Ich mein, was kann man schon von einem bayerischen Heimatfilm erwarten. Aber nichts von dem, was ich befürchtet habe hat sich bewahrheitet. Da waren weder peinliche (typisch deutsche) schlechte Dialoge noch schlechte Schauspieler oder langweilige Kulissen.
Und nein, man kann auch nicht von Langeweile sprechen, auch wenn die Story vielleicht etwas zu "seicht" daher kommt. Aber 71 Minuten ist eine gute Länge um den Zuschauer auch mit verhältnismäßig dünnem Inhalt ans Sofa zu fesseln, zumal der Film sich nicht unbedingt das Ziel steckt die Spannungskurve bis ins Unermessliche zu steigern. Viel mehr geht es doch in diesem Film um idyllische Ruhe, die nur ab und zu von ein paar rasanteren Szenen durchbrochen wird. Das wird übrigens erstklassig durch einen ruhigen Bildaufbau unterstützt, der streckenweise Theatercharakter besitzt.
Zum Schluss sei noch angemerkt, dass besonders das schauspielerische Aufgebot zu überzeugen weis: das ist wahre Kunst!
Im Prinzip erfüllt der Film alles, was man sich wünscht und doch tut er es nicht so, wie man es sich wünscht.
Schon nach kurzer Zeit wird klar, worauf der Film abzielt. Die verkommene Jugend wird ebenso akribisch dargestellt, wie jede Facette des alternden Protagonisten und schnell hat man die Personen im Film in Schubladen gesteckt: gut, böse, böse, böse, gut, ...
Bald darauf stellt man dann fest, dass jetzt genug Unrecht geschehen ist. Man erwartet Rache; klar. Aber an diesem Punkt fehlt etwas. Der Film stellt zu viel Handlung und zu wenig Emotionen dar. Man kann zwar genau mitverfolgen, wie Harry versucht seine Ziele zu erreichen, aber hier fehlen die Emotionen, die Gewissensbisse, das ganze drum herum oder all das kann schlicht und einfach nicht vermittelt werden.
Um es auf den Punkt zu bringen: die Handlung wirkt steif, emotionslos. Dabei stört es nicht einmal so sehr, dass man den ganzen Handlungsverlauf recht schnell vor Augen hat. Aber er ist zu wenig zielführend. Vor allen Dingen weil das Ende enttäuscht. Letztendlich stimmt einfach was nicht...
Aber: Der Film geht nicht komplett spurlos am Zuschauer vorbei. Wenn es nicht die Thematik ist, die einen berührt, dann ist es die (Bild)gewalt. Auch Michael Caine macht alles richtig...
Unterm Strich kann man getrost von einem soliden und unterhaltsamen Rache-Thriller sprechen, der leider nicht an die Qualität eines "Gran Torino" heranreicht.
Und wieder hab ich es mit einem deutschen Film versucht. Leider blieb die Begeisterung abermals aus.
Gute Charaktere, interessante Story, durchdachte oder witzige Dialoge und bei einer Komödie auch gelungene Gags: Alles Dinge, die ein guter Film bzw. eine gute Komödie haben sollte. Es wäre jetzt nicht fair, zu behaupten, "Männerherzen" erfülle keines dieser Kriterien, aber von wirklich witzigen Dialogen, oder gelungenen Gags kann man leider nicht sprechen. Gut: Man kann der Erzählstruktur etwas abgewinnen, aber ganz ehrlich: von einer interessanten Story kann man hier nicht reden.
Einiges gelingt dem Film im Ansatz doch noch: Die Charaktere sind liebevoll konstruiert und auch technisch lässt sich nicht all zu viel kritisieren.
Ach ja: da wären ja auch noch die Schauspieler. Auch die sollten bei einer Komödie überzeugen. Hier lässt sich von durchwachsen bis solide gespielt alles finden. Das ist jetzt jedoch ein Punkt der jedem selbst überlassen bleibt: ich kann über Til Schweiger übrigens nicht lachen ...
Erstaunlich: Während der Abspann läuft ist man zufrieden. Aber eigentlich war da nichts, was man nicht schon erwartet hätte. Und doch ist man zufrieden: die Erwartungen wurden erfüllt.
Wenn man ehrlich ist bietet der Film nicht viel und doch weis er auf pfiffige Art und Weise zu unterhalten. Die Gags kommen größtenteils an und die Story rückt nach kurzer Zeit in den Hintergrund. Man fängt nicht plötzlich an sich Gedanken über den logischen Handlungsverlauf zu machen, sondern betrachtet die derzeit laufende Szene mit einem Gefühl der Zufriedenheit. Das gelingt nur, weil jede Szene jede Menge Skurrilität und Charakterstärke birgt.
Schauspielerisch wurde ich ebenfalls überzeugt. Sogar von Til Schweiger, der in meinen Augen oftmals etwas platt und unbeholfen spielt. Er zeigt hier einmal, dass er es auch besser kann.
Ein Minimum an Spannung, ja vielleicht, doch wo bleibt die Überraschung, der "Witz" an der Geschichte ? Die Optik ist wohl eher fad als stylisch und auch sonst hat der Film herzlich wenig zu bieten: Eine Story, die viel zu simpel ist und praktisch keine Überraschungen birgt...
Ehrlicherweise war dieser Film sehr enttäuschend und ich frage mich immer noch: Warum eigentlich ? Das Cast ist herausragend und das Thema trifft genau ins Schwarze, ja lässt sogar viel Spielraum für politisch unangenehme Kritik. Was ist da los ?
Das kann ich mir eigentlich nur damit erklären, dass die Art, wie das Thema aufgezogen ist nicht in unseren Kulturkreis passt. Sprich: der Film ist ein Kapitel amerikanischer Geschichte und spricht deshalb auch speziell Amerikaner an. Es geht mich irgendwie nicht unmittelbar an.
Unabhängig davon geht der Film zu oberflächlich an die Probleme ran. Da sollte doch viel schmerzhafter kritisiert werden. Natürlich wird viel Kritik geübt, aber diese wird nicht in letzter Konsequenz zu Ende geführt. So bleibt es oftmals bei Andeutungen.
Die oben angegebenen 5 Punkte sind mit Vorsicht zu genießen. Wenn jemand von diesem Film begeistert ist kann ich das durchaus nachvollziehen. Andererseits verstehe ich jeden, der dem Film mangelnde Spannung vorwirft. Ich selbst schwebe so ein bisschen zwischen den Welten: einerseits konnte ich dem Film nichts abgewinnen, auf der anderen Seite ist mir der Film im Kopf geblieben und beschäftigt mich immer noch...
Ach ja, und um in diesem Punkt keine Diskussionen aufkommen zu lassen: die Oscars waren verdient !
Zurücklehnen kann man sich nicht, wenn ein Film von Christopher Nolan über die Leinwand flimmert, aber darauf sollte man sich von Anfang an einstellen.Das Hirn des Zuschauers wird jedoch bei Weitem nicht komplett überlastet und man kann der Story einwandfrei folgen...
Ich kenne kaum einen Regisseur, der es schafft, Spannung und Tiefgang so stimmig zu vermengen. Man hat das Gefühl, als hätte jede Sekunde Laufzeit ihre Berechtigung und als trüge jedes Detail zur perfekten Illusion bei. Damit verschmelzen Realität und Illusion so weit, dass sich der Zuschauer täuschen lässt, immer in Erwartung der erhofften Desillusionierung, die bis zum bitteren Ende auf sich warten lässt.
Der ganze Film ist zudem mit einer Menge Überraschungen und Wendungen gespickt, was beim Zuschauer oftmals einen herunterklappenden Kinnladen provoziert. Fast wie eine Reaktion auf einen gelungenen Zaubertrick. Und wenn man ehrlich ist versucht man doch die ganze Zeit alles anders zu interpretieren, als es gezeigt wird. Man versucht den Fehler im Trick zu finden; den Trick zu boykottieren. Aber das gelingt nicht.
Ob Prestige jeden fesselt, sei dahin gestellt; Hauptsache man lässt sich anschließend nicht in einem Wassertank versenken...
Nicht nur das. Es ist eine Vergewaltigung des Kulturguts (Nibelungensage). Eigentlich erschreckend, das so etwas von der deutschen Filmindustrie überhaupt finanziert wurde. :(
Rasante Komödie mit geschichtsträchtigem Hintergrund...
Dieser Film ist das Paradebeispiel dafür, dass alte Filme nicht langsam und langweilig sein müssen. Der ganze Film ist zwar im Prinzip recht klassisch aufgebaut und man befürchtet anfangs auch, dass einem das ganze schnell zu Kopf steigt, doch dann gewinnt der Film an Fahrt. Ein wahres Gag-Feuerwerk wird gezündet und wenn man aufmerksam zuhört schwingt neben offensichtlicher Kritik auch jede Menge unterschwellige Kritik mit.
Gott sei Dank wird das ganze nie einseitig. Da moniert man sich nicht nur über den Kommunismus, sondern die amerikanische Besatzungsmacht bekommt auch ihr Fett weg. Und das gelingt ! Das Niveau bleibt hoch !
Jetzt bleibt nur noch zu erwähnen, dass das ganze den geschichtlichen Hintergrund gut integriert und ein eigentlich heikles Thema adäquat aufarbeitet. Was will man mehr ?
Makaberer Humor, der leider heute nicht mehr so gut funktioniert, wie er es vermutlich früher getan hat. Trotzdem unterhält er über 2 Stunden ordentlich und weis durch einige geniale Szenen zu überzeugen. Irgendwie hat mich die Inszenierung übrigens stark an Monty Python erinnert...
Naive, sehr vorhersehbare Komödie mit wenig neuen Ideen. Auch wenn die ein oder andere Stelle das Leben eines Studenten sehr gut skizziert und persifliert, wirklich witzig wird's leider nie...
Schön anzuschauen, harmonisch und nie zu aufdringlich...
Nostalgie? Ich bin doch eigentlich viel zu jung, um mich an diese Zeiten zurückerinnern zu können. Schon eigenartig, wie viel einem alte Filme mitteilen können und wie sie vergangene Zeiten wieder aufleben lassen... Leider kann ich meine Begeisterung für in die Jahre gekommene Filme nie beiseite lassen. Ich will es trotzdem mal probieren:
"Frühstück bei Tiffany" ist ein umgänglicher Film, der mit sehr viel Liebe zum Detail und einer herausragenden Audrey Hepburn zu Recht Kultstatus erreicht hat. Puhh, geschafft...
Ich war nicht dabei, und trotzdem stell ich mir Woodstock genau so vor, wie es der Film darstellt. Hat er damit nicht alles erreicht ?
Irgendwie macht es unglaublich Spaß dem Plot zu folgen, obwohl er nüchtern betrachtet nicht all zu viel zu bieten hat. Aber man kann sich trotzdem wunderbar "treiben" lassen. Das mag vielleicht daran liegen, dass man recht schnell in einen Zustand Benebelung verfällt, wenn man den Film bewusst mitverfolgt.
In diesem Zusammenhang muss ich gestehen, dass ich die Erzählkunst von Ang Lee bewundere und mich seine Filme schnell in ihren Bann ziehen...
Was sich nach einem sentimental überzogenen Streifen anhört, ist in Wirklichkeit ein Film mit viel Herz. Denn Eines beherrscht Depardieu: das Publikum auf seine Seite zu ziehen. Er "spielt" sich in das Herz des Zuschauers und schafft es trotzdem nicht auf der "Mitleids-Schiene" zu fahren. Trotzdem baut der Film hauptsächlich auf Gefühlen und Emotionen, und vor allem das Ende ist in meinen Augen etwas zu "perfekt".
Abgesehen von der Vermittlung eines Gefühls-Chaos thematisiert der Film ein paar schöne Denkansätze, die einem auch nachträglich durch den Kopf schwirren...
Wer sich also von der recht "gefühlsduseligen" Story nicht abschrecken lässt, der kann diesem Film eine ganze Menge abgewinnen.
Ich spreche von musikalischen Einlagen, die Spaß machen, weil sie sich selbst nicht all zu ernst nehmen. Vielleicht hab ich das oben etwas zu eindimensional formuliert...
Was sollte bei einer Komödie eigentlich im Vordergrund stehen ?
Sollte man Qualität danach bemessen, wie viel man lacht ?
Oder gehört trotzdem eine gewisse filmerische Qualität dazu ?
Muss der Film gar eine Aussage haben und der Gesellschaft den Spiegel vorhalten ?
Ich sage: von allem etwas.
Hier gilt: Spaß ist nicht alles: leider lässt der Film Professionalität missen.
Unkomplizierter Film, der trotzdem zum Nachdenken anregt...
"Up in the air" erzählt eine schöne, schlüssige und unkomplizierte Geschichte. Ein Vielflieger, der den Großteil seines Lebens in der Luft verbringt, zweifelt an seiner nihilistischen Einstellung zum Leben, nachdem er eine Frau kennengelernt hat. Diese ist anfänglich nur seine "Bekanntschaft", beginnt allerdings immer mehr ihm ans Herz zu wachsen.
Genauso einfach, wie sich die Story präsentiert, wird der Film auch erzählt. Nie schweift er wirklich vom Thema ab und spielt immer in einem engen Rahmen. Eigentlich ein Paradoxon, schließlich spielt das weltweite Reisen in diesem Film eine Hauptrolle und doch bekommt man als Zuschauer nie das Gefühl von unendlichen Weiten und unbegrenzter Freiheit. Das ist auch gut so, denn damit wird die Gefühlslage des Protagonisten perfekt reflektiert.
Um jedoch nun auf den Punkt zu kommen: "Up in the air" spricht vielerlei interessante, fast schon philosophische Fragen an. Er beschäftigt sich mit Ethik und einer Weltanschauung, die Ryan Bingham im Film als Rucksack-Theorie verkauft. Eigentlich ein recht interessanter Denkansatz, den ich hier jetzt nicht weiterführen will. Fest steht: der Film beschäftigt sich auf einprägsame und eingängige Art und Weise mit Themen des Alltags und stellt die richtigen Fragen. "Ist der Mensch auf feste Gemeinschaften und bleibende Bindungen angewiesen ? und wenn ja, warum ?"
Auch die Stimmung ist die richtige: hier wird weder auf krampfhafte Lacher gesetzt, noch wird das Thema zu VERkrampft und dramatisch angegangen.
Es dauert zwar ein bisschen, bis der Film abhebt, aber dann macht er alles richtig und startet voll durch. Gute Arbeit, Jason !
Deine Kommentare
Biersepp
über Die Scheinheiligen 2012/03/03 08:51:42
Wow, Ich bin wirklich positiv überrascht.
Ich mein, was kann man schon von einem bayerischen Heimatfilm erwarten. Aber nichts von dem, was ich befürchtet habe hat sich bewahrheitet. Da waren weder peinliche (typisch deutsche) schlechte Dialoge noch schlechte Schauspieler oder langweilige Kulissen.
Und nein, man kann auch nicht von Langeweile sprechen, auch wenn die Story vielleicht etwas zu "seicht" daher kommt. Aber 71 Minuten ist eine gute Länge um den Zuschauer auch mit verhältnismäßig dünnem Inhalt ans Sofa zu fesseln, zumal der Film sich nicht unbedingt das Ziel steckt die Spannungskurve bis ins Unermessliche zu steigern. Viel mehr geht es doch in diesem Film um idyllische Ruhe, die nur ab und zu von ein paar rasanteren Szenen durchbrochen wird. Das wird übrigens erstklassig durch einen ruhigen Bildaufbau unterstützt, der streckenweise Theatercharakter besitzt.
Zum Schluss sei noch angemerkt, dass besonders das schauspielerische Aufgebot zu überzeugen weis: das ist wahre Kunst!
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Biersepp
über 00 Schneider - Jagd auf Nihil Baxter 2011/11/14 06:51:47
Auf jeden Fall ein INTERESSANTES Stück Filmgeschichte...
Ich glaub schön langsam offenbart sich mir der Kern des Pudels:
pure Verwirrung und Wahnsinn
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Biersepp
über Harry Brown 2011/10/06 21:47:07
Im Prinzip erfüllt der Film alles, was man sich wünscht und doch tut er es nicht so, wie man es sich wünscht.
Schon nach kurzer Zeit wird klar, worauf der Film abzielt. Die verkommene Jugend wird ebenso akribisch dargestellt, wie jede Facette des alternden Protagonisten und schnell hat man die Personen im Film in Schubladen gesteckt: gut, böse, böse, böse, gut, ...
Bald darauf stellt man dann fest, dass jetzt genug Unrecht geschehen ist. Man erwartet Rache; klar. Aber an diesem Punkt fehlt etwas. Der Film stellt zu viel Handlung und zu wenig Emotionen dar. Man kann zwar genau mitverfolgen, wie Harry versucht seine Ziele zu erreichen, aber hier fehlen die Emotionen, die Gewissensbisse, das ganze drum herum oder all das kann schlicht und einfach nicht vermittelt werden.
Um es auf den Punkt zu bringen: die Handlung wirkt steif, emotionslos. Dabei stört es nicht einmal so sehr, dass man den ganzen Handlungsverlauf recht schnell vor Augen hat. Aber er ist zu wenig zielführend. Vor allen Dingen weil das Ende enttäuscht. Letztendlich stimmt einfach was nicht...
Aber: Der Film geht nicht komplett spurlos am Zuschauer vorbei. Wenn es nicht die Thematik ist, die einen berührt, dann ist es die (Bild)gewalt. Auch Michael Caine macht alles richtig...
Unterm Strich kann man getrost von einem soliden und unterhaltsamen Rache-Thriller sprechen, der leider nicht an die Qualität eines "Gran Torino" heranreicht.
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Biersepp
über Männerherzen 2011/10/05 17:49:22
Und wieder hab ich es mit einem deutschen Film versucht. Leider blieb die Begeisterung abermals aus.
Gute Charaktere, interessante Story, durchdachte oder witzige Dialoge und bei einer Komödie auch gelungene Gags: Alles Dinge, die ein guter Film bzw. eine gute Komödie haben sollte. Es wäre jetzt nicht fair, zu behaupten, "Männerherzen" erfülle keines dieser Kriterien, aber von wirklich witzigen Dialogen, oder gelungenen Gags kann man leider nicht sprechen. Gut: Man kann der Erzählstruktur etwas abgewinnen, aber ganz ehrlich: von einer interessanten Story kann man hier nicht reden.
Einiges gelingt dem Film im Ansatz doch noch: Die Charaktere sind liebevoll konstruiert und auch technisch lässt sich nicht all zu viel kritisieren.
Ach ja: da wären ja auch noch die Schauspieler. Auch die sollten bei einer Komödie überzeugen. Hier lässt sich von durchwachsen bis solide gespielt alles finden. Das ist jetzt jedoch ein Punkt der jedem selbst überlassen bleibt: ich kann über Til Schweiger übrigens nicht lachen ...
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Biersepp
über Knockin' On Heaven's Door 2011/09/25 08:15:40
Erstaunlich: Während der Abspann läuft ist man zufrieden. Aber eigentlich war da nichts, was man nicht schon erwartet hätte. Und doch ist man zufrieden: die Erwartungen wurden erfüllt.
Wenn man ehrlich ist bietet der Film nicht viel und doch weis er auf pfiffige Art und Weise zu unterhalten. Die Gags kommen größtenteils an und die Story rückt nach kurzer Zeit in den Hintergrund. Man fängt nicht plötzlich an sich Gedanken über den logischen Handlungsverlauf zu machen, sondern betrachtet die derzeit laufende Szene mit einem Gefühl der Zufriedenheit. Das gelingt nur, weil jede Szene jede Menge Skurrilität und Charakterstärke birgt.
Schauspielerisch wurde ich ebenfalls überzeugt. Sogar von Til Schweiger, der in meinen Augen oftmals etwas platt und unbeholfen spielt. Er zeigt hier einmal, dass er es auch besser kann.
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Biersepp
über 13 Tzameti 2011/08/09 18:13:37
Ein Minimum an Spannung, ja vielleicht, doch wo bleibt die Überraschung, der "Witz" an der Geschichte ? Die Optik ist wohl eher fad als stylisch und auch sonst hat der Film herzlich wenig zu bieten: Eine Story, die viel zu simpel ist und praktisch keine Überraschungen birgt...
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derschokobaer 2011/08/10 00:22:28
Antwort löschenpff
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Biersepp 2011/08/10 13:32:25
Antwort löschennichts "pff", ist so ...
Kasparle 2012/01/02 04:47:58
Antwort löschendoch "pff": )
Biersepp
über Team America 2011/08/07 17:22:25
America, F*** Yeah...
Wunderschöne Satire auf Amerika, Hollywood und den Rest der Welt...
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Biersepp
über Milk 2011/08/06 18:32:19
Ehrlicherweise war dieser Film sehr enttäuschend und ich frage mich immer noch: Warum eigentlich ? Das Cast ist herausragend und das Thema trifft genau ins Schwarze, ja lässt sogar viel Spielraum für politisch unangenehme Kritik. Was ist da los ?
Das kann ich mir eigentlich nur damit erklären, dass die Art, wie das Thema aufgezogen ist nicht in unseren Kulturkreis passt. Sprich: der Film ist ein Kapitel amerikanischer Geschichte und spricht deshalb auch speziell Amerikaner an. Es geht mich irgendwie nicht unmittelbar an.
Unabhängig davon geht der Film zu oberflächlich an die Probleme ran. Da sollte doch viel schmerzhafter kritisiert werden. Natürlich wird viel Kritik geübt, aber diese wird nicht in letzter Konsequenz zu Ende geführt. So bleibt es oftmals bei Andeutungen.
Die oben angegebenen 5 Punkte sind mit Vorsicht zu genießen. Wenn jemand von diesem Film begeistert ist kann ich das durchaus nachvollziehen. Andererseits verstehe ich jeden, der dem Film mangelnde Spannung vorwirft. Ich selbst schwebe so ein bisschen zwischen den Welten: einerseits konnte ich dem Film nichts abgewinnen, auf der anderen Seite ist mir der Film im Kopf geblieben und beschäftigt mich immer noch...
Ach ja, und um in diesem Punkt keine Diskussionen aufkommen zu lassen: die Oscars waren verdient !
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Biersepp
über Prestige - Die Meister der Magie 2011/08/04 09:55:19
Zurücklehnen kann man sich nicht, wenn ein Film von Christopher Nolan über die Leinwand flimmert, aber darauf sollte man sich von Anfang an einstellen.Das Hirn des Zuschauers wird jedoch bei Weitem nicht komplett überlastet und man kann der Story einwandfrei folgen...
Ich kenne kaum einen Regisseur, der es schafft, Spannung und Tiefgang so stimmig zu vermengen. Man hat das Gefühl, als hätte jede Sekunde Laufzeit ihre Berechtigung und als trüge jedes Detail zur perfekten Illusion bei. Damit verschmelzen Realität und Illusion so weit, dass sich der Zuschauer täuschen lässt, immer in Erwartung der erhofften Desillusionierung, die bis zum bitteren Ende auf sich warten lässt.
Der ganze Film ist zudem mit einer Menge Überraschungen und Wendungen gespickt, was beim Zuschauer oftmals einen herunterklappenden Kinnladen provoziert. Fast wie eine Reaktion auf einen gelungenen Zaubertrick. Und wenn man ehrlich ist versucht man doch die ganze Zeit alles anders zu interpretieren, als es gezeigt wird. Man versucht den Fehler im Trick zu finden; den Trick zu boykottieren. Aber das gelingt nicht.
Ob Prestige jeden fesselt, sei dahin gestellt; Hauptsache man lässt sich anschließend nicht in einem Wassertank versenken...
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Biersepp
über Siegfried 2011/08/03 22:42:50
Eine Vergewaltigung der Filmkultur...
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Lukin1971 2012/02/23 13:01:04
Antwort löschenNicht nur das. Es ist eine Vergewaltigung des Kulturguts (Nibelungensage). Eigentlich erschreckend, das so etwas von der deutschen Filmindustrie überhaupt finanziert wurde. :(
Biersepp
über Eins, zwei, drei 2011/07/31 10:16:00
Rasante Komödie mit geschichtsträchtigem Hintergrund...
Dieser Film ist das Paradebeispiel dafür, dass alte Filme nicht langsam und langweilig sein müssen. Der ganze Film ist zwar im Prinzip recht klassisch aufgebaut und man befürchtet anfangs auch, dass einem das ganze schnell zu Kopf steigt, doch dann gewinnt der Film an Fahrt. Ein wahres Gag-Feuerwerk wird gezündet und wenn man aufmerksam zuhört schwingt neben offensichtlicher Kritik auch jede Menge unterschwellige Kritik mit.
Gott sei Dank wird das ganze nie einseitig. Da moniert man sich nicht nur über den Kommunismus, sondern die amerikanische Besatzungsmacht bekommt auch ihr Fett weg. Und das gelingt ! Das Niveau bleibt hoch !
Jetzt bleibt nur noch zu erwähnen, dass das ganze den geschichtlichen Hintergrund gut integriert und ein eigentlich heikles Thema adäquat aufarbeitet. Was will man mehr ?
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Biersepp
über M.A.S.H. 2011/07/15 22:35:43
Makaberer Humor, der leider heute nicht mehr so gut funktioniert, wie er es vermutlich früher getan hat. Trotzdem unterhält er über 2 Stunden ordentlich und weis durch einige geniale Szenen zu überzeugen. Irgendwie hat mich die Inszenierung übrigens stark an Monty Python erinnert...
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Biersepp
über 13 Semester 2011/07/12 16:01:34
Naive, sehr vorhersehbare Komödie mit wenig neuen Ideen. Auch wenn die ein oder andere Stelle das Leben eines Studenten sehr gut skizziert und persifliert, wirklich witzig wird's leider nie...
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Biersepp
über Frühstück bei Tiffany 2011/07/09 13:19:41
Schön anzuschauen, harmonisch und nie zu aufdringlich...
Nostalgie? Ich bin doch eigentlich viel zu jung, um mich an diese Zeiten zurückerinnern zu können. Schon eigenartig, wie viel einem alte Filme mitteilen können und wie sie vergangene Zeiten wieder aufleben lassen... Leider kann ich meine Begeisterung für in die Jahre gekommene Filme nie beiseite lassen. Ich will es trotzdem mal probieren:
"Frühstück bei Tiffany" ist ein umgänglicher Film, der mit sehr viel Liebe zum Detail und einer herausragenden Audrey Hepburn zu Recht Kultstatus erreicht hat. Puhh, geschafft...
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Biersepp
über Taking Woodstock 2011/07/09 13:06:13
Ich war nicht dabei, und trotzdem stell ich mir Woodstock genau so vor, wie es der Film darstellt. Hat er damit nicht alles erreicht ?
Irgendwie macht es unglaublich Spaß dem Plot zu folgen, obwohl er nüchtern betrachtet nicht all zu viel zu bieten hat. Aber man kann sich trotzdem wunderbar "treiben" lassen. Das mag vielleicht daran liegen, dass man recht schnell in einen Zustand Benebelung verfällt, wenn man den Film bewusst mitverfolgt.
In diesem Zusammenhang muss ich gestehen, dass ich die Erzählkunst von Ang Lee bewundere und mich seine Filme schnell in ihren Bann ziehen...
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Biersepp
über Das Labyrinth der Wörter 2011/07/02 13:41:00
"Wir sind auf der Welt, um Dinge weiterzugeben"
Was sich nach einem sentimental überzogenen Streifen anhört, ist in Wirklichkeit ein Film mit viel Herz. Denn Eines beherrscht Depardieu: das Publikum auf seine Seite zu ziehen. Er "spielt" sich in das Herz des Zuschauers und schafft es trotzdem nicht auf der "Mitleids-Schiene" zu fahren. Trotzdem baut der Film hauptsächlich auf Gefühlen und Emotionen, und vor allem das Ende ist in meinen Augen etwas zu "perfekt".
Abgesehen von der Vermittlung eines Gefühls-Chaos thematisiert der Film ein paar schöne Denkansätze, die einem auch nachträglich durch den Kopf schwirren...
Wer sich also von der recht "gefühlsduseligen" Story nicht abschrecken lässt, der kann diesem Film eine ganze Menge abgewinnen.
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Biersepp
über Die Marx Brothers im Kaufhaus 2011/07/02 00:06:51
Schade, dass musikalische Einlagen im Film aus der Mode gekommen sind...
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doctorgonzo 2011/07/02 09:14:21
Antwort löschenNaja, in Disney Bockmist wird noch hin und wieder gesungen, ob das wünschenswert ist, bezweifle ich mal vollmundig.
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Biersepp 2011/07/02 13:19:20
Antwort löschenIch spreche von musikalischen Einlagen, die Spaß machen, weil sie sich selbst nicht all zu ernst nehmen. Vielleicht hab ich das oben etwas zu eindimensional formuliert...
doctorgonzo 2011/07/02 15:26:38
Antwort löschenNa dann sind wir uns ja einig, darauf habe ich nämlich angespielt...
Biersepp
Kommentare 2011/06/30 16:24:36
Einer von diesen Aliens ist von mir auf der Schule ^^
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Biersepp
über Bis zum Ellenbogen 2011/06/26 22:29:30
Macht viel Spaß trotz wenigen Mitteln...
Was sollte bei einer Komödie eigentlich im Vordergrund stehen ?
Sollte man Qualität danach bemessen, wie viel man lacht ?
Oder gehört trotzdem eine gewisse filmerische Qualität dazu ?
Muss der Film gar eine Aussage haben und der Gesellschaft den Spiegel vorhalten ?
Ich sage: von allem etwas.
Hier gilt: Spaß ist nicht alles: leider lässt der Film Professionalität missen.
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Biersepp
über Up in the Air 2011/06/24 13:53:00
Unkomplizierter Film, der trotzdem zum Nachdenken anregt...
"Up in the air" erzählt eine schöne, schlüssige und unkomplizierte Geschichte. Ein Vielflieger, der den Großteil seines Lebens in der Luft verbringt, zweifelt an seiner nihilistischen Einstellung zum Leben, nachdem er eine Frau kennengelernt hat. Diese ist anfänglich nur seine "Bekanntschaft", beginnt allerdings immer mehr ihm ans Herz zu wachsen.
Genauso einfach, wie sich die Story präsentiert, wird der Film auch erzählt. Nie schweift er wirklich vom Thema ab und spielt immer in einem engen Rahmen. Eigentlich ein Paradoxon, schließlich spielt das weltweite Reisen in diesem Film eine Hauptrolle und doch bekommt man als Zuschauer nie das Gefühl von unendlichen Weiten und unbegrenzter Freiheit. Das ist auch gut so, denn damit wird die Gefühlslage des Protagonisten perfekt reflektiert.
Um jedoch nun auf den Punkt zu kommen: "Up in the air" spricht vielerlei interessante, fast schon philosophische Fragen an. Er beschäftigt sich mit Ethik und einer Weltanschauung, die Ryan Bingham im Film als Rucksack-Theorie verkauft. Eigentlich ein recht interessanter Denkansatz, den ich hier jetzt nicht weiterführen will. Fest steht: der Film beschäftigt sich auf einprägsame und eingängige Art und Weise mit Themen des Alltags und stellt die richtigen Fragen. "Ist der Mensch auf feste Gemeinschaften und bleibende Bindungen angewiesen ? und wenn ja, warum ?"
Auch die Stimmung ist die richtige: hier wird weder auf krampfhafte Lacher gesetzt, noch wird das Thema zu VERkrampft und dramatisch angegangen.
Es dauert zwar ein bisschen, bis der Film abhebt, aber dann macht er alles richtig und startet voll durch. Gute Arbeit, Jason !
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