich Buffy nur sporadisch und hauptsächlich auch nur Staffel 6 und 7 geschaut (teilweise auch Folgen aus anderen Staffeln). Aber das hat schon gereicht. Buffy hat mich einfach nicht mehr losgelassen!
Mittlerweile hab ich die ganze Serie auf DVD und kann immer noch nicht genug davon bekommen! Ich könnte mich unmöglich entscheiden, wer mein Lieblingscharakter ist oder wer die besten Kommentare schießt oder die lustigsten Gespräche führt... Sofort fallen mir unzählige Zitate ein (ich verschone euch) :D
Gleichzeitig todernst und unschlagbar komisch, mysteriös und kitschig.
Ich fand das damals echt scheisse, hab dann aber die DVDs gekauft und _bewußt_ reingeguckt. Knackige Dialoge und natürlich auch der ein oder andere mutige Ansatz.
Was soll ich sagen, ich liebe Buffy, keine Serie hat meine Jugend mehr durchzogen als Buffy, ich war regelrecht fanatisch, besitze auch heute immer noch die komplette Serie auf DVD und schaue immer mal wieder rein..........
grossartige serie.. aber es wurde schon alles gute dazu gesagt vieleicht finden fans den bericht hier interessant http://www.globe-m.de/de/experts/schillers-vampirmaedchen
In jeder Generation wird eine Auserwählte geboren. Sie allein muss sich gegen Vampire, Dämonen und die Mächte des Bösen stellen. Sie ist Buffy, die Jägerin. Als Schäferin geboren, wurde sie von der Jungfrau Maria in den Krieg entsendet. Sie muss sich für Frankreich gegen die Engländer stellen. Sie ist Jeanne D’Arc, die Jungfrau von Orleans.
Der englische Thron ist besetzt von einer Königin mit anfechtbarer Legitimation. Sie muss ihren Machtanspruch gegen und für ihr Volk durchsetzten.
Sie ist Elisabeth, die Königin von England. Schottland ist nach dem Königsmord führungslos. Die Königin flüchtet nach England, wo man sie einsperrt, statt ihr zu helfen. Sie ist Maria Stuart, die Königin von Schottland.
Wie alles beginnt
„Buffy – im Bann der Dämonen“ („Buffy - The Vampire Slayer“) ist eine Fernsehserie, die Ende der 90er Jahre in Deutschland und den USA mit beeindruckendem Erfolg lief. Die Basishandlung ist schnell erzählt: Buffy Anne Summers ist ein ganz normaler Teenager, bis sie erfährt, dass sie von höheren Mächten auserwählt und mit übernatürlichen Kräften ausgestattet wurde, um die Welt vor Vampiren und Dämonen zu retten. Gemeinsam mit ihren Freunden kämpft sie nicht nur gegen das Böse, sondern auch mit den Problemen des Erwachsenwerdens. Daraus entwickelte Erfinder und Regisseur Joss Whedon in 6 Jahren 144 Episoden in 7 Staffeln, die Millionen von Zuschauern und unzählbare Fanclubs fanden, diverse Doktorarbeiten und eine eigene Comicreihe nach sich zogen. Der Autor und Popkulturexperte Dietmar Dath verfiel Buffy sogar derart, dass er 2003 das Grundlagen-Werk „Sie ist wach. Über ein Mädchen das hilft, schützt und rettet“ schrieb.
Zitate über Zitate
Was die Serie für Kultur- und Medienwissenschaftler so faszinierend macht, ist Buffys Verpflichtung gegenüber der Mediengeschichte. Die Serie steckt randvoll mit Zitaten und Referenzen zu anderen Erzeugnissen der Popkultur und spielt diese Bezüge offen aus: Da regt Buffy sich schon mal darüber auf, dass sich plötzlich alles so anfühlt wie bei Dawsons Creek oder Beverly Hills, 90210. Oder sie sagt zu ihrem Freund, er solle nicht so tun, als sei er Fox Mulder, sie sei ja auch nicht Dana Scully. Und Buffy überschreitet Genre-Grenzen derart systematisch, dass verzweifelte Fernsehzeitschriften in den späten 90ern zu Wortungetümen wie „Teenie-Action-Horror-Scienefiction-Romantic-Comedy-Krimi-Serie“ griffen.
Der Trend zum Blutsaugen
Das Vampire – und Vampirjäger – dankbare Figuren sind, zeigt auch der aktuelle Erfolg von Stephenie Meyers „Twilight“-Romanen, die die Geschichte des Vampirs Edward und seiner Beziehung zu der Highschoolschülerin Bella erzählen. Meyers Bücher stürmen die Bestsellerlisten und bleiben dort. Der Vampir ist ein Archetyp oder, wie Schreibschullehrer sagen würden, ein Master Character. Eine Figur, die sich immer wieder erzählen lässt und die absolut zeitlos ist. Ihr Konflikt – Biss oder stirb! – verliert nie an Gültigkeit, genauso wenig wie der Konflikt, den die Figuren mit den Vampiren haben, die ihnen nahe stehen.
Auch schon zu Schillers Zeiten
Aber was um alles in der Welt hat eine Vampirjägerin mit Schillers Frauenfiguren zu tun? Was Buffy-Exegeten bislang entging: das Teenagergirl ist eine Meta-Schiller-Figur, in deren Charakter alles zusammenläuft, was Schiller von einer „schönen Seele“ erwartet, und die noch darüber hinausreicht. Denn hätten Johanna, Elisabeth und Maria sich bereits an Buffy orientieren können, wäre manche Katastrophe verhindert worden. Wenn Buffy sich aber als Meta-Schiller-Figur verstehen lässt, hat schon Schiller offensichtlich zeitlose Charaktere und Erzählungen, sogenannte Masterplots, geschaffen. Im 18. Jahrhundert konnte so eine Geschichte wie die von Buffy noch nicht erzählt werden. Aber: Hätte Schiller in den 90ern gelebt, hätte er vermutlich wie Joss Whedon Serien entworfen.
Das Gesetz der Serie & Das Sitzen zwischen den Stühlen
„Der tragische Dichter gibt also mit Recht den gemischten Charakteren den Vorzug, und das Ideal seines Helden liegt in gleicher Entfernung zwischen dem ganz verwerflichen und dem vollkommenen“ schreibt Schiller in seinem Aufsatz „Über die tragische Kunst“ und führt an Maria Stuart exemplarisch vor, was er meint. Sie ist im umfassenden Sinne des Wortes Mensch und in Schillers Augen vor allem: eine Frau. Maria beginnt als schwere Sünderin und endet durch Sühne in königlicher Anmut. An ihr demonstriert Schiller die drei Entwicklungsstufen, die er im 24. der Briefe „Über die ästhetische Erziehung des Menschen“ anspricht: "Es lassen sich also drei verschiedene Momente oder Stufen der Entwicklung unterscheiden, die sowohl der einzelne Mensch als die ganze Gattung notwendig und in einer bestimmten Ordnung durchlaufen müssen, wenn sie den ganzen Kreis ihrer Bestimmungen erfüllen sollen. [...] Der Mensch in seinem psychischen Zustand erleidet bloß die Macht der Natur; er entledigt sich dieser Macht in dem ästhetischen Zustand, und er beherrscht sie in dem moralischen Zustand." Bei dieser Entwicklung soll Maria Stuart, ganz im Sinne der Aristotelischen Dramentheorie, das größtmögliche Maß an Mitleid und Katharsis erzeugen: Ginge sie völlig unschuldig in den Tod, würde die Empörung über ihr ungerechtfertigtes Schicksal womöglich überwiegen. Hätte sie dagegen eindeutig das zeitliche gesegnet, wäre die Anteilnahme des Publikums zu schwach.
Schillers „gemischter Charakter“
Was für den „gemischten Charakter“ der Maria Stuart gilt, trifft auch auf „gelungene“ Seriencharaktere zu. Hanns-Otto Hügel, Professor für Popkultur, sagt, dass jede gute Serie von der Dialektik der Hauptfigur lebt. Entsprechend zerrissen ist Buffy: Lass ich die Menschheit im Stich und führe das Leben eines normalen Teenagers, oder folge ich meiner Bestimmung und jage das Böse? Nach diesem Prinzip ließ schon Schiller seine Johanna auftreten: Folgt sie ihrer Sendung oder entscheidet sie sich für das Leben einer normalen Frau? Auch sie durchläuft mehrere Stufen bis zur Erlösung, wenn es auch andere sind als die der Maria Stuart.
Johannas Bestimmung
Johannas charakterlicher Werdegang entspricht der ästhetischen Theorie, die Schiller in seiner Schrift „Über Anmut und Würde“ formuliert und die an Immanuel Kants kategorischen Imperativ angelehnt ist: Demnach soll der Mensch seine Neigung zugunsten seiner Pflichten zurückstellen, um Würde zu erlangen. Doch Schiller geht, vor allem was seine weiblichen Figuren betrifft, noch einen Schritt weiter: Höchstes Ziel ist Anmut als „der Ausdruck der schönen Seele“ und diese ist dort, „wo Sinnlichkeit und Vernunft, Pflicht und Neigung harmonisieren“. Heute würde man das wahrscheinlich als „mit sich im Reinen sein“ übersetzen. Und wenn man davon absieht, wie absurd Johannas Auffassung vom richtigen und vernünftigen Handeln ist, so ist sie am Ende durch ihren Kniefall vor Gott und dem Opfertod im Gefecht verklärt und vor Gott mit sich im Reinen.
Die Probleme einer Königin
Völlig anders erzählt Schiller da die Figur der Elisabeth. Sie folgt in allen Entscheidungen dem Willen des Volkes und des Parlaments, nie ihren eigenen Wünschen. Am Ende steht sie alleine da, weil sie reine Vernunftentscheidungen gefällt hat. Mit Elisabeth wollte Schiller zeigen, dass eine Frau in einer Männerrolle nicht glücklich werden kann. Und Buffy? Sie steht natürlich über dem Ganzen, da Whedon von Anfang an die Geschichte einer Jägerin erzählt, die, auch wenn es sie viel Kraft kostet, einen Mittelweg zwischen Vernunft und Sinnlichkeit findet.
Geschlechtskrankheit & Kant
Reine Vernunftsentscheidungen sind bei Schiller den männlichen Figuren vorbehalten. In seiner Abhandlung „Über Anmut und Würde“ unterscheidet er klar zwischen den möglichen Entwicklungen von Frauen und Männern. Dabei geht er von der gleichen Ausgangslage aus, die in groben Zügen auch Kant entspricht: Menschen sind Vernunfts- und Sinneswesen. Ein Individuum kann nach Schiller nur dann sittlich-moralisch, das heißt autonom und kraft der Vernunft handeln, wenn er seine Sinnlichkeit, also seine Neigungen, Triebe, Leidenschaften und Affekte kontrolliert. Damit entspricht er Kant, der sagt, dass die Umsetzung des kategorischen Imperativs beim Menschen am sinnlich-affizierten Willen scheitert. Auch Kant behandelt Frauen anders als Männer und schreibt in „Was ist Aufklärung?“, die Aufklärung sei der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit, dieser Schritt zur Mündigkeit sei für das „schöne Geschlecht“ aber ohne Vormünder schwer und gefährlich.
Männer sind anders. Frauen auch
Schillers Absicht ist bei Frauen und Männern unterschiedlich: Frauen wie Maria Stuart widerstehen der Sinnlichkeit „oft mit heroischer Stärke“, handeln intuitiv und nehmen „das heldenmütigste Opfer“ auf sich. Dadurch erlangen sie Anmut. Schillers Männer hingegen beherrschen die Sinnlichkeit, indem sie sich an „Vernunftideen“ orientieren, nach der „höchsten Idee sittlicher Reinheit“ handeln und sich in unlösbaren Gewissenskonflikten verstricken. Als Lohn winkt die Würde, für Schiller „der Ausdruck einer erhabenen Gesinnung“.
Der Weg zur Anmut
Auch Buffy findet, und das nahezu von Anfang an, zur Anmut und zum Ausgleich zwischen Sinnlichkeit und Verstand. Als schlägkräftige Gegenbeispiele fungieren ihre Kolleginnen: Jägerin Kendra, die am Anfang der zweiten Staffel auftaucht, ordnet ihr ganzes Leben der Vampirjagd unter und kritisiert die laxere Buffy hart. Doch dann wird Kendra von der im Freudschen Sinn hysterischen Vampirin Drusilla hypnotisiert und ermordet. So was wäre Buffy nie passiert! Umgekehrt zeigt Joss Whedon, was Schiller wohl gern gesehen hätte, dass ausschließlich sinnlich motiviertes Handeln zum Tod führt: Faith, die Jägerin, die nach Kendras Tod in die Serie eingeführt wird, hält nichts von Regeln, handelt intuitiv und gewalttätig, betrachtet Männer als Spielzeug und wechselt aus Hass und Machtgier auf die Seite des Bösen. Das muss schief gehen. Am Ende steht Faith dann doch der moralisch überlegenen und schillernd anmutigen Buffy beim Kampf gegen das Böse bei.
Macht & Ohnmacht, Wahl & Freiheit
„Aus großer Macht folgt große Verantwortung“ stellt Superheld Spiderman fest. Auch das wusste Schiller schon. Die Geschichte wiederholt sich, die Ohnmacht angesichts der eigenen Macht scheint einer der großen Schillerschen Masterplots zu sein. Am offensichtlichsten ist das Problem bei Elisabeth. Zwar sagt Talbot, Graf von Shrewsbury und der zweite wichtige Berater von Elisabeth,im zweiten Aufzug zu ihr: „Sag nicht, du müsstest der Notwendigkeit gehorchen und dem Dringen deines Volkes. Sobald du willst, in jedem Augenblick kannst du erproben, dass dein Wille frei ist“. Elisabeth allerdings zieht aus dem Rat nicht die „richtigen“ Schlüsse und lässt Maria aus Angst vor Machtverlust trotzdem töten.
Schicksalsergeben?
Auch Johanna gesteht sich kurz vor Ende des Dramas ein: „Frommer Stab! O hätt ich nimmer mit dem Schwerte dich vertauscht! ... Wärst du nimmer mir erschienen, hohe Himmelskönigin! ... Musstest du ihn auf mich laden diesen furchtbaren Beruf, ... Ach! Es war nicht meine Wahl!“. Am Anfang ist ihre Widerstandskraft gegen die Entsendung noch sehr stark. Die heilige Mutter Gottes muss sie dreimal auffordern, bis Johanna wirklich ihrer göttlichen Pflicht folgt, und sie muss die Schäferin mit ihren eigenen Argumenten schlagen. Beim ersten Erscheinen der Jungfrau Maria antwortet Johanna ihr: „Wie kann ich solcher Tat mich unterwinden, eine zarte Magd, unkundig des verderblichen Gefechts!“. Doch beim dritten Mal verwendet die Mutter Gottes genau dieses Argument der Weiblichkeit gegen sie: „Gehorsam ist des Weibes Pflicht auf Erden, das harte Dulden ist ihr schwerstes Los, durch strengen Dienst muss sie geläutert werden, die hier gedienet, ist dort oben groß.“ Konnte die strenggläubige Johanna sich da noch gegen die Pflicht entscheiden? Wohl kaum.
Entscheidungen gegen die Pflicht?
Ähnlich ergeht es Buffy. Als Buffys Mutter Joyce Ende der zweiten Staffel von der Berufung ihrer Tochter erfährt, will sie, wie Vater Thibaut der Johanna, ihr das Wahrnehmen dieser Aufgabe verbieten. Buffy allerdings nimmt den Streit mit ihrer Mutter in Kauf und sagt immer wieder: „Ich bin die Auserwählte, ich muss das tun“. Antwortet Joyce Summers, „Du solltest bei mir bleiben, davon wird die Welt schon nicht untergehen“, weiß es die Tochter besser. Allerdings kann Josh Whedon sich nicht allein auf die Kraft religiöser Vorstellungen stützen und muss zu einer „Was wäre wenn...“-Folge greifen, die in düsteren Farben ausmalt, wie die Welt ohne Buffys Eingreifen aussähe.
Das absolut Böse
Mit dem absolut Bösen hat Joss Whedon für Buffy natürlich den perfekten Antagonisten gewählt. Nie würde man anzweifeln, dass Buffys Auftrag zu vernachlässigen wäre oder sie sogar auf der falschen Seite kämpfen könnte. Zu Recht anders lesen zeitgenössische Theatermacher die „Jungfrau von Orleans“ und halten das Stück durchaus für nationalistisch und ressentimentgeladen, zumal es auch schon in diesem Sinn inszeniert wurde. Schillers Johanna, eine religiöse Fanatikerin, vergleichbar etwa mit islamischen Terroristen? Im Buffy-Mythos wird erzählt, die historische Johanna sei auch eine Jägerin gewesen und genau wie Buffy von einer höheren Macht mit dämonischen Kräften und hellseherischen Fähigkeiten ausgestattet worden, um die Welt vom Bösen zu befreien. Allerdings habe Jeanne d'Arc ihren Auftrag falsch verstanden und sei deswegen auf die Engländer losgegangen. Hier schließt sich der Kreis zu Kendra: Während Jeanne d’Arc rein vernunftorientiert gehandelt und nicht auf ihr Herz gehört hat, fällt Buffy Entscheidungen mit Herz und Kopf, gewinnt am Ende ihre Freiheit und den Kampf gegen das Böse.
Jedem, was er verdient. Bei Schiller wird Charakterschwäche bestraft, ideal-weibliches Handeln belohnt. Elisabeth ist die große Verliererin, obwohl sie politisch gesehen gewinnt und am Leben bleibt. Sie hat ihre Konkurrentin Maria Stuart durch einen Justizmord aus dem Weg geräumt und den Mord einem anderen in die Schuhe geschoben, hat taktiert und gelogen, um vor dem Volk gut dazustehen. In einem Brief an Goethe bezeichnet Schiller sie als „königliche Heuchlerin“. Ihr Mangel an menschlicher Größe lasse sie auch ihr Amt als Herrscherin nicht sinnvoll ausführen. Eine Frau wie sie kann bei Schiller am Ende nur alleine dastehen. Maria Stuart und Johanna dagegen sterben in Anmut. Sie waren mit sich selbst im Reinen. Und Buffy? Sie zieht das große Los und wird am Ende der Serie von ihrer Berufung befreit. Die letzte Einstellung der Serie, ähnlich der Regenbogenverklärung der Johanna, ist ein seltenes und ehrliches Lächeln von Buffy. Nun darf sie ein normales Mädchen sein und ein Frauenleben führen. Auch bei Joss Whedon zählt Anmut, egal wie unemanzipiert er seine Heldin enden lässt. Aber: Buffy lebt. Das hat Schiller sich noch nicht getraut.
Kritiken (3) — Serie: Buffy - Im Bann der Dämonen
Xander8112: Xanders Blog
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„Buffy“ ist vielleicht nicht die erwachsenste Serie im Fernsehen (oder halt auf DVD), und die Synchro trägt ihren Teil zu diesem Eindruck bei. Doch wenn man erst ein paar Folgen gesehen hat, hört man eigentlich so schnell nicht mehr auf. Ich kenne keine Serie, in der einfach so (und doch irgendwie so plausibel!) in einer neuen Staffel eine Schwester hinzugefügt wurde, Liebesbeziehungen epische Ausmaße annahmen und Sidekicks der Hauptfigur einen so großen Einfluss auf den Nick des Autors hatten. Unzählige Male stand die Welt vor dem Abgrund, unzählige Male wurde der Untergang verhindert, und sei es nur für das Serienfinale mit einer Armee von Übervampiren – eigentlich ist „Buffy“ ein Stück TV-Geschichte, das man mal gesehen haben muss.
(http://wp.me/poW5-5p)
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Kubrick_obscura: CinemaForever
Kommentar löschenDa kann der ganze Twilight-Müll einpacken, wenn Buffy den Pflock zückt, Willow ihre Zaubersprüche stammelt und Xander im Kreis rennt. Die Scooby-Gang bleibt ein fester Begleiter meiner Jugend und selbst jetzt gefällt mir die Serie noch. Tolle Charaktere, die sich von Staffel zu Staffel weiterentwickeln. Trotz hohem Ironie-Faktor und fluffigen Dialogen, ging die Serie auch realen Problemen nie aus dem Weg. Die Szene in der Buffy ihre tote Mutter zu Hause findet lässt mich noch immer ungläubig mit dem Kopf schüttlen darüber, dass die Gellar keine große Schauspielkarriere gestartet hat.
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Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde
Kommentar löschenDer selbstironische Titel - den viele alleine als Grund nahmen die Serie abzulehnen - zeigte schon deutlich wo Wheadon und sein Team hinwollten: Eine Fantasy/Horror-Serie mit mit cleverem Subtext. Stylisierte anspielungsreiche Dialoge, die weniger auf ein Teenie-Publikum als erwachsene Movie-Nerds schielten und eine klasse Besetzung, die gekonnt zwischen großem Drama und Ironie wechselten - dazu eine Themenvielfalt hinter der sich andere Serien des Genres bis heute verstecken können: Buffy ist großartig und hat sich seinen legendären Status (der u.a. das wissenschaftliche Untergenre der Buffy Studies begründete) mehr als verdient. Achja: Die 8. Staffel die als Comic erscheint, ist ebenfalls sehr lesenswert, denn sie wird von den Autoren der Serie geschrieben.
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Kängufant Wed, 28 Apr 2010 18:23:40 -0000
Antwort löschenAch was? Du wolltest die Comics doch gar nicht haben! :)
Und guck Du mich nochmal schief an, wenn ich wieder auf Buffy bin!
Kommentare
über Buffy - Im Bann der Dämonen
Canis Majoris Sat, 27 Apr 2013 18:23:52 -0000
Kommentar löschenUnterhaltsam (im Sinne von haarsträubend über lustig bis hin zu sehr einfallsreich) ist die Serie allemal.
Jedoch hätte man die 'Handlung' auch in weit weniger Folgen verpacken können.
SMG ist natürlich ein Top-Serienstar der 90er und die 'Schnute', die sie oft zieht, könnte man fast schon als legendär bezeichnen.
Dennoch, so ungerecht ist das Leben eben:
Buffy gewährt man sieben Staffeln (wobei es auch weniger getan hätten), während man die großartige Serie Firefly schon nach einer einzigen Staffel absetzt.
Bedauerlich, aber das Leben ist eben wahrlich kein Wunschkonzert...
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BattlemasterIZ Fri, 26 Apr 2013 14:32:15 -0000
Kommentar löschenIch mag die Serie, Auch wenns für viele vielleicht klischeehafter Trash-Highschool kram ist, Mich hat diese Produktion dank der tollen Charaktere und der Dämonischen Masken :D früher und auch heute noch gut Unterhalten.
bedenklich? 6 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Raccoon Mon, 08 Apr 2013 23:25:57 -0000
Kommentar löschenJaaa ab Donnerstag auf Sixx! Welcome back in Sunnydale :)
bedenklich? 5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Pyro 91 Fri, 22 Mar 2013 19:59:44 -0000
Kommentar löschenIch bin gerade mal wieder dabei die Serie zu sehen und bin bereits bei Staffel 5 angelangt. Die Charaktere aus "Buffy" kommen den Begriff "Serienfreunde" wirklich am nächsten. Jedes Mal wenn die Serie zu Ende geht, muss ich erneut Abschied von den Figuren nehmen und bin danach für ein paar Wochen nicht mehr fähig mir etwas anderes anzusehen. Sowas hatte ich bisher nur bei "Twin Peaks" und "Six Feet Under" und spricht für die großartigen Charaktere, die Joss Whedon und Co. hier kreeirt haben. Und auch bei diesen Durchlauf muss ich mich beherrschen nur ein, zwei Folgen pro Tag zu sehen, weil ich mich sonst danach wieder ärgere, wie schnell es doch vorbei war.
Ich liebe dieser Serie!
bedenklich? 4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Eponine07 Thu, 21 Mar 2013 14:36:41 -0000
Kommentar löschenBuffy ist eine meiner absoluten Lieblingsserien! Ich muss dazu aber gleich vorweg sagen, dass ich sie nur komplett bis zur 3. Staffel gesehen hab, da ich die Serie ab da echt nicht mehr so toll fand...aber die ersten drei Staffeln sind der Wahnsinn! Jede Folge einfach der Burner, die eine war eher witziger, eine andere war dann trauriger oder romantischer, immer unterschiedlich!
Zudem bin ich auch ein riesen Fan von Sarah Michelle Gellar, ich finde sie sieht einfach super aus und auch als Schauspielerin finde ich sie klasse!
Die Beziehung von Buffy und Angel- ah das absolut geilste an der Serie! Wie hab ich die beiden geliebt! Für mich das absolute Traumpaar und einfach nur unbegreiflich, dass die beiden nich für immer zusammen geblieben sind!!!
Aber auch die anderen Characktere waren auf ihre Art einfach nur charismatisch und man hatte jeden gern, ob es jetzt Xander, Willow, Giles oder sogar Cordelia war, jeden hatte man in sein Herz geschlossen. Für mich sind die ersten drei Staffeln wirklich was ganz besonderes!!!
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Kriegsmaschine Thu, 21 Mar 2013 15:48:15 -0000
Antwort löschenIch finde ab Staffel 4 beginnt die Serie super zu werden ... die ersten 3 Staffeln sind so 0815 Teeniemädchenkram, dann beginnt die Serie Inhalt zu bekommen und etwa ab Staffel 5 bekommt sie sogar Tiefe.
Baumkopf Holzfaust Sun, 17 Feb 2013 19:31:34 -0000
Kommentar löschenJa, SMG war ne Granate. Die Britney Spears fürs Fernsehen, nur um einiges togher und solider. Leider wurden die Drehbücher gerade in den letzten beiden Staffeln dermaßen schlecht, dass es einem redlich vergällt wurde, dem Stoff zu folgen. Aber die anderen Charaktere - und ich meine nicht den Langweiler Angel - reißen es wieder raus. Und Allisons Weg war wirklich bewegend, so von der zaubersüchtigen Crackhure zum verlorenen Engelchen mit gebrochenem Herzen....das hatte schon was. Der weitere Karrieresprung war dann wohl der Dank für die Performance.
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robbejr Sun, 03 Feb 2013 11:12:02 -0000
Kommentar löschenBin gerade wieder bei staffel 6!!!!! genial, witzig, emotional, trashig bis zum "Geht nicht mehr" :) Magiesüchtige Junkie-Hexen, ironische, sarkastische Dialoge, überraschende und nicht zu erwartende Wendungen (Dawn), wunderbare Personen und fast keine Episode gleicht der nächsten (Once more with feeling).. ich liebe es! Whedon ist ein Gott ! :)
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Denny Crane Thu, 15 Nov 2012 17:05:09 -0000
Kommentar löschenFür Buffy nimmt man sogar Mobbing in Kauf!
bedenklich? 4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 3 Antworten
Moncineo Thu, 15 Nov 2012 23:44:27 -0000
Antwort löschenAber nicht hier. Fand die Serie auch großartig.
Alle 3 Antworten zeigen
Denny Crane Sat, 17 Nov 2012 00:22:52 -0000
Antwort löschenStimmt! Denn hier werden Filme und Serien nach ihrem Inhalt bewertet!
Leya Sat, 05 Jan 2013 23:18:20 -0000
Antwort löschenich liebe buffy meine absolute lieblings serie ich kann sie immer und immer wieder gucken :) .. man sollte die serie wieder im tv schauen können :)
emotionfreak Sun, 11 Nov 2012 00:56:57 -0000
Kommentar löschenWer sich mit meinem Filmgeschmack auskennt, wird überrascht sein, dass ich Buffy mag, denn teilweise ist es doch schon recht trashig. Warum ich die Serie trotzdem liebe. Nicht jeden Grund kann ich erklären, manches, was ich an der Serie mag, kann ich einfach nicht in Worte fassen. Ein Grund ist auf jeden Fall die Sympathy für die Hauptfigur und ihre Geschichte. Sie ist eine Superheldin, aber sie ist natürlich geblieben. Sie läuft nicht aufgestylt, wie Lahra Croft rum, ich liebe sie in ihrer Jeanslatzhose. Sie ist ein Mensch, wie du und ich, mit alltäglichen Problemen. Sie ist eine Auserwählte, aber auch ein normaler Teenager mit den normalen Problemen eines Solchen. Sie rettet die Welt vor Vampiren und anderen bösen Kreaturen, aber muss sich von ihrer Mutter sagen lassen, wann sie zu Hause zu sein hat. Sie ist moralisch, sie weiß um ihre Verantwortung, sie macht sich Gedanken, wenn sie mal einen Menschen nicht retten konnte, sie möchte ein normales Leben führen, aber sie hat Verantwortung durch ihre Kräfte. Sie kann kein normales Leben führen. Sie ist ein durch und durch sympathischer Mensch. Sehr sympathysch, sehr schön auch ihre Beziehungen zu ihren Freunden. Die einzelnen Storylines, die sich häufig von Beginn einer staffel bis zum Ende hinziehen, wissen durchaus zu fesseln und man will wissen, wie es weitergeht. Sehr gut gefiel mir die Storyline mit dem Vampir(mir fällt der Name jetzt nicht ein), der sich in sie verliebte. ACHTUNG SPOILER
Großartig aber vor allem die Sache in den letzten beiden Staffeln, mit ihrer Freundin, die sich mit Hexerei beschgäftigte, nach dem Tod ihrer Freundin(gleischgeschlechtliche) Liebe auf Rache sinnt, eine Geschichte, ähnlich, wie mit der dunklen Seite der Macht bei Star Wars. Vom Fantasystandpunkt sehr gut, aber auch von den Emotionen her. Wunderbar die Szene, wo sie kurz davor ist, die Welt zu , und dann von ihrem Freund(auch man mein Namensgedächnis), der ebenfalls Aussenseiter ist, davon abgehalen wird. "Du warst stets meine beste Freundin. Es ist mir egal,m was aus dir geworden ist. Wenn die Welt untergeht, will ich bei dir sein." Plötzlich fängt sie an zu weinen und fällt ihm in die Arme.
SPOILER ENDE
Buffy ist so eine Serie, von der man einfach nicht mehr loskommt. Sie übt auch eine gewisse Faszination auf mich aus. Nicht alles, was mir daran gefällt, kann ich in Worte fassen. Die Sympathy für die Hauptfigur ist nur ein Grund. Wenn ich Buffy sehe, denke ich an den Film"Purple Rose of Kairo", wo plötzlich eine fiktive Filmfigur aus der Kinoleinwand herab in das reale Leben kommt. Ich wünschte Buffy, würde mal so zu mir kommen. Buffy, I love you.
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littlesayang Wed, 19 Sep 2012 08:50:30 -0000
Kommentar löschenIch liebe diese Serie und alle Charaktere. Gestern noch beim Kochen ganz laut Songs aus "Once more with a feeling" gesungen. Staffel 6 ist die beste!!
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Thomas Hetzel Fri, 13 Jul 2012 06:53:54 -0000
Kommentar löschen"Buffy" ist eine der wenigen guten Serien die auch Spaß macht. Die Serie bietet im Grunde alles: Action, sympathische Darsteller, Witz, Spannung, Grusel und einfallsreiche Folgen. Gelegentlich wurde es etwas kitschig und in den späteren Staffeln ging der Charme etwas verloren(wenn immer mehr Charaktere kommen wird es sowieso uninteressant), aber gemessen an den Müll der heute so produziert wird ist "Buffy" auf jeden Fall eine tolle Serie. Am besten fand ich immer Giles, Willow und Cordelia.
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the assassin 666 Wed, 20 Jun 2012 11:50:37 -0000
Kommentar löschenBuffy kann man sich gern anschauen. Aber mir hat sie früher irgendwie besser gefallen, trotzdem bietet Buffy mehr als solide Untehaltung. Note Gut und 7,5 Punkte. :)
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Wing- Sat, 14 Apr 2012 12:26:34 -0000
Kommentar löschenbuffy halt beste :)
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panni Fri, 13 Apr 2012 05:09:00 -0000
Kommentar löschenWo Vampire noch Vampire sein dürfen... Auch, wenn sie dafür gekillt werden ;)
Früher hab ich Buffy nur sporadisch und hauptsächlich auch nur Staffel 6 und 7 geschaut (teilweise auch Folgen aus anderen Staffeln). Aber das hat schon gereicht. Buffy hat mich einfach nicht mehr losgelassen!
Mittlerweile hab ich die ganze Serie auf DVD und kann immer noch nicht genug davon bekommen! Ich könnte mich unmöglich entscheiden, wer mein Lieblingscharakter ist oder wer die besten Kommentare schießt oder die lustigsten Gespräche führt... Sofort fallen mir unzählige Zitate ein (ich verschone euch) :D
Gleichzeitig todernst und unschlagbar komisch, mysteriös und kitschig.
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marcshake Wed, 15 Feb 2012 21:59:24 -0000
Kommentar löschenIch fand das damals echt scheisse, hab dann aber die DVDs gekauft und _bewußt_ reingeguckt. Knackige Dialoge und natürlich auch der ein oder andere mutige Ansatz.
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Schisma Sun, 09 Oct 2011 14:30:20 -0000
Kommentar löschenFand ich damals richtig gut, heute wenn ich so reingucke find ichs eher peinlich aber naja. Geschmäcker ändern sich eben.
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jessie1985 Mon, 19 Sep 2011 09:36:26 -0000
Kommentar löschenWas soll ich sagen, ich liebe Buffy, keine Serie hat meine Jugend mehr durchzogen als Buffy, ich war regelrecht fanatisch, besitze auch heute immer noch die komplette Serie auf DVD und schaue immer mal wieder rein..........
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SchniedelWoods Tue, 09 Aug 2011 02:16:26 -0000
Kommentar löschengrossartige serie.. aber es wurde schon alles gute dazu gesagt vieleicht finden fans den bericht hier interessant http://www.globe-m.de/de/experts/schillers-vampirmaedchen
In jeder Generation wird eine Auserwählte geboren. Sie allein muss sich gegen Vampire, Dämonen und die Mächte des Bösen stellen. Sie ist Buffy, die Jägerin. Als Schäferin geboren, wurde sie von der Jungfrau Maria in den Krieg entsendet. Sie muss sich für Frankreich gegen die Engländer stellen. Sie ist Jeanne D’Arc, die Jungfrau von Orleans.
Der englische Thron ist besetzt von einer Königin mit anfechtbarer Legitimation. Sie muss ihren Machtanspruch gegen und für ihr Volk durchsetzten.
Sie ist Elisabeth, die Königin von England. Schottland ist nach dem Königsmord führungslos. Die Königin flüchtet nach England, wo man sie einsperrt, statt ihr zu helfen. Sie ist Maria Stuart, die Königin von Schottland.
Wie alles beginnt
„Buffy – im Bann der Dämonen“ („Buffy - The Vampire Slayer“) ist eine Fernsehserie, die Ende der 90er Jahre in Deutschland und den USA mit beeindruckendem Erfolg lief. Die Basishandlung ist schnell erzählt: Buffy Anne Summers ist ein ganz normaler Teenager, bis sie erfährt, dass sie von höheren Mächten auserwählt und mit übernatürlichen Kräften ausgestattet wurde, um die Welt vor Vampiren und Dämonen zu retten. Gemeinsam mit ihren Freunden kämpft sie nicht nur gegen das Böse, sondern auch mit den Problemen des Erwachsenwerdens. Daraus entwickelte Erfinder und Regisseur Joss Whedon in 6 Jahren 144 Episoden in 7 Staffeln, die Millionen von Zuschauern und unzählbare Fanclubs fanden, diverse Doktorarbeiten und eine eigene Comicreihe nach sich zogen. Der Autor und Popkulturexperte Dietmar Dath verfiel Buffy sogar derart, dass er 2003 das Grundlagen-Werk „Sie ist wach. Über ein Mädchen das hilft, schützt und rettet“ schrieb.
Zitate über Zitate
Was die Serie für Kultur- und Medienwissenschaftler so faszinierend macht, ist Buffys Verpflichtung gegenüber der Mediengeschichte. Die Serie steckt randvoll mit Zitaten und Referenzen zu anderen Erzeugnissen der Popkultur und spielt diese Bezüge offen aus: Da regt Buffy sich schon mal darüber auf, dass sich plötzlich alles so anfühlt wie bei Dawsons Creek oder Beverly Hills, 90210. Oder sie sagt zu ihrem Freund, er solle nicht so tun, als sei er Fox Mulder, sie sei ja auch nicht Dana Scully. Und Buffy überschreitet Genre-Grenzen derart systematisch, dass verzweifelte Fernsehzeitschriften in den späten 90ern zu Wortungetümen wie „Teenie-Action-Horror-Scienefiction-Romantic-Comedy-Krimi-Serie“ griffen.
Der Trend zum Blutsaugen
Das Vampire – und Vampirjäger – dankbare Figuren sind, zeigt auch der aktuelle Erfolg von Stephenie Meyers „Twilight“-Romanen, die die Geschichte des Vampirs Edward und seiner Beziehung zu der Highschoolschülerin Bella erzählen. Meyers Bücher stürmen die Bestsellerlisten und bleiben dort. Der Vampir ist ein Archetyp oder, wie Schreibschullehrer sagen würden, ein Master Character. Eine Figur, die sich immer wieder erzählen lässt und die absolut zeitlos ist. Ihr Konflikt – Biss oder stirb! – verliert nie an Gültigkeit, genauso wenig wie der Konflikt, den die Figuren mit den Vampiren haben, die ihnen nahe stehen.
Auch schon zu Schillers Zeiten
Aber was um alles in der Welt hat eine Vampirjägerin mit Schillers Frauenfiguren zu tun? Was Buffy-Exegeten bislang entging: das Teenagergirl ist eine Meta-Schiller-Figur, in deren Charakter alles zusammenläuft, was Schiller von einer „schönen Seele“ erwartet, und die noch darüber hinausreicht. Denn hätten Johanna, Elisabeth und Maria sich bereits an Buffy orientieren können, wäre manche Katastrophe verhindert worden. Wenn Buffy sich aber als Meta-Schiller-Figur verstehen lässt, hat schon Schiller offensichtlich zeitlose Charaktere und Erzählungen, sogenannte Masterplots, geschaffen. Im 18. Jahrhundert konnte so eine Geschichte wie die von Buffy noch nicht erzählt werden. Aber: Hätte Schiller in den 90ern gelebt, hätte er vermutlich wie Joss Whedon Serien entworfen.
Das Gesetz der Serie & Das Sitzen zwischen den Stühlen
„Der tragische Dichter gibt also mit Recht den gemischten Charakteren den Vorzug, und das Ideal seines Helden liegt in gleicher Entfernung zwischen dem ganz verwerflichen und dem vollkommenen“ schreibt Schiller in seinem Aufsatz „Über die tragische Kunst“ und führt an Maria Stuart exemplarisch vor, was er meint. Sie ist im umfassenden Sinne des Wortes Mensch und in Schillers Augen vor allem: eine Frau. Maria beginnt als schwere Sünderin und endet durch Sühne in königlicher Anmut. An ihr demonstriert Schiller die drei Entwicklungsstufen, die er im 24. der Briefe „Über die ästhetische Erziehung des Menschen“ anspricht: "Es lassen sich also drei verschiedene Momente oder Stufen der Entwicklung unterscheiden, die sowohl der einzelne Mensch als die ganze Gattung notwendig und in einer bestimmten Ordnung durchlaufen müssen, wenn sie den ganzen Kreis ihrer Bestimmungen erfüllen sollen. [...] Der Mensch in seinem psychischen Zustand erleidet bloß die Macht der Natur; er entledigt sich dieser Macht in dem ästhetischen Zustand, und er beherrscht sie in dem moralischen Zustand." Bei dieser Entwicklung soll Maria Stuart, ganz im Sinne der Aristotelischen Dramentheorie, das größtmögliche Maß an Mitleid und Katharsis erzeugen: Ginge sie völlig unschuldig in den Tod, würde die Empörung über ihr ungerechtfertigtes Schicksal womöglich überwiegen. Hätte sie dagegen eindeutig das zeitliche gesegnet, wäre die Anteilnahme des Publikums zu schwach.
Schillers „gemischter Charakter“
Was für den „gemischten Charakter“ der Maria Stuart gilt, trifft auch auf „gelungene“ Seriencharaktere zu. Hanns-Otto Hügel, Professor für Popkultur, sagt, dass jede gute Serie von der Dialektik der Hauptfigur lebt. Entsprechend zerrissen ist Buffy: Lass ich die Menschheit im Stich und führe das Leben eines normalen Teenagers, oder folge ich meiner Bestimmung und jage das Böse? Nach diesem Prinzip ließ schon Schiller seine Johanna auftreten: Folgt sie ihrer Sendung oder entscheidet sie sich für das Leben einer normalen Frau? Auch sie durchläuft mehrere Stufen bis zur Erlösung, wenn es auch andere sind als die der Maria Stuart.
Johannas Bestimmung
Johannas charakterlicher Werdegang entspricht der ästhetischen Theorie, die Schiller in seiner Schrift „Über Anmut und Würde“ formuliert und die an Immanuel Kants kategorischen Imperativ angelehnt ist: Demnach soll der Mensch seine Neigung zugunsten seiner Pflichten zurückstellen, um Würde zu erlangen. Doch Schiller geht, vor allem was seine weiblichen Figuren betrifft, noch einen Schritt weiter: Höchstes Ziel ist Anmut als „der Ausdruck der schönen Seele“ und diese ist dort, „wo Sinnlichkeit und Vernunft, Pflicht und Neigung harmonisieren“. Heute würde man das wahrscheinlich als „mit sich im Reinen sein“ übersetzen. Und wenn man davon absieht, wie absurd Johannas Auffassung vom richtigen und vernünftigen Handeln ist, so ist sie am Ende durch ihren Kniefall vor Gott und dem Opfertod im Gefecht verklärt und vor Gott mit sich im Reinen.
Die Probleme einer Königin
Völlig anders erzählt Schiller da die Figur der Elisabeth. Sie folgt in allen Entscheidungen dem Willen des Volkes und des Parlaments, nie ihren eigenen Wünschen. Am Ende steht sie alleine da, weil sie reine Vernunftentscheidungen gefällt hat. Mit Elisabeth wollte Schiller zeigen, dass eine Frau in einer Männerrolle nicht glücklich werden kann. Und Buffy? Sie steht natürlich über dem Ganzen, da Whedon von Anfang an die Geschichte einer Jägerin erzählt, die, auch wenn es sie viel Kraft kostet, einen Mittelweg zwischen Vernunft und Sinnlichkeit findet.
Geschlechtskrankheit & Kant
Reine Vernunftsentscheidungen sind bei Schiller den männlichen Figuren vorbehalten. In seiner Abhandlung „Über Anmut und Würde“ unterscheidet er klar zwischen den möglichen Entwicklungen von Frauen und Männern. Dabei geht er von der gleichen Ausgangslage aus, die in groben Zügen auch Kant entspricht: Menschen sind Vernunfts- und Sinneswesen. Ein Individuum kann nach Schiller nur dann sittlich-moralisch, das heißt autonom und kraft der Vernunft handeln, wenn er seine Sinnlichkeit, also seine Neigungen, Triebe, Leidenschaften und Affekte kontrolliert. Damit entspricht er Kant, der sagt, dass die Umsetzung des kategorischen Imperativs beim Menschen am sinnlich-affizierten Willen scheitert. Auch Kant behandelt Frauen anders als Männer und schreibt in „Was ist Aufklärung?“, die Aufklärung sei der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit, dieser Schritt zur Mündigkeit sei für das „schöne Geschlecht“ aber ohne Vormünder schwer und gefährlich.
Männer sind anders. Frauen auch
Schillers Absicht ist bei Frauen und Männern unterschiedlich: Frauen wie Maria Stuart widerstehen der Sinnlichkeit „oft mit heroischer Stärke“, handeln intuitiv und nehmen „das heldenmütigste Opfer“ auf sich. Dadurch erlangen sie Anmut. Schillers Männer hingegen beherrschen die Sinnlichkeit, indem sie sich an „Vernunftideen“ orientieren, nach der „höchsten Idee sittlicher Reinheit“ handeln und sich in unlösbaren Gewissenskonflikten verstricken. Als Lohn winkt die Würde, für Schiller „der Ausdruck einer erhabenen Gesinnung“.
Der Weg zur Anmut
Auch Buffy findet, und das nahezu von Anfang an, zur Anmut und zum Ausgleich zwischen Sinnlichkeit und Verstand. Als schlägkräftige Gegenbeispiele fungieren ihre Kolleginnen: Jägerin Kendra, die am Anfang der zweiten Staffel auftaucht, ordnet ihr ganzes Leben der Vampirjagd unter und kritisiert die laxere Buffy hart. Doch dann wird Kendra von der im Freudschen Sinn hysterischen Vampirin Drusilla hypnotisiert und ermordet. So was wäre Buffy nie passiert! Umgekehrt zeigt Joss Whedon, was Schiller wohl gern gesehen hätte, dass ausschließlich sinnlich motiviertes Handeln zum Tod führt: Faith, die Jägerin, die nach Kendras Tod in die Serie eingeführt wird, hält nichts von Regeln, handelt intuitiv und gewalttätig, betrachtet Männer als Spielzeug und wechselt aus Hass und Machtgier auf die Seite des Bösen. Das muss schief gehen. Am Ende steht Faith dann doch der moralisch überlegenen und schillernd anmutigen Buffy beim Kampf gegen das Böse bei.
Macht & Ohnmacht, Wahl & Freiheit
„Aus großer Macht folgt große Verantwortung“ stellt Superheld Spiderman fest. Auch das wusste Schiller schon. Die Geschichte wiederholt sich, die Ohnmacht angesichts der eigenen Macht scheint einer der großen Schillerschen Masterplots zu sein. Am offensichtlichsten ist das Problem bei Elisabeth. Zwar sagt Talbot, Graf von Shrewsbury und der zweite wichtige Berater von Elisabeth,im zweiten Aufzug zu ihr: „Sag nicht, du müsstest der Notwendigkeit gehorchen und dem Dringen deines Volkes. Sobald du willst, in jedem Augenblick kannst du erproben, dass dein Wille frei ist“. Elisabeth allerdings zieht aus dem Rat nicht die „richtigen“ Schlüsse und lässt Maria aus Angst vor Machtverlust trotzdem töten.
Schicksalsergeben?
Auch Johanna gesteht sich kurz vor Ende des Dramas ein: „Frommer Stab! O hätt ich nimmer mit dem Schwerte dich vertauscht! ... Wärst du nimmer mir erschienen, hohe Himmelskönigin! ... Musstest du ihn auf mich laden diesen furchtbaren Beruf, ... Ach! Es war nicht meine Wahl!“. Am Anfang ist ihre Widerstandskraft gegen die Entsendung noch sehr stark. Die heilige Mutter Gottes muss sie dreimal auffordern, bis Johanna wirklich ihrer göttlichen Pflicht folgt, und sie muss die Schäferin mit ihren eigenen Argumenten schlagen. Beim ersten Erscheinen der Jungfrau Maria antwortet Johanna ihr: „Wie kann ich solcher Tat mich unterwinden, eine zarte Magd, unkundig des verderblichen Gefechts!“. Doch beim dritten Mal verwendet die Mutter Gottes genau dieses Argument der Weiblichkeit gegen sie: „Gehorsam ist des Weibes Pflicht auf Erden, das harte Dulden ist ihr schwerstes Los, durch strengen Dienst muss sie geläutert werden, die hier gedienet, ist dort oben groß.“ Konnte die strenggläubige Johanna sich da noch gegen die Pflicht entscheiden? Wohl kaum.
Entscheidungen gegen die Pflicht?
Ähnlich ergeht es Buffy. Als Buffys Mutter Joyce Ende der zweiten Staffel von der Berufung ihrer Tochter erfährt, will sie, wie Vater Thibaut der Johanna, ihr das Wahrnehmen dieser Aufgabe verbieten. Buffy allerdings nimmt den Streit mit ihrer Mutter in Kauf und sagt immer wieder: „Ich bin die Auserwählte, ich muss das tun“. Antwortet Joyce Summers, „Du solltest bei mir bleiben, davon wird die Welt schon nicht untergehen“, weiß es die Tochter besser. Allerdings kann Josh Whedon sich nicht allein auf die Kraft religiöser Vorstellungen stützen und muss zu einer „Was wäre wenn...“-Folge greifen, die in düsteren Farben ausmalt, wie die Welt ohne Buffys Eingreifen aussähe.
Das absolut Böse
Mit dem absolut Bösen hat Joss Whedon für Buffy natürlich den perfekten Antagonisten gewählt. Nie würde man anzweifeln, dass Buffys Auftrag zu vernachlässigen wäre oder sie sogar auf der falschen Seite kämpfen könnte. Zu Recht anders lesen zeitgenössische Theatermacher die „Jungfrau von Orleans“ und halten das Stück durchaus für nationalistisch und ressentimentgeladen, zumal es auch schon in diesem Sinn inszeniert wurde. Schillers Johanna, eine religiöse Fanatikerin, vergleichbar etwa mit islamischen Terroristen? Im Buffy-Mythos wird erzählt, die historische Johanna sei auch eine Jägerin gewesen und genau wie Buffy von einer höheren Macht mit dämonischen Kräften und hellseherischen Fähigkeiten ausgestattet worden, um die Welt vom Bösen zu befreien. Allerdings habe Jeanne d'Arc ihren Auftrag falsch verstanden und sei deswegen auf die Engländer losgegangen. Hier schließt sich der Kreis zu Kendra: Während Jeanne d’Arc rein vernunftorientiert gehandelt und nicht auf ihr Herz gehört hat, fällt Buffy Entscheidungen mit Herz und Kopf, gewinnt am Ende ihre Freiheit und den Kampf gegen das Böse.
Selbsterkämpfte Erlösung & selbstverschuldete Verdammnis
Jedem, was er verdient. Bei Schiller wird Charakterschwäche bestraft, ideal-weibliches Handeln belohnt. Elisabeth ist die große Verliererin, obwohl sie politisch gesehen gewinnt und am Leben bleibt. Sie hat ihre Konkurrentin Maria Stuart durch einen Justizmord aus dem Weg geräumt und den Mord einem anderen in die Schuhe geschoben, hat taktiert und gelogen, um vor dem Volk gut dazustehen. In einem Brief an Goethe bezeichnet Schiller sie als „königliche Heuchlerin“. Ihr Mangel an menschlicher Größe lasse sie auch ihr Amt als Herrscherin nicht sinnvoll ausführen. Eine Frau wie sie kann bei Schiller am Ende nur alleine dastehen. Maria Stuart und Johanna dagegen sterben in Anmut. Sie waren mit sich selbst im Reinen. Und Buffy? Sie zieht das große Los und wird am Ende der Serie von ihrer Berufung befreit. Die letzte Einstellung der Serie, ähnlich der Regenbogenverklärung der Johanna, ist ein seltenes und ehrliches Lächeln von Buffy. Nun darf sie ein normales Mädchen sein und ein Frauenleben führen. Auch bei Joss Whedon zählt Anmut, egal wie unemanzipiert er seine Heldin enden lässt. Aber: Buffy lebt. Das hat Schiller sich noch nicht getraut.
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Broda Tue, 09 Aug 2011 02:41:07 -0000
Antwort löschenHarte Worte dark, aber irgendwie auch treffend.
Fass dich Etwas Kürzer, in Zukunft ;)
seniorem Tue, 09 Aug 2011 06:02:51 -0000
Antwort löschenIhr habs ja kurz und knapp auf den Punkt gebracht:-)
Matty Tue, 23 Nov 2010 14:16:04 -0000
Kommentar löschenFantasy, Horror und eine Prise Humor, hier passt alles. Kam man nicht dran vorbei. Viel besser als der Kinofilm mit K.Swanson.
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Tyler__Durden Sun, 10 Oct 2010 09:21:14 -0000
Kommentar löschenBuffy matters!
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