Ich habe für Buffy gestimmt, aber stellvertretend für alle Charaktere. Denn nicht nur daß die Serie ein großartiges Ensemble mit fast durchgehend liebenswerten Figuren hat, die meisten Charaktere machen im Laufe der Jahre auch eine interessante Entwicklung durch. Ich mache gerade mal wieder einen "Buffy"-Durchlauf, bin bei der 2. Season, und wenn ich mir anschaue, wie sich z.B. Buffy, Willow und Zander bis zur 7. Season weiterentwickeln, welche Wandlung Spike im Laufe der Jahre durchmacht und wie sich selbst Giles verändert... da hat jemand die Charaktere ernst genommen und sie und die Story Arcs über die Jahre hinweg konsequent weiterentwickelt. Und genau deshalb funktioniert die Serie meines Erachtens auch so gut: Die Charaktere entwickeln sich logisch weiter und werden nicht etwa durch irgendein bahnbrechendes Ereignis, einen Zauber o.ä. auf den Kopf gestellt und umgekrempelt. Buffy muß erwachsen werden, weil sie mit dem Tod ihrer Mutter konfrontiert wird. Willow wird nicht von heute auf morgen zu einer mächtigen Hexe, ihre Macht steigert sich langsam und kontinuierlich, und ihr Ausflug auf die dunkle Seite der Macht ist angesichts ihres Verlustes nachvollziehbar. Et cetera et cetera, man könnte das für fast jeden Protagonisten durchexerzieren.
Nur Angel bleibt irgendwie immer Angel (abgesehen von seiner Angelus-Phase).
Und Riley... mal ehrlich - wer mag schon Riley??
Wenn nur endlich mal eine anständige BluRay-Fassung der Serie angekündigt würde...
Besser als erwartet, schlechter als nötig. Ich glaube, man hätte aus dem Film mehr rausholen können. Die ruhige Erzählweise ist okay, an den Darstellern gibt's wenig auszusetzen, die Effekte sind - insbesondere angesichts des geringen Budgets - klasse (durch das kurze making-of erfährt man erst, wo sich überall Visual Effects versteckt haben, die man auf den ersten Blick gar nicht wahrnimmt). Nur die Story ist eben nicht so spannend, wie es nötig wäre, um den Film wirklich gut zu machen. Und auch wenn ich mich grundsätzlich über jeden Vampir-Film freue, in dem die Blutsauger echt fiese Viecher sind, ist mir hier einfach die Grenze zum Zombie überschritten; das hat für mich nichts oder nur sehr wenig mit Vampiren zu tun, und wenn der Film "Zombie Nation" heißen würde, hätte vermutlich niemand ein Problem damit gehabt.
"Von den Produzenten von Shaun of the Dead". Nur eben, daß "Attack the Block" keine interessante Handlung hat, sondern der 500. Aufguß der 08/15-Alieninvasion ist, und von Charakteren bevölkert wird, die einem schon beim ersten Auftritt dermaßen auf den Senkel gehen, daß man versucht ist, den DVD-Player mit dem Hammer zu traktieren. Okay, gegen eine zünftige Invasion ist ja nichts einzuwenden, wenn sie gut inszeniert ist (was hier aber eher nicht der Fall ist; das Ganze ist weitestgehend vorhersehbar und überraschungsfrei, bei den meisten Figuren kann man sehr schnell abschätzen, ob sie den Nachspann lebend erreichen oder nicht). Aber einer Horde Kiddies aus der untersten Unterschicht dabei zuzusehen, wie sie sich wie die Größten fühlen, weil sie a) eine Waffe in der Hand haben, und b) weil es jemand wagt, ihren Wohnblock anzugreifen (die Termini "die Aliens" und "die Bullen" sind dabei relativ beliebig austauschbar) - nee, das muß ich echt nicht haben.
Die Prämisse klang nicht schlecht, der Trailer war - wie so oft - durchaus okay. Das Ergebnis? Ein Invasionsfilm unterhalb des Unterhaltungswertes von "Darkest Hour" (und das will was heißen!)!
HEY! Mir kommt gerade DIE IDEE für die nächste Generation der Invasion filme! ZWEI Ausserirdische Spezies erobern GLEICHZEITIG die Erde! UNd kloppen sich dann miteinander!
UNd wenn DAS dann in 20 JAhren zu abgelutscht ist, nehmen wir DREI Ausserirdische Spezies! Jippie!
Als jemand, der eher von durchschnittlicher Größe und Brillenträger ist und mit körperlicher Ertüchtigung nicht viel am Hut hat, wäre ich in so einer strunzgeilen Iron Man-Rüstung eindeutig am besten aufgehoben. In so einem Ding macht jeder was her.
Zunächst mal muß man ganz klar sagen, daß "The Avengers" absolut gelungenes Popcorn-Kino im besten Sinne des Wortes ist. Das waghalsige Experiment, über mehrere Jahre hinweg mehrere Protagonisten in eigenen Filmen aufzubauen und dann in einem Team-Film zusammenzuführen, kann man nur als gelungen bezeichnen. Und mit fast zweieinhalb Stunden Laufzeit nimmt sich "The Avengers" auch genug Zeit, um allen Charakteren Raum zu verschaffen. Keine Figur wird zur bloßen Nebenfigur degradiert (auch wenn Bruce Banner zu Anfang nicht so viele Anteile an der Handlung hat, kann man guten Gewissens sagen, daß das letzte Drittel das wieder mehr als wett macht...). Darüber hinaus hat der Film den für Joss Whedon so typischen Witz in den Dialogen, der ein ums andere mal für Lacher sorgt, ohne daß es ins Lächerliche abgleitet. Die Action knallt richtig rein, die Effekte sind sowieso über jeden Zweifel erhaben, kurz: man kriegt verdammt gute Unterhaltung für sein Geld.
Trotzdem "nur" 7,5 Punkte? Ich hätte gerne noch mehr gegeben, aber ein, zwei Schwächen hat der Streifen halt doch. Allen voran wäre der etwas langatmige Mittelteil an Bord des Helicarriers; der Film startet stark und bringt die Figuren auf anständige Weise zusammen (inkl. des in Comics nicht unüblichen herben Zusammenraufens), und der Kampf um New York ist astrein und läßt die Helden mal so richtig von der Leine, daß es eine wahre Freude ist. Aber irgendwie verliert das Ganze zwischendrin ein klein wenig an Schwung und braucht eine Weile, um wieder Fahrt aufzunehmen. Das trübt den insgesamt sehr positiven Gesamteindruck ein klein wenig. Thor, von den versammelten Helden eigentlich meine Lieblingsfigur (zumindest hinsichtlich der Marvel-Filme), kommt aus irgendeinem Grund bei weitem nicht so sympathisch rüber wie in seinem eigenen Film (dafür gewinnt Iron Man aber wieder gewaltig verglichen mit seinem zweiten Streifen). Jeremy Renner halte ich immer noch für gnadenlos überschätzt, und auch wenn er mir den Film nicht unbedingt kaputt macht, gäbe es mit Sicherheit wenigstens ein halbes Dutzend Darsteller, die als Hawkeye geeigneter gewesen wären. Und daß die gesamte Invasionsstreitmacht die Waffen streckt, wenn das Mutterschiff zerstört wird, das ist mittlerweile soooo ausgelutscht (gähn!) und nervt echt.
Aber lassen wir die Erbsenzählerei, denn umgekehrt gibt es auch viele große und kleine Momente, die einfach Spaß machen. Ob es die ebenso spektakulären wie spaßigen Auftritte von Hulk sind oder die netten kleinen Szenen zwischen Tony Stark und Pepper Potts, immer wieder zeigt Joss Whedon, daß er Ahnung von Comics hat und mit den Charakteren umzugehen weiß. Am deutlichsten wird das, wenn von Captain America die Rollen in der Schlacht verteilt werden - Hawkeye, der eben abgesehen von seinen Künsten als Bogenschütze keine Superkräfte hat, wird quasi zum Scout und überwacht die Szenerie vom Dach aus, Thor stellt sich Loki zum Kampf, Iron Man wirft sich voll in die Schlacht, Hulk... ist eben Hulk :-) und Captain America - der gewöhnliche Mensch mit den außergewöhnlichen Fähigkeiten - rettet zusammen mit Black Widow Zivilisten und übernimmt einfach Kraft natürlicher Autorität das Kommando. Das alles wirkt stimmig und funktioniert wie ein Uhrwerk, und genau deshalb ist das Finale auch so furios. Klar, die Effekte sind natürlich eine Augenweide, aber ich wage ernsthaft zu behaupten, daß bei all den Explosionen und fliegenden Trümmern dennoch die Charaktere im Vordergrund stehen. Und genau deshalb ist "The Avengers", trotz kleiner Mängel, so verdammt unterhaltsam.
Sehr schöne Kritik!
Ich empfand den Mittelteil auf dem "Luftschiff" auch ein wenig zu lang. Hier verlor der sonst sehr rasante Streifen etwas an Fahrt. Und mein Lieblings-Avenger Thor kam im Gegensatz zu seinen Kollegen leider viel zu kurz :/
Dennoch natürlich ein sehr cooler Film, vor allem das Finale ist bombastisch.
Wenn die Invasoren, die die Welt in Schutt und Asche legen, nicht gerade gestaltwandelnde Roboter wären, würde der Film vielleicht (nur vielleicht) sogar was taugen, denn die Special FX sind zugegebenermaßen ausgezeichnet; die Zerstörung Chicagos ist erstklassig in Szene gesetzt. Damit endet die Liste der positiven Aspekte. Die Story ist selbst für einen Film, der auf einer albernen Spielzeugreihe basiert, ziemlich dürftig, und die Darsteller spielen innerhalb des Effektespektakels keine sonderlich wichtige Rolle, und Rosie Huntington-Whiteley ist auch kaum mehr als ein Abklatsch von Talentvakuum Megan Fox.
Ich hatte mir eigentlich geschworen, nie mehr einen Transformers-Film anzuschauen. Was hat mich nur geritten, meinen hehren Grundsätzen untreu zu werden…?
Nö, nicht ganz. Hasbro hat 1984 zuerst die Spielzeuge auf den Markt gebracht, und zur besseren Vermarktung gab es dann gleich noch eine Zeichentrickserie dazu.
kenn ich, weiß ich ebenso, aber die derart komplex ausgearbeiten Figuren, wie hier gibt es (in der Ausführung) nicht oder kaum als Spielzeuge, da zu kompliziert und zu "3D-technisch", ..das meinte ich, .. na gut
Irgendwie weiß der Film nicht so recht, was er sein will: Eine behutsame Bearbeitung des Themas Terror und seiner Auswirkungen auf die Hinterbliebenen oder ein Politthriller, in dem es um Vertuschung der Hintergründe eines Terroranschlags geht. Sicher, der erste Aspekt überwiegt deutlich. Um so störender fällt da der zweite Aspekt auf; würde es tatsächlich nur um die Bewältigung der Trauer und der Wut gehen, wenn einem Menschen, die man liebt, genommen werden, wäre "Blown away" vielleicht gar nicht so übel gewesen (vergleichbar mit dem exzellenten "The Guys"), trotz aller Längen, die hier und da auftauchen. So aber bleibt bei mir der "Nicht-Fleisch-nicht-Fisch"-Eindruck.
Wäre der Schluß nicht, der alles wieder verwässert und versucht, die Handlung auf den Kopf zu stellen, wäre "The Double" ein deutlich besserer Film geworden, ein durchaus spannender und sehenswerter Thriller um die Jagd auf einen Profikiller. Dummerweise fällt der Film dann gegen Ende in die Twist-Falle und versucht, die Geschichte besonders clever aufzulösen, was in meinen Augen aber nicht gelingt, sondern statt dessen sehr aufgesetzt wirkt. Man hat beinahe den Eindruck, als sei den Machern gegen Ende aufgefallen, daß Richard Gere ja wie der Böse dasteht, wenn man nicht noch was ändert, also baut man halt noch eine überraschende Wende ein. Was "The Double" wie gesagt nicht sonderlich gut tut. Hätte man die Story geradliniger erzählt, hätte das dem Film gut getan. So aber wird man beim Nachspann mit dem Gefühl zurückgelassen, daß da gerade irgendetwas ziemlich schief gelaufen ist.
Ein Film, der beim Schauen weh tut, und ich meine das durchaus positiv. Mitanzusehen, wie die Hauptfigur mißbraucht wird, ohne sich wehren zu können, ist schon keine leichte Kost. Dann aber zu erleben, wie dieses Ereignis ihre gesamte Familie betrifft und das Leben aller zu zerstören droht, das ist wahrlich starker Tobak. Dabei bleiben die Reaktionen aller Figuren jederzeit vollkommen nachvollziehbar – die mißbrauchte Tochter, die die Tat leugnet und den Täter sogar in Schutz nimmt, der eigentlich rechtschaffene Vater, der sich in seiner Wut und Verzweiflung in Rache und Lynchjustiz ergehen möchte etc. – und genau das macht "Trust" eben so schmerzhaft. Zu verdanken ist das nicht zuletzt den wirklich tollen Darstellern (allen voran: Liana Liberato, die in der Hauptrolle eine wirklich starke Leistung abliefert! Chapeau!) und der behutsamen Inszenierung, die nie voyeuristisch, nie reißerisch wirkt, sondern das Thema schonungslos bearbeitet und keine besonderen Kniffe oder außergewöhnlichen Wendungen nötig hat; es genügt, die harte Realität einfach zu zeigen wie sie ist, um den Zuschauer gefangenzunehmen.
Mit Sicherheit kein feel-good-movie, aber auf jeden Fall ein sehr guter und sehenswerter Film.
Einer der besseren schlechten Filme der letzten Zeit - aber eben ein trotzdem ein schlechter Film. Die Grundidee ist ja nicht mal schlecht, und über die tricktechnische Umsetzung kann man bestimmt nicht meckern (nichts weltbewegendes, aber okay). Aber mir sind schon lange nicht mehr so viele Protagonisten untergekommen, die so einen Bullshit verzapfen und z.T. so dämliche Entscheidungen treffen, daß es weh tut. Dementsprechend gibt es hinsichtlich der Handlung auch keine großen Überraschungen, man kann fast von Beginn an sagen wer stirbt und wer den Film überlebt. Und die Überraschungen, mit denen der Film aufwarten kann, tun dem ohnehin schon schlechten Gesamteindruck nicht unbedingt gut. Insbesondere das Erscheinungsbild der Aliens, das gegen Ende offenbart wird, nimmt den Angreifern, die davor fast schon wie eine unaufhaltsame Naturgewalt wirkten, einiges von ihrer Bedrohlichkeit und ist fast schon lächerlich. Und schließlich kann man sich auch des Eindrucks nicht erwehren, daß der Drehbuchautor zur Vorbereitung des Films ein Buch über Physik lesen wollte, aber eines über Physiotherapie erwischt hat. Klingt ähnlich, hat aber mit der Sache nichts zu tun. Und deshalb wird im Laufe des Films so unglaublich viel physikalischer Müll erzählt (vielleicht sollte man den Beteiligten mal erklären, wie so ein Faraday'scher Käfig wirklich wirkt…), daß es jedem die Schuhe auszieht, der mal ein Schulgebäude von innen gesehen hat. Der Titel "The Darkest Hour" ist insofern Programm, denn durchweg alle Beteiligten hatten alles andere als ihre Glanzstunde, als sie sich für diesen Film versammelt haben. Insgesamt ist er nicht "Plan 9 from outer-space"-schlecht, denn wie gesagt gibt es durchaus das eine oder andere, mit dem der Film punkten kann. Aber selbst der an Handlungslücken gewiss nicht arme "Independence Day" weiß besser zu unterhalten als "The Darkest Hour", der mit ein wenig mehr Mühe durchaus ein passabler Invasionsfilm hätte werden können.
vielleicht nicht unbedingt eine Offenbarung, was Gruselthriller anbelangt, wirklich Neues bietet der Film in der Tat nicht; manchmal wirkt das Ganze ein wenig wie ein "Poltergeist"-Remake. Das muß aber nichts Schlechtes heißen, und gruselig ist "Insidious" allemal (an einigen Stellen sehr, sehr gruselig).
Alles in allem nicht so lustig wie man nach dem Trailer erwartet hätte. Über weite Strecken bleibt der Humor deutlich hinter dem zurück, was die Story hergegeben hätte und beschränkt sich auf ziemlich flache "doofe Terroristen"-Stereotypen, die man anderswo schon besser gesehen hat. Gegen Ende hin legt "Four Lions" allerdings nochmal deutlich nach, was wieder ein wenig mit dem Film versöhnt. Aber auf jeden Fall ist "Four Lions" kein Film, den ich zwingend ein zweites mal anschauen müßte oder Freunden weiterempfehlen würde.
Wenn ich nach einer bestimmten Info zu einer Serie oder einem Film suche und dabei gespoilert werde - tja, dumm gelaufen, kann halt passieren. Wenn ich aber auf einer Seite bin, die grundsätzlich nicht unbedingt was mit der Serie zu tun hat und dabei unerwartet gespoilert werde, dann ist das schon ärgerlich (mir so passiert, als ich auf in der Wikipedia-Liste fiktiver US-Präsidenten was nachgeschaut habe und mir dabei das Schicksal von President David Palmer [24] um die Ohren gehauen wurde...).
Es müssen nicht immer Zombies sein, um die Endzeit einzuläuten. Eine "normale", hochansteckende Krankheit reicht völlig aus, um das Leben wie wir es kennen zum Stillstand zu bringen. Und ich finde, das bringt "Carriers" sehr gut rüber. Und ähnlich wie bei "28 Days later", vielleicht sogar noch mehr, wird hier deutlich, wie fragil unsere Zivilisation ist und wie wenig es bedarf, um alles, was uns jetzt noch an menschlichen Werten heilig ist, kurzerhand über Bord zu werfen.
Ich würde "Carriers" deshalb nicht in eine Reihe mit umwerfenden Endzeit-Filmen wie "The Road" stellen, dazu hat er doch die eine oder andere Länge zuviel. Aber interessant ist der Film allemal und lohnt auf jeden Fall einen Blick, wenn man auf das Genre steht.
Ich fand Les Grossman in "Tropic Thunder" klasse, jede einzelne Szene mit ihm war ein echter Brüller, und sein End Credits-Tanz rockt total. Aber ob der Charakter tatsächlich taugt, um einen kompletten Film zu tragen, bezweifle ich stark. Das ist wie mit den Pinguinen bei "Madagascar" oder Scrat bei "Ice Age" - man freut sich schon auf den nächsten Kurzauftritt. Aber zuviel von etwas gutem ist in solchen Fällen eher schädlich. Wenn Les Grossman in einem anderen Streifen wieder einen Gastauftritt hätte, wäre das super. Aber mag ich mir einen ganzen Film anschauen mit jemandem, der - sind wir ehrlich - ein abgewedeltes Arschloch ist und die Welt um sich herum wie Dreck behandelt? Vermutlich eher nicht.
Wie naiv muß man denn sein, um auf einem indischen Filmset eine pakistanische Location nachzubauen? Seit 1947 führten die beiden Länder schon drei Kriege gegeneinander? Also, sowas kann bzw. sollte man wissen, wenn man in Indien dreht. Ich bin weiß Gott kein Freund von religiösem oder politischem Fanatismus, aber wenn Bigelow ihre Dreharbeiten jetzt für teuer Geld verlagern muß, dann hat sie sich das selbst zuzuschreiben.
Als ich den ersten Trailer gesehen habe dachte ich "Das kann nichts werden!". So kann man sich irren. Damit wir uns richtig verstehen: Natürlich ist "Die drei Musketiere" eigentlich ziemlicher Schund, bei dem sich Alexandre Dumas ohne Unterlass im Grabe herumdreht und der mit der Vorlage nur noch den Namen bzw. die Namen der Protagonisten gemein hat. Aber alleine durch die Besetzung, die durchweg sympathisch ist - die Musketiere sind gut besetzt, aber das Salz in der Suppe sind Orlando Bloom und Christoph Waltz, die einfach klasse spielen - , macht der Film Spaß, die Kämpfe sind erstklassig und spannend inszeniert, und als ich manche der Effekte gesehen habe, habe ich zum allerersten mal bei einem Film bedauert, daß ich ihn nicht in 3D im Kino gesehen habe - ich mag mich irren, aber ich schätze, da gab es ganz schön was für's Auge.
Ich habe mich überraschend gut unterhalten. Deshalb kann ich nur zu einem Fazit kommen: "Die drei Musketiere" ist besser, als er von rechtswegen sein dürfte.
Eigentlich sind alle Zutaten für einen brauchbaren Film da: Ein charismatischer Held, eine kosmische Bedrohung, eine epische Hintergrundgeschichte etc. pp. Im Grunde hätte "Green Lantern" also funktionieren müssen. Tut er aber nicht, und ich kann noch nicht mal genau erklären woran es liegt. Denn einen gewissen Unterhaltungswert kann man dem Film nicht absprechen. An den Effekten kann's eigentlich auch nicht liegen, die sind weitestgehend in Ordnung. Ach ja, da war ja noch die Handlung... vermutlich ist die Schuld, daß "Green Lantern" einfach nicht zünden will. Wie man's dreht und wendet, die Story ist einfach etwas zu dünn, zu unausgegoren, zu schleppend erzählt - und manchmal sogar zu langweilig. Schade, denn grundsätzlich hätte die Geschichte mehr hergegeben. Ich würde "Green Lantern" beileibe nicht als völligen Fehlschlag bezeichnen, dazu hat er zu viele gute Momente. Aber was Comic-Verfilmungen anbelangt, rangiert er eindeutig am unteren Ende der Skala.
Okay, die "Underworld"-Filme waren noch nie Shakespeare, aber selbst als Fan der Reihe (ja, ich oute mich - "Underworld" ist mein guilty pleasure) muß ich zugeben, daß die Handlung von "Awakening" ziemlich dünn ist, um nicht zu sagen lückenhaft ist. Aber seien wir ehrlich: Man schaut sich "Underworld", egal welchen, nicht wegen der Handlung an. Man will einigermaßen brauchbare Action sehen (die kriegt man hier), und man will Kate Beckinsale in hautengem Latex sehen (die kriegt man hier auch, sogar in 3D!). Von daher hat "Underworld Awakening" sein Klassenziel erreicht. Ich hatte mir zugegebenermaßen etwas mehr erwartet, aber unterhalten habe ich mich dennoch ganz ordentlich. Und ich vermute, es wird mir mit "Awakening" gehen wie mit jedem seiner Vorgänger auch: Am Anfang bin ich noch enttäuscht und ziemlich kritisch, aber je häufiger ich den Film dann gesehen habe, desto besser gefällt er mir. Wahrscheinlich kriegt "Awakening" einen satten Punkt mehr von mir, wenn ich ihn erst ein paar mal auf BluRay angeschaut habe...
Nachdem Selene in den bisherigen Filmen aber so ziemlich jeden älteren Vampir plattgemacht hat, der ihr über den Weg lief, hoffe ich, daß sie in einem weiteren Sequel (von dem ich hoffe, daß es gedreht wird) ihre Einzelgängerei endlich über Bord wirft und endlich selbst mal das Szepter in die Hand nimmt. Und da in "Awakening" ja die Lycaner ihre große Rückkehr hatten, wird es höchste Zeit, daß nun jemand die Vampire flächendeckend in die Schlacht führt. Hail Selene, Queen of Vampires! ;-)
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BigH
Kommentare 2012/05/27 14:30:38
Ich habe für Buffy gestimmt, aber stellvertretend für alle Charaktere. Denn nicht nur daß die Serie ein großartiges Ensemble mit fast durchgehend liebenswerten Figuren hat, die meisten Charaktere machen im Laufe der Jahre auch eine interessante Entwicklung durch. Ich mache gerade mal wieder einen "Buffy"-Durchlauf, bin bei der 2. Season, und wenn ich mir anschaue, wie sich z.B. Buffy, Willow und Zander bis zur 7. Season weiterentwickeln, welche Wandlung Spike im Laufe der Jahre durchmacht und wie sich selbst Giles verändert... da hat jemand die Charaktere ernst genommen und sie und die Story Arcs über die Jahre hinweg konsequent weiterentwickelt. Und genau deshalb funktioniert die Serie meines Erachtens auch so gut: Die Charaktere entwickeln sich logisch weiter und werden nicht etwa durch irgendein bahnbrechendes Ereignis, einen Zauber o.ä. auf den Kopf gestellt und umgekrempelt. Buffy muß erwachsen werden, weil sie mit dem Tod ihrer Mutter konfrontiert wird. Willow wird nicht von heute auf morgen zu einer mächtigen Hexe, ihre Macht steigert sich langsam und kontinuierlich, und ihr Ausflug auf die dunkle Seite der Macht ist angesichts ihres Verlustes nachvollziehbar. Et cetera et cetera, man könnte das für fast jeden Protagonisten durchexerzieren.
Nur Angel bleibt irgendwie immer Angel (abgesehen von seiner Angelus-Phase).
Und Riley... mal ehrlich - wer mag schon Riley??
Wenn nur endlich mal eine anständige BluRay-Fassung der Serie angekündigt würde...
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BigH
über Vampire Nation 2012/05/18 18:21:26
Besser als erwartet, schlechter als nötig. Ich glaube, man hätte aus dem Film mehr rausholen können. Die ruhige Erzählweise ist okay, an den Darstellern gibt's wenig auszusetzen, die Effekte sind - insbesondere angesichts des geringen Budgets - klasse (durch das kurze making-of erfährt man erst, wo sich überall Visual Effects versteckt haben, die man auf den ersten Blick gar nicht wahrnimmt). Nur die Story ist eben nicht so spannend, wie es nötig wäre, um den Film wirklich gut zu machen. Und auch wenn ich mich grundsätzlich über jeden Vampir-Film freue, in dem die Blutsauger echt fiese Viecher sind, ist mir hier einfach die Grenze zum Zombie überschritten; das hat für mich nichts oder nur sehr wenig mit Vampiren zu tun, und wenn der Film "Zombie Nation" heißen würde, hätte vermutlich niemand ein Problem damit gehabt.
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BigH
über Attack the Block 2012/05/09 18:44:54
"Von den Produzenten von Shaun of the Dead". Nur eben, daß "Attack the Block" keine interessante Handlung hat, sondern der 500. Aufguß der 08/15-Alieninvasion ist, und von Charakteren bevölkert wird, die einem schon beim ersten Auftritt dermaßen auf den Senkel gehen, daß man versucht ist, den DVD-Player mit dem Hammer zu traktieren. Okay, gegen eine zünftige Invasion ist ja nichts einzuwenden, wenn sie gut inszeniert ist (was hier aber eher nicht der Fall ist; das Ganze ist weitestgehend vorhersehbar und überraschungsfrei, bei den meisten Figuren kann man sehr schnell abschätzen, ob sie den Nachspann lebend erreichen oder nicht). Aber einer Horde Kiddies aus der untersten Unterschicht dabei zuzusehen, wie sie sich wie die Größten fühlen, weil sie a) eine Waffe in der Hand haben, und b) weil es jemand wagt, ihren Wohnblock anzugreifen (die Termini "die Aliens" und "die Bullen" sind dabei relativ beliebig austauschbar) - nee, das muß ich echt nicht haben.
Die Prämisse klang nicht schlecht, der Trailer war - wie so oft - durchaus okay. Das Ergebnis? Ein Invasionsfilm unterhalb des Unterhaltungswertes von "Darkest Hour" (und das will was heißen!)!
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Baumkopf Holzfaust 2012/05/09 21:11:14
Antwort löschenHEY! Mir kommt gerade DIE IDEE für die nächste Generation der Invasion filme! ZWEI Ausserirdische Spezies erobern GLEICHZEITIG die Erde! UNd kloppen sich dann miteinander!
UNd wenn DAS dann in 20 JAhren zu abgelutscht ist, nehmen wir DREI Ausserirdische Spezies! Jippie!
BigH
Kommentare 2012/05/06 18:14:37
Als jemand, der eher von durchschnittlicher Größe und Brillenträger ist und mit körperlicher Ertüchtigung nicht viel am Hut hat, wäre ich in so einer strunzgeilen Iron Man-Rüstung eindeutig am besten aufgehoben. In so einem Ding macht jeder was her.
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BigH
über Marvel's The Avengers 2012/05/01 22:22:34
Zunächst mal muß man ganz klar sagen, daß "The Avengers" absolut gelungenes Popcorn-Kino im besten Sinne des Wortes ist. Das waghalsige Experiment, über mehrere Jahre hinweg mehrere Protagonisten in eigenen Filmen aufzubauen und dann in einem Team-Film zusammenzuführen, kann man nur als gelungen bezeichnen. Und mit fast zweieinhalb Stunden Laufzeit nimmt sich "The Avengers" auch genug Zeit, um allen Charakteren Raum zu verschaffen. Keine Figur wird zur bloßen Nebenfigur degradiert (auch wenn Bruce Banner zu Anfang nicht so viele Anteile an der Handlung hat, kann man guten Gewissens sagen, daß das letzte Drittel das wieder mehr als wett macht...). Darüber hinaus hat der Film den für Joss Whedon so typischen Witz in den Dialogen, der ein ums andere mal für Lacher sorgt, ohne daß es ins Lächerliche abgleitet. Die Action knallt richtig rein, die Effekte sind sowieso über jeden Zweifel erhaben, kurz: man kriegt verdammt gute Unterhaltung für sein Geld.
Trotzdem "nur" 7,5 Punkte? Ich hätte gerne noch mehr gegeben, aber ein, zwei Schwächen hat der Streifen halt doch. Allen voran wäre der etwas langatmige Mittelteil an Bord des Helicarriers; der Film startet stark und bringt die Figuren auf anständige Weise zusammen (inkl. des in Comics nicht unüblichen herben Zusammenraufens), und der Kampf um New York ist astrein und läßt die Helden mal so richtig von der Leine, daß es eine wahre Freude ist. Aber irgendwie verliert das Ganze zwischendrin ein klein wenig an Schwung und braucht eine Weile, um wieder Fahrt aufzunehmen. Das trübt den insgesamt sehr positiven Gesamteindruck ein klein wenig. Thor, von den versammelten Helden eigentlich meine Lieblingsfigur (zumindest hinsichtlich der Marvel-Filme), kommt aus irgendeinem Grund bei weitem nicht so sympathisch rüber wie in seinem eigenen Film (dafür gewinnt Iron Man aber wieder gewaltig verglichen mit seinem zweiten Streifen). Jeremy Renner halte ich immer noch für gnadenlos überschätzt, und auch wenn er mir den Film nicht unbedingt kaputt macht, gäbe es mit Sicherheit wenigstens ein halbes Dutzend Darsteller, die als Hawkeye geeigneter gewesen wären. Und daß die gesamte Invasionsstreitmacht die Waffen streckt, wenn das Mutterschiff zerstört wird, das ist mittlerweile soooo ausgelutscht (gähn!) und nervt echt.
Aber lassen wir die Erbsenzählerei, denn umgekehrt gibt es auch viele große und kleine Momente, die einfach Spaß machen. Ob es die ebenso spektakulären wie spaßigen Auftritte von Hulk sind oder die netten kleinen Szenen zwischen Tony Stark und Pepper Potts, immer wieder zeigt Joss Whedon, daß er Ahnung von Comics hat und mit den Charakteren umzugehen weiß. Am deutlichsten wird das, wenn von Captain America die Rollen in der Schlacht verteilt werden - Hawkeye, der eben abgesehen von seinen Künsten als Bogenschütze keine Superkräfte hat, wird quasi zum Scout und überwacht die Szenerie vom Dach aus, Thor stellt sich Loki zum Kampf, Iron Man wirft sich voll in die Schlacht, Hulk... ist eben Hulk :-) und Captain America - der gewöhnliche Mensch mit den außergewöhnlichen Fähigkeiten - rettet zusammen mit Black Widow Zivilisten und übernimmt einfach Kraft natürlicher Autorität das Kommando. Das alles wirkt stimmig und funktioniert wie ein Uhrwerk, und genau deshalb ist das Finale auch so furios. Klar, die Effekte sind natürlich eine Augenweide, aber ich wage ernsthaft zu behaupten, daß bei all den Explosionen und fliegenden Trümmern dennoch die Charaktere im Vordergrund stehen. Und genau deshalb ist "The Avengers", trotz kleiner Mängel, so verdammt unterhaltsam.
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Aluca 2012/05/03 17:54:39
Antwort löschenSehr schöne Kritik!
Ich empfand den Mittelteil auf dem "Luftschiff" auch ein wenig zu lang. Hier verlor der sonst sehr rasante Streifen etwas an Fahrt. Und mein Lieblings-Avenger Thor kam im Gegensatz zu seinen Kollegen leider viel zu kurz :/
Dennoch natürlich ein sehr cooler Film, vor allem das Finale ist bombastisch.
BigH
über Transformers 3 2012/04/22 12:36:21
Wenn die Invasoren, die die Welt in Schutt und Asche legen, nicht gerade gestaltwandelnde Roboter wären, würde der Film vielleicht (nur vielleicht) sogar was taugen, denn die Special FX sind zugegebenermaßen ausgezeichnet; die Zerstörung Chicagos ist erstklassig in Szene gesetzt. Damit endet die Liste der positiven Aspekte. Die Story ist selbst für einen Film, der auf einer albernen Spielzeugreihe basiert, ziemlich dürftig, und die Darsteller spielen innerhalb des Effektespektakels keine sonderlich wichtige Rolle, und Rosie Huntington-Whiteley ist auch kaum mehr als ein Abklatsch von Talentvakuum Megan Fox.
Ich hatte mir eigentlich geschworen, nie mehr einen Transformers-Film anzuschauen. Was hat mich nur geritten, meinen hehren Grundsätzen untreu zu werden…?
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Brentano 2012/05/16 13:13:27
Antwort löschenDer Film ist nicht von "albernen "Spilzeugen abgeleitet, sondern jene bauen auf Filmen wie diesem auf, marketingtechnisch gesehen, .. odr?
Alle 3 Antworten zeigen
BigH 2012/05/16 13:20:53
Antwort löschenNö, nicht ganz. Hasbro hat 1984 zuerst die Spielzeuge auf den Markt gebracht, und zur besseren Vermarktung gab es dann gleich noch eine Zeichentrickserie dazu.
siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Transformers
Brentano 2012/05/16 13:38:23
Antwort löschenkenn ich, weiß ich ebenso, aber die derart komplex ausgearbeiten Figuren, wie hier gibt es (in der Ausführung) nicht oder kaum als Spielzeuge, da zu kompliziert und zu "3D-technisch", ..das meinte ich, .. na gut
BigH
über Blown Apart 2012/04/22 12:32:48
Irgendwie weiß der Film nicht so recht, was er sein will: Eine behutsame Bearbeitung des Themas Terror und seiner Auswirkungen auf die Hinterbliebenen oder ein Politthriller, in dem es um Vertuschung der Hintergründe eines Terroranschlags geht. Sicher, der erste Aspekt überwiegt deutlich. Um so störender fällt da der zweite Aspekt auf; würde es tatsächlich nur um die Bewältigung der Trauer und der Wut gehen, wenn einem Menschen, die man liebt, genommen werden, wäre "Blown away" vielleicht gar nicht so übel gewesen (vergleichbar mit dem exzellenten "The Guys"), trotz aller Längen, die hier und da auftauchen. So aber bleibt bei mir der "Nicht-Fleisch-nicht-Fisch"-Eindruck.
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BigH
über The Double 2012/04/22 12:30:03
Wäre der Schluß nicht, der alles wieder verwässert und versucht, die Handlung auf den Kopf zu stellen, wäre "The Double" ein deutlich besserer Film geworden, ein durchaus spannender und sehenswerter Thriller um die Jagd auf einen Profikiller. Dummerweise fällt der Film dann gegen Ende in die Twist-Falle und versucht, die Geschichte besonders clever aufzulösen, was in meinen Augen aber nicht gelingt, sondern statt dessen sehr aufgesetzt wirkt. Man hat beinahe den Eindruck, als sei den Machern gegen Ende aufgefallen, daß Richard Gere ja wie der Böse dasteht, wenn man nicht noch was ändert, also baut man halt noch eine überraschende Wende ein. Was "The Double" wie gesagt nicht sonderlich gut tut. Hätte man die Story geradliniger erzählt, hätte das dem Film gut getan. So aber wird man beim Nachspann mit dem Gefühl zurückgelassen, daß da gerade irgendetwas ziemlich schief gelaufen ist.
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BigH
über Trust - Die Spur führt ins Netz 2012/04/22 12:27:51
Ein Film, der beim Schauen weh tut, und ich meine das durchaus positiv. Mitanzusehen, wie die Hauptfigur mißbraucht wird, ohne sich wehren zu können, ist schon keine leichte Kost. Dann aber zu erleben, wie dieses Ereignis ihre gesamte Familie betrifft und das Leben aller zu zerstören droht, das ist wahrlich starker Tobak. Dabei bleiben die Reaktionen aller Figuren jederzeit vollkommen nachvollziehbar – die mißbrauchte Tochter, die die Tat leugnet und den Täter sogar in Schutz nimmt, der eigentlich rechtschaffene Vater, der sich in seiner Wut und Verzweiflung in Rache und Lynchjustiz ergehen möchte etc. – und genau das macht "Trust" eben so schmerzhaft. Zu verdanken ist das nicht zuletzt den wirklich tollen Darstellern (allen voran: Liana Liberato, die in der Hauptrolle eine wirklich starke Leistung abliefert! Chapeau!) und der behutsamen Inszenierung, die nie voyeuristisch, nie reißerisch wirkt, sondern das Thema schonungslos bearbeitet und keine besonderen Kniffe oder außergewöhnlichen Wendungen nötig hat; es genügt, die harte Realität einfach zu zeigen wie sie ist, um den Zuschauer gefangenzunehmen.
Mit Sicherheit kein feel-good-movie, aber auf jeden Fall ein sehr guter und sehenswerter Film.
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BigH
über Darkest Hour 2012/04/22 12:23:34
Einer der besseren schlechten Filme der letzten Zeit - aber eben ein trotzdem ein schlechter Film. Die Grundidee ist ja nicht mal schlecht, und über die tricktechnische Umsetzung kann man bestimmt nicht meckern (nichts weltbewegendes, aber okay). Aber mir sind schon lange nicht mehr so viele Protagonisten untergekommen, die so einen Bullshit verzapfen und z.T. so dämliche Entscheidungen treffen, daß es weh tut. Dementsprechend gibt es hinsichtlich der Handlung auch keine großen Überraschungen, man kann fast von Beginn an sagen wer stirbt und wer den Film überlebt. Und die Überraschungen, mit denen der Film aufwarten kann, tun dem ohnehin schon schlechten Gesamteindruck nicht unbedingt gut. Insbesondere das Erscheinungsbild der Aliens, das gegen Ende offenbart wird, nimmt den Angreifern, die davor fast schon wie eine unaufhaltsame Naturgewalt wirkten, einiges von ihrer Bedrohlichkeit und ist fast schon lächerlich. Und schließlich kann man sich auch des Eindrucks nicht erwehren, daß der Drehbuchautor zur Vorbereitung des Films ein Buch über Physik lesen wollte, aber eines über Physiotherapie erwischt hat. Klingt ähnlich, hat aber mit der Sache nichts zu tun. Und deshalb wird im Laufe des Films so unglaublich viel physikalischer Müll erzählt (vielleicht sollte man den Beteiligten mal erklären, wie so ein Faraday'scher Käfig wirklich wirkt…), daß es jedem die Schuhe auszieht, der mal ein Schulgebäude von innen gesehen hat. Der Titel "The Darkest Hour" ist insofern Programm, denn durchweg alle Beteiligten hatten alles andere als ihre Glanzstunde, als sie sich für diesen Film versammelt haben. Insgesamt ist er nicht "Plan 9 from outer-space"-schlecht, denn wie gesagt gibt es durchaus das eine oder andere, mit dem der Film punkten kann. Aber selbst der an Handlungslücken gewiss nicht arme "Independence Day" weiß besser zu unterhalten als "The Darkest Hour", der mit ein wenig mehr Mühe durchaus ein passabler Invasionsfilm hätte werden können.
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Eigenbrötler 2012/04/25 13:14:48
Antwort löschenAch ja, die Sache mit dem Faradayschen Käfig... Ich musste fast weinen... xD
BigH
über Insidious 2012/03/31 08:31:21
vielleicht nicht unbedingt eine Offenbarung, was Gruselthriller anbelangt, wirklich Neues bietet der Film in der Tat nicht; manchmal wirkt das Ganze ein wenig wie ein "Poltergeist"-Remake. Das muß aber nichts Schlechtes heißen, und gruselig ist "Insidious" allemal (an einigen Stellen sehr, sehr gruselig).
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BigH
über Four Lions 2012/03/31 08:26:40
Alles in allem nicht so lustig wie man nach dem Trailer erwartet hätte. Über weite Strecken bleibt der Humor deutlich hinter dem zurück, was die Story hergegeben hätte und beschränkt sich auf ziemlich flache "doofe Terroristen"-Stereotypen, die man anderswo schon besser gesehen hat. Gegen Ende hin legt "Four Lions" allerdings nochmal deutlich nach, was wieder ein wenig mit dem Film versöhnt. Aber auf jeden Fall ist "Four Lions" kein Film, den ich zwingend ein zweites mal anschauen müßte oder Freunden weiterempfehlen würde.
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BigH
Kommentare 2012/03/14 20:32:04
Wenn ich nach einer bestimmten Info zu einer Serie oder einem Film suche und dabei gespoilert werde - tja, dumm gelaufen, kann halt passieren. Wenn ich aber auf einer Seite bin, die grundsätzlich nicht unbedingt was mit der Serie zu tun hat und dabei unerwartet gespoilert werde, dann ist das schon ärgerlich (mir so passiert, als ich auf in der Wikipedia-Liste fiktiver US-Präsidenten was nachgeschaut habe und mir dabei das Schicksal von President David Palmer [24] um die Ohren gehauen wurde...).
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BigH
über Carriers 2012/03/08 10:06:17
Es müssen nicht immer Zombies sein, um die Endzeit einzuläuten. Eine "normale", hochansteckende Krankheit reicht völlig aus, um das Leben wie wir es kennen zum Stillstand zu bringen. Und ich finde, das bringt "Carriers" sehr gut rüber. Und ähnlich wie bei "28 Days later", vielleicht sogar noch mehr, wird hier deutlich, wie fragil unsere Zivilisation ist und wie wenig es bedarf, um alles, was uns jetzt noch an menschlichen Werten heilig ist, kurzerhand über Bord zu werfen.
Ich würde "Carriers" deshalb nicht in eine Reihe mit umwerfenden Endzeit-Filmen wie "The Road" stellen, dazu hat er doch die eine oder andere Länge zuviel. Aber interessant ist der Film allemal und lohnt auf jeden Fall einen Blick, wenn man auf das Genre steht.
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BigH
Kommentare 2012/03/08 09:45:36
Wenn's um alltagstaugliche Zitate aus Actionfilmen geht, kann ich nur sagen: "Ich bin zu alt für diesen Scheiß."
Verwende ich fast täglich...
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BigH
Kommentare 2012/03/08 09:41:24
Ich fand Les Grossman in "Tropic Thunder" klasse, jede einzelne Szene mit ihm war ein echter Brüller, und sein End Credits-Tanz rockt total. Aber ob der Charakter tatsächlich taugt, um einen kompletten Film zu tragen, bezweifle ich stark. Das ist wie mit den Pinguinen bei "Madagascar" oder Scrat bei "Ice Age" - man freut sich schon auf den nächsten Kurzauftritt. Aber zuviel von etwas gutem ist in solchen Fällen eher schädlich. Wenn Les Grossman in einem anderen Streifen wieder einen Gastauftritt hätte, wäre das super. Aber mag ich mir einen ganzen Film anschauen mit jemandem, der - sind wir ehrlich - ein abgewedeltes Arschloch ist und die Welt um sich herum wie Dreck behandelt? Vermutlich eher nicht.
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BigH
Kommentare 2012/03/05 21:37:10
Wie naiv muß man denn sein, um auf einem indischen Filmset eine pakistanische Location nachzubauen? Seit 1947 führten die beiden Länder schon drei Kriege gegeneinander? Also, sowas kann bzw. sollte man wissen, wenn man in Indien dreht. Ich bin weiß Gott kein Freund von religiösem oder politischem Fanatismus, aber wenn Bigelow ihre Dreharbeiten jetzt für teuer Geld verlagern muß, dann hat sie sich das selbst zuzuschreiben.
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BigH
über Die drei Musketiere 2012/03/01 10:38:27
Als ich den ersten Trailer gesehen habe dachte ich "Das kann nichts werden!". So kann man sich irren. Damit wir uns richtig verstehen: Natürlich ist "Die drei Musketiere" eigentlich ziemlicher Schund, bei dem sich Alexandre Dumas ohne Unterlass im Grabe herumdreht und der mit der Vorlage nur noch den Namen bzw. die Namen der Protagonisten gemein hat. Aber alleine durch die Besetzung, die durchweg sympathisch ist - die Musketiere sind gut besetzt, aber das Salz in der Suppe sind Orlando Bloom und Christoph Waltz, die einfach klasse spielen - , macht der Film Spaß, die Kämpfe sind erstklassig und spannend inszeniert, und als ich manche der Effekte gesehen habe, habe ich zum allerersten mal bei einem Film bedauert, daß ich ihn nicht in 3D im Kino gesehen habe - ich mag mich irren, aber ich schätze, da gab es ganz schön was für's Auge.
Ich habe mich überraschend gut unterhalten. Deshalb kann ich nur zu einem Fazit kommen: "Die drei Musketiere" ist besser, als er von rechtswegen sein dürfte.
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Demeyusi 2012/03/01 10:56:15
Antwort löschenIch habe ihn in 3D gesehen und NEIN es gab nicht wirklich was fürs Auge! 2D reicht vollkommen aus.
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Zimtmond 2012/03/01 12:00:20
Antwort löschen2D reicht völlig, glaub mir. 3D kann man sich sparen.
Florian Albrecht 2012/03/02 22:03:13
Antwort löscheneiner der schlechtesten Wasseranimationen am Anfang des Films die ich je gesehen hab.
BigH
über Green Lantern 2012/03/01 10:23:26
Eigentlich sind alle Zutaten für einen brauchbaren Film da: Ein charismatischer Held, eine kosmische Bedrohung, eine epische Hintergrundgeschichte etc. pp. Im Grunde hätte "Green Lantern" also funktionieren müssen. Tut er aber nicht, und ich kann noch nicht mal genau erklären woran es liegt. Denn einen gewissen Unterhaltungswert kann man dem Film nicht absprechen. An den Effekten kann's eigentlich auch nicht liegen, die sind weitestgehend in Ordnung. Ach ja, da war ja noch die Handlung... vermutlich ist die Schuld, daß "Green Lantern" einfach nicht zünden will. Wie man's dreht und wendet, die Story ist einfach etwas zu dünn, zu unausgegoren, zu schleppend erzählt - und manchmal sogar zu langweilig. Schade, denn grundsätzlich hätte die Geschichte mehr hergegeben. Ich würde "Green Lantern" beileibe nicht als völligen Fehlschlag bezeichnen, dazu hat er zu viele gute Momente. Aber was Comic-Verfilmungen anbelangt, rangiert er eindeutig am unteren Ende der Skala.
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BigH
über Underworld Awakening 2012/03/01 10:07:00
Okay, die "Underworld"-Filme waren noch nie Shakespeare, aber selbst als Fan der Reihe (ja, ich oute mich - "Underworld" ist mein guilty pleasure) muß ich zugeben, daß die Handlung von "Awakening" ziemlich dünn ist, um nicht zu sagen lückenhaft ist. Aber seien wir ehrlich: Man schaut sich "Underworld", egal welchen, nicht wegen der Handlung an. Man will einigermaßen brauchbare Action sehen (die kriegt man hier), und man will Kate Beckinsale in hautengem Latex sehen (die kriegt man hier auch, sogar in 3D!). Von daher hat "Underworld Awakening" sein Klassenziel erreicht. Ich hatte mir zugegebenermaßen etwas mehr erwartet, aber unterhalten habe ich mich dennoch ganz ordentlich. Und ich vermute, es wird mir mit "Awakening" gehen wie mit jedem seiner Vorgänger auch: Am Anfang bin ich noch enttäuscht und ziemlich kritisch, aber je häufiger ich den Film dann gesehen habe, desto besser gefällt er mir. Wahrscheinlich kriegt "Awakening" einen satten Punkt mehr von mir, wenn ich ihn erst ein paar mal auf BluRay angeschaut habe...
Nachdem Selene in den bisherigen Filmen aber so ziemlich jeden älteren Vampir plattgemacht hat, der ihr über den Weg lief, hoffe ich, daß sie in einem weiteren Sequel (von dem ich hoffe, daß es gedreht wird) ihre Einzelgängerei endlich über Bord wirft und endlich selbst mal das Szepter in die Hand nimmt. Und da in "Awakening" ja die Lycaner ihre große Rückkehr hatten, wird es höchste Zeit, daß nun jemand die Vampire flächendeckend in die Schlacht führt. Hail Selene, Queen of Vampires! ;-)
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