Man ist als Sympathisant, als Fan, als was-auch-immer ja oftmals in Versuchung geführt, dem Produkt der Begierde alle nur erdenklichen Ehrungen und Würden zukommen zu lassen, die einem so ganz spontan in den Sinn kommen. Und so bezeichnete ich die "Simpsons" in meinen bisherigen Kommentar (der mir nunmehr als viel zu kurz und aussagelos erschien) als "(...) einzige Cartoon-Serie, die Einfluss auf die Popkultur hatte" und verwies auf studiVZ-Gruppen wie "Da gibt es doch diese Simpsons-Folge..." sowie zahlreichen Zitate mit spingfield´schen Ursprung, die wohl so manche Unterhaltung geprägt haben dürften. Doch obgleich diese Sätze voller Lobhudelei und Ehrehrbietung steckten, wurden sie der gelben Chaos-Familie nicht ansatzweise gerecht: Groening hat mit seinen "Simpsons" nicht nur einen Stichwortgeber und Repetitor von Popkultur geschaffen; vielmehr IST seine Serie ein Stück andauernder Popkultur, gleichberechtigter Teilnehmer in einem…
Man ist als Sympathisant, als Fan, als was-auch-immer ja oftmals in Versuchung geführt, dem Produkt der Begierde alle nur erdenklichen Ehrungen und Würden zukommen zu lassen, die einem so ganz spontan in den Sinn kommen. Und so bezeichnete ich die "Simpsons" in meinen bisherigen Kommentar (der mir nunmehr als viel zu kurz und aussagelos erschien) als "(...) einzige Cartoon-Serie, die Einfluss auf die Popkultur hatte" und verwies auf studiVZ-Gruppen wie "Da gibt es doch diese Simpsons-Folge..." sowie zahlreichen Zitate mit spingfield´schen Ursprung, die wohl so manche Unterhaltung geprägt haben dürften.
Doch obgleich diese Sätze voller Lobhudelei und Ehrehrbietung steckten, wurden sie der gelben Chaos-Familie nicht ansatzweise gerecht: Groening hat mit seinen "Simpsons" nicht nur einen Stichwortgeber und Repetitor von Popkultur geschaffen; vielmehr IST seine Serie ein Stück andauernder Popkultur, gleichberechtigter Teilnehmer in einem Zirkel illustrer Persönlichkeiten von "B" wie Beatles bis "W" wie Warhol.
Ich bin sogar so selbstgerecht, und behaupte, die Aussagen im ersten Abschnitt stellen keineswegs nur eine Meinungsäußerung meinerseits dar, sondern könnten sich in etwas blumigeren Worten in jeder Enzyklopädie wiederfinden - man muss sich schließlich auch keinen Lichtenstein ins Wohnzimmer hängen, um ihn als Teil der modernen Kunst zu akzeptieren - sprich, man muss die "Simpsons" nicht mögen, um ihren objektiven Stellenwert anzuerkennen.
Aber genug von solchen Termen wie "nicht mögen" - in den folgenden Zeilen wird sich ausschließlich grenzenlose und hoffentlich halbwegs anständig formulierte und verpackte Glückseeligkeit wiederfinden:
Manch einer mag sich ja fragen, ob angesichts solcher Formate wie "South Park" oder "Family Guy" die "Simpsons" ihren Ruf als beste und anspruchsvollste Cartoon-Serie nicht langsam aber sicher abgeben sollten?! Mitnichten behaupte ich - denn die Simpsons bieten etwas, was es so noch nie in Trickserien gab und auch bisher nicht wieder gegeben hat: Nämlich eine emotionale Bindung an die Figuren. "South Park" mag weiter Richtung Schmerzgrenze gehen, vielleicht sogar mehr politischen Subtext bieten - aber dieses Mittendrin-Gefühl aus Springfield, diese Illusion, man kenne und schätze all diese Figuren und ihre Eigenarten langsam aber sicher persönlich - das stellt sich nur beim gelben Urgestein von Groening ein. Wo "Family Guy" Abziehbildchen und austauschbare Pointen bietet, da präsentieren sich die Simpsons trotz ihrer ebenfalls scherenschnittartigen Charakteranlage als durchaus ernstzunehmende, menschlich reflektierende und wandlungsfähige Figuren, deren Dialoge vielleicht nicht die Tabulosigkeit anderer Comic-Vertreter aufweisen, gleichwohl aber höchst amüsant und bisweilen sehr hintersinnig daherkommen können - sofern man sich denn ein bisschen Allgemeinwissen angeeignet hat, um die diversen Anspielungen überhaupt zu verstehen. Aber selbst wenn man mit dem zu vermeidenden Zustand des niedrigeren Intellekts geschlagen ist, finden sich genügend (qualitativ gute) Slapstick-Pointen um trotzdem seinen Frieden mit der Serie schließen zu können.
Insofern ist Springfield nicht weniger als das "Twin Peaks" unter dem Comicmetropolen (ein absoluter Superlativ, der nur sehr selten Anwendung in meinen Kritiken findet) - ein Ort, in dem man sich sofort heimisch und gut aufgehoben fühlen würde.
Man darf in einer Gesamtbetrachtung aber sicherlich auch nicht verschweigen, dass dieses fanboy´sche Wohlwollen in den letzten Staffeln mal mehr, mal weniger hart auf die Probe gestellt wurde: Die Überflutung an Cameos ohne wirklichen Bezug zur Handlung und ohne die satirischen Spitzen der älteren Folgen ihnen gegenüber, mag ein werbeträchtiger und finanziell sinnvoller Schachzug gewesen sein, der Serie qualitativ genutzt hat er nicht und erinnert beizeiten an die lieblosen Promi-Charaden aus dem Hause Dreamworks/Pixar & Co. Dazu kommt, dass das in Mode gekommene Umschreiben der einzelnen Werdegänge der Protagonisten und ihrer Beziehungen zueinander in den Rückblick-Folgen zum Teil stark an deren Glaubwürdigkeit und letztendlich auch an den Pfeilern der Sympathie zu ihnen sägt.
Aber letztendlich ist das Makulatur - denn spätestens wenn man irgendwann zwischen 18 und 19 Uhr Homers liebenswürdiger Debilität, Barts Gerissenheit, Lisas Besserwisserei, Marges Fürsorge, Maggies konsequentem Stillschweigen oder Flanders "dudelidü" beiwohnen darf, dann spendet mir das inneren Frieden und die Gewissheit, dass ich an einem künstlerischen Erzeugniss teilhaben durfte, dass seinen Weg in die Annalen wohl schon längst gefunden hat.
Klar, die Luft ist schon ziemlich lange raus, aber bis ca. Staffel 10 waren die Simpsons schlicht großartig. Außerdem ist das die einzige Serie, aus der ich zitieren kann und statt leeren Blicken wissendes Lachen als Reaktion bekomme.
Ach komm.. es gibt keine Staffel die nicht mindestens eine Handvoll guter Episoden hat. Und wer ganz ehrlich ist: Auch die frühen Staffeln haben ihre Durchhänger...
Sicher gibt es hin und wieder gute Folgen, aber ich hab keinen Spaß mehr dran mir neue Staffeln anzusehen, weil auf eine gute Folge 5 langweilige kommen ;)
Trotz allen Altersschwäche-Erscheinungen die die Serie zweifelsohne hat: Ohne sie wäre weder South Park noch Drawn Together, noch die vielen anderen Nachzieher möglich gewesen. Und gemessen an vielen Real-Serien ist die Qualität nach 23 Jahren immer noch erstaunlich gut - auch wenn die goldenen Jahre vorbei sind. Die Simpsons sind fester Bestandteil der Popkultur und alleine das sie es halbwegs geschafft haben auch den Deutschen zu zeigen, das Zeichentrick nicht automatisch Kinderkram ist, sollten wir ihnen dankbar sein. D'oh!
Die Simpsons sind wohl die beste Familie der Welt und die Serie ist die Serie der Serien.
Schon als ich jünger war habe ich diese Serie verfolgt und sogar jeden Fanartikel, den es gab gekauft (Comics,Figuren,Karten,DVDs etc..).
So schön und genial die Serie auch sein mag so finde ich, dass nach 22 Staffeln (oder wie viele Staffeln es gibt) endlich mal Schluss sein sollte, da sich die Serie immer mehr in den Abgrund spielt, da die Gags schlechter werden und besonders Homer nicht mehr witzig dumm ist, sondern nur noch lächerlich und erbärmlich dumm wird.
Trotz dieses negativen Aspekts bleibt die Serie weiterhin Nr. 1 und die Staffeln 1-10 sind sowieso unübertreffbar.
Würde ich ausschließlich die ersten 10 Staffeln bewerten, würde ich wahrscheinlich 10 Punkte geben. Aus meiner Sicht hat die Serie jedoch leider erheblich nachgelassen, was nicht heißen soll, dass die neuen Folgen grottenschlecht wären. Aber im Vergleich zur Anfangszeit, in der wirklich beinahe jede Episode genial war, ist schon ein enormer Substanzverlust vorhanden.
Für mich die beste Serie aller Zeiten! -bis zu einem unbestimmten Zeitpunkt ab dem die Folgen einfach an Qualität verloren, Dinge die von den Simpsons damals noch liebevoll parodiert wurden, wie schlechte Cliffhanger, die Einführung neuer Charaktere oder repetitive Handlungsstränge, eben die typischen Anzeichen einer Serie die über den Hai springt, sind lange zur Realität in der Serie selbst geworden. So wurde der beliebten Nebenfigur Tingeltangel Bob inzwischen eine große Familie, die Bart ebenfalls nach dem Leben trachtet auf den Leib geschrieben.
Zum thema repetitive Handlungsstränge: Gestern erst habe ich mal wieder eine folge Simpsons eingeschaltet (ich kenne alle Folgen bis zu dem am Anfang genannten unbestimmten Zeitpunkt), und sah eine Folge in der Lisa die neue Assistentin von krusty wird und diesen infolgedessen in seiner Beliebtheit übertrumpft. Genau diese Handlung, gab es schon in einer älteren Folge, bloß dass Bart der Assistent war!
Das so etwas passiert ist auch völlig logisch, denn die Simpsons laufen jetzt seit über 20 jahren im Fernsehen und wie die Serie "Southpark", welche wohl neben "Family Guy" zu den größten Konkurrenten der Simpsons gehört, schon mehr oder weniger liebevoll, feststellte "Es gab einfach schon alles bei den Simpsons!". Somit ist es natürlich, dass den Schreibern der Simpsons nicht mehr viel einfällt.
Enttäuschend ist jedoch wenn der Humor der Simpsons, der einen großen teil der Sendezeit der Simpsons meist durchdacht, schwarz, sarkastisch und politisch inkorrekt und offensiv war, nun teilweise zu einem Spongebobartigen, kindischen Klamauk verkommt.
Aus diesen Gründen sehe ich einem Ende der Simpsons mit einem lachenden und weinenden Auge entgegen. Ich liebte Die Simpsons und liebe sie immer noch, doch wenn der Mythos durch immer schlechtere Qualität zerstört wird ist es wohl besser, wenn die Serie zu einem Ende kommt.
P.S. über einen zweiten Simpsons Film würde ich mich trotz allem sehr freuen, der erste strotzte nur so vor Politsatire und mehr oder weniger eindeutigen Anspielungen auf aktuelle Themen und war ein Höhepunkt der Simpsons-Geschichte.
naja, die Serie hat mit den letzten Staffeln schon an Qualität verloren, auch wenn ich sie immer noch gerne gucke.
Woher hast du eigentlich die Information, würde die Quelle gerne mal lesen.
Sind „Die Simpsons“ (ab ca. Staffel 10) schlechter geworden oder nicht? Über keine Frage kann man sich im Internet, aber auch anderswo, so schön die Köpfe einhauen. Dabei geht die Frage eigentlich am Problem vorbei. „Die Simpsons“ sind primär „anders“ geworden. Das, worüber wir heute sprechen ist schlicht eine vollkommen andere Serie, als sie es in den 90ern war. Sicher, die Figuren, der Handlungsort und das Aussehen mögen gleich geblieben sein, trotzdem muss man einfach eingestehen, dass sich sowohl Anspruch, Handlungen und Humor gewandelt haben. Das worüber sich Zuschauer der ersten Stunde mit den neuen Zuschauern zoffen sind zwei paar Schuhe, die man einfach nicht vergleichen kann, so absurd das auch klingen mag.
„Die Simpsons“ fingen an als Serie über eine etwas seltsame, aber doch irgendwie normale Familie in einer etwas seltsamen, aber doch irgendwie normalen Kleinstadt. Dementsprechend waren auch die Plots der einzelnen Episoden aufgezogen. Meist ging es um eher bodenständige Probleme, auch wenn man natürlich immer noch eine Comedy-Serie war und gerne mal die Realität ein wenig verbog um spannende Stories und ein wenig abgehobene Stories einzubauen (Homer arbeitet für Superschurken, Bart wird Fernsehstar, in Springfield wird die Prohibition eingeführt).
In den neueren Staffeln sind „Die Simpsons“ zu einer Mischung aus „Monty Python's Flying Circus“ und „Family Guy“ geworden. Es geht nach dem „höher, schneller, weiter Prinzip“. Die Familie erlebt Woche für Woche neue, abstruse Abenteuer, jettet rund um die Welt und trifft alles was Rang und Namen hat.
Das sollte man Bedenken, wenn man über die Serie (besser: Die Serien) spricht. Das womit die einen aufgewachsen sind, ist nicht mehr das, womit die anderen jetzt gerade aufwachsen (womit wir uns einen schönen Generationskonflikt herbei konstruiert haben). Vielleicht ist diese Entwicklung, diese Veränderung sogar exemplarisch für unsere Zeit. „Die Simpsons“ haben sich angepasst. Weiterentwickelt. Vielleicht hätte das Konzept, das in den 90ern funktioniert hat, nicht mehr in den 00ern funktioniert. Und vielleicht hätte man auch mit dem eher bodenständigen Konzept der Anfangszeit auch nicht genug Material für 23 Staffeln sammeln können.
Das heißt, alle, die die neuen „Simpsons“ kritisieren sind grantelnde, alte Männer, die von Nostalgie geblendet der Vergangenheit nachtrauern. Naja, nein, nicht nur. Denn, auch wenn man „Den Simpsons 2000“ nicht wirklich vorwerfen kann, nicht so zu sein wie „Die Simpsons 1990“, man kann ihr aber trotzdem vorwerfen, schlicht keine wirklich gelungene Serie zu sein.
Die Witze zünden meistens nicht (im Gegensatz zu den oben Monty Pythons, oder der Griffin-Sippe), die Absurdität ist nicht mit so einem Elan durchgeführt, wie es nötig wäre, die Skripte sind lausig, die Charaktere nicht mehr interessant, oder gar liebenswert (und das bekommt selbst „Family Guy“ in seinem begrenzten Rahmen hin). „Die Simpsons 2000“ sind ein liebloses Entlanghangeln an platten Pop-Kulturreferenzen geworden. Darauf bedacht möglichst viel tagespolitisches Geschehen zu verwursten, am Ende bleibt es aber beim reinen Namedropping.
„Die Simpsons“ sind wahrscheinlich ein wenig dem eigenen Hype erlegen. Von kurzen Clips aus der Tracey-Ullman-Show hin zu wichtigsten und größten Fernsehserie der 90er-Jahre, von Publikum und Kritikern gleichermaßen geliebt und geachtet.
Das ist eine Ansage. Und die Aufgabe, vor der die Autoren standen, diesen Status zu halten, im besten Fall noch zu übertreffen, war vielleicht von Anfang an zu mächtig. Was sollte danach noch kommen? Am Ende hat man auf der einen Seite zwar versucht relevant zu bleiben, hat sich aber auf der anderen Seite auch zu sehr auf den eigenen Lorbeeren ausgeruht.
In der Zwischenzeit sind andere Serien gekommen, haben vielleicht sogar vom Erfolg der „Simpsons“ profitiert und sie nach und nach, zumindest vom qualitativen Thron verdrängt. „South Park“ ist bissiger, in seiner Behandlung aktueller Themen, „Futurama“ liebevoller beim Einstreuen von popkulturellen Themen in seine Geschichten, „Family Guy“ (mit Abstrichen auch „American Dad“ ist lustiger in seiner Abstrusität, etc., etc.. Die Auflistung ließe sich lange fortführen.
Was bleibt am Ende? Das was immer bleibt. Schöne Erinnerung. Erinnerungen an eine große Serie, die uns 10 phantastische, großartige, warmherzig und unglaublich lustige Staffeln geschenkt hat. Erinnerungen an eine ganze Zeit und Erinnerungen an die eigene Kindheit. Das wird nie verschwinden. Genau so wenig, wie „Die Simpsons“ je ganz verschwinden werden. Selbst jetzt, wo die Serie nicht mehr das ist, was sie mal war, wenn ich Zeit habe, dann schaue ich doch noch jeden Abend die zwei Folgen (der einzige Grund, wieso Pro7 noch ein Vorabend-Programm etablieren kann. Aber das kann man der Serie ja nicht vorwerfen). Es ist zwar nicht mehr so schön wie früher, aber es erinnert daran. Und selbst wenn die Serie irgendwann einmal tatsächlich ein Ende finden sollte, etwas bleibt. Etwas sehr, sehr Schönes.
Besser kann man es einfach nicht formulieren! Ich denke es mir auch immer, wenn ich grad so die ersten sechs Staffeln ab und zu auf DVD anschaue, und dann mal zufällig auf Pro7 die 15. Staffel erwische, dass beides im Grunde in der Tat zwei vollkommen unterschiedliche Serien sind!
Spätestens seit dem Film gibt es leider so einen Hype um die Simpsons, dass die Macher nun mehr oder weniger auf diesen billigen Humor angewiesen sind, weil das durchschnittliche Publikum nun Leute sind, die darüber lachen!
(Ich bin übrigens auch erst 16, aber hab die Simpsons durch die alten Folgen zu lieben gelernt; und das noch vor dem Film :P )
Sind wir nicht alle ein bisschen gelb? Kult, muss man einfach gesehen haben, grandiose Unterhaltung, charmante Figuren, excellenter Humor, skurrile Dialoge und ein peppiges Design versprechen uns eine gelungene Unterhaltung. Homer ich will ein Kind von Dir!
Irgendwie bin ich doch wohl anders und vmtl ein Freak: ich mag die Simpsons nicht.
Finde sie nahezu unerträglich und die Serie weckt in mir beim Ansehen ein unglaublich starkes Gefühl dass ich gerade meine Zeit verschwende. Finde Simpsons überhaupt nicht witzig, die Serie lebt (nach meinem Eindruck) vom dümmlichen Verhalten der Akteure und absurder Übertreibung und ich habe Schwierigkeiten damit, sowohl über dümmliches Verhalten lachen zu können als auch absurde Übertreibungen auf Dauer interessant zu finden. Jedesmal, wenn ich irgendwo bin wo die Serie gerade läuft, ertappe ich mich nach 2 Minuten dabei, im Kopf Einkaufslisten und Tagespläne zu erstellen...
dieser kommentar könnte eventuell nicht wirklich den inhalt dieser serie betreffen, sondern viel mehr den versuch eines analyseansatzes für das im styx'schen kommentar zitierte gedicht des aufstrebenden schriftstellers homer simpson sein:
Das gesellschaftskritsche lyrische Epos ,,Die Rappertomate´´ Von Homer Simpson
Es war mal ne Rappertomate
Ganz recht. eine Rappertomate
Sie rappte drauflos
die Freude war groß!
Jetzt kommt´s
die Tomate war ich
kommen wir zunächst zum reimschema:
stetig aneinanderreihender paarreim in den ersten vier zeilen, dann plötzlich eine pointenhafte wendung wlche gleichnishaft jene im inhalt unterstützt (ob dies werk im daktylischen hexameter oder alexandriner vorgetragen wird, sei jeweiligen interpreten überlassen, aufgrund fehlender enjambements empfehle ich ersteres).
hier schon wird klar: es handelt sich neben spiderschwein, in dem homer seine transzendentalen, der modernen massenproduktindustrie verschuldeten sexuellen essensfantasien personifiziert und in kongenialer weise mit viel ironie in den superheldenmythos zwängt, um der konsumgesellschaft amerikas einen spiegel vorzuhalten, um sein bedeutendstes werk der modernen dichtung.
wird er nicht oft unterschätzt? wer ist homer eigentlich? ist er nicht vielleicht genauso wie lisa ein tief intellektuelles individuum, welches nur in den deckmantel scheinbarer stupidität gesteckt wird, um das amerikanische klischee des kleinbürgers zu parodieren?
gerade die rappertomate unterstützt als lyrisches ich die substanz dieser ikonographie: während es bis zum abschluss so scheint, als würde in auktorialer erzählstruktur ganz dem alten germanischen märchenbrauch ("es war einmal") folgend von der hauptperson berichtet, wandelt sich im abschluss das bild, indem homer in die rolle seiner eigenen lyrischen schöpfung schlüpft.
genauso wie die kohärenz der reimstruktur hier abbricht, durchbricht hier der autor selbst inhaltlich eine mauer der integrität indem er ganz klar seinen fluchtwunsch aus seiner ihn umgebenen dimension der realität äußert, um wahrlich auf epikuräische weise seinen genuss an der kunst ("carpe diem", horaz) von jetzt auf gleich zu erreichen und auszuleben.
hierdurch schafft er eine unglaubliche wende, ohne dabei auf hochtrabende stilmittel wie beispielsweise einem oxymoron zurückzugreifen.
schaut man nun auf den mittelteil des gedichtes, merkt man auch hier das bestreben, einfach das auszuleben, was tief im inneren verborgen zu sein scheint.
damit kommen wir schon direkt auf den zweiten wichtigen kern des gedichtes zurück, nämlich die anlehnung an den "american dream".
denn dass gerade dieser umgesetzte aufbruchgedanke ohne einen nennenswerten antagonismus positive resonanz ("die freude war groß") in der öffentlichkeit hervorruft, ist doch die amerikanische idealvorstellung eines lebenslaufes.
abschließend kann ich als fazit sagen, dass dieses werk ein meilenstein ist , der die welt verändern und die ewigkeit überdauern wird.
aufgrund seiner vertändlichen tiefen und versöhnlichen einblicke in die amerikanische gesellschaft bin ich mir sicher, dass es nich nur die europäisch-amerikanische beziehung auf ein neues level der friedlichen völkerverständigung heben wird, nein, ich bin davon überzeugt, dass es eines tages einen dritten weltkrieg verhindern wird.
danket homer simpson,
danket der rappertomate.
Eigentlich 10 Punkte, aber 0,5 gibt es Abzug, weil die neuesten Staffeln überhaupt ganz und gar nicht mehr witzig oder interessant sind. Aber so bis Staffel 18 waren eigentlich (sogut wie) alle Folgen meist wirklich witzige oder wenn nicht zumindest nette kleine Geschichten.
Bewertung fällt echt schwer.
Staffel 1-ca.12 würde ich ne 9 geben
Ab da extremer Qualitätsverlust mit jeder weiteren Staffeln
Aktuell sind mal wieder ein paar gute einzelne Folgen dabei.
Hilft leider nicht, früher ein Muss und jetzt mehr als entbehrlich.
von mir nur noch eine 7,5.
Back to the roots...Matt
Weniger eine Serie, als vielmehr ein kulturelles Phänomen. Sagt viel über die Amerikaner und ihre Gesellschaft aus. Erstaunlich, dass sie die Serie trotzdem lieben...:-)
Die Simpsons begleiten mich jetzt schon so viele Jahre, da kann ich gerne über Anke Engelke und den fehlenden Witz der neueren Staffeln hinwegsehen.
Vielleicht bin ich heute zu sentimental, aber Scheiße nochmal, ich liebe die Simpsons!
http://www.youtube.com/watch?v=c_AHlKHfNHs
Abgenutzte Serie, die von Plattitüden nur so strotzt und lediglich selten das Prädikat komisch verdient. Die stellenweise durchaus gut und unterhaltsam vorgetragene Gesellschaftskritik verliert sich leider zu oft in plumpe Stereotypen und abgedroschenen Slapstick.
Kritiken (3) — Serie: Die Simpsons
Hitmanski: It's just a film, Reihe Sie...
Kommentar löschenMan ist als Sympathisant, als Fan, als was-auch-immer ja oftmals in Versuchung geführt, dem Produkt der Begierde alle nur erdenklichen Ehrungen und Würden zukommen zu lassen, die einem so ganz spontan in den Sinn kommen. Und so bezeichnete ich die "Simpsons" in meinen bisherigen Kommentar (der mir nunmehr als viel zu kurz und aussagelos erschien) als "(...) einzige Cartoon-Serie, die Einfluss auf die Popkultur hatte" und verwies auf studiVZ-Gruppen wie "Da gibt es doch diese Simpsons-Folge..." sowie zahlreichen Zitate mit spingfield´schen Ursprung, die wohl so manche Unterhaltung geprägt haben dürften.
Doch obgleich diese Sätze voller Lobhudelei und Ehrehrbietung steckten, wurden sie der gelben Chaos-Familie nicht ansatzweise gerecht: Groening hat mit seinen "Simpsons" nicht nur einen Stichwortgeber und Repetitor von Popkultur geschaffen; vielmehr IST seine Serie ein Stück andauernder Popkultur, gleichberechtigter Teilnehmer in einem…
bedenklich? 20 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 5 Antworten
Marie Krolock 2010/09/13 03:46:37
Antwort löschenWOW! Toll geschrieben :)
Hitmanski 2010/09/13 09:38:31
Antwort löschenDanke :)
doctorgonzo 2010/09/13 17:11:25
Antwort löschenAusgezeichnet! Ein klares Juhu für diesen literarischen Erguß!
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fabel 2010/09/13 19:22:17
Antwort löschenAbsolutes Dankeschön für diesen tollen Text auch von mir. ;)
Doom4408 2010/09/15 18:27:03
Antwort löschenBesser kann mans wirklich nicht sagen.
HerrLehmann: Das Manifest
Kommentar löschenKlar, die Luft ist schon ziemlich lange raus, aber bis ca. Staffel 10 waren die Simpsons schlicht großartig. Außerdem ist das die einzige Serie, aus der ich zitieren kann und statt leeren Blicken wissendes Lachen als Reaktion bekomme.
bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 3 Antworten
Batzman 2010/05/05 23:32:07
Antwort löschenAch komm.. es gibt keine Staffel die nicht mindestens eine Handvoll guter Episoden hat. Und wer ganz ehrlich ist: Auch die frühen Staffeln haben ihre Durchhänger...
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HerrLehmann 2010/05/06 12:43:43
Antwort löschenSicher gibt es hin und wieder gute Folgen, aber ich hab keinen Spaß mehr dran mir neue Staffeln anzusehen, weil auf eine gute Folge 5 langweilige kommen ;)
Batzman 2010/05/06 23:15:06
Antwort löschenAch du bist ein kleiner Grinch! Ich schick dir Flanders auf den Diddeli-Daddeli-Hals!
Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde
Kommentar löschenTrotz allen Altersschwäche-Erscheinungen die die Serie zweifelsohne hat: Ohne sie wäre weder South Park noch Drawn Together, noch die vielen anderen Nachzieher möglich gewesen. Und gemessen an vielen Real-Serien ist die Qualität nach 23 Jahren immer noch erstaunlich gut - auch wenn die goldenen Jahre vorbei sind. Die Simpsons sind fester Bestandteil der Popkultur und alleine das sie es halbwegs geschafft haben auch den Deutschen zu zeigen, das Zeichentrick nicht automatisch Kinderkram ist, sollten wir ihnen dankbar sein. D'oh!
bedenklich? 6 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 2 Antworten
DerDude_ 2011/05/02 19:52:14
Antwort löschenSchade das die Simpsons jetzt so abartig sind
DerDude_ 2011/05/02 19:52:25
Antwort löschenSchade das die Simpsons jetzt so abartig sind
Alle 4 Antworten zeigen
DerDude_ 2011/05/02 19:52:25
Antwort löschenSchade das die Simpsons jetzt so abartig sind
DerDude_ 2011/05/02 19:52:27
Antwort löschenSchade das die Simpsons jetzt so abartig sind
Kommentare
über Die Simpsons
Kommentar schreibenPeaceMaker93 2012/05/28 22:29:33
Kommentar löschenDie Simpsons sind wohl die beste Familie der Welt und die Serie ist die Serie der Serien.
Schon als ich jünger war habe ich diese Serie verfolgt und sogar jeden Fanartikel, den es gab gekauft (Comics,Figuren,Karten,DVDs etc..).
So schön und genial die Serie auch sein mag so finde ich, dass nach 22 Staffeln (oder wie viele Staffeln es gibt) endlich mal Schluss sein sollte, da sich die Serie immer mehr in den Abgrund spielt, da die Gags schlechter werden und besonders Homer nicht mehr witzig dumm ist, sondern nur noch lächerlich und erbärmlich dumm wird.
Trotz dieses negativen Aspekts bleibt die Serie weiterhin Nr. 1 und die Staffeln 1-10 sind sowieso unübertreffbar.
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homer12 2012/05/28 19:22:54
Kommentar löschenFür mich sind die simpsons die beste Serie der Welt.
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kidhan 2012/05/24 18:37:58
Kommentar löschenWürde ich ausschließlich die ersten 10 Staffeln bewerten, würde ich wahrscheinlich 10 Punkte geben. Aus meiner Sicht hat die Serie jedoch leider erheblich nachgelassen, was nicht heißen soll, dass die neuen Folgen grottenschlecht wären. Aber im Vergleich zur Anfangszeit, in der wirklich beinahe jede Episode genial war, ist schon ein enormer Substanzverlust vorhanden.
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Verwirklichbar 2012/05/06 14:45:54
Kommentar löschenFür mich die beste Serie aller Zeiten! -bis zu einem unbestimmten Zeitpunkt ab dem die Folgen einfach an Qualität verloren, Dinge die von den Simpsons damals noch liebevoll parodiert wurden, wie schlechte Cliffhanger, die Einführung neuer Charaktere oder repetitive Handlungsstränge, eben die typischen Anzeichen einer Serie die über den Hai springt, sind lange zur Realität in der Serie selbst geworden. So wurde der beliebten Nebenfigur Tingeltangel Bob inzwischen eine große Familie, die Bart ebenfalls nach dem Leben trachtet auf den Leib geschrieben.
Zum thema repetitive Handlungsstränge: Gestern erst habe ich mal wieder eine folge Simpsons eingeschaltet (ich kenne alle Folgen bis zu dem am Anfang genannten unbestimmten Zeitpunkt), und sah eine Folge in der Lisa die neue Assistentin von krusty wird und diesen infolgedessen in seiner Beliebtheit übertrumpft. Genau diese Handlung, gab es schon in einer älteren Folge, bloß dass Bart der Assistent war!
Das so etwas passiert ist auch völlig logisch, denn die Simpsons laufen jetzt seit über 20 jahren im Fernsehen und wie die Serie "Southpark", welche wohl neben "Family Guy" zu den größten Konkurrenten der Simpsons gehört, schon mehr oder weniger liebevoll, feststellte "Es gab einfach schon alles bei den Simpsons!". Somit ist es natürlich, dass den Schreibern der Simpsons nicht mehr viel einfällt.
Enttäuschend ist jedoch wenn der Humor der Simpsons, der einen großen teil der Sendezeit der Simpsons meist durchdacht, schwarz, sarkastisch und politisch inkorrekt und offensiv war, nun teilweise zu einem Spongebobartigen, kindischen Klamauk verkommt.
Aus diesen Gründen sehe ich einem Ende der Simpsons mit einem lachenden und weinenden Auge entgegen. Ich liebte Die Simpsons und liebe sie immer noch, doch wenn der Mythos durch immer schlechtere Qualität zerstört wird ist es wohl besser, wenn die Serie zu einem Ende kommt.
P.S. über einen zweiten Simpsons Film würde ich mich trotz allem sehr freuen, der erste strotzte nur so vor Politsatire und mehr oder weniger eindeutigen Anspielungen auf aktuelle Themen und war ein Höhepunkt der Simpsons-Geschichte.
bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 1 Antworten
FumerTue 2012/05/08 22:39:10
Antwort löschenSchön geschrieben! Die Simpsons sind so eine Serie, die ich so sehr lieb(t)e, dass ich mir wünsche, sie wäre schon längst abgesetzt worden!
BattlemasterIZ 2012/04/19 21:26:28
Kommentar löschen>Beste Trick-Comedy aller Zeiten<
bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Homer Simpson 2012/04/15 16:00:20
Kommentar löschenJA! SO SCHADE, DASS DIE SERIE BALD ENDEDT!
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FilmFan92 2012/06/02 18:05:33
Antwort löschennaja, die Serie hat mit den letzten Staffeln schon an Qualität verloren, auch wenn ich sie immer noch gerne gucke.
Woher hast du eigentlich die Information, würde die Quelle gerne mal lesen.
Mr.White 2012/04/13 16:25:00
Kommentar löschenBeste Serie die im TV läuft!
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Keyser_Söze 2012/04/10 18:34:49
Kommentar löschenEntweder werde ich immer älter oder die Serie immer schlechter. ^^
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Keyser_Söze 2012/04/10 18:56:28
Antwort löschenWhat if I told you that instead of gettin' older, I was gettin' younger than everybody else?
Hauserfritz 2012/03/19 13:35:58
Kommentar löschenDas einzige, was ich mir heutzutage noch im Fernsehn ansehe !
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Dachsman 2012/03/03 16:28:17
Kommentar löschenSind „Die Simpsons“ (ab ca. Staffel 10) schlechter geworden oder nicht? Über keine Frage kann man sich im Internet, aber auch anderswo, so schön die Köpfe einhauen. Dabei geht die Frage eigentlich am Problem vorbei. „Die Simpsons“ sind primär „anders“ geworden. Das, worüber wir heute sprechen ist schlicht eine vollkommen andere Serie, als sie es in den 90ern war. Sicher, die Figuren, der Handlungsort und das Aussehen mögen gleich geblieben sein, trotzdem muss man einfach eingestehen, dass sich sowohl Anspruch, Handlungen und Humor gewandelt haben. Das worüber sich Zuschauer der ersten Stunde mit den neuen Zuschauern zoffen sind zwei paar Schuhe, die man einfach nicht vergleichen kann, so absurd das auch klingen mag.
„Die Simpsons“ fingen an als Serie über eine etwas seltsame, aber doch irgendwie normale Familie in einer etwas seltsamen, aber doch irgendwie normalen Kleinstadt. Dementsprechend waren auch die Plots der einzelnen Episoden aufgezogen. Meist ging es um eher bodenständige Probleme, auch wenn man natürlich immer noch eine Comedy-Serie war und gerne mal die Realität ein wenig verbog um spannende Stories und ein wenig abgehobene Stories einzubauen (Homer arbeitet für Superschurken, Bart wird Fernsehstar, in Springfield wird die Prohibition eingeführt).
In den neueren Staffeln sind „Die Simpsons“ zu einer Mischung aus „Monty Python's Flying Circus“ und „Family Guy“ geworden. Es geht nach dem „höher, schneller, weiter Prinzip“. Die Familie erlebt Woche für Woche neue, abstruse Abenteuer, jettet rund um die Welt und trifft alles was Rang und Namen hat.
Das sollte man Bedenken, wenn man über die Serie (besser: Die Serien) spricht. Das womit die einen aufgewachsen sind, ist nicht mehr das, womit die anderen jetzt gerade aufwachsen (womit wir uns einen schönen Generationskonflikt herbei konstruiert haben). Vielleicht ist diese Entwicklung, diese Veränderung sogar exemplarisch für unsere Zeit. „Die Simpsons“ haben sich angepasst. Weiterentwickelt. Vielleicht hätte das Konzept, das in den 90ern funktioniert hat, nicht mehr in den 00ern funktioniert. Und vielleicht hätte man auch mit dem eher bodenständigen Konzept der Anfangszeit auch nicht genug Material für 23 Staffeln sammeln können.
Das heißt, alle, die die neuen „Simpsons“ kritisieren sind grantelnde, alte Männer, die von Nostalgie geblendet der Vergangenheit nachtrauern. Naja, nein, nicht nur. Denn, auch wenn man „Den Simpsons 2000“ nicht wirklich vorwerfen kann, nicht so zu sein wie „Die Simpsons 1990“, man kann ihr aber trotzdem vorwerfen, schlicht keine wirklich gelungene Serie zu sein.
Die Witze zünden meistens nicht (im Gegensatz zu den oben Monty Pythons, oder der Griffin-Sippe), die Absurdität ist nicht mit so einem Elan durchgeführt, wie es nötig wäre, die Skripte sind lausig, die Charaktere nicht mehr interessant, oder gar liebenswert (und das bekommt selbst „Family Guy“ in seinem begrenzten Rahmen hin). „Die Simpsons 2000“ sind ein liebloses Entlanghangeln an platten Pop-Kulturreferenzen geworden. Darauf bedacht möglichst viel tagespolitisches Geschehen zu verwursten, am Ende bleibt es aber beim reinen Namedropping.
„Die Simpsons“ sind wahrscheinlich ein wenig dem eigenen Hype erlegen. Von kurzen Clips aus der Tracey-Ullman-Show hin zu wichtigsten und größten Fernsehserie der 90er-Jahre, von Publikum und Kritikern gleichermaßen geliebt und geachtet.
Das ist eine Ansage. Und die Aufgabe, vor der die Autoren standen, diesen Status zu halten, im besten Fall noch zu übertreffen, war vielleicht von Anfang an zu mächtig. Was sollte danach noch kommen? Am Ende hat man auf der einen Seite zwar versucht relevant zu bleiben, hat sich aber auf der anderen Seite auch zu sehr auf den eigenen Lorbeeren ausgeruht.
In der Zwischenzeit sind andere Serien gekommen, haben vielleicht sogar vom Erfolg der „Simpsons“ profitiert und sie nach und nach, zumindest vom qualitativen Thron verdrängt. „South Park“ ist bissiger, in seiner Behandlung aktueller Themen, „Futurama“ liebevoller beim Einstreuen von popkulturellen Themen in seine Geschichten, „Family Guy“ (mit Abstrichen auch „American Dad“ ist lustiger in seiner Abstrusität, etc., etc.. Die Auflistung ließe sich lange fortführen.
Was bleibt am Ende? Das was immer bleibt. Schöne Erinnerung. Erinnerungen an eine große Serie, die uns 10 phantastische, großartige, warmherzig und unglaublich lustige Staffeln geschenkt hat. Erinnerungen an eine ganze Zeit und Erinnerungen an die eigene Kindheit. Das wird nie verschwinden. Genau so wenig, wie „Die Simpsons“ je ganz verschwinden werden. Selbst jetzt, wo die Serie nicht mehr das ist, was sie mal war, wenn ich Zeit habe, dann schaue ich doch noch jeden Abend die zwei Folgen (der einzige Grund, wieso Pro7 noch ein Vorabend-Programm etablieren kann. Aber das kann man der Serie ja nicht vorwerfen). Es ist zwar nicht mehr so schön wie früher, aber es erinnert daran. Und selbst wenn die Serie irgendwann einmal tatsächlich ein Ende finden sollte, etwas bleibt. Etwas sehr, sehr Schönes.
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HelloItsMe 2012/03/16 14:14:35
Antwort löschenUnterschreibe ich so. Sehr gut.
Dachsman 2012/03/17 17:04:57
Antwort löschenMerci.
War schon eine kleine Herzensangelegenheit das zu schreiben.^^
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the gaffer 2012/04/20 18:20:32
Antwort löschenSchön!
FumerTue 2012/05/08 23:06:35
Antwort löschenBesser kann man es einfach nicht formulieren! Ich denke es mir auch immer, wenn ich grad so die ersten sechs Staffeln ab und zu auf DVD anschaue, und dann mal zufällig auf Pro7 die 15. Staffel erwische, dass beides im Grunde in der Tat zwei vollkommen unterschiedliche Serien sind!
Spätestens seit dem Film gibt es leider so einen Hype um die Simpsons, dass die Macher nun mehr oder weniger auf diesen billigen Humor angewiesen sind, weil das durchschnittliche Publikum nun Leute sind, die darüber lachen!
(Ich bin übrigens auch erst 16, aber hab die Simpsons durch die alten Folgen zu lieben gelernt; und das noch vor dem Film :P )
agynessa 2012/02/26 08:58:04
Kommentar löschenSind wir nicht alle ein bisschen gelb? Kult, muss man einfach gesehen haben, grandiose Unterhaltung, charmante Figuren, excellenter Humor, skurrile Dialoge und ein peppiges Design versprechen uns eine gelungene Unterhaltung. Homer ich will ein Kind von Dir!
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Tachitalili 2012/02/15 11:07:59
Kommentar löschenIrgendwie bin ich doch wohl anders und vmtl ein Freak: ich mag die Simpsons nicht.
Finde sie nahezu unerträglich und die Serie weckt in mir beim Ansehen ein unglaublich starkes Gefühl dass ich gerade meine Zeit verschwende. Finde Simpsons überhaupt nicht witzig, die Serie lebt (nach meinem Eindruck) vom dümmlichen Verhalten der Akteure und absurder Übertreibung und ich habe Schwierigkeiten damit, sowohl über dümmliches Verhalten lachen zu können als auch absurde Übertreibungen auf Dauer interessant zu finden. Jedesmal, wenn ich irgendwo bin wo die Serie gerade läuft, ertappe ich mich nach 2 Minuten dabei, im Kopf Einkaufslisten und Tagespläne zu erstellen...
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Florian Albrecht 2012/02/15 11:12:46
Antwort löschendem schließe ich mich in teilen an
the assassin 666 2012/02/15 21:23:23
Antwort löschenIch nicht :)
Kieke 2012/02/24 22:41:49
Antwort löschenbei den Folgen ab Staffel 10 stimme ich Dir absolut zu ! - Leider
agynessa 2012/02/26 08:59:46
Antwort löschenHilfe ich muss einen Arzt holen, dein Humor scheint einen Virus zu haben.
Strikerth 2012/03/13 16:17:06
Antwort löschenNaja ich schließe ich mich dir mal an, aber nur ab der Staffel 12, denn da beginnt es abwärts zu gehen und das konstant.
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J4KOB 2012/05/06 20:22:05
Antwort löschenoh gott...
malu135 2012/05/26 00:20:55
Antwort löschenseh ich genauso!
kahaujiko 2012/02/13 23:47:44
Kommentar löschendieser kommentar könnte eventuell nicht wirklich den inhalt dieser serie betreffen, sondern viel mehr den versuch eines analyseansatzes für das im styx'schen kommentar zitierte gedicht des aufstrebenden schriftstellers homer simpson sein:
Das gesellschaftskritsche lyrische Epos ,,Die Rappertomate´´ Von Homer Simpson
Es war mal ne Rappertomate
Ganz recht. eine Rappertomate
Sie rappte drauflos
die Freude war groß!
Jetzt kommt´s
die Tomate war ich
kommen wir zunächst zum reimschema:
stetig aneinanderreihender paarreim in den ersten vier zeilen, dann plötzlich eine pointenhafte wendung wlche gleichnishaft jene im inhalt unterstützt (ob dies werk im daktylischen hexameter oder alexandriner vorgetragen wird, sei jeweiligen interpreten überlassen, aufgrund fehlender enjambements empfehle ich ersteres).
hier schon wird klar: es handelt sich neben spiderschwein, in dem homer seine transzendentalen, der modernen massenproduktindustrie verschuldeten sexuellen essensfantasien personifiziert und in kongenialer weise mit viel ironie in den superheldenmythos zwängt, um der konsumgesellschaft amerikas einen spiegel vorzuhalten, um sein bedeutendstes werk der modernen dichtung.
wird er nicht oft unterschätzt? wer ist homer eigentlich? ist er nicht vielleicht genauso wie lisa ein tief intellektuelles individuum, welches nur in den deckmantel scheinbarer stupidität gesteckt wird, um das amerikanische klischee des kleinbürgers zu parodieren?
gerade die rappertomate unterstützt als lyrisches ich die substanz dieser ikonographie: während es bis zum abschluss so scheint, als würde in auktorialer erzählstruktur ganz dem alten germanischen märchenbrauch ("es war einmal") folgend von der hauptperson berichtet, wandelt sich im abschluss das bild, indem homer in die rolle seiner eigenen lyrischen schöpfung schlüpft.
genauso wie die kohärenz der reimstruktur hier abbricht, durchbricht hier der autor selbst inhaltlich eine mauer der integrität indem er ganz klar seinen fluchtwunsch aus seiner ihn umgebenen dimension der realität äußert, um wahrlich auf epikuräische weise seinen genuss an der kunst ("carpe diem", horaz) von jetzt auf gleich zu erreichen und auszuleben.
hierdurch schafft er eine unglaubliche wende, ohne dabei auf hochtrabende stilmittel wie beispielsweise einem oxymoron zurückzugreifen.
schaut man nun auf den mittelteil des gedichtes, merkt man auch hier das bestreben, einfach das auszuleben, was tief im inneren verborgen zu sein scheint.
damit kommen wir schon direkt auf den zweiten wichtigen kern des gedichtes zurück, nämlich die anlehnung an den "american dream".
denn dass gerade dieser umgesetzte aufbruchgedanke ohne einen nennenswerten antagonismus positive resonanz ("die freude war groß") in der öffentlichkeit hervorruft, ist doch die amerikanische idealvorstellung eines lebenslaufes.
abschließend kann ich als fazit sagen, dass dieses werk ein meilenstein ist , der die welt verändern und die ewigkeit überdauern wird.
aufgrund seiner vertändlichen tiefen und versöhnlichen einblicke in die amerikanische gesellschaft bin ich mir sicher, dass es nich nur die europäisch-amerikanische beziehung auf ein neues level der friedlichen völkerverständigung heben wird, nein, ich bin davon überzeugt, dass es eines tages einen dritten weltkrieg verhindern wird.
danket homer simpson,
danket der rappertomate.
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styx.canomo 2012/02/14 18:23:19
Antwort löschenalter :D you made my day^^
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cha0s 2012/02/15 22:09:58
Antwort löschenrichtig gut:D
ich wünschte nur, ich könnte in meinen Deutsch-Klausuren auch so geniale Texte formulieren^^
J4KOB 2012/05/26 00:54:25
Antwort löschenHast fürs Deutschabi gelernt? :D
Ghoul 2012/02/05 00:55:17
Kommentar löschenEigentlich 10 Punkte, aber 0,5 gibt es Abzug, weil die neuesten Staffeln überhaupt ganz und gar nicht mehr witzig oder interessant sind. Aber so bis Staffel 18 waren eigentlich (sogut wie) alle Folgen meist wirklich witzige oder wenn nicht zumindest nette kleine Geschichten.
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jeef 2012/01/15 01:46:05
Kommentar löschenBewertung fällt echt schwer.
Staffel 1-ca.12 würde ich ne 9 geben
Ab da extremer Qualitätsverlust mit jeder weiteren Staffeln
Aktuell sind mal wieder ein paar gute einzelne Folgen dabei.
Hilft leider nicht, früher ein Muss und jetzt mehr als entbehrlich.
von mir nur noch eine 7,5.
Back to the roots...Matt
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Zaxan 2012/01/07 18:56:54
Kommentar löschenWahrscheinlich die beste Serie aller Zeiten !!! Einfach Kult !!!
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Gizmo91 2011/12/27 11:47:27
Kommentar löschenDie Serie ist ganz klar Kult aber die neuen Folgen sind aber nicht mehr so toll.
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aberaber 2011/12/25 09:58:41
Kommentar löschenWeniger eine Serie, als vielmehr ein kulturelles Phänomen. Sagt viel über die Amerikaner und ihre Gesellschaft aus. Erstaunlich, dass sie die Serie trotzdem lieben...:-)
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onyxxx11 2011/12/15 19:54:32
Kommentar löschenDie Simpsons begleiten mich jetzt schon so viele Jahre, da kann ich gerne über Anke Engelke und den fehlenden Witz der neueren Staffeln hinwegsehen.
Vielleicht bin ich heute zu sentimental, aber Scheiße nochmal, ich liebe die Simpsons!
http://www.youtube.com/watch?v=c_AHlKHfNHs
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P.S.Nelke 2011/12/01 19:06:51
Kommentar löschenAbgenutzte Serie, die von Plattitüden nur so strotzt und lediglich selten das Prädikat komisch verdient. Die stellenweise durchaus gut und unterhaltsam vorgetragene Gesellschaftskritik verliert sich leider zu oft in plumpe Stereotypen und abgedroschenen Slapstick.
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