Björn Lahrmann - Björn Lahrmanns Kommentare zu Filmen

Deine Kommentare

Filter
Sortierung

Das Manifest (Björn Lahrmann)
über The Tree of Life

7.5Sehenswert

THE TREE OF LIFE sensationell zu nennen, ist weniger Lob als Tatsachenbeschreibung: Sensationen, Sinneseindrücke sind, was er ist und worüber hinaus er an keiner Stelle geht. Im Kern handelt Terrence Malicks fünfter Film von Erziehung, von verschiedenen Formen der Erziehung zur Wahrnehmung der Welt. Die Schule: Eine Familie im suburbanen Texas der 50er Jahre. [...]

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten

Das Manifest (Björn Lahrmann)
über Unknown Identity

7.0Sehenswert

Liam Neeson does Berlin: Nachdem im Quasi-Vorgänger TAKEN Paris auseinandergenommen wurde, ist jetzt die deutsche Hauptstadt dran. Jaume Collet-Serra inszeniert den von Joel Silver produzierten Identitätsverlustthriller als lustvollen Eurotrash, der topographische Schauwerte maximal ausreizt und immer für eine Autojagd gut ist.

Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

Das Manifest (Björn Lahrmann)
über True Grit

4.5Uninteressant

Als kauziges, bei aller Geradlinigkeit eher richtungsloses Hangout Movie muss TRUE GRIT sich vollends auf sein Darsteller-Trio verlassen und fährt damit im Grunde nicht schlecht. [...] Das Ensemble täuscht dennoch nicht darüber hinweg, dass es dem Film an erzählerischem Impetus und Genrebewusstsein fehlt.

Kritik im Original 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 3 Antworten

HorrorClown

Antwort löschen

bei allem respekt aber hast du dir die website schonmal angesehn? da "kritikert" ;) ja jeder wild rum ohne sinn und ahnung:P
jaa ich weiß ahnung ist ansichtsache aber das ist eben auch nur meine meinung!


Julio Sacchi

Antwort löschen

Du bist echt n Clown.


Das Manifest (Björn Lahrmann)
über 127 Hours

4.0Uninteressant

[...] Wo Kunst aufs rohe Dasein zurückgeworfen ist, betont sie gern das Körperliche, Stoffliche, nacktes Fleisch, blanke Materie; Jahrhunderte von Christusgemälden künden davon, und was anders ist Ralstons Geschichte als ein Passionsspiel fürs Boulevard? Es gibt durchaus Momente in 127 HOURS, in denen Sinnliches mit viel Empathie ins Bild übertragen wird: das Raspeln von Handflächen auf Stein, das verzweifelte Spannen der Muskeln, das Recken halb erfrorener Füße in die Morgensonne. Wogegen der Film sich allerdings weitgehend sperrt, ist eine ähnlich haptische Vermittlung von Schmerz, Panik, zährender Dauer. Um dem Horror nicht direkt ausgeliefert zu sein, flüchtet Boyle sich in guinnessbuchhafte Darstellungsextreme, kilometerhohe Rückzooms aus dem Spalt in die Stratosphäre, mikroskopische Ansichten der Kohlensäurebläschen in Ralstons zur Neige gehender Trinkflasche. [...]

Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

Das Manifest (Björn Lahrmann)
über Hereafter - Das Leben danach

4.0Uninteressant

Das Beste, was man über Clint Eastwoods spirituelles Drama sagen kann, ist wohl, dass es deutlich weniger peinlich ausfällt als befürchtet. Peter Morgans klischeebehaftetes Skript konfrontiert drei Menschen mit dem Leben nach dem Tod, Eastwoods angenehm patente Regie lässt sie daraus weder religiöse Inspiration noch Erkenntnis ziehen. Das ist allemal gediegen-altmeisterliches Storytelling, aber auch vollkommen nichtssagend.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten

Das Manifest (Björn Lahrmann)
über 72 Stunden - The next three days

4.5Uninteressant

Mehr High Concept geht nicht: Elizabeth Banks unschuldig im Knast, Russell Crowe büxt sie aus. Stoff für einen knappen, tighten Thriller, den Paul Haggis auf Überlänge auswalzt und mit dick aufgetragener Schicksalsschwere in die Knie zieht. Erst der letzte Akt liefert ab, wofür man das Ticket gelöst hat.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten

Das Manifest (Björn Lahrmann)
über Carlos - Der Schakal

7.0Sehenswert

Olivier Assayas' Mammutporträt des berüchtigten linksradikalen Entrepreneurs reüssiert gleich dreifach: als klassisches Biopic, Terror-Essay und epische Geschichtsfiktion. Hauptdarsteller Édgar Ramírez ist eine Offenbarung und trägt den Film über die ganzen fünfeinhalb Stunden.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten

Das Manifest (Björn Lahrmann)
über The Social Network

7.0Sehenswert

Hinter der Fassade aus Gegenwartsmythologie versteckt sich also ein regelrecht pupsiger Zank zwischen ein paar Ivy-League-Jüngelchen, ein Fall für die Jahrbücher und Justizakten. Nichtsdestotrotz bzw. gerade deswegen ist THE SOCIAL NETWORK ein äußerst scharfsichtiger (und nebenbei auch extrem unterhaltsamer) Film. Das Facebook-Prinzip, Privates zum Zwecke maximaler Öffentlichkeitswirkung hochzupimpen, macht er sich ebenso klug zunutze, wie er es genüsslich der Lächerlichkeit preisgibt.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten

Das Manifest (Björn Lahrmann)
über My Son, My Son, What Have Ye Done

7.5Sehenswert

Wahnsinn ist Weltsprache, Werner Herzog spricht sie fließend: Die wahre Geschichte eines muttermordenden Schauspieler lässt er fiktional auswuchern und sich über den halben Planeten verbreiten. So wird spinnerte Genrekunst zu bildmächtiger Kulturanthropologie.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten

Das Manifest (Björn Lahrmann)
über Valerie - Eine Woche voller Wunder

9.0Herausragend

Mit VALERIE - EINE WOCHE VOLLER WUNDER inszenierte Jaromil Jireš einen traumhaften Abgesang auf die Tschechische Neue Welle der 60er Jahre: ein surreales Filmgedicht, das aus zahllosen Märchen- und Horrorversatzstücken eine Welt erschafft, die sich angestammten Deutungsmustern entzieht.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten

Das Manifest (Björn Lahrmann)
über The Tourist

2.0Ärgerlich

Florian Henckel von Donnersmarcks restlos versäbeltes Hollywood-Debüt lässt Johnny Depp und Angelina Jolie in Venedig aufeinander treffen. Ergebnis: Anämischer Konfektionsmüll ohne einen Hauch von Esprit.

Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

Das Manifest (Björn Lahrmann)
über Inception

6.5Ganz gut

Wie noch jede Regiearbeit Nolans ist INCEPTION in erster Linie ein spektakulärer Werkstattbericht aus der Traumfabrik, der gerade, weil er gegen die Grenzen des technisch und kreativ Machbaren strebt, vor allem eines zeigt: dass immer noch mehr geht.

Kritik im Original 4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

Das Manifest (Björn Lahrmann)
über Enter the Void

7.5Sehenswert

ENTER THE VOID ist ein filmgewordener twitch of the death nerve, zweieinhalb Stunden Nahtod- und kinematografische Grenzerfahrung der kinnladenknallenden Sorte. Dummerweise will der Film aber mehr sein als schnöder Oberflächenreiz, und da wird es knifflig. [...] Ein debiler Virtuosenstreich, genialer Schwachsinn – und ein Film, den man dieses Jahr, im Guten wie im Schlechten, gesehen haben muss.

Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

Das Manifest (Björn Lahrmann)
über The Killer Inside Me

3.5Schwach

THE KILLER INSIDE ME ist eine wahnsinnig leere akademische Stilübung, weder spannend noch schockierend, weder zynisch noch erotisch. Ein klein wenig mag das mit der Vorlage zu tun haben, die eben nicht die filmisch reich erprobte, wilde Haken schlagende Noir-Schnurre ist, sondern eher eine statische Konfiguration, die extrem von ihrer psychotischen Innensicht lebt.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten

Das Manifest (Björn Lahrmann)
über Das Gesetz der Straße - Brooklyn's Finest

3.0Schwach

Ich muss schon sagen: FINEST ist a bissl sehr hoch gegriffen. BROOKLYN'S MOST UNINSPIRED hätte es auch getan. Mit schmiedeeisernem Pathos monumentalisiert Fuqua den dürftigen Stoff zur griechischen Tragödie und treibt ihm so noch den letzten Rest Pulp-Saftigkeit aus.

Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 2 Antworten

Filmfano

Antwort löschen

Sorry, deine Kritik geht ja mal gar nicht!


BasinCity

Antwort löschen

Aber wirklich! Was für ein Quatsch!


Das Manifest (Björn Lahrmann)
über Synecdoche, New York

8.0Ausgezeichnet

Eine Komödie ist SYNECDOCHE, NEW YORK nur noch insofern, wie alles menschliche Streben in seiner Vergeblichkeit lächerlich ist. Die Grundstimmung ist die eines Begräbnisses; von der Cannes-Premiere wird berichtet, das Publikum habe sich im Anschluß mehrenteils betrunken. Verglichen mit den Pappschachtel-Extravaganzen von Jonze und Gondry mutet Kaufmans Eigenregie geradezu spartanisch an, die Wahl filmischer Mittel einfach, das Casting berechenbar, der Ton gedämpft. Die Illusion wächst in der Lücke, die klafft zwischen profaner Inszenierung und Kaufmans wild wuchernder Mindfuck-Fantasie.

Kritik im Original 7 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

Das Manifest (Björn Lahrmann)
über Survival of the Dead

6.0Ganz gut

Die DEAD-Filme erheben nach wie vor den Anspruch eines großen Entwurfs, und der Gründermythos des Western, der SURVIVAL blutig durchzieht, unterstreicht erneut dieses Bestreben. Woran es Romero unterdessen leider mangelt, sind zündende Einfälle, die sein Weltmodell noch substanziell erweitern könnten. Kleine Oldschool-Freuden bietet der Film dennoch allemal. Unnachahmlich bleiben Romeros skurrile Tonlagenwechsel zwischen Satire und Weltschmerz, Dystopie und hemmungsloser Alberei; und trotz oftmals billigem CGI-Geschmadder erfreuen die zahllosen Zombietötungen mit vergnüglichem Looney-Tunes-Slapstick.

Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

Das Manifest (Björn Lahrmann)
über Iron Man 2

4.5Uninteressant

Erst zwei Filme ist IRON MAN alt und gehört doch schon zum alten Eisen. Was ist cooler als ein Iron Man? Richtig: zwei Iron Men, die sich gegenseitig die Fresse verbeulen. Großartig motiviert muss so eine Sequenz schon gar nicht mehr sein; im schludrigen Blockbusterkino passieren Dinge, weil sie halt müssen – nicht, weil sie folgerichtig wären. Zwischen ziellosen Plotsträngen, hauchdünn gezeichneten Nebenfiguren und selbstverliebten Militärparaden muss mal wieder Downeys suaver Humor vermitteln und leistet dem Film damit bessere Dienste, als er verdient.

Kritik im Original 4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

Das Manifest (Björn Lahrmann)
über Shutter Island

5.5Geht so

Dennis Lehane, der die Romanvorlage geschrieben hat, charakterisiert SHUTTER ISLAND als bewusstes Spiel mit Genre-Versatzstücken, reiner Pastiche aus Gothic und Noir. Scorsese jedoch versteht das als Freifahrtschein, die Geschichte nicht mehr ernst nehmen zu müssen, sich, anders gesagt, von der narrativen Sorgfaltspflicht zu entbinden. Ungefähr so: Weil der Zuschauer ohnehin weiß, was ihn erwartet, ist es die Mühe, ihn auf falsche Fährten zu locken, gar nicht erst wert. Als Spannungskino ist SHUTTER ISLAND dementsprechend eine dröge, deutlich zu lange Angelegenheit. Statt dessen konzentriert sich Scorsese auf die letzte Tugend, die ihm geblieben ist: virtuoses Ausstattungstheater von genussvoller Künstlichkeit.

Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

Das Manifest (Björn Lahrmann)
über Der Ghostwriter

4.5Uninteressant

DER GHOSTWRITER ist ein Film von sorgfältig retuschiertem Desinteresse – an seinem Thema, seinen Figuren, seinem Genre. Zeitanalyse mit den Mitteln des Pulp, manischer Zweifel an den Mächtigen: In Wahrheit sind das für Polanski bloß noch Residuen eines Genres, das er nach Kräften zu reproduzieren beschlossen hat. Formal wird ihnen zwar stattgegeben, eine innere Dringlichkeit ist aber nicht mehr zu spüren. Das ist besonders schade, wenn man bedenkt, dass obsessive Paranoia einmal die Muttersprache seiner Filme war, von EKEL über DER MIETER bis FRANTIC. DER GHOSTWRITER hingegen ist nur noch ein gelecktes, behäbiges Imitat seiner selbst.

Kritik im Original 6 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 1 Antworten

Magic2713

Antwort löschen

Gute Kritik, wahrscheinlich Polanskis schlechtester, aber vorallem langweiligster Film. Mir persönlich ist schleierhaft warum der Film hier solche gute Wertungen und Kritiken erhält.