Into the West

Abenteuerfilm, Drama, Western

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8.1Ausgezeichnet 14 Bewertungen
von 10

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Diese sechsteilige Miniserie verfolgt das Schicksal von zwei Familien – die eine mit weißen Siedlern, die andere indianische Ureinwohner – während der Erkundung des amerikanischen Westens im 19. Jahrhundert. “Into the West” begleitet zwei Familien bei ihren Mühen, Qualen und Entbehrungen, fängt die Hoffnungen und Anstrengungen der Pioniere ein, die für die Erfüllung ihrer Träume alles riskieren, und zeigt, wie die indianischen Stämme gezwungen sind, ihr gewohntes Leben aufzugeben.

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über Into the West

sweet_angel6892

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8.0Ausgezeichnet

Into the West - in den Westen :)

Und wieder einmal eine großartige Serie, über die ich nur durch Zufall gestolpert bin. Steven Spielberg hat wirklich eine wunderbare Atmosphäre geschaffen und es geschafft, den Westen aus der Sicht der Indianer und der weißen Amerikaner gleichermaßen zu erzählen. Da ich den Wilden Westen total liebe, war diese 6-teilige Miniserie perfekt für mich und hat mir eine faszinierende, wie auch schöne und erschreckende Reise durch die Zeit ermöglicht.

Es wird ein sehr langer Zeitraum dargestellt. Die Handlung beginnt um 1820, dem Jahr der ersten Expedition durch den Westen nach Kalifornien, bis 1895, als der Westen als vollständig erschlossen galt. Die Geschichte wird aus der Sicht von zwei Familien erzählt. Auf der einen Seite haben wir den weißen Amerikaner „Jacob Wheeler“ (Matthew Settle) und auf der anderen Seite den Lakota-Indianer „Den die Büffel lieben“, die uns die Geschehnisse näher bringen. Über mehrere Generationen hinweg verfolgen wir das Leben der Wheelers, die ihr Handwerk als „Stellmacher“ sehr gut verstehen und des Lakota-Stammes, die mit der neuen Situation zurechtkommen müssen. Wir erleben, wie sich die Wheelers über ganz Amerika verteilen und die Indianer mehr und mehr ausgerottet und vertrieben werden. So stoßen wir unweigerlich auf Trecks, die aus mehreren Planwagen bestehen und gemeinsam aus dem Osten in den Westen ziehen – in das fruchtbare und freie Land der Verheißung. Belächeln anfangs noch riesige Büffelherden und lernen mehr über die indianische Kultur und Lebensweise. Sehen uns dem Problem der hapernden Kommunikation, durch unterschiedlicher Sprachen gegenüber. Begegnen den Gefahren, denen sie sich unterwegs stellen mussten. Treffen auf Überfälle, Krankheiten und Mord. Durchleben den Goldrausch, als das „Goldfieber“ ausbrach und hunderte in den Westen lockte. Bestaunen den Bau der Eisenbahn und sehen, wie Saloons entstehen und der Grundsatz für den späteren „Wilden Westen“, wie wir ihn aus Filmen kennen, mit Banditen, Cowboys, Revolverhelden, Sheriffs, Farmern und Postkutschen gelegt wurde. Wir geraten zwischen die Fronten, als der amerikanische Bürgerkrieg zwischen den Süd- und den Nordstaaten ausbricht. Verurteilen die Sklaverei und sehen die Schwarzen darunter leiden. Wir erkennen, wie die Weißen mehr und mehr ihre Hand ausstrecken und Indianer feindseliger werden. Gefühlt kommen jeden Tag mehr Siedler, die das Land überschwemmen und für sich beanspruchen. Reservate und Schulen entstehen, eine Regierung wird gegründet und die amerikanische Armee wird weiter vorangetrieben. Verträge werden geschlossen und gebrochen; Unruhen herrschen überall und Tatsachen werden zum eigenen Vorteil für die Öffentlichkeit gedreht und gewendet. Der Wilde Westen brodelt und Auseinandersetzungen und Übergriffe sind unvermeidbar.

Es ist wirklich eine wunderbare Auflistung der Ereignisse, die man mit angenehmen Charakteren durchlebt. Man wird bildgewaltig durch die Geschichte und den Wilden Westen geführt :) Auch das Opening zieht ein bereits vom ersten Klang an in die Geschichte mit hinein. Musik und Bilder harmonieren dort so perfekt miteinander und vermitteln bereits den Eindruck eines wilden Landes und einer aufregenden Reise. Man lernt in etwa 250 Charaktere in der Miniserie kennen. Darüber hinaus wirken auch noch ca. 15.000 Komparsen mit, die den Film bereichern. Ich selbst musste sooo oft darüber schmunzeln, wie viele Darsteller man doch kannte und wie überrascht man auf einmal war, dass sie dort auftauchen, wo man nie mit ihnen gerechnet hätte. Es gibt wirklich viele schöne Momente, wie natürlich auch traurige. Ich persönlich empfehle die Serie gerne an diejenigen weiter, die den Wilden Westen mögen, sich für Geschichte begeistern können und denen auch Filme wie z. B. „Der mit dem Wolf tanzt“ gefallen haben.

Achtung: SPOILER – Mir persönlich hat am besten der Anfang gefallen, als der Wilde Westen auch noch wirklich wild war und man erst begonnen hatte ihn richtig zu entdecken und zu erschließen. Die Leute wie auch die Indianer wachsen einem dort sehr viel schneller ans Herz, weil noch ein gewisses Gleichgewicht herrscht und sie sich nicht ganz als Feinde betrachten. Sie schließen Handel miteinander und kommen sich so näher. Sie sind noch bereit einander die Hand zu reichen und es geschah durchaus, dass sich Weiße und Indianer mischten. Mein absolut liebstes Paar in dieser Serie ist die Verbindung von „Jacob Wheeler“ und der Lakota-Indianerin „Frau mit dem Donnerherz“. Die tragende und wichtige Geschichte der beiden zieht sich durch die ganze Serie und ihre starke Liebe lebt auch über die Generationen hinaus noch weiter. Aber auch Leute wie Clara und Robert oder Margareth „Heller Schein“ haben mich sehr beeindruckt. In dieser Serie begegnet man so vielen wunderbaren Charakteren :) Und man kann mit jedem einzelnen Schicksal mitfühlen. Wirklich eine sehr schöne und inszenierte Reise durch den Westen!

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sweet_angel6892

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Es freut mich, dass ich helfen konnte :)
Und mal unter uns....so ganz selten sind Western-Fans dann doch nicht...nur die wenigsten geben es ehrlich zu :D Viele mögen eigentlich Western-Filme^^ Aber ich finde eigentlich so ziemlich jede Art des Wilden Westens anziehend und faszinierend :) Solchen Leuten begegnet man tatsächlich selten.
Gute Empfehlungen sind immer super :) aber es ist auch wirklich schön, wenn man durch Zufall etwas ganz Tolles entdeckt :D


HawkeyePierce

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Ich muss ja zugeben, dass ich anfangs immer wieder um "Into the West" herumgeschlichen bin und immer wieder hat mich das Argument abgeschreckt, dass die Serie ja gekürzt sei um ein paar Handlungstränge.
Dann hab ich sie ein wenig aus den Augen verloren und stieß dann auf die Argumentation mit den Untertiteln plus Erzähler wie oben erwähnt.
Aber erst Deine Empfehlung hat mich jetzt davon überzeugt, dass ich mit einem schönen Serienerlebnis rechnen kann.
Da draußenn sind bestimmt viele Western-Fans, auch bestimmt hier bei MP. Nur ist mir aufgefallen, dass die meisten hier nur die Italo-Western von Sergio Leone als ihre Western-Highlights angeben und die großen, anderen Genre-Beiträge mehr oder weniger ablehnen - obwohl es so viele tolle Filme und Serien seit den Anfängen des Films gibt. Egal ob es die Werke von John Ford, John Wayne, Randolph Scott, Audie Murphy, Robert Mitchum, Glenn Ford, Clint Eastwood, Howard Hawks, Gary Cooper oder anderen sind.
Wenige kennen viele dieser Filme heutzutage noch (vielleicht auch weil vieles in schwarz-weiß noch gedreht worden war).
Es ist halt auch nicht das typische Genre derzeit im Kino.
Wenn mal ein Western im Kino gezeigt wird, muss ich meist leider allein reingehen.
Und dabei gibt einem ein Western so viel - mir jedenfalls.
Ich finde da Ruhe und Entspannung in den manchmal "einfachen" Konstellationen der Figuren, der Landschaft, der Musik und vor allem oftmals der Romantik.
Wie sieht es denn bei Dir mit den älteren Western aus?
Geht es Dir da ähnlich? Fühlst Du Dich da auch so wohl, wenn z.B. John Wayne mit Dean Martin, Ricky Nelson und Walter Brennan zusammensitzt und ein paar Liedchen trällern oder Kevin Costner in die Weiten des Westens reitet, nur um eben diesen Wilden Westen noch kennenlernen zu können bevor er verschwindet?

Irgendwie geht es mir auch so übrigens mit all den Fantasy und SF-Welten von Tolkien über GoT und Eragon bis hin zu Avatar oder Star Trek - egal ob in Film- oder Buchform.
Wie in einem Western kann man dort die Ruhe und den "Urlaub" vom Alltag finden und einfach mal abschalten.


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Genre
Abenteuerfilm, Drama, Western