Arakune
Arakune aus Berlin heißt Florian , ist 19 Jahre alt. Er hat sich Mon, 05 Apr 2010 23:18:46 -0000 auf moviepilot angemeldet und hat schon unglaubliche 572 Filme bewertet und legendäre 143 Kommentare geschrieben. Arakune ist Kritiker für CinemaForever, Im Wendekreis der Medien und hat unter anderem Chihiros Reise ins Zauberland als Lieblingsfilm. Mehr
| Name | Florian |
|---|---|
| Alter | 19 |
| Stadt | Berlin |
| Geschlecht | männlich |
| Schreibt sonst für | CinemaForever, Im Wendekreis der Medien |
| Meine Lieblingsschauspieler: | Jack Nicholson, Mads Mikkelsen, Johnny Depp, Benicio del Toro, Ewan McGregor, Kevin Spacey, Jeff Bridges, Daniel Day-Lewis, Hugo Weaving, Philip Seymour Hoffman, Viggo Mortensen, Leonardo DiCaprio, Bill Murray, Mos Def, Scarlett Johansson, Natalie Portman |
| Ich bin Fan von: | Mads Mikkelsen, Hayao Miyazaki, Angelo Badalamenti, Scarlett Johansson, Michael C. Hall, Alan Moore, Philip Seymour Hoffman, Paul Thomas Anderson, Alan Ball, Charlie Kaufman, David Lynch, Mos Def |
| Meine Lieblingsregisseure: | Hayao Miyazaki, Lars von Trier, David Cronenberg, Ang Lee, Wes Craven, Tim Burton, Jim Jarmusch, P.T. Anderson, David Lynch |
"Oh, he’s a smart one, isn’t he?"
Stereotype Charaktere in einer routiniert vorgetragenen Geschichte, wie es sie schon zuhauf gab. Der Regisseur Rupert Wyatt inszeniert auf opulent getrimmtes Affentheater und lässt der Ur-Geschichte kurzerhand eine simple Coming of Age-Story hinzudichten. Seine „Evolution“ beschränkt sich demnach im spartanischen Aufbegehren seiner hyperintelligenten…
"Oh, he’s a smart one, isn’t he?"
Stereotype Charaktere in einer routiniert vorgetragenen Geschichte, wie es sie schon zuhauf gab. Der Regisseur Rupert Wyatt inszeniert auf opulent getrimmtes Affentheater und lässt der Ur-Geschichte kurzerhand eine simple Coming of Age-Story hinzudichten. Seine „Evolution“ beschränkt sich demnach im spartanischen Aufbegehren seiner hyperintelligenten Primaten aus dem städtischen Zwinger mit anschließender Labor-Vernichtungstour. Hier und da noch mit überdeutlicher Hybris-Kritik ausgestattet, präsentiert sich „The Rise of the Planet of the Apes“ schnell als Tiefe suggerierender Sommer-Blockbuster. Die Zeichen standen in Anbetracht des beeindruckenden Motion Capturing-Verfahrens so gut, dass man zumindest ein optisch herausstechendes Prequel erwarten durfte, doch statt in die Special Effects zu investieren, wären fähigere Drehbuchautoren die wichtigere Anlaufstelle gewesen. So wird aus dem großen Filmklassiker samt seiner weitgreifenden Tier- und Affen-Metapher ein 08/15-Jugendfilm. Auf primitivste Weise soll der Zuschauer emotional manipuliert werden, keine Geste wird ausgelassen. Vermeintlich subtil versteckte „Easter Eggs“ und Referenzen an das Original beschränken sich beinahe ausschließlich auf einen tumben Schlagabtausch zwischen Mensch und Menschenaffe. Grundsätzlich mag die Prämisse, alle gängigen Coming of Age-Versatzstücke zur Humanisierung seiner tierischen Protagonisten zu instrumentalisieren, durchaus einfallsreich gewesen sein, in der Praxis erweist sich der Plot jedoch letztlich als ausgesprochen ideen- und substanzlos. Tatsächlich wird der 2011 veröffentlichte Film weniger wegen seiner inhaltlichen Qualitäten für längere Zeit unvergessen bleiben, sondern hauptsächlich dank seiner Effekte. Diese könnten wohl als einzige im gesamten Werk als annähernd revolutionär bezeichnet werden und dazu beitragen, dass uns bald womöglich eine gänzlich neue Kategorie bei den Oscars präsentiert werden wird: die des Performance Capture-Schauspiels.
9 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 1 Antworten
Ang Lee wirft einen ironischen Blick auf die gravierenden Ost-West-Verschiedenheiten und stachelt zum rasanten Versteckspiel der Scheinidentitäten an. Was anfangs noch witzig und ulkig anmutet, eskaliert spätestens ab dem titelgebenden Hochzeitsbankett, das mit grotesk-übertriebener Ausgelassenheit gleichzeitig anwidert und fasziniert. Aus der screwballesken Komödie wird ein tragisches Drama, eine…
Ang Lee wirft einen ironischen Blick auf die gravierenden Ost-West-Verschiedenheiten und stachelt zum rasanten Versteckspiel der Scheinidentitäten an. Was anfangs noch witzig und ulkig anmutet, eskaliert spätestens ab dem titelgebenden Hochzeitsbankett, das mit grotesk-übertriebener Ausgelassenheit gleichzeitig anwidert und fasziniert. Aus der screwballesken Komödie wird ein tragisches Drama, eine fesselnde Maskerade der Erwartungen und Hoffnungen, angetrieben durch einen Motor der Manipulation. Lediglich die auf Englisch stattfinden Passagen sind ehrlichen Charakters – ist man nur in der kulturellen Ferne in der Lage, die [persönliche] Wahrheit zu finden? Mit viel Feingefühl setzt der berühmte Autorenfilmer die zärtliche Beziehung des homosexuellen Paares in Szene, präsentiert sie als widerstandsfähige Kämpfer gegen die damaligen Konventionen. Familien- und Gesellschaftsstrukturen werden scharfsinnig analysiert; ein pikantes Beziehungs-Potpourri aus China, Taiwan und dem vermeintlich liberalen Amerika kreiert. Der seinerseits gebürtige Taiwanese behandelt die universellen Themen der Kommunikations-, Kultur- und Gesellschaftsdifferenzen, welche er gnadenlos ad absurdum zu führen scheint, obwohl sie meist der traurigen Realität entsprechen. Wenngleich im Gesamtbild noch etwas inhomogen wirkend, ist „Das Hochzeitsbankett“ ein irrwitziger, satirischer und zugleich todernster Blick auf die moderne Völkerverständigung und die dazugehörigen Toleranzgrenzen, der seine große Wirksamkeit aus der totalen Objektivität zehrt, was besonders dadurch verdeutlicht wird, dass sich die eine Hälfte des Publikums mit dem amerikanischen Pärchen identifiziert, während der andere Teil ausschließlich mit den asiatisch-traditionellen Eltern sympathisiert. So ist das 1993 produzierte Werk gar als gewitzter Aufklärungsfilm funktionierend, der anhand seines großen Erfolges genau die richtigen Töne getroffen zu haben scheint. Laut Ang Lee selbst lediglich die therapierende Sühne für seine eigene in New York abgefrühstückte Hochzeit und letztendlich so viel mehr als das: Die Kunst als belehrende Anleitung für ein harmonischeres Miteinander.
10 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Mutwillig werden an ihrem Geburtstag ihre Träume und Wünsche in dunstigem Rauch aufgelöst, den einzufangen unmöglich ist. Mia Wasikowska als nymphengleiche Jugendliche mit leicht autistischen Zügen im sexuell-intriganten Spiel der Macht gefangen, eingesperrt von Mutter (Nicole Kidman) und Onkel (Matthew Goode). Mit dem Animalischen erwacht auch die Sexualität, welche als Sinnbild und Zentrum kosmischer…
Mutwillig werden an ihrem Geburtstag ihre Träume und Wünsche in dunstigem Rauch aufgelöst, den einzufangen unmöglich ist. Mia Wasikowska als nymphengleiche Jugendliche mit leicht autistischen Zügen im sexuell-intriganten Spiel der Macht gefangen, eingesperrt von Mutter (Nicole Kidman) und Onkel (Matthew Goode). Mit dem Animalischen erwacht auch die Sexualität, welche als Sinnbild und Zentrum kosmischer Ordnung fungiert, und häufig mit einem Mutter-Tochter-Konflikt einhergeht. Der Regisseur Park Chan-wook scheint dabei das ganze Netz seiner Symboliken und Figuren um das vielfältig interpretierbare Bild der Spinne zu weben, und scheitert mehr als einmal beinahe an seinen großen Ambitionen, auch wenn er seine Kalender-Philosophie diesmal auf ein homogenes Minimum reduziert. Nach dem anfangs zögerlichen Erwachen der eigenen sexuellen Identität folgt die (feministische) Emanzipation, die in ihrer plötzlichen Erbarmungslosigkeit einem befreienden Kanonenschuss gleicht. Dazwischen tänzelt der Score des talentierten, aber leicht überschätzten Clint Mansell zwischen anstrengender Aufdringlichkeit und audiovisueller Brillanz. Mit seinem Hollywood-Debut inszeniert der Südkoreaner psychologischen Thrill der alten Schule, bei dem ganz klar der Weg das Ziel ist, und verneigt sich währenddessen nicht nur einmal vor dem großen Alfred Hitchcock. Sein verworrenes Beziehungsgeflecht ist dramaturgisch fesselnd und außergewöhnlich vielseitig fotographiert, wenngleich es in seiner großen Fülle an Motiven und Metaphern des Öfteren im Begriff ist, sich selbst das Bein zu stellen.
11 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 2 Antworten
Arakune Mon, 08 Apr 2013 17:22:18 -0000
Antwort löschenIch persönlich mag den schon; hat enorm viel Charisma, was aber auch zu einem Großteil an seinen Rollen liegen mag. Bei STOKER gilt für mich aber eh: Wasikowska > Goode
[...] Es ist in höchstem Maße unverständlich, warum der Drehbuchautor H.J. Wyman mit dem Vermitteln moralischer Werte kokettiert, während seine Protagonisten bravouröse Negativ-Beispiele darstellen, welche durch den Einsatz von lakonischem Humor und intimen Momenten gleichzeitig zu Sympathieträgern erhoben werden. Diese Ambivalenz zwischen theoretischem Duktus der Geschichte und den evidenten vermittelten moralischen Werten ist es letztlich, welche „Dead Man Down“ für jeden denkenden Menschen ungenießbar, ja geradezu abscheulich machen. [...]
Kritik im Original 6 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
[...] Trotz eines durchaus vielversprechenden Anfangs und des wohl transportierten Gefühls einsamer Andersartigkeit verfällt der Plot kurz nach Betreten des Wunderlandes in dröge High-Fantasy. Lewis Carrolls wahnwitzig verdrehte Nonsense-Dialogie weicht konventionellem Prophezeihungsgeschwafel und aus der erfrischenden Unberechenbarkeit wird plötzlich dröge narrative Stringenz. Lediglich in raren…
[...] Trotz eines durchaus vielversprechenden Anfangs und des wohl transportierten Gefühls einsamer Andersartigkeit verfällt der Plot kurz nach Betreten des Wunderlandes in dröge High-Fantasy. Lewis Carrolls wahnwitzig verdrehte Nonsense-Dialogie weicht konventionellem Prophezeihungsgeschwafel und aus der erfrischenden Unberechenbarkeit wird plötzlich dröge narrative Stringenz. Lediglich in raren Moment offenbart sich einem die typische burtoneske Verspieltheit, wenn ein lobenswert aufgelegter Johnny Depp von seinem berühmten Futterwacken-Tanz schwärmt oder sich ein abgehalfteter Hase und eine mit einer Nadel bewaffnete Maus gegenseitig wahllos mit Tee-Geschirr bewerfen – viel zu spärlich wird Carrolls kultivierter Wahnsinn in Disneys Popcorn-Großproduktion eingesetzt. Und dabei bietet diese nicht einmal die sonst die narrative Konservativität relativierenden Vorteile technischer Möglichkeiten: Obwohl sich der Plot von „Alice im Wunderland“ theoretisch wunderbar dafür eignen würde, haftet dem surrealen Zauberreich stets das unangenehme Gefühl schlecht emulierter Plastizität an. [...]
Kritik im Original 11 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
[...] Eine „The Best Offer“ angemessene Kritik zu verfassen, fällt schon allein deshalb sehr schwer, weil man für eine äquivalente Auseinandersetzung mit dem Werk des einstigen Cannes-Jury-Mitglieds unweigerlich auf die 180°-Wendung eingehen muss, mit welcher der Film daherkommt. Täte man dies allerdings zu tiefgehend, könnte man dem potenziellen Zuschauer womöglich den ganzen Kinobesuch verderben…
[...] Eine „The Best Offer“ angemessene Kritik zu verfassen, fällt schon allein deshalb sehr schwer, weil man für eine äquivalente Auseinandersetzung mit dem Werk des einstigen Cannes-Jury-Mitglieds unweigerlich auf die 180°-Wendung eingehen muss, mit welcher der Film daherkommt. Täte man dies allerdings zu tiefgehend, könnte man dem potenziellen Zuschauer womöglich den ganzen Kinobesuch verderben. Dieser „Twist“ ist es nämlich, der das in Europa produzierte Werk vor der Durchschnittlichkeit errettet, welche ihn ungefähr ab der Mitte des Films zu ereilen droht, und partiell auch für einige Längen sorgt. Tatsächlich avanciert die ursprünglich psychologisch recht interessante Charakter-Konstellation ab der Enthüllung der Unbekannten immer mehr zum klassischen Romantik-Kino, was hingegen – und das muss man „The Best Offer“ zugestehen – der inhaltlichen Bedeutung wegen geschieht, an der bloßen Tatsache und besagtem Leerlauf aber nichts ändert. [...]
Kritik im Original 5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Gästebuch
Hooded Justice Fri, 01 Mar 2013 16:41:33 -0000
Yeay. :)
Was für ein Gefühl, einen solch vollendeten Burton mal wieder sehen zu können.
Hendrik Sun, 23 Dec 2012 17:35:41 -0000
Danke für die Anfrage und das Lob! Wir sind uns ja glaube ich schon ein paarmal über den Weg gelaufen, das letzte Mal unter einem BUFFY-Staffelkommentar, wenn ich mich nicht irre? Falls wir uns in den nächsten Tagen nicht mehr schreiben, wünsche ich dir schonmal frohe Weihnachten! LG, Hendrik
JackoXL Thu, 20 Dec 2012 09:21:20 -0000
Bitte, du hast es so gewollt. ;)
Vielen Dank, sehr gerne angenommen. Auf gute Freundschaft. :)
Mine Tue, 18 Dec 2012 13:42:53 -0000
Also mit dem titel co-autorin darf ich mich glaub ich nicht rühmen, da bin ich einfach viel zu schreibfaul :D aber html-managerin klingt ja mal nicht schlecht :D mit welchem bollian hab ich es denn zu tun?
Punsha Wed, 28 Nov 2012 15:20:38 -0000
Danke, gern angenommen. Kann ich nur zurückgeben. :)
Liebe Grüße
Jenny von T Tue, 27 Nov 2012 11:26:55 -0000
Bei so sympathischen Lieblingsfilmen und diesem Profilbild kann ich wohl kaum "Nein" sagen. :-) Gerne angenommen!
Logge Dich jetzt ein, um einen Gästebucheintrag zu schreiben.
Lieblingsfilme
Lieblingsserien
Hassfilme
Freunde von Arakune
Meine Clubs
Lieblingskinos
- Astor Film Lounge
- Brotfabrik im Kunst- & Kulturzentrum
- CineStar EVENT Cinema im Sony Center
- UCI KINOWELT Friedrichshain
Trophäen
Florian ist Kritiker für CinemaForever, Im Wendekreis der Medien.
Florian schreibt als Kritiker für CinemaForever, Im Wendekreis der Medien.




















In elegischer Schönheit gleitet Travis in seinem metallischen Sarg durch die urbane Kanalisation voller Abschaum und schmutzigem Gesindel. Es sind Bilder, in denen die Grenze zwischen Traum und Realität immer weiter zu schwinden scheint – dunstige Abgase, grelle Neonlichter, Prostituierte und Zuhälter. Poetisch greifen der Drehbuchautor Paul Schrader und Regie-Veteran Martin Scorsese das Prinzip…