The Walking Dead - Kritik

US · 2010 · Endzeitserie, Zombieserie, Horrorserie · 8 Staffeln · 94 Episoden
  • 10

    Kleine Aufwertung um 0,5 Punkte, da mich die Serie nun seit Jahren fesselt und zu vielen wunderbaren Diskussionen im Freundeskreis geführt hat. Das Prädikat Lieblingsserie ist durchaus verdient!

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    • 8 .5

      Sehr gute Serie.

      Staffel 1 ist richtig gut, ein sehr spannendes Setting, krasse Atmosphäre und die Brutalität ist anfangs krass anzusehen, aber glaubt mir, man stumpft von Staffel zu Staffel ab, genau wie die Charaktere. Das wird auch zunehmend zum Problem.

      Die ersten drei Staffeln sind richtig klasse und für sich genommen 9 Punkte wert. Abzüge gibt es für teils dürftige Schauspieler (was ist denn mit Carl los?!) und miserable Synchronsprecher (ernsthaft, was stimmt nicht mit Carl?!).

      Ab Staffel 4 wirkt die Serie etwas ziel-/ und ideenlos. Natürlich, die Truppe hat wenig Zukunftsperspektiven und streift durch die Lande, allerdings führt das teilweise zu Ereignisarmut, die mit Hintergrundgeschichten der Figuren zu füllen versucht wird, was Charaktertiefe schafft, allerdings sind diese Folgen nicht sonderlich mitreißend. Hier wird Aufbauarbeit geleistet, vermutlich um das Ableben einiger Figuren zu späterem Zeitpunkt schmerzhafter und dramatischer zu machen.

      Das lohnt sich durchaus, allerdings gibt es einige Längen. In den folgenden Staffeln wird mit Cliffhangern und Todesvermutungen nur so um sich geschmissen und geht einem allmählich auf die Nerven. Dennoch geht das Interesse nicht verloren, weil man wissen möchte, was genau der Cliffhanger jetzt angeteasert hat und ob diese und jene Person doch noch lebt.

      Nur die Grundsubstanz der Serie geht verloren, die Beißer verlieren an Bedrohungswert, weshalb die Gegenspieler zunehmend menschlicher Natur sind. Waren es in Staffel 3 noch zwei große Bedrohungen, sind es zunehmend nur noch Menschen. Das ist gewöhnungsbedürftig, aber andererseits auch notwendig.

      Mein größter Kritikpunkt gilt nur für die letzten Staffeln, wo man plötzlich damit beginnt, den Zuschauer mit immer krasseren Cliffhangern und brutalen Toden von Hauptcharakteren zu quälen. Jeder, der S06E16 und S07E01 gesehen hat, wird genau wissen, was ich meine. Das ist ein neues Level und ich wage zu behaupten, dagegen ist Game of Thrones noch harmlos.
      Es wird zwar konsequent fortgesetzt, was kontinuierlich von Staffel zu Staffel schon zugenommen hat, aber mus das in dieser Härte wirklich sein?! Lieber gescheite Geschichten erzählen als den Mangel an Ideen mit übertriebener Brutalität und Leid zu übertünchen. Aber vielleicht ist das auch bloß Geschmackssache. Zumal die Tode kaum mehr thematisiert werden, nach zwei Folgen ist die Sache abgehakt und an der nächsten Ecke kommt eine neue Figur angerannt.

      Sorry für den langen Kommentar, aber die Serie ist höchst diskutabel und somit egentlich genau das, was ABC erreichen wollte. Trotz oder gerade wegen aller Diskussionen, die teilweise höchst unterhaltsam sind, eine AAA-Serie.

      • https://www.youtube.com/watch?v=Cxncs4NvkGQ
        LOL!

        4
        • 2 .5

          Nicht meine Serie. Finde die Schauspielerleistung unterirdisch bis mittelmäßig.
          Logikfehler und ...

          Nicht meine Serie.

          • 0

            Wie kann man so ei schmarn überhaupt ernstnehme ?!?!
            Alle die sowas schauen könne auch GZSZ schauen, ist genau das Gleiche, und wenn ioch dann die ganzen fanboys und girls komentare lesen tu, dann dreht sich mir der magen um . wie kann man nur so b,lind sein.
            lernt mal ei nwenig film klassik wissen und dann meldet eich nochmal an. Hab mir extra offenkäs warm gemacht weil mir mein Freundin mal empfolen hat reinzuschauen aber war völlig verschwndung. net nur zeit verschwendung sonder nauch verschwnedung von lebensmittln.

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            • 9

              Ich nähere mich dem Ende der 4. Staffel, aber ich denke, es reicht schon für eine Meinung. Ich habe der Serie 9 Punkte gegeben, weil sie handwerklich verdammt gut gemacht ist und die Schauspieler wirklich sehr gut sind. Ich halte normalerweise nichts vom Zombie Genre, denn Zombies sind so ziemlich das unlogischste und dämlichste, was Autorenphantasie sich jemals ausdenken konnte - dagegen wirkt selbst der Osterhase plausibler (ich verzichte jetzt mal darauf, alle Punkte aufzuzählen, die Zombies, vor allem die in Walking Dead, völlig hirnrissig erscheinen lassen), aber hier geht es ja in erster Linie um die Chemie der Darsteller und... die Story. Und die lässt ab Staffel 2 enorm zu wünschen übrig.

              Zunächst mal: was soll das Ganze? Warum fragen sich die Charaktere so selten, wie es zu einer solchen Pandemie kommen konnte und vor allem: WARUM können Tote rumlaufen, warum müssen sie fressen, wo sie doch selbst im höchsten Verrottungszustand noch "leben" und so weiter. Das sind Fragen, die Actionfilme wie Resident Evil wenigstens teilweise beantworten. Filme wie Resident Evil haben auch eine klare Storyline, die deutlich auf ein Finale hinsteuert.

              Und das ist es, was ich in TWD vermisse: eine echte Storyline. Gut, Menschen im Überlebenskampf, das muss kein wirkliches Ziel haben, so wie das reale Leben ja auch kein echtes "Ziel" kennt. Alle diese Aussagen über "Dinge, die man zu lernen hat" etc, sind eh nur esoterisches Gewäsch. Aber Geschichten brauchen einen Plot und ein Plot braucht ein Ziel. Ausser, man schreibt halt eine Serie wie "Unsere Kleine Farm", die endlos in die Jahre gehen kann, ohne dass sich groß was entwickelt und sich halt Episode an Episode reiht, wie eine endlose Gebetskette.

              Das scheint mir hier leider der Fall zu sein. Man hastet von Fluchtpunkt zu Fluchtpunkt, stellt sich einem Bösewicht nach dem anderen, und jeder Bösewicht ist gemeiner, fieser und durchgeknallter als der vorige. Zwischendurch lassen wir regelmässig einen der Handlungsträger sterben und holen neue rein, die uns irgendwann mal egal werden. Sterben ja eh bald.

              Ich habe irgendwann angefangen, vorzuspulen, weil mir die endlosen Dialoge und das ewige Gesplatter auf die Nerven gingen, mich regelrecht langweilten. Auch mich treibt eigentlich nur noch reine Neugierde.

              Und trotzdem gibt es dann immer wieder mal Momente, die schockierend gut sind, die nah ans Herz gehen oder auch einfach nur nachdenklich machen. Für diese Augenblicke lohnt es sich, weiter auf Play zu drücken. Trotzdem sollten die Autoren langsam mal mit was Substantiellem rüberkommen, sonst werde ich mir weitere Staffeln sparen und schaue lieber was anderes. Designated Survivor zum Beispiel oder Travellers.

              • 8

                Die 7te Staffel habe ich nunmehr hinter mir und so schlimm wie gedacht, war es dann doch nicht. Ich werde weiter dabei bleiben.

                Allerdings frage ich mich seit 2 Staffeln, warum die ganzen Leute unbedingt und auf Teufel komm raus in Alexandria bleiben wollen? Es wäre für alle von Anfang an nichts einfacher gewesen, als woanders hin zu gehen...Negan hin oder her...
                Nun hängen alle dort ab, meinen es gibt dort irgendwas Besonderes zu verteidigen, und das wäre nun der Nabel der Welt. Alexandria war ja von Anfang schon stressig für alle Beteiligten, und ich persönlich wäre schon ziemlich früh dort weggelaufen. Dann wären vielleicht auch Abraham und Glen noch am Leben. Am liebsten wäre ich allerdings mit Carol durchgebrannt.

                Mich kann die Serie weiterhin trotzdem gut unterhalten. Irgendwohin muss es ja gehen und wer es noch nicht kennt, sollte mal der 1. Staffel eine Chance geben. So gehen gute Serien und darum gibt es auch viele Punkte für das Gesamtwerk.

                • 6 .5

                  Ich habe es doch getan. Ich habe mir tatsächlich noch die 6. und 7. Staffel angesehen. Logischerweise letztere nur bis Folge 8, dem Midseason Finale. Es fällt mir schwer diese Endlos Serie zu bewerten. Das ist ein Auf und Ab und ein zähflüssiger Brei an Geschichte. Wo steuert das hin? Wo will es hin? Ich ahne es, aber gebe die Hoffnung nicht auf. Die Liebe zu der Serie habe ich verloren, aber die Neugier hat gesiegt. Der Kampf gegen etwas, was man nicht beeinflussen kann. STOP. Ich bin ein intelligentes Wesen. Warum schau ich mir das an? Warum interessiert es mich? Warum fresse ich zähflüssigen Brei? Weil es einen auf eine pawlowsche Art doch fesselt. Geb dem Zuschauer was und er wird darauf reagieren. Ich spule zurück.......... Moment. Ja jetzt. The Walking Dead hat im besten Romero Style die Zombie Apokalypse wieder auferstehen lassen. Das Ganze so gut, dass ich dachte ich bin mittendrin, statt nur dabei. Dann aber begann ein schleichender Prozess von Verfäuflnis. Ich baue Bösewichter ein. Einer schlimmer, als der andere. Grossartig waren die Figuren Sean Walsh oder Merle Dixon. Die Zerrissenheit in einer Gruppe aufzuzeigen war das, was Romero konnte, das konnte auch The Walking Dead am Anfang. VORSPULEN. Was dann kam ist eine Baseballschläger Attitüde, die so gar nicht passt. Da wird ein Oberbösewicht vom nächsten getoppt. Das ist nicht nur sehr einfallslos, sondern auch sehr einfach. Es wurden kurzerhand Figuren entfernt, welche die Serie mitgetragen haben. Was wurde eingebaut? Eine Horde Idioten, deren Schicksal völlig egal ist. Die Figurentiefe geht völlig ab, etwas was eine solche "Dauerserie" tragen sollte. Mir werden belanglose Charaktere aufgetischt, die es schaffen etablierte nutzlos dastehen zu lassen. Jeder Tod ist schrecklich, oder doch nicht? Ab Staffel 4, oder 5 war er mir völlig egal. Ist das das Ziel der Serie? Verrohung, Gefühllosigkeit? Wenn es das ist: Gute Nacht und Arbeit. Da sitze ich nun. In einer Dystopie. Ich bin nicht bewegt, ich starre still vor mich hin. Mir ist alles egal, gefangen in einer Zombie Apokalypse, die nichts weiter ist als ein endlos riechender, toter Furz. Und das schlimmste: Sie ist Realität. Dass der Mensch die schlimmste Bedrohung für sich selbst ist sollte eigentlich bekannt sein.
                  Zur Bewertung: Die Make up Artists sind genial, die Musik ist stimmig. Die Schauspieler passen. Das Drehbuch ist keines, sondern ein Groschenroman mit Zombies. Da war jedes Sinclair Heftchen gehaltvoller. So bleibt eines hängen: Nach 3-4 Staffeln hätte Schluss sein sollen. Was wäre das für eine Mini Serie geworden. So ist es nichts weiter als ein dahinsiechender Prozess. The Walking Dead. Der Name passt schonmal.

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                  • 5

                    Nach starkem Beginn (Staffel 1-3 zehn Punkte) fällt die Serie zunehmends ab. Das ist bedauerlich weil sie eben wirklich stark begann. Aber die vielen uninteressanten Charaktere die mit jeder Staffel dazu kamen haben in mir ein großes desinteresse ausgelöst. Längst gehts nicht mehr nur noch ums nackte Überleben und dem Grauen der Zombies, deren Maske nach wie vor 1 A aussieht. Die Beißer sind, so hat man Gefühl, nur noch lästiges Beiwerk. Hoffnung macht tatsächlich die aktuelle siebte Staffel mit ihrem psychopatischen Neuzugang Negan. Der brachte tatsächlich frischen Wind in die langweilige Wohlfühloase der Überlebenden um Rick, Daryl und Michonne.

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                    • 10

                      ACHTUNG SPOILER

                      Das Ende von Folge 8 Staffel 7 war ja mal wunderschön, hatte schon bisl Pipi in den Augen als sich Rick und Daryl wieder gesehen haben :)

                      Bin freudig gespannt wie es im Februar weiter geht, kann es kaum erwarten.

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                      • 6

                        Die letzten 10 Minuten der 8.Folge waren das Beste der ersten Hälfte der 7.Staffel.
                        Das lässt sehr hoffen, dass wir jetzt endlich wieder das richtige Walking Dead sehen werden.
                        Jetzt hätte es ruhig weiter gehen können....
                        Da gebe ich direkt wieder 2 Punkte mehr.

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                        • Meine Meinung. Jetzt ist die Handlung nicht mehr erträglich. Staffel 6 war schon großer Mist aber 7 ist schon fast Körperverletzung. Frage an die Verantwortlichen. ? Warum zerstören sie eine der besten Serien. Geben Sie diesen schrottigen Schauspieler J.D.Morgen schnellstmöglich auf

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                          • 9

                            Wow, endlich mal eine Zombieserie die kapiert hat, worum es geht. Ich leide mit, wenn einer der Charaktere stirbt oder jemanden verliert, ich kaufe es den Schauspielern ab, dass sie eine Familie sind, die alles macht, auch andere Gruppen tötet, damit sie zusammen weiterleben können. Die Zombies selbst, die mich anfangs sehr gegruselt haben, weil sie hinter jeder Ecke gelauert haben, verlieren an Bedeutung, da die "währen Bösen" bzw. Gefährlichen eigentlich überblendende Menschen mit Machtkomplex sind. Punktabzug gibt es für langatmige Stellen, bei der die Serie auf der Stelle tritt. Schade finde ich, dass die Macher sich in Sachen Grausamkeit immer steigern wollen (Staffel 8, Folge 1) und das teilweise lächerlich wirkt...hätte das echt sein müssen?? Für mich aber immer noch eine Hammer Serie!

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                            • 7

                              Hatte sehr hohe Erwartungen an Staffel 7, die bislang allerdings nicht erfüllt wurden. Grund dafür: Der Staffel fällt es schwer, eine Handlung aufzubauen, die meisten Charaktere kamen bislang nur in 1 bis 2 Episoden vor, vom groß angekündigten Kingdom war bislang fast nichts zu sehen und in gefühlt jeder Episode beginnt ein neuer Handlungsstrang, der dann jedoch ncht weitergeführt wird. So baut sich nur sehr schwer Spannung auf und man fiebert kaum mit, da man nicht weiß, wo die Macher mit der Handlung derzeit hinwollen. Hoffe im Midseason Finale Montag kommt endlich Spannung auf und dass die zweite Staffelhälfte dann besser wird

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                              • 4 .5

                                Noch `n Tipp für`n TWD-Hybrid.
                                Ladys and Gentlemen,amc presented FTWTDH.
                                Fear the walking talking dead Heads.
                                Gemischte Skatrunden,genannt Stinkerskat.Tote, die philosophische Abhandlungen halten.Und Carl hat nen Cameo-Auftritt als baumelnder Schrumpfkopf,ohne Hut "unpassenderweise".

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                                • 4 .5

                                  immer noch langweilig,immer noch öde?
                                  Ist Carl endlich tot? ich sehne mich nach Carls Tod.
                                  Let him walking dead around and his Daddy too....
                                  Och wie diese Fressen mich nerven.

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                                  • 6

                                    So wieder einen Punkt runter.......
                                    GZSZ im Zombie Land wird immer langweiliger.....
                                    Negan ist einfach ein uninteressanter Hampelmann.....
                                    Und die anderen Charaktere langweilen vor sich rum........
                                    Nein......Das ist nicht mehr mein Walking Dead..........

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                                      Schofferhofer 04.12.2016, 14:01 Geändert 05.12.2016, 07:30

                                      "I killed my best friend for you people" sagte Rick, kurz nachdem er Shane getötet hat. Er hatte keine Wahl, Shane war eine Bedrohung (für alle?) und wollte ihn zuerst töten. Doch warum genau? Weil laut ihm Rick aufgrund seiner gutmütigen Art seine Familie längerfristig nicht hätte schützen können. Also angenommen Shane wäre es gelungen Rick zu töten, er hätte genau das Gleiche sagen können: " I killed my best friend for you people".

                                      Insgesamt ist mir aufgefallen, wie häufig die Figuren in The Walking Dead die eigenen Taten durch das Gemeinwohl rechtfertigen. Jede moralisch anzweifelbare Tat wird dadurch legitimiert, dass es nicht aus egoistischen Motiven heraus geschah. Als ob Regeln nur dann existieren (falls so etwas wie Regeln überhaupt existieren) wenn sie einem selbst aktiv bereichern. Diese Weltanschauung zieht sich wie ein roter Faden durch die ganze Serie, Rick, Shane, Lori, Hershel, der Governor, Abraham (bei ihm ist es sogar gleich die gesamte Menschheit), sie alle sehen sich als gütige Samariter, welche manchmal grausame Dinge tun müssen zum Zwecke eines größeren Ganzen. Das dabei oft genug eine gehörige Portion Egoismus dahinter steckt wird völlig ignoriert.

                                      Hätte Rick sich etwa von Shane umbringen lassen, wenn aus seiner Perspektive nicht auch das Leben seiner Leute gefährdet wäre? Hasst Shane Rick nicht vor allem deshalb, weil er ihm sein heiles Familienleben zerstört hat und sucht nur nach Gründen um ihn auszuschalten (Wären es nicht Ricks moralischen Werte dann vielleicht der alberne Hut). Möchte der Governor nicht einfach nur der Hahn im Stall sein. Und Abraham brauchte auch nur ein größeres Lebensziel nachdem er seine Familie verloren hat. So anklagend wie ich es hier auslege ist diese Erkenntnis im Grunde aber gar nicht. Es ist völlig in Ordnung in bestimmten Situationen egoistisch zu handeln, nur verkauft es nicht gönnerhaft als Altruismus. „How many of you do I have to kill to save your lives”

                                      Weiterhin möchte ich noch kurz die vielen Kommentare zu Ricks Wandlung eines "guten" Menschen der stets versucht gewaltlos und demokratisch vorzugehen, zu einem Überlebenskünstler ohne Skrupel vor Mord und Lügen ansprechen. "Endlich hat er es verstanden was Shane schon von Anfang an wusste. ES IST DIE APOKALYPSE!! DA MUSS MAN SO HANDELN!" Muss man? Welchen Wert hat Moral, wenn man sich nur dann daran hält, solange nichts auf dem Spiel steht? Jeder Mensch kann Sonntagsnachmittags beim Grillen ein anständiger Mensch sein. "Ach was, nimm du doch bitte das letzte Stück Seiden-Tofu. Da ist auch noch etwas asiatischer Sojaquark". Wenn man nichts Nennenswertes dafür opfern muss, ist es leicht ein Mensch mit vielen Prinzipien zu sein (siehe Umschwung Flüchtlingskrise). Doch gerade in Extremsituationen zeigt sich doch was für ein Mensch man wirklich ist, außerhalb der Komfortzone.

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                                      • 10

                                        Leider kommt es mir oft so vor, als ob eine Serie nach Ihren einzelnen Komponenten, sprich Episoden bewertet wird. TWD ist für mich eine große Ausnahme in der Serienwelt. Zugegeben bin ich nicht so der Serientyp, da mich die meisten aus diesem Grund nicht reizen. Mich reizt eine Serie wie TWD mehr, die man von Anfang an schauen MUSS um einsteigen zu können. Die Figuren handeln für mich schlüssig, was ihren Leidensweg betrifft. Deshalb wundert mich es auch, warum so viele sich darüber beschweren, dass es Episoden gibt, die nur einen Charakter beleuchten. Wurde das nicht immer verlangt? Wenn man sich einzelne Episoden anschaut, dann wirken viele Charaktere tatsächlich etwas aufgesetzt und unlogisch auch Handlungselemente wirken wie gewollt und nicht gekonnt. TWD ist für mich die Schallplatte unter der ganzen Downloadmusik. Früher brachten Musiker Schallplatten raus, die man nicht skippen konnte. Man musste das gesamte Album als Konzept durchhören. Da gab es noch Konzept und jedes Lied erzählt eine eigene Geschichte. Heute lädt man sich einzelne Titel und Songs runter und der Musiker hat gar nichts mehr zu sagen. TWD sollte man Staffelweise und sogar übergreifend genießen, da so die Intentionen der Autoren besser zum tragen kommt und Details nicht mehr so verborgen bleiben.

                                        10/10

                                        • kolja10000 27.11.2016, 21:37 Geändert 21.12.2016, 11:35

                                          Scheiße. Wollte anfangen die Serie zu schauen. Aber, hat sich herausgestellt, es ist eine telenovella, wie gute Zeiten schlechte Zeiten, unendliche sc......

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                                          • 7 .5

                                            Wenn der Charakter in einem spärlich bewachsenen Wald herumläuft und urplötzlich von haufenweise Zombies überrascht wird, weil er offensichtlich blind und taub ist, weißt du, dass du The Walking Dead guckst.

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                                            • 4

                                              ich dachte ja immer hier treiben sich Film- und Serienexperten rum... Da da muss ich mich getäuscht haben... denn ich kann mir nicht erklären wie man für so ne Rotze Hochstwertungen verteilen kann. Gut, ich gebe zu, dass ich irgendwann in derzweite Staffel abgebrochen habe. Aber dieses ständige Rumgeheulen von dem Bengel und der Alten vom Sheriff waren einfach nicht mehr auszuhalten... Und der Rest konnte dann auch nicht weiter begeistern.

                                              Die Zombies scheinen ja auch der letzte Witz zu sein... Habe kurzlich mal wieder in ne Episode reingezappt: Die laufen da so durchn Wald... auf einmal ruft mitten von einer Lichtung jemand Hilfe... Die Zombies schlürfen langsam ran... Aber heee... lauf bloß nicht weg und lass dir in aller Ruhe das Auge wegkauen ohne dich in irgendeiner Form zu wehren...

                                              Wie kann man sich die Serie nur angucken ohne sich danach in ner Volkshochschule anmelden zu wollen um die durch die Serie abgestorbenen Gehirnzellen wieder aufzubauen?

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                                              • 8

                                                Anfangs so aufregend, später von Staffel zu Staffel wie ich finde kam weniger, es war nicht mehr "so" mitreißend, doch sie ist trotzdem sehenswert und kommt deshalb nicht unter eine 8.

                                                • 8
                                                  SCMarv 21.11.2016, 09:28 Geändert 21.11.2016, 09:32

                                                  TWD gehörte für mich zu den absoluten Serienfavorits ungeschlagen angeführt natürlich von Breaking Bad - daran kommt bis Dato noch nichts ran.
                                                  Hab mit TWD mitgefiebert bis Staffel 5, dann gänzlich das Interesse verloren, weil sich alles irgendwie im Kreis gedreht hat, also hab ichTWD dann einfach ad Acta gelegt.
                                                  Jetzt, ein Jahr später, hab ich mich mal durchgerungen dann doch mit Staffel 6 zu beginnen; mehr so `ne Verzweiflungstat eben...und mich hat das Fieber wieder voll gepackt. Innerhalb knapp zwei Tagen die komplette Staffel durchgesuchtet und ich muss sagen, TWD kanns noch und hat mich wieder voll gepackt.

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                                                    JordanBelfort 18.11.2016, 20:30 Geändert 18.11.2016, 20:32

                                                    Ich hatte mal irgendwo gelesen, TWD sei eine Telenovela mit Zombies und dem konnte ich soweit auch immer zustimmen. Insgesamt gesehen empfand ich die Serie stets als durchwachsen. Die erste Staffel hatte mich umgehauen, die zweite Staffel hat dann schon stark den Wind aus den Segeln genommen, war aber ganz ok, den Gefängnis- und Gouverneur-Part fand ich eher langweilig und die Serie trat nur noch auf der Stelle, dann kam eine fünfte Staffel, die wieder Fahrt aufgenommen hat und eine sechste, die erst in der zweiten Hälfte richtig gut wurde. Figurentiefe wurde oft damit verwechselt, möglichst viele aufgesetzte Dialoge und im Angesicht der Apokalypse merkwürdige Streitigkeiten einzubauen; die Charaktere gingen mir selten wirklich nah und ich hab mich eher auf Tode von Schlüsselfiguren gefreut, als dass ich geschockt war. Obwohl mich also soviel an der Serie gelangweilt hat (wie zum Beispiel diese Folgen, die eine Stunde lang nur eine einzige Person beleuchten, was soll das?), hab ich immer brav weiter geguckt. Das muss ja schonmal irgendeinen Grund haben. Und jetzt muss ich meine Bewertung nach oben korrigieren und zugeben, dass die letzten Folgen bewiesen haben: TWD kann doch noch zum Fingernägel kauen spannend sein. Besonders natürlich die Einführung von Negan hat extrem die Intensität des Skriptes erhöht und endlich wurde das geschaffen, was auch bei GoT so erfolgversprechend ist. Die Charaktere in eine verzweifelte Lage bringen, lässt sie ans Herz des Zuschauers wachsen und ihnen eine übermächtige Bedrohung bzw. hassenswerte Publikumslieblinge entgegenzusetzen, dreht die Spannungsschraube extrem an. Diese Serie hat viele Figuren eingeführt und sich ihnen genauso schnell entledigt, ohne dass ich mir die Namen merken konnte, aber Negan ist eine perfekte Verbesserung des bisherigen Trott. Ich habe die Comics nicht gelesen und habe keine Ahnung wie es weitergeht, aber ich hoffe diesmal kann die Serie ihr derzeitiges Niveau halten.

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