Liebe Twilight-Community,
alle, die sich persönlich angegriffen fühlen, bitte ich um Verzeihung! Asche auf mein Haupt!
Aber zur journalitischen Arbeit bei Moviepilot gehört auch die Meinungsbildung. Eine neutral geschriebene Moviepilotnachricht wollen sicherlich die wenigsten Community-Mitglieder lesen. Es gibt doch nichts Schöneres, als durch eine Nachricht einen kleinen Diskurs anzuregen. Wir sind ja nun Mal eine Community und kein journalistisches Fachmagazin.
Im übrigen beschreibe ich in meinem Artikel sowohl gesellschaftliche Tendenzen der Twilighters, als auch die antagonistische Seite des ganzen Rummels. Einseitig würde ich den Text also nicht bezeichnen.
Es tut mir leid, dass sich die Twilight-Gemeinde nun mal in der Unterzahl befindet.
Jetzt zum Beispiel weiß ich wieder nicht, ob das ironisch gemeint ist oder nicht? In beiden Fällen würde ich sagen: Aber nicht doch, da gibt's nichts zu entschuldigen. Ich finde neutrale Berichte auch langweilig. Bestes Beispiel der heutige Artikel über Megan Fox, sehr fies, aber sehr lustig. Schade nur, dass Ihr Euch immer nur einseitig über Twilight lustig macht. Mutig wäre es, die Sache mal ernst zu nehmen (was oben genannte Zahlen und das gesamte Phänomen ja auch anbieten würden...) oder gar etwas Positives zu berichten (Irgendwo muss es doch Menschen geben, die Twilight gut finden). Es ist einfach so leicht, sich darüber lustig zu machen. Ausgewogenheit wäre schön. Hinzu kommt, wenn das sich das Lustigmachen nicht rein auf das Produkt, sondern mehr auf die Fans bezieht, wie Tala sagt. Das ist recht heikel. Außerdem gibt es hier keine (homogene) "Gemeinde". Es gibt keine Religion. Und keinen Krieg, meiner Auffassung nach jedenfalls nicht von Seite der Twilighters (Wer hat diesen bescheuerten Begriff eigentlich erfunden?). In meiner Wahrnehmung bin ich ein einsamer Fan, der sich permanent verteidigen bzw. sich das Verteidigen verkneifen muss (denn es führt zu nichts). Wenn man als Twilight-Fan pauschal als Idiot(in) gilt, dann fühlt sich das manchmal ganz schön persönlich an. Zumal mir schon von seiten der Twilight-Hasser gesagt wurde, ich gehöre nicht auf diese Seite.
Ich verweise gerne auf den gestrigen Twilight-Artikel, der sich für meine Verhältnisse sehr neutral und diplomatisch mit den Harry Potter-Gemeinsamkeiten von Robert Pattinson und Jamie Campbell Bower auseinandergesetzt hat.
Ich habe ja auch nicht gesagt, dass alle Artikel angreifend sind. Ich fühle mich auch nicht als ein "Twilighter" - ich bin eher ein Vampirfan im Allgemeinen. Ich finde Robert Pattinson als Schauspieler super - aber das eher für andere Rollen (auch, wenn man die zumeist umständlich als Importe bestellen muss). Aber wie Kris schon sagte - wenn die Artikel dann mit einer Tendenz geschrieben werden, dann ist es doch scheinbar immer die, sich über den Film, die Schauspieler oder die Fans lustig zu machen. Das finde ich unausgewogen.
Mir fehlen noch immer die Worte und ich bin sauer, dass ich so einen Film am Sonntag Abend dem Blockbusterfilm von Pro Sieben vorgezogen habe. Der Titel Long Weekend ist mehr Programm als Name. Eigentlich habe ich die ganze Zeit das Gefühl gehabt, in einem Dokumentarfilm zu sitzen, welcher von der australischen Regierung subventioniert wurde. Für eine Image-Kampagne auf Eurosport reicht das Material auf jeden Fall. Mehr als Natur- und Tieraufnahmen hat der Film nicht zu bieten. Nach qualvollen 86 Minuten (wahrscheinlich wurden die tödlichen Riffs und Quallenpopulationen rausgeschnitten und zensiert) hat auch der letzte aversive Australien-Anarchist verstanden, dass die australischen Bäume grün-, das Wasser blau- und die Strände endlos gelbfarben sind. Nebenbei habe ich noch ein Tier-Zertifikat erhalten. Zu sehen bekommt man Coalabären, Vögel aller Coleur (nur das Ehepaar vögelt nicht) sowie lebende und blutig überfahrene Kängurus als kleine Farbakzente im Film. Das Highlight ist jedoch die fette See-Kuh, welche als Loch Ness oder weißer Hai vor der Küste sein Unwesen treibt und Schakal-artig vom Ehemann mit dem Scharfschützengewehr erledigt wird, als seine Frau ihm von dem Ungeheuer erzählt, welches ihm beim surfen verfolgt hat.
Ach so, die Story! Laut Klappentext und Plakat kündigt sich zumindest ein spannendes B-Movie mit Verfolgungsjagd im Urwald an. Da haben die Marketingstrategen ganze Arbeit geleistet. Die Geschichte ist so schlecht und langweilig, dass ich nicht auf sie eingehen werde, denn es passiert NICHTS. Kein böser Amok-Läufer und Mörder im Wald, stattdessen Urwald-Gedöns auf einer Pseudo-Meta-Ebene mit komischen Tier- und Naturgeräuschen als Spannungskulisse. Nicht mal der verlassene Campingwagen und eine tot aufgefundene Familie kann dazu benutzt werden, die Geschichte spannender zu gestalten. 86 Minuten lang wartet man vergeblich auf einen spannenden Moment. Nach 45 Minuten habe ich vor lauter Müdigkeit das Licht einschalten müssen, selbst die künstliche Gruselatmospähre hat nicht geholfen.
Zumindest erschießt der Ehemann am Ende des Films aus Versehen im Urwald-Wahn seine Noch-Ehefrau mit einer Harpune. Selbst Robin Hood hätte nicht besser geschossen: Mitten in den Hals, festgeschossen an einem Baumstamm! Schade, dass sie nur zu zweit unterwegs waren!
Und der Ehemann gespielt von James "Jesus" Caviezel? Der reiht sich am Ende in die Reihe der blutig überfahrenen Kängurus ein! Schade, ich hätte ihn lieber an einem Baum gesehen, gekreuzigt von Coalabären,Kängurus und See-Kühen in einer Co-Produktion.
Fazit: Schaut Euch nie wieder einen Film von Regisseur Jamie Blanks und Drehbuchautor Everett De Roche an! Das ist Versagen auf ganzer Linie! Nicht mal mehr B-Movie-Niveau...
Gerne würde ich sehen wollen, wie Katie Holmes als rote Kappe vom bösen Wolf James van der Beck aufgefressen wird. Dawsons's Creek Re-Union. Yeah! In der Nebenrolle sollte Hanelore Elsner als Oma zu sehen sein!
In aller Ausführlichkeit sind es für die eingefleischten Blade Runner Fans natürlich 5 Versionen! 4LOM, Du hast recht! Der Werdegang des Films reicht auf jeden Fall für eine Buchveröffentlichung. Das Thema hat auch heute noch nichts an Aktualität eingebüßt: Sobald die Produktionsgelder knapp werden, leidet zumeist die künstlerische Arbeit. Dieser Konflikt zwischen Regisseur und Produktion läuft aus Sicht der Produzenten haufig nach dem Optimunprinzip, welches nicht zugleich das künstlerische Optimun des Films fördert: Mit minimalen Input den maximalen Ertrag zu erzielen. Aber das ist ne ganz andere Geschichte!
Im Grunde stimm ich Dir da zu - aber das hat nix mit dem Trailer zu tun. "Sie will den Film sehen - Er weiß nicht warum er sollte" und dann als Aufforderung: Find's raus? Sorry, aber das muß der lahmste Versuch ever sein, Kerle in einen vermeintlichen Chickflick zu locken...
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BenCiu
Kommentare 2009/09/18 15:27:18
Liebe Twilight-Community,
alle, die sich persönlich angegriffen fühlen, bitte ich um Verzeihung! Asche auf mein Haupt!
Aber zur journalitischen Arbeit bei Moviepilot gehört auch die Meinungsbildung. Eine neutral geschriebene Moviepilotnachricht wollen sicherlich die wenigsten Community-Mitglieder lesen. Es gibt doch nichts Schöneres, als durch eine Nachricht einen kleinen Diskurs anzuregen. Wir sind ja nun Mal eine Community und kein journalistisches Fachmagazin.
Im übrigen beschreibe ich in meinem Artikel sowohl gesellschaftliche Tendenzen der Twilighters, als auch die antagonistische Seite des ganzen Rummels. Einseitig würde ich den Text also nicht bezeichnen.
Es tut mir leid, dass sich die Twilight-Gemeinde nun mal in der Unterzahl befindet.
Ansonsten vielen Dank für die neuen Anregungen.
bedenklich? Kommentar gefällt mir 3 Antworten
Kris 2009/09/18 16:00:51
Antwort löschenJetzt zum Beispiel weiß ich wieder nicht, ob das ironisch gemeint ist oder nicht? In beiden Fällen würde ich sagen: Aber nicht doch, da gibt's nichts zu entschuldigen. Ich finde neutrale Berichte auch langweilig. Bestes Beispiel der heutige Artikel über Megan Fox, sehr fies, aber sehr lustig. Schade nur, dass Ihr Euch immer nur einseitig über Twilight lustig macht. Mutig wäre es, die Sache mal ernst zu nehmen (was oben genannte Zahlen und das gesamte Phänomen ja auch anbieten würden...) oder gar etwas Positives zu berichten (Irgendwo muss es doch Menschen geben, die Twilight gut finden). Es ist einfach so leicht, sich darüber lustig zu machen. Ausgewogenheit wäre schön. Hinzu kommt, wenn das sich das Lustigmachen nicht rein auf das Produkt, sondern mehr auf die Fans bezieht, wie Tala sagt. Das ist recht heikel. Außerdem gibt es hier keine (homogene) "Gemeinde". Es gibt keine Religion. Und keinen Krieg, meiner Auffassung nach jedenfalls nicht von Seite der Twilighters (Wer hat diesen bescheuerten Begriff eigentlich erfunden?). In meiner Wahrnehmung bin ich ein einsamer Fan, der sich permanent verteidigen bzw. sich das Verteidigen verkneifen muss (denn es führt zu nichts). Wenn man als Twilight-Fan pauschal als Idiot(in) gilt, dann fühlt sich das manchmal ganz schön persönlich an. Zumal mir schon von seiten der Twilight-Hasser gesagt wurde, ich gehöre nicht auf diese Seite.
Alle 3 Antworten zeigen
BenCiu 2009/09/18 16:20:25
Antwort löschenIch verweise gerne auf den gestrigen Twilight-Artikel, der sich für meine Verhältnisse sehr neutral und diplomatisch mit den Harry Potter-Gemeinsamkeiten von Robert Pattinson und Jamie Campbell Bower auseinandergesetzt hat.
http://www.moviepilot.de/news/new-moon-stars-robert-pattinson-jamie-campbell-bower-mit-harry-potter-gemeinsamkeiten-103961
Tala 2009/09/18 17:48:16
Antwort löschenIch habe ja auch nicht gesagt, dass alle Artikel angreifend sind. Ich fühle mich auch nicht als ein "Twilighter" - ich bin eher ein Vampirfan im Allgemeinen. Ich finde Robert Pattinson als Schauspieler super - aber das eher für andere Rollen (auch, wenn man die zumeist umständlich als Importe bestellen muss). Aber wie Kris schon sagte - wenn die Artikel dann mit einer Tendenz geschrieben werden, dann ist es doch scheinbar immer die, sich über den Film, die Schauspieler oder die Fans lustig zu machen. Das finde ich unausgewogen.
BenCiu
über Long Weekend 2009/08/24 15:19:54
Mir fehlen noch immer die Worte und ich bin sauer, dass ich so einen Film am Sonntag Abend dem Blockbusterfilm von Pro Sieben vorgezogen habe. Der Titel Long Weekend ist mehr Programm als Name. Eigentlich habe ich die ganze Zeit das Gefühl gehabt, in einem Dokumentarfilm zu sitzen, welcher von der australischen Regierung subventioniert wurde. Für eine Image-Kampagne auf Eurosport reicht das Material auf jeden Fall. Mehr als Natur- und Tieraufnahmen hat der Film nicht zu bieten. Nach qualvollen 86 Minuten (wahrscheinlich wurden die tödlichen Riffs und Quallenpopulationen rausgeschnitten und zensiert) hat auch der letzte aversive Australien-Anarchist verstanden, dass die australischen Bäume grün-, das Wasser blau- und die Strände endlos gelbfarben sind. Nebenbei habe ich noch ein Tier-Zertifikat erhalten. Zu sehen bekommt man Coalabären, Vögel aller Coleur (nur das Ehepaar vögelt nicht) sowie lebende und blutig überfahrene Kängurus als kleine Farbakzente im Film. Das Highlight ist jedoch die fette See-Kuh, welche als Loch Ness oder weißer Hai vor der Küste sein Unwesen treibt und Schakal-artig vom Ehemann mit dem Scharfschützengewehr erledigt wird, als seine Frau ihm von dem Ungeheuer erzählt, welches ihm beim surfen verfolgt hat.
Ach so, die Story! Laut Klappentext und Plakat kündigt sich zumindest ein spannendes B-Movie mit Verfolgungsjagd im Urwald an. Da haben die Marketingstrategen ganze Arbeit geleistet. Die Geschichte ist so schlecht und langweilig, dass ich nicht auf sie eingehen werde, denn es passiert NICHTS. Kein böser Amok-Läufer und Mörder im Wald, stattdessen Urwald-Gedöns auf einer Pseudo-Meta-Ebene mit komischen Tier- und Naturgeräuschen als Spannungskulisse. Nicht mal der verlassene Campingwagen und eine tot aufgefundene Familie kann dazu benutzt werden, die Geschichte spannender zu gestalten. 86 Minuten lang wartet man vergeblich auf einen spannenden Moment. Nach 45 Minuten habe ich vor lauter Müdigkeit das Licht einschalten müssen, selbst die künstliche Gruselatmospähre hat nicht geholfen.
Zumindest erschießt der Ehemann am Ende des Films aus Versehen im Urwald-Wahn seine Noch-Ehefrau mit einer Harpune. Selbst Robin Hood hätte nicht besser geschossen: Mitten in den Hals, festgeschossen an einem Baumstamm! Schade, dass sie nur zu zweit unterwegs waren!
Und der Ehemann gespielt von James "Jesus" Caviezel? Der reiht sich am Ende in die Reihe der blutig überfahrenen Kängurus ein! Schade, ich hätte ihn lieber an einem Baum gesehen, gekreuzigt von Coalabären,Kängurus und See-Kühen in einer Co-Produktion.
Fazit: Schaut Euch nie wieder einen Film von Regisseur Jamie Blanks und Drehbuchautor Everett De Roche an! Das ist Versagen auf ganzer Linie! Nicht mal mehr B-Movie-Niveau...
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Werderdonna 2009/10/12 12:45:04
Antwort löschensehr aufschlussreicher und glaubwürdiger Kommentar, der meinen Verdacht nur bestätigt. Werd ihn mir nicht anschauen.
BenCiu
Kommentare 2009/08/21 15:41:25
Gerne würde ich sehen wollen, wie Katie Holmes als rote Kappe vom bösen Wolf James van der Beck aufgefressen wird. Dawsons's Creek Re-Union. Yeah! In der Nebenrolle sollte Hanelore Elsner als Oma zu sehen sein!
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BenCiu
Kommentare 2009/08/06 13:34:40
In aller Ausführlichkeit sind es für die eingefleischten Blade Runner Fans natürlich 5 Versionen! 4LOM, Du hast recht! Der Werdegang des Films reicht auf jeden Fall für eine Buchveröffentlichung. Das Thema hat auch heute noch nichts an Aktualität eingebüßt: Sobald die Produktionsgelder knapp werden, leidet zumeist die künstlerische Arbeit. Dieser Konflikt zwischen Regisseur und Produktion läuft aus Sicht der Produzenten haufig nach dem Optimunprinzip, welches nicht zugleich das künstlerische Optimun des Films fördert: Mit minimalen Input den maximalen Ertrag zu erzielen. Aber das ist ne ganz andere Geschichte!
Also vielen Dank für die "kleine" Zusatzinfo! :-)
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BenCiu
Kommentare 2009/08/06 12:04:21
Schade, dass Days of Summer bei uns erst in den Days of Autum startet!
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Kängufant 2009/08/06 12:06:34
Antwort löschenIm Grunde stimm ich Dir da zu - aber das hat nix mit dem Trailer zu tun. "Sie will den Film sehen - Er weiß nicht warum er sollte" und dann als Aufforderung: Find's raus? Sorry, aber das muß der lahmste Versuch ever sein, Kerle in einen vermeintlichen Chickflick zu locken...