Agent Smith93

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Agent Smith93 heißt Konstantin aus Bruchtal, ist 20 Jahre alt. Er hat sich auf moviepilot angemeldet und hat schon legendäre 153 Filme bewertet und legendäre 1662 Kommentare geschrieben. Ich liebe Filme, lese und fotografiere aber auch recht gerne, und möchte (nebenberuflich) als Schriftsteller arbeiten. Ich höre häufig klassische Musik und Soundtracks aus meinen Lieblingsfilmen. Ich bin ein Riesenfan von "Der Herr der Ringe" (Buch und Film) und "Peter Jackson". Ich bin für ein nettes Gespräch immer zu haben, und Leute die auch nur eine Gemeinsamkeit mit mir teilen, sind stets in meiner Freundesliste herzlich willkommen! Ich versuche meine Filmkritiken immer so ausführlich und informativ wie nur möglich zu gestalten. Ich hoffe ihr findet Freude an meinen Texten. Ich hoffe zudem von ganzem Herzen, dass ihr es mir nicht übel nehmt, dass ich hier nicht (mehr) so oft ausschweifende Rezensionen schreiben kann. Ich bin nämlich gesundheitlich etwas angeschlagen. Trotzdem, bin ich auch weiterhin gerne für euch alle da. Man liest sich... Mehr


Mikael Persbrandt

Agent Smith93

LOL:)

Da schreibe ich vor ein paar Tagen einen netten Kommentar über ihn, und lese heute, dass man den Darsteller von Beorn wegen Kokainbesitz gerade zu fünf Monaten Knast verurteilt hat. Musste das wirklich sein?

Jetzt wird wegen ihm vielleicht sogar eine kleine Verzögerung des letzten Hobbit-Films kommen. Menno Beorn, du enttäuscht mich:(

http://www.herr-der-ringe-film.de/v3/de/news/tolkienfilme/news_112220.php

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Peter Jackson

Agent Smith93

Und so was kommt am Ende dabei heraus, wenn man die "Herr der Ringe-Trilogie" von PJ zu oft anschaut:D

http://youtu.be/pWsX5WUt9Zc

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Rockos modernes Leben
Rockos modernes Leben und 1 weitere ...

Agent Smith93 9.5 "Herausragend" "Mein Favorit"

Disneys Große Pause
Disneys Große Pause

Agent Smith93 7.0 "Sehenswert"

Disneys Große Pause
Disneys Große Pause

Agent Smith93 7.0 "Sehenswert"

Einen schönen Sonntag wünsche ich euch allen:)

Da ich momentan eh nur an diesem Tag genug Zeit für meine persönlichen Filmkritiken hier auf mp habe, möchte ich mich (da ich nun einige Trickfilme aus meiner Kindheit dank "Youtube" wiederentdecke) diesmal einem echten Klassiker zuwenden den Wohl jedes in den 90ern geborenes Kind gesehen hat.

Die Rede ist von "Disneys Großer Pause".
Wie schon früher Mal erwähnt schaue ich nicht mehr besonders viele Cartoons, aber in letzter Zeit habe ich irgendwie eine leicht nostalgische Ader für die Serien meiner Kindheit entwickelt. Und dank dem Internet konnte ich einige davon wiederfinden. Neben der "Gummibärenbande" gehört natürlich auch die "Große Pause" dazu.

Im Gegensatz zu den Gummibären war meine Erinnerung an diese Serie aber beinahe komplett gelöscht, und ich wusste nur noch das es um einen Pausenhof in den USA geht. Als Kind empfand ich die Bären immer besser und irgendwie unterhaltsamer. Und nun, viele Jahre später?
Tja, sagen wir es mal so. Meiner (inzwischen erwachsenen) Meinung nach ist die große Pause ein guter aber nicht so kultiger Zeichentrickfilm wie manche gerne behaupten. Doch dazu äußere ich mich weiter unten.

Zuerst einmal zur Grundidee. Diese ist in meinen Augen wirklich cool. Im Grunde wird das Leben auf einem typischen US-Pausenhof gezeigt, allerdings hat sich dort fast schon eine alternative Kleinwelt gebildet. Mit einem König und seinen Untertanen welche jeweils einem ganz persönlichen Tageswerk nachgehen.

Wenn man genauer darüber nachdenkt wird einem schnell klar, dass dies eigentlich eine allegorische Veralberung unserer kapitalistischen Gesellschaft ist. Mit ihren ganzen Klassenunterschieden etc.
Dies ist schön gelungen, da sich dadurch sogar teilweise (gut versteckt) eine gewisse Kritik am Kapitalismus (aber auch anderen politischen Systemen) erkennen lässt. Kinder können auf diese Weise spielerisch lernen das es nicht schön ist als Machthaber seine Untergebenen zu schinden, nur um seinen Größenwahn auszuleben.
Als gutes Beispiel sehe ich die Folge an bei der König Bob sich zum Pharao erklärt und mit dem Bau einer Pyramide beginnt. Dadurch bringt er seine armen Diener bis ans Ende aller Kräfte. Doch in seiner Gier erkennt er das nicht. Erst als am Ende ein Regenschauer seine aus Schlamm gebaute Pyramide zerstört erkennt er seinen Fehler.

Hier spielt die Serie eindeutig ihre guten Karten aus.

Die Hauptfiguren sind eine Gruppe von sehr guten Freunden. Ich denke jeder von uns hat sich mindestens mit einem von ihnen irgendwie identifizieren können. Allerdings ist das auch nicht schwer, weil die meisten Charaktere sehr stereotyp gezeichnet sind. Und dies ist meiner Meinung nach leider die größte Schwäche der Serie. Allerdings auch ihre Einzige.

Da wäre zum einen der kräftig gebaute TJ dessen Markenzeichen seine rote Baseballmütze ist.
Er verkörpert den typischen Klassenclown. Er weiß immer alle zu unterhalten, und damit auf seine Seite zu bringen. Vermutlich ist er für die meisten Kinder die beste Figur der Serie was gewiss auch so von den Machern beabsichtigt wurde.

Dann gibt es da den Afroamerikaner Vince welcher (wer hätte das Gedacht) natürlich ein begabter Sportler ist. Klar, es wäre ja auch eindeutig zu wenig klischeehaft wenn er der Klassenstreber wäre.

Als nächstes kommt der sehr dicke aber höchst poetische Mikey welcher die Welt sehr naiv sieht, und im Grunde immer noch ein kleiner Junge ist. Wie das Dicken-Klischee es natürlich verlangt isst er ständig etwas.

Nun zu Gus. Dieser kommt erst in der zweiten Folge hinzu und ist das neueste Mitglied der Gruppe. Er ist etwas feige und sehr ängstlich, eifert aber sehr seinem mutigen und absolut korrekt amerikanischen Vater nach, welcher selbstverständliche in hochdekorierter Soldat ist. Hier wird im Grunde versteckt einem gezeigt wie schlecht es doch ist so wie Gus zu sein. Ein echter Amerikaner muss wie sein Papa sein. Daher ist Gus vermutlich auch einer der eher wenig beliebten Charaktere in der Serie.

Als nächstes kommt Spinelli. Diese mochte ich als Kind immer am liebsten. Sie ist einfach cool, liebt Wrestling (glaubt aber fest daran dass dort alles "echt" ist) und benimmt sich überhaupt nicht "Lady-Like". Mit dieser Figur haben die Macher eindeutig etwas richtig gemacht. Und daher gefällt sich mir auch eindeutig am besten von allen. Zwar hat auch sie einige klischeehafte Momente, doch ist dies nicht so deutlich ausgeprägt wie bei den anderen.

Die letzte Hauptfigur ist Gretchen, und verkörpert eine extrem intelligente und oberschlaue Schülerin. Natürlich trägt sie eine große Brille und redet wie ein Nobelpreisträger. Das Klischee wäre perfekt wenn sie noch Gretchen-Sarah Goldberg geheißen hätte, doch Gott sei Dank haben die Macher sich hier zurückgehalten. Denn dies wäre wirklich ein dämliches Klischee gewesen.

Wie schon gesagt sind die eindeutig zu sehr auf Stereotyp gelegten Hauptfiguren mein persönliches Hauptproblem mit der Serie. Dadurch wirkt alles sehr schwarz-weiß gezeichnet. Zudem verändern die Figuren ihre Charakterzüge kaum. Zwar kann es passieren das Gus einmal in einer Folge etwas mutiger wird, doch in der nächsten ist er wieder der typische Angsthase. Es ist zwar normal bei Trickfilmen, dass sich am Ende einer Folge alles zum "Status Quo" zurückstellt, doch eine leichte Entwicklung der Figuren hätte nicht geschadet.
Dadurch gibt es leider auch wenig Abwechslung und wenige Überraschungen.

Nervig sind auch Figuren wie die Petze Randall. Im Grunde verkörpert er viele Eigenschaften die vor vielen Jahrzehnten einer Volksgruppe angehängt wurden, und völliger Quatsch sind. Und selbst als er sich in einer Folge ändern möchte, schafft er es einfach nicht, und verfällt wieder seinen dunklen Machenschaften.
Hier wird einem propagiert, dass "schlechte" Menschen sich eh nicht ändern, und es daher besser ist sich gar nicht mit ihnen zu befassen.
Natürlich fällt einem kleinen Kind so was überhaupt nicht auf, doch wenn man etwas größer ist fallen einem diese teilweise moralisch und politisch unkorrekten Dinge deutlicher auf.

Und das ist wirklich schade. Denn ansonsten ist die große Pause wirklich ein solider Trickfilm mit einigen durchaus einfallsreichen Momenten. Die militärisch angehauchte Titelmusik ist großartig, und parodiert die militärische Strenge der Aufsichtslehrerin Miss Finster.

Auch ist sehr gut, dass "Disney" hier größtenteils auf Gesangseinlagen und coole Oneliner oder allzu freche Gags verzichtet.

Die Zeichnungen sind recht steril gehalten. So schön wie bei der "Gummibärenbande" wurde hier zwar nicht gemalt, doch es ist ja auch klar, dass ein Pausenhof weitaus weniger "Eyecandy" bietet als eine zauberhafte Märchenwelt.

Grundsätzlich ist diese Serie ein echter Klassiker, und wenn man sich an stereotypischen Charakteren und einigen anderen Kleinigkeiten nicht stört wird man hier eindeutig eine Menge Spaß haben.
Meiner Meinung nach ist die große Pause zwar kein Meisterwerk, aber auch nicht wirklich schlecht.
Zwar will sich die Faszination im Gegensatz zu einigen anderen Serien meiner Kindheit nicht so ganz einstellen, doch ich fand es trotzdem schön diese Serie wiederzusehen.

Es gibt insgesamt 65 Folgen und 3 Filme die ich jedoch nicht gesehen habe. Ich hoffe ihr fandet meine Meinung zu dieser Serie interessant. Ich wünsche euch nochmal einen schönen Sonntag, und bis zum nächsten Mal:)

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TheBruceWayne

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"alt" meinte ich nicht (keine Sorge) aber manchmal ändern schon 4 Jahre ne Menge im Fernsehen :(


LIONS

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Auf YT kann man auch Biber Brüder schauen (was ich persönlich klasse finde :D). Von der Tex Avery Show habe ich auch ein paar Folgen nachgeholt. Ist wirklich durchgeknallt xD


The Road
The Road

Agent Smith93 vorgemerkt

Graham McTavish

Agent Smith93

Tut mir echt Leid, wenn seine Fans hier das anders sehen, aber ich kann den Typen (als Schauspieler) echt nicht ausstehen.

Ständig spielt er irgendwelche grobe Obermachos, und das auch noch so klischeehaft wie nur möglich. Ich habe ihn bislang in drei Filmen (vielleicht waren es auch mehr, aber da habe ich ihn dann nicht wirklich wahrgenommen) gesehen, und das Ergebnis war bei mir immer das Gleiche.
Der Kerl ist einfach unsympathisch! Sogar im "Hobbit" unter ordentlich Maske versteckt konnte er mich in der Rolle des Dwalin kein bisschen überzeugen. Für mich der unangenehmste Zwerg von der ganzen Gruppe.

Wie er im Privatleben ist weiß ich nicht, aber als Akteur finde ich ihn einfach nur schlecht!

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Mikael Persbrandt

Agent Smith93

Ein sehr sympathischer Mann mit einem tollen nordischen Touch, aber leider will er mir im "Hobbit" als "Beorn der Hautwechsler" überhaupt nicht zusagen.
Irgendwie scheint Herr Persbrandt mit seiner Rolle nicht viel anfangen zu können, was ich aber eindeutig Peter Jackson anlaste.

Er hat die Figur nicht nur vom Design her eher kurios gestaltet, sondern ihr auch einen viel zu unwichtigen und blassen Auftritt gewährt.
Im Buch liebe ich das Kapitel mit Beorn (außer den peinlichen Tieren die den Zwergen das Essen servieren) und habe mich schon so sehr auf die Umsetzung im Film gefreut.

Was dann aber folgte war eine lieblose und viel zu hastige Abarbeitung dieses Handlungsstrangs.
Da wundert es mich wenig das Persbrandt es einfach nicht schafft Akzente zu setzen. Meine einzige Hoffnung ruht auf der im November erscheinenden Extended Edition des Films.
Im dritten Teil scheint seine Figur eh nur auf einen Kämpfer reduziert zu werden...
Da war mehr drin.
Trotzdem setze ich diesen Darsteller mal auf meine Beobachtungsliste. Da kann noch was interessantes kommen...

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Gabster

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Ganz meine Meinung! Ich fand Beorn im Film auch reichlich verschenkt und war auch ziemlich überrascht, als ich im Nachhinein erfahren habe, dass Persbrandt den gespielt hat, weil ich ihn in "In einer besseren Welt" ziemlich geil fand. Aber wie du ja sagtest, die Hoffnung auf die Extended Edition bleibt.


Viggo Mortensen

Agent Smith93

Der gute alte Viggo Mortensen ist einfach ein super Typ, über dessen kleine Kuriositäten ich immer wieder lachen kann:)

Es gibt nur wenige Schauspieler die mich als Mensch so begeistern konnten wie er.
Mich überrascht vor allem seine große Vielseitigkeit.
Und das nicht nur bei seinen Filmrollen, sondern auch im Privatleben wo er vielen ungewöhnlichen Hobbys nachgeht.

Neben dem Schreiben von Gedichten und Geschichten, liebt er auch das Reiten und leben in der wilden Natur. Er sagte selbst einmal das er die Einsamkeit schätzt, und oft einfach im Wald umherstreift.
Also, da ist wohl eindeutig was von Aragorn hängengeblieben;)

Seine kleinen Geschichten die er hin und wieder erlebt sind echt lustig. So habe ich mal ein Gespräch von ihm gelesen, in dem er von sich erzählt.

Da berichtet er zum Beispiel, dass in der Nähe seines Hauses lauter wilde Hasen leben, und ständig um sein Auto herum laufen.

Eines Nachts ist er mit dem Auto heimgefahren, und plötzlich macht es *kracks*.
Viggo steigt aus, und sieht einen vom Auto zerquetschten Wildhasen auf der Straße liegen.

Er sagte er ging daraufhin zum Hasen und nachgeschaut ob er noch lebt. Das war nicht der Fall, also hat der gute Viggo den zermatschten Hasen einfach aufgehoben, nach Hause mitgenommen, gebraten und verspeist:D

Er sagte daraufhin lachend: Jetzt weiß ich mal endlich was auf meinen Tisch gekommen ist. Frisch aus dem Wald, ohne Mästung und andere unnötige Dinge. Seiner Meinung nach war es sehr lecker:)

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katharina.knauer.3

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Der arme Hase. ;)


Agent Smith93

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Das kann man wohl sagen:)
Und schon zurück aus Neuseeland?


Die Gummibärenbande
Die Gummibärenbande

Agent Smith93 9.0 "Herausragend"

Die Gummibärenbande
Die Gummibärenbande

Agent Smith93 9.0 "Herausragend"

Die Gummibärenbande
Die Gummibärenbande

Agent Smith93 9.0 "Herausragend"

Halli Hallo wie geht's den so:)

Da bin ich mal wieder mit einer frischen Kritik!
Diesmal möchte ich mich einer uralten Zeichentrickserie widmen die ich als Kind sehr geliebt habe, dann für viele Jahre (Mindestens 10) vergaß, und nun (dank Youtube) wiederentdeckt habe.

Die Rede ist von der Gummibärenbande aus dem Hause Disney!
Wie die meisten hier vermutlich bereits wissen bin ich nicht gerade ein großer Fan von WD und sehe mir ihren modernen Schrott gar nicht mehr an.
Doch nicht alles was dieses Unternehmen schuf ist (in meinen Augen) schlecht oder unsympathisch. Vor allem die alten Klassiker sind immer noch sehr sehenswert.

Und dazu gehört auch diese Serie die 1985 ihr Debut feierte. Zu diesem Zeitpunkt war ich noch gar nicht geboren, aber während meiner früher Kindheit lief es trotzdem immer noch regelmäßig im TV.
Die Gummibärenbande hat übrigens nichts mit "Haribo" oder Thomas Gottschalk zu tun;)

Obwohl die Meisten vermutlich noch wissen um was es in dieser Serie geht, sei hier die Rahmenhandlung kurz erwähnt.

Alles spielt in einer mittelalterlich angehauchten Fantasy bzw. Märchenwelt namens Dunwyn.
Dort wimmelt es vor Sagengestalten und Fabelwesen wie Drachen, Greifen, Riesen und natürlich den Gummibären.
Diese sind übrigens nicht aus Gummi wie der Name vermuten lässt, sondern tragen ihren Namen deswegen weil sie über einen Zaubertrank verfügen mit dem sie stärker werden und zugleich wie ein Gummiball durch die Gegend hüpfen können.
Die Idee mit dem Zaubertrank ist vielleicht ein wenig an "Asterix und Obelix" angelehnt was aber nicht weiter schlimm ist.
Jedenfalls waren die Gummibären früher einmal eine große Kultur doch nach und nach schwanden sie aus dieser Märchenwelt und nur noch wenige blieben übrig. Das große Wissen ihrer Vorfahren ging größtenteils verloren.
In Dunwyn lebt eine kleine sechsköpfige Gruppe von ihnen noch in einem groß angelegten Höhlensystem welches unter einem Baum liegt.

Neben den Gummibären geht es auch um das Königreich selbst welches ständig von dem gierigen Herzog Igzorn und seinen bösen Trollen bedroht wird. Allerdings vermasselt dieser seinen Sieg häufig durch die Dummheit seiner Diener und seine große Überheblichkeit.

An sich ist die Grundhandlung eigentlich wenig innovativ oder irgendwie wegweisend. Drachen, Trolle, böse Eroberer und edle Könige gibt es auch in anderen Zeichentrickfilmen zuhauf.
Dennoch hat diese Serie einen unverkennbaren Charme, welcher über jene Schwächen hinwegsehen lässt. Man merkt deutlich mit wie viel Liebe die Macher diese Welt zum Leben erweckt haben.
Die Zeichnungen sind allesamt mühsame Handarbeit, und sehen einfach prächtig aus! Gott sei Dank hat man auf seltsame Proportionen oder Gesichtszüge bei den Figuren verzichtet. Alles sieht halbwegs realistisch und glaubhaft aus, was ich sehr gut finde.
Manchmal möchte man das Video einfach anhalten und sich die schönen Landschaften oder Gebäude anschauen.
Das waren noch Zeiten, in denen alles mit Liebe entstand, und nicht aus dem PC gesaugt wurde.
Der größte Pluspunkt sind die tollen Charaktere die einem im Gegensatz zum 08/15 Standard-Quark der heutigen Zeit wirklich im Gedächtnis bleiben.

Natürlich verfällt Disney auch hier hin und wieder in typische Klischees, was aber nicht so drastisch stört wie bei anderen Zeichentrickfilmen aus dem selben Hause wie zum Beispiel "Disneys Große Pause".

Die Gummibären selbst bestehen aus verschiedenen Charaktertypen die einem die Figuren sehr individuell erscheinen lassen.
Da ist zum Beispiel der stets schlecht gelaunte und griesgrämige Gruffi (der mit der grünen Mütze aus dem Kopf)

Ihn mag ich von den männlichen Gummibären irgendwie am meisten:) War schon als Kind mein Favorit. Denn unter seiner groben Haube steckt genau wie bei John Rambo ein goldiges Herz.

Etwas nervig ist der etwas zu klischeehafte Zauberer der Gruppe welcher Zummi heißt. (Der mit der Brille)

Ganz putzig ist auch der kleine pinkfarbene Gummibär namens Cubbi welcher in späteren Folgen als eine Art Superheld unter dem Decknamen "Der feuerrote Rächer" für Recht und Ordnung sorgt.

Die weiblichen Gummibären sind Grammi und Sunni. Während die erste eine typische Hausfrau darstellt die sich um Haus und Essen kümmert ist die andere an ein junges Teenager-Girl angelehnt welches gerade zwischen Kindheit und Erwachsenwerden steht.

In den späteren Folgen kommen noch einige andere Gummibären hinzu.
Darunter der blaufarbige Künstler Gusto oder die Kriegerin Ursa.

Neben den Gummibären spielen aber auch die Menschen eine wichtige Rolle.
Darunter der junge Knappe Kevin welcher in die Tochter des Königs Calla verliebt ist.

Diese beiden Figuren sind ebenfalls sehr sympathisch, vor allem weil man es sich unterdrückt hat Calla als Klischee-Prinzessin darzustellen.

Doch auch die Schurken sind auf ihre Art und Weise sehr unterhaltsam. Herzog Igzorn und seine geistig stark beschränkten Trolle wirken zwar nur selten wirklich bedrohlich, aber dafür umso lustiger.
Es ist wirklich witzig wie er am Anfang der ersten Folge mit einem kleinen Katapult eine Modell-Burg kaputt macht und so tut als wäre es ein echter Sieg:)

Neben diesen Punkten ist auch der sehr gute Soundtrack zu erwähnen welcher das Geschehen ausgesprochen gelungen untermalt.
Der Titelsong gehört zum Besten überhaupt was es in der Zeichentrickwelt zu hören gibt.

Die Melodie geht einem wirklich ins Ohr, und man muss schon richtig aufpassen um irgendwo draußen nicht einfach los zu summen.

Kurioserweise ist der Song im Deutschen gesungen sogar noch viel schöner als im englischen Original.

Was bleibt noch zu sagen. Also, ich finde auch jetzt noch diese Serie wirklich gut, und das sagt viel aus, da ich im Großen und Ganzen kaum noch Zeichentrick schaue. Natürlich ist die Faszination der Kindheit ein wenig verflogen, und über manche Dinge kann man jetzt nur noch schmunzeln.
Trotzdem ist der Charme den die Serie einst ausgestrahlt hat immer noch nicht verflogen. Die Figuren sind grundsympathisch, die Zeichnungen wunderschön märchenhaft, die Folgen abwechslungsreich von denen es übrigens genau 65 gibt.
Mir tut es im Herzen weh zu sehen was für ein Scheiß heute im Kinderfernsehen so läuft. Wenn ich mal Kinder haben sollte werde ich sie garantiert mit solchen nostalgischen Klassikern aufwachsen lassen, und nicht mit dem was aktuell läuft.

Ich bin wirklich froh, dass ich meine Kindheit noch mit den Gummibären verbringen konnte. Ich hoffe wirklich sehr, dass diese Serie nicht in Vergessenheit gerät, denn sie gehört wie ich finde zum Besten was Disney je geschaffen hat!

Und nun singen wir zum Abschluss alle das schöne Titellied:

Mutig und freundlich und tapfer und gläubig,
Fröhlich und frech kämpfen sie auch für dich,
Leben im Wald unter Bäumen und Steinen,
In ihren Höhlen da sind sie zu Haus.

Gummibär, hüpfen hier und dort und überall,
Sie sind immer da wenn du sie brauchst,
das sind die Gummibärn!

Lasst euch verzaubern von ihrem Geheimnis,
Der Saft bringt die Kraft, das Abenteuer lacht,
Gemeinsam könnt ihr so viel mehr noch erleben,
Kommt doch hier her und singt einfach mit!

Das sind die Gummibärn!

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Banshee76

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Ich muss mich zwei mal bei dir bedanken.
Einmal für die wunderschöne Rezi zu den Gummibären und zum zweiten für den Ohrwurm, den ich jetzt nicht mehr aus dem Kopf krieg. :-)


Agent Smith93

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Gern geschehen Banshee:)
Schön mal wieder was von dir zu hören.

Jepp, den Song bekomme ich im Moment auch nicht aus dem Kopf.

Immer diese fiesen Ohrwürmer. Da hilft wohl nur eine Entwurmung;)


Peter Jackson

Agent Smith93

!Im Gegensatz zum vorherigen Text über Peter Jackson, ist das hier kein (ungewollter) Aprilscherz!

Wie die neuseeländischen Nachrichten nämlich berichten hat Jackson den Behörden vor Kurzem seinen Privatjet zur Verfügung gestellt um damit nach dem vor einigen Wochen verschollenen "Malaysia Airlines" Flieger zu suchen.

Es handelt sich um einen sogenannten "Gulfstream-Jet" der für weite Strecken geeignet ist, und damit für die Suche nach den Wrackteilen sehr nützlich sein könnte.

Unter den Passagieren des Unglücksfluges waren auch zwei Neuseeländer dabei, was Jackson vermutlich besonders berührt...

Wenn das wirklich wahr ist, ziehe ich meinen Hut vor ihm. Das ist wirklich edel von Jackson sich so zu engagieren, obwohl er bis zum Hals in Arbeit steckt.

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oli.jess

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Super Aktion!
Der gute ist super drauf. Man mag über seine Filme denken und sagen was man will - aber er ist auch wirklich mit Leib und Seele dabei. So sieht für mich kein geldgieriger Mensch aus. Und wenn schon? Ich möchte manch anderen mal in seiner Position sehen?


Agent Smith93

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Ja, das ist er "oli.jess". Natürlich ist er mit Leib und Seele dabei, ansonsten wären sie auch nicht so gut geworden.
Ich glaube auch nicht das Jackson geldgierig ist. Da sind andere Erfolgsregisseure weitaus schlimmer. Jackson ist im Gegensatz zu vielen anderen noch einer der sein Projekt nicht als austauschbaren Blockbuster betrachtet, sondern sich damit beinahe symbiotisch vereint.


Peter Jackson

Agent Smith93

Peter Jackson hat heute bekanntgegeben, wer den Titelsong für den dritten und letzten Hobbit-Film "Hin und wieder zurück".

Obwohl es einige Zeit lang Gerüchte gegeben hat, das ENYA (sang in "Die Gefährten" das Titellied "May it be") blieb Jackson seiner Linie treu, und besetzte wieder einen neuen Sänger.

Das Titellied wird nun von Leonard Nimoy gesungen, den manche aus der Serie "Raumschiff Enterprise" als Mr. Spock kennen dürften.

Das Lied wird "The Ballad of Bilbo Baggins" heißen, und sich radikal von den anderen Mittelerde-Songs unterscheiden!

Jackson erklärte seine Entscheidung so: Letztes Mal habe ich auf meine Tochter gehört, was die Auswahl des Sängers angeht ( den sehr jungen Ed Sheeran) und es kam nicht so gut an wie erhofft.
Diesmal wollte ich einen anderen Weg gehen, und einen sehr erfahrenen Sänger und Künstler nehmen.

Normalerweise werden die Titelsongs erst sehr spät aufgenommen, doch wegen dem hohen Alter von Herr Nimoy beschloss Peter Jackson jetzt schon das Lied fertigzustellen.

Hier könnt ihr euch bereits den fast fertigen Abspann des letzten Hobbit-Films ansehen. Vom Design her erinnert der Abspann sehr an den aus "The Return of the King".

Ich weiß nicht was ich von dem Song halten soll, und irgendwie hoffe ich darauf, dass es nur ein frecher Aprilscherz von Peter Jackson ist...

https://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=rpGgxsLv4os

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Drehmumdiebolzen

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Also, die Credits ohne Sound, das könnte hinhauen (LIEBE den Abspann von ROTK!) ;P


MaceWindu1998

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Ich finds cool:D


The Return of the King
The Return of the King

Agent Smith93 4.0 "Uninteressant"

Mae Govannen ihr moviepiloten!

Nachdem ich gestern die Zeichentrickverfilmung des Hobbits aus dem Jahre 1977 rezensiert habe, mache ich heute gleich weiter und bewerte nun "The Return of the King" welcher 1980 erschienen ist, und vom selben Team (Rankin & Bass) stammt.

Die Hintergründe dieser Zeichentrickversion von Tolkiens berühmtem Roman sind Folgende.

Nachdem Ralph Bakshi mit seiner (zweifellos) gut gemeinten aber grottig umgesetzten Interpretation des "Herrn der Ringe" mächtig Schiffbruch erlitten hat war es einige Jahre sehr still um Mittelerde geworden.
Wie die Meisten (vielleicht) schon wissen, wurde Bakshis HDR-Film nicht vollendet.
Die Geschichte bricht ausgesprochen grob und ziemlich unelegant nach der Schlacht um Helms Klamm ab, und lässt den Zuschauer mit einem seltsam unbefriedigten Gefühl zurück.

Im Grunde war der Film eigentlich gar kein so großer finanzieller Flop wie gerne behauptet wird.
Der Film spielte seine Produktionskosten wieder ein, und machte noch durchaus Gewinn. Trotzdem hatten die Geldgeber ein mulmiges Gefühl bei der Sache, und weigerten sich den geplanten zweiten Teil zu finanzieren.
Nun war das Projekt gestorben, und Bakshi musste seinen Traum aufgeben. Ist auch besser so!
(Ich glaube nämlich kaum, dass ein zweiter Teil wirklich besser geworden wäre, da er ja an seinem sehr eigenwilligen Stil festhalten wollte)

Die Macher des Hobbit-Cartoons witterten daraufhin ihre Chance, und zeigten deutlich Interesse an einer (indirekten) Fortsetzung von Bakshis Werk.
Allerdings wollten sie (logischerweise) ihren eigenen Stil beibehalten, und taten das dann auch!

Nun denn. Gestern habe ich mir jedenfalls "The Return of the King" angeschaut, und werde euch meine Meinung dazu (selbstverständlich) nicht vorenthalten.

Zuerst einmal die Frage: War dieser Trickfilm überhaupt notwendig?
Also, darauf kann ich schon Mal eine eindeutige Antwort geben: NEIN!

Grundsätzlich hätten sich die Macher die ganze Arbeit auch sparen können.
Während mich die Zeichentrickumsetzung des Hobbits (teilweise) von sich überzeugen konnte, schaffte es dieser Film wiederum mich ziemlich zu verärgern.

Doch fangen wir von Vorne an. Also am besten mit der Umsetzung der (komplexen) Buch-Handlung.

Die Story beginnt nicht genau dort, wo Bakshi aufgehört hat, sondern exakt an der Stelle wo der "Return of the King" Roman von Tolkien anfängt.
Sprich, Faramir, Ithilien, das Morgultal, die gewundene Treppe und vor allem Kankras Lauer fehlen komplett!

Der Film beginnt mit Sam der versucht in den Turm von Cirith Ungol einzudringen, da sein Herr und Freund Frodo von den Orks entführt wurde.
Und hier ist schon ein ziemlich großes Problem dieser Umsetzung.
Wer den Roman nicht gelesen hat, wird ziemlich auf dem Schlauch stehen!

Zwar gibt es eine kurze Einführung bei der Frodo, Sam, Merry, Pippin, Bilbo und Gandalf in Bruchtal über den Ringkrieg sinnieren, doch sonderlich nützlich ist er nicht.
Jemand der also noch nicht weiß was in Teil 2 (Die zwei Türme) passiert wird ziemlich viele Fragezeichen über dem Kopf haben.

Und das ist leider auch im weiteren Filmverlauf so!
Die Handlung mit Frodo und Sam wird sehr detailgetreu aus dem Buch übernommen, was man zumindest im Ansatz loben kann.
Der Film legt seinen erzählerischen Schwerpunkt besonders auf die Reise von Frodo und Sam.
Einige Dinge die Peter Jackson ausgelassen hat kommen hier übrigens vor.

Zum Beispiel die Wächter von Cirith Ungol, die Sam daran hindern in den Turm einzudringen. Allerdings sieht das ziemlich albern aus, und es ist besser so das Jackson dieses Element gestrichen hat.

Recht gut fand ich jedoch die Idee das Sam in dieser Verfilmung deutlich stärker vom Ring verführt wird als im Realfilm.
Im Trickfilm stellt sich Sam in seiner Fantasie vor wie er ein großer Heerführer werden kann wenn er sich den Ring nimmt, Mordor damit niederwirft und in einen schönen Garten verwandelt.
Hier musste ich wirklich schmunzeln, weil es irgendwie putzig ist die Gedanken von Samweis (der ja von Beruf Gärtner ist) zu sehen.

Wie auch schon in der Hobbit-Umsetzung wird mit Gewalt sehr gespart.
So tötet Sam keine Orks und diese kommen meist durch Selbstverschuldung oder ihre Tollpatschigkeit um.

Trotzdem ist dieser Film ein winziges bisschen gruseliger als der andere, und damit für die ganz Kleinen (also Kinder unter 6 Jahren) nicht geeignet.
Ab 6 hingegen kann man ihn ruhig sehen, ohne etwas befürchten zu müssen. (Als Tipp für die Eltern hier)

Es gibt allerdings noch einen zweiten Handlungsstrang der die Schlacht um Minas Tirith behandelt.
Leider wurde das Ganze sehr langweilig umgesetzt und es kommt kein bisschen Spannung auf.
Das Design der Orks ist nämlich identisch mit dem aus dem Vorgängerfilm.
Nämlich ausgesprochen drollig und irgendwie belustigend.
Vor solchen Orks hat man einfach keine Angst, und eine Bedrohung will dadurch rein gar nicht aufkommen.
Am Schlimmsten sind jedoch die Nazgul umgesetzt.
Diese reiten im Film nämlich auf schwarzen Pegasus-Pferden was unheimlich albern aussieht.
Zudem sind sie nicht wie im Buch und bei Jackson verfüllt, sondern sehen wie Skelette aus.
Der Hexenkönig von Angmar ließ mich vor Lachen beinahe vom Stuhl kippen. Wenn ihr mal seine Stimme gehört habt, werdet ihr ebenfalls garantiert einen Lachkrampf bekommen:D

Gandalf sieht exakt so aus wie im Hobbit-Film, nur dass er jetzt einen weißen Bart hat.

Auch Gollum sieht genauso aus, hat aber nicht mehr den Charme aus dem anderen Streifen.

Frodo ist ganz ok gezeichnet, und Sam ist im Gegensatz zur Bakshi-Version auch kein hässlicher und geistig zurückgebliebener Wicht, sondern ein recht sympathischer Bursche.

Dafür ist das Design von Pippin schlichtweg grässlich.
Sein langer Kopf wirkt ausgesprochen kurios. Ich vermute mal, dass man auf diese Weise versucht hat Pippin deutlich von Frodo und Sam abzugrenzen, damit es zu keinen Verwechslungen kommt.

Denethor sieht wie ein alter Brückenpenner mit Bart und schmuddeligen Haaren aus.

Und wo wir schon bei Denethor sind. Viele Charaktere die im Buch sehr wichtig sind, wurden aus völlig unerklärlichen Gründen einfach gestrichen!

Faramir kommt gar nicht vor, auch Beregond, Legolas, Gimli und Eomer fehlen komplett!

Ich kann zwar verstehen, dass man die Kinder nicht mit zu vielen Figuren überfordern wollte, aber trotzdem.
Vor allem das Fehlen von Gimli und Legolas empfinde ich als sehr dreist, da diese Figuren für mich (und bestimmt auch viele andere Fans) sehr wichtig sind!

Eowyn wurde unglaublich lieblos in die Geschichte gequetscht.
Sie dient ausschließlich dazu den albernen Hexenkönig zu töten.
Danach verschwindet sie genauso grob aus der Handlung wie sie gekommen ist. Seltsamerweise scheint auch keiner der Reiter Rohans sonderlich verwundert zu sein Eowyn auf dem Schlachtfeld zu sehen.

Eowyn selbst sieht übrigens aus wie ein typisches Anime-Girl.
Fehlt nur noch der kurze Schulmädchen-Rock;)

Man merkt deutlich, dass die Macher mit den meisten Figuren nicht allzu viel anfangen konnten, und sie daher sehr verkümmern ließen.
Nur Frodo und Sam bekommen so was wie "charakterliche Tiefe" zugeschrieben.

Sämtliche andere Protagonisten bleiben unheimlich blass und uninteressant.
Aragorn zum Beispiel der erst im letzten Viertel auftaucht sieht aus wie ein einfacher Bauer ohne irgendwelche Besonderheiten.
Hier hat man eindeutig viel Potential verschenkt.

An unfreiwilligem Humor mangelt es dem Film wie ihr aus meinem Text sicher schon herauslesen konntet nicht.
Neben den Knochenklapper-Nazguls, dem Laserschwert-Stich, den tanzend-singenden Mordor-Orks und der Sailor Moon-Eowyn gibt es noch viele andere größere und kleinere Ungereimtheiten die diesem Streifen mehr oder weniger der Todesstoß verpassen.

Besonders nervig ist die Tatsache, dass den halben Film über gesungen wird.
Das Titellied "The Frodo with the 9 Fingers" wird dermaßen oft wiederholt, dass man irgendwann nur noch den Ton abschalten möchte wenn es kommt.

Nur das Lied der singenden Orks die im Taktschlag mit den Peitschenhieben ihrer Anführer ein Ständchen geben war ganz nett, und hat mich irgendwie belustigt.
(Wenn auch eher deshalb, weil es einfach sehr konfus wirkt)

Die Musik ist im Gegensatz zum Hobbit-Cartoon leider kaum erwähnenswert.

Das Hauptproblem dieses Films ist eindeutig die Tatsache, dass sich der niedliche Zeichenstil nicht mit einem solch epischen Werk wie dem "Herrn der Ringe" vereinen lässt. Was beim Hobbit noch (recht) tadellos funktioniert wirkt hier mehr wie eine alberne Parodie.
Manchmal habe ich mich wirklich gefragt, ob der Film sich eigentlich selbst ernst nimmt, oder ob sogar die Macher die Albernheit ihres Machwerks mit der Zeit erkannt haben?

Ein weiteres Problem ist, dass die an sich hochspannende und epische Story des Buches mit einer dermaßen lieblosen Belanglosigkeit präsentiert wird, dass man nur noch mit dem Kopf schütteln kann.
Irgendwie hat man zu keinem einzigen Zeitpunkt das Gefühl, dass Mittelerde am Abgrund steht, und alles an einem einzigen Faden hängt.

Und wie soll das auch bitteschön funktionieren, wenn Sam sich in seiner Fantasie vorstellt wie die Orks ihm nett zuwinken und sich dann plötzlich in putzige Tierchen verwandeln???

Für kleine Kinder könnte der Film unter Umständen einen gewissen Unterhaltungswert haben, allerdings empfand ich die Umsetzung des Hobbits als Cartoon deutlich interessanter und damit gelungener.

Zu sagen bleibt nur noch, dass dieser Trickfilm ebenfalls nie in Deutschland veröffentlicht, und damit (natürlich) auch nicht übersetzt wurde. Allerdings ist dies nun wirklich kein allzu großer Verlust.

Während ich den Hobbit-Cartoon also durchaus noch empfehlen kann, sollte man sich diesen hier am Besten sogar als Hardcore-Fan sparen.

"The Return of the King" ist schlicht langweilig, und schafft es nur sehr selten einen wirklich zu unterhalten.

Dieser Streifen ist damit weder besser noch schlechter als der von Bakshi, sondern schlichtweg genauso misslungen!
Spart euch diese 90 Minuten, es sei denn ihr habt Lust darauf etwas sehr enttäuschendes zu erleben!

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Julian F.

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Den gab's mal auf YouTube... heute kann man sich dort immerhin (nur) noch die Songs anhören. Und ich muss sagen, dass Anfangs- bzw. Schlusslied ist kitschig und sehr flower-power-mäßig, aber ganz aus der Erinnerung geraten ist es mir nicht :) Dafür finde ich die anderen Songs größtenteils doof (wobei die singenden Orks noch unfreiwillig komisch waren).


Agent Smith93

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Den gibt's immer noch kostenlos im Netz. Bei "DailyMotion" hat ihn jemand komplett hochgeladen. Auf zwei Videos verteilt.


The Hobbit
The Hobbit

Agent Smith93 6.5 "Ganz gut"

Hallo meine lieben Filmfreunde!

Ich möchte mich gleich vorweg dafür entschuldigen, dass ich schon eine halbe Ewigkeit lang keine neuen Filmkritiken mehr geschrieben habe.
Schließlich habt ihr mich nicht nur wegen meinem hübschen Profilbild in eure Freundesliste aufgenommen, sondern auch um meine Meinung über verschiedene Streifen zu lesen:)

Neben den bereits in meinem Profiltext erwähnten Gründen, möchte ich auch noch unbedingt hinzufügen, dass ich meinen Schwerpunkt hier auf "moviepilot" (im Moment) eher auf den "Speakers Corner" lege.
Ich habe bereits einige Themen in Vorbereitung, und das braucht nun mal seine Zeit.
Ich hoffe ihr nehmt mir das nicht übel.

Trotzdem möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten, was für Filme ich in letzter Zeit gesehen, aber immer noch nicht bewertet habe.
Einer davon ist der hier vorliegende Zeichentrickfilm "The Hobbit" aus dem Jahre 1977.

Ich habe mich wirklich lange gefragt, ob ich diesen nie in Deutschland veröffentlichten (und damit auch nie ins Deutsche übersetzten) Cartoon zu sehen brauche.
Schließlich ist der Zeichenstil auf den ersten Blick ein wenig seltsam, und der Schock der durch die Ralph Bakshi-Umsetzung ausgelöst wurde, saß mir auch noch Tief in Mark und Bein!

Doch ein Mittelerde-Fanatiker wie ich kann einfach nicht ruhig schlafen, wenn er nicht jede Umsetzung die es von Tolkiens Werken gibt mindestens einmal gesehen hat.
Und so habe ich mich letztendlich doch durchgerungen mir diesen Trickfilm anzuschauen. Ich war mir (selbstverständlich) von Anfang an bewusst, dass es sich hier um einen Film für die ganz Kleinen unter uns handelt.
Bakshis katastrophale Version des "Herrn der Ringe" war nämlich (obwohl es kein Realfilm ist) gleich als Erwachsenenunterhaltung gedacht, und dem stimme ich gerne zu, wenn ich an die fast schon eklig sadistische Todesszene von Boromir zurückdenke.

So was braucht ihr hier jedoch nicht zu befürchten.
"The Hobbit" ist wie schon gesagt ein Film den man mit bestem Gewissen schon einem vierjährigen Kind zeigen kann, ohne Angst vor irgendwelchen negativen Folgen zu haben.
Doch dazu später mehr.

Die wichtigste Frage ist natürlich: Lohnt es sich?
Nun, dies zu beantworten werde ich hier einmal versuchen. Zuerst einmal muss ich dringend darauf hinweisen, dass man hier nichts erwarten darf was mit Peter Jacksons Interpretation des Hobbits zu tun hat. "The Hobbit" verwendet einen sehr ungewöhnlichen Zeichenstil der mehr an einen Holzschnitt erinnert.
Die Figuren erinnern zudem ein wenig an japanische Trickfilme, da sie große Augen und teilweise recht kuriose Proportionen haben.
Doch...und das hat mich wirklich überrascht. Man gewöhnt sich daran!

Denn letztendlich ist der Zeichenstil gar nicht mal so schlecht wie man zuerst denken könnte. Die Umgebungen sind wunderschön und mit viel Liebe zum Detail gezeichnet, und halten sich sehr eng an das Buch. Die Figuren sind wie schon gesagt etwas ungewöhnlich gestaltet, was aber auch daran liegen kann, dass unsere Vorstellung von Mittelerde sehr von Alan Lee und John Howe geprägt ist.
Da kommt einem alles was irgendwie "anders" ist sehr unpassend vor.

Bilbo wirkt recht pummelig aber ansonsten eigentlich ganz niedlich. Seine Füße sind allerdings so stark behaart, dass es eher nach einem Fell aussieht:)

Gandalf hat sehr kantige Züge und eine lustige Schnabelnase, die ihm ein sehr markantes Aussehen verleiht.
Allerdings hat Bakshi es mit seiner optischen Umsetzung von Mithrandir auch nicht anders gemacht.
Und alles in einem ist mir der Gandalf aus diesem Film hier eindeutig sympathischer!

Die Zwerge sehen ein wenig so aus wie die von "Schneewittchen".
Sprich, sie haben Kulleraugen und ein putziges Äußeres.
Wenn man genau hinsieht, kann man erkennen, dass alle Zwerge die miteinander verwandt sind ähnliche optische Merkmale haben. Kili und Fili allerdings lassen sich deswegen kaum noch voneinander unterscheiden.

Lediglich Thorin wirkt etwas strenger in seinem Aussehen, hebt sich allerdings auch nicht so stark von den anderen Gefährten ab, was eigentlich etwas schade ist, da er doch ein sehr wichtiger Zwerg ist.

Das Design von Elrond aus Bruchtal wirkt auch etwas anders als ich es mir früher immer vorgestellt habe.
So trägt er hier einen Ziegenbart und hat ein leuchtendes Diadem auf dem Kopf, was ausgesprochen feminin wirkt.

Doch während Elrond im Grunde noch annehmbar ist, wurde den Waldelben von Thranduil ein katastrophales Aussehen verliehen.
Diese wirken nämlich wie grünhäutige Kobolde und haben rein gar nichts mit Elben gemein. Zuerst dachte ich wirklich, dass man die Waldelben gegen irgendwelche Gnome ersetzt hat, doch der Text macht eindeutig klar, dass es sich Thranduil und seine Mannen handelt.

Die Orks und die Trolle wirken recht kurios und eher erheiternd als wirklich bedrohlich. Trotzdem finde ich sie hundertmal besser, als die potthässlichen schwarz gerenderten Orks aus der Bakshi-Version.

Gollum entspricht der Beschreibung aus dem Roman ziemlich genau, und sieht halt wie ein dunkelhäutiger Frosch mit Glubschaugen aus.
Allerdings fand ich Gollum trotz seines seltsamen Äußeren irgendwie gut gemacht, und die Szene mit den Rätseln war auch sehr unterhaltsam.
Wirklich bedrohlich wirkt allerdings auch Gollum nicht. Stattdessen hat man (irgendwie) die ganze Zeit Mitleid mit ihm, da er sehr unglücklich und traurig wirkt, was teilweise aber auch dem Buch entspricht.

Die Spinnen sehen allerdings wirklich doof aus, und ich musste sogar lachen, weil sie dermaßen albern wirken, dass man sich kaum noch zurückhalten kann:)

Der Drache Smaug hingegen sieht eigentlich ganz cool aus, und die Menschen aus Thal sind auch sehr schön gezeichnet. Hier kann ich wirklich nicht meckern.

Was die Handlung angeht, so dürfte diese inzwischen jedem Menschen (der nicht hinterm Mond wohnt) bekannt sein.
Erfreulich ist, dass sich dieser Trickfilm sehr nah ans Buch hält und soweit ich erkennen konnte nichts dazu erfindet, womit Jackson in seiner Umsetzung des Hobbits nämlich eindeutig übertrieben hat...

Allerdings wurden dafür einige Kürzungen in Kauf genommen, um eine kindgerechte Länge von etwa 65 Minuten zu erreichen. Beorn wurde gestrichen, und auch der Aufenthalt in dem Adlerhorst fehlt.
Auch ist zu erwähnen, dass seltsamerweise der im Buch für Thorin unersetzliche Arkenstein nicht ein einziges Mal erwähnt wird, und somit keine Rolle spielt.
Die Schlacht der fünf Heere wird auch sehr knapp abgehandelt, was allerdings verständlich ist, da es ja wie schon (mehrmals) gesagt ein Kleinkinderfilm ist.

Trotz der Kürzungen kommt man recht gut in der Handlung mit, und sollte keine allzu großen Schwierigkeiten haben, um zu verstehen worum es geht. Selbst jemand der die Romane nicht gelesen hat, wird da (vermutlich) keine Probleme haben.

Nochmal kurz zum Thema Gewalt. Die Kämpfe sind sehr kurz und absolut unblutig dargestellt.
Immer wenn ein Gegner (Spinne, Ork) getötet wird beginnt sich das Bild zu drehen und zu verschwimmen, um weitere Details zu verbergen.
Nur Smaugs Ende durch Bard und den schwarzen Pfeil wird direkt gezeigt.

Seltsamerweise sterben bei der Schlacht der fünf Heere allerdings weitaus mehr Zwerge als im Buch.
(Es wird zwar nicht gezeigt, aber Gandalf erwähnt am Ende, dass nur 7 von Bilbos Gefährten überlebt haben)
Vielleicht hat man versucht auf diese Art und Weise etwas mehr Dramatik in die Geschichte einzufügen, was jedoch nicht wirklich funktioniert, und damit völlig überflüssig ist.

Besonders positiv möchte ich übrigens auch den stellenweise sehr schönen und angenehmen Soundtrack erwähnen, welcher durchaus hörenswert ist.
Die Lieder entstammen größtenteils der Vorlage was dem Film sehr gut tut.

Ja, was gibt es sonst noch zu sagen...
Meiner Meinung nach ist der Hobbit-Zeichentrickfilm aus dem Jahre 1977 ein durchaus gelungener Ableger, wenn auch die Schwächen nicht übersehbar sind.
Trotzdem werden sich vor allem kleine Kinder sehr an der Umsetzung erfreuen, da es nichts gruseliges oder brutales zu sehen gibt.
Die Figuren sind allesamt nett anzuschauen und selbst die bösen Kreaturen wie Trolle oder Spinnen machen keinen sonderlich furchterregenden Eindruck.

Im Grunde kann man mit diesem Cartoon seine Kinder (falls vorhanden) sehr schön und behutsam an Tolkiens Welt heranführen, und so eine neue Generation von Mittelerde-Fanatikern heranzüchten. Muahahaha!

Doch Scherz beiseite. Ältere Semester und vor allem Leute die mit Tolkien rein gar nichts anfangen können, sollten sich diesen Streifen am besten schenken.
Er wird jenen (vermutlich) nicht sonderlich gefallen, da man doch einen gewissen Sinn für Niedlichkeit und lustige Lieder mitbringen sollte.
Erwachsene Tolkien-Fans welche genauso wie ich nicht genug von dieser Welt kriegen können sollten aber mal ruhig einen Blick riskieren.
Schließlich war ich zuerst auch sehr kritisch eingestellt, und wurde dann doch halbwegs positiv überrascht.

Ich persönlich finde diesen Trickfilm übrigens deutlich besser als die Umsetzung von Bakshi, weil er nicht mehr sein will als er nun mal ist: Ein netter kleiner Kinderfilm mit einigen schönen und erheiternden Momenten.

Einige Jahre später wurde übrigens (vom selben Team) eine inoffizielle Fortsetzung des nie vollendeten Bakshi-Films gemacht.
Diese behält die niedlichen Zeichnungen bei, und ist vom Stil her beinahe identisch mit dieser Film hier.
Allerdings habe ich den "Return of the King" Trickfilm bisher nur stückweise gesehen, und kann daher (noch) keine Wertung dazu abgeben. (Folgt noch)

Ich gebe diesem Trickfilm hier eine 6.5 Punkte-Wertung. Alle Leute die keine Tolkien-Fanatiker (so wie ich) sind können (oder besser gesagt sollten) 2 Punkte abziehen!

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Agent Smith93

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Den kann man sich kostenlos im Internet anschauen, aber nicht bei "Youtube".

Sondern bei "Dailymotion". Da hat ihn jemand auf vier Videos verteilt hochgeladen.

Gib einfach bei Google "The Hobbit 1977" ein und dann wirst du es gleich auf der ersten Seite sehen.

Bei Youtube gibt es nur Ausschnitte zu sehen. Komplett nur dort.


Drehmumdiebolzen

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Ok, super dank dir!
Die Lauflänge liest sich ja schon ziemlich ironisch gegenüber Jacksons 8-9 Stunden Epos ;P


Ralph Bakshi

Agent Smith93

Ich habe mir (heute) nach sehr langer Zeit mal wieder den "Herr der Ringe" Zeichentrickfilm von Bakshi aus dem Jahre 1978 angeschaut, und muss traurig sagen, dass er noch schlechter ist als in meiner Erinnerung!

Mit diesem Streifen hat Bakshi Tolkiens Werk in filmischer Hinsicht beinahe zerstört und fast schon eher parodiert!
Doch was noch schlimmer ist, ist der Mann selbst. In dem beigefügten Bonusmaterial zu jenem Film gibt sich Bakshi dermaßen überheblich und selbstverliebt, dass einem richtig übel werden könnte.
Die ganze Zeit beweihräuchert er sich selbst, und seine Söhne behaupten sogar, dass es ohne ihn keine richtigen Animationsfilme mehr geben würde, was ich als eindeutig übertrieben erachte.
Eigenlob stinkt Mr. Bakshi, merken sie sich das, und ein so guter und wegweisender Filmemacher sind Sie nun wirklich nicht.

Das einzige was mich mit Herrn Bakshi verbindet ist seine tiefe Abneigung gegen Disney!

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Cupio

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Also "Fritz the Cat" und "Starker Verkehr" habe ich abgefeiert! ^^


Agent Smith93

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"Fritz the Cat" kenne ich ein bisschen. Naja, ganz nett diese versaute Art, wenn auch nicht weltbewegend. Den anderen kenne ich nicht. Außer vom Namen her.


Brian Tyler

Agent Smith93

Ich hatte wirklich große Bedenken, als ich erfahren habe, dass (der mir zu diesem Zeitpunkt unbekannte) Brian Tyler nach dem Tod von Altmeister Jerry Goldsmith (Ruhe in Frieden) das musikalische Ruder für die Rambo-Reihe übernehmen sollte.

Und das sogar auf persönlichen Wunsch von Sylvester Stallone. Doch meine Sorgen wurden sehr schnell zerstreut, nachdem ich den Film gesehen, und mir bald darauf den dazugehörigen Soundtrack zugelegt habe.

Brian Tyler hat bei diesem Film (John Rambo) hervorragende Arbeit geleistet, und das vor allem aus dem Grund, dass er die Arbeit von Goldsmith nicht zu übertreffen bzw. zu überschatten versuchte.
Stattdessen ging Herr Tyler sehr behutsam und höchst respektvoll mit dem Werk seines Vorgängers um, und modernisierte es lediglich an einigen Stellen.

Herausgekommen ist ein Soundtrack der wahrlich aus der Feder von Jerry Goldsmith selbst hätte stammen können!

Das schönste Stück ist wie ich finde (neben dem unerreichbaren Rambo-Thema natürlich) das äußerst emotionale "Battle Adagio". Es ist so rührend schön, dass einem fast die Tränen kommen.

Lieber Herr Tyler, wenn Goldsmith diesen Soundtrack hätte hören können, wäre er bestimmt sehr stolz auf Sie!

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twentyfour

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Sie kam kurz bevor ich zur Arbeit musste, so gegen 4 Uhr 30 etwa. Hat die Ballade Somewhere Over the Rainbow als Tribut an den Film Wizard of Oz gesungen. Ein uralter Kinderfilm. Bekam dafür Standing Ovationen, war sehr emotional.


MaceWindu1998

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Kann dir nur zustimmern. Er hat wieder das klassische Rambo-Thema verwendet, wie ich es in Teil 2 und 3 sehr vermisst hatte!


Richard Crenna

Agent Smith93

Für mich wird er wohl immer nur Colonel Samuel Trautman bleiben, obwohl er auch in vielen anderen Filmen hervorragende Arbeit geleistet hat!

Richard Crenna war ein sehr charismatischer Darsteller der stets eine große Würde und Menschlichkeit ausgestrahlt hat. Eine echte Respektsperson.

Ich bin wirklich froh, dass er diese Rolle (Trautman) bekommen hat, denn ursprünglich sollte eigentlich Kirk Douglas Rambos Ausbilder spielen.

Kein anderer Darsteller neben Stallone hat die Rambo-Reihe so geprägt wie er. Gott sei Dank verzichtete Sly darauf den inzwischen verstorbenen Trautman-Darsteller im vierten Teil neu zu besetzen. Jedoch gibt es in einer Traumsequenz einige kurze Momente (aus den alten Filmen) mit Crenna zu sehen.

Ich werde diesen fantastischen Schauspieler immer in guter Erinnerung behalten, und freue mich stets darauf einen Film mit ihm zu sehen.

Noch ein paar kleine Fakten zu Herr Crenna:

Später parodierte er seine Rolle als Col. Trautman höchstpersönlich im Film "Hot Shots: Der 2. Versuch", seine Eltern waren außerdem beide italienischer Abstammung.

Zum Schluss noch ein schönes Zitat von Trautman aus Rambo 3:
John, ich will dir eine Geschichte erzählen...
Es war einmal ein Bildhauer, der aus einem Stein eine wunderschöne Skulptur meißelte. Alle Dorfbewohner bewunderten den Bildhauer und lobten ihn für seine schöne Arbeit.
Da antwortete der Bildhauer, dass die Skulptur schon vorher da war, er habe nur den Stein um sie herum entfernt.
Ich will dir damit sagen John, dass wir dich nicht zur Kampfmaschine gemacht haben die du bist, wir haben nur die rauen Ecken entfernt!

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Cupio

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Crennas Ausstrahlung als Trautman war dermaßen intensiv, daß sofort einleuchtete wie dieser Mann "seine Jungs" motivieren konnte in die Hölle hinabzusteigen. Richard legte exakt die richtige Mischung aus unantastbarer Autorität und väterlicher Zugewandtheit in die Rolle. Ich hatte während meiner Bundeswehrzeit nur einmal in fünf Jahren Gelegenheit dazu einen Hauptmann des KSK (der aktiv nicht mehr an Kommandooperationen teilnahm) im Rahmen einer Nachwuchswerbung dienstlich kennenzulernen.
Ich war fasziniert von der absoluten Ruhe und Bestimmtheit dieses Mannes, der so wirkte als wüßte er immer genau worauf es ankam! Das war stellenweise schon beinahe ein wenig unheimlich.
Daran wird deutlich wie nahe Crennas Darstellung an die Realität angelehnt war.
Bewegend empfand ich auch Stallones Stellungnahme zum Fehlen Trautmans in "John Rambo": "Ihn zu ersetzen hätte für mich bedeutet sein Andenken zu schmälern. Für mich ist Trautman genauso gestorben wie Richard, und ich sehe keinen Grund daran etwas zu ändern!"


Marc de Jonge

Agent Smith93

Im Gegensatz zum hervorragend spielenden Steven Berkoff (Lt. Podovsky) konnte mich Marc de Jonge als russischer Gegenspieler von John Rambo leider nicht wirklich von sich überzeugend.

Vielleicht lag es auch am Drehbuch, dass seinen Charakter Colonel Zaysen auf einen fast schon zu klischeehaften Schurken degradierte, aber auch darstellerisch schaffte es Herr Jonge eigentlich nur böse zu gucken.

Von allen Antagonisten im Rambo-Universum hinterlässt dieser zweifellos am wenigsten Eindruck.

Immerhin sind die Wortgefechte zwischen Zaysen und Col. Trautman auch heute noch sehenswert:

Wo sind die Raketen? Ganz nah... Wie nah??? In ihrem Arsch!

Wer glauben sie ist dieser Mann (Rambo) Gott? Nein, Gott kennt Gnade, er nicht!

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Cupio

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P.S. Ich persönlich hätte Zaysen gerne mit ein wenig mehr menschlichen Zwischentönen gesehen (vielleicht ebenfalls ein Opfer im Stil eines Col Kurtz?) und glaube, daß De Jonge (der übrigens mittlerweile verstorben ist) genau dafür der richtige Mann gewesen wäre.


Agent Smith93

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Genau, das hast du sehr schön ausgedrückt Cupio. Ich fände es auch besser, wenn Zaysen nicht so primitiv böse wäre.

Zwar war Podovsky aus Teil 2 auch nicht gerade ein tiefgehender Charakter, aber Berkoff hat ihn mit so viel fiesem Charme gespielt, dass er einem (zumindest als Rambo-Fan) immer im Gedächtnis bleibt.

Ja, De Jonge ist sehr früh verstorben. So weit ich weiß durch irgendeinen Unfall. In Frankreich war er ja sehr hoch angesehen.


Gästebuch

StephanNamaste

Sei gegrüßt ich dachte mir bei der großen Übereinstimmung schick ich ne Freundschaftsanfrage raus...

FrEAk0

A A A A Anfrage d d da lass :) Es sind zwar nur 40 % Übereinstimmung, dennoch mag ich deine Kommentare sehr ;)

TheBruceWayne

Ja, danke :) Son Goku war immer einer der großen Helden meiner Kindzeit. Bei Dragonball/Dragonball Z mochte ich aber vor allem immer Piccolo :). Dein "Gummibärenbande" Kommentar hat mich auf das Bild gebracht. Ich werde demnächst vllt auch ein kleines Kommentarchen zu einer meiner Kindheitserien verfassen :) Ich finde die werden hier zu wenig beachted, vor allem da sie viel besser, liebevoller waren als der Schund von heute, wo alles gleich aussieht. Ich könnte mir heute noch vieles ansehen. Egal ob Gummibärenbande, Chip und Chap von Disney oder Dragonball/One Piece(Digimon/Pokemon aus Japan oder diverse Warner Produktionen zu Batman/Doug Funny :) Wenn man sich das heute ansieht kannn man nur traurig werden :( Lobhudeleien für HDR sind nie schlecht aber für den Speakers Corner eher ungeeignet. Hört sich echt interessant an dein Konzept. Irgendwo hab ich mal gelesen, dass Tolkien die Rechte für die Filme für einen Spottpreis anboot, da sie ja damals sowieso für unverfilmbar gehalten wurden. Gut, dass da ein Jackson kam. Allein die Entstehungsgeschichte zu HDR als Film in den 90ern ist ein Corner wert :)

Vllt solltest du mal ein Praktikum bei MP machen, Du schreibst ja echt ne Menge und sorgst dafür das der Speakers Corner nicht abgeschaltet wird :)

Aurea

Das bin ich :)

Aurea

Hey, interessante Kommentare und 48% Gemeinsamkeiten, dich hätte ich gern auf meinem Dashboard, vielleicht find ich so neue Filme :)

TheBruceWayne

Sry wegen der unglaublichen Verspätung der Antwort. Bin nur grad voll im Stress und schau deshalb nur hin und wiederhier in MP rein Agent :(. Habe deinen letzten Rambo Corner bereits gelesen und fand ihn wie immer sehr gelungen. Ich teile deine Ansicht dass der Film nicht bloß ein reiner Actionfilm war (ich interessieremich auch für die Region rund um Burma/Myanmar). Vllt bringen die deinen HDR Text etwas später heraus, da die vllt noch einen anderen User dazwischen stellen wollen. Deinen HDR Text mit den epischen Ausmaßen für Notzeiten vllt...ZU lesen bekommen wir ihn aber sicher noch :)

bis die Tage, Bruce.

Filmromantikerin

Zum einen wollte ich mit meinem Einwand sagen, dass ich persönlich Zeichentrick sehr wohl auch heute noch sehr viel abgewinnen kann und es für mich eine Kunstform ist, die keinesfalls auf Kinder beschränkt ist. Auch abseits von Nostalgie kann ich vielen gezeichneten Filmen und Serien was abgewinnen und finde es eben manchmal auch einfach schön, mir diese bewegten Zeichnungen anzusehen. Und oft zählt dann doch einfach die Unterhaltung, die auch bei mir mit 22 noch funktioniert.
Bei Disney bin ich zwar schon bei dir, stehe dem aber einfach nicht mit so einer Abscheu gegenüber, denn es bleiben uns die alten Filme und Serien. Was sie heute machen, ignoriere ich einfach größtenteils und stille meinen Hunger nach Zeichentrick woanders (z. B. Ghibli).
Zur allgemeinen Ablehnung vom heutigen Kinderprogramm hab' ich mich schon geäußert, z. B. mit: "Wichtig ist halt die Erkenntnis, dass es damals wie heute gute so wie weniger gute bis schlechte Serien gab und gibt und man sich halt die passenden herauspicken muss." Wir schauen oft durch eine rosarote Brille auf das vergangene Fernsehprogramm ("Früher war alles besser") und übersehen, dass es damals genauso Mist gab, dem wir entweder als Kind gnädiger begegneten, es verdrängen oder gar damals schon einfach sofort umgeschaltet haben. Und als Erwachsene haben wir manchmal einfach andere Ansprüche an Zeichentrickserien als Kinder. Für die gibt es auch heute eine große Fundgrube, aus denen sie sich die Juwelen heraussuchen müssen. Und mir sind auch schon moderne Zeichentrickserien untergekommen, die mich sehr wohl ansprechen. Natürlich finde ich es auch schade, dass der Zeichentrick an sich immer mehr verschwindet und solchen kruden 3D-Animationen weichen muss und ich werde auch meine potentiellen zukünftigen Kinder mit all meinen liebsten Serien aufwachsen lassen, aber ihnen auch das aktuelle Programm nicht vorenthalten. Am Ende liegt es ja an ihnen, was ihnen besser gefällt.

SoulReaver

Ja, bin ich.

>MARVEL<

Cool! Bin sehr gespannt. :D

Drax

Danke für die Anfrage! Gerne angenommen :)


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