Die Fans haben schon das Original, das Remake ist für die Zielgruppe mit "anderen" Ansprüchen. Solange das Projekt keinen Kritikerliebling als Regisseur bekommt, kann man sich eigentlich nur vor dem Ergebnis fürchten.
Der Plot verspricht eine infantile Hau-Drauf-Flachmödie mit potenziellem Kultstatus, allerdings verdampft sämtliches Gagpotenzial noch vor der Zündung. Schade!
Das verfilmte Glossar aller Begriffe, die 2011 zum hip&modern Life gehören und nebenbei zu einer relativ vorhersehbaren aber nicht unerträglich klischeehaften Liebesbeziehung verzwirbelt wird.
Dass der Film so unglaublich zeitnah zwischen iPads, Apps und Flashmobs, offenen Beziehungen, ungezwungenem Sexualverhalten und übertriebener Aufgeschlossenheit in das Sinnbild des idealisierten Internets passt, nimmt ihm leider jegliche Chance auf Zeitlosigkeit und letztendlich auch auf das gewisse Kultpotenzial, das in diesem von John Hughes inspirierten Genre schlummert.
Wir brauchen ein neues Urheberrecht und Firmen, die Filme und Musik vertreiben (gewissermaßen also auch Kinos) brauchen eine neue Nutzer- und Preispolitik. Das ist der einzig effektive Weg, "gegen" kino.to vorzugehen. Wer mit Gewalt gegen kino.to vorgeht, geht großteils mit Gewalt gegen Filmfans vor. Und DAS vergrault Kinogänger.
Ach, die einen Filme verzögert erscheinen zu lassen, damit andere Filme mehr Zeit haben, Umsatz zu machen, ist doch absolut keine chinesische Erfindung.
Erinnert sich eigentlich noch jemand an Harry Potter 6? Da ist genau das passiert.
China-Bashing ist in meinen Augen einfach nur dumm. Die Qualitäten, Kompetenzen und Potenziale Chinas weiß ein westliches Hirn leider selten zu erkennen.
Durch die zehn Oscarnominierungen war meine Erwartung an den Film ziemlich hoch. Dass es bei den Nominierungen blieb hat mich in der Oscarnacht verwundert, im Nachhinein kann ichs allerdings komplett nachvollziehen.
Der Film legt knallhart los, kommt schnell in Fahrt und handelt ziemlich straight die Suche nach Tom Chaney ab. In einem Wechselspiel aus Humor und Ernstheit, wozu die brilliante Cast noch mehr beiträgt als das Drehbuch, kommt nie Langeweile auf - allerdings auch keine Spannung. Der Film bleibt relativ flach und höhepunktlos, die reingeklatschte "Katastrophe" der (Achtung Spoiler) von einer Schlange gebissenen Mattie Ross überschattet die unbefriedigende Lösung des Problems, worauf der Film zuvor anderthalb Stunden lang hingearbeitet hat, leider gänzlich und das Ende wirkt angesetzt und unnötig - macht den ganzen Aufwand gewissermaßen "pointless".
Aus dem Ende hätte man richtig viel rausholen können, stattdessen wird einem ein kommentarloses Blabla serviert, was für mich unverständlich war. In Hinsicht auf die Regieleistung wird man von den Coens allerdings nicht enttäuscht. In ihrer soliden "Westernhommage" erkennt man sogar ein bisschen die Handschrift von Produzent Spielberg.
Ich bin Zivildienstleistender in nem Altenheim. Der Umgang mit Demenzkranken wirkt auf der einen Seite inszeniert - fast schon wie Slapstick oder ne Sitcom. Auf der anderen spürt man unterschwellig diese Trauer und die wahren Gefühle der Dementen, denn hinter ihrer Krankheit verbirgt sich immer noch diese sehr alte Person, die so unendlich viel im Leben mitgemacht hat, und ab und zu funkelnde Momente hat, in der sie ganz kurz alles wieder durchzublicken scheint.
Es ist unheimlich bewegend und spannend, diese Menschen zu beobachten und sich mit ihnen zu unterhalten. Und ich gebe zu - es macht vor allem Spaß, Spielchen zu treiben. Man weiß die Antworten und Fragen der Alzheimerpatienten schon von vorherigen Gesprächen und ist doch immer wieder überrascht, dass diese je nach Stimmung des Gesprächs variieren*. Es fühlt sich an wie inszeniert, als wäre man Teil einer Theaterprobe. Für mich also top Inspiration für nen Film.
*Bsp:
97 (!) Jahre alte Frau: "Ich komm aus Wilhelmsfeld, des liegt bei Heidelberg. Und meine Eltern wohnen da immer noch."
Ich: "Echt? Wie alt sind die denn so ungefähr?"
Frau: "*lacht* ... Soo alt sind se noch garnet, aber... Ich sags mal so... ganz beweglich sind se nemmehr."
"Our Daily Bread" legt einen abstrakten Existenzialismus an den Tag, der Maschinen, Pflanzen, Tiere und Menschen in eine merkwürdige Beziehung zueinenader rückt.
Wer existiert hier aus welchem Grund und kann man dabei überhaupt von Leben reden?
Diese extreme Sachlichkeit, die die Arbeitsabläufe sehr pur in Bild und Ton darstellt, degradiert das Tier zum Filet, indem man zeigt, wie aus einem Rind ein Stück Fleisch wird. Es ist ekelerregend und befremdlich, wie die lebendigen Tiere am Fließband Stück für Stück unter fast chirurgischen Umständen zu etwas werden, das im Teller lecker aussieht und nicht im entferntesten an ein Teil eines Lebewesens erinnert.
Die arbeitsabläufe sind automatisiert und das Tier ist genau auf die Massenabfertigung gezüchtet. "Es geht darum: Wie können die Viecher möglichst effizient und kostensparend geboren, aufgezogen, und gehalten werden, und wie muss ich sie behandeln, dass sie die Zeit und den Weg zum Schlachthof möglichst unbeschadet und frisch überstehen? Das ist der Skandal unseres Lebensentwurfs, weil diese ökonomische, „seelenlose“ Effizienz in einem wechselseitigen Verhältnis zu der Lebensweise unserer Gesellschaft steht." (Nikolaus Geyrhalter)
Wie kann man noch mit Appetit essen, nachdem man diesen Film gesehen hat? Dieses Paradox bekommt man vor allem dann zu spüren, wenn man den Arbeitern beim Essen zusieht. Man distanziert sich aus Selbstschutz, denn sonst könnte man prinzipiell nur noch Fallobst und Aas verspeisen, ohne Gewissensbisse zu haben.
Man kann diesen Film nur kritisch betrachten, denn dazu fordert er auch auf. Man kann nicht von Einblicken sprechen, denn die Aufnahmen sind alles andere als zufällig - die Bildkompositionen sind so nackt und unkommentiert, und trotzdem weiß man genau, was man davon halten sollte.
Die Vater-Unser-Anspielung kann man übrigens auch ironisch verstehen, denn der Mensch erhebt sich hier zum Gott und erschafft neue Arten, Rassen, gewaltige Maschinen, und Methoden, den Landwirtschaftsapparat zu automatisieren.
Bei aller Liebe zum "Analogfilmen" - der Charme von 16 und 35mm-Filmen ist unvorstellbar teuer; nicht nur was Materialkosten an photochemischen Bildträgern und deren Entwicklung und Kopien kostet, sondern auch was Abspielgeräte in Kinos und die Möglichkeiten der Weiterverarbeitung angeht.
Ich denke, gerade aufstrebenden Filmemachern ist die digitale Sparte ein großer Segen und eine echte finanzielle Erleichterung. Und die REDs kommen immer näher an das 35mm-Feeling ran, wobei sie nur noch ein Bruchteil der Kosten verursachen.
Deine Kommentare
Anastasius
über Morning Glory 2011/11/22 00:41:01
Fluffig!
[und nen halben Extrapunkt für den 40yo Bruichladdich. Mhh... ]
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Anastasius
Kommentare 2011/10/21 17:11:10
Die Fans haben schon das Original, das Remake ist für die Zielgruppe mit "anderen" Ansprüchen. Solange das Projekt keinen Kritikerliebling als Regisseur bekommt, kann man sich eigentlich nur vor dem Ergebnis fürchten.
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Anastasius
über Slammin' Salmon - Butter bei die Fische! 2011/10/12 01:14:37
Der Plot verspricht eine infantile Hau-Drauf-Flachmödie mit potenziellem Kultstatus, allerdings verdampft sämtliches Gagpotenzial noch vor der Zündung. Schade!
Dennoch eine nette leichte Kost zum Zeitvertreib.
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Anastasius
über Freunde mit gewissen Vorzügen 2011/09/12 23:17:54
Das verfilmte Glossar aller Begriffe, die 2011 zum hip&modern Life gehören und nebenbei zu einer relativ vorhersehbaren aber nicht unerträglich klischeehaften Liebesbeziehung verzwirbelt wird.
Dass der Film so unglaublich zeitnah zwischen iPads, Apps und Flashmobs, offenen Beziehungen, ungezwungenem Sexualverhalten und übertriebener Aufgeschlossenheit in das Sinnbild des idealisierten Internets passt, nimmt ihm leider jegliche Chance auf Zeitlosigkeit und letztendlich auch auf das gewisse Kultpotenzial, das in diesem von John Hughes inspirierten Genre schlummert.
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Anastasius
Kommentare 2011/09/03 10:39:44
Hat n bisschen was von LOST. Nur ohne das, weswegen man Fan der Serie wurde. Wenn "Lost" "Star Wars" wäre, dann wäre "Terra Nova" "Avatar".
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Anastasius
Kommentare 2011/07/23 15:47:06
Wir brauchen ein neues Urheberrecht und Firmen, die Filme und Musik vertreiben (gewissermaßen also auch Kinos) brauchen eine neue Nutzer- und Preispolitik. Das ist der einzig effektive Weg, "gegen" kino.to vorzugehen. Wer mit Gewalt gegen kino.to vorgeht, geht großteils mit Gewalt gegen Filmfans vor. Und DAS vergrault Kinogänger.
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Anastasius
Kommentare 2011/07/23 15:37:31
Wo war Star Wars Episode III ? ;D
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Anastasius
Kommentare 2011/07/23 15:29:28
Ach, die einen Filme verzögert erscheinen zu lassen, damit andere Filme mehr Zeit haben, Umsatz zu machen, ist doch absolut keine chinesische Erfindung.
Erinnert sich eigentlich noch jemand an Harry Potter 6? Da ist genau das passiert.
China-Bashing ist in meinen Augen einfach nur dumm. Die Qualitäten, Kompetenzen und Potenziale Chinas weiß ein westliches Hirn leider selten zu erkennen.
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Anastasius
über Eine Insel namens Udo 2011/06/06 23:24:48
Schmunzelflachmödie.
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Anastasius
Kommentare 2011/05/19 22:31:17
http://vimeo.com/8722055
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Anastasius
über Sucker Punch 2011/05/01 16:55:46
HÄTTE der beste Porno aller Zeiten werden können.
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Anastasius
Kommentare 2011/03/12 00:04:57
blabla... booom...blabla....boom....blabla....boom..booooom..boomboomboom...blabla. super 8
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the gaffer 2011/03/12 12:11:44
Antwort löschenSo sieht wahrscheinlich auch das Drehbuch aus.
stalker 2011/03/15 18:56:11
Antwort löschenWoher hast du diesen Drehbuchauszug?
Anastasius
Kommentare 2011/03/05 22:47:33
Wer Filme hasst, hat hier meiner Logik nach nichts zu suchen.
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Anastasius
über True Grit 2011/03/03 05:51:44
Durch die zehn Oscarnominierungen war meine Erwartung an den Film ziemlich hoch. Dass es bei den Nominierungen blieb hat mich in der Oscarnacht verwundert, im Nachhinein kann ichs allerdings komplett nachvollziehen.
Der Film legt knallhart los, kommt schnell in Fahrt und handelt ziemlich straight die Suche nach Tom Chaney ab. In einem Wechselspiel aus Humor und Ernstheit, wozu die brilliante Cast noch mehr beiträgt als das Drehbuch, kommt nie Langeweile auf - allerdings auch keine Spannung. Der Film bleibt relativ flach und höhepunktlos, die reingeklatschte "Katastrophe" der (Achtung Spoiler) von einer Schlange gebissenen Mattie Ross überschattet die unbefriedigende Lösung des Problems, worauf der Film zuvor anderthalb Stunden lang hingearbeitet hat, leider gänzlich und das Ende wirkt angesetzt und unnötig - macht den ganzen Aufwand gewissermaßen "pointless".
Aus dem Ende hätte man richtig viel rausholen können, stattdessen wird einem ein kommentarloses Blabla serviert, was für mich unverständlich war. In Hinsicht auf die Regieleistung wird man von den Coens allerdings nicht enttäuscht. In ihrer soliden "Westernhommage" erkennt man sogar ein bisschen die Handschrift von Produzent Spielberg.
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Anastasius
über Jane Eyre 2011/03/03 05:33:31
Top Cast. Hab mir schon immer ne gute Verfilmung gewünscht weil ich, nunja - wie soll ich sagen ... - latent lesefaul bin.
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Anastasius
über Legende 2011/02/09 23:54:30
(THE) LEGEND (OF ZELDA).
Allein schon der Einfluss, den dieser Film hatte.
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Anastasius
Kommentare 2010/12/17 00:41:05
Ich bin Zivildienstleistender in nem Altenheim. Der Umgang mit Demenzkranken wirkt auf der einen Seite inszeniert - fast schon wie Slapstick oder ne Sitcom. Auf der anderen spürt man unterschwellig diese Trauer und die wahren Gefühle der Dementen, denn hinter ihrer Krankheit verbirgt sich immer noch diese sehr alte Person, die so unendlich viel im Leben mitgemacht hat, und ab und zu funkelnde Momente hat, in der sie ganz kurz alles wieder durchzublicken scheint.
Es ist unheimlich bewegend und spannend, diese Menschen zu beobachten und sich mit ihnen zu unterhalten. Und ich gebe zu - es macht vor allem Spaß, Spielchen zu treiben. Man weiß die Antworten und Fragen der Alzheimerpatienten schon von vorherigen Gesprächen und ist doch immer wieder überrascht, dass diese je nach Stimmung des Gesprächs variieren*. Es fühlt sich an wie inszeniert, als wäre man Teil einer Theaterprobe. Für mich also top Inspiration für nen Film.
*Bsp:
97 (!) Jahre alte Frau: "Ich komm aus Wilhelmsfeld, des liegt bei Heidelberg. Und meine Eltern wohnen da immer noch."
Ich: "Echt? Wie alt sind die denn so ungefähr?"
Frau: "*lacht* ... Soo alt sind se noch garnet, aber... Ich sags mal so... ganz beweglich sind se nemmehr."
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Arrow-Gunz 2010/12/18 10:39:43
Antwort löschenoder sie erzählen immer wieder das gleiche :D
Anastasius 2010/12/18 11:50:26
Antwort löschenDas ist wohl die unspektakuläre Tristheit an Alzheimer-Gesprächen. Aber es gibt wie gesagt die hellen Momente, die dann irgendwie doch überraschen.
Anastasius
Kommentare 2010/12/16 23:19:32
Das wird ein paar bittere Tränen bei meiner Freundin geben.
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Anastasius
über Unser Täglich Brot 2010/11/30 00:07:23
"Our Daily Bread" legt einen abstrakten Existenzialismus an den Tag, der Maschinen, Pflanzen, Tiere und Menschen in eine merkwürdige Beziehung zueinenader rückt.
Wer existiert hier aus welchem Grund und kann man dabei überhaupt von Leben reden?
Diese extreme Sachlichkeit, die die Arbeitsabläufe sehr pur in Bild und Ton darstellt, degradiert das Tier zum Filet, indem man zeigt, wie aus einem Rind ein Stück Fleisch wird. Es ist ekelerregend und befremdlich, wie die lebendigen Tiere am Fließband Stück für Stück unter fast chirurgischen Umständen zu etwas werden, das im Teller lecker aussieht und nicht im entferntesten an ein Teil eines Lebewesens erinnert.
Die arbeitsabläufe sind automatisiert und das Tier ist genau auf die Massenabfertigung gezüchtet. "Es geht darum: Wie können die Viecher möglichst effizient und kostensparend geboren, aufgezogen, und gehalten werden, und wie muss ich sie behandeln, dass sie die Zeit und den Weg zum Schlachthof möglichst unbeschadet und frisch überstehen? Das ist der Skandal unseres Lebensentwurfs, weil diese ökonomische, „seelenlose“ Effizienz in einem wechselseitigen Verhältnis zu der Lebensweise unserer Gesellschaft steht." (Nikolaus Geyrhalter)
Wie kann man noch mit Appetit essen, nachdem man diesen Film gesehen hat? Dieses Paradox bekommt man vor allem dann zu spüren, wenn man den Arbeitern beim Essen zusieht. Man distanziert sich aus Selbstschutz, denn sonst könnte man prinzipiell nur noch Fallobst und Aas verspeisen, ohne Gewissensbisse zu haben.
Man kann diesen Film nur kritisch betrachten, denn dazu fordert er auch auf. Man kann nicht von Einblicken sprechen, denn die Aufnahmen sind alles andere als zufällig - die Bildkompositionen sind so nackt und unkommentiert, und trotzdem weiß man genau, was man davon halten sollte.
Die Vater-Unser-Anspielung kann man übrigens auch ironisch verstehen, denn der Mensch erhebt sich hier zum Gott und erschafft neue Arten, Rassen, gewaltige Maschinen, und Methoden, den Landwirtschaftsapparat zu automatisieren.
...Und vergib uns unsere Schuld.
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Anastasius
Kommentare 2010/11/29 18:52:14
Bei aller Liebe zum "Analogfilmen" - der Charme von 16 und 35mm-Filmen ist unvorstellbar teuer; nicht nur was Materialkosten an photochemischen Bildträgern und deren Entwicklung und Kopien kostet, sondern auch was Abspielgeräte in Kinos und die Möglichkeiten der Weiterverarbeitung angeht.
Ich denke, gerade aufstrebenden Filmemachern ist die digitale Sparte ein großer Segen und eine echte finanzielle Erleichterung. Und die REDs kommen immer näher an das 35mm-Feeling ran, wobei sie nur noch ein Bruchteil der Kosten verursachen.
Zum Thema 3D schweige ich dezent.
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