Sehen wir davon ab, dass "Lost" im Finale tatsächlich die große, geheimnisvolle Antwort auf die größte, auf die geheimnisvollste aller Fragen in einer humanistischen Religionsallegorie gibt, nämlich wohin diese Serie steuern, was sie uns mitteilen, womit und weshalb sie unsere Gegenwart und Zukunft reflektieren will: Wer "Lost" ernsthaft in dem Bestreben anschaut, jemals alles auf dem Präsentierteller vorgesetzt zu bekommen, dessen kausaler Zusammenhang sich nicht sofort erschließt, der hat weder die Mythologie der Serie, das ihr zugrundeliegende Konzept noch die Intention ihrer Schöpfer verstanden.
Es ist zunächst ein gewagter Vergleich, aber "Lost" hat einiges mit "Twin Peaks" gemein. Denn beide, obschon sie unterschiedlich wirtschaften – die eine aus dem Drehbuch heraus, die andere mit assoziativen Codes – und in ihren eigenen Quellcode-Universen wiederum eine eigene verschlüsselte Programmiersprache herauszufiltern gedachten…
Spoiler!
Sehen wir davon ab, dass "Lost" im Finale tatsächlich die große, geheimnisvolle Antwort auf die größte, auf die geheimnisvollste aller Fragen in einer humanistischen Religionsallegorie gibt, nämlich wohin diese Serie steuern, was sie uns mitteilen, womit und weshalb sie unsere Gegenwart und Zukunft reflektieren will: Wer "Lost" ernsthaft in dem Bestreben anschaut, jemals alles auf dem Präsentierteller vorgesetzt zu bekommen, dessen kausaler Zusammenhang sich nicht sofort erschließt, der hat weder die Mythologie der Serie, das ihr zugrundeliegende Konzept noch die Intention ihrer Schöpfer verstanden.
Es ist zunächst ein gewagter Vergleich, aber "Lost" hat einiges mit "Twin Peaks" gemein. Denn beide, obschon sie unterschiedlich wirtschaften – die eine aus dem Drehbuch heraus, die andere mit assoziativen Codes – und in ihren eigenen Quellcode-Universen wiederum eine eigene verschlüsselte Programmiersprache herauszufiltern gedachten (wahrscheinlich die eine mehr als die andere), verdichten sie ihre Geschichte nach einer ähnlichen Maxime. Das Irrationale – also da die Insel, dort die Hütten – fungiert vielmehr als handlungsvorantreibender MacGuffin, um zuallererst Menschen zu porträtieren. Ist es dann so überaus überraschend, dass das Irrationale im Fall von "Lost" irrational bleibt und die Menschen bis zuletzt in den Mittelpunkt drängen?
"Lost" hausiert seit jeher als Charakterserie, nicht als Kreuzworträtselserie mit den Auflösungen auf der nächsten Seite, Ecke rechts unten. Wenn wir das wollen, gucken wir andere Serien, aber wenn wir "Lost" gucken, gucken wir etwas von zerrütteten Menschen, die anhand befremdlicher Ereignisse nie wieder diejenigen sein werden, die sie vorher waren. Nichts anderes wird thematisiert. Nicht dass sich einer beim Geschenke aufreißen über den Inhalt nachher ärgert. Stellvertretend dazu das letzte dichterische Bild dieser Serie.
Da liegt er nun, Dr. Jack Shephard (Matthew Fox), blutend, erschöpft, halbtot, sein Auge schließt sich, das finale, das ikonische Augensymbol; er ist im Begriff zu sterben, während er im zweiten Erzählstrang auf dem Flughafen des Fegefeuers darauf wartet, abzufliegen und nicht abzustürzen – hier spiegelt "Lost" seine Anfänge und stellt der allerersten Szene der allerersten Folge der allerersten Minuten eine nahezu identische gegenüber, klammert sie ebenso narrativ wie staffelübergreifend. Und eins wird ganz deutlich: Die Bestimmung dieser Serie liegt in ihrer warmherzigen Jack-Figur, die auf der einen Seite zum Glauben konvertiert und auf der anderen zu einer wunderbaren Erkenntnis gelangt. Unter dem Sinn des Lebens verstehe man auch die Poesie von der Kraft der Erinnerung dank der intimen Berührung eines geliebten Menschen, den zu vergessen man sich nicht leisten darf.
Darüber hinaus eine Serie, angesichts ihrer regen virtuellen Zuschauerbeteiligung vermutlich die erste wirkliche Web-2.0-Serie, die spielerisch mit ihrem prallgefüllten Sammelsurium an intertextuellen Verweisketten umgeht, erzählerisch zwischen den Welten experimentiert, Glaube und Wissenschaft, Spiritualität und Rationalität, Rache und Vergebung argumentativ unterfüttert und very meta zum Schmunzeln animiert, sodass sich "Lost" stets im selben Glauben festhielt wie seine Protagonisten, sich immer wieder weiter entwickeln zu müssen.
Die außergewöhnlichen Augenblicke eingeschlossen. Man erinnere sich an Desmonds (Henry Ian Cusick) Einführung per Plansequenz zu Beginn der zweiten Staffel, an Dr. Juliet Burks' (Elizabeth Mitchell) per Cliffhanger zu Beginn der dritten sowie der Einführung jener Vorausblenden, die dem dritten Staffelfinale dem unvorbereiteten Zuschauer rotzfrech ins Gesicht spucken. Oder an die Momente, in denen Metagags kaum pointierter erzwungen worden waren, so als Hugo "Hurley" Reyes (Jorge Garcia) im Jahr 1977 ein modifiziertes Script George Lucas' in der Planung steckendem Sequel zum Sternenkrieg schreibt. Oder an die immens makabren, an die verteufelt spitzzüngigen, wenn Nikki und Paulo (Kiele Sanchez, Rodrigo Santoro) lebendig begraben werden, um sie, die ja sowieso die Rolle der Gaststars übernommen haben, möglichst sarkastisch abkratzen zu lassen.
Jede Staffel bietet für sich unerschöpflich gescheite Abwechslung, weil unsere authentischen Figuren über 120 Episoden lang durch Zeitreiseparodoxien, Robinson-Crusoe-Szenarien, Raum-Zeit-Gefüge, Rauchmonster, ägyptisch-buddhistische Metaphorik und persönliche Niederschläge, ebenso wie Sonnenstrahlen watschen müssen, hin zum Glück, hin zum Leid, hin zum Paukenschlag, hin zum "Lost"-Schriftzug, dem berühmt-berüchtigten.
Logisch, dass vielleicht die eine popkulturelle Referenz zu redundant bedient wird, dass vielleicht nicht alles stimmig auserzählt wird (Henry Gale, dazu die DHARMA-Zeit Mitte vierter Staffel sowie der Tempel in der sechsten), dass vielleicht gar ein, zwei, drei Verschachtelungen zur Überkonstruktion neigen. Trotz alledem ist "Lost" intensiv und fiebrig und verdammt verschwurbelt, verschwurbelt, aber faszinierend verschwurbelt.
Man könnte "Lost" ungefähr so zusammenfassen: "Wir sind nicht tot, aber Teil einer Gemeinschaft, die sich aufeinander verlässt, und wir hatten eine unglaubliche, erinnerungswürdige Erfahrung mit lauter Fremden."
Man kann jedoch nicht bestreiten, dass den Machern von "Lost" klar war, dass viele Menschen ihre Serie vor allem angesehen haben, um die Mythen und Rätsel zu lösen. Von daher kann ich all jene verstehen, die bei dem Finale enttäuscht wurden, doch alle anderen - du und ich eingeschlossen - haben dafür ein großartiges Finale gesehen, dass gerade den überragend entwickelten Charakteren mehr als gerecht geworden ist.
Du hast mit deinen Worten den Nagel auf den Kopf getroffen!
Die Mythen und Rätsel waren für mich lediglich ein netter Bonus, zumal es sich schon frühzeitig abzeichnete, dass die Serie bei der Fülle neu aufgemachter Fässer überhaupt nicht an Antworten oder stringentem Weitererzählen interessiert ist, dass sie diese Fässer niemals würde vollständig schließen können. Ich denke allerdings, dass die enttäuschten Zuschauer auch enttäuscht worden wären, wenn es andersherum gelaufen wäre, wenn "Lost" alle möglichen Rätsel gezwungenermaßen irgendwie aufgedröselt hätte, was vermutlich keiner Partei so richtig lieb wäre. Es ist nun einmal die persönliche Vision der Autoren, die man akzeptieren sollte. So bleibt das Faszinierende wenigstens erhalten. :) Dank an beide!
Die vielen Cliffhanger in den Episoden, sowie die vielen Mythen waren dennoch nur zu dem Zweck da, all jene bei der Stange zu halten, die eine Auflösung erwartet haben - und solche Leute gab es zu genügend, auch wenn es sich tatsächlich abzeichnete, dass die niemals aufgelöst werden würden. Geldmache eben.
Deshalb freue ich mich ja schadenfroh darüber, dass all jene, von denen du sprichst, dann am Ende so eiskalt ins Wasser geworfen worden, weil sie auf die Masche reingefallen sind. Bezeichnenderweise gefiel mir die erste Staffel am besten, in der die Charaktere noch mit am stärksten betont wurden. Der letzten habe ich übrigens 'ne 6,5 gegeben, bei weitem nicht schlecht, aber in der Tempelsache beispielweise nicht immer fesselnd. | Danke euch!
Der gesamte Tempel-Plot war katastrophal, da merkte man auch, dass langsam die Ideen ausgingen. Staffel 1 ist in der Tat eine der besten, wenn nicht sogar die beste Staffel von allen. :)
Ja, LOST lebte vom regen Austausch der Fans in Internetforen (mich eingeschlossen), und hätten Cuse und Lindelof nicht auch dort STÄNDIG behauptet, am Ende würden alle Fragen beantwortet, wären die meisten wohl auch nicht so enttäuscht gewesen. Von diesen Statements sind die beiden aber feigerweise erst wenige Folgen vor dem billigen Finale abgewichen.
Ich errinnere nur an Lindelofs Aussage, anhand dem Wiederauftauschen der "Adam und Eva"-Skelette in der letzten taffel würde der Zuschauer erkennen können, daß alles von Anfang an geplant gewesen sei. Was totaler Quatsch war.
Seit der ersten Ausstrahlung im Jahr 2004 wurde die Serie mit den schönsten Schweißrändern der Fernsehgeschichte ihrer vertrackten Rätsel und der ausgefeilten, sich beständig entwickelnden Charaktere wegen selbst zum Phänomen. Im Lauf von sechs Jahren „Lost“ haben die Macher Damon Lindelof, Carlton Cuse und J.J. Abrams allerdings deutlich mehr Fragen aufgeworfen, als sie Antworten geben wollten. Und längst nicht alle Geheimnisse lüftet die finale sechste Staffel. Man sollte sich bei aller Krittelei an einem der großartigsten TV-Epen, die bis dato produziert wurden, aber immer vor Augen halten, dass „Lost“ in erster Linie eine Mystery-Show (mit großer Hingabe zum jederzeit berührenden, anziehenden, fesselnden Drama!) ist und Mysterien müssen sich auch nicht immer logisch erklären lassen. Wir haben sie also hinzunehmen, die Zeitreisen und Visionen, Unsterbliche und Totenflüsterer, die übernatürlichen Kräfte und ebenso das Ende — ein diskussionswürdiges, das die Anhängerschaft nicht nur in Männer des Glaubens und Männer der Wissenschaft spaltet.
Grandiose erste Staffel, die wirklich Lust machte. Leider entpuppte sich die ganze Mystery-Schwurbelei nur als schlechter Taschenspielertrick. Getretner Quark wird breit, nicht stark - hier hat Goethe mal wieder recht. Die lausige Entschuldigung, es sei ja von Anfang an um die Charaktere gegangen und nicht um die Geheimnisse der Insel, ist etwa so glaubhaft wie George Lucas Beteuerung er habe Star Wars ja von Anfang an auf 9 Teile angelegt.
Was fand ich "Lost" super als es anfing. Die erste Staffel war ein ziemlicher Burner und erinnerte mich nicht umsonst an die Qualität eines "Twin Peaks", doch mit den folgenden Staffeln kam die Ernüchterung, dass doch letztendlich hinter all der unchronologischen Fassade sich nur eine große Seifenblase befindet, die dazu da ist möglichst geheimnisvoll, lang melkbar und höchst gewinnbringend zu sein.
Spätestens als einer der Autoren verriet, dass sie selbst den Handlungsüberblick verloren haben, war für mich Schluss. Das Ende der 3. Staffel habe ich nicht mehr zu Gesicht bekommen.
was ist verkehrt daran laufend an einem konzept zu arbeiten, dessen ziel noch nicht feststeht. eben dinge auszuprobieren, sich auch mal zu verrennen? und was würde es für einen unterschied machen, wenn alles vorher feststünde? wäre dann die "botschaft" wahrer, schöner oder gar besser?
Lost arbeitet ja eher mit bekannten Mitteln als wirklich innovativ zu sein. Experimente habe ich nicht wahrgenommen. Die Serie bleibt höchst kommerziel. Außerdem, eine Suspense-Serie braucht ein ordentliches Konzept, ansonsten fühle ich mich als Zuschauer, der sich bereitwillig dem Thrill des Mysteriösen aussetzt, hinters Licht geführt. Das hat nichts mit Botschaften zu tun. Bei Schnitzeljagden sollte man halt nicht schummeln, sonst wirds unfair. Verrennen dürfen sich die Herren in anderen Formaten.
formatansprüche, was wo geht und nicht geht finde ich müßig und z. t. überholt. dass es eine auf kommerziellen erfolg ausgelegte serie ist, daraus kann man ihr schlecht einen vorwurf machen. innovativ sicher nicht, und dass die fortsetzungen eigentlich immer mehr desselben sind (formell) stimmt auch, aber im rahmen einer solch kostspieligen/kommerziellen produktion finde ich es schon wieder sympathisch, dass die schreiber selbst sich in ihrem dschungel eben auch mal verlaufen haben. wer sagt, dass man nicht schummeln darf? das sehe ich dezidiert anders :D
Die erste Staffel von LOST hat wirklich einen tollen und ruhigen Einstieg in die Serie geboten. Es war bestimmt keine leichte Aufgabe, die Geschichte unzähliger Charaktere zu erzählen, die auch schon in Verbindung mit den Anderen standen, bevor sie sich auf der Insel trafen. Ich finde es bemerkenswert, dass der Zuschauer zu so gut wie jedem Charakter einen Bezug bzw. eine Verbindung aufbaut, obwohl es so viele Figuren gibt. Einfach genial, wie man langsam die Geheimnisse der einzelnen Gestrandeten erfährt. Die Staffel kommt, im Gegensatz zu den Anderen, mit sehr wenig Mysterien aus und ist trotzdem die beste Season der Serie. Weniger Mysterien in den darauffolgenden Staffeln (ab Season 3, 4) hätte ich begrüßt, da die Serie als Charakterstudie eben viel besser funktioniert.
- Bewertung Staffel 2 (10/10)
Noch brutaler und spannender als die erste Staffel. Nach dem genialen Staffelfinale der ersten Staffel wurde die Frage, was sich unter der Luke befindet, genial gelöst. Außerdem haben mir besonders die neuen Charaktere (Talies) sehr gut gefallen. Vor allem Mr. Eko entwickelt sich im Laufe der Zeit zu einem meiner absoluten Lieblingscharakteren. Schade, dass sein Charakter so schnell den Tod finden musste. Und dann wäre da noch Henry Gale, der so genial von Michael Emerson verkörpert wurde, dass er sobald er auf die Leinwand tritt, alle anderen in den Schatten stellt. Ich denke immer noch ein sein Grinsen, als John verzweifelt gegen die Tür geklopft hat.
- Bewertung Staffel 3 (10/10)
Diese Staffel fängt ruhig an und gewinnt dann im Laufe der Zeit sehr an Tempo. Das furiose Staffelfinale zählt meiner Meinung nach zu den Besten. Mit Juliet wird ein weiterer interessanter Charakter eingeführt und Ben und Desmond gehören endlich zum Main-Cast. Die Flashbacks verlieren zwar langsam ihren Reiz, zumindest die der Hauptcharaktere, dafür sind die Flashbacks von Ben und Juliet wiederum sehr interessant und gehören, wie ich finde, zu den besten der Serie. Der Fokus der Staffel liegt diesmal sehr stark auf "den Anderen", was mir sehr gefallen hat.
- Bewertung Staffel 4 (7,5/10)
In dieser Staffel wurden ja die Flash-Forwords statt Flashbacks verwendet. Mit diesem veränderten Erzählstil schafft man eine ganz neue Art von Spannung. Die ganze Staffel über konnte man Rätseln wer die Ocienic 6 sind und was mit den restlichen Personen passiert ist. Die Widmore/Ben Geschichte ist ein Highlight, wie ich finde. Leider geht LOST ab dieser Staffel in eine Richtung, die mir nicht gefallen hat (von der Wissenschaft zum Glauben). Dadurch haben die Macher in den letzten beiden Staffeln sehr starke Probleme bekommen, das ganze weiterhin glaubwürdig zu gestallten. Während die ersten zwei bis drei Staffeln eine Art Abenteuerserie im Stil von "Herr der Fliegen" waren, entwickelt sich LOST ab Staffel 4 zu einer Science-Fiction Serie, worunter oftmals auch die Charaktere leiden.
- Bewertung Staffel 5 (7/10)
Die Zeitreisen in dem ersten drittel der Staffel waren ganz nett, aber wie schon erwähnt passt Science-Fiction einfach nicht zu LOST. Die letzten zwei Drittel waren ebenfalls ganz nett, brachten die Story aber nicht wirklich voran. Die Dharma Initiative wurde in den vergangenen Staffeln immer sehr mysteriös dargestellt, in der fünften Staffel muss man allerdings feststellen, dass die meisten Mitglieder totale Schwachköpfe sind und völlig unüberlegt handeln (Radzinsky).
- Bewertung Staffel 6 (5/10)
Die 6. Staffel sollte eigentlich wieder Staffel 1 Feeling haben, das bei mir allerdings nie richtig ankam. Die Flash-Sideways fand ich eher langweilig, die Auflösung war genauso bescheuert, und auch sonst war die Hälfte der Staffel ziemlich schlecht. Insgesamt eine bisschen enttäuschend. Trotzdem bietet auch diese Staffel wieder sehr gute Folgen, auch wenn das allerdings eher selten vorkommt.
Wären da nicht das schwache Ende, die vielen offenen Fragen und die Dharma Initiative, die sich im Endeffekt als völlig uninteressant herausgestellt hat, dann hätte ich hier meine 10,0 Serie gehabt... Aber so tut's auch eine 8,5
Krank zu Hause, viel zu viel Zeit, viel zu wenig Lust, kamen mir die leidigen, und ungeheuer langsam verstreichenden Tage gerade recht, um mich endlich mal über die Komplettbox herzumachen, die schon seit der Jahreswende im Regal auf mich lauert.
Fast eine ganze Staffel, und ein ganzer Tag, flimmerte da Gestern an meinen Augen vorbei, bevor ich überhaupt merkte, dass man um kurz nach Vier wohl besser ins Bett gehört.
Und was für eine befriedigende, fesselnde, und auch neue Reise das wieder ist, jetzt da man nicht nur weiß, wie alles enden wird, sondern auch jetzt, da die Zeit langsam ihren gnädigen Revisionsstaub auf die großen Emotionen und Debatten über das Ende gelegt hat.
So viel war schon wieder vergessen, so viel konnte zwischen den Zeilen und deutlich auf dem Bildschirm neu entdeckt werden.
Wenn Anfang der zweiten Staffel schon ein Schwangerschaftstest mit dem Aufdruck „Widmore Laboritories“ auftaucht, freut sich das Geek-Herz und der Verstand rast.
Soviel Querverweise, soviel Herzblut in einem Haufen Nichts.
Denn, natürlich, eigentlich ist LOST ein riesengroßer Taschenspielertrick, eine aufgeblasene Parabel über das Leben, das Universum….ihr wisst schon.
Die größte Leistung die die Serie erbrachte war mitnichten ihr Unterbau, auch wenn Cuse und Lindeloff Meister darin waren, das Gegenteil zu behaupten und anzudeuten, es war der Versuch einen riesigen Cast zu bändigen, lebendig und gleichberechtigt werden zu lassen.
Bis heute kenne ich keine Serie, der es so mühelos gelang 20+ Charaktere lebendig, für den Zuschauer bedeutsam, und auch ambivalent werden zu lassen.
Es gibt kaum Ausfälle, und die wenigen Querschläger haben ja auch ziemlich schnell die Radieschen von unten gesehen.
Stichwort : Radieschen. LOST ist die erste, mir bekannte Mainstreamserie, die den Schneid hatte, nicht gerade zimperlich mit seinen Charakteren umzugehen. Und sie reihum ins Gras beißen zu lassen.
„Raising the stakes“ nannte LindeCuse das, und auch wenn Tode, wie die am Ende von Staffel 3, die Fanherzen bis heute in Rage versetzten können, als Spannungsmotor hat das Ganze prächtig funktioniert.
Wie sehr man also mit der Insel abtauchen kann, hängt weniger damit zusammen, ob man sich auf den HERR DER FLIEGEN meets TWIN PEAKS-Mystery-Plot einlassen kann, sondern vielmehr ob und wie weit man bereit ist, mit seinen Charakteren über mehr als hundert Folgen mitzugehen.
Im Rückblick hatte „Team Darlton“ völlig recht, als sie behaupteten, das LOST immer schon eine Geschichte ihre Charaktere gewesen sei, nicht der geheimnisvollen Insel, die nur Katalysator, nur Plotdevice, denn auch im Re-Run, und im Wissen um alle Mysterien, funktioniert LOST tadellos, wenn nicht sogar besser.
Den Druck der brennenden Neugier hinter sich lassend, ist die Tür noch ein ganzes Stück weiter offen für Hurleys heimliche Fressattacken, Sawyers Kampf mit einem Laubfrosch, und sogar die bei der Erstaustrahlung so herzlich gehasste Folge von Nicki und Paolo wird plötzlich zu einem sympathischen Juwel LOSTscher Geschichtsführung.
Das ein Cast, der neben einem Folterknecht der republikanischen Garde, einem afrikanischen Drogenbaron-Priester und einem unfreiwilligen , koreanischen HItman, haarscharf am Klischee vorbeischlitternd, gleichzeitig als Vermenschlichung der Klischees funktioniert, ist ein weiterer, nicht einmal kleiner Verdienst der Serie.
Ein Gespür für ihre Charaktere, die hatte „Team Darlton“ und die groß angelegten, oft verzweigtem Characterarcs sind es, die LOST auch heute noch funktionieren lassen.
Aber auch in „all things Mystery“ hatte LOST lange Zeit das Zepter in der Hand.
Gerade im Rückblick, mit dem Wissen um zehntausend schlechte Thrillerenden und Wendungen, wird klar, wie perfekt Cuse und Lindeloff lange Zeit ihre Erzählung in der Hand hatten, und gleichzeitig vor den Augen von Millionen von Zuschauern verstecken konnten.
In Zeiten in denen das Wörtchen „Blödwist“ schon ein eigenes Trademark-Zeichen verdient, das eigentlich auf jeder zweiten DVD-Hülle auftauchen müsste, wird die Leistung der Autoren umso deutlicher.
Waren die ersten beiden Staffeln noch gemäßigte, sich langsam entwickelnde Mysteryplots zwischen Soap und Thriller, die dem Zuschauer nur hin und wieder ein gepflegtes „WTF?“ entlockte, riss es einem spätestens ab der Eröffnungsszene von Staffel 3 regelmäßig die Beine unter dem Boden weg.
Mit Wucht und Elan und auch Raffinesse, das selbst große Kinoproduktionen sich vor Neid ganz tief in den Dschungel verkrochen.
Und diese Leistung steht bis heute.
Ein Ende wie Staffel 5 es hinlegte, das mal locker, flockig einen der größten Twists der Serie hinlegte, damit gleichzeitig die komplette Serie auf den Kopf stellte, OHNE ihr zu wiedersprechen, dem Zuschauer genauso viel neue Antworten wie Fragen auf den Tisch knallte, ist bis heute in Film und TV unerreicht.
Denn, es ist eine Sache einen derartigen Haken nach zwei Stunden hinzulegen, etwas woran heute noch 99 % aller Blödtwist-Thriller scheitern, das ganze nach rund hundert Stunden, und zum wiederholten Mal, so gezielt aufs Parkett zu zimmern verdient auch als TV-Serie wahrlich das Prädikat „ganz großes Kino“.
Hätte man die Serie dort, um mit Karacho beendet und gegen die Wand gefahren, LOST würde heute in einem Atemzug mit Lynchs mutigen TV-Selbstmordkommando TWIN PEAKS genannt werden.
Doch leider (und zum Glück) ging Team Darlton die Extrameile, und schrieben in Staffel 6 LOST auf das Ende zu, das sie vor Augen hatten, und von dem sie wohl spätestens seit Staffel 3 geträumt hatten.
Und mit der finalen Staffel erwiesen sich dann gleich mehrerer Dinge.
Die Meister der Suspense und der WTf-Endings hatten nur wenig Lust und Elan die langersehnten Antworten genauso gewaltig vor die Haustür zu liefern, wie in der Vergangenheit ihre cleveren Verwirrspielchen. Plötzlich herrschte statt „show don´t tell“ ein endloses Laberspielchen, bei denen viele der von Fans erwarteten Antworten ganz beiläufig, geradezu lustlos in die Menge geworfen wurden.
Dude, I know what the whispers are….
Darlton war nur noch an dem Endgame gelegen, der letzten handvoll Episoden die LOST endgültig in den Olymp der Fernsehserien hieven sollte.
Und jetzt, aus dem Off der Vergangenheit, aus dem Wissen der Gegenwart, erscheint das Ende um einiges mutiger, schlüssiger und verständlicher, als bei seiner Erstaustrahlung, als es reihenweise für offene Münder sorgte. Oft nicht aus positiven Gründen.
Cuse und Lindeloff hatten schlicht das gemacht, was sie eigentlich schon immer gemacht hatten, sie hatten etwas unerwartetes abgeliefert. Das es weniger zynisch, spannend, reißerischer war, sondern vielmehr Drama, Happy End und „downright cheesy“, das brach ihnen, in den Augen vieler Fans, das Genick.
Aus einer Serie über Monster, Mord, Experimente und Abgründe wurde auf den Schlussmetern ein Heilserlösungsmärchen mit tonnenweise religiösen Untertönen.
Lieber hätte man alle Charaktere in einer riesigen Atomexplosion, im ewigen Fegefeuer, als in dem Gang durch den, wortwörtlich, strahlenden Happy-End-Ausgangs gewusst.
Sagt das jetzt mehr über die Serie, oder seine Zuschauer aus ?
Aber nicht nur, weil sich das Ende ganz dem Zeitgeist verwehrte, dessen liebste Helden immer die gescheiterten sind, sondern auch in seiner sonstigen Konzeption, setzte sich THE END zwischen alle Stühle. Den Mystery-Fans wurde ihr finaler TWIN-PEAKS-Schuss verwehrt, die Drama-Jünger , die nur noch einmal Sawyer ohne Shirt fluchen sehen wollten, wurden mit einer riesigen Ladung Spiritualität und Halb-Philosophie überschüttet. Und das so gut wie alle Antworten zwar geliefert, aber nie klar ausgesprochen wurden, das verschreckte zusätzlich alle Casual-Schauer, die auf eine große Schlußoffensive gehofft hatten.
Ein Knall, ein Serienende das tatsächlich keinerlei Erwartungen, sondern nur die Ansprüche ihrer Macher erfüllte, und lange Zeit tatsächlich wie ein Fremdkörper auf der sonst so solide dahinschnurrenden Mysterymietze anmutete.
Gestern allerdings, gestern hat es mir zum ersten Mal fast die Tränendrüsen zerissen, als ich Bernards und Rose Wiedervereinigung, als ich Hurley bei der Beerdigung seiner großen Liebe beiwohnen durfte und musste, und im Hinblick auf das große Ganze, erschien mir hier nichts mehr forciert, gewollt und angeklatscht.
Gestern wurde mir zum ersten Mal wirklich klar, was Darlton damit meinte, als sie auf die Relevanz ihres Endes im Hinblick auf die ganze Serie verwiesen. Nicht nur die Charaktere waren für einander das notwendige Bindeglied, das ihr Überleben sicherte, sie waren es auch für die Show, und am Ende war es gar der Zuschauer, der da in den letzten Minuten angesprochen wurde, und wie seine Bindung zu ihnen das Experiment LOST erst möglich und lauffähig machte.
So kitschig das klingen mag, so ist hier doch endlich das nur zu verdiente Herz, die Zehn, um die ich ziemlich lange gerungen habe. Aber endlich konnte ich Frieden schließen.
Wenn mir der Zwist zwischen Charlie und Claire schon einen Kloß im Hals verpasst, jetzt, und noch viel mehr als bei der Erstsichtung, dann kann ich kaum die Taschentuchberge erwarten, die THE END hinterlassen wird.
LOST ist in vielerlei Hinsicht das Anti-TWIN PEAKS, ist auserzählt, hell, sentimental, geradlinig, überkonzipiert und badet in dem Soap, den Frost und Lynch dem Fernsehen damals ausexorzieren wollte, aber genau aus diesen Gründen auch (fast) perfekt.
Die heile, amerikanische Fernsehserie trifft auf seine dunklen Abgründe, um sich durch sie am Ende nur selbst zu bestätigen : Hier sind die Monster, die Monster bist du, aber das ist okay, wir sind alle Monster und zusammen können wir sie in Zaun halten und das ganze Zivilisation nennen.
Kein Abgesang auf die Zivilisation, sondern auf alle Filme, Kunst und Erzählweisen die sich auf diesen Abgesang spezialisierten haben.
Post-9/11 war das wahrlich subversiv, und natürlich ein riesiger, vermeintlicher Zuckerschock.
Es macht mir die Serie nur umso wertvoller, liebenswerter, ehrlicher.
All in all is all we all are.
And we are all LOST.
Na, da war mir den Zeitaufwand doch glatt wert. LOST erfordert sicherlich manchmal etwas Geduld, aber in seinen besten Momenten (und du stehst mit Staffel 2 kurz vor so einem) macht die Serie einfach alles platt.
ich hab damals nach staffel 5 aufgehört weil ich angst vor dem ende hatte auf das alle geflucht haben, aber vielleicht probier ich es nun doch nochmal, nach deiner schönen liebeserklärung :-)
Mir geht es genauso wie dir Johnzy. Vielleicht sollte ich der Serie doch nochmal eine Chance geben. Ich werde ja sicherlich noch oft genug krank zu Hause im bett liegen und somit auch genügend Zeit.
@Mimuschka : Erstmal, Respekt ! Wie man nach dem grandiosen Ende der 5. Staffel einfach so aufhören kann ist "far beyond me". Weiterhin : Ich will hier nichts beschönigen, die 6. Staffel ist höchst diskutabel. Es hat auch bei mir lange Zeit gedauert, bis ich meine Erst-Emotionen hinter mir lassen konnte, um das Ende als "gelungen" anzusehen. Wobei es ja auch eine ganze Menge Leute gibt, die sich spontan darin verliebt haben. Also, wer weiß. Ohne Sprung ins Wasser findest du es nie heraus. Vielleicht wirst du es hassen, vielleicht wirst du (wie ich) Jahre brauchen um es neuzudeuten....auf alle Fälle wirst du mir wahrscheinlich zustimmen, das in seiner Konzeption anders...wenn nicht "mutig" ist.
Was für ein wunderschöner Kommentar, Klap!
Ich hab damals auch nach der 5.ten Staffel aufgehört, da die Zeitspanne bis zum Erscheinen der 6.ten einfach viel zu lang war. Als Junkie war das die Hölle auf Erden. Jetzt möcht ich das irgendwie so in Erinnerung behalten wie es war. Vielleicht irgendwann nochmal, mit den Enkeln zusammen... hach... das wird schön :)
*HEADEXPLOSION*
Zusammen mit den Enkeln, das kommt bestimmt richtig gut, die ganz bei Sawyer und Kate, während man sich selbst bei Rose und Bernard wiederfindet.
Großes Danke an dich Klap,wundervoller Text und du sprichst mir aus der Seele.
Hab auch nach Staffel 5 aufgehört und werde jetzt nochmal von vorne anfangen;)
Wahnsinng guter Text zu meiner absoluten Lieblingsserie! Bekommt man gleich wieder Lust auf ein Re-Run :) Mit dem Ende war ich übrigens schon bei der Erstsichtung sehr zufrieden, da blieb kein Auge trocken :)
Als Lost anfing zu laufen, hatte ich kein Interesse an der Serie und hätte auch nie gedacht, dass sie etwas für mich sein könnte. Dann habe ich mir jedoch einfach mal die 1. Folge angeschaut und war extrem positiv überrascht! Und schwupp war ich gefesselt und musste immer weiter schauen..wobei ich zugeben muss, dass ich die 1. Staffel am besten fand..mit der Zeit wurde es immer kurioser in der Lost-Welt, aber dafür auch nie langweilig. Also insgesamt eine sehr gute Leistung von J.J.Abrams!
Truely you will never feel LOST how I felt it, it's like I will never see a book like you did. What I feel is myself reflecting my thoughts and I can say it really does feel amazingly unbelievably ... beautiful. Like falling for someones heart. Someone will see people crashing from a plane, someone will see people trying to survive on an island, I will see them falling for each other, learning from mistakes, and getting loved even after all bad things they did, living their life with the most important people in their life ... after their life, well maybe I dont know if they all died after that plane crash or what it is but what their souls felt was honest...it was truth.
LOST ist die beste Serie, die ich je gesehen habe. Keine Serie hat es geschafft mich so zu fesseln, zum lachen zu bringen und zum weinen zu bringen. Daher absolut verdiente 10 Punkte. Bin momentan dabei Staffel 4 zu sehen. Mal sehen ob Staffel 4,5 und 6 es schaffen das Niveau zu halten.
Sehe ich auch so! Leider gehört Lost zu den Serien, die mit den folgenden Staffeln immer etwas schlechter werden- jedoch ist sie für mich trotzdem eine top Serie! Also viel Spaß noch bei den letzten Staffeln :)
Schließe mich dem vorbehaltlos an ... leider hatten die am Ende keine richtig guten Ideen und haben sich "um Kopf und Kragen" geschrieben...schade, die ersten 3-4 Staffeln sind total super!
Die einzellnen charakterre haben viel spass gemacht und viele sachen waren auch gut, teilweisse echt interresante ideen die, die umgesetzt wurden in der serie
aber letztendlich war vieles einfach unlogisch bzw. wurden viele dinger einfach nicht erklärrt, dazu kommt das echt sinnlose ende
die serie war alles anderre als durch und durch durchdacht
und beruhte zum grösstenteils auf cliffhänger die zu einer art sucht geführrt haben
alles im allen war lost zwar irgendwie schön, aber auch irgendwie eine grosse zeitverschwendung
oh Mann ... die Unlogik - oder besser: Nicht-Logik - des Endes wird hier mit einer Art "Deus ex Machina" (v)erklärt ?
Reicht euch das wirklich für das Ende von Lost ?
naja ... andererseits: wenn es mir nicht gut geht, gehe ich ja auch in die Kirche und bete zu Gott, und danach ist alles wieder gut ... immer ... jedesmal !
Gott ist eben allmächtig und hilft mir immer ... was hab' ich doch für ein Glück ;o)
Mal im Ernst, wer die Fäden einer solchen Geschichte spinnt und dann selbst die Fäden auf der Insel verliert und nicht wiederfindet, hat sich des Faden spinnens schlichtweg als inkompetent erwiesen.
Aber am Ende waren ja alle glücklich ... wie schön !
Legendäre Serie. Hat am Ende leider auch etwas abgebaut. Immerhin mal eine Serie die eine vernünftige Sendezeit bekommen hat und gut promoted wurde. Wer erinnert sich nicht an die Zahlreichen Looooost Spots auf Pro 7 ;)
Lost. Eine Serie mit einem sehr guten Idee. Die idee eines flugzeuabsturzes auf einer Insel nichts neues. Allerdings mit den fragen die man sich immer wieder stellt. Die nach und nach beantwortet werden.
im Großen und ganzen hat sie unterhalten und für Spannung gesorgt.
Sie wäre 8.0 (Ausgezeichnet) wenn es nicht das schlechteste ende ist, was ich je gesehn habe! Das war eine dermaßen große entäuschung das die serie aus Sehenswert fällt. schade eigtl.
Ach, was habe ich diese Serie geliebt. Sie hat mich zum ersten mal mit hochwertigen Serien in Kontakt gebracht. Andere Perlen wie die Sopranos sind bis dahin spurlos an mir vorbei gegangen.
Aber wie so viele andere auch, konnte mich einfach nicht mit dem sehr schwachen Ende, der immer verwirrender werdenden Story und der Tatsache, daß die Schreiber offensichtlich keinen Plan hatten, abfinden.
Was man am Ende hatte war ein gigantischer Informationswust der rein gar nichts oder vielleicht auch alles mögliche, aber in keinem Falle etwas Konkretes aussagt. 1 Millionen Fäden von denen die meisten ins Leere laufen. Unglaublich schade, was aus dieser, anfangs absolut fantastischen Serie geworden ist.
Ich glaube einzig und allein die liebenswerten Figuren haben mich die letzte Staffel durchstehen lassen. Trotz allen Ärgers wollte man doch zumindest wissen WAS mit Hurley, Sawyer und Co passiert. Auch wenn man keinen Plan hatte, WARUM das jetzt so passiert und WIE sich das mit den zurückliegenden Ereignissen sinnvoll in Einklang bringen läßt... :-)
Damals im TV Gebannt geschaut und jetzt nochmal von vorne Angefangen. LOST wird wahrscheinlich immer meine Lieblingsserie bleiben, Ich liebe jeden Charakter, seine Hintergrundgeschichte und Verknüpfungen mit jeweils anderen Charakteren. Die Geschichte der Insel in den verschiedensten "Epochen" und danke den ausgeklügelten Drehbuchautoren für solch eine tolle Serie.
Lost gehört zu einer meiner Lieblings Serien. Die Insel, die Menschen, ihre Geschichten. Alles an dieser Serie ist einfach nur mysteriös und verworren. Fast jede Episode baut auf einer anderen auf, sodass es fast unmöglich ist alles zu verstehen, wenn man auch nur eine davon verpasst. Für mich ist Lost eine Serie, die man sich gerne immer wieder anschaut und trotzdem weiterhin mitfiebern kann.
Also. Ich habe daaamals die ersten 2 folgen im tv geguckt. und dann irgendwann noch eine da hat mich die serie total abgenervt. vor 2 1/2 jahren meinte mein onkel die serie sei geil ect... und ich wurd neugierig... Ersten paar folgem in netz geguckt und wenige stunden später hatte ich die Staffel zuhause auf Bluray.... Habe die serie jetzt 4 mal geguckt ( was in meinen augen auch schon krank ist ) Abbber.... Hammer Jedesmal aufs neue :D und nun da mein neuer TV da ist werd ich mir das wohl nochmal anschauen..
Was ich absulut nicht nachvolziehen kann ist die tatsache das sehr viele leute die serie woche für woche im tv geguckt haben ^^ seid ihr nicht irre geworden ? ^^
sowas ähnliches habe ich jetzt mir "The Walking Dead" ist echt nicht auszuhalten ^^
Für mich Platz 1 Lost Platz 2 The walking dead platz 3 The BigBang Theorie
"seid ihr nicht irre geworden ? ^^"
Das war damals das Beste an LOST: allwöchentliche Diskussionen in verschiedenen Foren darüber wtf man da eigentlich genau gesehen hat... durch recaps, screenshots und slowmotion wurde die Folge aufgebröselt und in den Gesamtkontext eingebettet...
Ich persönlich hab damals viel mehr Zeit damit verbracht Theorien zu lesen als die Serie zu gucken ;)
@rbets Du sagst es und das hat die Serie auch zudem gemacht was sie ist =) Eine Revolution in Sachen Mystery und Drama, selten hatte ich mich dermaßen mit einer Serie beschäftigt, wie mit LOST.
Wird Zeit für eine neue Serie, die ähnliches schafft, aber das bleibt wohl Wunschdenken :)
Hallo Ihr xD Breaking Bad hab ich GESEHEN und ist auch unter meinen Top 5 Serien mit Dexter, Boardwalk Empire,Game of Thrones. Aber Lost kann keine der hiergenannten Serien das Wasser reichen,wobei das Setting und die Storys der Serien natürlich von Grund auf verschieden sind. Noch dazu verpasse ich keine der Serien sobald neue Folge online ist ;D Breaking Bad, 5 Staffel 2.teil geht im Sommer weiter. Game of Thrones am 19. Mai ;D ^^ Und Boardwalk Empire staffel folge 11 schau ich mir jetzt an ^^ :D *Yummy Yummy*
UNTER DEN TOP5??? nach welchen kriterien hast du die entscheidung getroffen eine hitliste für dich zu erstellen, ...die dann auch noch breaking bad beinhaltet?
es gibt kein "das ist ganz gut und das auch" oder "heute finde ich das mal besser" oder gar "alle sind gleich super". es gibt nur einen könig. all hail the king, walter white!
;) schönes we. wenn es endlich wärmer wird, gehe ich maiglöckchen pflücken.
Eine meiner Top 3 Lieblingsserien. Ich gehör glaub ich auch zur verschwindenden Minderheit an Menschen, die das Ende SUPER fanden. Wenn ich könnte würd ich ganz ahnungslos nochmal von vorn anfangen :)
Wieso Kannst du nicht nochmal schauen? ich habe die serie schon 4 mal durch und endecke immer noch sachen die ich entweder vergessen habe oder garnicht erst aufgefallen ist ^^
Kaum eine Serie hat mich so gefesselt wie Lost!!
Auch wenn ich das Ende einfach nicht so gut finde.
Aber die gesamte Story mit den Flashbacks und den Geheimnissen ist einfach großartig...
Das Ende war einfach sooo lahm, so beliebig, so billig, so USA. So kann man jede Geschichte enden lassen. Huch, alles nur geträumt! Ätsch! Das ist extrem schade und regt mich auf, weil ich, wie viele andere auch, LOST für etwas Besonderes gehalten habe; Stunden um Stunden leidenschaftlich damit verbracht habe, Theorien aufzustellen; irgendwelche Hinweise auf die Auflösung zu finden und saudumme alternate Reality-Games zu spielen - weil ich naiverweise dachte, die Autoren hätten einen Plan. Und weil die Serie an sich ja super war!! Es hätte so toll werden können. Oder zumindest weniger schlecht ;__; Statt dessen bleibt ein löchriges Puzzle und ein riesiges Fragezeichen zurück. Selbst wenn die Aliens aus Indy 4 auf der Insel gelandet wären (und das wär auch richtig scheisse gewesen XD), hätte das mehr Spass gemacht, als dieser Quatsch. Nicht mal ein offenes Ende haben sie sich getraut. Dann hätte man wenigstens Interpretationsspielraum gehabt. (und auch das wär mies gewesen nach all den Andeutungen) Ich frage mich echt, wozu die Mühe, wozu das ganze Konstrukt. Was soll das darstellen? Einfach nur 'Design'?
Die paar Bewertungs-Punkte gibt es für die Zeit vorher, in der mich die Serie so gefesselt und mir unglaublichen Spass gemacht hat.
Aber man fühlt sich halt einfach verarscht, wenn man mitleidet, mit den liebgewonnenen Charakteren und dir dann am Schluss einer sagt, dass ihr Leiden, ihr Kampf, umsonst war. Das alles von vorneherein verloren war. In manchen 90er Filmen war das ja noch innovativ, aber so macht es für mich keinen Sinn das jemals nochmal anzusehen.
Gott sei Dank hab ich nicht die komplette DVD Box gekauft ;)
Echt jetzt, es ist schon so lange her .. und ich bin immer noch sauer! XD
Versteh mich nicht falsch; ich fand das LOST-Ende ja auch bescheiden, aber bist du dir sicher, daß du es richtig verstanden hast? Dein Kommentar lässt nämlich etwas anderes vermuten...
falls du die Formulierung meinst (geträumt) ..? Das sollte nur eine vage Umschreibung des generellen Prinzips sein, u.a. um nicht so viel zu spoilern. Ansonsten klär mich auf :)
Es ging mir darum, daß du offensichtlich annimmst, daß sich die Auflösung der Nebenhandlung aus Staffel 6 auf die komplette Serie bezieht. Dem ist nicht so.
Jack und co. sind nicht beim Absturz gestorben; alles was wir auf der Insel gesehen haben, ist wirklich passiert.
Nur die alternative Realität aus Season 6 war gar keine alternative Realität, die durch die Atombombe entstanden ist, sondern eine Art Fegefeuer, in dem sie alle fest saßen, bis sie zur nächsten Bewußtseinsebene aufsteigen konnten.
Hey hey,
nein, das habe ich schon auch so verstanden, dass es sich nicht auf die ganze Serie bezieht. Wobei es vll auch Leute gibt, die das ein bisschen anders interpretieren.
Aber ich meinte es aus meiner Sicht als Zuschauer, dass im Endeffekt alles 'umsonst' und sinnlos war (die ganze Charakterzeichnung), da man ja nicht wirklich was zu den Hintergründen erfährt und der Höhepunkt und das Ende von der Geschichte eben so gar nix hergibt (alle tot -> Zwischenwelt/Fegefeuer -> Kirche -> Paradies?? wtf) und mit dem Rest der Story einfach nichts zu tun hat. Ich meine, klar, jeder muss irgendwann sterben, yay, aber dieses Ende macht den ganzen Weg und alles was man da rein interpretiert hat (für mich!) sinnlos. Habe ich zugegebenermaßen ziemlich missverständlich formuliert.
Naja, also wenn es Leute gibt, die das anders interpretieren, dann haben diese Leute in der letzten Folge nicht richtig aufgepasst, denn genau so wird es von Christian formuliert.
Wie auch immer; offensichtlich hast du das Ende doch richtig verstanden - hätten wir das also auch geklärt :-D
Aber im Kernpunkt stimme ich dir natürlich zu; dieses Ende ist scheiße. Auch wenn ich, weil ich mit den vorangegangenen 120 3/4 Folgen einfach wahnsinnig viel Spaß hatte, etwas mehr Punkte vergeben habe.
Hätten Cuse und Lindelof nicht immer wieder behauptet, alles habe einen Sinn und läge einem allumfassenden Plan zugrunde, dann wäre die Enttäuschung am Schluss auch nicht so groß gewesen.
halloo?? danke, jetzt kann ich mir die letzten 3 staffeln sparen! vielleicht bin ich selbst schuld, weil ich ja unbedingt hier reinschauen musste, aber wenn man schon so nen text schreiben muss, könnte man vielleicht doch wenigstens anstandsweise einen kleinen vermerk (-SPOILER- oder so) anbringen!
danke, aber der erste Kommentar ist kein Spoiler in dem Sinne sondern meine Ansicht/Reaktion auf das Ende .. wirst du sehen wenn du weiter guckst. Aber dass am Schluss nichts von den Rätseln wirklich aufgelöst wird ist ja jetzt auch keine Neuigkeit mehr oder .. ?
Und wenn ich Angst vor Spoilern habe, geh ich nicht auf ne Seite wo Kritiken zur ganzen Serie stehen bzw. wo jeder frei kommentieren kann oder gar auf Youtube. Hier steht ausserdem nirgends dass man nicht spoilern darf :\ ?
Könnte man hier Kommentare editieren würd ichs tun .. Sorry!
Lost hat mir unzählige Stunden große Freude bereit. Es war das Beste, was ich bis dato an Serienstoff zu Gesicht bekommen habe. Durch das grauenhafte Ende wurde der Spaß aber im Nachhinein ziemlich getrübt, sodass ich mir Lost wohl kein zweites mal antun werde. Eine Mystery-Serie lebt von einem Konzept, das einmal aufgeworfene Fragen auch beantwortet. Zum Ende hin merkt man leider, dass Lost ein solches nie aufzuweisen hatte, den Zuschauer aber trotzdem über mehrere Staffeln bei Laune halten konnte.
Ich persönlich war sehr zwiegespalten bei der Bewertung. Man muss wissen, dass bis zur 3 Staffel die Serie wirklich herausragend ist und von mir ca. eine 8.5 bekommen hätte, allerdings baut die Serie stark ab nach der dritten Staffel.
Wenn man den Mysticteil der Serie schätzte, wird man auch diese Staffeln mögen. Hier fokussiert man sich immer weniger auf den Teil des Überlebens, sondern auf den Teil der mystischen Insel und das "Schicksal". Auf mich wirkte es immer wirrer, unüberlegter und gezwungener. Als ob die Producer nur immer mehr Geld verdienen wollten.
Man sollte sich bewusst sein, dass Lost bis zur 3 Staffel und Lost nach der 3 Staffel zwei verschiedene Serien sind. Die eine erzählt das Überleben einiger Gestrandeter auf einer geheimnisvollen Insel und die andere erzählt von einer allmächtigen Insel, die das Schicksal der amerikanischen Gesellschaft und einiger besonderen Auserwählten (die Gestrandeten) im Speziellen bestimmt.
Mir persönlich hat der zweite Teil nicht gefallen, bin aber bis zur 5 Staffel treu geblieben, weil ab und zu Momente der Klasse aufblitzen, die Lost einmal ausgezeichnet haben.
Diese wurden aber immer ärmer, sodass ich schließlich nicht einmal mehr das Ende der Serie mitverfolgt habe. Dieses habe ich dann nur noch im Internet nachgelesen.
Zusammenfassend kann ich allen die Serie bis zur 3. Staffel empfehlen, danach rate ich den Verstsand auszuschalten, über die Widersprüche hinwegzuschauen und dann können auch die späteren Folgen bestimmt begeistern
Kritiken (4) — Serie: Lost
Timo K.: Blockbuster Entertainment
Kommentar löschenSpoiler!
Sehen wir davon ab, dass "Lost" im Finale tatsächlich die große, geheimnisvolle Antwort auf die größte, auf die geheimnisvollste aller Fragen in einer humanistischen Religionsallegorie gibt, nämlich wohin diese Serie steuern, was sie uns mitteilen, womit und weshalb sie unsere Gegenwart und Zukunft reflektieren will: Wer "Lost" ernsthaft in dem Bestreben anschaut, jemals alles auf dem Präsentierteller vorgesetzt zu bekommen, dessen kausaler Zusammenhang sich nicht sofort erschließt, der hat weder die Mythologie der Serie, das ihr zugrundeliegende Konzept noch die Intention ihrer Schöpfer verstanden.
Es ist zunächst ein gewagter Vergleich, aber "Lost" hat einiges mit "Twin Peaks" gemein. Denn beide, obschon sie unterschiedlich wirtschaften – die eine aus dem Drehbuch heraus, die andere mit assoziativen Codes – und in ihren eigenen Quellcode-Universen wiederum eine eigene verschlüsselte Programmiersprache herauszufiltern gedachten…
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Imagination Tue, 17 Jan 2012 16:13:10 -0000
Antwort löschenSehr schön geschrieben. :)
_Garfield Tue, 17 Jan 2012 16:50:23 -0000
Antwort löschenMan kann jedoch nicht bestreiten, dass den Machern von "Lost" klar war, dass viele Menschen ihre Serie vor allem angesehen haben, um die Mythen und Rätsel zu lösen. Von daher kann ich all jene verstehen, die bei dem Finale enttäuscht wurden, doch alle anderen - du und ich eingeschlossen - haben dafür ein großartiges Finale gesehen, dass gerade den überragend entwickelten Charakteren mehr als gerecht geworden ist.
Du hast mit deinen Worten den Nagel auf den Kopf getroffen!
Timo K. Tue, 17 Jan 2012 17:10:38 -0000
Antwort löschenDie Mythen und Rätsel waren für mich lediglich ein netter Bonus, zumal es sich schon frühzeitig abzeichnete, dass die Serie bei der Fülle neu aufgemachter Fässer überhaupt nicht an Antworten oder stringentem Weitererzählen interessiert ist, dass sie diese Fässer niemals würde vollständig schließen können. Ich denke allerdings, dass die enttäuschten Zuschauer auch enttäuscht worden wären, wenn es andersherum gelaufen wäre, wenn "Lost" alle möglichen Rätsel gezwungenermaßen irgendwie aufgedröselt hätte, was vermutlich keiner Partei so richtig lieb wäre. Es ist nun einmal die persönliche Vision der Autoren, die man akzeptieren sollte. So bleibt das Faszinierende wenigstens erhalten. :) Dank an beide!
_Garfield Tue, 17 Jan 2012 17:21:53 -0000
Antwort löschenDie vielen Cliffhanger in den Episoden, sowie die vielen Mythen waren dennoch nur zu dem Zweck da, all jene bei der Stange zu halten, die eine Auflösung erwartet haben - und solche Leute gab es zu genügend, auch wenn es sich tatsächlich abzeichnete, dass die niemals aufgelöst werden würden. Geldmache eben.
eXonic Tue, 17 Jan 2012 17:22:15 -0000
Antwort löschenWunderbar! Ein super Text!
psychobasti Tue, 17 Jan 2012 17:23:31 -0000
Antwort löschenToller Kommentar zu meiner absoluten Lieblingsserie :)
Timo K. Tue, 17 Jan 2012 17:42:04 -0000
Antwort löschenDeshalb freue ich mich ja schadenfroh darüber, dass all jene, von denen du sprichst, dann am Ende so eiskalt ins Wasser geworfen worden, weil sie auf die Masche reingefallen sind. Bezeichnenderweise gefiel mir die erste Staffel am besten, in der die Charaktere noch mit am stärksten betont wurden. Der letzten habe ich übrigens 'ne 6,5 gegeben, bei weitem nicht schlecht, aber in der Tempelsache beispielweise nicht immer fesselnd. | Danke euch!
_Garfield Tue, 17 Jan 2012 17:51:50 -0000
Antwort löschenDer gesamte Tempel-Plot war katastrophal, da merkte man auch, dass langsam die Ideen ausgingen. Staffel 1 ist in der Tat eine der besten, wenn nicht sogar die beste Staffel von allen. :)
Dox Wed, 22 Feb 2012 19:39:58 -0000
Antwort löschenHab mir nur den Anfang durchgelesen, da ich nicht gespoilert werden wollte. Bist du Programmierer? ;)
Timo K. Sun, 26 Feb 2012 13:04:09 -0000
Antwort löschenÄh, hatte PHP, Flash & C++ in meiner Ausbildung.^^
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Diggler27 Sat, 22 Sep 2012 22:39:30 -0000
Antwort löschenJa, LOST lebte vom regen Austausch der Fans in Internetforen (mich eingeschlossen), und hätten Cuse und Lindelof nicht auch dort STÄNDIG behauptet, am Ende würden alle Fragen beantwortet, wären die meisten wohl auch nicht so enttäuscht gewesen. Von diesen Statements sind die beiden aber feigerweise erst wenige Folgen vor dem billigen Finale abgewichen.
Ich errinnere nur an Lindelofs Aussage, anhand dem Wiederauftauschen der "Adam und Eva"-Skelette in der letzten taffel würde der Zuschauer erkennen können, daß alles von Anfang an geplant gewesen sei. Was totaler Quatsch war.
Also: Epic Fail.
Spossi Fri, 26 Apr 2013 02:07:05 -0000
Antwort löschenwas bitte ist denn "Friede, Freude, Eierkuchen" faszinierend ?
Patrick Wurster: www.indiskretion-ehrensache...
Kommentar löschenSeit der ersten Ausstrahlung im Jahr 2004 wurde die Serie mit den schönsten Schweißrändern der Fernsehgeschichte ihrer vertrackten Rätsel und der ausgefeilten, sich beständig entwickelnden Charaktere wegen selbst zum Phänomen. Im Lauf von sechs Jahren „Lost“ haben die Macher Damon Lindelof, Carlton Cuse und J.J. Abrams allerdings deutlich mehr Fragen aufgeworfen, als sie Antworten geben wollten. Und längst nicht alle Geheimnisse lüftet die finale sechste Staffel. Man sollte sich bei aller Krittelei an einem der großartigsten TV-Epen, die bis dato produziert wurden, aber immer vor Augen halten, dass „Lost“ in erster Linie eine Mystery-Show (mit großer Hingabe zum jederzeit berührenden, anziehenden, fesselnden Drama!) ist und Mysterien müssen sich auch nicht immer logisch erklären lassen. Wir haben sie also hinzunehmen, die Zeitreisen und Visionen, Unsterbliche und Totenflüsterer, die übernatürlichen Kräfte und ebenso das Ende — ein diskussionswürdiges, das die Anhängerschaft nicht nur in Männer des Glaubens und Männer der Wissenschaft spaltet.
www.indiskretion-ehrensache.com/2010/12/lost-die-komplette-sechste-staffel.html
www.indiskretion-ehrensache.com/2010/03/lost-die-komplette-fuenfte-staffel.html
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Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde
Kommentar löschenGrandiose erste Staffel, die wirklich Lust machte. Leider entpuppte sich die ganze Mystery-Schwurbelei nur als schlechter Taschenspielertrick. Getretner Quark wird breit, nicht stark - hier hat Goethe mal wieder recht. Die lausige Entschuldigung, es sei ja von Anfang an um die Charaktere gegangen und nicht um die Geheimnisse der Insel, ist etwa so glaubhaft wie George Lucas Beteuerung er habe Star Wars ja von Anfang an auf 9 Teile angelegt.
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Tytus Wed, 26 May 2010 20:49:05 -0000
Antwort löschenDito, gut gesagt.
Dir ist natürlich bewusst das du dir noch mehr Feinde gemacht hast als du schon jetzt hast :D
aber zur Ermutigung " Viel Feind viel Ehr " ;)
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Muxi92 Thu, 27 May 2010 13:32:29 -0000
Antwort löschen@Batzman: Bei welcher Staffel hast du denn aufgehört zu gucken?
Spossi Fri, 26 Apr 2013 01:57:17 -0000
Antwort löschenauf den Punkt gebracht ... Chapeau !
Kubrick_obscura: CinemaForever
Kommentar löschenWas fand ich "Lost" super als es anfing. Die erste Staffel war ein ziemlicher Burner und erinnerte mich nicht umsonst an die Qualität eines "Twin Peaks", doch mit den folgenden Staffeln kam die Ernüchterung, dass doch letztendlich hinter all der unchronologischen Fassade sich nur eine große Seifenblase befindet, die dazu da ist möglichst geheimnisvoll, lang melkbar und höchst gewinnbringend zu sein.
Spätestens als einer der Autoren verriet, dass sie selbst den Handlungsüberblick verloren haben, war für mich Schluss. Das Ende der 3. Staffel habe ich nicht mehr zu Gesicht bekommen.
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annaberlin Wed, 28 Apr 2010 15:04:21 -0000
Antwort löschenHey! Mooooomentchen, Freundchen. So redest du nicht über MEINE Serie ^^
Heavy_Metal Thu, 29 Apr 2010 12:28:39 -0000
Antwort löschenwas ist verkehrt daran laufend an einem konzept zu arbeiten, dessen ziel noch nicht feststeht. eben dinge auszuprobieren, sich auch mal zu verrennen? und was würde es für einen unterschied machen, wenn alles vorher feststünde? wäre dann die "botschaft" wahrer, schöner oder gar besser?
Kubrick_obscura Thu, 29 Apr 2010 14:12:33 -0000
Antwort löschenLost arbeitet ja eher mit bekannten Mitteln als wirklich innovativ zu sein. Experimente habe ich nicht wahrgenommen. Die Serie bleibt höchst kommerziel. Außerdem, eine Suspense-Serie braucht ein ordentliches Konzept, ansonsten fühle ich mich als Zuschauer, der sich bereitwillig dem Thrill des Mysteriösen aussetzt, hinters Licht geführt. Das hat nichts mit Botschaften zu tun. Bei Schnitzeljagden sollte man halt nicht schummeln, sonst wirds unfair. Verrennen dürfen sich die Herren in anderen Formaten.
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Heavy_Metal Thu, 29 Apr 2010 15:36:55 -0000
Antwort löschenformatansprüche, was wo geht und nicht geht finde ich müßig und z. t. überholt. dass es eine auf kommerziellen erfolg ausgelegte serie ist, daraus kann man ihr schlecht einen vorwurf machen. innovativ sicher nicht, und dass die fortsetzungen eigentlich immer mehr desselben sind (formell) stimmt auch, aber im rahmen einer solch kostspieligen/kommerziellen produktion finde ich es schon wieder sympathisch, dass die schreiber selbst sich in ihrem dschungel eben auch mal verlaufen haben. wer sagt, dass man nicht schummeln darf? das sehe ich dezidiert anders :D
Deep Thought Sat, 04 Aug 2012 14:19:19 -0000
Antwort löschen@Kubrick_obscura ich bin genau deiner Meinung.
Kommentare
über Lost
filmfreak180 Tue, 14 May 2013 18:31:17 -0000
Kommentar löschenACHTUNG SPOILER!
- Bewertung Staffel 1 (11/10)
Die erste Staffel von LOST hat wirklich einen tollen und ruhigen Einstieg in die Serie geboten. Es war bestimmt keine leichte Aufgabe, die Geschichte unzähliger Charaktere zu erzählen, die auch schon in Verbindung mit den Anderen standen, bevor sie sich auf der Insel trafen. Ich finde es bemerkenswert, dass der Zuschauer zu so gut wie jedem Charakter einen Bezug bzw. eine Verbindung aufbaut, obwohl es so viele Figuren gibt. Einfach genial, wie man langsam die Geheimnisse der einzelnen Gestrandeten erfährt. Die Staffel kommt, im Gegensatz zu den Anderen, mit sehr wenig Mysterien aus und ist trotzdem die beste Season der Serie. Weniger Mysterien in den darauffolgenden Staffeln (ab Season 3, 4) hätte ich begrüßt, da die Serie als Charakterstudie eben viel besser funktioniert.
- Bewertung Staffel 2 (10/10)
Noch brutaler und spannender als die erste Staffel. Nach dem genialen Staffelfinale der ersten Staffel wurde die Frage, was sich unter der Luke befindet, genial gelöst. Außerdem haben mir besonders die neuen Charaktere (Talies) sehr gut gefallen. Vor allem Mr. Eko entwickelt sich im Laufe der Zeit zu einem meiner absoluten Lieblingscharakteren. Schade, dass sein Charakter so schnell den Tod finden musste. Und dann wäre da noch Henry Gale, der so genial von Michael Emerson verkörpert wurde, dass er sobald er auf die Leinwand tritt, alle anderen in den Schatten stellt. Ich denke immer noch ein sein Grinsen, als John verzweifelt gegen die Tür geklopft hat.
- Bewertung Staffel 3 (10/10)
Diese Staffel fängt ruhig an und gewinnt dann im Laufe der Zeit sehr an Tempo. Das furiose Staffelfinale zählt meiner Meinung nach zu den Besten. Mit Juliet wird ein weiterer interessanter Charakter eingeführt und Ben und Desmond gehören endlich zum Main-Cast. Die Flashbacks verlieren zwar langsam ihren Reiz, zumindest die der Hauptcharaktere, dafür sind die Flashbacks von Ben und Juliet wiederum sehr interessant und gehören, wie ich finde, zu den besten der Serie. Der Fokus der Staffel liegt diesmal sehr stark auf "den Anderen", was mir sehr gefallen hat.
- Bewertung Staffel 4 (7,5/10)
In dieser Staffel wurden ja die Flash-Forwords statt Flashbacks verwendet. Mit diesem veränderten Erzählstil schafft man eine ganz neue Art von Spannung. Die ganze Staffel über konnte man Rätseln wer die Ocienic 6 sind und was mit den restlichen Personen passiert ist. Die Widmore/Ben Geschichte ist ein Highlight, wie ich finde. Leider geht LOST ab dieser Staffel in eine Richtung, die mir nicht gefallen hat (von der Wissenschaft zum Glauben). Dadurch haben die Macher in den letzten beiden Staffeln sehr starke Probleme bekommen, das ganze weiterhin glaubwürdig zu gestallten. Während die ersten zwei bis drei Staffeln eine Art Abenteuerserie im Stil von "Herr der Fliegen" waren, entwickelt sich LOST ab Staffel 4 zu einer Science-Fiction Serie, worunter oftmals auch die Charaktere leiden.
- Bewertung Staffel 5 (7/10)
Die Zeitreisen in dem ersten drittel der Staffel waren ganz nett, aber wie schon erwähnt passt Science-Fiction einfach nicht zu LOST. Die letzten zwei Drittel waren ebenfalls ganz nett, brachten die Story aber nicht wirklich voran. Die Dharma Initiative wurde in den vergangenen Staffeln immer sehr mysteriös dargestellt, in der fünften Staffel muss man allerdings feststellen, dass die meisten Mitglieder totale Schwachköpfe sind und völlig unüberlegt handeln (Radzinsky).
- Bewertung Staffel 6 (5/10)
Die 6. Staffel sollte eigentlich wieder Staffel 1 Feeling haben, das bei mir allerdings nie richtig ankam. Die Flash-Sideways fand ich eher langweilig, die Auflösung war genauso bescheuert, und auch sonst war die Hälfte der Staffel ziemlich schlecht. Insgesamt eine bisschen enttäuschend. Trotzdem bietet auch diese Staffel wieder sehr gute Folgen, auch wenn das allerdings eher selten vorkommt.
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Bloodhoven Thu, 09 May 2013 16:30:08 -0000
Kommentar löschenWären da nicht das schwache Ende, die vielen offenen Fragen und die Dharma Initiative, die sich im Endeffekt als völlig uninteressant herausgestellt hat, dann hätte ich hier meine 10,0 Serie gehabt... Aber so tut's auch eine 8,5
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WelcometotheKlap Sun, 05 May 2013 14:33:47 -0000
Kommentar löschenKrank zu Hause, viel zu viel Zeit, viel zu wenig Lust, kamen mir die leidigen, und ungeheuer langsam verstreichenden Tage gerade recht, um mich endlich mal über die Komplettbox herzumachen, die schon seit der Jahreswende im Regal auf mich lauert.
Fast eine ganze Staffel, und ein ganzer Tag, flimmerte da Gestern an meinen Augen vorbei, bevor ich überhaupt merkte, dass man um kurz nach Vier wohl besser ins Bett gehört.
Und was für eine befriedigende, fesselnde, und auch neue Reise das wieder ist, jetzt da man nicht nur weiß, wie alles enden wird, sondern auch jetzt, da die Zeit langsam ihren gnädigen Revisionsstaub auf die großen Emotionen und Debatten über das Ende gelegt hat.
So viel war schon wieder vergessen, so viel konnte zwischen den Zeilen und deutlich auf dem Bildschirm neu entdeckt werden.
Wenn Anfang der zweiten Staffel schon ein Schwangerschaftstest mit dem Aufdruck „Widmore Laboritories“ auftaucht, freut sich das Geek-Herz und der Verstand rast.
Soviel Querverweise, soviel Herzblut in einem Haufen Nichts.
Denn, natürlich, eigentlich ist LOST ein riesengroßer Taschenspielertrick, eine aufgeblasene Parabel über das Leben, das Universum….ihr wisst schon.
Die größte Leistung die die Serie erbrachte war mitnichten ihr Unterbau, auch wenn Cuse und Lindeloff Meister darin waren, das Gegenteil zu behaupten und anzudeuten, es war der Versuch einen riesigen Cast zu bändigen, lebendig und gleichberechtigt werden zu lassen.
Bis heute kenne ich keine Serie, der es so mühelos gelang 20+ Charaktere lebendig, für den Zuschauer bedeutsam, und auch ambivalent werden zu lassen.
Es gibt kaum Ausfälle, und die wenigen Querschläger haben ja auch ziemlich schnell die Radieschen von unten gesehen.
Stichwort : Radieschen. LOST ist die erste, mir bekannte Mainstreamserie, die den Schneid hatte, nicht gerade zimperlich mit seinen Charakteren umzugehen. Und sie reihum ins Gras beißen zu lassen.
„Raising the stakes“ nannte LindeCuse das, und auch wenn Tode, wie die am Ende von Staffel 3, die Fanherzen bis heute in Rage versetzten können, als Spannungsmotor hat das Ganze prächtig funktioniert.
Wie sehr man also mit der Insel abtauchen kann, hängt weniger damit zusammen, ob man sich auf den HERR DER FLIEGEN meets TWIN PEAKS-Mystery-Plot einlassen kann, sondern vielmehr ob und wie weit man bereit ist, mit seinen Charakteren über mehr als hundert Folgen mitzugehen.
Im Rückblick hatte „Team Darlton“ völlig recht, als sie behaupteten, das LOST immer schon eine Geschichte ihre Charaktere gewesen sei, nicht der geheimnisvollen Insel, die nur Katalysator, nur Plotdevice, denn auch im Re-Run, und im Wissen um alle Mysterien, funktioniert LOST tadellos, wenn nicht sogar besser.
Den Druck der brennenden Neugier hinter sich lassend, ist die Tür noch ein ganzes Stück weiter offen für Hurleys heimliche Fressattacken, Sawyers Kampf mit einem Laubfrosch, und sogar die bei der Erstaustrahlung so herzlich gehasste Folge von Nicki und Paolo wird plötzlich zu einem sympathischen Juwel LOSTscher Geschichtsführung.
Das ein Cast, der neben einem Folterknecht der republikanischen Garde, einem afrikanischen Drogenbaron-Priester und einem unfreiwilligen , koreanischen HItman, haarscharf am Klischee vorbeischlitternd, gleichzeitig als Vermenschlichung der Klischees funktioniert, ist ein weiterer, nicht einmal kleiner Verdienst der Serie.
Ein Gespür für ihre Charaktere, die hatte „Team Darlton“ und die groß angelegten, oft verzweigtem Characterarcs sind es, die LOST auch heute noch funktionieren lassen.
Aber auch in „all things Mystery“ hatte LOST lange Zeit das Zepter in der Hand.
Gerade im Rückblick, mit dem Wissen um zehntausend schlechte Thrillerenden und Wendungen, wird klar, wie perfekt Cuse und Lindeloff lange Zeit ihre Erzählung in der Hand hatten, und gleichzeitig vor den Augen von Millionen von Zuschauern verstecken konnten.
In Zeiten in denen das Wörtchen „Blödwist“ schon ein eigenes Trademark-Zeichen verdient, das eigentlich auf jeder zweiten DVD-Hülle auftauchen müsste, wird die Leistung der Autoren umso deutlicher.
Waren die ersten beiden Staffeln noch gemäßigte, sich langsam entwickelnde Mysteryplots zwischen Soap und Thriller, die dem Zuschauer nur hin und wieder ein gepflegtes „WTF?“ entlockte, riss es einem spätestens ab der Eröffnungsszene von Staffel 3 regelmäßig die Beine unter dem Boden weg.
Mit Wucht und Elan und auch Raffinesse, das selbst große Kinoproduktionen sich vor Neid ganz tief in den Dschungel verkrochen.
Und diese Leistung steht bis heute.
Ein Ende wie Staffel 5 es hinlegte, das mal locker, flockig einen der größten Twists der Serie hinlegte, damit gleichzeitig die komplette Serie auf den Kopf stellte, OHNE ihr zu wiedersprechen, dem Zuschauer genauso viel neue Antworten wie Fragen auf den Tisch knallte, ist bis heute in Film und TV unerreicht.
Denn, es ist eine Sache einen derartigen Haken nach zwei Stunden hinzulegen, etwas woran heute noch 99 % aller Blödtwist-Thriller scheitern, das ganze nach rund hundert Stunden, und zum wiederholten Mal, so gezielt aufs Parkett zu zimmern verdient auch als TV-Serie wahrlich das Prädikat „ganz großes Kino“.
Hätte man die Serie dort, um mit Karacho beendet und gegen die Wand gefahren, LOST würde heute in einem Atemzug mit Lynchs mutigen TV-Selbstmordkommando TWIN PEAKS genannt werden.
Doch leider (und zum Glück) ging Team Darlton die Extrameile, und schrieben in Staffel 6 LOST auf das Ende zu, das sie vor Augen hatten, und von dem sie wohl spätestens seit Staffel 3 geträumt hatten.
Und mit der finalen Staffel erwiesen sich dann gleich mehrerer Dinge.
Die Meister der Suspense und der WTf-Endings hatten nur wenig Lust und Elan die langersehnten Antworten genauso gewaltig vor die Haustür zu liefern, wie in der Vergangenheit ihre cleveren Verwirrspielchen. Plötzlich herrschte statt „show don´t tell“ ein endloses Laberspielchen, bei denen viele der von Fans erwarteten Antworten ganz beiläufig, geradezu lustlos in die Menge geworfen wurden.
Dude, I know what the whispers are….
Darlton war nur noch an dem Endgame gelegen, der letzten handvoll Episoden die LOST endgültig in den Olymp der Fernsehserien hieven sollte.
Und jetzt, aus dem Off der Vergangenheit, aus dem Wissen der Gegenwart, erscheint das Ende um einiges mutiger, schlüssiger und verständlicher, als bei seiner Erstaustrahlung, als es reihenweise für offene Münder sorgte. Oft nicht aus positiven Gründen.
Cuse und Lindeloff hatten schlicht das gemacht, was sie eigentlich schon immer gemacht hatten, sie hatten etwas unerwartetes abgeliefert. Das es weniger zynisch, spannend, reißerischer war, sondern vielmehr Drama, Happy End und „downright cheesy“, das brach ihnen, in den Augen vieler Fans, das Genick.
Aus einer Serie über Monster, Mord, Experimente und Abgründe wurde auf den Schlussmetern ein Heilserlösungsmärchen mit tonnenweise religiösen Untertönen.
Lieber hätte man alle Charaktere in einer riesigen Atomexplosion, im ewigen Fegefeuer, als in dem Gang durch den, wortwörtlich, strahlenden Happy-End-Ausgangs gewusst.
Sagt das jetzt mehr über die Serie, oder seine Zuschauer aus ?
Aber nicht nur, weil sich das Ende ganz dem Zeitgeist verwehrte, dessen liebste Helden immer die gescheiterten sind, sondern auch in seiner sonstigen Konzeption, setzte sich THE END zwischen alle Stühle. Den Mystery-Fans wurde ihr finaler TWIN-PEAKS-Schuss verwehrt, die Drama-Jünger , die nur noch einmal Sawyer ohne Shirt fluchen sehen wollten, wurden mit einer riesigen Ladung Spiritualität und Halb-Philosophie überschüttet. Und das so gut wie alle Antworten zwar geliefert, aber nie klar ausgesprochen wurden, das verschreckte zusätzlich alle Casual-Schauer, die auf eine große Schlußoffensive gehofft hatten.
Ein Knall, ein Serienende das tatsächlich keinerlei Erwartungen, sondern nur die Ansprüche ihrer Macher erfüllte, und lange Zeit tatsächlich wie ein Fremdkörper auf der sonst so solide dahinschnurrenden Mysterymietze anmutete.
Gestern allerdings, gestern hat es mir zum ersten Mal fast die Tränendrüsen zerissen, als ich Bernards und Rose Wiedervereinigung, als ich Hurley bei der Beerdigung seiner großen Liebe beiwohnen durfte und musste, und im Hinblick auf das große Ganze, erschien mir hier nichts mehr forciert, gewollt und angeklatscht.
Gestern wurde mir zum ersten Mal wirklich klar, was Darlton damit meinte, als sie auf die Relevanz ihres Endes im Hinblick auf die ganze Serie verwiesen. Nicht nur die Charaktere waren für einander das notwendige Bindeglied, das ihr Überleben sicherte, sie waren es auch für die Show, und am Ende war es gar der Zuschauer, der da in den letzten Minuten angesprochen wurde, und wie seine Bindung zu ihnen das Experiment LOST erst möglich und lauffähig machte.
So kitschig das klingen mag, so ist hier doch endlich das nur zu verdiente Herz, die Zehn, um die ich ziemlich lange gerungen habe. Aber endlich konnte ich Frieden schließen.
Wenn mir der Zwist zwischen Charlie und Claire schon einen Kloß im Hals verpasst, jetzt, und noch viel mehr als bei der Erstsichtung, dann kann ich kaum die Taschentuchberge erwarten, die THE END hinterlassen wird.
LOST ist in vielerlei Hinsicht das Anti-TWIN PEAKS, ist auserzählt, hell, sentimental, geradlinig, überkonzipiert und badet in dem Soap, den Frost und Lynch dem Fernsehen damals ausexorzieren wollte, aber genau aus diesen Gründen auch (fast) perfekt.
Die heile, amerikanische Fernsehserie trifft auf seine dunklen Abgründe, um sich durch sie am Ende nur selbst zu bestätigen : Hier sind die Monster, die Monster bist du, aber das ist okay, wir sind alle Monster und zusammen können wir sie in Zaun halten und das ganze Zivilisation nennen.
Kein Abgesang auf die Zivilisation, sondern auf alle Filme, Kunst und Erzählweisen die sich auf diesen Abgesang spezialisierten haben.
Post-9/11 war das wahrlich subversiv, und natürlich ein riesiger, vermeintlicher Zuckerschock.
Es macht mir die Serie nur umso wertvoller, liebenswerter, ehrlicher.
All in all is all we all are.
And we are all LOST.
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Broda Sun, 05 May 2013 14:47:46 -0000
Antwort löschen100 Likes für diesen Wundervollen Text. Danke.
WelcometotheKlap Sun, 05 May 2013 14:49:04 -0000
Antwort löschenBitte, bitte ! Werden einen gehörigen Anteil der Likes an Team "Darlton" weiterreichen.
Johnzy Sun, 05 May 2013 15:22:37 -0000
Antwort löschenHab während der 2ten Staffel abgebrochen...und plötzlich soo viel Lust bekommen weiterzuschaun... Danke! für diesen Text :)
WelcometotheKlap Sun, 05 May 2013 15:25:18 -0000
Antwort löschenNa, da war mir den Zeitaufwand doch glatt wert. LOST erfordert sicherlich manchmal etwas Geduld, aber in seinen besten Momenten (und du stehst mit Staffel 2 kurz vor so einem) macht die Serie einfach alles platt.
Mimuschka Sun, 05 May 2013 15:57:32 -0000
Antwort löschenich hab damals nach staffel 5 aufgehört weil ich angst vor dem ende hatte auf das alle geflucht haben, aber vielleicht probier ich es nun doch nochmal, nach deiner schönen liebeserklärung :-)
DTokarsky Sun, 05 May 2013 15:59:58 -0000
Antwort löschenMir geht es genauso wie dir Johnzy. Vielleicht sollte ich der Serie doch nochmal eine Chance geben. Ich werde ja sicherlich noch oft genug krank zu Hause im bett liegen und somit auch genügend Zeit.
DTokarsky Sun, 05 May 2013 16:00:27 -0000
Antwort löschenhaben
WelcometotheKlap Sun, 05 May 2013 16:08:19 -0000
Antwort löschen@Mimuschka : Erstmal, Respekt ! Wie man nach dem grandiosen Ende der 5. Staffel einfach so aufhören kann ist "far beyond me". Weiterhin : Ich will hier nichts beschönigen, die 6. Staffel ist höchst diskutabel. Es hat auch bei mir lange Zeit gedauert, bis ich meine Erst-Emotionen hinter mir lassen konnte, um das Ende als "gelungen" anzusehen. Wobei es ja auch eine ganze Menge Leute gibt, die sich spontan darin verliebt haben. Also, wer weiß. Ohne Sprung ins Wasser findest du es nie heraus. Vielleicht wirst du es hassen, vielleicht wirst du (wie ich) Jahre brauchen um es neuzudeuten....auf alle Fälle wirst du mir wahrscheinlich zustimmen, das in seiner Konzeption anders...wenn nicht "mutig" ist.
onyxxx11 Sun, 05 May 2013 16:59:39 -0000
Antwort löschenWas für ein wunderschöner Kommentar, Klap!
Ich hab damals auch nach der 5.ten Staffel aufgehört, da die Zeitspanne bis zum Erscheinen der 6.ten einfach viel zu lang war. Als Junkie war das die Hölle auf Erden. Jetzt möcht ich das irgendwie so in Erinnerung behalten wie es war. Vielleicht irgendwann nochmal, mit den Enkeln zusammen... hach... das wird schön :)
WelcometotheKlap Sun, 05 May 2013 17:11:12 -0000
Antwort löschen*HEADEXPLOSION*
Zusammen mit den Enkeln, das kommt bestimmt richtig gut, die ganz bei Sawyer und Kate, während man sich selbst bei Rose und Bernard wiederfindet.
Deathpool Sun, 05 May 2013 17:58:21 -0000
Antwort löschenGroßes Danke an dich Klap,wundervoller Text und du sprichst mir aus der Seele.
Hab auch nach Staffel 5 aufgehört und werde jetzt nochmal von vorne anfangen;)
Bitte noch einen Text zu Buffy^^
WelcometotheKlap Sun, 05 May 2013 18:16:03 -0000
Antwort löschenSorry, bei Buffy bin ich raus !
Deathpool Sun, 05 May 2013 18:23:07 -0000
Antwort löschenNa gut dann schreib ich selber einen^^
Hisayasu S Mon, 06 May 2013 20:29:40 -0000
Antwort löschenFantastischer Text! Sehr gut!
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WelcometotheKlap Mon, 06 May 2013 22:02:32 -0000
Antwort löschenDankeschön, und : Namaste !
psychobasti Tue, 14 May 2013 12:42:59 -0000
Antwort löschenWahnsinng guter Text zu meiner absoluten Lieblingsserie! Bekommt man gleich wieder Lust auf ein Re-Run :) Mit dem Ende war ich übrigens schon bei der Erstsichtung sehr zufrieden, da blieb kein Auge trocken :)
Katja:) Fri, 03 May 2013 14:52:31 -0000
Kommentar löschenAls Lost anfing zu laufen, hatte ich kein Interesse an der Serie und hätte auch nie gedacht, dass sie etwas für mich sein könnte. Dann habe ich mir jedoch einfach mal die 1. Folge angeschaut und war extrem positiv überrascht! Und schwupp war ich gefesselt und musste immer weiter schauen..wobei ich zugeben muss, dass ich die 1. Staffel am besten fand..mit der Zeit wurde es immer kurioser in der Lost-Welt, aber dafür auch nie langweilig. Also insgesamt eine sehr gute Leistung von J.J.Abrams!
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Filmegucker84 Tue, 14 May 2013 12:22:17 -0000
Antwort löschenJa, die Pilotfolge war richtig klasse.
Ich fand 1-3 und Staffel 6 richtig gut.
4-5 waren nicht so schön.
realtd3 Sat, 27 Apr 2013 09:46:07 -0000
Kommentar löschenTruely you will never feel LOST how I felt it, it's like I will never see a book like you did. What I feel is myself reflecting my thoughts and I can say it really does feel amazingly unbelievably ... beautiful. Like falling for someones heart. Someone will see people crashing from a plane, someone will see people trying to survive on an island, I will see them falling for each other, learning from mistakes, and getting loved even after all bad things they did, living their life with the most important people in their life ... after their life, well maybe I dont know if they all died after that plane crash or what it is but what their souls felt was honest...it was truth.
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realtd3 Sat, 27 Apr 2013 09:47:07 -0000
Antwort löschen*I've watched the whole TvShow 3 times within 3 years
Patlok Fri, 26 Apr 2013 19:04:37 -0000
Kommentar löschenLOST ist die beste Serie, die ich je gesehen habe. Keine Serie hat es geschafft mich so zu fesseln, zum lachen zu bringen und zum weinen zu bringen. Daher absolut verdiente 10 Punkte. Bin momentan dabei Staffel 4 zu sehen. Mal sehen ob Staffel 4,5 und 6 es schaffen das Niveau zu halten.
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sweetForgiveness Fri, 26 Apr 2013 20:33:16 -0000
Antwort löschenfür mich...nein!
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Katja:) Fri, 03 May 2013 14:54:52 -0000
Antwort löschenSehe ich auch so! Leider gehört Lost zu den Serien, die mit den folgenden Staffeln immer etwas schlechter werden- jedoch ist sie für mich trotzdem eine top Serie! Also viel Spaß noch bei den letzten Staffeln :)
dynamictom2409 Fri, 03 May 2013 17:12:01 -0000
Antwort löschenSchließe mich dem vorbehaltlos an ... leider hatten die am Ende keine richtig guten Ideen und haben sich "um Kopf und Kragen" geschrieben...schade, die ersten 3-4 Staffeln sind total super!
M4tze123 Fri, 26 Apr 2013 15:58:31 -0000
Kommentar löschenDie einzellnen charakterre haben viel spass gemacht und viele sachen waren auch gut, teilweisse echt interresante ideen die, die umgesetzt wurden in der serie
aber letztendlich war vieles einfach unlogisch bzw. wurden viele dinger einfach nicht erklärrt, dazu kommt das echt sinnlose ende
die serie war alles anderre als durch und durch durchdacht
und beruhte zum grösstenteils auf cliffhänger die zu einer art sucht geführrt haben
alles im allen war lost zwar irgendwie schön, aber auch irgendwie eine grosse zeitverschwendung
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Spossi Fri, 26 Apr 2013 01:55:15 -0000
Kommentar löschenoh Mann ... die Unlogik - oder besser: Nicht-Logik - des Endes wird hier mit einer Art "Deus ex Machina" (v)erklärt ?
Reicht euch das wirklich für das Ende von Lost ?
naja ... andererseits: wenn es mir nicht gut geht, gehe ich ja auch in die Kirche und bete zu Gott, und danach ist alles wieder gut ... immer ... jedesmal !
Gott ist eben allmächtig und hilft mir immer ... was hab' ich doch für ein Glück ;o)
Mal im Ernst, wer die Fäden einer solchen Geschichte spinnt und dann selbst die Fäden auf der Insel verliert und nicht wiederfindet, hat sich des Faden spinnens schlichtweg als inkompetent erwiesen.
Aber am Ende waren ja alle glücklich ... wie schön !
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Merkel_52 Thu, 11 Apr 2013 13:29:37 -0000
Kommentar löschenLegendäre Serie. Hat am Ende leider auch etwas abgebaut. Immerhin mal eine Serie die eine vernünftige Sendezeit bekommen hat und gut promoted wurde. Wer erinnert sich nicht an die Zahlreichen Looooost Spots auf Pro 7 ;)
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NWO@Movie Thu, 25 Apr 2013 11:55:41 -0000
Antwort löschen"Sie laufen wieder - sie laufen wieder - sie laufen - Lost die neue staffel" xD
janninastas Mon, 01 Apr 2013 14:17:18 -0000
Kommentar löschenLost. Eine Serie mit einem sehr guten Idee. Die idee eines flugzeuabsturzes auf einer Insel nichts neues. Allerdings mit den fragen die man sich immer wieder stellt. Die nach und nach beantwortet werden.
im Großen und ganzen hat sie unterhalten und für Spannung gesorgt.
Sie wäre 8.0 (Ausgezeichnet) wenn es nicht das schlechteste ende ist, was ich je gesehn habe! Das war eine dermaßen große entäuschung das die serie aus Sehenswert fällt. schade eigtl.
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CyberExistenz Thu, 28 Mar 2013 11:27:19 -0000
Kommentar löschenAch, was habe ich diese Serie geliebt. Sie hat mich zum ersten mal mit hochwertigen Serien in Kontakt gebracht. Andere Perlen wie die Sopranos sind bis dahin spurlos an mir vorbei gegangen.
Aber wie so viele andere auch, konnte mich einfach nicht mit dem sehr schwachen Ende, der immer verwirrender werdenden Story und der Tatsache, daß die Schreiber offensichtlich keinen Plan hatten, abfinden.
Was man am Ende hatte war ein gigantischer Informationswust der rein gar nichts oder vielleicht auch alles mögliche, aber in keinem Falle etwas Konkretes aussagt. 1 Millionen Fäden von denen die meisten ins Leere laufen. Unglaublich schade, was aus dieser, anfangs absolut fantastischen Serie geworden ist.
Ich glaube einzig und allein die liebenswerten Figuren haben mich die letzte Staffel durchstehen lassen. Trotz allen Ärgers wollte man doch zumindest wissen WAS mit Hurley, Sawyer und Co passiert. Auch wenn man keinen Plan hatte, WARUM das jetzt so passiert und WIE sich das mit den zurückliegenden Ereignissen sinnvoll in Einklang bringen läßt... :-)
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GanonG Wed, 27 Mar 2013 18:41:55 -0000
Kommentar löschenDamals im TV Gebannt geschaut und jetzt nochmal von vorne Angefangen. LOST wird wahrscheinlich immer meine Lieblingsserie bleiben, Ich liebe jeden Charakter, seine Hintergrundgeschichte und Verknüpfungen mit jeweils anderen Charakteren. Die Geschichte der Insel in den verschiedensten "Epochen" und danke den ausgeklügelten Drehbuchautoren für solch eine tolle Serie.
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BuendelKap Fri, 22 Mar 2013 18:15:29 -0000
Kommentar löschenLost gehört zu einer meiner Lieblings Serien. Die Insel, die Menschen, ihre Geschichten. Alles an dieser Serie ist einfach nur mysteriös und verworren. Fast jede Episode baut auf einer anderen auf, sodass es fast unmöglich ist alles zu verstehen, wenn man auch nur eine davon verpasst. Für mich ist Lost eine Serie, die man sich gerne immer wieder anschaut und trotzdem weiterhin mitfiebern kann.
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Naz Thu, 21 Mar 2013 06:42:30 -0000
Kommentar löschenAlso. Ich habe daaamals die ersten 2 folgen im tv geguckt. und dann irgendwann noch eine da hat mich die serie total abgenervt. vor 2 1/2 jahren meinte mein onkel die serie sei geil ect... und ich wurd neugierig... Ersten paar folgem in netz geguckt und wenige stunden später hatte ich die Staffel zuhause auf Bluray.... Habe die serie jetzt 4 mal geguckt ( was in meinen augen auch schon krank ist ) Abbber.... Hammer Jedesmal aufs neue :D und nun da mein neuer TV da ist werd ich mir das wohl nochmal anschauen..
Was ich absulut nicht nachvolziehen kann ist die tatsache das sehr viele leute die serie woche für woche im tv geguckt haben ^^ seid ihr nicht irre geworden ? ^^
sowas ähnliches habe ich jetzt mir "The Walking Dead" ist echt nicht auszuhalten ^^
Für mich Platz 1 Lost Platz 2 The walking dead platz 3 The BigBang Theorie
mfg Naz
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rbets Thu, 21 Mar 2013 21:39:19 -0000
Antwort löschen"seid ihr nicht irre geworden ? ^^"
Das war damals das Beste an LOST: allwöchentliche Diskussionen in verschiedenen Foren darüber wtf man da eigentlich genau gesehen hat... durch recaps, screenshots und slowmotion wurde die Folge aufgebröselt und in den Gesamtkontext eingebettet...
Ich persönlich hab damals viel mehr Zeit damit verbracht Theorien zu lesen als die Serie zu gucken ;)
Masseltoff Thu, 18 Apr 2013 16:52:30 -0000
Antwort löschen@rbets Du sagst es und das hat die Serie auch zudem gemacht was sie ist =) Eine Revolution in Sachen Mystery und Drama, selten hatte ich mich dermaßen mit einer Serie beschäftigt, wie mit LOST.
Wird Zeit für eine neue Serie, die ähnliches schafft, aber das bleibt wohl Wunschdenken :)
10x10 Tue, 19 Mar 2013 11:55:35 -0000
Kommentar löschenBeste Serie der Welt, die niemals eine andere Serie toppen kann und wird!!
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AwesomeTotoro Tue, 19 Mar 2013 12:54:39 -0000
Antwort löschenDann hast du "Breaking Bad" noch nicht gesehen.
timwenig Tue, 19 Mar 2013 13:09:39 -0000
Antwort löschen...und vielleicht solltest du auch mal bei "Breaking Bad" reinschauen!
N. Hornblower Tue, 19 Mar 2013 13:39:48 -0000
Antwort löschen... oder Du versuchst es mal mit "Breaking Bad".
rbets Tue, 19 Mar 2013 15:03:19 -0000
Antwort löschen... man munkelt "Breaking Bad" sei [...]
im Ernst: "The Wire" und "Boardwalk Empire" angucken! "Breaking Bad" wurd hier ja iwo schonmal erwähnt...
10x10 Fri, 22 Mar 2013 09:23:22 -0000
Antwort löschenHallo Ihr xD Breaking Bad hab ich GESEHEN und ist auch unter meinen Top 5 Serien mit Dexter, Boardwalk Empire,Game of Thrones. Aber Lost kann keine der hiergenannten Serien das Wasser reichen,wobei das Setting und die Storys der Serien natürlich von Grund auf verschieden sind. Noch dazu verpasse ich keine der Serien sobald neue Folge online ist ;D Breaking Bad, 5 Staffel 2.teil geht im Sommer weiter. Game of Thrones am 19. Mai ;D ^^ Und Boardwalk Empire staffel folge 11 schau ich mir jetzt an ^^ :D *Yummy Yummy*
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10x10 Fri, 22 Mar 2013 09:24:39 -0000
Antwort löschenedit: Und Boardwalk Empire staffel 3 , folge 11
timwenig Fri, 22 Mar 2013 15:39:28 -0000
Antwort löschenUNTER DEN TOP5??? nach welchen kriterien hast du die entscheidung getroffen eine hitliste für dich zu erstellen, ...die dann auch noch breaking bad beinhaltet?
es gibt kein "das ist ganz gut und das auch" oder "heute finde ich das mal besser" oder gar "alle sind gleich super". es gibt nur einen könig. all hail the king, walter white!
;) schönes we. wenn es endlich wärmer wird, gehe ich maiglöckchen pflücken.
bianca.gleissinger Tue, 19 Mar 2013 09:18:00 -0000
Kommentar löschenEine meiner Top 3 Lieblingsserien. Ich gehör glaub ich auch zur verschwindenden Minderheit an Menschen, die das Ende SUPER fanden. Wenn ich könnte würd ich ganz ahnungslos nochmal von vorn anfangen :)
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h4ze Tue, 19 Mar 2013 17:48:24 -0000
Antwort löschenHab mir auch schon oft gewünscht, dieses "Muss weiterschaun" - Gefühl wieder zu haben. :D
bianca.gleissinger Wed, 20 Mar 2013 14:58:07 -0000
Antwort löschenVor allem alle diese "WAS? Das hätt ich jetzt nie erwartet!"-Momente! :D Jaja.... Back in the days....
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Naz Thu, 21 Mar 2013 06:32:45 -0000
Antwort löschenWieso Kannst du nicht nochmal schauen? ich habe die serie schon 4 mal durch und endecke immer noch sachen die ich entweder vergessen habe oder garnicht erst aufgefallen ist ^^
Spossi Fri, 26 Apr 2013 01:39:15 -0000
Antwort löschenwas für ein weiblicher Kommentar ^^
HaleyJames Tue, 05 Mar 2013 21:24:23 -0000
Kommentar löschenKaum eine Serie hat mich so gefesselt wie Lost!!
Auch wenn ich das Ende einfach nicht so gut finde.
Aber die gesamte Story mit den Flashbacks und den Geheimnissen ist einfach großartig...
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fel Fri, 01 Feb 2013 03:07:18 -0000
Kommentar löschenDas Ende war einfach sooo lahm, so beliebig, so billig, so USA. So kann man jede Geschichte enden lassen. Huch, alles nur geträumt! Ätsch! Das ist extrem schade und regt mich auf, weil ich, wie viele andere auch, LOST für etwas Besonderes gehalten habe; Stunden um Stunden leidenschaftlich damit verbracht habe, Theorien aufzustellen; irgendwelche Hinweise auf die Auflösung zu finden und saudumme alternate Reality-Games zu spielen - weil ich naiverweise dachte, die Autoren hätten einen Plan. Und weil die Serie an sich ja super war!! Es hätte so toll werden können. Oder zumindest weniger schlecht ;__; Statt dessen bleibt ein löchriges Puzzle und ein riesiges Fragezeichen zurück. Selbst wenn die Aliens aus Indy 4 auf der Insel gelandet wären (und das wär auch richtig scheisse gewesen XD), hätte das mehr Spass gemacht, als dieser Quatsch. Nicht mal ein offenes Ende haben sie sich getraut. Dann hätte man wenigstens Interpretationsspielraum gehabt. (und auch das wär mies gewesen nach all den Andeutungen) Ich frage mich echt, wozu die Mühe, wozu das ganze Konstrukt. Was soll das darstellen? Einfach nur 'Design'?
Die paar Bewertungs-Punkte gibt es für die Zeit vorher, in der mich die Serie so gefesselt und mir unglaublichen Spass gemacht hat.
Aber man fühlt sich halt einfach verarscht, wenn man mitleidet, mit den liebgewonnenen Charakteren und dir dann am Schluss einer sagt, dass ihr Leiden, ihr Kampf, umsonst war. Das alles von vorneherein verloren war. In manchen 90er Filmen war das ja noch innovativ, aber so macht es für mich keinen Sinn das jemals nochmal anzusehen.
Gott sei Dank hab ich nicht die komplette DVD Box gekauft ;)
Echt jetzt, es ist schon so lange her .. und ich bin immer noch sauer! XD
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Diggler27 Sun, 03 Feb 2013 19:23:40 -0000
Antwort löschenVersteh mich nicht falsch; ich fand das LOST-Ende ja auch bescheiden, aber bist du dir sicher, daß du es richtig verstanden hast? Dein Kommentar lässt nämlich etwas anderes vermuten...
fel Sun, 03 Feb 2013 21:30:32 -0000
Antwort löschenfalls du die Formulierung meinst (geträumt) ..? Das sollte nur eine vage Umschreibung des generellen Prinzips sein, u.a. um nicht so viel zu spoilern. Ansonsten klär mich auf :)
cArLos4evEr Sun, 03 Feb 2013 22:44:10 -0000
Antwort löschenDu weist schon das dies nur auf die Letzte Staffel zutrifft und da nur auf einer Ebene der Handlung!
AlainYncaan Mon, 04 Feb 2013 09:52:41 -0000
Antwort löschenIch glaube, da hat einer die Serie nicht verstanden....
cArLos4evEr Mon, 04 Feb 2013 13:28:21 -0000
Antwort löschen... wer jetzt?
Diggler27 Mon, 04 Feb 2013 14:21:55 -0000
Antwort löschenEs ging mir darum, daß du offensichtlich annimmst, daß sich die Auflösung der Nebenhandlung aus Staffel 6 auf die komplette Serie bezieht. Dem ist nicht so.
Jack und co. sind nicht beim Absturz gestorben; alles was wir auf der Insel gesehen haben, ist wirklich passiert.
Nur die alternative Realität aus Season 6 war gar keine alternative Realität, die durch die Atombombe entstanden ist, sondern eine Art Fegefeuer, in dem sie alle fest saßen, bis sie zur nächsten Bewußtseinsebene aufsteigen konnten.
fel Mon, 04 Feb 2013 16:02:48 -0000
Antwort löschenHey hey,
nein, das habe ich schon auch so verstanden, dass es sich nicht auf die ganze Serie bezieht. Wobei es vll auch Leute gibt, die das ein bisschen anders interpretieren.
Aber ich meinte es aus meiner Sicht als Zuschauer, dass im Endeffekt alles 'umsonst' und sinnlos war (die ganze Charakterzeichnung), da man ja nicht wirklich was zu den Hintergründen erfährt und der Höhepunkt und das Ende von der Geschichte eben so gar nix hergibt (alle tot -> Zwischenwelt/Fegefeuer -> Kirche -> Paradies?? wtf) und mit dem Rest der Story einfach nichts zu tun hat. Ich meine, klar, jeder muss irgendwann sterben, yay, aber dieses Ende macht den ganzen Weg und alles was man da rein interpretiert hat (für mich!) sinnlos. Habe ich zugegebenermaßen ziemlich missverständlich formuliert.
Diggler27 Mon, 04 Feb 2013 16:12:53 -0000
Antwort löschenNaja, also wenn es Leute gibt, die das anders interpretieren, dann haben diese Leute in der letzten Folge nicht richtig aufgepasst, denn genau so wird es von Christian formuliert.
Wie auch immer; offensichtlich hast du das Ende doch richtig verstanden - hätten wir das also auch geklärt :-D
Aber im Kernpunkt stimme ich dir natürlich zu; dieses Ende ist scheiße. Auch wenn ich, weil ich mit den vorangegangenen 120 3/4 Folgen einfach wahnsinnig viel Spaß hatte, etwas mehr Punkte vergeben habe.
Hätten Cuse und Lindelof nicht immer wieder behauptet, alles habe einen Sinn und läge einem allumfassenden Plan zugrunde, dann wäre die Enttäuschung am Schluss auch nicht so groß gewesen.
cArLos4evEr Mon, 04 Feb 2013 18:26:07 -0000
Antwort löschenIch sag nur "Drehbuchautoren" die haben sich sicher dabei was gedacht!^^
sami.davis.77 Wed, 13 Mar 2013 19:46:11 -0000
Antwort löschenspoiler über spoiler hier
AntonChigurh Thu, 28 Mar 2013 14:49:38 -0000
Antwort löschenhalloo?? danke, jetzt kann ich mir die letzten 3 staffeln sparen! vielleicht bin ich selbst schuld, weil ich ja unbedingt hier reinschauen musste, aber wenn man schon so nen text schreiben muss, könnte man vielleicht doch wenigstens anstandsweise einen kleinen vermerk (-SPOILER- oder so) anbringen!
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Heng Snoup Thu, 18 Apr 2013 13:43:09 -0000
Antwort löschendu vollidiot! kannst du nicht sagen, dass du direkt am anfang spoilerst?
fel Thu, 18 Apr 2013 14:26:48 -0000
Antwort löschendanke, aber der erste Kommentar ist kein Spoiler in dem Sinne sondern meine Ansicht/Reaktion auf das Ende .. wirst du sehen wenn du weiter guckst. Aber dass am Schluss nichts von den Rätseln wirklich aufgelöst wird ist ja jetzt auch keine Neuigkeit mehr oder .. ?
Und wenn ich Angst vor Spoilern habe, geh ich nicht auf ne Seite wo Kritiken zur ganzen Serie stehen bzw. wo jeder frei kommentieren kann oder gar auf Youtube. Hier steht ausserdem nirgends dass man nicht spoilern darf :\ ?
Könnte man hier Kommentare editieren würd ichs tun .. Sorry!
fliesenmalauk Sun, 27 Jan 2013 11:01:20 -0000
Kommentar löschenLost hat mir unzählige Stunden große Freude bereit. Es war das Beste, was ich bis dato an Serienstoff zu Gesicht bekommen habe. Durch das grauenhafte Ende wurde der Spaß aber im Nachhinein ziemlich getrübt, sodass ich mir Lost wohl kein zweites mal antun werde. Eine Mystery-Serie lebt von einem Konzept, das einmal aufgeworfene Fragen auch beantwortet. Zum Ende hin merkt man leider, dass Lost ein solches nie aufzuweisen hatte, den Zuschauer aber trotzdem über mehrere Staffeln bei Laune halten konnte.
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Y.OLO Wed, 26 Dec 2012 21:59:58 -0000
Kommentar löschenIch persönlich war sehr zwiegespalten bei der Bewertung. Man muss wissen, dass bis zur 3 Staffel die Serie wirklich herausragend ist und von mir ca. eine 8.5 bekommen hätte, allerdings baut die Serie stark ab nach der dritten Staffel.
Wenn man den Mysticteil der Serie schätzte, wird man auch diese Staffeln mögen. Hier fokussiert man sich immer weniger auf den Teil des Überlebens, sondern auf den Teil der mystischen Insel und das "Schicksal". Auf mich wirkte es immer wirrer, unüberlegter und gezwungener. Als ob die Producer nur immer mehr Geld verdienen wollten.
Man sollte sich bewusst sein, dass Lost bis zur 3 Staffel und Lost nach der 3 Staffel zwei verschiedene Serien sind. Die eine erzählt das Überleben einiger Gestrandeter auf einer geheimnisvollen Insel und die andere erzählt von einer allmächtigen Insel, die das Schicksal der amerikanischen Gesellschaft und einiger besonderen Auserwählten (die Gestrandeten) im Speziellen bestimmt.
Mir persönlich hat der zweite Teil nicht gefallen, bin aber bis zur 5 Staffel treu geblieben, weil ab und zu Momente der Klasse aufblitzen, die Lost einmal ausgezeichnet haben.
Diese wurden aber immer ärmer, sodass ich schließlich nicht einmal mehr das Ende der Serie mitverfolgt habe. Dieses habe ich dann nur noch im Internet nachgelesen.
Zusammenfassend kann ich allen die Serie bis zur 3. Staffel empfehlen, danach rate ich den Verstsand auszuschalten, über die Widersprüche hinwegzuschauen und dann können auch die späteren Folgen bestimmt begeistern
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