[...]Sicher ist die Geschichte hier und da doch etwas vorhersehbar und nicht jeder Gag zündet so richtig, aber ich habe in diesem Film mehr gelacht als bei den meisten anderen Komödien der letzten Zeit. Die skurrilen Charaktere machen den Film einfach absolut liebenswert und für mich zum besten Animationsfilm seit einer ganzen Weile.[...]
[...]Wer Wes Anderson kennt, weiß im Endeffekt bereits, was ihn hier erwartet. Der Regisseur bleibt seinem Stil treu und bringt hier abermals verschiedene Charaktere mit teils seltsamen Marotten zusammen und lässt sie ein leicht surreales Abenteuer erleben, das sich inhaltlich allerdings nicht grad neu erfindet. Die wohl größte Schnittmenge findet sich in “Die Royal Tenenbaums”, der ebenfalls die Reunion einer zerrütteten Familie zum Thema hat. Da hat man den Regisseur schon mutiger gesehen.[...]
[...]Der Film ist ein Psychodrama, das geschickt mit Metaphern spielt und die Ängste und Paranoia von Nina in den Vordergrund stellt, um dem Zuschauer lange im Unklaren zu lassen, was sich wirklich abspielt und was in ihrem Kopf geschieht. Aronofsky spielt klar seine in “Pi” und “Requiem For A Dream” perfektionierten Stärken aus und schafft es, trotz einer kafkaesken Geschichte nicht in Lynch’schen Verschwurbelungen zu versinken. Auch die Wahl der Darsteller hätte nicht besser getroffen werden können, allen voran Natalie Portman und Mila Kunis, die beide für ihre Rollen aufwendiges Ballett-Training über sich ergehen ließen, um ihre Rollen glaubwürdig ins Licht zu setzen.[...]
[...] “Das große Rennen von Belleville” ist alles andere als ein herkömmlicher Animationsfilm, wie man ihn aus den USA oder Japan die letzten Jahre zu Hauf bekommt. Inspiration zieht der Streifen aus der Musik der 20er Jahre, den Filmen von Jacques Tati und dem französischen Leben allgemein. Mit dieser Mischung schuf Sylvain Chomet ein völlig eigenständiges, stilistisch geniales Werk, das sich kaum mit anderen Filmen vergleichen lässt. [...]
[...]Dass abendfüllende Animationsfilme nicht zwangsläufig für Kinder gedacht sind, wissen wir nicht erst seit dem South-Park-Kinofilm. Adam Elliot hat mit “Mary And Max” einen Knet-Animationsfilm erschaffen, der nicht unbedingt in Kinderhände gehört, aber doch das Kind im Menschen anspricht. Die Geschichte um eine ungewöhnliche Freundschaft ist herzerweichend erzählt, kommt aber völlig ohne Schmalz aus sondern wartet mit tonnenweise Humor und kreativen Ideen auf.[...]
[...]Comicverfilmungen sind ja an sich nichts neues. Neben den vielen Superhelden-Filmen gehören auch Indie-Comics seit geraumer Zeit zu den beliebten Stoffen. Was Edgar Wright, Regisseur von Shaun Of The Dead und Hot Fuzz aus Bryan Lee O’Malley’s Comicreihe “Scott Pilgrim” gemacht hat, schlägt alles dagewesene um Längen.
Was in der TV-Serie zu Batman aus den 60ern noch absolut cheesy rüberkam, erhebt Wright in seinem Film zur Kunstform. In Comics dargestellte Geräusche werden auch im Film originalgetreu visualisiert, was besonders in den durchgeknallten Kämpfen zwischen Scott und den Exes zur Geltung kommt. Moderner als der 60s-Batman, aber doch wieder völlig retro sind zudem tonnenweise Anspielungen auf die 8/16bit-Videospiel-Ära, die sich nicht nur durch einen Pee-Balken in einer Klo-Szene ausdrücken.[...]
Jones spielt mit den Erwartungen des Zuschauers, lässt ihn nach und nach immer weitere Puzzleteile aufdecken und seine eigenen Ideen spinnen. Nie ist klar, was Wahrheit oder nur Schein ist. Unterstützt von der tollen Musik von Clint Mansell und den wirkungsvollen Bildern der Mondlandschaft erzeugt “Moon” eine Stimmung, die lange nicht mehr loslässt. Nicht zuletzt die vielen kleinen Details wie der absurd wirkende Song “I Am The One And Only”, von dem Sam sich immer wecken lässt oder Roboter GERTY, der nur durch ein Smileys darstellendes Display und die Stimme Kevin Spaceys eine intensive Persönlichkeit erhält, machen den Film auch bei wiederholter Sichtung zu etwas Besonderem.
9 ist ein liebevoll mit Details angereicherter Film, der sowohl als familientaugliches Abenteuer als auch als nachdenkliche Endzeitvision funktioniert, in der mehr steckt, als nur actionreiche Unterhaltung. Alle neun Puppen, die Acker für den Film entwarf, haben trotz ihrer simplen mimischen Möglichkeiten eine ganz eigene Persönlichkeit, die jeweils auf einem Aspekt des Menschlichen Geists wie Menschlichkeit, Mut, Weisheit oder Kreativität basieren. So addieren sich die Figuren im Laufe der Geschichte perfekt und transportieren mehr Gefühle als man erwarten würde.
[...]Jason Reitman hatte 2007 mit Juno den Überraschungshit schlechthin gelandet, ein Film, der aus dem eher unscheinbaren Indiekino den Mainstream eroberte. Entsprechend groß waren die Erwartungen an den Nachfolger, der zwar mit George Clooney einen weit bekannteren Darsteller in der Hauptrolle bietet, aber insgesamt doch weiter dem Indie-Gedanken folgt. Basierend auf dem gleichnamigen Roman von Walter Kirn (deutscher Titel “Mr. Bingham sammelt Meilen”) drehte Reitman hiermit eine Tragikomödie, die sowohl Traditionen als auch moderne Lebenseinstellungen auf den Kopf stellt.[...]
[...] Zu jeder Zeit merkt man dem Film das begnadete Können Nolans an, der neben der Regie auch das Drehbuch schrieb und als Produzent fungierte. Die Einführung der Charaktere, das spielerische Erklären des Ausgangszustands, alles greift perfekt ineinander. Ohne lange theoretische Erklärungen der komplexen Zusammenhänge zwischen Traum und Realität nimmt der Film sofort an Fahrt auf und lässt den Zuschauer fast bis zum Ende überraschend im Klaren. Obwohl die Story sich stellenweise über mehrere Traumebenen gleichzeitig ausbreitet, philosophische, ethische und psychologische Fragen aufwirft, findet sie immer wieder Zeit für atemberaubende Action und markige Sprüche, die Anspruch und Mainstream gekonnt miteinander verbinden. [...]
[...]Mit dem “Hitchhiker’s Guide To The Galaxy” hatte Garth Jennings ein schweres Los als Regiedebut gezogen und tat sich schwer, die Fans des Kultromans auf seine Seite zu bringen. Glücklicherweise buk er mit dem längst vorher geplanten “Son Of Rambow” (deutscher Titel “Der Sohn von Rambow”) kleinere Brötchen. Der Film ist eine wunderbar kleine Komödie über Kindheit, Freundschaft und Fantasie, in der Jennings sich nicht nur als Regisseur sondern auch begabter Drehbuchautor beweist.[...]
[...] “Where The Wild Things Are” ist ein Film über die Kindheit, aber definitiv kein Kinderfilm, wie Jonze oft betonte. Die Bilder sind nicht durch eine rosarote Brille aufgenommen, die Charaktere haben mehr Ecken und Kanten, als man anhand des Buches vermuten würde. Max, wunderbar gespielt von Max Records, ist ein ungestümes Kind, das wie auch die wilden Kerle zu drastischen Mitteln greift, um sich Gehör zu verschaffen. Damit zeigt der Film aber viel mehr wie schwierig es manchmal ist, Kind zu sein, als all die gezuckerten Kinderfilme, die Hollywood so auf die Welt loslässt. [...]
[...]Frank Capra, Regiegenie im noch relativ jungen Kinomilieu, schuf einen Klassiker, der seiner Zeit weit voraus war. Einen derart schwarzen Humor hatte man damals nicht unbedingt auf dem Plan. Zudem überrascht der Streifen mit auch nach 66 Jahren noch angenehm wenig abgegriffenem Humor und viel Selbstironie. Ein wunderbares Beispiel ist die Szene, in der Mortimer Brewster (Cary Grant) Dr. Einstein (Peter Lorre) erklärt, dass Protagonisten in einem Film nicht intelligent sind, nie erwarten überfallen und gefesselt zu werden und ihrem Peiniger in die Hände spielen, während ihm exakt das passiert.[...]
Ui, der erste Film, für den ich als Vorhersage 0.0 - Hassfilm bekomme ;) - na da spare ich mir das ansehen doch am besten. Nicht dass ich das vorgehabt hätte!
So ziemlich der ärgerlichste Film, den ich kenne, weil ich ihn in Erwartung einer guten Kifferkomödie in der Videothek auslieh, dann aber nach der Hälfte kopfschüttelnd abschalten musste. So ein belangloser Film ist mir noch nicht untergekommen. Dass ich mal nen Film nicht bis zum Ende schaue, ist extrem selten.
Ich halte den Film auch nicht für genial, aber immerhin sollte man einen Film, den man bewertet, auch zu Ende schauen. Nicht nur, weil ich meine, dass der Film zum Ende hin etwas zulegt, sondern einfach generell
Wenn ein Film in der ersten Hälfte so schlecht ist, dass Dr mich dazu bringt, ihn vorzeitig auszumachen (was so gut wie nie vorkommt), dann kann der Film am Ende noch so gut sein, an meiner Wertung ändert's nichts. Das ist meine rein subjektive Meinung. Warum soll ich etwas, dass ich schlecht finde, nicht auch so bewerten dürfen?
Daes wäre so als wenn du bei einem Bürger nur das Brot isst, noch nicht mal Sauce kein nix !!!!!!!! und bei einem Bürger kannst du den Rest ja noch sehen aber du hast halt nur das FACKING BROT GESEHEN UND GEGESSEN. ICH MEIN da fühlt sich doch der KOCH dann voll verarscht !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Das halte ich für einen sehr unpassenden Vergleich. Wer würde bei einem Burger nur das Brötchen essen? Man beißt doch in den kompletten Burger rein und lässt ihn liegen, wenn es insgesamt nicht schmeckt. Der Koch würde sowieso denken, der Kunde sei generell plemplem, wenn er den Burger in seine Einzelteile zerlegt und erst das Brot isst!
Ein besserer Vergleich wäre es, wenn man bei einem mehrgängigem Menü nach der Vorspeise aufsteht und den Rest nicht isst. Und da ist es in meinen Augen wie auch bei Filmen gerechtfertigt. Wenn die Vorspeise ungenießbar ist, will ich gar nicht erst die anderen Gänge essen, egal wie gut diese sind. Die Lust daran ist da nach der Vorspeise schon vergangen.
Das selbe ist es bei Filmen. Wenn ein Regisseur die erste Hälfte eines Films strunzlangweilig gestaltet und sich die eigentlichen Highlights komplett für's Ende aufspart, hat er in meinen Augen definitiv seinen Job verfehlt. Ein Film - erst recht in dem Genre - soll meiner Ansicht nach über seine volle Länge unterhalten. Wenn er das nicht schafft, hat er keine gute Wertung verdient. Für mich ist gerade die erste halbe Stunde eines Films die wichtigste, denn da entscheidet sich, ob er es schafft, den Zuschauer zu fesseln und in ihm das Bedürfnis zu erzeugen, wissen zu wollen, wie der Film ausgeht. Und das alles kann Half Baked mir einfach mal nicht bieten!
Ja, da hast du wohl recht... ein Film, dessen erste Hälfte schlecht ist, kann ja auch höchstens noch ein halb-guter Film werden. Und von dem Vergleich halte ich auch eher wenig. Wer wird denn gleich zum Menschenfresser? ;-)
Kaum hatte Neil Gaiman seinen Roman “Coraline” fertig geschrieben, gab es erste Verhandlungen über eine Verfilmung. Schnell war klar, dass Henry Selick, der bereits Tim Burton’s “Nightmare Before Christmas” genial umsetzte, der richtige Regisseur sein würde. In akribischer Kleinarbeit wurde aus dem Buch so der bis Dato längste Stop-Motion-Film und zudem der erste seiner Art in 3D. Die Qualität des Films kann sich mit diesen Superlativen messen.
Leider habe ich das zugrunde liegende Buch bisher nicht gelesen, allerdings soll sich der Film wohl nah an die Vorlage halten, aber sogar mit dem nicht unwichtigen Wybie einen komplett neuen Charakter einführen, vermutlich um die Story an gewissen Stellen straffen zu können. Ähnlich wie “Nightmare Before Christmas” ist Coraline ein leicht düsterer, aber dennoch sehr witziger und auch kinderfreundlicher Film. An Stelle der Musicaleinlagen des Burton-Films treten hier die von Coraline in der anderen Welt erlebten, wunderbar surrealen Showeinlagen, die in Kombination mit der kleinen Tür ihr anderes Vorbild “Alice im Wunderland” nicht leugnen können.
Nach dem zu recht großen Erfolg des ersten Iron Man war es nur eine Frage der Zeit, bis das Sequel über die Leinwände flimmert. Marvel hat sich nicht auf seinen Lorbeeren ausgeruht, sondern einen Film geschaffen, der den ersten Teil in Sachen Action und Bombast übertreffen sollte. Kurzerhand wurde mit Ivan Vanko (Mickey Rourke) ein Widersacher eingeführt, der sich als Mischung aus den Comic-Bösewichten Whiplash und Crimson Dynamo entpuppt. Zusammen mit dem korrupten Waffenmogul Justin Hammer (Sam Rockwell) weiß dieser dem schwächelnden Iron Man einiges entgegen zu setzen.
Neben der Action hat man aber auch das Menschliche nicht vergessen, das sich nicht nur in Stark’s Kampf gegen die tödliche Blutvergiftung durch den Reaktor offenbart. Robert Downey Jr. gibt dem Lebemann Stark eine narzistische, oft zur Übertreibung neigende, aber doch verletzliche und alles andere als fehlerfreie Persönlichkeit. Diese wird vor allem durch den penetrant unsympathischen Charakter des Justin Hammer, der Stark in allem gern übertreffen würde, aber durch seine Überheblichkeit und Naivität scheitert, verstärkt.
Schon in “The Mighty Boosh” war King’s unerschöfplicher Ideenreichtum der Schlüssel zum Erfolg. Und auch sein erster Kinofilm lebt von den vielen skurrilen bis absolut aberwitzigen Begebenheiten, die den Protagonisten auf ihrer Reise widerfahren. Die Darstellung der Reise für sich ist bereits verrückt genug. Stephen, der in seinem Jahr zuhause alles in Kartons sortiert und katalogisiert hat, erlebt die Reise in seiner Imagination durch Gegenstände seines Haushalts neu.
So abgedreht Details wie der polnische Hundefarmer, die Eskapaden mit einem ausgestopften Bären oder das Stierkampf-Training mit Einkaufswagen auf dem Parkplatz auch sind, die Story schafft es, alles zusammenzuhalten und ergibt am Ende durchaus Sinn. Ohne zuviel zu verraten, wenn der Abspann beginnt, hat man ein wohliges Gefühl im Bauch und Herzen.
Das Paar Scorsese/DiCaprio ist ein eingespieltes Team, das merkt man dem Streifen zu jeder Sekunde an. Während der erfahrene Regisseur locker eine perfekt düstere Grundstimmung zwischen Psychothriller und Film Noir aus dem Ärmel schüttelt, spielt DiCaprio einen sehr überzeugenden Marshall, der durch seine Migräne und die Anspannung mehr und mehr zu einem psychischen Wrack wird. Die Story schafft es sogar durch geschickte Kniffe und Details, meine Theorie über das Ende des Films über den Haufen zu werfen und mich am Ende doch nur mit Anstrengung wieder davon zu überzeugen, dass ich Recht hatte, nur um doch noch in einem kleinen Fragezeichen in den Abspann überzugehen.
Fido ist kein Horrorfilm. Es gibt zwar den einen oder anderen Splattereffekt, aber Schock- sowie Ekeldichte sind sehr niedrig gehalten. Der kanadische Streifen will vielmehr als schwarzhumorige Satire gesehen werden. Und in dem Gewand funktioniert der Film gut.
Die Darstellung der Zombies ist etwas gewöhnungsbedürftig. Wirklich realistisch wirkt die Schminke nicht. Das wird aber durch das herrlich überzeichnete, quietschbunte Szenario ausgeglichen. Man trifft hier auf eine Bilderbuchwelt, wie man sie sich in den 50ern vorgestellt hat. Man fühlt sich sehr an Pleasantville erinnert, wenn nicht die allgegenwärtigen Zombies wären, die den Film schon wieder mehr in die Nähe des PC-Spielereihe Fallout rücken.
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über Rango 2011/06/03 19:30:58
[...]Sicher ist die Geschichte hier und da doch etwas vorhersehbar und nicht jeder Gag zündet so richtig, aber ich habe in diesem Film mehr gelacht als bei den meisten anderen Komödien der letzten Zeit. Die skurrilen Charaktere machen den Film einfach absolut liebenswert und für mich zum besten Animationsfilm seit einer ganzen Weile.[...]
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über Darjeeling Limited 2011/05/29 20:38:48
[...]Wer Wes Anderson kennt, weiß im Endeffekt bereits, was ihn hier erwartet. Der Regisseur bleibt seinem Stil treu und bringt hier abermals verschiedene Charaktere mit teils seltsamen Marotten zusammen und lässt sie ein leicht surreales Abenteuer erleben, das sich inhaltlich allerdings nicht grad neu erfindet. Die wohl größte Schnittmenge findet sich in “Die Royal Tenenbaums”, der ebenfalls die Reunion einer zerrütteten Familie zum Thema hat. Da hat man den Regisseur schon mutiger gesehen.[...]
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über Black Swan 2011/04/23 18:07:04
[...]Der Film ist ein Psychodrama, das geschickt mit Metaphern spielt und die Ängste und Paranoia von Nina in den Vordergrund stellt, um dem Zuschauer lange im Unklaren zu lassen, was sich wirklich abspielt und was in ihrem Kopf geschieht. Aronofsky spielt klar seine in “Pi” und “Requiem For A Dream” perfektionierten Stärken aus und schafft es, trotz einer kafkaesken Geschichte nicht in Lynch’schen Verschwurbelungen zu versinken. Auch die Wahl der Darsteller hätte nicht besser getroffen werden können, allen voran Natalie Portman und Mila Kunis, die beide für ihre Rollen aufwendiges Ballett-Training über sich ergehen ließen, um ihre Rollen glaubwürdig ins Licht zu setzen.[...]
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über Das große Rennen von Belleville 2011/02/04 22:46:53
[...] “Das große Rennen von Belleville” ist alles andere als ein herkömmlicher Animationsfilm, wie man ihn aus den USA oder Japan die letzten Jahre zu Hauf bekommt. Inspiration zieht der Streifen aus der Musik der 20er Jahre, den Filmen von Jacques Tati und dem französischen Leben allgemein. Mit dieser Mischung schuf Sylvain Chomet ein völlig eigenständiges, stilistisch geniales Werk, das sich kaum mit anderen Filmen vergleichen lässt. [...]
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über Mary & Max oder Schrumpfen Schafe wenn es regnet? 2010/12/16 20:09:08
[...]Dass abendfüllende Animationsfilme nicht zwangsläufig für Kinder gedacht sind, wissen wir nicht erst seit dem South-Park-Kinofilm. Adam Elliot hat mit “Mary And Max” einen Knet-Animationsfilm erschaffen, der nicht unbedingt in Kinderhände gehört, aber doch das Kind im Menschen anspricht. Die Geschichte um eine ungewöhnliche Freundschaft ist herzerweichend erzählt, kommt aber völlig ohne Schmalz aus sondern wartet mit tonnenweise Humor und kreativen Ideen auf.[...]
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hartmoodx 2011/07/30 23:27:12
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über Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt 2010/11/17 20:50:05
[...]Comicverfilmungen sind ja an sich nichts neues. Neben den vielen Superhelden-Filmen gehören auch Indie-Comics seit geraumer Zeit zu den beliebten Stoffen. Was Edgar Wright, Regisseur von Shaun Of The Dead und Hot Fuzz aus Bryan Lee O’Malley’s Comicreihe “Scott Pilgrim” gemacht hat, schlägt alles dagewesene um Längen.
Was in der TV-Serie zu Batman aus den 60ern noch absolut cheesy rüberkam, erhebt Wright in seinem Film zur Kunstform. In Comics dargestellte Geräusche werden auch im Film originalgetreu visualisiert, was besonders in den durchgeknallten Kämpfen zwischen Scott und den Exes zur Geltung kommt. Moderner als der 60s-Batman, aber doch wieder völlig retro sind zudem tonnenweise Anspielungen auf die 8/16bit-Videospiel-Ära, die sich nicht nur durch einen Pee-Balken in einer Klo-Szene ausdrücken.[...]
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über Moon 2010/10/17 12:02:42
Jones spielt mit den Erwartungen des Zuschauers, lässt ihn nach und nach immer weitere Puzzleteile aufdecken und seine eigenen Ideen spinnen. Nie ist klar, was Wahrheit oder nur Schein ist. Unterstützt von der tollen Musik von Clint Mansell und den wirkungsvollen Bildern der Mondlandschaft erzeugt “Moon” eine Stimmung, die lange nicht mehr loslässt. Nicht zuletzt die vielen kleinen Details wie der absurd wirkende Song “I Am The One And Only”, von dem Sam sich immer wecken lässt oder Roboter GERTY, der nur durch ein Smileys darstellendes Display und die Stimme Kevin Spaceys eine intensive Persönlichkeit erhält, machen den Film auch bei wiederholter Sichtung zu etwas Besonderem.
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über #9 2010/10/17 12:01:08
9 ist ein liebevoll mit Details angereicherter Film, der sowohl als familientaugliches Abenteuer als auch als nachdenkliche Endzeitvision funktioniert, in der mehr steckt, als nur actionreiche Unterhaltung. Alle neun Puppen, die Acker für den Film entwarf, haben trotz ihrer simplen mimischen Möglichkeiten eine ganz eigene Persönlichkeit, die jeweils auf einem Aspekt des Menschlichen Geists wie Menschlichkeit, Mut, Weisheit oder Kreativität basieren. So addieren sich die Figuren im Laufe der Geschichte perfekt und transportieren mehr Gefühle als man erwarten würde.
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über Up in the Air 2010/09/26 14:27:01
[...]Jason Reitman hatte 2007 mit Juno den Überraschungshit schlechthin gelandet, ein Film, der aus dem eher unscheinbaren Indiekino den Mainstream eroberte. Entsprechend groß waren die Erwartungen an den Nachfolger, der zwar mit George Clooney einen weit bekannteren Darsteller in der Hauptrolle bietet, aber insgesamt doch weiter dem Indie-Gedanken folgt. Basierend auf dem gleichnamigen Roman von Walter Kirn (deutscher Titel “Mr. Bingham sammelt Meilen”) drehte Reitman hiermit eine Tragikomödie, die sowohl Traditionen als auch moderne Lebenseinstellungen auf den Kopf stellt.[...]
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über Inception 2010/08/04 19:54:51
[...] Zu jeder Zeit merkt man dem Film das begnadete Können Nolans an, der neben der Regie auch das Drehbuch schrieb und als Produzent fungierte. Die Einführung der Charaktere, das spielerische Erklären des Ausgangszustands, alles greift perfekt ineinander. Ohne lange theoretische Erklärungen der komplexen Zusammenhänge zwischen Traum und Realität nimmt der Film sofort an Fahrt auf und lässt den Zuschauer fast bis zum Ende überraschend im Klaren. Obwohl die Story sich stellenweise über mehrere Traumebenen gleichzeitig ausbreitet, philosophische, ethische und psychologische Fragen aufwirft, findet sie immer wieder Zeit für atemberaubende Action und markige Sprüche, die Anspruch und Mainstream gekonnt miteinander verbinden. [...]
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über Der Sohn von Rambow 2010/07/26 21:44:49
[...]Mit dem “Hitchhiker’s Guide To The Galaxy” hatte Garth Jennings ein schweres Los als Regiedebut gezogen und tat sich schwer, die Fans des Kultromans auf seine Seite zu bringen. Glücklicherweise buk er mit dem längst vorher geplanten “Son Of Rambow” (deutscher Titel “Der Sohn von Rambow”) kleinere Brötchen. Der Film ist eine wunderbar kleine Komödie über Kindheit, Freundschaft und Fantasie, in der Jennings sich nicht nur als Regisseur sondern auch begabter Drehbuchautor beweist.[...]
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über Wo die wilden Kerle wohnen 2010/07/17 17:45:15
[...] “Where The Wild Things Are” ist ein Film über die Kindheit, aber definitiv kein Kinderfilm, wie Jonze oft betonte. Die Bilder sind nicht durch eine rosarote Brille aufgenommen, die Charaktere haben mehr Ecken und Kanten, als man anhand des Buches vermuten würde. Max, wunderbar gespielt von Max Records, ist ein ungestümes Kind, das wie auch die wilden Kerle zu drastischen Mitteln greift, um sich Gehör zu verschaffen. Damit zeigt der Film aber viel mehr wie schwierig es manchmal ist, Kind zu sein, als all die gezuckerten Kinderfilme, die Hollywood so auf die Welt loslässt. [...]
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über Arsen und Spitzenhäubchen 2010/07/05 22:44:58
[...]Frank Capra, Regiegenie im noch relativ jungen Kinomilieu, schuf einen Klassiker, der seiner Zeit weit voraus war. Einen derart schwarzen Humor hatte man damals nicht unbedingt auf dem Plan. Zudem überrascht der Streifen mit auch nach 66 Jahren noch angenehm wenig abgegriffenem Humor und viel Selbstironie. Ein wunderbares Beispiel ist die Szene, in der Mortimer Brewster (Cary Grant) Dr. Einstein (Peter Lorre) erklärt, dass Protagonisten in einem Film nicht intelligent sind, nie erwarten überfallen und gefesselt zu werden und ihrem Peiniger in die Hände spielen, während ihm exakt das passiert.[...]
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über StreetDance 3D 2010/06/13 01:54:05
Ui, der erste Film, für den ich als Vorhersage 0.0 - Hassfilm bekomme ;) - na da spare ich mir das ansehen doch am besten. Nicht dass ich das vorgehabt hätte!
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über Half Baked 2010/06/13 00:51:18
So ziemlich der ärgerlichste Film, den ich kenne, weil ich ihn in Erwartung einer guten Kifferkomödie in der Videothek auslieh, dann aber nach der Hälfte kopfschüttelnd abschalten musste. So ein belangloser Film ist mir noch nicht untergekommen. Dass ich mal nen Film nicht bis zum Ende schaue, ist extrem selten.
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LukasG91 2011/05/23 13:41:18
Antwort löschenIch halte den Film auch nicht für genial, aber immerhin sollte man einen Film, den man bewertet, auch zu Ende schauen. Nicht nur, weil ich meine, dass der Film zum Ende hin etwas zulegt, sondern einfach generell
tapedogg 2011/08/19 20:45:48
Antwort löschengenau Filme die man nicht zu ende ansieht sollte man auch nicht bewerten!
beetFreeQ 2011/08/20 09:55:57
Antwort löschenWenn ein Film in der ersten Hälfte so schlecht ist, dass Dr mich dazu bringt, ihn vorzeitig auszumachen (was so gut wie nie vorkommt), dann kann der Film am Ende noch so gut sein, an meiner Wertung ändert's nichts. Das ist meine rein subjektive Meinung. Warum soll ich etwas, dass ich schlecht finde, nicht auch so bewerten dürfen?
Napoleon II 2011/08/23 00:24:30
Antwort löschenDaes wäre so als wenn du bei einem Bürger nur das Brot isst, noch nicht mal Sauce kein nix !!!!!!!! und bei einem Bürger kannst du den Rest ja noch sehen aber du hast halt nur das FACKING BROT GESEHEN UND GEGESSEN. ICH MEIN da fühlt sich doch der KOCH dann voll verarscht !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
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beetFreeQ 2011/08/24 16:43:14
Antwort löschenDas halte ich für einen sehr unpassenden Vergleich. Wer würde bei einem Burger nur das Brötchen essen? Man beißt doch in den kompletten Burger rein und lässt ihn liegen, wenn es insgesamt nicht schmeckt. Der Koch würde sowieso denken, der Kunde sei generell plemplem, wenn er den Burger in seine Einzelteile zerlegt und erst das Brot isst!
Ein besserer Vergleich wäre es, wenn man bei einem mehrgängigem Menü nach der Vorspeise aufsteht und den Rest nicht isst. Und da ist es in meinen Augen wie auch bei Filmen gerechtfertigt. Wenn die Vorspeise ungenießbar ist, will ich gar nicht erst die anderen Gänge essen, egal wie gut diese sind. Die Lust daran ist da nach der Vorspeise schon vergangen.
Das selbe ist es bei Filmen. Wenn ein Regisseur die erste Hälfte eines Films strunzlangweilig gestaltet und sich die eigentlichen Highlights komplett für's Ende aufspart, hat er in meinen Augen definitiv seinen Job verfehlt. Ein Film - erst recht in dem Genre - soll meiner Ansicht nach über seine volle Länge unterhalten. Wenn er das nicht schafft, hat er keine gute Wertung verdient. Für mich ist gerade die erste halbe Stunde eines Films die wichtigste, denn da entscheidet sich, ob er es schafft, den Zuschauer zu fesseln und in ihm das Bedürfnis zu erzeugen, wissen zu wollen, wie der Film ausgeht. Und das alles kann Half Baked mir einfach mal nicht bieten!
LukasG91 2011/08/27 16:50:25
Antwort löschenJa, da hast du wohl recht... ein Film, dessen erste Hälfte schlecht ist, kann ja auch höchstens noch ein halb-guter Film werden. Und von dem Vergleich halte ich auch eher wenig. Wer wird denn gleich zum Menschenfresser? ;-)
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über Coraline 2010/06/13 00:08:56
Kaum hatte Neil Gaiman seinen Roman “Coraline” fertig geschrieben, gab es erste Verhandlungen über eine Verfilmung. Schnell war klar, dass Henry Selick, der bereits Tim Burton’s “Nightmare Before Christmas” genial umsetzte, der richtige Regisseur sein würde. In akribischer Kleinarbeit wurde aus dem Buch so der bis Dato längste Stop-Motion-Film und zudem der erste seiner Art in 3D. Die Qualität des Films kann sich mit diesen Superlativen messen.
Leider habe ich das zugrunde liegende Buch bisher nicht gelesen, allerdings soll sich der Film wohl nah an die Vorlage halten, aber sogar mit dem nicht unwichtigen Wybie einen komplett neuen Charakter einführen, vermutlich um die Story an gewissen Stellen straffen zu können. Ähnlich wie “Nightmare Before Christmas” ist Coraline ein leicht düsterer, aber dennoch sehr witziger und auch kinderfreundlicher Film. An Stelle der Musicaleinlagen des Burton-Films treten hier die von Coraline in der anderen Welt erlebten, wunderbar surrealen Showeinlagen, die in Kombination mit der kleinen Tür ihr anderes Vorbild “Alice im Wunderland” nicht leugnen können.
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Joone44 2011/03/09 12:13:24
Antwort löschenDer Film hat das Buch sogar übertroffen. ;)
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über Iron Man 2 2010/06/02 20:34:55
Nach dem zu recht großen Erfolg des ersten Iron Man war es nur eine Frage der Zeit, bis das Sequel über die Leinwände flimmert. Marvel hat sich nicht auf seinen Lorbeeren ausgeruht, sondern einen Film geschaffen, der den ersten Teil in Sachen Action und Bombast übertreffen sollte. Kurzerhand wurde mit Ivan Vanko (Mickey Rourke) ein Widersacher eingeführt, der sich als Mischung aus den Comic-Bösewichten Whiplash und Crimson Dynamo entpuppt. Zusammen mit dem korrupten Waffenmogul Justin Hammer (Sam Rockwell) weiß dieser dem schwächelnden Iron Man einiges entgegen zu setzen.
Neben der Action hat man aber auch das Menschliche nicht vergessen, das sich nicht nur in Stark’s Kampf gegen die tödliche Blutvergiftung durch den Reaktor offenbart. Robert Downey Jr. gibt dem Lebemann Stark eine narzistische, oft zur Übertreibung neigende, aber doch verletzliche und alles andere als fehlerfreie Persönlichkeit. Diese wird vor allem durch den penetrant unsympathischen Charakter des Justin Hammer, der Stark in allem gern übertreffen würde, aber durch seine Überheblichkeit und Naivität scheitert, verstärkt.
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über Bunny and the Bull 2010/04/18 21:53:27
Schon in “The Mighty Boosh” war King’s unerschöfplicher Ideenreichtum der Schlüssel zum Erfolg. Und auch sein erster Kinofilm lebt von den vielen skurrilen bis absolut aberwitzigen Begebenheiten, die den Protagonisten auf ihrer Reise widerfahren. Die Darstellung der Reise für sich ist bereits verrückt genug. Stephen, der in seinem Jahr zuhause alles in Kartons sortiert und katalogisiert hat, erlebt die Reise in seiner Imagination durch Gegenstände seines Haushalts neu.
So abgedreht Details wie der polnische Hundefarmer, die Eskapaden mit einem ausgestopften Bären oder das Stierkampf-Training mit Einkaufswagen auf dem Parkplatz auch sind, die Story schafft es, alles zusammenzuhalten und ergibt am Ende durchaus Sinn. Ohne zuviel zu verraten, wenn der Abspann beginnt, hat man ein wohliges Gefühl im Bauch und Herzen.
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über Shutter Island 2010/04/14 19:47:42
Das Paar Scorsese/DiCaprio ist ein eingespieltes Team, das merkt man dem Streifen zu jeder Sekunde an. Während der erfahrene Regisseur locker eine perfekt düstere Grundstimmung zwischen Psychothriller und Film Noir aus dem Ärmel schüttelt, spielt DiCaprio einen sehr überzeugenden Marshall, der durch seine Migräne und die Anspannung mehr und mehr zu einem psychischen Wrack wird. Die Story schafft es sogar durch geschickte Kniffe und Details, meine Theorie über das Ende des Films über den Haufen zu werfen und mich am Ende doch nur mit Anstrengung wieder davon zu überzeugen, dass ich Recht hatte, nur um doch noch in einem kleinen Fragezeichen in den Abspann überzugehen.
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Ruuthi41 2010/07/24 18:28:51
Antwort löschenEcht gut ausgedrückt, was das Ende anbelangt!
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über Fido - Gute Tote sind schwer zu finden 2010/03/31 19:51:40
Fido ist kein Horrorfilm. Es gibt zwar den einen oder anderen Splattereffekt, aber Schock- sowie Ekeldichte sind sehr niedrig gehalten. Der kanadische Streifen will vielmehr als schwarzhumorige Satire gesehen werden. Und in dem Gewand funktioniert der Film gut.
Die Darstellung der Zombies ist etwas gewöhnungsbedürftig. Wirklich realistisch wirkt die Schminke nicht. Das wird aber durch das herrlich überzeichnete, quietschbunte Szenario ausgeglichen. Man trifft hier auf eine Bilderbuchwelt, wie man sie sich in den 50ern vorgestellt hat. Man fühlt sich sehr an Pleasantville erinnert, wenn nicht die allgegenwärtigen Zombies wären, die den Film schon wieder mehr in die Nähe des PC-Spielereihe Fallout rücken.
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