Saikano - Ultimate Weapon

最終 兵器 彼女 Saishû heiki kanojo

Science Fiction-Film

She

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7.8Sehenswert 14 Bewertungen
von 10

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Animeserie aus Japan nach dem gleichnamigen Manga. Es geht um ein Mädchen, dessen große Liebe bedroht ist, weil sie sich in eine Waffe verwandeln kann.

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über Saikano - Ultimate Weapon

Selcarnor

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7.0Sehenswert

>Saishuuheiki Kanojo< kann einen wirklich ratlos zurücklassen. Es ist ja oft so, dass die Qualität der Präsentation von Film, Serie etc. weit über die Qualität des Inhalts steht. Also außen hui, innen pfui. Hier hat man dagegen einen genau umgekehrten Vertreter. Auch wenn ich die Zeichnungen und die Musik nicht so schlecht fand wie andere hier, waren sie natürlich alles andere als gut. Die Geschichte dagegen besitzt zwar auch einige Schwierigkeiten, gewinnt aber mit jeder Episode deutlich an Stärke.

1. Animation

Hintergründe sind kaum der Rede wert, genau wie die bescheidenen CGI-Stellen. Und das Figurendesign war auch gerade noch so für mich im Bereich des Erträglichen. Unsauber, kantig und mit teils lächerlichen Proportionen (das Verhältnis zwischen Kopf und Rumpf des Hauptprotagonisten war besonders schlimm). Dazu sind mache Bewegungen etwas ruckartig. Die paar Kämpfe und Schlachten die zu bestaunen sind, kann man als recht ordentlich inszeniert ansehen. Sind zumindest keine Flauten.

2. Musik

Eine interessante, aber dennoch mäßige Mischung, die mir etwas willkürlich vorkam. Einige der Geigen- und elektronischen Stücke kann man sich anhören sind aber auch nur Beiwerke. Beim Rest (wie beispielsweise das Saxophon) ist es dann sogar etwas störend und passt nicht einmal zu den gezeigten Szenen. Bei einigen Tracks hatte ich sogar das Gefühl, dass sie durchaus zu anderen Filmen oder Anime gepasst hätten… aber nicht zu diesem.
Das Opening ist hörbar, kann man aber auch überspringen. Das Ending dagegen gibt gut die Stimmung der Serie wieder.

3. Inhalt

In naher Zukunft, wird die Welt von Kriegen geschleift. Wie es dazu kam wird nicht geklärt, ist aber auch für die Handlung nicht von Belang. Hier geht es nicht um Politik oder Nationen, sondern nur um den Krieg selbst.
Japan steht vor einer Invasion von irgendeiner außenstehenden Macht und um die Chancen zu verbessern, entscheidet man sich dazu die >ultimative Waffe< zu erschaffen.
Ein für mich gravierender Plothole ist, dass mir nicht ganz klar wird wieso man sich ein kleines, schüchternes Schulmädchen mitten von der Straße entführt und es dann zu eben dieser Killermaschine umformt. Im Prinzip wäre sogar ein Penner eine Entscheidung mit mehr Logik gewesen, aber es bringt glaube ich nichts, wenn ich mich lange damit aufhalte.
Zumindest in einem noch recht friedlichen Teil von Japan muss der Schüler Shuuji nun mit der Situation klarkommen, dass seine frische Freundin Chise nun in der Lage ist eine Stadt zu pulverisieren und jeden Augenblick zu einer Schlacht gerufen werden kann.
Die ersten paar Episoden besitzen noch etwas Humor und – mehr oder weniger – Slice-of-Life. Allerdings gibt es hier durchaus immer wieder düstere Andeutungen, wie Militärkolonnen auf den Straßen, Bombardierungen oder ein immer weiter beschnittenes Leben, wegen der schlimmer werdenden Versorgungslage. Man hat es gut geschafft in der friedlich mutenden Umgebung das Gefühl zu verbreiten, dass im Hintergrund die Hölle herrscht.
Auch erste dramatische Szenen kommen vor (nebenbeigemerkt: Der Heulanteil in der Serie liegt bei mindestens einmal bis vollkommenden durchgehend pro Episode, jeder flennt hier regelmäßig), die mich allerdings noch nicht wirklich überzeugend konnten.
Doch irgendwann ab der Hälfte macht sich eine äußerst depressive Stimmung breit, die Liebesgeschichte wird wirklich tragisch und es kommen auch wirklich erschütternde Szenen. Selbst zuerst eher kaum wahrnehmbare erscheinende Nebencharaktere bekommen ihre grandiosen wie bedrückenden Momente, die viel zur Botschaft beitragen.
Die Schrecken und die Auswirkungen des Krieges werden hier äußerst subtil und offen dargelegt und dies wesentlich besser und furchteinflößender als bei >Now and Then, Here and There<. Den eigentlichen Feind sieht man dabei praktisch kaum.
Der Kernteil ist natürlich die Romanze zwischen Shuuji und Chise, die beide mit ihrer bestialischen Lage zu kämpfen haben. Für mich ehrlich teilweise leicht überidealisiert bzw. dick aufgedrückt, was nicht wirklich zum Setting passen wollte, aber dennoch wirklich herzergreifend und bitter.
Zartbesaitete sollten lieber Taschentücher bereit halten, denn >Saishuuheiki Kanojo< kann einem schwer aufs Gemüt fallen.
Besonders die sehr finstere und apokalyptische letzte Episode ist alles andere als leicht verdaulich und ließ mich offenem Mund zurück.

4. Fazit

>The last love song, on this little planet<.

Also bei so einem eher grauen Leitspruch, darf man mit Sicherheit keine Friede-Freude-Eierkochen-Geschichte erwarten.
Auch wenn ich seitenlang unlogische Stellen aufzählen kann, lasse ich es bleiben, da es die Serie schlicht und einfach schafft den Zuschauer zu packen… selbst mit den billigen Animationen und dem verunglückten Soundtrack.
Hart, düster, brutal und vor allen Dingen emotional. Ein tragisches Drama, wie es sein soll. Kann eventuell genug Leute abschrecken, weil es wirklich nicht schön aussieht. Aber wenn man sich damit abfinden kann, ist dieser schwierig zu bewertende Anime seine Zeit wirklich wert.

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turin2609

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10.0Herausragend

'Saishuuheiki Kanojou - She, the Ultimate Weapon' basiert auf dem gleichnamigen Manga von Takahashi Shin und schildert wie zwei Oberschüler, trotz eines weltweit tobenden Krieges, versuchen ihre erste Liebe zu leben.

Chise und Shuji, das sind zwei 17-jährige Teenager aus der Nähe von Sapporo, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Während Shuji wesentlich älter aussieht und auch versucht so zu handeln, hat Chise eher die Gestalt eines 13-15-jährigen Mädchens und ist ausgesprochen tolpatschig.
Unberührt vom herrschenden Krieg beginnen beide, miteinander auszugehen. Doch ein Luftangriff auf das nahegelegene Sapporo, bei welchem viele ihrer Freunde sterben, ändert ihre Situation schlagartig. Chise, die vom Militär in eine experimentelle Waffe umgewandelt wurde, verhindert zwar die Fortsetzung des Luftschlages, aber sie wird von Shuji in ihrer anderen Gestalt entdeckt.

Was folgt ist eine der tragischsten und ergreifendsten Romanzen die ich bisher gesehen habe. Beide versuchen, mit der unwirklich erscheinenden Situation auf ihre Weise zurecht zu kommen, doch zeitgleich geht Chise's Entwicklung zu einer unzerstörbaren und allmächtigen Kampfmaschine ungebrochen weiter und Shuji wird sich mehr und mehr bewusst, dass er letztlich noch ein Kind ist und seinen eigenen Ansprüchen nicht gerecht werden kann. Während die ersten zehn Folgen trotz des sehr grafischen Todes manch eines liebgewonnenen Charakters noch die Möglichkeit eines Happyends zumindest für die beiden Protagonisten möglich scheinen lassen, werden in den letzten 3 Folgen alle Register gezogen und die Serie bewegt sich ihrem unausweichlichen und zutiefst tragischen Ende entgegen.

Die Animationen sind dabei stets auf der Höhe der Zeit und man kann auch in den zum Ende hin an Frequenz zunehmenden Actionszenen immer folgen. Obwohl das Design der Charaktere gewöhnungsbedürftig ist sind alle Charaktere sehr detailliert ausgearbeitet, sodass man trotz der Kürze der Serie mit jedem mitfühlen kann und entsprechend vom unausweichlichen Tod der Person berührt wird.
Zur insgesamt sehr düsteren, teils auch depressiven Stimmung trägt die Musik ihr übriges bei, besonders Opening und Ending sind besonders erwähnenswert.

Für Fans von Anime ist diese Serie ausdrücklich empfehlenswert, allerdings sollte man nicht unbedingt mit einer bedrückten oder niedergeschlagenen Stimmung an die Serie herangehen.
Auch für Kritiker des Zeichentrick ist die Serie sehr empfehlenswert, da sie in relativ kurzer Zeit eindrucksvoll darlegt, was für Geschichten durch Zeichentrick vermittelt werden können und das diese beileibe nicht nur für Kinder geschaffen sind.
Eben jenen sollte der Zugang zu dieser Serie übrigens verwehrt bleiben, da einerseits teils sehr grafische Gewaltszenen enthalten sind und andererseits die Kernaussage noch nicht komplett erfasst werden kann.

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Genre
Science Fiction-Film