Bandrix - Bandrixs Kommentare zu Filmen

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Bandrix
über Extrem laut und unglaublich nah

7.0Sehenswert

„Extrem laut und unglaublich nah“ überrascht.
Entgegen mancher Erwartungen bekommt der Zuschauer hier nicht ein vor Kitsch triefendes Machwerk geboten.
Viel eher nimmt er seine Charaktere überaus ernst, lässt uns am Schicksal des kleinen Jungen Oskar teilhaben.
Regisseur Stephen Daldry schafft es dabei zu beinahe jedem Zeitpunkt, die richtigen Knöpfe zu drücken.
Mit leisen Tönen bringt er uns die Leidensgeschichte rund um das Unglück 9/11 näher. Die Tragik des Geschehens, die Ungläubigkeit, das alles kommt verdammt ehrlich und unmittelbar daher.
Erstaunlich ist weiterhin, dass Sandra Bullock, die ich sonst eher meide, fantastisch spielt. Auch ein Max von Sydow bringt frischen Wind ins Geschehen. Allerdings sind die einzigen Figuren, die wirklich Profil erhalten, der Junge Thomas Horn und sein Filmvater Tom Hanks.
Hier lässt sich der Film angenehm viel Zeit das Innenleben der Beiden zu erforschen. Die Vater-Sohn- Beziehung wirkt glaubhaft, weswegen das bevorstehende Unheil den Zuschauer noch härter trifft. Den Namen Thomas Horn sollte man sich dabei merken, trumpft er hier doch auf und lässt seine älteren Schauspielkollegen weit hinter sich.
Allerdings ist seine Rolle hin und wieder etwas nervig, was sich mit fortlaufender Spielzeit immer mehr in den Vordergrund stellt. Das liegt aber nicht an seinem Schauspiel, sondern nur an seiner Rollenzeichnung. Der Geschichte an sich fehlen nötige Minuten, einige gezeigte Szenen wirken nicht, wie sie es könnten.
Es ist aber verständlich, dass nicht alles aus der Buchvorlage übernommen wurde, würde das doch jeglichen Rahmen sprengen. So bleiben einige interessante Wegpunkte zwar auf der Strecke, „Extrem laut und unglaublich nah“ wirkt dennoch.
Es endet natürlich tränenreich, was weder erstaunt noch verärgert.
Im Großen und Ganzen zählt „Extremely loud and incredibly close“ zu den besseren Vertretern des amerikanischen Gefühlskinos.
Überraschenderweise, das muss ich jedoch zugeben.

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Bandrix
über Die Chroniken von Erdsee

6.5Ganz gut

Auch ein Studio Ghibli kann nicht immer ein Meisterwerk nach dem anderen hervorbringen.
Hin und wieder passiert es eben.
Als Entschuldigung mag vielleicht gelten, dass hier nicht der Meister selbst am Werk war, sondern er seinem Sohn den Vortritt überlassen hat.
Goro Miyazaki will viel, das wird in „Die Chroniken von Erdsee“ überdeutlich. Immer wieder gibt es großartige Momente, tiefgründige Phrasen und interessante Plotwendungen.
Allerdings gelingt es dem Film nicht, seinen Zuschauer voll und ganz in seine Welt eintauchen zu lassen.
Dafür sind die Charaktere zu schablonenartig, haben kein nennenswertes Eigenleben. Das kann der Buchvorlage geschuldet sein, ich weiß es nicht.
Zeichnerisch geht „Die Chroniken von Erdsee“ in Ordnung, besonders schön ist er aber nicht. Hier schlägt sich möglicherweise die geringe Produktionszeit von ein paar Monaten nieder. Generell hätte das Projekt mehr Zeit benötigt. Mehr Sorgfalt im Ausbau der Charaktere, mehr Genauigkeit und volles Ausreizen der technischen Möglichkeiten.
Das soll nicht heißen, dass „Die Chroniken von Erdsee“ ein schlechter Film ist. Nur gemessen an seinen Vorgängern und auch Nachfolgern, ist er schon eine kleine Enttäuschung.
Der Zauber, der Ghibli- Filme unsterblich macht, fehlt.
Trotzdem immer noch knapp über dem Durchschnitt. Denn packende Momente, sowie eine in Grundzügen interessante Story besitzt er ja doch.

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Tytus

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Danke du hast mir vorgegriffen :D einfach nur Dito


Bandrix
über Die Kunst des negativen Denkens

8.5Ausgezeichnet

„Die Kunst des negativen Denkens“ ist mal wieder eine absolute Überraschung aus norwegischen Gefilden.
Da wird in gerade mal 79 Minuten mehr Menschlichkeit auf Bild gebannt als sämtliche Hollywoodfilme des letzten Jahres es vermochten.
Durch „Ziemlich beste Freunde“ sind Filme über Behinderte sowieso gerade aktuell.
Wo dieser jedoch aufhörte, fängt „Die Kunst des negativen Denkens“ erst an.
Manches mal bleibt einem das Lachen sprichwörtlich im Halse stecken, so derart politisch unkorrekt geht es hier zu.
Da zeigt sich, dass „normale“ Menschen gestörter sind, als Behinderte. Dass alle ihre Fehler haben und niemand perfekt ist.
Dass das Leben doch überhaupt nicht lebenswert ist. Bringt man sich doch lieber um, oder?
Genau an diesem Scheidepunkt begegnen wir der Hauptfigur Geirr, der seit kurzer Zeit im Rollstuhl sitzt.
Zusammen mit einer Gruppe anderer Behinderter, seiner Frau und einer Psychiaterin versucht er sein Leben wieder in den Griff zu kriegen. Aber eigentlich stimmt das gar nicht, denn seine Frau versucht das.
Er hat nur keine Lust mehr. Auf gar nichts mehr. Ist doch sowieso alles egal.
Als dann die Gruppe bei den Zweien auftaucht, eskaliert die sowieso schon angespannte Situation vollends...
„Die Kunst des negativen Denkens“ ist ein wahres Sammelsurium an verschiedenster Filmgenres.
Komödie. Drama. Thriller.
Alles dabei.
Dass das alles in gerade mal 79 Minuten dermaßen gut gemixt wird, ist ein Kunststück. Schonungslos und mit demselben trockenen Humor ausgestattet wie sein Hauptcharakter, erobert „Die Kunst des negativen Denkens“ das Herz seiner Zuschauer im Sturm.
Eine weitere schwarze Perle aus Norwegen.

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Bandrix

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Verdammt, beim Drüberlesen hab ich mich genau das noch gefragt. Sorry! :D


Einar

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Norweger sind immer witzig. Nur eben sehr krude! :p
@ Andy: Mach das, wirst du bestimmt nicht bereuen. Erwarte aber nicht allzu viel. Ich habe mir ein bißchen mehr erhofft. Und mit knapp 80 Minuten ist der auch nicht lang...


Bandrix
über Love and Other Drugs - Nebenwirkung inklusive

6.0Ganz gut

Edward Zwick ist in so gut wie jedem Genre zu Hause.
Er kann historisches Material ebenso packend umsetzen, wie Thriller oder Dramen. Deshalb liegt es gar nicht so fern, dass er sich als Nächstes eine Romanze ausgesucht hat.
Eines vornweg, den erhofften frischen Wind bringt er mit „Love and other Drugs“ leider nicht zustande.
Dabei beginnt alles doch so gut.
Die erste halbe Stunde wird dem Zuschauer das Leben von Jake Gyllenhal näher gebracht. Dies besteht die meiste Zeit aus flirten, vögeln, flirten und vögeln.
Dies mag zwar nicht sonderlich innovativ sein, dank einiger guter Gags ist das jedoch verschmerzbar.
Sobald Anne Hathaway die Leinwand betritt, wird es sogar interessanter, da das Thema Parkinson auf den Tisch kommt.
Edward Zwick wird sich doch wohl nicht eine ernsthafte Studie über das Zusammenleben mit einem Parkinsonkranken ausgedacht haben?
Alle, die darauf hoffen, muss ich an dieser Stelle leider enttäuschen.
Statt nun in die Tiefe zu gehen, nutzt er die Krankheit um hollywoodtypisch in Klischees zu verfallen. Die anfänglichen Schwierigkeiten verschwinden hinter einer Wand aus Kitsch, sodass Realismus keine Rolle mehr spielt.
Da hilft es auch nichts, dass Hathaway erstaunlich freizügig durch den Film läuft.
Wenn ein Film schon aus unerfindlichen Gründen in den 90ern spielen muss, wäre ein Wechsel 10 Jahre später ein leichtes gewesen.
Dann, wenn die Krankheit schon ein paar Stadien weiter ist und manch einer ins Grübeln kommt, ob er das noch lange durchhält.
Hier wäre aus „Love and other Drugs“ statt einer normalen RomCom vermutlich ein Meisterwerk geworden.
So allerdings verebben die guten Ansätze im Sande.
Hollywood obsiegt.
Wie könnte es anders sein?

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Bandrix

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Jo, das hat mich ja auch genervt. Das hätte so gut werden können. Eben wie ich es oben beschrieben habe. Allein deswegen müsste ich noch konsequenter in der Punktevergabe sein... ;)
Hätten sie mir doch mal das Drehbuch gegeben. :D


*frenzy_punk<3

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Hätten die mal sollen. Ich glaub bei mir hat der Film 5.5 bekommen.


Bandrix
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Den gegenwärtigen Trend, Regisseure aus dem Serienbereich nun große Filme auf die Leinwand bringen zu lassen, finde ich sehr lobenswert. Ein weiteres Zeichen dafür, dass Serien das Kino inzwischen eingeholt, wenn nicht sogar schon überholt haben.

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Bandrix
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Bin gespannt. Am Dienstag ist es dann endlich soweit. Um 00:01 werde ich nach der Begutachtung der zwei Vorgänger hoffentlich nicht im Kinosessel vor mich hin schlummern und das letzte Werk der Trilogie verpassen...

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Bandrix

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@Brennegan: Im Kino natürlich. :)


sweetForgiveness

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Merida hab ich ja schon gesneaked :P und ich werde NICHT sterben!!


Bandrix
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Klasse ist auch der Trailer zum Star Wars - Onlinespiel. Hatte aber so auch nichts mit dem eigentlichen Spiel zu tun.

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Bandrix
über The Raid

6.5Ganz gut

RATATATATATA.
DADADDADADA.
BOOOOM.
KLICK (Munition leer)
KLATSCHKLATSCH:
STECHSTECH.
KNIRSCHKNIRSCH- BRECH BRECH
PENG.
KLICK.

Meine Damen und Herren,
hiermit habe ich für sie den Handlungsverlauf von „The Raid“ wahrheitsgetreu nachgestellt.
Achja, Spoiler natürlich inbegriffen.

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cpt. chaos

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Ich versuch mich trotzdem mal an dem Streifen, vielleicht ja genau mein Ding!? ;o)


*frenzy_punk<3

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Immerhin war das Ganze Gedöns ja "Ganz gut" :)


Bandrix
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"Star Wars" und "Firefly". Gute Mischung und deswegen auch bestimmt ein guter Praktikant. Herzlich Willkommen!

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Bandrix
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Ganz ruhig Leute. Vor "Der Herr der Ringe" wurde Peter Jackson auch nichts zugetraut. Die Extended Versions von "Der Herr der Ringe" sind ja auch wirklich gelungen. Außerdem geht es ja nicht nur um den Hobbit, sondern auch um das Drumherum (Silmarillion etc.). Ich bin immer noch guter Dinge.

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Bandrix

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Wurde das nicht erst gesagt mit dem "Silmarillion"? Dachte, dass hätte ich des Öfteren mal gelesen...


Bandrix

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Tatsache. Gerade ein bisschen recherchiert. Die Erben finden seine Verfilmungen nicht wirklich gut. Unfassbar....


Bandrix
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Uih, das wird schwer. Da muss ich mich erst einmal entscheiden...
Aber schönes Ding!
Soll das eigentlich wieder anonym sein?

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Bandrix
über Cosmopolis

6.5Ganz gut

„Wann haben wir wieder Sex?“
„Ich hab Lust auf Bockwurst!“

So in etwa müsst ihr euch in „Cosmopolis“ etwaige Dialoge vorstellen.
Robert Pattinson sitzt dabei in seiner schicken Limousine und unterhält sich mit verschiedensten Leuten. Da kann es auch mal passieren, dass sie Beide völlig an sich vorbei reden. Das aber nicht mal in einem Satz, sondern ganze 10 Minuten lang. Das führt dazu, dass man sich ein Lachen oftmals nicht verkneifen kann.
Cronenberg pendelt hierbei sehr oft zwischen Satire und unfreiwilliger Komik. Hier und da haben die Gespräche tatsächlich Gehalt, erklären Vorgänge an der Börse, auf dem Weltmarkt und greifen verschiedenste Theorien auf. Hervorzuheben ist dabei der Dialog mit seiner führenden Theoretikerin. Hier flammt Interesse auf, wenn das Problem klar benannt wird und nicht drumherum geredet wird.
Allerdings ist das leider selten der Fall. Oftmals muss sich der Zuschauer bemühen um sein Interesse aufrecht zu erhalten. Da hilft auch eine überzeugende Optik und klasse Schauspieler nicht. Robert Pattinson passt in die Rolle des gefühlskalten Finanzhais wie die Faust aufs Auge, auch alle Nebendarsteller machen einen fabelhaften Job. Paul Giamatti ist dabei besonders hervorzuheben.
„Cosmopolis“ ist auch ein Film, der auf viele verschiedene Arten interpretiert werden kann. Das Wörtchen kann ist wichtig, denn man weiß nie, ob das wirklich auch das ist, was uns Cronenberg und DeLillo erzählen wollen.
Der Charakter Pattinson ist gefühlskalt und glaubt nur seinen Berechnungen. Ungereimtheiten oder Zufälle gibt es nicht. Alles geschieht genau nach seinem Muster. Taucht allerdings etwas auf, was vorher niemand vorhersehen konnte, eine asymetrische Prostata zum Beispiel, ist die Überraschung groß. Cronenberg nimmt sich hier viel Zeit seine Hauptfigur zu präsentieren. Das nutzt Pattinson um mal zu zeigen, was wirklich in ihm steckt. Anfangs ohne jegliche Regung, nicht einmal Sex bringt ihn dazu Emotionen zu zeigen, verändert er sich doch dank vielerlei Unvorhersehbarkeiten zusehends.
Das alles klingt super und bietet Basis für einen wirklich guten Film. Neben einem ambivalenten Charakter gibt es noch eine ordentliche Schippe Gesellschaftskritik, den Niedergang der Finanzwelt und eine Diskussion um den Nutzen von Kapitalismus.
Leider aber vergisst Cronenberg bei all den Themen eine den Zuschauer miteinbeziehende Inszenierung. Meistens dümpelt der Film vor sich hin und kann von seinen ausufernden Dialogen kaum getragen werden. Auch das Wortduell am Ende kann dem Film kaum Spannung hinzufügen.
„Cosmopolis“ mag irgendwo ganz viel zu erzählen haben, eine wichtige Botschaft besitzen, doch diese ist dank viel unfreiwilliger Komik und einer steifen Inszenierung ziemlich schwer zu erkennen.
Schade, denn seine faszinierenden Momente hat er sicherlich.

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Bandrix
über L.A. Confidential

8.5Ausgezeichnet

„L.A. Confidential“ ist düster, dreckig und ganz und gar nicht schön.
In dieser Welt hat jeder Dreck am Stecken.
Von Grund auf ehrlich und sympathisch ist niemand, selbst der Hauptdarsteller Guy Pearce wird getrieben von Arroganz und Egoismus.
Das soll jedoch kein Grund sein, Kritik auszuüben.
Viel mehr muss man den Film bzw. Regisseur Curtis Hanson loben, nichts zu beschönigen, sondern die Menschen nicht als bloße Helden zu zeichnen.
Er zeigt sie so, wie sie sind. Als Menschen mit Stärken und Schwächen.
Das ist auch der größte Verdienst von „L.A. Confidential“. Er erhält seine Glaubwürdigkeit dank seiner authentischen Charaktere.
Sei es ein oben erwähnter Guy Pearce, ein hitzköpfiger Russell Crowe oder ein schmieriger Kevin Spacey.
Sie alle sind ein Stück weit schlecht.
Die Geschichte selbst ist nicht ganz so kompliziert und verschachtelt wie sie es gerne hätte, bietet dafür aber doch ein paar Überraschungen.
Die Atmosphäre des Films wird dank der hervorragenden Kulissen und Sets verstärkt, auch der Score tut sein übriges.
Dank Hansons Gespür für Timing wird die Spannungsschraube gekonnt angezogen und in den richtigen Momenten auf den Zuschauer losgelassen.
Die geniale Verhörszene dürfte dabei als bestes Beispiel fungieren. Dermaßen gut inszeniert und eingefangen, dass die in dem Raum liegende Anspannung und Angst beinahe mit Händen zu greifen ist. Ganz großes Kino!
Gegen Ende schleichen sich doch ein paar zweifelhafte Entscheidungen mit ein, insbesondere was Kim Basingers Charakter Lynn Bracken angeht.
Nichtsdestotrotz ist „L.A. Confidential“ die Speerspitze des Genres und sollte jedem Filmfan ein Begriff sein.

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Bandrix
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Verdammt, schon wieder vergessen zu sagen: Die Blu Ray bitte.

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barstel

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Und wenns einem egal ist einfach frei lassen?


annaberlin

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Yo!


Bandrix
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Hört sich nach einem interessanten Film an. Wird mal vorgemerkt und Ausschau gehalten.

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syrbal

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@filmschauer: was hast du denn gegen den film? erzähl doch mal...


filmschauer

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Ich würde dir natürlich gerne eine ausgeklügelte Argumentation liefern, doch wirklich viel habe ich nicht von dem Film im Gedächtnis behalten. Hätte ich damals mal einen Filmkommentar abgegeben...
(Rest im gesonderten Kommentar oben, den ich vor deiner Antwort verfasst habe)


Bandrix
über Sterben für Anfänger

7.0Sehenswert

„Mein Vater war ein außergewöhnlicher Mann!“

Ein wichtiger Satz in diesem Film. Denn eigentlich lernt die Hauptfigur Daniel seinen Vater erst richtig auf dessen Beerdigung kennen.
Diese verläuft nicht wirklich nach Plan, sondern eher genau so, wie wir es von unseren Freunden der Insel gewohnt sind.
Böse, schwarz und gemein.
Dabei bietet „Sterben für Anfänger“ gar nicht wirklich große Lacher, sondern setzt eher auf seine urkomische Situationskomik, einem unter Drogeneinfluss stehenden Alan Tyduk und seiner scharfzüngigen Dialoge.
Regisseur Frank Oz lässt Daniel vom Regen in die Traufe und das in einem nicht enden wollenden Teufelskreis.
Denkt man, es könnte gar nicht mehr schlimmer kommen – keine Sorge, das wird es.
Die Story ist dabei angenehm abgefahren und fährt einige Überraschungen auf.
Da wird neben Papas Beerdigung noch schnell Familienzusammenführung betrieben, alte Streitereien beigelegt (oder neu entflammt) und die Zukunft geplant.
Eben all das, was man auf einer Beerdigung so tut.
Frank Oz wäre nicht Frank Oz wenn er dies nicht mit bitterbösem Humor unterlegt, der meistens ins Schwarze trifft und seine Darsteller zu Hochleistungen antreibt.
„Sterben für Anfänger“ bietet für geneigten Fan des britischen Humors eine ordentliche Packung voll Spaß.

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Bandrix
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Passt, obwohl sie auf dem oberen Foto etwas zu jung wirkt. Johanna Mason ist im Buch doch Mitte Dreißig, oder?

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kym

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Nein, Johanna ist jünger...sie hat die 71. Hungerspiele gewonnen - wenn sie zu dem Zeitpunkt 18 Jahre alt war, ist sie bei den 75. Hungerspielen ca. 22 Jahre alt :)


Bandrix

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Ah, hab sie mit einer anderen Teilnehmerin verwechselt. Danke! :)


Bandrix
über The Amazing Spider-Man

8.0Ausgezeichnet

Das ist wohl eine der größten Überraschungen des bisherigen Kinosommers.
„The Amazing Spiderman“ ist tatsächlich so wunderbar, wie es der Titel schon vorgibt.
Natürlich muss sich ein Film den Vorwurf gefallen lassen, wieso nur ein paar Jahre nach Erscheinen der Vorgängerreihe plötzlich ein Remake aus dem Boden gestampft werden muss.
Ich bin auch immer noch der Meinung, dass es einer Neuauflage nicht bedurft hätte.
Allerdings bin ich vom Ergebnis doch mehr angetan, als von der „originalen“ Trilogie.
Der Ton des neuen Spiderman ist düsterer, ernster und auch realistischer. Damit passt er sich dem Trend („The Avengers“ mal ausgenommen) der aktuellen Comicadaptionen an.
Spiderman muss sich nun wie im Comic durch selbstgebaute Gerätschaften seine Spinnenweben besorgen. Auch sonst ist er deutlich technikfixierter als noch die freundliche Spinne aus der Nachbarschaft.
„The Amazin Spiderman“ macht hier und da aber auch Fehler. Die Wandlung hin zum Spiderman geht doch etwas zu schnell, der Tod des Onkels wird einigermaßen verkorkst und kann so nicht die volle emotionale Zugkraft entwickeln wie noch zu Raimis Zeiten. Generell kann es Sally Field als Tante(noch) nicht mit Rosemary Harris aufnehmen. Aber Harris hatte auch drei Filme über wunderbare Szenen, während Field noch ganz am Anfang steht. Martin Sheen ist allerdings eine klasse Besetzung, auch wenn ein eingängiger Satz wie „Aus großer Kraft folgt große Verantwortung.“ fehlt.
Sonst jedoch ist „The Amazing Spiderman“ seinen Vorgängern in fast jedem Moment überlegen, es sei denn, man vermisst den naiven und etwas fröhlicheren Ton, der Raimis Spiderman- Filmen zu Eigen ist.
Die Chemie zwischen Andrew Garfield und Emma Stone stimmt. Sowieso mutet die erste Hälfte des Films eher wie eine Romanze, denn wie ein Superheldenfilm an.
Garfield spielt seinen Spiderman dabei um einiges zorniger und aufgewühlter, als es Tobey Maguire tat. Durch die Veränderung der Geschichte, wodurch Peter Parker ja in ein Komplott miteinbezogen wird, erscheint sein Charakter ernster und auch komplexer. Diesen Spagat zwischen Ernsthaftigkeit und Tolpatschigkeit meistert Garfield bravourös. Etwas verschenkt ist dabei Emma Stone, die mehr Talent hat, als ihre Rolle zu bieten hat. Dafür ist sie deutlich aktiver als Kirsten Dunst.
Rhys Ifans ist als Bösewicht Lizard natürlich eine sichere Bank. Immer wieder gerne auf der großen Leinwand gesehen.
Wenn der Film in der zweiten Hälfte dann loslegt und zeigt, was er an Schauwerten so zu bieten hat, staunt der Zuschauer nicht schlecht.
Die Action ist atemberaubend, die Kameraführung schwindelerregend und Spideys Flüge durch New York waren noch nie so phänomenal. Hier kommt das 3D zu Gute, auch wenn unverschämterweise sämtliche Dialogszenen in 2D abgefilmt sind.
Der düstere Ton kommt der Spannung noch zu Gute, auch New York sieht bedrohlich aus und erinnert nicht mehr an die hellen und einladenden Straßenschluchten, wie wir sie aus den Vorgängerfilmen kennen.
Insgesamt ist „The Amazing Spiderman“ ein Volltreffer, der nur hier und da leicht schwächelt. Das macht das Finale aber mehr als wett und sorgt so für angenehme Unterhaltung.
Nummer 2 kann kommen. Bitte noch mehr von dieser alternate Timeline Spidermans.

PS: Stan Lees Auftritt ist der Hammer!

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KonTaicho

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kann ich dir nur zustimmen. Ein wunderbarer Film. Ganz ehrlich, wer will spidy schon als dauerweinerlichen und depressiven knilch sehen, wenn man dafür einen viel tiefgreifenderen, lustigen, kecken wandkrabbler mit einer simply adorable freundin wie sie emma stone wiedermal grandios verkörpert, haben kann? :)


Bandrix

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@kinogaengerin: Unbedingt ansehen. Super unterhaltsam!
@KonTaicho: Jep. War anders als die originale Reihe, aber trotzdem sehr gut. Kann nicht meckern. ;)


Bandrix
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Na das hört sich doch gut an. Auch von mir ein herzliches Willkommen!

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Bandrix
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Jetzt haben sich alle wieder lieb. Schönes Ding!

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