Boogers666

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Boogers666 aus Dem land wo die wilden kerle wohnen heißt Mirco Leier , ist 16 Jahre alt. Er hat sich auf moviepilot angemeldet und hat schon unglaubliche 670 Filme bewertet und legendäre 446 Kommentare geschrieben. Ich bin ein leidenschaftlicher Filmegucker und gebe gerne meinen Senf dazu, wems nicht passt, pech gehabt. Ich bin bei weitem kein Cineast und auch kein Filmphilisoph ich bin ein Hobbykritiker und habe natürlich auch mal unrecht und ich gehe auch auf Kritiken von Seiten der Community ein. Ich bin ein Fan von Anspruchsvollen Filmen und denke beim Film schauen auch ganz gerne mal nach. Ich interessiere mich außerdem sehr für die menschliche Psyche und deren Abgründe und "freue" mich jedes mal wen mich ein Film in diese Welten entführt. Außerhalb der Filmwelt bin ich ein riesiger Musikfan, und höre eigentlich so ziemlich alles was anders ist , nur keinen Mainstream sowohl in der Film als auch in der Musikwelt. Außerdem Mitglied des "titanischen Trios", bald bekannt als Herrscher über die Welt und das Dashboard. "Phantasie ist wertvoller als Wissen, denn Wissen ist begrenzt" -Albert Einstein- Mehr


You're Next
You're Next

Boogers666 6.0 "Ganz gut"

Was wie Home-Invasion anfängt, wird schnell zum bitterbösen Mix aus Suspense-Horror und rabenschwarzer Komödie. Dabei bleibt der Humor bis zum Ende weitgehend subtil, aber das stört nicht, da der Film auch ohne diesen blendend unterhält. Denn wenn "Youre next" eins ist, dann ist das kurzweilig. Der Film lebt von seinem sehr frühen Einbruch der regulären Handlung und seinen kleinen aber feinen Twist, die permanent zum Zuschauen ermutigen. Allerdings und das ist wohl gleichzeitig dass größte Problem des Films, bleiben viele Passagen des Films relativ blass, wiederholen sich oder wirken vorhersehbar. Erst ab dem Wechsel der Perspektiven kehrt frischer Wind ein, der die Spannungskurve wieder anzieht, die zwischendurch ziemlich absackt. Jedoch, und das ist wohl das bemerkenswerteste, schafft Wingard es die üblichen Genremechanismen anfangs ihren üblichen Gang gehen zu lassen um sie dann vorwärts und rückwärts zu drehen, bis sie aus ihrer Verankerung springen. Das macht nicht nur kurzzeitig Spaß, sondern dadurch kristallisiert sich auch das mitunter tougheste Ass-kicking Girl seit Alien heraus. Als dann die Stimmung am Ende kippt und aus bitterem Ernst, humoristische Farce wird, schafft Wingard es erneut den Zuschauer mit seinen Erwartungen zu überrumpeln. Nebenbei zeigen einige Szenen, dass Wingard das handwerkliche Geschick sowie das Gespür fürs Genre mitbringt und man gespannt sein darf was in Zukunft folgen wird.

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Hitcher, der Highway Killer
Hitcher, der Highway Killer

Boogers666 6.0 "Ganz gut"

Tom at the Farm
Tom at the Farm

Boogers666 vorgemerkt

Das Grauen
Das Grauen

Boogers666 vorgemerkt

Hostel 3
Hostel 3

Boogers666 2.0 "Ärgerlich"

Alles was die ersten beiden Teile von Roth zumindest halbwegs sehenswert machte, sucht man im dritten Ableger der "Hostel"-Reihe vergeblich, denn der dreckige Hinterwäldler-Look des Ostblocks, die düsteren Kellergewölbe des Folter-Hostels oder auch der Gewaltgrad erzeugten durchaus eine beklemmende Atmosphäre, aber anstatt dem Namen der Reihe treu zu bleiben und die Geschehnisse in eben ein Hostel zu verlegen findet hier alles in der Millionenmetropole Las Vegas statt. Wo anfangs dann noch versucht wird, besonders clever zu wirken und den Zuschauer an der Nase herumzuführen, so wird alles absolut vorhersehbar, die Charaktere sind so blass und unsympathisch wie selten in irgendeinem Horrorfilm und das Setting ist absolut lächerlich. Hier sieht man keine verkappten Millionäre die absolut animalische Metzger dazu anheuern bzw. selbst ihre Opfer auf brutalste Art niedermetzeln, sondern ein paar anteillos zuschauende Leute, die an Computern rumspielen und applaudieren wenn einer drauf geht. So geht der wichtige Faktor der "Abartigkeit" bzw. des "Du könntest der nächste sein" komplett verloren. Spannung kommt, ungelogen, nie auf, selbst in den Momenten wo noch nicht klar ist was noch passieren wird. Warum? Weil der Film den Zuschauer dazu bringt, zu wollen das die Charaktere Hopps gehen. Diese sind nämlich so unfassbar nervig unsmypathisch und hohl, dass man sich fast schon freuen kann wenn die Gruppe kleiner wird. Der obligatorische super, unvorhersehbare Twist am Ende setzt dann nochmal einen drauf. So dämlich, unnötig und vor allem so unfassbar unlogisch, dass einem allerspätestens da klar werden sollte, das dieses Franchise begraben und verbrannt gehört.

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pischti

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Mir gefiel er zwar zwei Punkte besser, weil mich das ganze dann doch noch einigermaßenunterhalten hat, aber den unsympathischen Charakteren wünscht man allesamt recht schnell den Tod :D


Cabin Fever 2: Spring Fever
Cabin Fever 2: Spring Fever

Boogers666 2.0 "Ärgerlich"

Wo "Cabin Fever 2" amüsant beginnt und es sogar schafft einen direkten Anschluss an den ersten Teil herzustellen, so fährt er im späteren Handlungsverlauf all sein Potential blindlings gegen die Wand. Es werden unzählige Nebenhandlungen eingeführt, die allesamt im Nirvana landen, alle Charaktere verkommen zu dummen Marionetten, die in keinster Weise irgendeinen Zweck erfüllen und deswegen absolut austauschbar sind. Der Humor, der zu Beginn noch zum Schmunzeln einlädt wird ebenfalls zum reinen Selbstzweck und statt mit Wortwitz überzeugen zu wollen (siehe Teil 1), wird hier deutlich mehr Wert auf den Ekelfaktor gelegt, der alles andere als lustig ist. Auch die Seuche selbst gerät zunehmend in den Hintergrund und nach einem der wohl miserabelsten Enden die ich je gesehen habe, bleibt einem nichts anderes übrig als sich an den Kopf zu fassen. Da entschuldigt auch die verhunzte Schnittfassung nichts, aufgrund der sich West von seinem Film distanzierte. Ich wollte die Hoffnung nicht verlieren, dass West es schaffen könnte den Film doch noch zu retten, aber wartete leider vergebens. Das war ein Griff ins Klo.

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Gabster

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Der Film ist zwar innerhalb von Wests Filmographie eine Schande aber das Ende fand ich so over the top dämlich, dass ich fast schon wieder Spaß an der Sache hatte.


Cabin Fever
Cabin Fever

Boogers666 6.0 "Ganz gut"

Als schon am Anfang "And the road leads to nowhere" aus dem Autoradio ertönt und eine Gruppe von absoluten Stereotypen bei einer Redneck-Tankstelle hält um einzukaufen wird klar mit wie viel Liebe zum Genre Roth seinen Film gedreht hat. So drückt man auch gerne mal beide Augen zu, wenn die Handlung selbst in den Hintergrund gerät bzw. zu lange braucht um ins Rollen zu kommen. So können sich Genrefans in der ersten Hälfte des Films an der herrlich nostalgischen Inszenierung erfreuen und in der zweiten Hälfte an der blutig-spaßigen Hüttengaudi. Denn wenn Roth Gas gibt, dann richtig. Die letzte halbe Stunde ist ein einziges Blutbad, dass sich, zum Glück, nicht ernst nimmt ("Ich lebe!!") und deswegen einen Heidenspaß macht. Auch wenn sich dabei vieles wiederholt und dem Film in letzter Konsequenz der Sprit ausgeht, so entlässt er uns dennoch mit einem hämischen Grinsen im Gesicht. "Cabin Fever" ist kein wirklich guter Horrorfilm (Im Sinne von "Gruselfilm), aber eine spaßige Hommage an alte Klassiker der durch seine Kreativität und seine Originalität überzeugt, denn auch wenn die Charaktere Stereotypen sind, und sie sich au so verhalten, so ist die Idee einer Bedrohung von "innen", erfrischend anders und ermöglicht am Ende sogar so etwas wie ein paranoides Kammerspiel.

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Hiroshima mon amour
Hiroshima mon amour

Boogers666 8.0 "Ausgezeichnet"

In die Hand geschrieben
In die Hand geschrieben

Boogers666 5.0 "Geht so"

Das siebente Siegel
Das siebente Siegel

Boogers666 8.0 "Ausgezeichnet"

Das Buch mit Sieben Siegeln, das den Untergang verheißt. Der Untergang all dessen was wir als unsere Welt bezeichnen. In der Bibel verkünden sieben Engel mit Posaunen die endgültige Apokalypse:

„Und da es das siebente Siegel auftat, ward eine Stille in dem Himmel bei einer halben Stunde“

Antonius Block: Who are you?
Death: I am Death.
Antonius Block: Have you come for me?
Death: I have long walked by your side.
Antonius Block: So I have noticed.
Death: Are you ready?
Antonius Block: My body is ready, but I am not.

Doch Bergman verweigert sich der Annahme, dass Gott oder Satan existieren, das einzige was für ihn präsent ist, ist der Tod . In der Zeit der Pest, werden alle mit ihm konfrontiert. Und in zunehmender Bestürzung erkennen alle Charaktere, dass sie Angst haben was geschehen könnte. Was wenn danach nichts passiert und man weder in den Himmel oder die Hölle gelangt? Endlose Schwärze? Oder ein neues Leben? Die sichere Existenz aller Beteiligten gerät in Gefahr da jeder wird mit einer anderen Frage beschäftigt ist, die ihn zweifeln lässt. Der Mensch der zweifelt, immerzu. Der eine hinterfragt die Liebe, der andere den Tod, der andere das Leben und wiederum der andere meint er wüsste alles. Doch selbst der personifizierte Tod scheint nicht alles zu wissen, selbst er gibt sich in seltenen Momenten der Ratlosigkeit und der Schwäche. Allerdings ist er hier nicht das personifizierte Böse, sondern die erzwungene Konsequenz die alle Fragen der Charaktere beantworten wird; auch wenn sie es nicht wollen.

Death: Don't you ever stop asking?
Antonius Block: No. I never stop.
Death: But you're not getting an answer.

Bergman schafft es den zweifelnden Charakter des Menschen mit all seinen Fragen auf die es keine Antworten gibt in Kontrast zu dem vorgegaukelten Bild der Kirche zu stellen, die die Erlösung verspricht. So verübt er gleichzeitig Kritik an den Prinzipien der Kirche und thematisiert die allgemeinen Fragen des Seins, ohne uns die Antworten zu verraten. So kehrt der Film an Ende zum Anfang zurück, ein Sturm zieht auf, die Apokalypse rollt heran und jeder einzelne Mensch wird seinem Leid erliegen. Gewissheit hat der Mensch eben nur nach dem Tod, aber was wären wir ohne die quälenden Fragen die uns plagen. Wir spielen doch alle täglich Schach mit dem Tod und warten nur darauf bis er uns Matt setzt. Unser König fällt und wir Gewissheit erlangen werden.

.
„But feel, to the very end, the triumph of being alive!“

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Frontalwatte
Frontalwatte

Boogers666 vorgemerkt

Her
Her

Boogers666 9.0 "Herausragend"

Wenn man versuchen will den Film einseitig zu betrachten scheitert das Vorhaben, weil er zu mehrschichtig ist. Jonze verwebt hier so viele Fragen, Ansätze oder Antworten in einem großen Ganzen, dass die Betrachtung von “her” als Liebesfilm zu einseitig wäre. Der Film geht weitaus tiefer und stellt Fragen die aktuell zwar irrsinnig erscheinen mögen “Darf man einen Computer lieben?”; “Ist das überhaupt noch ein Computer, oder schon ein Mensch?”, aber die in ein paar Jahren definitiv mehr Resonanz finden werden, da bin ich mir sicher. So bekommen wir hier keine dystopische, abwertende Zukunftsvision zu sehen sondern eher einen ständigen Wechsel aus Utopie und Dystopie. Die dargestellte Umwelt ist gleichermaßen erschreckend wie faszinierend, die Mitmenschen sind nicht mehr sie selbst, sie reden ja größtenteils nicht einmal mehr miteinander, aber der praktische Nutzen des Fortschritts scheint unermesslich. Die Leidtragenden sind dabei allerdings die Menschen, die gezwungener Maßen zu “Robotern” werden. Es scheint als wäre Liebe ein fremdes Wort in dieser Zeit.

So sitzt Theodore einsam in seiner Wohnung und blickt hinaus auf die Welt unter ihm. Wie viel es da draußen zu erleben gilt und wie wenig das zu verwirklichen ist. Ein anfangs melancholisches Bild, dass sich allerdings ändert, als Theodore sich in Sam verliebt. Sam ist kein Mensch, aber das interessiert die Liebe, wie üblich, wenig. Was heute noch als lächerlich gelten mag, ist im Hinterkopf vielleicht schon Realität geworden. So verändert sich damit auch für den Zuschauer das Umfeld, man nimmt die Umgebung nicht mehr wahr, zu fixiert ist man auf die beiden Hauptcharaktere. Die Art der Annäherung des Films an das Thema: Liebe, ist mitunter die allumfassendste die das Medium bisher zu bieten hat. Hier wird sie als etwas notwendiges dargestellt, ohne das Theodore nicht leben kann und das ist auch richtig so, denn ohne die bekannten Schmetterlinge im Bauch wären wir nicht die Personen die wir sind, nicht das was uns einzigartig macht. Das Gefühl der Zuneigung ist mitunter das Stärkste das existiert und selten wurde dies so deutlich wie hier. Gleichzeitig schafft es Jonze die Leichtigkeit der Liebe in einer herzerwärmenden Romantik zu verhüllen, die einen Träumen lässt. Träumen vom Mond, von Menschen die gar nicht da sind und von anderen Realitäten, die wir uns gar nicht vorstellen können. Letzten Endes macht es keinen Unterschied wen man liebt, oder warum, wichtig ist dass man es tut . Der Film stellt zwar öfters die oben genannte Frage: Ob das normal sei?, aber beantwortet sie gleichzeitig, wenn auch nicht explizit, mit einem fetten Nein!, aber dass ist auch gut so, denn was ist bitte heutzutage noch normal?

Wir tauchen ab mit Theodore und Sam in eine Welt die genau so gut unseren Träumen entspringen könnte. Bemerken vielleicht gar nicht wie unfassbar gut Phoenix hier spielt, oder wie uns Johannsons Stimme langsam verzaubert. Erst dannach brechen all diese Erkenntnisse auf einen ein.
So entpuppt sich hier die Liebe zu einem Smartphone zwar als endgültig unbeständig, aber dient dem Protagonisten als Hilfe zur Selbstfindung. Er trifft Entscheidungen und macht Erkenntnisse über die Liebe und ihre Relevanz. So ist “her” einerseits einer der einfühlsamsten Filme die dieses Genre zu bieten hat, gleichzeitig aber auch eine realistische Vision unserer nahen Zukunft und stellt nebenbei existenzielle Fragen über unser Sein. Hier wirkt dabei nichts überladen, sondern so stimmig ineinander verflochten, dass man es als Zuschauer vielleicht gar nicht bemerkt. Und am Ende fühlt man sich an einen weitern Film erinnert der sich dieser Thematik annimmt:

“Im just a little Person…..”

So fühle ich mich verändert als ich aus dem Kino schlendere, blicke in den Himmel und bin plötzlich wieder im Film, sehe die Hochhäuser und die gleisende Sonne. Ich blicke erneut zu Boden, fasse in meine Tasche und ziehe mein kleines “Samsung Y” heraus, sehe mich um und bin wieder ich selbst. Doch nicht der der ich vorher war und so laufe ich, genau wie Theodore, mit den Händen in den Taschen durch die Stadt und werde von einer Welle von Melancholie überrollt. Ich sehe glückliche Paare Hand in Hand an mir vorbeilaufen und mache mir Gedanken was sie an ihrem Gegenüber finden und freue mich für sie. Ich fühle mich wie in Trance, blickte erneut in den Himmel schließe die Augen und mir rollt eine Träne über die Wange. Ich bin allein denke ich mir, bin ich das? Ich fasse in meine Tasche fühle die Plastikhülle meines Handys und muss schmunzeln.

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JonnyvsSherlock

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Wahnsinn Boogers!:D


Boogers666

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Dankeschön²


Elena
Elena

Boogers666 vorgemerkt

Among the Living
Among the Living

Boogers666 vorgemerkt

Trigger Man
Trigger Man

Boogers666 7.0 "Sehenswert"

Wer mit dem proklamierten "Backwood-Thriller" rechnet wird gnadenlos enttäuscht, denn im Grunde bildet "Trigger Man" fast schon das Gegenstück zu der üblichen Hollywoodware vom Fließband oder generell gesagt zum Thrillergenre allgemein. West zeigt uns im Grunde einen Anti-Thriller ,denn zu sehen gibt es wirklich nicht viel. So gibt es keinen narrativen Strang, geschweige denn einer wie üblich ablaufenden Handlung mit Klimax usw., stattdessen hält er uns fast den kompletten Film über nur drei Freunde beim Jagen vor die Linse, dessen Erlebnisse bis zum einschneidenden Ereignis total belanglos sind. Allerdings ermöglicht das eine komplett objektive Sichtweise auf das Geschehen, hier gibt es keine Sympathisanten, hier sind alle gleich unwichtig. Außerdem verzichtet West dadurch auf die üblichen Konventionen und Klischees, denn hier sehen wir keine rumkreischenden Teenis oder einen eiskalten Psychopathen mit total bekloppter Motivation der alles niedermetzelt, nein, hier sehen wir drei gestandene Männer die durch den Wald stapfen und jagen, die scheinbar grundlos von einem Scharfschützen ins Visier genommen werden. Das alles mag langweilig und unspektakulär klingen, aber trotzdem erzeugt dieser übertrieben Realismus eine Spannung zwischen den Charakteren und zu ihrem Umfeld (der Wald wirkt immer bedrohlich), die West gekonnt immer mehr anzieht und sie in einem total unspektakulären aber dadurch realistischen Finale enden lässt, dass einen gerade deswegen mit einem unwohlen Gefühl zurücklässt. So zeigt West erneut dem verwöhnten Horror-Publikum den Mittelfinger und beweist mit wie wenig Mitteln man ein wirklich beeindruckendes Ergebnis erreichen kann.

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Lucy
Lucy

Boogers666 vorgemerkt

A Beautiful Mind - Genie und Wahnsinn
A Beautiful Mind - Genie und Wahnsinn

Boogers666 3.0 "Schwach"

Titanenkommentar Nr. Schieß mich tot : A Beautiful Mind:

Unser nächster gewählter Film , ist ein Film der eigentlich fest verankert auf meiner “Keine-Interesse” Liste stand, doch den Titanen zuliebe hab ich ihn mir dann doch angesehen und das Resultat war, nun ja, ernüchternd. Aber es wäre ja langweilig wenn unsere Wertungen immer beisammen liegen würden.

“Meine Klassenlehrerin in der ersten Klasse sagte, ich hätte bei der Geburt zwei Portionen Gehirn aber nur ne halbe Portion Herz”

“A Beautiful Mind”, so nennt sich der Film, der seinen von vorne herein unsympathischen Hauptcharakter als stumpfe Marionette benutzt um sie als Projektionsfläche für seine Behinderung zu benutzen. So wird über zwei Stunden lang dauerhaft darauf verwiesen, wie schlecht es ihm doch geht, wie sonderbar er doch ist. Das fängt schon in seinem Studium an: Er ist der sozial verkrüppelte Nerd, der Abends am Fenster sitzt und die Scheiben vollkritzelt, der durch reinen Zufall plötzlich alle Thesen Smiths überdenkt, am Beispiel einer ungünstigen Personenkonstellation um eine attraktive Blondine (als ob noch nie zuvor jemand die Idee gehabt hätte). Und der dann dadurch natürlich in die Regierung beordert wird. Das Superkind, Das Genie. So gnadenlos wird das wahre Leben von Nash zur Schau gestellt, um es am Ende auf seine Behinderung zu reduzieren, frei nach dem Motto: Guckt doch mal, der ist behindert, habt Mitleid mit ihm. Das ist nicht nur moralisch widerwärtig, sondern auch grottenschlecht umgesetzt. Das maßlose Overacting von Russel, wirkt vor allem zu Beginn unfreiwillig komisch und am Ende irgendwie fehl am Platz. Denn am Ende stimmt allgemein gar nichts mehr, die Harmonie der Charaktere untereinander geht völlig flöten, ebenso wie die Bindung zum Zuschauer. So plätschert der Film belanglos vor sich hin nur um natürlich, das Blatt wieder zum guten zu wenden, muss es ja auch ist ja ein Blockbuster. Weiterhin wirkt der ständig präsente maßlos übertriebene Score, wie der Wisch unter der Nase, der uns erneut klar machen soll, wie schlecht und dramatisch doch alles ist. Der Film hat unglaublich viele Fehler auf cineastischer Ebene, die in zu einem großen luftgefüllten und vor allem unoriginellen Nichts machen. Denn die Geschichte die uns aufgetischt wird, hat jeder schon dutzend Mal in anderen nervenden Melodramen gesehen, nur besteht hier der Unterscheid das sich daran aufgegeilt wird, dass alles auf einer wahren Begebenheit beruht, das Lustige daran? Tut es gar nicht. Hier wird versucht alles in einen Topf zu werfen was geht: Spionagethriller im Kalten Krieg, Emotionale Geschichte über Schizophrenie und natürlich das Leben von John Nash wiederzugeben. Das amüsante dabei ist allerdings, keines davon gelingt: Der Film ist über weite Strecken sterbenslangweilig, Gefühl wird im Grunde nie entwickelt, außer der Holzhammer wird ausgepackt, der alles wieder zunichte macht und mit dem Wahren Leben von John Nash, hat der Film sowieso fast nichts gemein. So ist es traurig, dass hier ein wahres Genie im Grunde nur auf seine Sonderbarkeit reduziert wird. Seine wahre Geschichte so verbogen wird, dass es auch keinem bitter aufstößt (So war Nash z.B. laut einigen Quellen ein ziemlicher Rassist) Warum? Weil es mit einer weniger bekannten Person weniger erfolgreich gewesen wäre. So ist “A beautiful Mind” wieder der beste Beweis dafür zu was die Oscars und Hollywood generell verkommen ist.

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Dasprofil

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Ne hab ich nicht. Ich achte aber soweiso nie auf die E-mail Benachrichtigung bei Antworten von daher ist mir das dann auch weiterhin egal :D.


styx.canomo

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da bleibt die frage: ist russell crowe überhaupt ein schauspieler?
oder ist er einfach so?
ich glaube letzeres, was seine mangelhafte darbietung aber nicht besser macht.


Antboy
Antboy

Boogers666 3.0 "Schwach"

The Office
The Office und 1 weitere ...

Boogers666 8.0 "Ausgezeichnet"

Synecdoche, New York
Synecdoche, New York

Boogers666 9.0 "Herausragend"

" I will be dying and so will you, and so will everyone here. That's what I want to explore. We're all hurtling towards death, yet here we are for the moment, alive. Each of us knowing we're going to die, each of us secretly believing we won't."

"Synecdoche New York" ist ein Film der unfassbar schwer mit Worten zu beschreiben ist, es ist doch vielmehr ein Gefühl als ein Film dem wir hier zwei Stunden lang beiwohnen, dass uns vereinnahmt und am Ende in sanfter Melancholie gehen lässt. Mit Gedanken im Kopf, die wir gar nicht fähig zu stämmen sind. Die uns, wenn auch nur für kurze Zeit, unser Leben mit anderen Augen sehen lassen. Die uns helfen dem Mysterium, dass wir Leben nennen auf die Spur zu kommen. Die uns befreien. Auch wenn es übertreiben oder lächerlich scheint aber dieser Film schafft es die Quintessenz des Lebens zu erfassen, die Fragen zu stellen die wir uns wirklich stellen sollten und uns klar zu machen was es heißt zu leben.Wir sind alle eben diese "Little Person" die im Film aufgegriffen werden ,alle unbedeutende, austauschbare, Schauspieler im Theaterstück das wir Leben nennen aber wir können ja wenigstens versuchen dieses Stück für uns ansprechend zu gestalten, bevor es vorbei ist.
Es ist schlussendlich zu viel um es zu verarbeiten, nichts wird geklärt oder beantwortet, man hat noch nicht einmal Gewissheit, was man denn da gerade gesehen hat. Aber trifft das nicht auch auf unser Leben zu?

[...]"As you learn there is no-one watching you, and there never was, you think only about driving - not coming from any place; not arriving any place. Just driving, counting off time. Now you are here, at 7:43. Now you are here, at 7:44. Now you are...Gone."

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Zimtmond

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Oh wundervoll, Boogers. Der wird sowas von vorgemerkt. :)


Boogers666

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Dankeschön :) Viel Spaß damit


Gästebuch

FrEAk0

Hidihooo! Osterwichteln ist angesagt :D Und ich möchte keinen Kommentar verpassen.
Passend zu den Feiertagen:
"Bei der Henne werden die Augen groß und rund. Plötzlich sind die Eier bunt!"

gruß FrEAkO

FilmFreak2K13

Alle Wichtelianer müssen zusammenhalten. Daher: Eine Anfrage ^^

Donny Brandt

Auch ein sehr geiles Lied. Du hast mich gerade daran erinnert das ich noch gar kein Album (Ja Album und kein MP3)habe von denen, dass muss ich jetzt mal nachholen.

Donny Brandt

Puhh :)
Ah, Artic Monkeys daher kannte ich den ,ist ne super Band. Fluorescent Adolescent, zu nennen ist zwar langweilig, ist aber neben R U Mine ?, mein Lieblingslied von dennen.
Lange Rede kurzer Sinn, du hast auch ein sehr schönes Profilbild.

Donny Brandt

Danke, einfach ein großartiger Film. Wer ist nochmal die Person auf deinem Bild, ich kenne sie zwar aber der Name möchte mir gerade nicht einfallen ? (wahrscheinlich werde ich mich schämen müssen dafür das ich den Namen nicht kenne ;))

Absurda.

Nee, komm 'Shaun of the Dead' ist besser, weil intelligenter und nahe gehender (Mit Leuten wie Shaun kann ich mich irgendwie identifizieren) und dass Bill Murray besser ist als der Vorspann ist, ist ja klar, denn was ist besser als Bill Murray? (Außer vielleicht Twinkies und Nicolas Cage)
Wie gesagt: Den wirst du lieben. Dafür leg ich meine Hand ins Feuer.

Absurda.

Ist auch ein ziemlich smoother Film! Vor allem Woody Harrelson als Badass hat mir richtig gut gefallen und vor allem das Vorspannlied - wie geil war das denn???

Absurda.

Yeah, und die Arctic Monkeys sind keine Ausnahme!

Absurda.

Von den neuen Sachen von Muse rede ich auch nicht. Die sind in der Tat ziemlich lausig (aber nicht so lausig, wie es manch darstellt oder behauptet), aber Arctic Monkeys - come on! Die klingen doch genauso wie jede andere Band und so treten die auch auf (Ich meine: Von was für 'nem "Image" spricht Alex Turner denn da? Einfach mal Elvis nachmachen und das dann als Image bezeichnen. Ich glaub, ich hör nicht mehr richtig!).

DerDude_

Der beste Film aller Zeiten <3


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