Die junge Reggie (bezaubernd: Audrey Hepburn) will sich von ihrem Ehemann Charles scheiden lassen, aber das Schicksal erspart ihr den Papierkram und lässt diesen im Pyjama aus dem Zug werfen. Der schon zu Lebzeiten arg rätselhafte Charles gibt damit aber allen seinen Freunden und (vorwiegend) Feinden ein Rätsel auf: Wo sind die 250.000 Dollar, die er der amerikanischen Regierung noch im Zweiten Weltkrieg gestohlen hat? Die Interessenten: Natürlich die verwirrte Reggie ("If you meant to frighten me...you did your job very well!"), an ihrer Seite der galante Peter Joshua (Cary Grant, der ewig Geschiedene), CSI-Spion - pardon! - Agent Walter Bartholomew (köstlich: Walter Mattau), als Feinde Leopold (der dauerniesende Ned Glass), der letzte Westernschurke Tex (James Coburn - so gemein, dass er die arme Audrey mit Streichhölzern bewirft) und natürlich Scobie (George Kennedy), der Mann mit der wahrhaftigen Todeskralle. Verwirrt in der Ecke: Inspektor Edouard Grandpierre (Jacques Marin): "A man drowned in his own bed?!"
Als die illustren Figuren aneinandergeraten, wird es mal unheimlich komisch (das Orangenspiel! Die Beerdigung!), mal (unangenehm) überraschend, mal ungehemmt romantisch: "You know what's wrong with you?" - "What?" - "...Nothing!" - auf jeden Fall zu keinem Zeitpunkt langweilig, voller kleiner Nuancen (wie dem Puppentheaterstück) und großer Wendungen und mit einem spannenden Finale - gefolgt von einer wundervollen Schlussszene. Eine Perle eines scheinbar vergessenen Genres, mit so viel Schwung und so viel Charme, dass es eine reine Freude ist, durchgehend und mit jeder weiteren Sichtung aufs Neue, Rätselkino, Darstellerkino und Komödie zugleich und alles auf höchstem Niveau. Ich bin begeistert.
"We use the guillotine in this country. I have always imagined that the blade, coming down, causes no more than a slight tickling sensation on the back of the neck. It is only a guess, of course. I hope none of you ever finds out for certain."
Wer sich nicht an Gilliam's Stil stößt, sollte sich das Fest nicht entgehen lassen. Das Ende wurde später ganz wunderbar in Snyders "Sucker Punch" aufgegriffen.
"Letztes Jahr in Marienbad", das sei an dieser Stelle nochmal erwähnt, ist einer der berauschendsten, vieldeutigsten, gänsehautlastigsten und verwirrendsten Filme der Geschichte, und dabei doch, lässt man sich auf die eigenen Assoziationen mit dem Geschehen ein, emotional bewegend, nachfühlbar, voller Hoffnungen und Erinnerungen. Ein ganz wundervoller Mitternachtsfilm, dem man jedem ans Herz legen kann, der sich für Poesie, welcher Art auch immer, begeistern kann.
Peinlicherweise habe ich sonst nichts vom guten Alain gesehen - "Hiroshima, mon amour" steht aber eigentlich weit oben auf der Must-See-Liste - natürlich dennoch alles Gute zum Geburtstag und danke für die magischen Stunden, die ich in Marienbad verbringen durfte und bestimmt noch in Zukunft verbringen werde.
Da sollte ich nicht vergessen, tatsäclich mal in eine möglichst volle Vorstellung zu gehen, um zu schauen, ob die Zuschauerinnen wirklich so absurd ausflippen, wie es viele erzählen... :)
ich arbeite im kino: ja sie tun es. aber eine Anmerkung: sie sind maximal 13 Jahre alt, erwecken an Kasse und Theke den Eindruck von IQ <50 und das furchtbar das ganze ist, so schön isses, dass der Twilight ansturm-quatsch mit jedem weiteren Teil eine Woche weniger andauert. Mit dem Teil dürfte der Ansturm also rein rechnerisch nur eine Woche dauern :D
Kleiner Fail ^^ In dem Kino, in dem ich gewesen bin, waren die anwesenden Personen zwischen 15 und bestimmt 70. (Ja wirklich, da war eine Oma drin.)
Und die ältere Generation hat mindestens genau so laut geqietscht, wie die Kleinen.
Wenn er da so motiviert spielt wie in "Twilight", dann wird das wirklich keine Bereicherung, vor allem nicht für ihn.
Ansonsten soll er sich erstmal in "Cosmopolis" ordentlich beweisen und wenn sein Ruf danach einigermaßen gut ist, kann er es sich ja auch leisten, hier und da in einem Blockbuster mitzuspielen. Wüsste nicht, was daran verwerflich sein sollte, solange er den gewollten (?) Spagat zwischen "Mainstream und Arthouse" hinbekommt.
Juhu. Zu lange musste ich auf einen weiteren Actionfilm von Bekmambetow warten, hier kommt er endlich, genauso verspielt und abgefahren wie gewohnt und gehofft. Auch wenn die Kaltschnäuzigkeit eines "Wächter der Nacht" wohl auch hiermit nicht wieder erreicht wird - ist ja schließlich Hollywood - ich bin zuversichtlich, dass es richtig geile moderne Unterhaltung wird. Pro Zeitlupen und wilde Kameramoves!
"Genauso wenig konnten wir thematische Trilogien berücksichtigen, in denen vielleicht der selbe Regisseur agierte und eine bestimmte Gesamtbotschaft vermitteln wollte, die einzelnen Teile aber wenig bis gar nichts miteinander zu tun haben"
Damit fallen ja mit die besten raus: BRD-Trilogie von Fassbinder, von Triers Europa- und Golden-Heart-Trilogien, Rache-Trilogie von Park Chan-Wook...
Ansonsten fehlt "Toy Story", solange dieser nicht um einen weiteren Teil erweitert wurde (was mir so gar nicht zusagen würde)...
Wieso ist hier auf Moviepilot Joseph Gordon-Levitt als Alberto Falcone besetzt und nicht als John Blake? Alberto Falcone ist ein Bösewicht aus Batman: The Long Halloween/Dark Victory, der mit dem für den Film erfundenen John Blake wohl eher nichts zu tun hat, das hat mich gestern arg verwirrt...
Mehr als nur das von einem Animationsfilm erwartete Figurenbalett, funktioniert "How to Train Your Dragon" doch auch als Parabel auf den Sieg der Wissenschaft über der rohen Kraft: In dem anfangs vorgestellten Buch bleibt der Hauptkommentar zu den Drachentypen stets "KILL!", doch durch Beobachtung und Schlussfolgerung schafft es der Protagonist, die einstige Bedrohung zur helfenden Stütze zu transformieren. Dies ist eine wirklich sehr schöne Prämisse für ein eigentliches, wie soll man sagen, Actiondrama? und auch der Schluss weiß mit Konsequenz zu begeistern, die zudem eine weitere Nebenaussage produziert. Punktabzug, leider, weil das Treiben bis auf die Schlusspointe arg vorhersehbar bleibt und den Figuren nur ganz altbekannte Entwicklungen gönnt - und weil ich, scheinbar im Gegensatz zu den meisten anderen Menschen, von Drachen einfach nicht besonders begeistert bin (wer die Viecher über alles liebt, darf gerne einen Punkt draufpacken). Dafür ist die Action makellos und bietet mindestens einen mit Größe und Kraft überwältigenden Moment, welcher mit all seinen Drachenkräften nach einem möglichst großen Bildschrim schreit. Klassisch gehaltene und doch hintersinnige, technisch absolut gelungene Unterhaltung.
Es beginnt mit großen Ambitionen, welche schnell von Kriegswirren überrollt werden, und die Bilder des ländlichen Chaos sind die ersten, die sich einprägen (später sollen noch andere Einstellungen folgen, die sich unerbittlich ins Gedächtnis einbrennen). Es folgt Hoffnung, auf Reichtum und sozialen Aufstieg, denn zwei Männer wollen mit dem Verkauf von Krügen und Töpfen ein gutes Geschäft machen: Der eine will endlich ein reicher Mann sein, der andere sich eine Rüstung kaufen und zum Samurai werden. Dass ihre Frauen sie vor den Gefahren warnen, ist ihnen egal, und so siegt hier der menschliche Drang nach Aufstieg mal wieder über die Angst vor dem möglichen Fall. Die Konsequenzen der Taten werden den Männern noch bewusst werden, aber dann wird es hier und da schon zu spät sein...
"Ugetsu" ist ein unsteter Film, so unstet wie die Geschichten seiner Figuren, doch dies ist nicht als Nachteil zu werten: Der Wechsel zwischen den Stimmungen ist so fließend wie im echten Leben und selbst die übernatürlichen Anklänge werden so bodenständig wie nur möglich serviert - so bodenständig, dass man sie zunächst gar nicht als solche erkennt. Um die Genrewechsel spinnt Mizoguchi zutiefst menschliche, oftmals bedrückende und schmerzhafte Geschichten um (Selbst-)Verführung und Verrat, Verzweiflung und Verfall, Verurteilung und Vergebung. Der Film schreckt nicht vor verstörenden Momenten zurück, einerseits Momenten, in denen den Figuren die Konsequenzen ihres Handelns bewusst werden, andererseits Momenten, welche die Auswirkungen von Krieg zwar kurz, aber abstoßend prägnant in Bilder und Geräusche bannen. Und doch gibt es auch wirklich Passagen voller Schönheit, beinahe hypnotisch, und auch dem Schluss liegt eine gewisse Wärme, eine gewisse Versöhnlichkeit zugrunde. Die letzte Einstellung scheint, nach all den Wirren der letzten Zeit, ganz schlicht und ruhig festzustellen: Was auch passiert, irgendwie müssen wir alle weitermachen.
"Oyû-sama" ist kein Film, welcher einen mit seiner Storybeschreibung besonders zum Schauen motiviert, doch hinter der arg melodramatisch klingenden Geschichte steckt ein inszenatorisch wie psychologisch gelungener Film, welcher zwar seine Zeit braucht, um den Zuschauer wirklich zu fesseln, sich dafür gegen Ende von Szene zu Szene bezüglich Intensität und Ausdruck zu steigern vermag. Zu Beginn der verquerten Dreiecksbeziehung ist es noch Mitleid, der ausgelöst wird, wenn man die Figuren durch ihre Vorhölle der Unerfülltheit, der sozial bedingten Distanz schreiten sieht, später ist es eher Schmerz, resultierend aus einer Eskalation der Ereignisse. Eine sehr subtil dargestellte Eskalation, wohlgemerkt: So wie die positiven Gefühle der Figuren zueinander niemals offen präsentiert werden, so wird auch der Schmerz so beherrscht wie nur möglich präsentiert. Doch was die Figuren mit ihren Worten nicht sagen, deuten ihre Körper an - von klein bis unscheinbar klein sind die Regungen und doch erzählen sie in manch einer Szene mehr als die Dialoge es tun. Die Aufopferungsgeschichte, bei der - leider - niemand wirkllich gewinnen kann, findet zum Schluss noch einige starke symbolische Bilder und Sätze, bevor sie so endet, wie sie verlaufen ist: Unerfüllt. Nun ja, fast: Ein kleines Licht wird dem Zuschauer doch noch geschenkt und das lässt das Ganze gerade noch erträglich sein. Ein bitteres Werk, welcher gewiss sozialkritisch betrachtet werden kann, hauptsächlich jedoch über die Empfindungen und Taten seiner Charaktere funktioniert und wirkt, als überraschend gutes Melodram.
Die "Late Mozoguchi"-Box setzte ja erst ab 1951 an und da ich mir nach den letzten Käufen geschworen habe, erst einmal alles bei mir zu Hause rumliegende zu schauen...
Aber es wird wohl so lange weitergehen mit diesen unnützen Newsfetzen, bis kein einziger User mehr den Artikel anklickt. Wie schon beim Video heute erwähnt, die wirklich interessanten News der letzten Tage hat die MP-Redaktion elegant verpennt.
Ein Werk, was zuweilen berauscht, zuweilen den Zuschauer aber auch ganz unsanft von sich stößt. Momente hypnotischer Alptraumhaftigkeit wechseln sich ab mit Momenten puren Unverständnisses für das Geschehen, doch die Hoffnung, das Ganze seie mehr als (Anti-)Kunst um der Kunst willen, will auch durch die perfidesten Abstrusitäten nicht sterben. Mit Recht: Nach einer Stolperodysse durch eine Realität gewordene Vorhölle, an dessen Unstetigkeit sich die Inszenierung teils auf quälende Weise ausrichtet, und der Teilnahme an einem schmerzvollen, gar infernalen physischen Showdown blicken Protagonist und Zuschauer etwas Wundervollem entgegen, was beglückt und entschädigt.
Eine romantische Mysteryhorrorkomödie, die sich an jedes der Genres von hinten anschleicht und diese fröhlich vergewaltigt. Wer Miikes Art, Geschichten zu erzählen, akzeptieren kann, wird auch "Gozu" (der Titel verweist übrigens auf eine der feinsten Szenen des Films) akzeptieren müssen. Allen anderen bleibt dieser einzigartiger, hochverzwickter Zugang zu einem bekannten Thema wohl leider verwehrt.
Wahrscheinlich das Sinnlichste, was jemals aus dem klassischen Infizierten-Thema geflochten wurde. Sex + Gewalt + Cronenberg war und ist eine geile Mischung. Der Schluss ist der phallusförmige Leuchtturm inmitten der üblichen Horrortristesse und sein Licht ist konsequentester Optimismus eines Wahnsinnigen - oder beleuchtet es doch nur den Niedergang der Menschheit?
Selbst wenn ja: Solch einem Niedergang muss man mit einem glücklichen Lächeln entgegentreten.
Pures Kino. Ungehemmt in Action und Humor - Zweiterer ist beinahe DAS Highlight des Films und hat immer wieder für Applaus im Saal gesorgt - und jedem seiner Helden genug Platz einräumend, um sich einen Platz im Gedächtnis des Zuschauers zu erspielen, oder besser: zu erkämpfen. "The Avengers" bietet (wenige, aber gute) Momente einer gar subtilen Bedrohung und einen Schwall an Brachialität, er beherrscht emotionale wie physische Eskalation wie auch deren Andeutung (siehe Bruce Banner AKA Hulk) und er beherrscht die Kunst des totalen Showdowns, welcher in einer epochalen One-Shot-Sequenz seinen orgiastischen Höhepunkt findet. Natürlich ist das nicht wirklich mehr als reines Superheldenkino mit einigen klassischen Dialogen und dem obligatorischen Sieg am Schluss, doch die Charaktere sind (zum Großteil) tatsächlich welche, der Witz zündet, die Größe der Action überwältigt und die Mischung aus Augenzwinkern und angedeutetem Ernst ersetzt unnötige Heldenposen mit großem Erfolg. Tony Stark AKA Robert Downey jr. hat durch seinen Sarkasmus die Lacher auf seiner Seite, doch es ist Bruce Banner AKA Mark Ruffalo, dem der große Coolnessmoment gehört - sowie die animalische Wucht des Hulk. "The Avengers" erfindet das Rad gewiss nicht neu, aber er lässt es mit einer Geschwindigkeit laufen, wie man sie zu lange missen musste. Uneingeschränkt empfehlenswerter Kinobesuch: Hinsetzen, mitreißen lassen, lachen und zufrieden sein.
Bleibt nur die Frage, wonach ich nun mehr geifere: Nach der Blu-Ray-Veröffentlichung oder nach dem Sequel..?
P.S.: Ein schöner Gag, Cobie Smulders AKA Robin Sherbatsky auch ein wenig rumballern zu lassen. Ihr "How I Met Your Mother"-Alias hätte das mit Sicherheit genossen, auch wenn ihre Rolle sonst nicht wirklich viel hergibt.
Seh ich auch so, die meiste Zeit ist es eher unauffällig, in den Action-Sequenzen gegen Ende hab ich mir aber so manches mal gedacht: Whoa, das hat sich dann doch gelohnt!
Das 3D ist solide umgesetzt und vermittelt eine gute Räumlichkeit, verhält sich ansonsten aber recht unauffällig - sprich, es kommen nur selten Objekte auf den Zuschauer zu. Es stört nicht, bietet aber auch keinen großen Mehrwert. Außer den saftigen 3D-Aufschlag an der Kinokasse.
Deine Kommentare
BigDi
über Charade 2012/06/03 11:08:51
Die junge Reggie (bezaubernd: Audrey Hepburn) will sich von ihrem Ehemann Charles scheiden lassen, aber das Schicksal erspart ihr den Papierkram und lässt diesen im Pyjama aus dem Zug werfen. Der schon zu Lebzeiten arg rätselhafte Charles gibt damit aber allen seinen Freunden und (vorwiegend) Feinden ein Rätsel auf: Wo sind die 250.000 Dollar, die er der amerikanischen Regierung noch im Zweiten Weltkrieg gestohlen hat? Die Interessenten: Natürlich die verwirrte Reggie ("If you meant to frighten me...you did your job very well!"), an ihrer Seite der galante Peter Joshua (Cary Grant, der ewig Geschiedene), CSI-Spion - pardon! - Agent Walter Bartholomew (köstlich: Walter Mattau), als Feinde Leopold (der dauerniesende Ned Glass), der letzte Westernschurke Tex (James Coburn - so gemein, dass er die arme Audrey mit Streichhölzern bewirft) und natürlich Scobie (George Kennedy), der Mann mit der wahrhaftigen Todeskralle. Verwirrt in der Ecke: Inspektor Edouard Grandpierre (Jacques Marin): "A man drowned in his own bed?!"
Als die illustren Figuren aneinandergeraten, wird es mal unheimlich komisch (das Orangenspiel! Die Beerdigung!), mal (unangenehm) überraschend, mal ungehemmt romantisch: "You know what's wrong with you?" - "What?" - "...Nothing!" - auf jeden Fall zu keinem Zeitpunkt langweilig, voller kleiner Nuancen (wie dem Puppentheaterstück) und großer Wendungen und mit einem spannenden Finale - gefolgt von einer wundervollen Schlussszene. Eine Perle eines scheinbar vergessenen Genres, mit so viel Schwung und so viel Charme, dass es eine reine Freude ist, durchgehend und mit jeder weiteren Sichtung aufs Neue, Rätselkino, Darstellerkino und Komödie zugleich und alles auf höchstem Niveau. Ich bin begeistert.
"We use the guillotine in this country. I have always imagined that the blade, coming down, causes no more than a slight tickling sensation on the back of the neck. It is only a guess, of course. I hope none of you ever finds out for certain."
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sweetForgiveness 2012/06/03 11:26:07
Antwort löschenwird wohl auch nachher geguckt, freu mich schon ewig drauf, tolller kommentar
FlintPaper 2012/06/03 11:37:16
Antwort löschenDer ist gut! Arabesque ist besser :D.
BigDi 2012/06/03 12:01:05
Antwort löschenIch bezweifle es, aber kommt auf den Radar. ^^
*frenzy_punk<3 2012/06/03 14:33:51
Antwort löschenFehlt mir noch in meiner Sammlung aber ein brillanter Klassiker.
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Timo K. 2012/06/03 14:39:27
Antwort löschenDenk' dir ein Like von mir.
hollygolightly1 2012/06/03 15:35:15
Antwort löschenJaa, schöner Kommentar! Ich kenne die meisten Dialoge sogar auswendig.. :D
BigDi
Kommentare 2012/06/03 10:14:57
DO'T SUSPECT YOUR FRIEND - REPORT HIM!
Wer sich nicht an Gilliam's Stil stößt, sollte sich das Fest nicht entgehen lassen. Das Ende wurde später ganz wunderbar in Snyders "Sucker Punch" aufgegriffen.
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BigDi
Kommentare 2012/06/03 10:11:29
"Letztes Jahr in Marienbad", das sei an dieser Stelle nochmal erwähnt, ist einer der berauschendsten, vieldeutigsten, gänsehautlastigsten und verwirrendsten Filme der Geschichte, und dabei doch, lässt man sich auf die eigenen Assoziationen mit dem Geschehen ein, emotional bewegend, nachfühlbar, voller Hoffnungen und Erinnerungen. Ein ganz wundervoller Mitternachtsfilm, dem man jedem ans Herz legen kann, der sich für Poesie, welcher Art auch immer, begeistern kann.
Peinlicherweise habe ich sonst nichts vom guten Alain gesehen - "Hiroshima, mon amour" steht aber eigentlich weit oben auf der Must-See-Liste - natürlich dennoch alles Gute zum Geburtstag und danke für die magischen Stunden, die ich in Marienbad verbringen durfte und bestimmt noch in Zukunft verbringen werde.
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the gaffer 2012/06/03 11:57:51
Antwort löschenSchöne Worte zu Marienbad!
BaltiCineManiac 2012/06/03 14:16:26
Antwort löschenSchöne und sehr richtige Worte zu Marienbad! So ist es! ;)
BigDi
Kommentare 2012/05/31 12:43:35
Hört sich ja sehr fein an, vor allem substanzvoller als die Trailer es vermuten ließen. Vorfreude steigt.
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BigDi
Kommentare 2012/05/28 11:14:33
Ein Meisterwerk.
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Tyler__Durden 2012/05/28 11:28:30
Antwort löschenWo?
:P
BigDi
Kommentare 2012/05/25 11:07:31
Da sollte ich nicht vergessen, tatsäclich mal in eine möglichst volle Vorstellung zu gehen, um zu schauen, ob die Zuschauerinnen wirklich so absurd ausflippen, wie es viele erzählen... :)
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Tascha.x 2012/05/25 14:05:58
Antwort löschenTun sie ! Ich war live dabei XD
BigDi 2012/05/25 14:13:50
Antwort löschenDann muss ich wirklich mal rein. :D
chs88 2012/05/25 14:19:25
Antwort löschenDas ist sehr masochistisch von dir, Respekt. :D
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flx! 2012/05/25 14:52:52
Antwort löschenich arbeite im kino: ja sie tun es. aber eine Anmerkung: sie sind maximal 13 Jahre alt, erwecken an Kasse und Theke den Eindruck von IQ <50 und das furchtbar das ganze ist, so schön isses, dass der Twilight ansturm-quatsch mit jedem weiteren Teil eine Woche weniger andauert. Mit dem Teil dürfte der Ansturm also rein rechnerisch nur eine Woche dauern :D
Tascha.x 2012/05/25 17:32:00
Antwort löschenKleiner Fail ^^ In dem Kino, in dem ich gewesen bin, waren die anwesenden Personen zwischen 15 und bestimmt 70. (Ja wirklich, da war eine Oma drin.)
Und die ältere Generation hat mindestens genau so laut geqietscht, wie die Kleinen.
Sollte man wirklich mal selbst erlebt haben. :D
BigDi
Kommentare 2012/05/25 11:03:21
Wenn er da so motiviert spielt wie in "Twilight", dann wird das wirklich keine Bereicherung, vor allem nicht für ihn.
Ansonsten soll er sich erstmal in "Cosmopolis" ordentlich beweisen und wenn sein Ruf danach einigermaßen gut ist, kann er es sich ja auch leisten, hier und da in einem Blockbuster mitzuspielen. Wüsste nicht, was daran verwerflich sein sollte, solange er den gewollten (?) Spagat zwischen "Mainstream und Arthouse" hinbekommt.
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BigDi
Kommentare 2012/05/25 10:55:57
Juhu. Zu lange musste ich auf einen weiteren Actionfilm von Bekmambetow warten, hier kommt er endlich, genauso verspielt und abgefahren wie gewohnt und gehofft. Auch wenn die Kaltschnäuzigkeit eines "Wächter der Nacht" wohl auch hiermit nicht wieder erreicht wird - ist ja schließlich Hollywood - ich bin zuversichtlich, dass es richtig geile moderne Unterhaltung wird. Pro Zeitlupen und wilde Kameramoves!
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BigDi
Kommentare 2012/05/25 10:36:17
Sehr fein, muss ich auch endlich sehen, den Mittelteil der ansonsten sehr großartigen BRD-Trilogie.
Hier mal ein Link zum arte-Fassbinder-Programm der nächsten Zeit, auf das ich mich riesigst freue:
http://www.arte.tv/de/Programm/244,broadcastingNum=1409465,day=3,week=24,year=2012.html
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Markbln 2012/05/25 15:01:04
Antwort löschenAls krönenden Abschluss sogar seinen allerersten Kurzfilm "Die Stadtstreicher". arte wiedermal ; )
BigDi 2012/05/25 15:35:37
Antwort löschenWie lange habe ich auf sowas gewartet...die Kurzfilme werde ich mir aber zu Beginn der Retro auf DVD geben. ;)
BigDi
Kommentare 2012/05/25 10:29:23
"Genauso wenig konnten wir thematische Trilogien berücksichtigen, in denen vielleicht der selbe Regisseur agierte und eine bestimmte Gesamtbotschaft vermitteln wollte, die einzelnen Teile aber wenig bis gar nichts miteinander zu tun haben"
Damit fallen ja mit die besten raus: BRD-Trilogie von Fassbinder, von Triers Europa- und Golden-Heart-Trilogien, Rache-Trilogie von Park Chan-Wook...
Ansonsten fehlt "Toy Story", solange dieser nicht um einen weiteren Teil erweitert wurde (was mir so gar nicht zusagen würde)...
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jimmey11 2012/05/25 11:58:55
Antwort löschenMeine Rede!
+ Alejandro González Iñárritu
Murray 2012/05/25 12:37:06
Antwort löschenIñárritu's Werk besteht aber meiner Meinung nach aus 4 Teilen: Amores Perros, 21 Gramm, Babel und Biutiful.
jimmey11 2012/05/25 12:53:36
Antwort löschen"Mit Amores Perros aus dem Jahr 2000 und 21 Gramm von 2003 bildet Babel den Abschluss einer Trilogie zum Thema Gewalt, Tod und menschliche Abgründe."
Mr.Film 2012/05/25 13:35:00
Antwort löschenWie konnte ich Toy Story vergessen...
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Murray 2012/05/25 14:03:28
Antwort löschen@jimmey11
Aber genau darum gehts ja auch in "Biutiful". Ist etwas irreführend.
jimmey11 2012/05/25 19:18:35
Antwort löschenDas stimmt natürlich. Ich hatte Inarritu und Trilogie nur noch irgendwie im Hinterkopf ;)
BigDi
über The Dark Knight Rises 2012/05/25 10:23:42
Wieso ist hier auf Moviepilot Joseph Gordon-Levitt als Alberto Falcone besetzt und nicht als John Blake? Alberto Falcone ist ein Bösewicht aus Batman: The Long Halloween/Dark Victory, der mit dem für den Film erfundenen John Blake wohl eher nichts zu tun hat, das hat mich gestern arg verwirrt...
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the gaffer 2012/05/25 10:30:55
Antwort löschenWeil zu Beginn des Castings Gerüchte aufkamen, dass Gordon-Levitt Falcone spielt und das nicht geändert wurde. ;)
BigDi 2012/05/25 11:16:44
Antwort löschenDas hat mich wirklich regelrecht schockiert, als ich das gelesen habe. :D
the gaffer 2012/05/25 11:20:16
Antwort löschenIch hab's schon weitergeleitet, damit es geändert wird. :)
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BigDi 2012/05/25 11:50:24
Antwort löschenSehr gut! Nicht dass noch mehr Nervenzellen dran glauben müssen... oO
Ichundso 2012/05/25 16:29:14
Antwort löschenUnd Marion steht auch immer noch als Thalia drin, obwohl sie einen Charakter namens Miranda Tate spielt.
BigDi
über Drachenzähmen leicht gemacht 2012/05/24 17:52:06
Mehr als nur das von einem Animationsfilm erwartete Figurenbalett, funktioniert "How to Train Your Dragon" doch auch als Parabel auf den Sieg der Wissenschaft über der rohen Kraft: In dem anfangs vorgestellten Buch bleibt der Hauptkommentar zu den Drachentypen stets "KILL!", doch durch Beobachtung und Schlussfolgerung schafft es der Protagonist, die einstige Bedrohung zur helfenden Stütze zu transformieren. Dies ist eine wirklich sehr schöne Prämisse für ein eigentliches, wie soll man sagen, Actiondrama? und auch der Schluss weiß mit Konsequenz zu begeistern, die zudem eine weitere Nebenaussage produziert. Punktabzug, leider, weil das Treiben bis auf die Schlusspointe arg vorhersehbar bleibt und den Figuren nur ganz altbekannte Entwicklungen gönnt - und weil ich, scheinbar im Gegensatz zu den meisten anderen Menschen, von Drachen einfach nicht besonders begeistert bin (wer die Viecher über alles liebt, darf gerne einen Punkt draufpacken). Dafür ist die Action makellos und bietet mindestens einen mit Größe und Kraft überwältigenden Moment, welcher mit all seinen Drachenkräften nach einem möglichst großen Bildschrim schreit. Klassisch gehaltene und doch hintersinnige, technisch absolut gelungene Unterhaltung.
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BigDi
Kommentare 2012/05/23 11:55:04
Wunderbar.
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BigDi
über Ugetsu - Erzählungen unter dem Regenmond 2012/05/18 15:48:34
Mizoguchi, zum Zweiten
Es beginnt mit großen Ambitionen, welche schnell von Kriegswirren überrollt werden, und die Bilder des ländlichen Chaos sind die ersten, die sich einprägen (später sollen noch andere Einstellungen folgen, die sich unerbittlich ins Gedächtnis einbrennen). Es folgt Hoffnung, auf Reichtum und sozialen Aufstieg, denn zwei Männer wollen mit dem Verkauf von Krügen und Töpfen ein gutes Geschäft machen: Der eine will endlich ein reicher Mann sein, der andere sich eine Rüstung kaufen und zum Samurai werden. Dass ihre Frauen sie vor den Gefahren warnen, ist ihnen egal, und so siegt hier der menschliche Drang nach Aufstieg mal wieder über die Angst vor dem möglichen Fall. Die Konsequenzen der Taten werden den Männern noch bewusst werden, aber dann wird es hier und da schon zu spät sein...
"Ugetsu" ist ein unsteter Film, so unstet wie die Geschichten seiner Figuren, doch dies ist nicht als Nachteil zu werten: Der Wechsel zwischen den Stimmungen ist so fließend wie im echten Leben und selbst die übernatürlichen Anklänge werden so bodenständig wie nur möglich serviert - so bodenständig, dass man sie zunächst gar nicht als solche erkennt. Um die Genrewechsel spinnt Mizoguchi zutiefst menschliche, oftmals bedrückende und schmerzhafte Geschichten um (Selbst-)Verführung und Verrat, Verzweiflung und Verfall, Verurteilung und Vergebung. Der Film schreckt nicht vor verstörenden Momenten zurück, einerseits Momenten, in denen den Figuren die Konsequenzen ihres Handelns bewusst werden, andererseits Momenten, welche die Auswirkungen von Krieg zwar kurz, aber abstoßend prägnant in Bilder und Geräusche bannen. Und doch gibt es auch wirklich Passagen voller Schönheit, beinahe hypnotisch, und auch dem Schluss liegt eine gewisse Wärme, eine gewisse Versöhnlichkeit zugrunde. Die letzte Einstellung scheint, nach all den Wirren der letzten Zeit, ganz schlicht und ruhig festzustellen: Was auch passiert, irgendwie müssen wir alle weitermachen.
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BigDi
über Oyu Sama - Miss Oyu 2012/05/16 22:48:06
Kenji Mizoguchi, zum Ersten
"Oyû-sama" ist kein Film, welcher einen mit seiner Storybeschreibung besonders zum Schauen motiviert, doch hinter der arg melodramatisch klingenden Geschichte steckt ein inszenatorisch wie psychologisch gelungener Film, welcher zwar seine Zeit braucht, um den Zuschauer wirklich zu fesseln, sich dafür gegen Ende von Szene zu Szene bezüglich Intensität und Ausdruck zu steigern vermag. Zu Beginn der verquerten Dreiecksbeziehung ist es noch Mitleid, der ausgelöst wird, wenn man die Figuren durch ihre Vorhölle der Unerfülltheit, der sozial bedingten Distanz schreiten sieht, später ist es eher Schmerz, resultierend aus einer Eskalation der Ereignisse. Eine sehr subtil dargestellte Eskalation, wohlgemerkt: So wie die positiven Gefühle der Figuren zueinander niemals offen präsentiert werden, so wird auch der Schmerz so beherrscht wie nur möglich präsentiert. Doch was die Figuren mit ihren Worten nicht sagen, deuten ihre Körper an - von klein bis unscheinbar klein sind die Regungen und doch erzählen sie in manch einer Szene mehr als die Dialoge es tun. Die Aufopferungsgeschichte, bei der - leider - niemand wirkllich gewinnen kann, findet zum Schluss noch einige starke symbolische Bilder und Sätze, bevor sie so endet, wie sie verlaufen ist: Unerfüllt. Nun ja, fast: Ein kleines Licht wird dem Zuschauer doch noch geschenkt und das lässt das Ganze gerade noch erträglich sein. Ein bitteres Werk, welcher gewiss sozialkritisch betrachtet werden kann, hauptsächlich jedoch über die Empfindungen und Taten seiner Charaktere funktioniert und wirkt, als überraschend gutes Melodram.
"I never realized how heavy this kimono was..."
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Filmsuechtiger 2012/05/17 08:26:43
Antwort löschenNanu, wieso hast du denn nicht mit seinen ersten Filmen angefangen?
BigDi 2012/05/17 12:00:20
Antwort löschenDie "Late Mozoguchi"-Box setzte ja erst ab 1951 an und da ich mir nach den letzten Käufen geschworen habe, erst einmal alles bei mir zu Hause rumliegende zu schauen...
Filmsuechtiger 2012/05/17 12:10:02
Antwort löschenAch so, wusste nicht mehr genau, welche Filme da drin sind.
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BigDi 2012/05/17 12:25:35
Antwort löschenWerde das Frühwerk irgendwann mal nachholen, jetzt erstmal alle letzten (außer "Taira Clan Saga"). Next: "Ugetsu". :)
Filmsuechtiger 2012/05/17 13:04:16
Antwort löschenSein Meisterwerk. *schwärm*
BigDi
Kommentare 2012/05/15 19:33:14
Thank you, Captain Obvious. Können jetzt News zu Themen kommen, die noch nicht völligstens tot ausdiskutiert sind?
bedenklich? 10 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 3 Antworten
Brennegan 2012/05/15 19:55:48
Antwort löschenJa, zu Prometheus zum Beispiel, da sind noch nicht genug genervt von.
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RX1 2012/05/15 20:46:12
Antwort löschenDu bist aber auch echt der einzige der von Prometheus genervt ist! :)
Brennegan 2012/05/15 21:24:14
Antwort löschenAber es wird wohl so lange weitergehen mit diesen unnützen Newsfetzen, bis kein einziger User mehr den Artikel anklickt. Wie schon beim Video heute erwähnt, die wirklich interessanten News der letzten Tage hat die MP-Redaktion elegant verpennt.
BigDi
über Gozu 2012/05/11 23:37:36
Ein Werk, was zuweilen berauscht, zuweilen den Zuschauer aber auch ganz unsanft von sich stößt. Momente hypnotischer Alptraumhaftigkeit wechseln sich ab mit Momenten puren Unverständnisses für das Geschehen, doch die Hoffnung, das Ganze seie mehr als (Anti-)Kunst um der Kunst willen, will auch durch die perfidesten Abstrusitäten nicht sterben. Mit Recht: Nach einer Stolperodysse durch eine Realität gewordene Vorhölle, an dessen Unstetigkeit sich die Inszenierung teils auf quälende Weise ausrichtet, und der Teilnahme an einem schmerzvollen, gar infernalen physischen Showdown blicken Protagonist und Zuschauer etwas Wundervollem entgegen, was beglückt und entschädigt.
Eine romantische Mysteryhorrorkomödie, die sich an jedes der Genres von hinten anschleicht und diese fröhlich vergewaltigt. Wer Miikes Art, Geschichten zu erzählen, akzeptieren kann, wird auch "Gozu" (der Titel verweist übrigens auf eine der feinsten Szenen des Films) akzeptieren müssen. Allen anderen bleibt dieser einzigartiger, hochverzwickter Zugang zu einem bekannten Thema wohl leider verwehrt.
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BigDi
Kommentare 2012/05/11 23:02:03
Wie wärs mit einer Verfilmung der gleichnamigen Graphic Novel? Habe ich zwar nicht gelesen, hört sich aber sehr anregend an:
"...Schneewittchen-Massenvergewaltigung, Zerstückelungen und Verbrennungen bei lebendigem Leib..."
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Selcarnor 2012/05/12 19:53:34
Antwort löschenDas hört sich ja mal interessant an. Muss mal dringend einen Blick auf darauf werfen.
BigDi
über Parasiten-Mörder 2012/05/08 00:31:41
Wahrscheinlich das Sinnlichste, was jemals aus dem klassischen Infizierten-Thema geflochten wurde. Sex + Gewalt + Cronenberg war und ist eine geile Mischung. Der Schluss ist der phallusförmige Leuchtturm inmitten der üblichen Horrortristesse und sein Licht ist konsequentester Optimismus eines Wahnsinnigen - oder beleuchtet es doch nur den Niedergang der Menschheit?
Selbst wenn ja: Solch einem Niedergang muss man mit einem glücklichen Lächeln entgegentreten.
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BigDi
über Marvel's The Avengers 2012/05/02 14:15:33
Pures Kino. Ungehemmt in Action und Humor - Zweiterer ist beinahe DAS Highlight des Films und hat immer wieder für Applaus im Saal gesorgt - und jedem seiner Helden genug Platz einräumend, um sich einen Platz im Gedächtnis des Zuschauers zu erspielen, oder besser: zu erkämpfen. "The Avengers" bietet (wenige, aber gute) Momente einer gar subtilen Bedrohung und einen Schwall an Brachialität, er beherrscht emotionale wie physische Eskalation wie auch deren Andeutung (siehe Bruce Banner AKA Hulk) und er beherrscht die Kunst des totalen Showdowns, welcher in einer epochalen One-Shot-Sequenz seinen orgiastischen Höhepunkt findet. Natürlich ist das nicht wirklich mehr als reines Superheldenkino mit einigen klassischen Dialogen und dem obligatorischen Sieg am Schluss, doch die Charaktere sind (zum Großteil) tatsächlich welche, der Witz zündet, die Größe der Action überwältigt und die Mischung aus Augenzwinkern und angedeutetem Ernst ersetzt unnötige Heldenposen mit großem Erfolg. Tony Stark AKA Robert Downey jr. hat durch seinen Sarkasmus die Lacher auf seiner Seite, doch es ist Bruce Banner AKA Mark Ruffalo, dem der große Coolnessmoment gehört - sowie die animalische Wucht des Hulk. "The Avengers" erfindet das Rad gewiss nicht neu, aber er lässt es mit einer Geschwindigkeit laufen, wie man sie zu lange missen musste. Uneingeschränkt empfehlenswerter Kinobesuch: Hinsetzen, mitreißen lassen, lachen und zufrieden sein.
Bleibt nur die Frage, wonach ich nun mehr geifere: Nach der Blu-Ray-Veröffentlichung oder nach dem Sequel..?
P.S.: Ein schöner Gag, Cobie Smulders AKA Robin Sherbatsky auch ein wenig rumballern zu lassen. Ihr "How I Met Your Mother"-Alias hätte das mit Sicherheit genossen, auch wenn ihre Rolle sonst nicht wirklich viel hergibt.
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stalker 2012/05/02 14:36:47
Antwort löschenDu jetzt auch?
Joeyjoejoe17 2012/05/02 17:01:51
Antwort löschenIst das 3D ertragbar oder irgendwie störend und nervig?
Allein dieser Effekt hält mich noch von einem überteuerten Kinobesuch ab
Buki2909 2012/05/02 17:19:58
Antwort löschen3D ist ertragbar, einer der wenigen streifen wo ich dachte hier hats sich es gelohnt den aufpreis zu zahlen... mehr aber auch nicht
TrendSocke 2012/05/02 17:22:17
Antwort löschenSeh ich auch so, die meiste Zeit ist es eher unauffällig, in den Action-Sequenzen gegen Ende hab ich mir aber so manches mal gedacht: Whoa, das hat sich dann doch gelohnt!
nasenschleuder 2012/05/03 12:43:52
Antwort löschenSchöner Kommentar. Und freut mich, dass es gefallen hat :)
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Aluca 2012/05/03 17:46:51
Antwort löschenDas 3D ist solide umgesetzt und vermittelt eine gute Räumlichkeit, verhält sich ansonsten aber recht unauffällig - sprich, es kommen nur selten Objekte auf den Zuschauer zu. Es stört nicht, bietet aber auch keinen großen Mehrwert. Außer den saftigen 3D-Aufschlag an der Kinokasse.
BigDi 2012/05/03 19:44:14
Antwort löschenZustimmung @ Aluca. Wobei ich fand, dass einige "Luftszenen" dadurch gewannen.