Twin Peaks Kommentare

Mysterythriller, Drama, Kriminalserie

  • 8

    "Twin Peaks" benötigt am allermeisten die Bezeichnung der genuinen "Ausnahmeserie". Sie richtet sich ans Unterbewusste, Verstoßene, Assoziative. David Lynch und Mark Frost erschufen ein Geheimnis, das, verschachtelt in einem Geheimnis, zu einem Geheimnis entlang des S(ch)eins hinausreicht. Wenn die Geister der Vergangenheit das Irdische des Jetzt, des finsteren Waldes, heimsuchen, braucht es einen toughen Spezialisten, überspannte Assistenten, Kuchen, Kaffee und Donuts. Nach "Twin Peaks" war nichts mehr normal, weil diese Serie metaphysisch freisetzte, mit der Sicherheit kollidierte, hinter jeder Figur einen Schatten setzte und, eingehüllt in Schweigen und Anmut, eine wunderschöne Leiche betrachtete, die zu ergründen ein wirres Geheimnis blieb.

    27
    • 7

      Ihr denkt Carl aus The Walking Dead wäre eine Nervensäge?
      Ihr denkt Skyler aus Breaking Bad ist kaum auszuhalten?

      Dann möchte ich euch James Hurley vorstellen :D
      ...Oder Bobby Briggs, je nach Geschmack ;)

      • 10

        IST DAS GEIL!!! Meine Lieblingsserie der 90er wird fortgesetzt!!! Nur noch zwei Jahre warten, dann gibt es hoffentlich ein Wiedersehen mit Coop und all den anderen. Ich hoffe, dass möglichst viel der alten Charaktere und deren Schauspieler dabei sind.
        VERDAMMT GUTER KAFFEE, UND HEISS!

        3
        • 10

          Ich hatte heute beim lesen der Nachricht einen kleinen Orgasmus...

          4
          • 10

            Und um es (hoffentlich) offiziell zu machen:
            "Dear Twitter Friends… it is happening again."

            https://www.youtube.com/watch?v=nNHsA4WIFvc#t=11

            5
            • 9 .5

              Wie? Was? Jetzt auf einmal doch???
              David Lynch und(!) Mark Frost twittern gleichzeitig dies hier:

              Dear Twitter Friends: That gum you like is going to come back in style! #damngoodcoffee

              2015 enttäuscht mich also nicht nur mit STAR WARS 7, sondern auch gleich mit Season 3 von TWIN PEAKS? Hm.... meinetwegen, bring it on!

              Quelle: http://www.nerdcore.de/2014/10/04/twin-peaks-something-somethinged-by-david-lynch/

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              • 6 .5

                habe mich am Anfang der Serie auf eine Mysteryserie eingelassen
                am Anfang habe ich sehr lange auf die ersten richtigen Mysterymomente gewartet und auch allgemin fang die Serie sehr schleppend an, was mich fast dazu führte die Serie abzuschalten und nicht mehr weiterzuschauen
                habe sie dann doch zu Ende gesehen, mit der Zeit wurde es ein bisschen besser aber ich musste mich doch immer wieder überwinden weiterzuschauen.
                Hatte am Ende leider nicht das Gefühl das ich mir dachte zum Glück habe ich die Serie fertiggeschaut.
                Alles in allem finde ich die Serie überbewertet, aber sie hatte doch einige sehenswerte Momente, aber leider viel zu wenig von denen

                • 10
                  MrDepad 15.08.2014, 20:34 Geändert 10.12.2014, 14:21

                  "She's dead... Wrapped in plastic."
                  Die letzten knapp 10 Tage durfte ich wieder einmal einen cineastischen Urlaub der Extraklasse verbringen. Dank dem kürzlich veröffentlichten Blu-ray-Boxset erstrahlt Twin Peaks in neuem, farbenfrohen Glanz. Grund genug, sich wieder einmal in diese ganz besondere Kleinstadt zu begeben.
                  "Twin Peaks" war bereits damals ein absolutes TV-Phänomen, welches die Fernsehlandschaft entscheidend prägen und verändern würde. Selbst bis heute hat die Serie immer noch nichts von ihrer einmaligen, verschrobenen sowie mystischen Faszination verloren.
                  Mark Frost und David Lynch schufen eine ganz besondere Serie, die auf der einen Seite wie eine typische, mitunter schmalzige Soap-Opera aus den 90ern wirkt, in denen es sich viel um Familiengeschichten, Romanzen oder Figurenbeziehungen dreht. Natürlich ist da allerdings noch mehr, denn nicht ohne Grund war David Lynch an der Serie maßgeblich beteiligt. So erhält die Serie auf der anderen Seite eine mysteriöse, düstere, abgründige wie surreale Note, was in Verbindung mit den Soap-Elementen eine unvergleiche Mischung ergibt, wie man sie kein zweites mal finden wird.
                  Allein den einzelnen Figuren könnte man aufgrund ihrer Einzigartig- sowie Vielschichtigkeit jeweils einen eigenen Eintrag hier widmen, doch in erster Linie sollte der Schauplatz selbst zunächst Erwähnung finden. Twin Peaks ist eine malerische, nahezu traumhafte Kleinstadt, die mit ihrer ländlichen Idylle, den vordergründig unglaublich sympathischen Bewohnern und den vielen ikonischen Plätzen (z.B. das Great Northern Hotel, das Double R Diner, das Roadhouse,...) immer wieder die Lust weckt, mal selbst dort Urlaub zu machen, wenn der Ort in Wirklichkeit so existieren würde.
                  Aufhänger der Handlung ist der grausame Mord an der wunderschönen Schönheitskönigin Laura Palmer. Zur Aufklärung des Falls ermittelt nicht nur das lokale Sheriffs-Department, auch ein Special Agent des FBI reist in die Stadt, um den Mord zu untersuchen.
                  Bereits früh kommt vor allem der Einfluss von David Lynch zu tragen. Was auch in seinen eigenen Regiearbeiten stets ein Motiv ist, ergründet der Meister des Surrealen in der Serie ebenfalls. Die schöne, strahlende Vorstadtfassade beginnt schnell zu bröckeln und Risse werden sichtbar. Niemand ist hier von der Persönlichkeit her so, wie es zunächst den Anschein hat und fast jeder beherbergt irgendein dunkles Geheimnis.
                  So rückt der Mordfall zwar nicht vollständig aus dem Fokus, er ist aber bei weitem nicht das tragende Element der fortschreitenden Handlung. Frost und Lynch entwickeln viel mehr zahlreiche Nebenschauplätze, bei denen sämtliche Nebenfiguren zum Zug kommen und sich nach und nach ein immer weitläufigeres Bild einer Stadt entwickelt, in der nichts und niemand gewöhnlich zu sein scheint und es immer deutlicher wird, wie sehr das Wunderschöne neben dem Tiefdunkelsten existiert.
                  Dabei kommt der Serie vor allem auch der einzigartige, atmosphärische Tonfall zu Gute, bei dem beispielsweise auf eine sehr ergreifende, tragische Szene ein Moment des puren Slapsticks folgen kann. So bleibt das Geschehen stets überraschend und unvorhersehbar.
                  Die wenigen Episoden, bei denen Lynch persönlich Regie führte, stechen dann nochmal besonders hervor und beinhalten allesamt absolut geniale, abgedrehte oder besondere Merkmale, welche in dieser Form nur von Lynch stammen können. Elemente wie beispielweise der Red Room, die Black Lodge, ein tanzender Zwerg oder ein rätselstellender Riese bieten bis heute Zündstoff für Diskussionen und Analysen und verleihen der Serie weitere, unvergleiche Facetten.
                  Frost und Lynch planten ursprünglich, den Mörder von Laura Palmer niemals zu enthüllen, doch der Sender machte aufgrund schwächelnder Quoten so großen Druck, dass sich die beiden gezwungen sahen, die Identität des Täters Anfang der 2. Season zu enthüllen. Viele sind der Meinung, dass die Serie besonders nach Episode 16 massiv einbricht.
                  Es stimmt schon, die Handlung wirkt ab da zunächst etwas ziellos und die Abwesenheit von Lynch, der merklich weniger am Set anwesend war, macht sich durchaus bemerkbar. Trotzdem hat man sämtliche Figuren spätestens hier bereits fest ins Herz geschlossen, weshalb auch einige vielleicht etwas sehr alberne Nebenhandlungen kaum negativ ins Gewicht fallen und die Serie trotzdem bis zum Ende nochmal einen neuen, fesselnden Hauptplot erhält.
                  Speziell die letzte Folge sollte auch noch besonders hervorgehoben werden. Wieder unter der Regie von Lynch persönlich wird hier nochmal ein dermaßen intensives, verstörend-bizarres Feuerwerk gezündet, dass man sogar so weit gehen kann zu sagen, dass sich die gesamte Serie nur wegen diesem Finale lohnt. Viele Fragen werden nochmal aufgeworfen, die hoffentlich niemals aufgelöst werden, damit das Mysterium "Twin Peaks" auch in Zukunft so reichhaltig wie eh und je verbleibt.
                  Neben den zahlreichen, markanten Einstellungen und der allgemein sehr feinen, kunstvollen Kameraarbeit ist das Herzstück der Serie neben der einzigarten Atmosphäre, den fantastischen Charakteren und dem außergewöhnlichen Genre-Mix sicherlich die Musik von Angelo Badalamenti. Der Mann, der ohnehin für die meisten Soundtracks von Lynch´s Filmen verantwortlich ist, schuf hier sein persönliches Meisterwerk. Kompositionen wie beispielsweise das Twin Peaks Theme, Laura Palmer´s Theme, Audrey´s Dance oder Dance of the Dream Man sind geniale Ohrwürmer, die sich wahrscheinlich auf ewig ins Unterbewusstsein einbrennen. Hinzu kommt noch, dass besagte Songs und noch weitere nicht nur gelegentlich, sondern fast in jeder einzelnen Episode wiederholt zu hören sind. In anderen Serien würde so etwas sicherlich zu einem absoluten Overkill oder Nerv-Faktor führen, doch aufgrund der überragenden musikalischen Qualität wird hier nur noch mehr zum brillanten Gesamtbild beigetragen.
                  Abschließend muss aber unbedingt noch eine Figur erwähnt werden. Der von Kyle MacLachlan gespielte Special Agent Dale Cooper darf zu den besten Figuren der gesamten Seriengeschichte gezählt werden. Coop ist ein absoluter Ehrenmann, der mit seiner überfreundlichen, warmherzigen und optimistischen Art perfekt in diese Kleinstadt passt. Im späteren Verlauf erhält allerdings auch er noch auffällig tiefergehende Hintergründe, die für den Endverlauf mehr als entscheidend sind. In ihm spiegelt sich außerdem mit Sicherheit auch viel von Lynch´s eigener Persönlichkeit wieder. Neben seiner Obsession mit schwarzem Kaffee (Lynch selbst konsumiert gerne ungefähr 15 Tassen am Tag) ist es vor allem sein aufgeschlossenes Wesen, mit dem er sich auf jedes noch so rätselhafte, merkwürdige Ereignis einlässt, was wohl viel von Lynch´s Vorliebe mit dem Surrealen, Abgründigen abbildet, das tief hinter dem Gewöhnlichen verborgen liegt.
                  Und so gebührt das abschließende Zitat auch Dale Cooper, durch welches die Serie dem Zuschauer trotz des erschütternden, bedrückenden Finales stets in positivster Form in Erinnerung bleiben dürfte:
                  "Harry, I'm going to let you in on a little secret. Every day, once a day, give yourself a present. Don't plan it. Don't wait for it. Just let it happen. It could be a new shirt at the men's store, a catnap in your office chair, or two cups of good, hot black coffee. "

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                  • 10

                    Absolutes Meisterwerk!

                    • 10

                      TWIN PEAKS von David Lynch und Mark Frost kann man wohl getrost als
                      Opus Magnum (trifft vor allem für Lynch zu) bezeichnen. Das was hier über 1400 Minuten erschaffen wurde, wird wohl kaum zu toppen sein. Und nach drei Tagen war die Sichtung dieser Serie dann zu Ende.
                      Obwohl ich eigentlich wenig an Serien schaue, reizte mich erstens die Ausgangslage sehr und zweitens, weil sie von Lynch – einem meiner Lieblingsregisseure – konzipiert wurde. Mystery und Horror sind u.a. sein Markenzeichen und davon bekommt man hier eine ganze Menge ab. Lynchüblich wird tief in die Seelen der Figuren geblickt, überspitzt dargestellt und in „bester“ Manier dekonstruiert.
                      Ganz nach meinem Geschmack gibt es überall in der scheinbar idyllischen Stadt Haufenweise Rätsel und Geheimnisse. Diese ziehen mich magisch an, weil sie interessant inszeniert wurden und gleichzeitig fesseln. Meine Neugierde wird in allen Maßen strapaziert. Man will am liebsten jedes noch so kleine Geheimnis im Tageslicht sehen.
                      Die Schauspieler sind perfekt gecastet worden. Jede Figur hat seine ganz bestimmte Agenda und ich nehme es ihnen auch jederzeit ab, was sie innerlich bewegt. Je länger die Serie dauert, desto mehr verändern sich viele der Charaktere – ob es einem gefällt oder nicht. Trotzdem kann man mit den Charakteren mitlachen und mitweinen. So unterschiedlich sie sind, so unterschiedlich sind auch die Szenen konzipiert. Hier spielen die Macher Lynch und Frost die gesamte Tonleiter an Emotionen herunter und zeigen, wie verschieden doch das Leben selbst sein kann. Das wirkt emotional sehr nah und lebensecht, als wie wenn die Macher ein Stückchen aus dem großen Kuchen des Lebens herausgeschnitten und diesen nun mit TWIN PEAKS benannt hätten. Für mich ist in letzter Konsequenz die Serie nicht nur ein Film, sondern auch das unverblümte Leben.
                      Die trügerische Idylle wird von Komponist Badalamenti unwahrscheinlich gut festgehalten. Vor allem könnte ich mich in die Titelmelodie sofort hineinlegen und träumen, wie die anderen in Twin Peaks. Sie hallt bei mir noch immer nach und wird das vermutlich die nächste Zeit auch noch tun. Wunderschön, aber doch irgendwo traurig.
                      Diese Serie hinterlässt bei mir persönlich – wie die Loglady selbst gesagt hat – eine Art Reflektion. Einerseits hat sie mich mitsamt ihrer Charaktere, ihrer Inszenierung und ihren Geheimnissen begeistert, andererseits das Ende maßlos schockiert. Infolgedessen las ich einige Kommentare auf MP und stellte fest, dass es nur so enden konnte bzw. durfte. Doch wieso gerade? Ich stehe vor einem Rätsel, das sich gut und schlecht anfühlt. Seltsam…
                      Vielleicht kann mir da jemand per PM dazu etwas schreiben;)


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                      • 7

                        Twin Peaks, eine viel gelobte Serie und von vielen als eine der besten Serien aller Zeiten benannt, leider finde ich keinen Zugang zu der Serie, ich habe über 3 versuche gebraucht auch nur den Piloten zu beenden, ich sehe zwar in Ansätzen was so faszinierend an Twin Peaks sein soll aber das hilft mir nicht über das miese Schauspiel die Käsigen Dialoge und die fast schon 70er Jahre Optik nicht hinweg.
                        Das erzähl tempo ist es schon mal nicht was mich stört da ich True Detectiv für eine der besten Serien der letzten 5 Jahre halte...

                        Wenn ihr mir helfen könnt meldet euch bei mir...^^

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                        • 9

                          Die Urmutter aller guten US-Serien.. Über 20 Jahre ist es her, dass ich alter Sack Twin Peaks seinerzeit im TV das erste Mal gesehen hatte. Und nun war es für mich Zeit, aus durchaus nostalgischen Motiven heraus diese völlig verrückte Mystery-Serie noch einmal auf DVD zu kaufen. Manchmal ist man enttäuscht, wenn man so etwas tut. Ich bin es nicht. Im Gegenteil, David Lynchs abgedrehtes Epos um Schuld, Sühne und das Mysterium verschiedenster Individuen im Mikrokosmos Twin Peaks fasziniert wie eh und je. Man taucht ein, leidet mit, freut sich mit, will richtig guten Kaffee trinken und Kirschkuchen essen. Man will Leo Johnson die Fresse polieren, der Log-Lady ihr Scheit wegnehmen und in den Fluss werfen und die ein oder andere 18jährige Maus schützend in seine Arme nehmen. Was meistens unnötig wäre, denn die Mädels kommen gut allein zurecht. Eigentlich das richtige für lange Winterabende, funktioniert aber auch im Hochsommer. Die Eulen sind nicht das was sie scheinen....

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                          • 9

                            Fast pünktlich zum Erscheinen der Serie auf BluRay habe ich mir meinen zweiten Durchlauf gegönnt und bin immer noch fasziniert von der kleinen Stadt mit all seinen Intrigen, skurrilen Charakteren und den mysteriösen Wäldern.
                            Die zweite Staffel ist aus meiner Sicht etwas lang geraten und beinhaltet ein paar nicht notwendige Subplots, ansonsten kann man den Machern nicht viel vorwerfen.
                            Ich freue mich nun auf eine erneute Sichtung vom Prequel "Fire Walk With Me" inkl. der hochpreisig angekündigten Deleted Scenes mit 90 Min. Material :-*

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                            • 7 .5

                              Sicher ein Meilenstein der Seriengeschichte, aber leider mittlerweile in einigen Bereichen sehr angestaubt. Und damit meine ich nicht nur technische, sondern auch schauspielerische und dramaturgische Aspekte.

                              Trotzdem unterhaltsam und sehenswert. nur hätte es entweder nur eine Staffel oder mehr als zwei geben müssen. So wirkt es wie zunächst künstlich in die Länge gezogen und dann doch abrupt zu Ende gebracht.

                              • 9

                                Windom Earl: "Wir beide haben eine Verabredung, hier am Ende der Welt."

                                • 9

                                  Gerade das Finale gesehen. Bin total sprachlos, begeistert und verstört gleichzeitig. Eine so packende Atmosphäre wie in fast keiner anderen Folge. Schon der Storystrang mit dem Schlüssel wird super aufgelöst aber das Ende erst. Oh man. Ich komme noch nicht hinter alle Metaphern etc. aber Das was da passiert, ist eigentlich das einzig logische Ereignis, was sich aus der kompletten zweiten Staffel ablesen lässt. Nur hat man es nie bedacht. Ich bitte um Meinungen.

                                  • 10

                                    Idee für ein Halloweenkostüm: Log Lady ...wäre eine interessante Möglichkeit :D
                                    Nur müsste man dann leider die ganze Zeit ein Scheit herumtragen xDD

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                                    • 10

                                      Vorhersage 9,8 ....wow,wie recht MP hat von mir glatte 10 :-) super geile Serie

                                      • Bin zwar ein Kind der 90er, doch (im Gegensatz zu Akte-X) ging TP völlig an mir vorbei.

                                        Konnte es aber letztes Jahr dank Lovefilm nachholen und musste feststellen dass ich die Serie tierisch langweilig fand. Hab nach 4 oder 5 Folgen aufgehört zu gucken und mir dann den Wikipedia Eintrag durchgelesen^^.

                                        Ne, für mich war das nichts.

                                        • 7 .5

                                          Dank Amazon Instant Video habe ich die Serie jetzt in ca. 2 Wochen durchgesuchtet und ich muss jetzt einfach meinen Senf dazu abgeben.
                                          Dale Cooper ist für mich einer der sympathischsten Charaktere der Serien-Geschichte, soviel steht auf jeden Fall fest. Generell war die Charakter-Entwicklung faszinierend. Und der Kaffee erst, den ich nebenbei getrunken habe - Den hätten Sie mal probieren müssen! Und der Kirschkuchen erst! Ein Gedicht! Aber kommen wir zurück zum Senf. Die Kriminalgeschichte rund um Laura Palmer ist fabelhaft inszeniert, ständig öffnen sich weitere Side-Storys, ohne sich zu verlieren. Diese ganzen Liebesgeschichten waren mir zwar stellenweise etwas zu teeniehaft, aber trotzdem irgendwie auf ihre eigene Art und Weise authentisch. Erwähnenswert ist hier besonders die Geschichte rund um Andy, Lucy und Dick (wobei ich Lucys deutsche Stimme auf Dauer schon ein wenig anstrengend fand). Aber ich möchte jetzt nicht zu weit ausschweifen - die erste Staffel hat mich auf jeden Fall in den Bann gezogen, den eine Serie haben sollte, damit ich die zweite Staffel sehen will. Gesagt, getan. Die zweite Staffel bringt die Story immer weiter ins Rollen und witzigerweise hatte ich mir bei einer Folge gedacht, dass jetzt nur noch Agent Mulder fehlt und dann David Duchovny tatsächlich eine Rolle hatte und diese auch wirklich großartig spielte. Leider verläuft sich die Serie aber auch in der zweiten Staffel. Der zweite Teil dieser Staffel war mir dann teilweise doch zu gewollt fantastisch und gestellt. All das gipfelte dann in einer letzten Folge, die für mich eines der schlechtesten Serien-Enden aller Zeiten darstellt. Ich fühlte mich wie auf einem Drogentrip, die Bank-Szene war total vorhersehbar und unnötig, die Donna-Szene war total bescheuert gelöst und von der Cooper-Szene ganz zu schweigen. Die Folge hat mir die Serie am Ende dann doch ein bisschen madig gemacht, wenngleich technisch gesehen die Cooper-Szene wirklich großartig war. Und da kommen wir schon zum nächsten Punkt: Die Technik. Twin Peaks hat sehr viel rumexperimentiert und das ist auch eigentlich immer gut gelungen, klar waren manche Effekte in der heutigen Zeit schon sehr lahm, aber rückblickend hat mir der technische Aspekt doch sehr gut gefallen, bis auf eine Sache: Der Weißabgleich. Gibt es dafür einen tieferen Sinn, der sich mir nicht erschlossen hat, oder warum war in fast jeder Folge, wenn es dunkel war, der Weißabgleich falsch justiert? Das sollte doch eigentlich nicht vorkommen.
                                          Alles in allem hat mir die Serie aber dennoch gut gefallen, nur dass sie mir am Ende ein wenig zu sehr Weltraum wurde.

                                          ---------------------SPOILER-ALARM--------------------

                                          War Leland jetzt eigentlich auch in der schwarzen Hütte und ist wieder rausgekommen? Weiß das jemand? Ich meine, sonst hätte Bob ja ihn nicht besitzen können, oder nicht?

                                          • 9

                                            Juhu! Ein Ende, das gefällt!

                                            Davon mal abgesehen ist "Twin Peaks" eine grandiose Serie mit vielen wunderbaren Charakteren, die man direkt ins Herz schließt. Besonders Dale Cooper hat es mir angetan, als ultra netter und fröhlicher Zeitgenosse mit einer Vorliebe zu schwarzen Kaffee und leckeren Kuchen. Ein FBI Agent, der sich sofort in das kleine, unscheinbare, aber mit Mysterien überhäufte Dort namens Twin Peaks verguckt hat.

                                            Geheimnisvoll, intelligent erzählt, spannend, ergreifend und (fast) durchgehend packend inszeniert. Hier und da gibt es in der zweiten Staffel leider einige Längen, sowie Erzählstränge, die in meinen Augen nicht so viel Aufmerksamkeit benötigt hätten. Auch wenn das vielleicht das ist, was Twin Peaks auszeichnet: Es passiert so viel in diesem kleinen Ort, so viel, dass vieles nur nebenbei passiert, kleine Nebengeschichten, die die Stimmung abrunden.

                                            Definitiv eine Serie, die man gesehen haben muss, wenn man Mysteriethrillern auch nur ein klein wenig abgewinnen kann. Zu stark sind die Aufnahmen und der Sog, der einen in diese Welt zieht, dank der grandiosen Kamera und dem stets passenden Soundtrack.

                                            Das Ende gehört ganz nebenbei zu dem besten, was ich seit langem gesehen habe. "Endstufe" würde manch einer sagen!

                                            10
                                            • 9 .5

                                              Wie soll man bei dieser Serie eine ordentliche Bewertung schreiben ohne zu spoilern ...
                                              Twin Peaks zieht einen gleich in den ersten Sekunden in seinen Bann, vor allem wenn Special Agent Dale Cooper zum ersten Mal auftritt und Diane spricht. Jede Folge endet so offen und beinahe perfekt, dass man gezwungen ist, sich die nächste Folge anzusehen. Zu Anfang klingt die Story platt .. totes Mädchen gefunden .. Mörder wird gesucht. Aber Twin Peaks ist anders. Ich weiß nicht genau, wie es David Lynch und Mark Frost es geschafft haben, aber es funktioniert und das beinahe perfekt. Die Serie beinhaltet einfach so vieles und geht dabei, wie bei Lynch üblich, ins Übernatürliche, was schon nach den ersten Folgen und vor allem ab Coopers Traum zu merken ist. Man fiebert mit jedem Charakter mit und fühlt sich einfach wohl in dem kleinen Örtchen Twin Peaks. Die erste Steffel ist durchgehend perfekt insziniert, bringt Spaß und macht Lust auf mehr. So beginnt auch die 2. Staffel jedoch wird sie, nachdem der Mörder gefunden ist, etwas langatmig. Man hätte durchaus ein paar Sachen streichen können, wie zum Beispiel James Aufenthalt in dem anderen Ort, komme nicht auf den Namen, wenn er überhaupt genannt wurde. Auch Nadine stört ab und zu und Bens "Wahnsinn" hätte man auch durchaus kürzen sollen. Aber gerade zum Ende hin ( Windom Earl und die schwarze Hütte) ist wieder weltklasse. Der Schluss ist radikal, ergreifend und tragisch.
                                              Man hat es mich gestört, dass Twin Peaks nicht fortgesetzt wurde! Wer will denn nicht wissen, was aus Cooper wird ?! Was mit Audrey passiert ist ?! Traurig .. traurig...
                                              Letztendlich meine absolute Lieblingsserie mit kleinen Aussetzern in der 2. Staffel.
                                              Ein Muss!

                                              • 9

                                                James:"Seit wann rauchst du?"[...] Donna:" Es hilft mir ruhiger zu werden"; James:" Seit wann bist du unruhig?" Donna:" Seit ich rauche denke ich!"

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                                                • 10

                                                  "Wissen sie warum ich schnitze, Sheriff?"
                                                  "Nein, wieso?"
                                                  "Ich finde es passt zu einer Stadt in der die Leute bei Gelb auf die Bremse, anstatt aufs Gas treten."
                                                  David Lynch bewegt sich mit seiner legendären Serie Twin Peaks quer und ständig wechselnd durch alle nur erdenklichen Genres, von der Soap Opera bis hin zum Myster Thriller lässt sich die Serie nie festlegen, erfindet sich ständig selbst neu und bleibt Folge für Folge aufregend. Unzählige mal bedeutungsvolle mal bedeutungslose Nebenhandlungsstränge werden werden aufgenommen, geben der Serie immer wieder eine neue, oftmals unerwartete Note, manchmal werden sie fortgesetzt und manchmal einfach fallen gelassen, aber alle bereichern das von David Lynch und Mark Frost geschaffene Universum, ein Mikrokosmos des Wahnsinns der ständig durch die Machenschaften seiner Einwohner unterzugehen droht, ein kleines groteskes, surreales und abstraktes Abbild der wirklichen Welt.
                                                  Um die Aufklärung des Mordes an Laura Palmer, die eigentlichen Prämisse der Serie, geht es nur sehr zweitrangig (ursprünglich wollte Lynch den Mord ganz unaufgeklärt lassen), es geht darum zu den dunklen, bedrohlichen Wahrheiten hinter der schönen Fassade vorzudringen, das Bild der scheinbar idyllischen Kleinstadt Twin Peaks zu zerstören, ihr ihre scheinbare Unschuld zu nehmen. Lynch inszeniert die Serie unterfüttert mit einer beständigenden, düsteren Grundstimmung großartig unterstützt von Angelo Badalamentis atmosphärischem Soundtrack, manchmal schwelgerisch schön und manchmal düster-schaurig.
                                                  Die große Meisterschaft von Lynchs Serie ist ihre große Menschlichkeit, so abwegig die Vorgänge manchmal auch erscheinen mögen bewahrt sich die Serie immer ihre ehrliche Menschlichkeit, die Figuren sind großartige komplexe Charaktere, nicht stumpf unterteilt in Gut und Böse, ambivalente Personen, voller Hoffnungen und Träume, die sie verzweifelt beschützen wollen, vor dem drohenden Untergang.
                                                  In nur 2 Staffeln gelang Twin Peaks sich als eine der Besten und Wichtigsten Fernsehserien aller Zeiten u positioniere und David Lynch schuf damit sein großes Meisterwerk

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                                                    Die von Mark Frost und David Lynch konzipierte Fernsehserie, welche von einer mysteriösen US-amerikanischen Kleinstadt und ihren Bewohnern handelt, bietet einen schwer zu definierenden Genremix.

                                                    Zum Teil ist sie eine Seifenoper voller Intrigen und Affären, die sich an den damals populären Edelsoaps (Dallas, Denver Clan) orientiert.
                                                    Auffällig ist die für Soap Operas typische Zopfdramaturgie, die die Folgen in verschiedene Sequenzen mit unterschiedlichen Handlungssträngen unterteilt, die nie gleichzeitig aufgelöst werden, sodass ständig ein Handlungsfaden offen bleibt.
                                                    Die Serie spielt mit den Genrekonventionen, bedient sie teilweise, um sie sogleich zu brechen und parodiert sie (vor allem in der fiktiven Serie „Einladung zur Liebe“, die von den Bewohnern der Stadt gebannt verfolgt wird). Die Charaktere sind komplexe Figuren, die häufig überraschen, ohne dass ihre Handlungen irgendwann beliebig wirken.

                                                    Stark hervor stechen auch die Einflüsse des Film Noir.
                                                    Die Suche nach dem Mörder der High School Schülerin Laura Palmer bildet (zumindest bis gut zur Hälfte der Serie) den roten Faden, von dem ausgehend man die Bewohner der Stadt kennen lernt.
                                                    Dies erinnert an die Filme der schwarzen Serie, in denen das Aufdecken eines Verbrechens ebenfalls der Ausgangspunkt ist, von dem aus die handelnden Personen erforscht werden.
                                                    Auch die Verwendung bestimmter Motive (die Femme Fatale) und Namen (der Name Laura verweist beispielsweise auf Otto Premingers gleichnamigen Film) zeigt die Einflüsse deutlich auf.

                                                    Auch Thriller- und Horrorelemente sind deutlich vertreten. Letztere vor allem in der Gestalt des Bob.

                                                    Weitere starke Merkmale des Werkes sind der skurrile Humor und, vielleicht das bemerkenswerteste, der Surrealismus, der vor allem in den Traumsequenzen bzw. den Szenen in der Schwarzen Hütte auffällt.

                                                    Abgesehen vom Pilotfilm (ca. 90 Minuten lang) und der Auftaktfolge zur zweiten Staffel (ebenfalls ca. 90 Minuten lang) handelt es sich ausschließlich um Folgen von ca. 45 Minuten Länge.
                                                    Die erste Staffel, bestehend aus dem Pilotfilm und sieben Folgen, ist etwas homogener als die folgende, was damit zusammenhängt, dass Lynch und Frost auch die Inhalte der Folgen, für die sie nicht selbst das Drehbuch schrieben, streng vorgaben und es praktisch kaum Handlungsstränge gab, die sich nur über wenige Folgen erstreckten.
                                                    Die erste Staffel geht nahtlos in die zweite über, jedoch gibt es in dieser auch viele kleinere Geschichten, die nur wenige Folgen andauern.
                                                    Dies ist zum Teil wohl dem Umstand geschuldet, dass deutlich mehr Folgen (22) zu füllen sind.
                                                    Nach der Auflösung des Mordes an Laura Palmer, und dem damit einhergehenden Verlust des wichtigsten Handlungsstrangs (der einem die einzelnen Bewohner der Stadt erst näher brachte), dauert es ein wenig, bis die Serie wieder an Fahrt gewinnt.
                                                    Alles endet in einen starken Finale.
                                                    Leider konnte einige Dinge nicht restlos aufgelöst werden, da eine dritte Staffel zwar geplant war, jedoch nicht zustande kam.
                                                    Andererseits passt der offene Schluss auch hervorragend zum mysteriösen Stil der Serie.

                                                    Trotz des hohen Niveaus der Serie stechen einige Episoden qualitativ noch etwas heraus.
                                                    So wurden die besten von David Lynch (der Pilotfilm und die Folgen 2, 8, 9, 14 sowie die finale Folge) bzw. Mark Frost (das vor Cliffhangern überbordende Finale der ersten Staffel) inszeniert.

                                                    Die Figuren sind vielschichtig und die Rollen gut besetzt, sodass es schwer fällt, jemanden herauszuheben.

                                                    Den stärksten Eindruck hinterlässt allerdings Kyle Maclachlans F.B.I. Special Agent Dale Cooper.
                                                    Der geniale Ermittler, der sich neben seiner an Sherlock Holmes erinnernden Beobachtungs- und Kombinationsgabe auch auf seine Intuition und esoterische Methoden verlässt, versprüht stets Optimismus und zeigt eine geradezu kindliche Freude, wenn es um die simplen Freuden des Lebens geht.

                                                    In der Serie wimmelt es geradezu von einzigartigen, vielschichtigen Charakteren.
                                                    Um nur einige weitere zu nennen:
                                                    Audrey Horne, gespielt von Sherilyn Fenn, die jugendliche Femme Fatale, die im Grunde ihrer Herzens eine empfindsame Seele ist; ihr Vater Benjamin Horne (Richard Beamer), der reiche, intrigante Hotelbesitzer; Leland Palmer (Ray Wise), der verzweifelte Vater der ermordeten Laura Palmer; Donna Hayward, die beste Freundin der Ermordeten, die den Täter um jeden Preis entlarven will.

                                                    Angelo Badalamentis stimmungsvolle Musik trägt entscheidend zur mysteriösen Atmosphäre der Serie bei.

                                                    Die deutsche Übersetzung ist manchmal etwas holprig und ungenau, insgesamt jedoch recht ordentlich. Die Synchronsprecher sind passend gewählt und zeigen eine gute Leistung.

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